Archiv | September, 2013

Jugendkulturfestival 2013 – „Move In“ trifft „nachtfrequenz13 – die lange Nacht der jugendkultur“

17 September 2013 von admin

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Ein Festival – zwei Veranstaltungsreihen: Das Jugendkulturfestival „Move In“ findet in diesem Jahr am 27. und 28. September 2013 statt. Parallel dazu hat das Land NRW die Veranstaltungsreihe „nachtfrequenz13 – die lange nacht der jugendkultur“ ausgerufen, an der 46 Städte  und Gemeinden teilnehmen. Die Bergisch Gladbacher Veranstalter haben „Move In“ zur Teilnahme an der Landesaktion angemeldet und erhalten auch Fördermittel aus dem NRW-Familienministerium und von der RUHR Kulturmetropole. Eigentlich ist als Termin für die landesweiten Aktionen die Nacht vom 28. auf den 29. September vorgesehen, aber nicht nur in  Bergisch Gladbach startet die „nachtfrequenz“ schon früher.

In Bergisch Gladbach unterstützten zudem die VR Bank eG Bergisch Gladbach und die Stadtverwaltung das Jugendkulturfestival.

In diesem Jahr werden den Jugendlichen drei unterschiedliche Formate angeboten:

·        Offene Bühne

Die Offene Bühne wird im großen Spiegelsaal des Bergischen Löwen stattfinden – eine gute Gelegenheit, sich nicht vor dem ganz großen Publikum präsentieren zu müssen und Auftrittserfahrung zu sammeln. Die Organisatoren erwarten ein spannendes Programm, das moderiert oder gar spontan ablaufen kann – vom kleinen Bandauftritt über die Rezitation eines Gedichtes bis hin zum Minitheaterstück.

·        Workshops

Ebenfalls im Bergischen Löwen werden am Samstag unterschiedliche Workshops wie Cajon spielen, Zirkus, Videojournalismus, Break- und Streetdance, Maskenbildung, Beatboxing, Cocktailworkshop (ohne Alkohol), T-Shirt bedrucken, Lichtgraffiti und Theater angeboten. Die Besucher/innen können in den verschiedenen Workshops in unterschiedliche kulturelle Sparten hineinschnuppern und ausprobieren, was ihnen gefällt und wozu sie Talent haben.

·        Konzert

Zum Abschluss des Jugendkulturfestivals gibt es ein Konzert mit verschiedenen Bands im Jugend-Kulturzentrum Q1. Aufspielen werden: Burned / Rape / Looks like Leonidas / Rauputz / Like Snow.

Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenfrei. Angesprochen werden junge Menschen im Alter von 12 bis 21 Jahren. Ein besonderes Augenmerk wird auf den Aspekt   der Inklusion gelegt: Bergischer Löwe und Q1 sind für Menschen mit Gehbehinderungen barrierefrei.

Was wollen die Veranstalter erreichen?

Move in – salopp übersetzt „Komm rein“ – will jungen Menschen, auch und besonders den unerfahrenen in Sachen Kultur, die kulturelle Vielfalt, die ihnen in Bergisch Gladbach geboten wird, nahebringen. Insbesondere die Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit stehen dabei im Fokus. Wer noch nicht so recht weiß, welche kulturellen Betätigungen Spaß machen, kann dies in den Workshops ausprobieren und so vielleicht sein Talent entdecken. Für diejenigen, die ihr „Können“ schon entdeckt haben, erhalten auf der offenen Bühne Gelegenheit, es zu präsentieren. Andere wiederum haben die Möglichkeit, einfach nur eine „gute Show“ zu sehen. „Eigene Kultur machen“ und „Kulturgenuss“ werden gleichwertig erfahren und eingeübt.

Nicht nur „Move In“, auch viele andere kulturelle Bildungsangebote in Bergisch Gladbach (Kulturrucksack, Jugendkunstschule, Musikschule, Offene Kinder- und Jugendarbeit, Museumspädagogik) helfen jungen Menschen, an kulturellen (Bildungs-)Angeboten Freude zu finden und gleichzeitig Hemmschwellen zu kulturellen Einrichtungen im allgemeinen abzubauen. Ganz wichtig ist den Organisatoren auch die Teilhabe von jungen Menschen aus bildungsfernen Milieus, von jungen Menschen mit Migrationsgeschichte oder mit einer Behinderung.


Veranstalter

„nachtfrequenz 13 – die lange nacht der jugendkultur“ wird landesweit von der Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit Nordrhein-Westfalen e.V. durchgeführt.
Das Jugendkulturfestival „Move In“ wird organsiert von den Offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen, der Kreativitätsschule, dem Kulturbüro der Stadt und dem städtischen Jugendamt.
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Eine Woche Politiker /in

17 September 2013 von admin

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Projektwoche zur politischen Partizipation in Bergisch Gladbach
16. September bis 20. September 2013

