Archiv | Januar 8th, 2014

AfD: Nicht nur für frühere Republikaner eine neue rechte Heimat!

08 Januar 2014 von admin

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AfD-Chef Lucke teilte offiziell mit, auch um sich wohl bei den Mitgliedern rechten Parteien und Gruppierungen Gehör zu verschaffen, er könne Unterwanderungsversuche nicht ausschließen. Denn zu eines seiner politischen Favoriten gehört Ulrich Wlecke. Er kandidierte für die AfD-NRW auf Platz 4 für den Bundestag. Der ehemaliger Schatzmeister der Republikaner war einst ein großer Unterstützer des Rechtspopulisten Jörg Haider, FPÖ, Österreich. Weiterhin ist er ein enger Vertrauter von Markus Beisicht, Vorsitzender der rechtsextremen Bürgerbewegung pro Köln. Gemeinsam gründeten sie den „Ring freiheitlicher Studenten“ in NRW. Das Amtsgericht Münster attestierte diese Gruppe neofaschistische Tendenzen. Dennoch, AfD-Chef Lucke versteht die Aufregung nicht.

Stefan Soppe, ein Ex-Mitglied der AfD spricht von „mehreren Leuten aus der rechten Szene“, die mühelos auf der NRW-Landesliste kamen. Herr Soppe erklärt seinen Parteiaustritt damit, dass er es mit seinem Gewissen zur demokratischen Kulturnicht mehr habe vereinbaren können, dieser Partei in diesem Zustand anzugehören. Zeitgleich informierte er den Verfassungsschutz über die Aktivitäten einiger rechtsextremer AfD-Funktionäre. Gegen diese, wurde ihm verständnisvoll mitgeteilt, wird seit längerem geheimdienstlich ermittelt.

Deshalb gibt es nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern auch in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und anderen AfD-Verbände blankes Entsetzen.

Nun wurde am 6. Februar 2013 diese Partei gegründet und ca. 4 Wochen später sprach Wolfgang Schäuble von einer großen Gefahr, die von der AfD für die CDU ausgehen könnte. Zu diesem Zeitpunkt war diese Partei aber absolut unbekannt. Aber zumal in der Anfangsphase viele ehem. CDU-Mitglieder zur AfD wechselten, lässt dies natürlich die hypothetischen Vermutungen zu, dass es hier zuvor eine gemeinsame Planung für diese diffizile Promotion gegeben haben könnte.

Interessant auch was Herr Lucke am Abend der Bundestagswahl 2013 resümierte. Seine Partei habe die Demokratie „ertüchtigt“, nachdem man in den vergangenen vier Jahren
„so viel an Entartungen von Demokratie und Parlamentarismus“ erlebt habe. Der historisch belastete Ausdruck „Entartung“ wird im Duden als „negative Abweichung von der Norm“ definiert. Tage später in der Talkshow Anne Will verteidigte er seine Formulierung mit dem Hinweis, dass der Begriff „Entartung“ nicht auf die nationalsozialistische Terminologie beschränkt sei.

Unter Terminologie versteht man die Menge aller Fachausdrücke (Termini) eines Fachgebiets. Nach seiner Ausdrucksweise wäre demnach der Ausdruck „Entartung“, auch ein Fachausdruck des Fachgebietes Nationalsozialismus…

AfD-Nein

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