Archiv | Juni 12th, 2014

City wird zur Fanmeile

12 Juni 2014 von admin

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Aktivisten haben über Nacht den Driescher Kreisel zur WM Fanmeile umgestaltet. Die Stadtverwaltung drückt hierbei ausnahmsweise beide Augen zu. Zwar sei die Aktion nicht ganz in Ordnung, werde aber geduldet. Wenn es allerdings Nachahmer geben sollten, dann müsste für die Nutzung von öffentlichen Flächen ein ordnungsgemäßer Antrag gestellt werden.

fan-kreisel

 

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Hängeschnurbaum wird zum Kunstwerk

12 Juni 2014 von admin

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Haengeschnurbaum1Wenn ein Baum abgestorben ist, wird er normalerweise ohne viel Aufhebens abgesägt. Nicht so der japanische Hängeschnurbaum, der zur Zeit noch leblos und unbelaubt an der Einfahrt zum Parkplatz Buchmühle steht. Um die 100 Jahre alt muss er wohl sein; die Bemühungen in den letzten Jahren, ihn zu retten, schlugen fehl. Allerdings ist er von eigentümlicher Schönheit: Sein Stamm und die Äste bilden skurril-knorrige Verformungen, die insbesondere jetzt, da er keine Blätter mehr trägt, umso deutlicher zum Vorschein kommen.

Ein natürliches Kunstobjekt, befand StadtGrün-Leiter Wolfgang Leuthe und hatte die Idee, das Holz einem Künstler zur Verfügung zu stellen, um daraus eine Skulptur zu schaffen. Wer war dafür besser geeignet als der Bergisch Gladbacher Holzbildhauer Georg Becker? Gesagt – getan: Becker war begeistert von der Idee. „Es ist eine große Herausforderung für mich, diesem Objekt meine künstlerische Prägung zu geben. Der Baum ist schon in seiner natürlichen Form eine ganz außergewöhnliche Erscheinung.“  Er will ohne Honorar den Baum an Ort und Stelle bearbeiten und das fertige Werk anschließend der Stadt schenken. Beckers Spezialität: Die Struktur des Holzes durch Abschälen der Rinde, gezielte Schnitte und Freilegen von besonderen Wuchsformen zu betonen.

Stadtbaurat Stephan Schmickler war von den Plänen ebenfalls sehr angetan und sorgte für die interne planerische Abstimmung, denn das Buchmühlengelände gehört nach wie vor zum Regionale 2010-Bereich. Der Plan: Georg Becker wird den Hängeschnurbaum an Ort und Stelle, also ungefällt,  bearbeiten. Dafür nimmt er sich Zeit bis Ende Juli, so lange, bis die Schausteller zur Laurentiuskirmes anrücken.

Anschließend wird der Baum in seiner ganzen neuen Pracht zunächst an einen anderen Ort gebracht. Hans-Wolfgang Zanders als Hausherr des benachbarten Kulturhauses hat bereits sein Einverständnis gegeben, das Kunstwerk dorthin zu „verpflanzen“. Auf lange Sicht soll es in jedem Fall dem öffentlichen Raum erhalten bleiben. Wo der Baum zur Zeit steht, wird er nicht verbleiben können: Die Gesamtplanung für den Buchmühlenpark sieht an dieser Stelle einen Großbaum vor, und zuvor wird die Baugrube des neuen Hochwasserentlastungskanals dort entlang laufen.

Georg Becker hat schon feste Vorstellungen, wie er den Baum gestalten möchte: Er beabsichtigt, den Stamm als Spirale zu gestalten, somit eine Form zu wählen, die symbolhaft für die Entstehung des Lebens steht. Das Thema der verschlungenen Äste will er aufgreifen und bearbeiten. Ab dem 12. Juni 2014 ist er vor Ort bei der Arbeit, voraussichtlich immer am Vormittag, etwa von 9 bis 13 Uhr. Anwohner und Interessierte sind herzlich willkommen, ihm bei der Arbeit zuzuschauen. Der Künstler ist es gewohnt, öffentlich zu arbeiten: „Es ist mir an einem Dialog mit interessierten Menschen gelegen.“ Er hat mehrfach an öffentlichen Symposien teilgenommen, zuletzt 2013 in der Bourgogne, wo aus seiner Hand zwei Skulpturen für eine antike Römerstraße nahe den Ausgrabungsfeldern von Alesia entstanden. Im August wird Becker dann in Erftstadt wiederum einen 100jährigen Baum kunstvoll bearbeiten, diesmal eine Eiche.

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