Was gefällt mir an Bergisch Gladbach und was nicht? Wer hat was zu entscheiden? Welche Wünsche und Vorstellungen von einer kinder- und jugendfreundlichen Stadt habe ich? Was würde ich selbst gerne ändern? Mit Fragen wie diesen beschäftigen sich eine Woche lang Schülerinnen und Schüler der Städtischen Realschule Kleefeld. Durchgeführt wird die Projektwoche nun schon zum 6. mal in Kooperation zwischen Schule, städtischem Jugendamt und UFO, dem Jugendkulturhaus der AWO. An der Projektwoche, die am Montag, dem 16. September 2013 begonnen hat, nehmen 25 Jugendliche der 8. Klassen (Sowi-Kurs) teil. Am Ende der Woche werden die Jungen und Mädchen im Rahmen einer nachgestellten Ratssitzung in der Aula der Realschule (Im Kleefeld 19, 51467 Bergisch Gladbach) ab 14:00 Uhr ihre politischen Vorstellungen diskutieren. Zum Abschluss überreichen die „Nachwuchspolitiker“ am Freitag, dem 20. September 2013 eine politische „Wunschliste“ an Herrn Bürgermeister Urbach.

Da zum Politikeralltag auch der Umgang mit der Presse gehört, sind die „Nachwuchskräfte“ im kommunalen Politikgeschäft für Interviewanfragen offen.

In Bergisch Gladbach wird seit einiger Zeit überlegt, wie Kinder und Jugendliche an politische Beteiligungsprozesse herangeführt werden können. Die Ideen reichen von der Einführung eines Kinder- und Jugendparlamentes über Jugendforen bis hin zur Beteiligung an konkreten Projekten. Bevor man aber die politische Beteiligung von jungen Menschen institutionalisiert, müssen die Grundlagen gelegt werden: Erstens müssen junge Menschen darüber informiert werden, wie kommunale Politik funktioniert, und zweitens muss das Interesse für lokale politische Prozesse und Themen geweckt werden.

Mit dem Projekt „Eine Woche Politiker“ wollen wir – das Jugendkulturhaus der AWO „Ufo“ und das Jugendamt der Stadt Bergisch Gladbach – jungen Menschen die kommunale Politik im Rahmen einer Projektwoche näher bringen.

Die Teilnehmer/innen sollen die Struktur und die Funktion kommunaler Politik sowie den Aufbau der Stadtverwaltung kennen lernen. Die Schüler sollen in Gruppen aktuelle Themen bearbeiten und nach der Präsentation der Ergebnisse am 20.09.2013 ihre „Wunschliste“ an Herrn Bürgermeister Urbach übergeben. Methodisch werden die jungen Menschen dabei über ganz praktische Aufgaben an die Thematik herangeführt. So stehen zum Beispiel Ortsbesichtigungen, ein Besuch der Stadtverwaltung sowie eine abschließende „Ratssitzung“ auf dem Plan.

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Börse Aktuell: Entspannung an den Märkten

16 September 2013 von admin

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Von Dimitri Kummer und Frank Samirae

Noch vor einer Woche sah es so aus, als könnte der DAX zu einem ernsthaften Test der 8.000er Marke ansetzen. Dazu kam es jedoch nicht, nachdem sich die verzwackte Lage in Syrien überraschend veränderte. Zwar ist ein Militärschlag immer noch nicht endgültig vom Tisch, aber zumindest ist nun ein anderer Weg vorgezeichnet, den alle Beteiligten gehen können, ohne ihr Gesicht zu verlieren.
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Auch der Eur/Usd galt als schwach bevor er nun am Montagmorgen ein neues Zwischenhoch erreichte. Bis 1,37 könnte das Währungspaar nun ansteigen.

Entspannung beim Öl, Gewinne bei den Aktien 

Die Kursreaktion der letzten fünf Börsentage folgte dann den üblichen Mustern: Ölpreis runter, Aktienkurse rauf. Nachdem der DAX innerhalb von fünf Börsentagen um rund 300 Indexzähler nach oben geklettert ist, scheint der Syrien-Bonus nun jedoch aufgebraucht, denn die Aufwärtsbewegung ist am Widerstand bei 8.500 Punkten ins Stocken geraten.  Dies war der Stand bis zum Sonntagabend. Bären fanden dann ihr böses erwachen am Montagmorgen als der Dax über 8600 Punkte gegaped war. Diese stärke könnte uns bis 9000 Punkte im Dax bringen (bis Ende September)

eurusd16913Positive Konjunkturdaten aus China
Der Reigen positiver Konjunkturdaten aus China setzte sich auch in der vergangenen Woche fort. Die Industrieproduktion ist im August um 10,4 Prozent gewachsen und damit deutlich stärker als die prognostizierten 9,9 Prozent. Auch in den USA macht die Konjunktur weitere Fortschritte. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen mit 292.000 überraschend niedrig aus. Volkswirte hatten im Schnitt mit 330.000 gerechnet. Zwar ist der US-Arbeitsmarkt von seinen Boomzeiten immer noch weit entfernt, doch die Richtung stimmt. Einen überraschenden Rückschlag zeigte dagegen die Produktion in der Eurozone, die im Juli nicht leicht wachsen konnte, wie vorhergesagt, sondern um 1,5 Prozent zurückfiel. Die Rezession in der Eurozone ist zwar vorbei, die neuen Daten zeigen jedoch, dass die Konjunktur deutlich hinter der US-Wirtschaft hinterherhinkt. Bis sich der Aufschwung verfestigt, wird es noch ein Weilchen dauern.

