Archiv | März, 2013

16 Jähriger rast mit Auto vor Litfaßsäule

31 März 2013 von admin

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Wegen einer Verkehrsunfallflucht in der Schubertstraße in Bergisch Gladbach-Frankenforst wurde die Polizei am Freitagabend alarmiert.

Der 16-jährige Fahrer aus Bergisch Gladbach floh mit dem PKW vor der Polizei als diese ihn entdeckte und zwar ohne Licht und mit hoher Geschwindigkeit über die Kölner Straße. Wohl mit zu hoher Geschwindigkeit versuchte der Fahrer dann in den Neuenweg abzubiegen, wo er die dann gänzlich Kontrolle über den Pkw verlor. Der Wagen stieß frontal mit einer Litfaßsäule zusammen, die dann auf den Wagen kippte. Die beiden Jugendlichen blieben in dem Unfallfahrzeug jedoch unverletzt. Die Polizei stellte später fest, dass der junge Fahrer Alkohol getrunken hatte.

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Buswartehallen werden in Bergisch Gladbach rauchfrei

31 März 2013 von admin

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Beim Ausschuss für Anregungen und Beschwerden wurde in der Sitzug vom 14.03.2013 entschieden: „Bitte hier nicht rauchen.“ wird an den etwa 120 neuen Wartehallen angebracht. Die Anregung kam von Dr. Carl Andersson und den Nichtraucher-Aktivisten der Bürgerinitiative für eine tabakfreie Erziehung. Der erste Beigeordneter der Stadt, Stephan Schmickler teilte micht, dass die Verhandlungen über den neuen Werbenutzungsvertrag, der am 01.01.2013 hätte beginnen müssen, noch andauern. Die Bergisch Gladbacher Verwaltung hatte in der Vergangenheit, nie auf die Einnahmen durch Tabakwerbung vor allem an Bushaltestellen nicht verzichten wollen. Mehrere Ärzte und andere Privatpersonen hatten die Stadt gemahnt, auf dieses Geld zu verzichten und sich für den Schutz der Gesundheit stark gemacht. Seit dem 1.1.2013 waren vorübergehend die städtischen Flächen in Bergisch Gladbach von Tabakwerbung frei. Der neue Werbeanbieter Ströer ist laut Stadtverwaltung bereit, auf Tabakwerbung zu verzichten. Aber noch sind die Verträge nicht unterschrieben.  Hierzu teilt Dr. Andersson mit:

„Vom Anfang des Jahres bis etwa Mitte Februar haben wir in der Tat keine Tabakwerbung auf den öffentlichen Flächen in Bergisch Gladbach beobachtet. Wir hatten uns bei Ströer bedankt, denn sie waren zum Verzicht nicht vertraglich verpflichtet. Wir haben zwar keine schriftliche Antwort erhalten, seitdem gibt’s aber wieder jede Menge Tabakwerbung zu sehen. Also richtig ist: Das Ende von Tabakwerbung auf öffentlichen Flächen in Bergisch Gladbach wird erst mit dem Vertragsabschluss erwartet.“

Die ortsansässigen Ärzte der Bürgerinititative sind zum Teil seit zwanzig Jahren um den Nichtraucherschutz bemührt. Sie argumentieren, dass Tabakwerbung ein bedeutsamer Einflussfaktor für den Rauchbeginn insbesondere von Jugendlichen ist. Kinder und Jugendliche sind gegenüber Werbebotschaften für Tabakprodukte um ein Vielfaches sensibler als Erwachsene.

