Archiv | Dezember, 2012

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Vorruhestandswahn – E-Book von Karl Feldkamp

30 Dezember 2012 von admin

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Alles, was vor der ewigen Ruhe kommt, verdient noch die Bezeichnung Vorruhestand. Besonders jene Lebensjahre kurz nach dem Renten- oder Pensionseintritt.
Die meisten jungen und älteren Alten wollen es gerade dann noch einmal richtig wissen und geraten in den bei Betroffenen hinlänglich bekannten Vorruhestandswahn. Besonders die Ü60-ger treibt eine kaum beherrschbare innere Unruhe in den möglichst uneingeschränkten Lebensgenuss. Weltreisen, Schlemmereien, Schmetterlinge im Bauch, neue Leute kennen lernen wollen sowie Großtaten jeglicher Art, mit anderen Worten Erlebnishunger pur sucht sich seine Nahrung.
Als Mitbetroffener fühlt Karl Feldkamp (69) sich dazu getrieben, auf seine Art Hilfstellung zu leisten. Er schreibt nicht immer ganz ernst zu nehmende Erzählungen über eignene und diverse Nöte seiner Altersleidensgenossen.
Daraus wurde kürzlich ein E-Book mit dem schlichten Titel Vorruhestandswahn.
Es sei, so der Autor, auch jüngeren Lesern sehr zu empfehlen. Nicht frühzeitig genug könnten sie sich auf die Zeiten jenes Wahns vorbereiten, dem sie ohne diese Lektüre vermutlich hilflos ausgeliefert wären.

Karl Feldkamp, Vorruhestandswahn, E-Book, Satzweiss.com – Chichilli-Agency, 2011, 1,99 €

vorrhuhestands-wahn

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Realnamenspflicht bei Facebook bald Geschichte?

25 Dezember 2012 von admin

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„Facebook und Datenschutz“ sind wie Feuer und Wasser meint Frank Samirae IT Unternehmer aus Bergisch Gladbach. „Viele Nutzer, besonders junge Leute oder auch Anwender mit wenig PC Erfahrung nutzen das soziale Netzwerk Facebook leider ohne die Verwendung Ihrer persönlichen Daten zu hinterfragen.“ so Samirae weiter. Er beschreibt uns ein wesentliches Datenschutz – Problem bei Facebook:

Bei Facebook kann besonders die Realnamenspflicht (auch Klarnamenspflicht), also die Pflicht sich unter seinem bürgerlichen Namen zu registrieren, zum Problem werden. Das Unternehmen schreibt in seinen Nutzungsbedingungen die Verwendung von Realnamen vor. Die Nichtbeachtung dieser Vorgabe sei vergleichbar mit einer privaten Party, zu der nur namentlich bekannte Gäste eingeladen seien und auf die plötzlich alle möglichen Leute mit gefälschten Identitäten kämen. Facebook beansprucht darüber hinaus das Recht, die Bedingungen der Nutzung des Dienstes festzulegen und auch durchzusetzen.

Es ist freilich unschwer zu erkennen das der Vergleich Social Network und private Party ziemlich hinkt. Widmen wir uns doch einfach den praxisrelevanten Auswirkungen von Facebook. Die Bewerberrecherche im Internet also den Bewerber mal „googlen“ ist nichts Ungewöhnliches mehr und ein alter Hut. Nun kommt aber hinzu, dass Bewerber auch über Social Networks durchleuchtet werden können. Kritische Kommentare zu „Stuttgart 21“ oder der „Atomenergie“ können schnell den Arbeitsplatz kosten bzw. zur Nichteinstellung führen. Ebenso wenig kommt Begeisterung auf (bei der Personalabteilung) bei Bewerbern die ein Facebookprofil voller Bilder von sich auf einem Betriebsstreik haben.

Der Gesetzgeber arbeitet schon lange am neuen Beschäftigtendatenschutzgesetz, welches die Möglichkeiten der Recherche regeln soll. Das Gesetz steckt leider derzeit fest und auch wenn ein solches verabschiedet werden würde, hält sich mit Sicherheit nicht jeder dran.