Fazit
Die Lage an den Märkten sieht wesentlich freundlicher aus als noch vor einer Woche. Außer dem kleiner gewordenen Syrien-Risiko hat sich jedoch nur wenig verändert. Für weiter steigende Kurse sind also neue Kursimpulse nötig, insbesondere weil die US-Notenbank Fed womöglich auf ihrer Sitzung in der nächsten Woche die Reduzierung der Anleihekäufe verkünden wird. Mittel- bis langfristig stehen die Chancen für weitere Kursgewinne an den Aktienmärkten jedoch nach wie vor gut.

 

Risiko-Hinweis und Haftung

Jedes Investment in Aktien ist mit Risiken behaftet, teilweise hochspekulativ und kann zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Wir halten die Artikel, Empfehlungen, Charts und Tabellen für verlässlich, jedoch können wir keine Garantie für Richtigkeit und Aktualität übernehmen. Die Inhalte auf “GL AKTUELL” sind nach bestem Gewissen verfasst. Wir halten unsere Quellen für verlässlich, aber auch hier können wir keine Garantie auf Richtigkeit und Aktualität geben. Die Artikel auf  “GL AKTUELL” stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers dar. Die Informationen geben lediglich einen Einblick in die Meinung der Redaktion.

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Hambacher Forst: Polizei bereitet erneut Räumung vor

16 September 2013 von admin

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Heute früh gegen 9:30 tauchte die Polizei erneut auf der neuen
Waldbesetzung im Hambacher Forst auf. Unter ihnen (mehr oder weniger)
fachkundige Kletterpolizist_innen. Die Plattformen und
Blockadevorrichtungen wurden beschaut, und über ein mögliches Vorgehen bei
einer Räumung diskutiert. Die Waldbesetzer_innen gehen von einer Räumung
in den nächsten Tagen aus, und rufen dazu auf, die Waldbesetzung jetzt zu
besuchen und zu unterstützen.

„Wir freuen uns über die Unterstützung und den Zuspruch den wir in den
vergangenen 2 Wochen der Waldbesetzung sowohl von Menschen aus der Region,
als auch von Umweltaktivist_innen aus der ganzen Welt erhalten haben. Wir
rufen jetzt dazu auf die Unterstützung zu intensivieren um eine anstehende
Räumung zu verhindern.“ sagt Sarah von der Waldbesetzung.

In den vergangenen zwei Wochen wurde in einem besonders wilden und schwer
zugänglichen Teil des Hambacher Forstes eine neue Waldbesetzung aufgebaut.
Es wurden mehrere Plattformen in den Bäumen errichtet, die der Polizei
eine Räumung erschweren sollen. Begeistert sahen die Beamt_Innen
jedenfalls nicht aus, als sie heute die Infrastruktur  begutachteten. „Wir
besetzen den Hambacher Forst ein weiteres Mal, weil sich bisher noch
nichts an dem Missstand geändert hat, dass für die Profite eines
Privatunternehmens eine gesamte Region zerstört wird, ganz abgesehen vom
Weltklima. Auch wenn einige immer wieder hervorheben, dass die
Waldbesetzung eine illegale Aktion sei, freuen wir uns, dass sehr viele
Menschen noch im Stande sind, das wilde campieren als Ordnungswidrigkeit
in ein rationales Verhältnis zur Weltzerstörung durch RWE zu setzen.“ so
Sarah weiter.

„Bei der letzten Räumung gab es viele Solidaritätsaktionen für die
Waldbesetzung in mindestens vier Städten. Das zeigt, genauso wie die
europaweite Beteiligung am Klimacamp, dass die Kämpfe für den Erhalt des
Hambacher Forstes und gegen RWEs Braunkohleverstromung längst
überregionale Dimensionen erreicht haben. “Wir freuen uns auf ähnlich
breite Solidarität bei einer vermutlich anstehenden Räumung.“ sagt Judith
von der Waldbesetzung.

Die Waldbesetzer_innen rufen außerdem Pressevertreter_innen dazu auf
wachsam zu sein, für Neuigkeiten über eine mögliche Räumung. Diese wird
vermutlich in den nächsten Tagen früh morgens beginnen. Ebenfalls raten
sie davon ab, Polizeimeldungen für bare Münze zu nehmen: „Bei fast allen
Polizeieinsätzen in der Vergangenheit konnte beobachtet werden, wie kaum
ein Blatt zwischen die Interessen der Polizei und des RWE passt. Es sieht
so aus als ob die Strategien gemeinsam entwickelt und umgesetzt werden.“

Für Anreisende kann ein Anlaufpunkt die Wiesenbesetzung sein. Telefonisch
erreicht Ihr die Waldbesetzung unter folgender Nummer: 015217819078

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Wahlgang zwischen Werbung und Überwachungskameras!

15 September 2013 von Santillan

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wahlllokal-web-rotIn den „Direktwahlbüros“ in Bergisch Gladbach in zwei Banken zeichnen nicht nur Kameras den Wahlvorgang auf, sondern es wird auch direkt zwischen Wahlkabine und Urne auf einem Werbemonitor geworben.