Was in Bergisch Gladbach geht, ist in Köln juristisch nicht möglich?!
Die Stadt Bergisch Gladbach hatte zuletzt ein Ausschreibungsverfahren durchgeführt, in dem explizit Tabakwerbung ausgeschlossen wurde. – Mit Erfolg! Das Ausschreibungsverfahren, hätte so möglicherweise gar nicht hätte durchgeführt werden dürfen. Dies behauptet zumindest die Kölner Verwaltung. Dr. Carl Andersson stellte den selben Antrag in Köln, nämlich bei der Ausschreibung für die Außenwerbung explizit Tabakwerbung auszuschließen. Damit scheiterte er, denn die Hausjuristen der Kölner Stadtverwaltung kamen zum Ergebnis: „Werbung unterliegt der Meinungsfreiheit.“ Eine offensichtlich verwunderliche Begründung. Aber wer Andersson kennt, der weiss, dass dies nicht das Ende vom Lied sein wird, denn die Nichtraucherschützer setzten sich hohe Ziele:

Seit dem 1.1.2013 sind die städtischen Flächen in Bergisch Gladbach von Tabakwerbung frei. Es geschah unter einem CDU-Bürgermeister und mit einer (praktisch gesehen) schwarz-gelben Mehrheit im Stadtrat. Nun ist es an der Zeit, Tabakwerbung auch bundesweit zu untersagen.“

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Mama-Afrika Live! – Tanz in den Mai einmal anders

30 März 2013 von admin

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Emotional. Faszinierend.

Seit Jahren eine der schillerndsten und vielseitigsten afrikanischen Gruppen.

Mit Gründer und Musiker Malik Diouf, dem aufgrund seiner Verdienste der Ehrenamtspreis der Stadt Köln verliehen wurde.

Benefizkonzert zugunsten des Kinder- und Jugendhospiz „Balthasar“ in Olpe und afrikanischer Projekte.

Tanz in den Mai am Dienstag, 30. April 2013 ab 21 Uhr.

Wer? Mama-Afrika

Wo? Apropo-Club, Sechtemer Str. 5, Köln (am Großmarkt)

Kostet? Nur 5 Euro!

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Keine Ausreden mehr – Piktogramme für Raucher an Mülleimern in der Fußgängerzone angebracht

25 März 2013 von admin

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Schritt für Schritt verändert sich die neue Fußgängerzone hin zu ihrem endgültigen Zustand. Inzwischen stehen die neuen Bänke und Mülleimer. Sobald die Temperaturen etwas frühlingshafter werden, werden auch die Bäume austreiben.

Jetzt wurden an den Mülleimern zusätzlich Piktogramme angebracht, die anzeigen, wo Zigarettenkippen eingeworfen werden können. Damit gibt es keine Ausreden mehr, die Kippen auf den Mülleimer zu legen. Dies kam in den vergangenen Wochen immer wieder vor. Einen Windstoß später lagen die Kippen dann auf dem Boden, was kein schönes Bild abgab.

Mit den neuen Piktogrammen ist nun für alle Raucher klar und deutlich zu erkennen, wo die Kippe hin soll: in das dafür vorgesehene Fach. Nicht auf den Mülleimer. Und schon gar nicht auf den Boden. So können alle mithelfen, dass Bergisch Gladbach eine saubere Fußgängerzone hat.

2013-03-21 13.03.20

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Bester deutscher Vinyl-Selecta 2012/2013

23 März 2013 von admin

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Am gestrigen Samstag Abend traten im Finale um den besten deutschen Vinyl Selecta 2012/2013 Künstler aus dem gesamten Bundesgebiet an, die es in die letzte Runde nach Köln geschafft hatten. Unter der Moderation von Falkonection traten an: Inspecta Derrick VS. Selecta Basti VS. Dub Snyder VS. Selecta Jo

Als knapper Sieger ging in den späten Nachtstunden Selecta Basti hervor.  Unser kurzer Videomitschnitt vermittelt die Eindrücke des Abends:

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Polizei versucht Öffentlichkeit zu täuschen bei Räumung

21 März 2013 von admin

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Kerpen, Buir, Donnerstag 21.03.2013, 15:45

Bei der heutigen Räumung im Hambacher Forst versuchte die im Einsatz befindliche Polizei die Öffentlichkeit massiv zu täuschen. Die anwesenden Beamt/innen, behaupteten, dass heute gar keine Räumung stattfinden solle, sondern nur RWE dazu verholfen werden solle im Wald in Bodennähe „aufzuräumen“. Kurz vor Redaktionsschluss der Tageszeitungen rückte dann doch die Klettereinheit an um die Aktivist/innen von den Bäumen zu holen. Die Räumung findet also zur Zeit statt.