Konstantin von Notz mit Datenschützern in Berlin

Konstantin von Notz mit Datenschützern

Demnach könnte man seine Daten wirklich nur effektiv vor unberechtigtem Zugriff oder vor  unliebsamen Ausspähen schützen mit einer Namensabkürzung wie z.B. „Manuela Lü“ oder einem Pseudonym. „Eine Realnamenspflicht gibt es in Deutschland nicht“ – betont  Konstantin von Notz, Bundestagsabgeordneter für die Grünen auf dem letzten DTB Forum für Datenschutz in Berlin. „Sie können sich einfach einen Namen oder ein Pseudonym aussuchen. Dabei werden keinerlei Gesetze hierzulande gebrochen.“ Der grüne Abgeordente mit großer Kompetenz für den Datenschutz geht davon aus, dass unsere Gesellschaft derzeit in einer Phase der digitalen Dauerrevolution steckt. Dabei macht man sich oftmals erst nach der Einführung eines neuen Mediums ernsthafte Gedanken um den Datenschutz.

Mit dem Datenschutz und den Gesetzen nimmt es Facebook aber nicht so genau. Unter Androhung von Löschung fordert das Unternehmen, Konten mit Realnamen zu registrieren. „Falsche persönliche Informationen“ sind demnach ebenso untersagt wie Kontaktdaten, die nicht „auf dem neuesten Stand“ sind.

Der Datenschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, will den Datenschutz mit mehr Anonymität beim weltgrößten Online-Netzwerk nun durchsetzten. Alle Nutzer aus Schleswig-Holstein müssten sich statt der Angabe echter Informationen zu ihrer Person auch unter einem Pseudonym registrieren können, forderte Weicherts Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz. Die Klarnamenpolitik von Facebook verstoße gegen das deutsche Telemediengesetz, meint Weichert und trifft bei IT Fachmann Frank Samirae damit auf Zustimmung. „Stellen Sie sich einfach vor, Sie müssten mit Ihren Daten zwingend im Telefonbuch stehen. Das ist für mich das Gleiche wie bei Facebook meinen bürgerlichen Namen anzugeben. Mit der Privatnummer möchten viele Menschen verständlicher Weise nicht im Telefonbuch stehen. Man will sich vor Belästigungen schützen oder einfach nicht gestört werden, es kann viele Gründe haben. Der Gesetzgeber hat dies erkannt und auch geregelt, denn Telefonanschlüsse sind nicht neu, Telemedien wie Facebook und Co. sind es übrigens auch nicht. Endlich greift der erste Datenschutzbeauftragte durch und macht sich für die Menschen stark.“ Thilo Weicherts unabhängiges Landeszentrum fordert dass Facebook den §13 Abs. 6 TMG beachten muss. „Diese Regelung steht mit europäischem Recht in Einklang und dient u. a. dazu, im Internet die Grundrechte und insbesondere das Grundrecht auf Meinungsfreiheit zu wahren. Der Gesetzgeber hat damit klargestellt, dass sich Nutzer von Internetdiensten wie Facebook dort weitgehend unbeobachtet und ohne Angst vor unliebsamen Folgen bewegen können.“ Nur noch bis Jahresende hat Facebook Zeit entsprechende Änderungen durchzuführen, sonst drohen dem Unternehmen 20.000 € Strafe.

Schon vor über einem Jahr hatte sich übrigens die Electronic Frontier Foundation (EFF) gegen die Klarnamenpflicht ausgesprochen. Ihr zufolge tragen Pseudonyme zum Schutz der Privatsphäre bei. Facebooks damalige Marketingdirektorin Randi Zuckerberg hatte sich hingegen für die Verwendung von echten Namen in der Onlinewelt ausgesprochen, weil dadurch das Problem des Cyberbullying aus der Welt geschafft werden könne. Sie vertrat damit eine ähnliche Haltung wie der frühere Google-CEO Eric Schmidt, der Anonymität als “gefährlich” bezeichnete.

„Einer Datenschleuder wie Facebook den Datenschutz beizubringen wird sicherlich interessant. Wegen der Klarnamenspflicht befürchten sogar viele Internetnutzer, dass Meinungen abseits des Mainstreams so nicht mehr geäußert würden. Sie sehen darin eine Gefahr für die Meinungsvielfalt. Den Effekt habe ich auch im Internet beobachtet.“ – berichtet Frank Samirae.