In den letzten Tagen diskutierte man in Bergisch Gladbach über die Überwachung der Wahllokale mit Kameras, welche die Wahlurnen und Wahlkabinen beobachten und den Wahlvorgang aufzeichnen.  (Bericht „Videoüberwachung der Wahlräume Bergisch Gladbach„) Die Stadtverwaltung spielte das Thema herunter: Das sei alles nicht so schlimm! Die Überwachungskameras sind zwar alle angeschaltet, speichern auch Bilder der Wählerinnen und Wähler, aber schließlich spare die Stadt mit den neuen Wahllokalen in den Banken viel Geld ein und steigere damit die Wahlbeteiligung. So die Verwaltungsspitze. Und die Werbung im Wahlraum müsse man den Banken schon zugestehen, denn schließlich stellen sie die Räume zur Verfügung. Das beruhigt eigentlich niemanden, aber wenige Tage vor dem  Wahlsonntag will die Stadt Bergisch Gladbach die Kameras und Werbemonitor nicht mehr abschalten oder verhängen lassen und so geht die Beobachtung und Berieselung des Wahlvolks weiter.

„Kreative Einparung“ auch bei der Bundestagswahl

Solche „kreativen Einsparungsideen“ sind eine der „Stärken“ der Stadt Bergisch Gladbach. Man „spart“, kürzt Ausgaben und privatisiert öffentliche Aufgaben wo man nur kann und natürlich besonders bei Jugend, Kultur, im Umweltschutz oder bei Sozialem. Mit der Bundestagswahl 2013 wird nun auch bei der Wahl „gespart“.

Die Bundestagswahl ist ein weltweit beachtetes Ereignis.  Warum nicht die Wahl als ein buntes Event vermarkten und verkaufen?  Mit Werbung für Banken und Finanzprodukte und deren Sponsoring wird ja schon heute kräftig Geld verdient.

Werbung im Wahlraum ist in Bergisch Gladbach schon heute Realität

Im „Direktwahlraum“ in der Schloßstr. 82 können wir schon heute ein innovatives Wahlerlebnis der Zukunft in der Realität erleben. Dort steht direkt zwischen der Wahlkabine und der Wahlurne ein großer Farbmonitor, auf dem den Wählerinnen und Wähler vor und nach dem „Kreuzchenmachen“  die Finanzprodukte der Bank in bewegten Bildern schmackhaft gemacht wird. Bergisch Gladbach ist damit Vorreiter in ganz NRW und schon andere Städte und Gemeinden stehen für dieses Modell in den Startlöchern.

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         Laufender Werbemonitor am Eingang der                   Wahlkabine neben der Wahlurne

Als Vorbild für diese Art des Sponsorings scheinen die olympischen Spiele zu dienen, bei denen bekannte Autohersteller oder  Sportausrüster werbwirksam als Geldgeber auftreten. Warum nicht einfach auch die Wahlen privatisieren? „Bundestagswahl 2013“ powered by Sparkasse oder „Kommunalwahl 2014“ gesponsort vom bergischen Instantkaffee hört sich doch gut an und bringt Geld in die leeren Haushaltskasse der Stadt. Alle Wahlkabinen und Urnen würden dann Werbelogos der Sponsoren erhalten und gegen Aufpreis könnten diese auch direkt in und nicht nur neben den Wahlkabinen Werbemonitore aufstellen.

Das alles können wir schon heute im „Direktwahlraum“ Bergisch Gladbach Schloßstr. 82 live und in Farbe sehen, denn die Zukunft der Privatisierung der Wahlen hat in Bergisch Gladbach längst begonnen. (siehe Foto)

Es geht  aber auch noch kundenfreundlicher, denn natürlich könnten auch nette Werbegeschenke (Süßigkeiten), Prospekte  (Möbel- oder Autohäuser) oder Hamburgergutscheine zusammen mit dem Wahlschein verteilt werden, denn nach der Wahl könnte man die beworbenen Produkte ja auch direkt einkaufen.

Wahllokal beim Bäcker, Kiosk, Tankstelle oder dem Supermarkt?

Denkbar sind natürlich auch Wahllokale in den Filialen von Discountsupermärkten, US-Imbissketten oder dem Friseur an der Ecke. Einzelhändler und Handelsketten können sich schon jetzt bei der Stadt bewerben, um dem städtischen Haushalt Geld einzusparen. So könnte man auf die teuren Wahllokale in den Schulen verzichten. Dieses Sponsoring bei zukünftigen Wahlen würden der Stadt zehntausende Euro sparen, denn auch die Personalkosten ließen sich durch einen verkaufsoffenen Sonntag reduzieren, denn jeder könnte dann am Sonntag seine Einkäufe erledigen und an der Kasse wählen gehen.  Das würde nicht nur die Umsätze, sondern auch die Wahlbeteiligung steigern. Nichtwähler erhielten natürlich keinen Rabatt.

Alles kein Problem, wenn es nach der Stadtverwaltung Bergisch Gladbach ginge, denn dass alles stört den Wahlvorgang angeblich nicht.

ueberwachungskameraklKameraüberwachung des Wahlvorgangs bald überall in NRW?

