Archiv | Juli 8th, 2014

Fahrradcoderiung am S-Bahnhof

08 Juli 2014 von admin

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Was ist eine Fahrradcodierung und wozu wird sie gemacht? Wer sein Fahrrad codieren lässt, macht Langfingern das Leben schwer. Denn ohne Eigentumsnachweis kommen sie mit dem zweirädrigen Diebesgut nicht weit: Die Codierung zeigt sofort, wer der Eigentümer des geklauten Fahrrads ist. Die Codierung erschwert also mehr als nur den Weiterverkauf, insbesondere den über Flohmärkte oder per Internet.

Der Verkaufswert des Diebesguts sinkt erheblich, während der Grad der Abschreckung und die Hemmschwelle für potenzielle Diebe steigt. Eine Codierung kann, wie die bisherige Erfahrung lehrt, die Zahl der Diebstähle also deutlich senken und die Aufklärungsquote erhöhen.

Das Prinzip der Fahrradcodierung wurde vor vielen Jahren von der Polizei in Bergisch Gladbach entwickelt. Später dann von der Polizei in Friedberg (Hessen) und vom ADFC perfektioniert. Das Codierverfahren ist einfach: Eine Graviermaschine oder ein spezieller Aufkleber verewigt auf dem Rahmen des Fahrrads einen verschlüsselten personenbezogenen Code, der aus einer individuellen Ziffern- und Buchstabenkombination besteht. Sie setzt sich zusammen aus dem Autokennzeichen und Gemeindecode des Ortes, in dem der Eigentümer wohnt, einer fünfstelligen Zahl für die Straße, drei Ziffern für die Hausnummer, sowie den Eigentümer-Initialen, ergänzt durch eine zweistellige Jahreszahl der Codierung.

Der Vorteil: Polizei oder Fundbüro erkennen anhand des Codes sofort den Eigentümer des Fahrrads und können ihn im Falle eines Diebstahls informieren – ohne Rückgriff auf Datenbanken. Die Rahmennummer allein gibt nicht genügend Informationen. Sie wird vom Hersteller ohne erkennbares System eingestanzt – mit Dopplungen und ohne zentrale Nummernkartei. 90 Prozent aller aufgefundenen Räder finden trotz Rahmennummer nicht mehr zu ihrem Eigentümer zurück, weil dieser sein Rad nicht eindeutig beschreiben kann. Hier schafft die Fahrradcodierung Abhilfe.

Die Codierung kann aber auch für andere Wertgegenstände verwendet werden. Beim ADFC RheinBerg-Oberberg gibt es im ganzen Jahr Codier-Termine. In der neuen ADFC Geschäftsstelle in Bergisch Gladbach können sie sich über Fahrradcodierung, Fahrradschlößer und „Rund ums Fahrrad“ informieren.


Fahrradcodierung am 10. Juli in Bergisch Gladbach

Sie können Ihr Fahrrad in der neuen ADFC-Geschäftsstelle in Bergisch Gladbach codieren lassen.

Die neue ADFC-Geschäftsstelle ist direkt in Bergisch Gladbach am S-Bahnhof an der Stationsstraße. Anschrift für GPS- und Navigationsgeräte: Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße 11 in 51465 Bergisch Gladbach
Es ist eine Gravur-Codierung oder Klebe-Codierung möglich. Der Preis für die Gravur-Codierung beträgt 19,95 €. ADFC Mitglieder erhalten 5,00 € Rabatt und zahlen nur 14,95 €. Die Klebe-Codierung kostet 8,00 € und ADFC-Mitglieder zahlen nur 5,00 €.

Am Donnerstag 10. Juli 2014 findet die nächste Codierung von 15:00 – 16:00 Uhr statt. Es ist keine Anmeldung erforderlich. Für sonstige Tage vereinbaren Sie einen Termin zur Codierung. Eine Anmeldung zur Codierung ist dann erforderlich. Termine zur Codierung nach Terminvereinbarung: sven.bersch@arcor.de

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Flächendeckender Mindestlohn wird noch vor WM-Finale eingeführt

08 Juli 2014 von Dirk Sonntag

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Martin Rulsch, wikicommons http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Unterzeichnung_des_Koalitionsvertrages_der_18._Wahlperiode_des_Bundestages_%28Martin_Rulsch%29_099.jpg,

Martin Rulsch

Am Wochenende hat die große Koalition zusätzliche Regelungen beim Mindestlohn vereinbart, die einer flächendeckenden Einführung nun endgültig die Zähne ziehen. Der Gesetzentwurf enthält die Auflage, dass grundsätzlich bei allen abhängig Beschäftigten eine Überschreitung des Mindestlohns nicht möglich ist. Nur so könne Deutschland weiterhin wettbewerbsfähig bleiben. Allerdings sollen Ausnahmen und Sonderregelungen gelten. Nicht am Mindestlohn gebunden sind Gehälter für Politiker, Manager und Fussballspieler. Beamte sollen bis 2017 generell vom Gesetz ausgenommen werden, 2015 bis zu 50 Prozent über dem Mindestlohn vergütet werden, 2016 bis zu 35 Prozent. Kost, Logis und Einkommen aus Beraterverträgen werden nicht auf den Mindestlohn angerechnet.

Als problematisch wird die Überprüfbarkeit der Nichtüberschreitung des Mindestlohnes gesehen. Die Bundestagsfraktion „Die Linke“ bemängelte die Sonderregelung für Manager als „Produkt eines außerordentlich intensiven Lobbyismus“, für das „keinerlei sachlich valide Grundlage zu erkennen sei“. Sie interpretiert das Geschenk an Beamte als Beleg dafür, dass hier die Politik in eigener Sache agiert. Positiv sähe „Die Linke“ allerdings die Ausnahmeregelung für Politiker.

Angela Merkel, die sich heute im Trainungslager der deutschen Nationalmannschaft in Brasilien befindet, zeigt sich optimistisch: „Mit der Einführung des generellen Mindestlohns sind wir einen großen Schritt weiter, Deutschland auch in Zukunft als globalen Player zu positionieren. Arbeit muss bezahlbar bleiben. Die Umsetzung ist ein Erfolg für Deutschland. Die Sonderregelungen schaffen einen besonderen Anreiz, dass sich Leistung auch weiterhin lohnt“. Es war bis jetzt nicht möglich, eine Stellungnahme vom DGB zu erhalten. Dort konzentriere man sich gerade auf das Halbfinale Deutschland gegen Brasilien.

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