Hierzu gibt es sogar einschlägige wissenschaftliche Studien. Arvid Kappas von der Jacobs University Bremen ist Professor für Psychologie und fand heraus: Die Klarnamenpflicht führt zur Selbstzensur. Kappas Studie belegt, dass wenn Menschen gezwungen werden mit ihrem Namen für ihre Aussagen geradezustehen, sagen sie nicht immer das, was sie eigentlich meinen. Kurz gesagt: Sie zensieren sich selbst. Deswegen protestierten so viele Netzaktivisten gegen den Vorstoß von Innenminister Hans-Peter Friedrich, dass Internetnutzer mit „offenem Visier“ kommentieren sollen.

„Gerade solche Politiker wie unser Innenminister Friedrich bekleckern sich nicht unbedingt mit Ruhm beim Umgang mit Bürgerrechten im Zusammenhang mit dem Internet. Ich fürchte sogar mit seiner verqueren Haltung hat er bei der Union und leider auch bei der sonst für die Rechte des Individuums sich stark machenden FDP Nachahmer gefunden, besonders bei Politikern aus der 2ten und 3ten Reihe. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) wollte der Anonymität radikaler Blogger im Internet ein Ende setzen. Hierfür hat Friedrich parteiübergreifende Kritik geerntet und dies zu Recht, denn er untergräbt damit hierzulande Meinungs- und Pressefreiheit.“ – schließt Samirae.

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Kostenlose Selbstauskunft nach §34 BDSG bei 585 Unternehmen

24 Dezember 2012 von admin

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Zum Jahresende möchten wir Ihnen das Angebot von selbstauskunft.net noch einmal ins Gedächtnis rufen.

Es steht es jedem Bundesbürger zu, sich einmal im Jahr kostenlos seine gesammelten und gespeicherten Daten von Auskunfteien abzurufen.  So können Sie Ihren Score (Auskünfte über Kreditwürdigkeit), Ihre generell gespeicherten Daten und wohin sie verkauft wurden erfragen.
Normalerweise kostet euch das sehr viel Zeit, die Unternehmen rauszusuchen und anzuschreiben (ggf. sogar Briefporto). Die Internetseite Selbstauskunft.net  hat die größten Auskunfteien gelistet und schreibt diese für euch per eMail, Fax und Brief an. Das ganze ist sogar kostenlos.

Wir haben das am Anfang des Jahres schon getan und werden es dementsprechend in ein paar Tagen wiederholen.

Selbstauskunft.net ist per Smartphone auch erreichbar.

Android:
https://play.google.com/store/apps/details?id=de.digineo.android.selbstauskunft

iOS:
https://itunes.apple.com/de/app/selbstauskunft/id454483818?mt=8

Für weitere Infos:

http://www.chip.de/news/Selbstauskunft.net-Gratis-Selbstauskuenfte-anfordern_54283562.html

http://www.sueddeutsche.de/geld/datenschutz-was-die-schufa-alles-weiss-1.1265595

https://netzpolitik.org/2012/selbstauskunfte-leicht-gemacht/

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RWE will trotz Rechtswidrigkeit weiter roden lassen

21 Dezember 2012 von admin

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Mit einer Klage gegen das Land NRW wegen einem Verstoß gegen das Artenschutzgesetzt bei der Genehmigung des Hauptbetriebsplanes und damit einhergehend, der Rodung des Hambacher Forstes, hat der BUND einen rechtlichen Stopp der Rodungsarbeiten im Forst erzwungen, da die Klage aufschiebende Wirkung hat, bis das Gericht entschieden hat. Trotz eindeutiger Gesetzeslage kündigte RWE an, die Rodungsarbeiten fortzusetzen. Die Argumentation von RWE geht dabei komplett an der Grundlage der Klage vorbei, und ist faktisch Ignoranz gegenüber aller Gesetze, die nicht im Sinne RWEs sind.