Da macht es auch gar nichts, dass schon heute während des Wahlvorgangs die Überwachungskameras in den Banken an den Eingängen und im Wahlraum alles filmen und abspeichern. „Warum regt man sich darüber auf, denn die Zukunft ist nicht nur geil, sondern auch Geiz und das Smartphone zeigt den US-Geheimdiensten sowieso schon an, wer in der Wahlkabine steht und die Partei XYZ gewählt hat? Auf Anfrage bekommt die Bundesregierung und Bundesnachrichtendienst diese Daten ja eh von der NSA ausgehändigt.“ So mag der eine oder die andere ja schon heute denken.

Alles nicht so schlimm meint die Stadtverwaltung und warum aufregen? Werbefreies Wahlgeheimnis ohne Kamerabeobachtung? … Wofür, wenn es doch Geld einspart und so schön bequem ist?

Autor: Tomás M. Santillán (Mitglied des Stadtrats Bergisch Gladbach für DIE LINKE.)

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Stadtwerke oder BELKAW-Beteiligung: Lenkungsgruppe spricht sich für weitere Verhandlungen aus

12 September 2013 von admin

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Ende 2014 laufen die Konzessionsverträge der Stadt Bergisch Gladbach mit der BELKAW aus. Am 14. Februar 2012 hat der Rat der Stadt beschlossen, die künftige Ausrichtung der Versorgung in Bergisch Gladbach grundlegend neu zu gestalten. Bereits zuvor hatten sich ein politischer Lenkungskreis unter Beteiligung aller Ratsfraktionen sowie eine verwaltungsinterne Projektgruppe etabliert.

In der ersten Prozessstufe empfahl das beauftragte externe Beraterbüro als Präferenzoptionen zwei unterschiedliche Zielausrichtungen: zum einen die Erreichung einer Beteiligung am bisherigen Versorger Belkaw, wobei sowohl die Minderheits- als auch die Mehrheitsbeteiligung untersucht werden solle. Als zweite Option wurde die Gründung von Stadtwerken unter Mitwirkung eines strategischen Partners vorgeschlagen.

In der Folge fanden Verhandlungen mit der RheinEnergie als alleiniger Gesellschafter der BELKAW statt. Im Mai 2013 beschloss der Stadtrat, mit dem Ziel einer Beteiligung von mindestens 50,1 Prozent zu verhandeln – dann an einer Gesellschaft, die ausschließlich das Stadtgebiet von Bergisch Gladbach versorgt. Bei Weiterverfolgung der Gründung eigener Stadtwerke solle die Stadt eine Gesellschaft gründen, die gemeinsam mit dem strategischen Partner (als Minderheitsbeteiligtem) die Versorgung gewährleiste.

Der Stadt liegen mittlerweile Angebote in beiden Verfahrenszügen vor. Die Mehrheitsbeteiligung der Stadt und die Begrenzung des Versorgungsgebietes auf Bergisch Gladbach bietet die RheinEnergie bisher nicht an. Mit dem politischen Lenkungskreis wurde am Mittwoch, dem 11. September das weitere Vorgehen abgestimmt.

Als Ergebnis wurde festgehalten, dass dem Rat der Stadt Bergisch Gladbach empfohlen wird, in seiner Sitzung am 17. September folgendes zu beschließen: Das Angebot der RheinEnergie soll zunächst eingefroren werden, bis Ergebnisse im zweiten Verfahrensstrang „Stadtwerke“ vorliegen. Bürgermeister Lutz Urbach: „Das Angebot der Rheinenergie ist nicht gut genug. Somit ist es geboten, auch die Stadtwerke-Option weiter zu verfolgen. Erst wenn mit allen potentiellen Partnern in beiden Verfahrenssträngen harte Verhandlungen geführt worden sind, kann eine abschließende Bewertung erfolgen.“

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Bensberger Bank: Schlimmer als die Großbanken?

11 September 2013 von admin

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bensbergerbank
Es ist unstrittig: Viele kleine Volksbanken hatten weniger unter der Krise zu leiden als die großen Privatbanken. Warum? Ganz einfach, weil sie wenig internationales Geschäft führten. Aber ansonsten gilt: Bei den Volksbanken gibt es genauso Abzocke und Missmanagement wie bei den anderen Banken auch. Oft sind die kleinen Volksbanken sogar schlimmer als die Großbanken.

Geldschöpfung durch hohe Gebühren
Besonders schick in Bergisch Gladbach möchte die Bensberger Bank sein und fällt dabei besonders negativ auf. Nicht nur, dass die Bensberger Bank nach wie vor saftige Entgelte für die Führung eines Girokontos verlangt, während bundesweit Filialbanken wie die Commerzbank oder die Postbank längst kostenlose Girokonten anbieten, zum Teil sogar mit Startguthaben. Nein, bei der Bensberger Bank zahlt man außerdem noch extra für allerhand Leistungen rund um das Girokonto: Von der einfachen Überweisung (Überweisungsgebühr) bis zum Einkauf mit der EC-Karte (Buchungspostengebühr). So kommt am Monatsende schnell mehr durch Extraentgelte zusammen, als durch die ohnehin saftige Kontoführungsgebühr.