Dieses Vorgehen zeigt also ein weiteres Mal den Filz zwischen RWE Power und Polizei. Da die einsatzleitende Polizeistelle Düren ist, findet dieser Filz sogar unter einem einzigen Hut statt, da der RWE Power Aufsichtsrat Wolfgang Spelthahn gleichzeitig Dürener Landrat ist und damit auch diensthöchster Dürener Polizist.

„Offensichtlich hilft die Polizei RWE dabei eine Räumung still und heimlich, ohne viel mediale Aufmerksamkeit von statten zu bringen. Ziel ist es vermutlich, dass das Wort Räumung in der tagesaktuellen Presse nicht vorkommt – aus Angst, dass sich durch die Räumung ähnlich viele Menschen mit dem Widerstand gegen Braunkohle solidarisiseren wie bei der letzten Räumung im Herbst“ sagt Christa, die sich vor Ort bei der Räumung befindet.

„Polizei und RWE denken, dass sie mit einem solchen vorgehen die Öffentlichkeit täuschen können. Tatsächlich wird hier aber immer mehr Menschen – gerade durch ein solches Vorgehen – bewusst, was hier gespielt wird. Und genau dadurch bekommen auch immer mehr Menschen einen Blick für die Zerstörungen, die in dieser Region passieren und die Gewalt- und Herrschaftsverhältnisse dahinter.“ sagt eine anwesende Unterstützerin die nicht mit Namen genannt werden will.

Die Besetzer/innen sind durch diesen erneuten Skandal nur umso motivierter weiter Widerstand zu leisten und wiederzukommen.

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Hambacher Forst: Besetzer errichten neues Camp

21 März 2013 von Dirk Sonntag

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Zwei Plattformen in Bäumen sind bereits installiert, eine Hütte am Boden wird errichtet. Weiteres siehe Homepage der Besetzer:
http://hambacherforst.blogsport.de

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Dem Papier auf der Spur

21 März 2013 von admin

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Dem Papier auf der Spur – Eine Museumsrallye mit „Kulturrucksack“
Es sind noch Plätze frei  – Schnell anmelden!
und Einladung zur Begleitung der Aktion

Der „Kulturrucksack“ wird in Bergisch Gladbach jetzt ausgepackt: Die Aktion „Dem Papier auf der Spur“ startet am Anfang der Osterferien. Eine spannende Sache mit vielen Stationen! Teilnehmen können zehn bis fünfzehn Kinder von 10 bis 11 Jahren, die noch nicht lange in Deutschland sind oder nicht viele Erfahrungen mit kulturellen Angeboten haben.
Museum: Alles alter Kram? Kultur: Nur für alte Leute? Nicht bei dieser Museumsrallye. Die Teilnehmer machen mit bei Kunstaktionen an verschiedenen Orten in der Stadt und begeben sich dabei auf die Spur des Papiers.

Zehn Stationen, zehnmal Papier: Das „Kulturrucksack“-Projekt setzt auf Spurensuche quer durch die Stadt. Start ist beim im LVR-Museum an der Alten Dombach, denn hier wird das Papier geschöpft, das an den übrigen Stationen verarbeitet wird. Weiter geht’s im Bergischen Museum mit dem Bearbeiten und Bedrucken des Papiers. Im Schulmuseum entstehen Schüttelreime, im Kulturhaus Zanders geht es weiter mit Falt- und Schnitttechniken, und in der Villa Zanders entsteht der Einband der gesammelten Werke, die am Ende ein Buch werden sollen. Nach weiteren Stationen wird schließlich das fertige Buch gebunden.