Die rechtliche Grundlage der BUND-Klage ist klar und auch für Laien verständlich: Eine Rodung eines Waldes mit Tier- und Pflanzenarten, die nach Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU geschützt sind, ist nur mit einer artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigung möglich. Da die bis heute von der Bezirksregierung Arnsberg nicht erteilt wurde, handelte das Land NRW mit der Genehmigung des Hauptbetriebsplans illegal. Eine verwaltungsrechtliche Klage hat nach § 80 Vwgo aufschiebende Wirkung bis ein Urteil dazu verkündet wird.

Obwohl das Bergamt Arnsberg RWE bereits gestern anwies die Rodungsarbeiten einzustellen, verkündet Herr Lambertz, Chef von RWE Power in der Kölnschen Rundschau, dass RWE trotzdem weiter roden werde. Zudem sagt er: „Der Hauptbetriebsplan ist genehmigt, also ist nach unserer Auffassung auch die Genehmigung für die Rodungsmaßnahme gültig.“

Das aber geht komplett am Thema vorbei. „Dass der Hauptbetriebsplan die Rodung des Hambacher Forstes mit einschließt ist klar, aber nicht Gegenstand der Klage. Gegenstand der Klage ist das Zustandekommen des Hauptbetriebsplan, unter Verstoß gegen das Artenschutzgesetzt. Mit der aufschiebenden Wirkung der Klage wird eben die Durchsetzung des Hauptbetriebsplans ausgesetzt, Teil dessen die Rodung ist. Folglich ist eine Weiterführung der Rodung illegal.“, erklärt Svenja von der Wiesenbesetzung am Hambacher Forst.

Es wäre nun die Aufgabe der Polizei die illegalen Waldrodungen von RWE zu unterbinden. Aufgrund des Agierens der Polizei Rhein-Erft in den letzten Wochen ist jedoch nicht davon auszugehen, dass sie das tun wird.

„Die Nicht-Einhaltung von Gesetzen durch das Land, von RWE und staatlichen Behörden hat System. Sei es bei den zahlreichen Rechtsbrüchen während und nach der Räumung des Hambacher Forstes seitens der Polizei, in der
Genehmigung des Hauptbetriebsplans unter Missachtung des Artenschutzgesetzes seitens des Landes, oder beim Ignorieren der aufschiebenden Wirkung seitens RWE. Das Ganze funktioniert nur, weil der Filz aus wirtschaftlichem Interesse und staatlicher Macht sich gegenseitig deckt. Wäre die Staatsanwaltschaft nicht Teil dieses Filzes, müsste sie wegen dem Straftatbestand des Organisierten Verbrechens und Missbrauch eines öffentlichen Amtes ermitteln.“, sagt Gerd, auch von der Wiesenbesetzung.

Und weiter: „Auch wir haben schon mehrfach betont, dass wir nicht bereit sind uns auf legalistische Aktionsformen zu beschränken, in unserem Kampf gegen RWEs Klimazerstörung. Es gibt allerdings einen entscheidenden
Unterschied in der Motivation von Gesetzesübertritten: Unsere Motivation, ist die Rettung unserer Lebensgrundlagen – und die Erkenntnis, dass das nicht im Rahmen der herrschenden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen möglich ist. Das Interesse der Gegenseite sind privat- und volkswirtschaftliche Vorteile in der Übergehnung von Gesetzen. Ein weiterer entscheidender Unterschied ist, dass wir eine Gesellschaft aufbauen wollen die von unten nach oben organisiert ist, und wir dabei des öfteren an die Grenzen des Gesetzes stoßen. Dieses nämlich ist eingerichtet um die Durchsetzung von Interessen von oben nach unten zu gewährleisten. Die Gesetzesübertritte der Gegenseite finden im Gegenteil genau dann statt, wenn Gesetze einmal ein Werkzeug gegen die Macht von oben darstellen könnten.“

Die Wiesenbesetzer/innen rufen nun dazu auf, genau im Blick zu halten ob RWE weiter roden lässt. Falls dass der Fall sein sollte ist es die Pflicht aller effektive Maßnahmen zu ergreifen um das illegale Treiben von RWE zu unterbinden.