Die Bensberger Volksbänker sind hier jedoch nicht alleine. Ausnahmlos alle Volksbanken im Rheinsich Bergischen Kreis ahmen das starre Beharren auf alten Gebührenmodellen nach. Es wird auf die Bequemlichkeit der Kunden gesetzt. Wer möchte sich schon die Mühe machen ein neues Konto anzulegen und alle relevanten Stellen darüber zu informieren?

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Teuer ist nicht immer gut. – Bensberger Bank

Gegen Online-Banken
Ein Dorn im Auge sind den Bänkern der Bensberger Bank die sog. Online-Banken, also Banken bei denen man in Internet per Postident-Verfahren ein Konto eröffnen kann. Warum? Hier spart der Kunde sich die Gebühren meisst. Er kann sogar bei einigen Volksbanken in Deutschland ein kostenfreies Konto erhalten.

Deshalb wettert Martin Speer von der Bensberger Bank ganz offen über diese Möglichkeit:
„Giro-Konten via Online Banking durch den Kunden ‚anonym‘ eröffnen zu lassen, gehört nach wie vor nicht zum Selbstverständnis und Konzept der Bensberger Bank.“  Eine Kontoeröffnung verbindet man nämlich gerne mit einem Verkaufsgespäch. So kann man dem Kunden bei Bedarf noch ein Sparprodukt, eine Versicherung oder einen Kredit mitverkaufen. Im Bankerdeutsch heisst das dann:
„… bei der Bensberger Bank ist zur Eröffnung eines Girokontos das persönliche Kundengespräch obligatorisch. Dabei möchte die Bensberger Bank die Kunden gern kennen lernen und ihnen auch die weiteren Beratungs und Produktmöglichkeiten vorstellen.“
(Martin Speer, Bensberger Bank Kundenzeitung September 2013)

Mickrige Dividenden 
Bei vielen Volksbanken, so auch bei den Bensbergern, fehlen außerdem attraktive Angebote fürs Tagesgeld. Da können sie nicht im Entferntesten mit den Direktbanken mithalten. Lieber verweisen die Berater nämlich auf die hauseigenen, gleichfalls niedrig verzinsten Sparbriefe. „Die Volksbanken lassen sich die Sicherheit, die sie bieten, gut bezahlen“, sagt Max Weber ein Kölner Finanzberater. „Vor allem auf dem Land, wo es kaum Konkurrenz gibt. Etwas weniger in Ballungsräumen.“
Kunden und Mitglieder möchten die Banken gerne mit den Dividendenzahlungen auf Ihre Geschäftsanteile binden. Die Erträge sind hier oftmals kaum der Rede wert, denn die Anzahl der Anteile ist stark gedeckelt. Bei der großen Bergisch Gladbacher Volksbank kann man sage und schreibe einen Anteil zu 100 € erwerben und bei den Bensbergern Anteile in Höhe von 300 € pro Jahr. Die zu erwartenden Dividenden liegen bei 7% und 6% – das reicht nichtmal für einen schönes Abendessen.

Politik und Aufsicht nicht sauber getrennt?
Hier wie dort sei „dem Klüngel Tür und Tor geöffnet“, empören sich Mitarbeiter der regionalen Institute.  Welche Folgen solche Amtsverquickung haben kann, musste die Volksbank in Hamburg erfahren: Ein Fall beschäftigte unlängst die Gerichte. Dabei hatte ein früherer Aufsichtsrat der Volksbank, der zugleich SPD-Ratsherr war, das Institut mit Klüngelei und windigen Geschäften fast in den Ruin getrieben. Im Bergischen Land fand unsere Redaktion auch einschlägige Namen bei den Aufsichtsratsposten regionaler Institute wieder. Hier raten wir zu Vorsicht.

Fazit
In Sachen Banken müssen in Bergisch Gladbach die Kunden ganz besonders vorsichtig sein. Das Bergische zählt zum Gebiet mit wenig Konkurrenz. Hier muss der Kunde viele Angebote auch über das Internet vergleichen, um nicht in eine Gebührenfalle zu tappen. Die Kleinheit einer Bank allein ist noch keine Garantie für die Qualität einer Bank – so wenig wie eine genossenschaftliche Struktur. Auch wenn viele Volksbankchefs das ihre möglichen neuen Kunden gern glauben machen möchten.

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Börse Aktuell: DAX atmet durch

10 September 2013 von admin

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von Dimitri Kummer und Frank Samirae

Positive Konjunkturdaten genügten in der abgelaufenen Woche nicht, um den Börsen deutlich Auftrieb zu geben, immerhin gab es aber eine Stabilisierung. Entscheidendes bewirkte auch EZB-Chef Mario Draghi nicht, der bei der Sitzung der Notenbank am Donnerstag erneut betonte, dass die Zinsen für einen längeren Zeitraum auf dem aktuell sehr niedrigen Niveau bleiben werden.

dax30-9-9-2013Beige Book beruhigt die Anleger 

Und das obwohl die Konjunkturdaten aus Europa in dieser Woche das Bild einer sich erholenden Wirtschaft bestätigten. Speziell die Krisenländer Italien, Spanien, Portugal und Irland zeigen deutliche Verbesserungen, die Chancen auf Wachstum im dritten Quartal stehen gut. Natürlich gleicht Europas Situation immer noch einem Ritt auf der Rasierklinge, aber aktuell geht die Erholung schneller als erwartet. Auch aus den USA gibt es weiterhin überraschend positive Wirtschaftsdaten, der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe übertraf erneut die Erwartungen. Wirklich erfreut zeigten sich die Anleger an der Wall Street aber vom Beige Book der US-Notenbank. Darin geben die regionalen Notenbanken der USA eine Konjunktureinschätzung für ihre Region ab und es dient der Vorbereitung der nächsten Fed-Sitzung. Im am Mittwoch veröffentlichten Beige Book war von einem moderaten Wachstum die Rede und das spricht gegen eine energische Wende in der Geldpolitik. Die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag unterstützten diese Einschätzung, denn sie lagen leicht unter den Erwartungen.