Projektleiterin Conny Uphoff gestaltete die Rallye gemeinsam mit Petra Paffenholz und anderen Künstlerinnen und Künstlern des AdK.  Wer mitmachen will, sollte sich noch schnell anmelden!

„Dem Papier auf der Spur“ – die Museumsrallye im „Kulturrucksack“
Datum: 25. März bis Juni 2013
Teilnehmeralter: 10 – 11 Jahre
Teilnehmerzahl: 10 – 15

Die Stationen

Q1 Jugend-Kulturzentrum / LVR Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach / Bergisches Museum / Kulturhaus Zanders / Städtische Galerie Villa Zanders / Schulmuseum / Kindergartenmuseum / Firma Zanders / Atelier Petra Paffenholz

Der Kulturrucksack

Der „Kulturrucksack“ ist ein Programm der Ministerien für Jugend und Kultur des Landes NRW; Ziel ist es, Kindern im Alter zwischen zehn und 14 Jahren die Möglichkeit zu geben, an kulturellen Aktivitäten teilzunehmen, die sonst eine hohe Schwelle überwinden müssten. Knapp 24.000 Euro Fördermittel jährlich stehen in Bergisch Gladbach in den nächsten drei Jahren zur Verfügung; die Stadt leistet einen Eigenanteil von 20 %. Die Koordinatorinnen bei der Stadt Bergisch Gladbach, Petra Liebmann und Petra Weymans, haben unter Teilnahme mehrerer Jugend- und Kultureinrichtungen ein Aktionspaket rund um das Thema Papier geschnürt, das den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen sicher eine Menge Freude an Kunst und Kultur vermitteln wird.

Die Projektvorstellung findet am Montag, dem 25. März um 10.00 Uhr im Jugendzentrum Q 1, Quirlsberg 1, statt.

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Leben ohne Dach über dem Kopf

20 März 2013 von admin

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Obdachlosigkeit im Jahr 2013 in Deutschland

In einer Gesellschaft mit annähernd 82 Millionen Menschen, einem Sozialstaat in dem niemand ohne Dach über dem Kopf oder mit Hunger leben müsste, sind sie die Schatten der Gesellschaft. Menschen die am Existenzminimum leben, sich in Suppenküchen und Bahnhofsmissionen die notwendige Lebensgrundlage sichern müssen. Es sind die vergessenen Seelen der Gesellschaft. Sie werden ausgegrenzt und häufig missgünstig und mit regelrechten Ekelgefühlen beäugt. Obdachlosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland ist leider häufig immer noch ein Tabuthema.

Wer in Deutschland nachts auf der Straße schlafe, tue das, weil er es tun will, nicht weil er es tun müsse. Diese Menschen seien dann auch nicht „obdachlos“, sondern „nichtsesshaft“. Schließlich fange das deutsche Sozialsystem jeden auf. Ein Gerücht mit dem viele Menschen versuchen die bestehende Armut in unserem Land zu verdrängen.

Langzeitobdachlose sind heute in den meisten Großstädten präsent. Abfällige Bezeichnungen wie „Penner“ oder die Gleichsetzung mit Bettlern sind im Alltag weit verbreitet. Während sich die Staaten Europas um ein gemeinsames „europäisches Haus“ bemühen, haben immer mehr Menschen in diesen Ländern kein Dach über dem Kopf: Eine Bestandsaufnahme der Feantsa (Zusammenschluß nationaler Obdachlosen-Vereinigungen) im Auftrag der Europäischen Kommission ergab, daß in den EU-Mitgliedsländern insgesamt rund 1,1 Millionen Obdachlose leben.

Deutschland belegt dabei im europäischen Vergleich mit 490 700 Obdachlosen den einsamen Spitzenplatz; von 10000 Deutschen haben somit 60 keine feste Bleibe.