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Overather Grünen-Fraktionsvorsitzende Dagmar Keller-Bartel unter Druck gesetzt

19 Dezember 2012 von admin

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Kritische Worte und kritikwürdige Fakten waren es, welche Dagmar Keller-Bartel in Ihrer Haushaltsrede am 12.12.2012 in der Ratssitzung im bergischen Overath verlauten lies. Mit Ihren Fragen erntete Sie von Seiten der CDU / FDP Koalition einen waren Entrüstungssturm. Wie konnte es die Grüne Ärztin für Allgemeinmedizin wagen derart unbequem zu werden? Es ist doch sonst so ruhig im beschaulichen Overath. Die Quittung sollte prompt folgen, nicht etwa in Form einer (Gegen-)Rede oder einer Beantwortung der Fragen. Nein: Bergische Landeszeitung und Kölnische Rundschau reagierten mit fragwürdigen Artikeln auf den politischen Streit in Overath. Die Grüne Fraktionsvorsitzende habe für einen Eklat gesorgt – heisst es. In der Haushaltsrede findet man jedoch nicht unbedingt Anhaltspunkte für einen Eklat. Hierzu meint Frau Keller-Barthel:

„Wie Sie der Haushaltsrede entnehmen können, ist der Vorwurf, ich hätte (Zitat Kölner Stadtanzeiger vom 14.12.2012:) „:…von Vetternwirtschaft und Vorteilsnahme….“ gesprochen und ich hätte (Zitat:) „….. die Overather Stadtverwaltung in die Nähe von Vetternwirtschaft und Vorteilsnahme…. gerückt“ (Zitatende) eine falsche Darstellung und mich betreffend eine Unterstellung, zu der ich mir ggf. rechtliche Schritte vorbehalte.“

Fragen könnten jedoch auch gerechtfertigt sein. Unserer Recherche nach baut in Overath eine Firma ein Parkdeck. Die Größe dieses Parkdecks wird durch eine Verkehrszählung bestimmt. Wenn nun die Firma, die das Parkdeck baut auch die Verkehrszählung vornimmt, dann spätestens könnte man misstrauisch werden und Fragen stellen. Natürlich sind diese Fragen dann unangenehm.

Aber: Ist es der eigentliche Skandal an dieser Angelegenheit nicht, dass die lokale Medien möglicherweise versucht haben die selbstbewusste Frau von Grünen unter Druck zu setzten. Geschah dies durch eine Kampagne oder auf Wunsch von Overaths Bürgermeister,  und aus Kreises von CDU / FDP? Wir wissen es nicht genau, denn Transparenz ist leider nicht Overaths Stärke. Ein fader Beigeschmack jedenfalls bleibt.

Overath überträgt seine Ratssitzungen bisher noch nicht per Livestream ins Internet, obwohl dies technisch und kostenmäßig unproblematisch ist. Wie können die Bürger sich mit unabhängigen Informationen versorgen ? Sich eine Meinung zu bilden ist leider unter den Umständen sehr schwierig, oder soll der Bürger alles glauben was in der Zeitung steht?

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Maik Außendorf ist grüner Direktkandidat

18 Dezember 2012 von admin

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Auf der letzten Mitgliederversammlung von Bündnis 90/Die Grünen im Grünen Treff in Bergisch Gladbach stand die Wahl des Direktkandidaten für die Bundestagswahl im September 2013 auf der Tagesordnung. Nach einer überzeugenden Vorstellung wurde Maik Außendorf mit einem überragenden Ergebnis als Direktkandidat für den Rheinisch- Bergischen Kreis gewählt.