Index-Umstellungen wie erwartet
Am Mittwochabend gab die Deutsche Börse die Änderungen für ihre Indizes bekannt: Im DAX gab es keine Veränderungen, Wackelkandidat K+S darf in der ersten Liga bleiben. Wie erwartet steigen Evonik, RTL und Osram in den MDAX auf, weichen mussten dafür Puma, Baywa und SGL Carbon. In den TecDAX steigen Compugroup und Nemetschek auf und ersetzen Euromicron und Süss Microtec. Auch der SDAX gewinnt immer mehr an Bedeutung, denn er nimmt die MDAX-Absteiger und zudem die Börsenneulinge Kion und Deutsche Annington auf. Damit hat nun kein SDAX-Wert mehr einen Streubesitz von weniger als 100 Mio. Euro.



Fazit
Die überwiegend guten Konjunkturdaten gaben den angeschlagenen Börsen Unterstützung. Der DAX testete im Wochenverlauf nochmals die wichtige Unterstützung bei 8.100 Punkten und wieder kam an dieser Marke starkes Kaufinteresse auf – das ist positiv. Beendet wäre die Korrektur aber erst, wenn der Index auch den Widerstand bei 8.250 Punkten wieder nachhaltig überwinden kann.

 

Aktientipp

Weiterhin halten wir an unserem Aktientipp vom 4 Juli 2013 fest. Die Nestlé Aktie ist ein fundamental betrachtet sehr stabiler Wert mit geringem Risiko. Der Wert steigt seit Jahren konstant und schüttet derzeit 3,47% Dividende aus. Glücklicherweise steckt der Wert derzeit in einer Korrektur, welche ihn auf ein Potentielles Kauflevel ab 57 CHF drücken könnte. Aktuell stehen wir bei 62,10 CHF. Ab 57 CHF können erste Positionen aufgebaut werden. Es handelt sich um eine Chance langfristig zu investieren.

nestle11-08-2013

 

 

Risiko-Hinweis und Haftung

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Parkhaus am Bergischen Löwen: Neue Schranke, neue Sicherheit

09 September 2013 von admin

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Eröffnung am 5. Oktober mit den Händlern des Laurentiusviertels

Ab Donnerstag, dem 26. September brechen für das Parkhaus am Bergischen Löwen im Bergisch Gladbacher Zentrum neue Zeiten an: Bisher nicht mehr als ein öffentlich zugänglicher unterirdischer Parkplatz, soll es zukünftig mit einer Schrankenanlage, sinnvoll ergänzter Beschilderung, einer Rund-um-die-Uhr-Betreuung und deutlich verbesserter Sicherheit den Anforderungen an eine moderne Parkierungsanlage entsprechen.

Die Beschrankung wird zuvor, in der Woche vom 9. bis 13. September, installiert. Während der Umrüstung und bis zum 26. September kann das Parkhaus weiterhin unter Bedienung der alten Ticketautomaten genutzt werden. Am Samstag, dem 5. Oktober wird das neue Parkhaus dann feierlich mit den Händlern im Laurentiusviertel eröffnet. Die Besucher erwartet dort Musik und Aktion.

Eigentümer des Parkhauses ist nach wie vor die Stadt, Betreiber seit 2012 hingegen der Stadtentwicklungsbetrieb Bergisch Gladbach AÖR (SEB). Ziel der Veränderungen ist es, ähnlich wie in der westlichen Stadtmitte ein attraktives Parkplatzangebot zu schaffen, das der Kundschaft des Laurentiusviertels einen gern genutzten Anlaufpunkt bietet, ihre Fahrzeuge unterzustellen und fußläufig Einkäufe zu erledigen oder die Gaststätten und Kultureinrichtungen zu besuchen. Um die Anlage zu bewirtschaften, wurde mit der Firma Verkehrswacht Parkplatz GmbH ein Vertragspartner gefunden, der die Betreuung an sieben Tagen in der Woche 24 Stunden lang gewährleistet.

Die Schrankenanlage ist künftig das erste Anzeichen bei der Einfahrt, dass sich hier etwas verändert hat: Man füttert nicht mehr den Parkautomaten im Voraus, sondern man zieht bequem eine Parkkarte. Abgerechnet wird zum Schluss – für die aktuell in Anspruch genommene Parkzeit.