Die Mehrheit der europäischen Obdachlosen ist unerwartet jung: Mehr als die Hälfte der Obdachlosen ist zwischen 20 und 39 Jahre alt. Seit Beginn der neunziger Jahre ist dabei die Zahl der 18- bis 25jährigen Obdachlosen am stärksten gewachsen. Aber auch Frauen sind immer öfter von Obdachlosigkeit betroffen: Lag ihr Anteil zwischen 1985 und 1990 nur bei zehn Prozent, ist er inzwischen auf 40 Prozent gestiegen. Besonders häufig betroffen sind dabei alleinerziehende Frauen. Bei den Männern sind 90 Prozent partnerlos.

 

Gründe für Obdachlosigkeit

Bei 37,5 Prozent der Obdachlosen liegt der Wohnungsverlust in der Trennung oder Scheidung vom Partner begründet. 21,5 Prozent leben aufgrund des Auszuges aus der elterlichen Wohnung auf der Straße. Etwa 10 Prozent fliehen vor (meist sexueller) Gewalt. Weitere Faktoren, wie zum Beispiel Mietschulden, sind ein häufiger Grund vor allem für Männer, in die Obdachlosigkeit zu fallen.

Ein Grund, warum viele Frauen obdachlos werden, ist, dass Frauen in Deutschland rund 30 Prozent weniger verdienen als Männer. Aufgrund der hohen Prozentzahl von Frauen in Teilzeit- und geringfügigen Beschäftigungen haben sie kleinere Renten, so dass Altersrenten von Frauen um mindestens die Hälfte niedriger sind als die von Männern. Billiger Wohnraum ist jedoch knapp.

Allgemein, also nicht auf Geschlechter bezogen, liegen die Ursachen für Obdachlosigkeit vor allem im Beruflichen, genauer: in der Krise auf dem Arbeitsmarkt. So kann man zum Beispiel erkennen, dass proportional zum Anstieg der Arbeitslosenquote die Zahl der Obdachlosen ansteigt. Dazu kommt, dass ein Grund für die Obdachlosigkeit häufig eine fehlende Berufsausbildung ist. So ist es beispielsweise nicht erstaunlich, dass etwa 50 Prozent aller Obdachlosen keinen Beruf haben. Einige der Obdachlosen haben zwar Berufe erlernt, doch sind es solche, die inzwischen von der Automatisierung und strukturellen Arbeitslosigkeit betroffen sind . Infolgedessen arbeiten einige Obdachlose illegal und ohne rechtliche Absicherung, da sie keine Chancen haben, auf dem regulären Arbeitsmarkt unterzukommen. Eine Hauptursache für das soziale Aus, die in der Regel mit der Arbeitslosigkeit einher geht, bilden die schon erwähnten Mietschulden.

Obdachlosigkeit verletzt die Würde des Menschen. Folglich müssen wir den Tatbestand der Wohnungslosigkeit als Verstoß gegen die Menschenwürde und das Sozialstaatsgebot begreifen. Nach Art. 20 Abs. 1 GG ist die Bundesrepublik darauf festgelegt, ein „demokratischer und sozialer Bundesstaat“ zu sein. Das Sozialstaatsprinzip verpflichtet den Staat, sich um soziale Sicherheit, soziale Gerechtigkeit und sozialen Ausgleich zu bemühen.

Obdachlosigkeit kann jeden treffen

Auch wenn ein großer Teil der Betroffenen aus dem Umfeld sozial schwacher Familien stammt, so zeigt sich doch, dass Obdachlosigkeit jeden treffen kann. Schaut man sich in Suppenküchen oder Obdachlosenunterkünften um und sucht das Gespräch mit Betroffenen, so stellt sich schnell heraus, dass Personen aus jeder Gesellschaftsschicht in diese Situation geraten können. So trifft man ehemalige Ärzte ebenso, wie Arbeiter, ehemals erfolgreiche Professoren oder sogar Banker. Hört man genau hin, erfährt man, dass der Einstieg in den Abstieg sehr oft berufliche Überforderung war, die zu Alkohol- oder Drogenproblemen führte, an die sich dann fast zwangsläufig die „klassischen“ Folgeerscheinungen mit der Endstation Straße anschlossen.