Maik Außendorf ist Diplom-Mathematiker und Mitbegründer sowie Geschäftsführer eines IT-Unternehmens mit Schwerpunkt Open Source. Schon als Schüler war er als Schülervertreter in der Bezirksjugendvertretung sowie im Landesvorstand Junge Presse NRW engagiert. Seinen Zivildienst hat er bei der Schwerbehindertenselbsthilfe abgeleistet. Nach dem Studium folgte ein einjähriger Auslandsaufenthalt in Kolumbien und eine anschließende Tätigkeit als IT-Berater. Als Mitbegründer eines Standortbetriebsrates sowie als Gesamtbetriebsratsvorsitzender stellte er sein soziales Engagement unter Beweis. Zur Zeit ist Maik Außendorf unter anderem als Sachkundiger Bürger für die Grüne Ratsfraktion Bergisch Gladbach Mitglied im Infrastrukturausschuss aktiv und Energiepolitischer Sprecher der Fraktion. Darüber hinaus ist er Mitglied in der Landesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Finanzen. Seine ganze Aufmerksamkeit gilt, gemeinsam mit seiner Frau Anke, seinen beiden Kindern. Wenn dann noch Zeit bleibt, ist neben Reisen und Lesen Ausdauersport seine große Leidenschaft.

Hans-Jürgen Klein, Sprecher des Kreisverbandes der GRÜNEN im Rheinisch-Bergischen Kreis, gab sich anschließend sehr zufrieden. Klein: „Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, mit Maik Außendorf einen ausgewiesenen Wirtschafts- und Finanzfachmann, aber auch einen sozial engagierten und kompetenten Mann ins Rennen schicken zu können.“

maik-aussendorf

Von links nach rechts: Carola Eichbaum (Sprecherin Kreisverband), Maik Außendorf Grüner Direktkandidat für den Rheinisch Bergischen Kreis, Hans-Jürgen Klein (Sprecher Kreisverband)

 

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Polizei klaut Eigentum der Waldbesetzung und entsorgt dieses als „Müll“

11 Dezember 2012 von admin

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Kerpen. Bereits zum vierten Mal, waren am vergangenen Mittwoch Aktivist/innen der geräumten Waldbesetzung im Hambacher Forst vor der Polizeiwache Kerpen um ihre Sachen zurückzufordern, die während der Räumung zurückgeblieben sind. Nachdem sie über Stunden in der Kälte stehen mussten bis der Verantwortliche Beamte eintraf, wurde ihnen mitgeteilt, dass all ihre Sachen – mit der Ausnahme von 4 Fahrrädern und einigen Kleinstgegenständen – als Müll entsorgt wurde. Dafür besteht keine Rechtsgrundlage.

Hier eine Auflistung der Sachen, die scheinbar als Müll entsorgt wurden:
– die gesamte Küchenausrüstung (samt Gasbrenner, Großtöpfen, …)
– die komplette Werkstatt (samt vieler hochwertigen Werkzeugen, die nur geliehen waren)
– Zelte samt Schlafsäcken, Isomatten,… und das im Winter
– Kleidung (einige würden nun komplett ohne warme Kleidung dastehen, wenn Unterstützer_innen nicht so fleißig gespendet hätten)/
– Privatsachen aller Art – bei einigen sogar die Geldbeutel
– ein Tippi
– ein Kettenzug

„Rechtlich gesehen muss dieses Vorgehen als Diebstahl gewertet werden, wobei es sich genauer betrachtet um einen bandenmäßigen, bewaffneten Diebstahl handelt. Aber das ist nur die rechtliche Ebene: Das die Polizei sich nicht an ihre eigenen Gesetze hält führt selten zu einer Verurteilung. Relevanter für uns ist die Beobachtung, dass die Polizei Rhein-Erft derzeit – im Interesse von RWE – alles daransetzt zu verhindern, dass sich eine neue Besetzung etablieren kann. Mit der Zerstörung des Eigentums der Besetzer_innen ziehlt sie darauf ab, dass es so im Winter ungemütlich ist. Auch dieser Plan droht nach Hinten los zu gehen, da die Unterstützung und Spendenbereitschaft der Anwohner/innen, die seit Jahren unter der Politik von RWE leiden – unglaublich super ist.“ sagt Betina, die selber den Verlust all ihrer Sachen beklagen muss.

„Während RWE ständig rumjammert, dass die Kohle-Gegner_innen keine Achtung vor der Wahrung des Eigentums anderer hätten – und die Polizei einen Großeinsatz fährt, wenn der Verdacht besteht die Besetzer_innen würden Totholz von RWE klauen, zeigt sich nun wann ihnen Eigentum eigentlich wichtig ist. Nämlich wenn es um Gewinne in Milliardenhöhe für Einzelne geht, und nicht wenn es um elementare Dinge für viele geht, wie warme Sachen im Winter.“ sagt Sebastian, der besonders um die Kunstwerke trauert, die er während der Besetzung aus dem Totholz im Hambacher Forst geschnitzt hatte – als Andenken an diesen.