Weiter geht es im Innenraum: Das frühere düstere Ambiente der Parketage ist deutlich aufgehellt, durch die Installation zusätzlicher Leuchten. Malerarbeiten und Grundreinigung mit Sandstrahl haben ihr übriges beigetragen. Die zusätzliche Beschilderung weist nicht nur den Weg hinein ins Parkhaus, sondern gibt auch innen Orientierung.

Ein wesentlicher Punkt ist aber insbesondere die neue Sicherheit, die die Parkgarage bietet. Mit Hilfe von fünf Videokameras wird das Geschehen ständig in die Zentrale der bewirtschaftenden Firma übertragen, was Vandalismus oder tätlichen Übergriffen vorbeugen hilft. Mehr noch: Wer sich auch ohne  konkreten Anlass unsicher fühlt, kann über eine Ruftaste „Begleitung“ anfordern, das heißt, dass über die Kameras der Gang zum Fahrzeug und der Weg bis zum Verlassen des Parkhauses mitverfolgt wird.

Insgesamt hat der SEB 80.000 Euro investiert; wer nun glaubt, dass die Veränderungen und Verbesserungen höhere Parkgebühren nach sich ziehen, liegt falsch. Die erste Stunde wird sogar preiswerter. Bisher galt am Bergischen Löwen der Tarif von 50 Cent pro 20 Minuten, also 1,50 Euro in der Stunde. Künftig kosten die beiden ersten halben Stunden 60 Cent, danach werden stündlich wie bisher 1,50 Euro berechnet. Das „Brötchenticket“ entfällt allerdings, auch die Stunden nach 20:00 Uhr sind nicht umsonst zu haben. Statt dessen gibt es einen Veranstaltungstarif, der zwischen 18:30 und 6:00 Uhr für 3 Euro in Anspruch genommen werden kann.

Von der Modernisierung verspricht sich der SEB auch eine höhere Auslastung des Parkhauses. Gemeinsam mit dem Bau der neuen Parkpalette an der Buchmühle steht damit der Kundschaft und den Händlern im Laurentiusviertel ein attraktives Parkangebot zur Verfügung, das für alle gut erreichbar ist und kurze Wege ins Bergisch Gladbacher Stadtzentrum bietet.

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Räumung im Hambacher Forst ausgesetzt

09 September 2013 von admin

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Die Polizei zog heute mit einem Großaufgebot im Hambacher Forst auf. Da
auch Klettereinheiten mit dabei waren, sah alles nach einer Räumung aus.
Nachdem die Polizei die gesamte Infrastruktur des neuen Camps am Boden
zerstörte – wie z.B. die Küche – und eine nicht besetzte Plattform vom
Baum holte, zog sie wieder ab, ohne die Kletteraktivist_innen von ihren
Plattformen zu räumen.

„Wir wissen nicht welche Strategie RWE heute verfolgt hat. Wir gehen aber
von einer Räumung in den nächsten Stunden oder Tagen aus, und fordern die
Öffentlichkeit auf wachsam zu sein. Außerdem rufen wir alle, denen der
Wald wichtig ist auf, möglichst schnell zur Besetzung zu kommen um eine
Räumung zu verhindern und die zerstörte Infrastruktur wieder aufzubauen.“
sagt Sabine von der Waldbesetzung

Während RWE und Polizei eine Kriminalisierungskampagne gegen die
Kohlegegner_innen fährt und die  Besetzungen von Häusern, die genau wegen
RWE leerstehen und abgerissen werden, als „Vandalismus“ bezeichnen,
zerstören sie skrupellos die tatsächliche Lebensinfrastruktur, von
Klimaaktivist_innen, genauso wie sie die Dörfer zerstören, die dem Tagebau
weichen müssen. „Heute hat RWE mal wieder seine Kernkompetenz unter Beweis
gestellt: Die Zerstörung von Lebenswichtigem. Heute hat es unsere Küche
getroffen. Täglich trifft es das Weltklima, die lokale Landwirtschaft und
die Gesundheit vieler Menschen in ganz Europa aufgrund des Feinstaubes aus
den Tagebauen und dem Kraftwerk.“ sagt Sabine

Die Wortwahl von Polizei und RWE bei dieser Zerstörung spricht für sich.
Bei ihr ist lediglich die Rede von „Bretterverschlägen“ oder
„hereingeschlepptem Material“, dass „entfernt“ wurde. Dass es sich hierbei
um Infrastruktur von Menschen handelt ist ihnen genauso egal, wie ihnen
jede andere Infrastruktur egal ist, die sie zerstören. „Das aber ist keine
Besonderheit von RWE. In einem wert-basierten Wirtschaftssystem ist es
unumgänglich, dass jeder reale Nutzen für Menschen der Wertvermehrung
untergeordnet wird. Deswegen richten wir uns nicht nur gegen RWE, sondern
wollen eine Debatte eröffnen, wie eine Gesellschaft eingerichtet sein
muss, in der auch die nächsten Generationen noch leben können. Dass dieser
Gedanke für Polizei, RWE und Teile der Öffentlichkeit mit „Ökoterorrismus“
gleichgesetzt wird spricht für sich. Die wahren Ökoterroristen sind für
uns jene, die die Weltökologie zerstören“ sagt Tamila

01573 / 7345865 (auf der Wiese, von dort können Leute Sie weiterleiten)

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