Beim Anblick von Obdachlosen darf niemand wegschauen

Der „Normalbürger“ neigt dazu, einfach wegzusehen und schnell weiterzugehen, wenn ihm auf der Straße Obdachlose begegnen. In dem Bewusstsein, dass ein solches Schicksal jeden treffen kann, ist jeder aufgerufen, die Situation obdachloser Menschen zu verbessern und sei es nur durch ein hoffnungsvolles Wort oder einen verständnisvollen Blick. Die Bürger und vor allem die Politik sind aufgerufen, selbst aktiv zu werden. Denn aufgrund ihrer Situation darf man nicht erwarten, dass die Betroffenen von selbst den ersten Schritt machen, dazu sind sie im Normalfall nicht bzw. nicht mehr in der Lage. Die Initiative kann nur von denen ausgehen, die das soziale Netz in Deutschland geknüpft haben. Sie müssen noch viel stärker nach Löchern in diesem Netz Ausschau halten und sie schließen, denn niemand sollte in einem Sozialstaat auf der Straße leben müssen.

 

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Kundgebung UmFairTeilen statt Kürzen Köln/Neumarkt 16.03.2013

Statement der AG Arsch huh zu Kölner Kürzungshaushalt

20 März 2013 von Dirk Sonntag

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Kundgebung UmFairTeilen statt Kürzen Köln/Neumarkt 16.03.2013

Kundgebung UmFairTeilen statt Kürzen Köln/Neumarkt 16.03.2013

Statement der AG Arsch huh zu den Kürzungsplänen der Verwaltung

Kölle paß op!

Für einen fairen Stadthaushalt – für eine solidarische Stadt.

In den kommenden Wochen berät der Rat der Stadt Köln den Stadthaushalt für die Jahre 2013/2014. Der Gesamtetat Kölns beläuft sich auf 3 Milliarden Euro. Der Großteil des Budgets ist durch sog. Pflichtleistungen bereits festgeschrieben. Über die Verteilung von etwa 20% aber, also immerhin rund 600 Mio. Euro, entscheiden die Frauen und Männer im Stadtparlament, die wir gewählt haben. Die Rot/Grüne Ratsmehrheit hat sich auf die Fahnen geschrieben vor allem die Belange der Jugend und des sozialen Miteinanders zu schützen und zu stützen. Die von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Kürzungen in den Bereichen Jugend und Soziales, über die die Ratspolitiker nun entscheiden, bedeuten aber genau das Gegenteil.

Wir appellieren an die Politik Prioritäten zu setzen und fordern:

– dass nicht nur in der Innenstadt investiert, sondern wie am Beispiel der Bürgerzentren und Jugendzentren eben auch in den Stadtteilen und Randbezirken.

– dass die Kürzungsvorschläge in den Bereichen Jugend und Soziales, die den Zusammenhalt in dieser Stadt stärken, dass diese Kürzungsabsichten vom Rat der Stadt Köln abgelehnt werden.

– dass die über Jahre gewachsenen Strukturen, die mit kleinen und kleinsten Budgets wichtige Arbeit leisten, eben nicht auf grob fahrlässige Art und Weise, mit dem Argument des allgemeinen Sparzwanges platt gemacht werden.

Es gibt viele Stimmen, die sagen, Köln sei reich genug, es sei genug für alle da. Jetzt gilt es mit vereinten Protest den Ratspolitikern klar zu machen, dass die Zerstörung sozialer Strukturen mit uns nicht zu machen ist. Zumal in Hinblick auf geplante Luxusgroßprojekte wie der archäologischen Zone oder dem sog. Rheinboulevard in Deutz Geld im Überfluß zur Verfügung zu stehen scheint. Nach dem altbekannten Motto: Wä vill hätt demm weed jejovve – wä nix hätt demm weed jenomme. Wir aber halten dagegen: Nur wer sich aufrafft, den Arsch hoch kriegt und sich engagiert, kann erwarten gehört zu werden. Also: Kölle paß op – “Nut und Prunk verdraren sich nit.”

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