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Phishing-Attacke auf Facebook durch gefälschte „Facebook Security“

11 Dezember 2012 von admin

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Fast schon jede Woche versuchen es Internetbetrüger mit allen Mitteln an die Zugangsdaten von Facebook-Nutzern zu gelangen. Derzeit versuchen es die Betrüger mit einer Chatnachricht, die aber auch über die „Persönlichen Nachrichten“ empfangen werden kann, sollte man den Chat deaktiviert haben. Die Internetbetrüger geben sich aus als „Facebook-Security“- Team und versenden über den Chat eine Nachricht. In der Nachricht, die übrigens in Englisch verfasst wurde, steht vom Sinn her, dass man seinen Facebook-Account nochmals bestätigen muss, da man angeblich gegen die Richtlinien verstoßen habe.

Wir fragen die Experten der Bergisch Gladbacher Firma EDV-SERVICE Samirae was die Hintergründe sind.

GL Aktuell: Was beabsichtigen die Betrüger?
Samirae: Die Betrüger wollen Ihnen vorspielen eine „offizielle Stelle“ zu sein. Über die Nachricht wird am Ende des Textes auch ein Link mitgeschickt womit man sie auf die Internetseite de Betrüger lotsen will.

Klickt man auf den Link, öffnet sich die Betrüger – Webseite, die zwar das Layout von Facebook hat, aber wenn man sich den Link (URL) genauer ansieht, erkennt man sofort, dass es sich nicht um die eigentliche Domäne www.facebook.com handelt!

Hier steht, dass das Facebook Konto deaktiviert wurde und man solle nun folgende Daten eingeben: Die E-MAIL ADRESSE sowie das PASSWORT! Ab dem Moment wo man „Log In“ klickt, haben die Betrüger bereits die Zugangsdaten des jeweiligen Opfers und haben damit vollen Zugriff auf das Facebook-Konto!

GL Aktuell: Die Betrüger wollen also Ihren Facebook Account kontrollieren?
Samirae: Ja, aber das ist nicht die eigentliche Absicht. Die Internetbetrüger wollen auch noch die Zugangsdaten des E-Mail Accounts haben und fragen diese im nächsten Schritt ab.

Danach wird es richtig kriminell. Auch Kreditkarteninformationen werden dann von Ihnen verlangt. Wenn Sie diese dort eingeben buchen sich die Betrüger bei Ihnen Geld ab! Damit die ahnungslosen User in der Zwischenzeit nichts merken kommt man im letzten Schritt beim Klick auf „Confirm“ auf die eigentliche Startseite von Facebook (mit der richtigen Domäne) zurück.

Ahnungslose Nutzer haben nun den Eindruck, Ihren Account wieder aktiviert zu haben. Dem ist aber nicht so, denn die Betrüger haben nun alle Daten, die von dem Nutzer eingegeben wurden.

GL Aktuell: Was ist nun zu tun wenn man darauf reingefallen ist?
Samirae:

1) Ändern Sie sofort das Passwort des Facebook Accounts
2) Ändern Sie sofort das Passwort des E-Mail Kontos
3) Informieren Sie Ihre Bank über diesen Vorfall.

Betroffene können unter 02204 / 9670720 unseren Außendienst anfordern um ein zuverlässiges Internet Security Programm zu installieren und damit künftig betrügerische Internetseiten zu erkennen.


Hier noch die Nachricht der Betrüger im Wortlaut:
Our security sуstem detects suspicious activity on your аccount that violates the Тerms of Serviсe (TOS) for making posts that contain pornography, contempt, hatred, threaten, incite, violence, violations of сopyrights or contains nudity.

Please сonfirm your Fаcebook account immediately if you feel there has been a mistake. If you do not сonfirm, our system will automatically disable your Faсebook acсount.

Please сonfirm your fасebook acсount on the following link:

► http://confirm-your-fb.at.gg/

Thank you for helping improve our service. We apologize for the inconvenience.

Faсеbооk Securitу Team
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Gewerbegebiet Voislöhe könnte gestoppt werden

11 Dezember 2012 von admin

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Der Ärger der Bürger, besonders der Anlieger, um das geplante Gewerbegebiet in Voislöhre (Moitsfeld / Herkenrath) ist groß. Die Stadtverwaltung versuchte zunächst die Bürgerproteste zu torpedieren, indem sie immer wieder (erfolglos) versuchte die Protestplakate und Schilder an den Hauptstrassen bei Voislöhe zu verbieten. Die Anzahl der Gewerbegebiet-Gegener ist ebenso groß wie auch die rhetorische Klasse von deren Sprecher Dr. David Bothe. Bereits bei einigen Bürgerversammlungen und der letzten Sitzung des Auschusses für Anregungen und Beschwerden war ersichtlich, dass es auch in der Koalition bei CDU und FDP Streit gibt um Voislöhe – die grüne Lunge der Stadt. Während die CDU sowie überraschend auch Teile der SPD einen Anttrag der Bürgerinitiative auf Landschaftsschutz für Voislöhe ablehnten, sprach sich die FDP offen gegen ein Gewerbegebiet aus. Inzwischen regt sich auch Widerstand bei den Christdemokraten selbst um das Gewerbegebiet. Dies könnte für einen internen Streit sorgen. CDU Fraktionsvorsitzender Peter Mömkes hält es nämlich für „unklug oder schlicht populistisch“ schon jetzt eine endgültige Entscheidung zu verkünden. Unbeeindruckt davon zeigen sich die Vorsitzenden der Unions-Ortsverbände in Moitsfeld und Herkenrath. Birgitt Bischoff (Bensberg) und Wolfgang Kaiser (Herkenrath) sprechen sich für den Erhalt der Natur aus und verweisen auf das bereits beschlossene integrierte Stadtentwicklungskonzept „ISEK 2030“. Damit unterstreichen die beiden Ortsverbände eindrucksvoll ihre Positionen aus dem Wahlprogramm der Kommunalwahl 2009. Allerdings ist das letzte Wort in Sachen Voislöhe noch nicht gesprochen. Bürgermeister Lutz Urbach und auch die IHK – Köln setzten sich bisher weiter für ein Gewerbegebiet in Voislöhe ein. „Denkverbote“ dürfe es in Sachen Gewerbeansiedlungen nicht geben, ist hier die Devise.

Die Frage der Gewerbeentwicklung wird nun in der nächsten Planungsausschuss – Sitzung weiter diskutiert.

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Operation Big Brother: Gegen Internet-Überwachung – We are anonymous!

10 Dezember 2012 von admin

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Am Samstag den 8. Dezember 2012 wurde international und auch in der Region Köln / Bergisch Gladbach  gegen Überwachung und Zensur im Rahmen der „Operation Big Brother“ demonstriert. Das Internetkollektiv Anonymous demontriert damit  gegen das EU-Überwachungsprojekt INDECT, CleanIT und die Internet-Kontrollpläne der International Telecommunications Union (ITU) demonstriert werden.

Schon seit Jahren protestiert Anonymous nicht nur durch Hacktivismus, sondern auch mit klassischen aktivistischen Mitteln gegen missliebige Politik. Insbesondere Versuche von Regierungen, das Internet zu überwachen und zu kontrollieren, gaben immer wieder zu Protestaktionen Anlass. In diesen Kontext gehörte auch der geplante Aktionstag am vergangenen Samstag.

In Deutschland wurden insbesondere sogenannte Paperstorms, also massenhaftes Verteilen von Flyern und Info-Material, durchgeführt. Diese fanden in Düsseldorf, Dortmund, Dresden, Erlangen, Karlsruhe, Köln, Mannheim und München statt. In einigen dieser Städte waren zusätzlich Infostände der Aktivisten für mehrere Stunden in den Stadtzentren aufgestllt worden oder auch Protestmärsche druchgeführt worden.

Weitere Informationen: http://www.du-bist-anonymous.de/

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