Archiv | Dezember 1st, 2014

Flyer-Aktion zur Rücksichtnahme auf Behinderte beim Parken

01 Dezember 2014 von admin

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Markus D´Hom an seinem Fahrzeug

Für den Dezember haben sich die Mitglieder des Inklusionsbeirates der Stadt Bergisch Gladbach, die Behindertenbeauftragte der Stadt Bergisch Gladbach gemeinsam mit dem Ordnungsamt eine Aktion überlegt, die das Falschparken auf Behinderten-Parkplätzen im Fokus hat. Die Bürgerschaft in Bergisch Gladbach soll für die besondere Situation von Menschen mit schwerster Behinderung sensibilisiert werden.

Hildegard Allelein als Behindertenbeauftragte und Ute Unrau als Leiterin der Ordnungsbehörde stellten beim Pressetermin am Montag (01.12.2014) auf dem Parkplatz am Stadthaus An der Gohrsmühle den neuen Flyer vor, auf dem geschrieben steht:
„Sind Sie im Stress?
Wollten Sie nur kurz etwas erledigen?
Oder haben Sie das Schild bloß übersehen?
Leider haben Sie einem Mitbürger mit Behinderung seinen dringend benötigten Parkplatz weggenommen. Er kann nur hier parken, da er nur hier ausreichend Platz vorfindet und sein Ziel schnell und sicher erreicht. Deswegen haben wir diese Parkplätze eingerichtet. Hier dürfen Sie nur mit einem Behindertenparkausweis parken. Sie haben daher eine ge­bührenpflichtige Verwarnung erhalten.
Die Stadt Bergisch Gladbach ist auf dem Weg zu einer inklusiven Stadt – einer Stadt für alle. Bitte nehmen Sie Rücksicht – parken Sie nicht mehr auf einem Behindertenparkplatz.“

Verteilt werden die Flyer parallel zum Verwarnungsgeld.

Hildegard Allelein verdeutlichte bei dem Pressegespräch, dass auf einem Behindertenparkplatz nur schwerbehinderte Menschen parken dürfen, die sich außerhalb des Wagens dauernd nur mit fremder Hilfe oder nur mit großer Anstrengung fortbewegen können. Wer zum berechtigten Personenkreis gehört, wird aufgrund von ärztlichen Gutachten durch das regional zuständige Versorgungsamt geprüft und festgestellt. Nur Personen, die in ihrem Schwerbehindertenausweis die Merkzeichen “außergewöhnlich gehbehindert” (aG) oder “blind” (Bl) vermerkt haben, haben eine Berechtigung auf blauen EU-Parkausweis. Nur dieser berechtigt zum Parken auf Behindertenparkplätzen.

Ute Unrau erläuterte zudem, dass nicht jeder (geh-)behinderten Mensch einen Behindertenplatz nutzen dürfe. „Auch ein Gipsbein oder schweres, unhandliches Gepäck berechtigen nicht“, so Ute Unrau, „auf dem Behindertenparkplatz zu parken.“ Zudem sei zusätzlich zum Schwerbehindertenausweis die spezielle, durch die örtliche Ordnungsbehörde ausgestellte, Parkberechtigung benötigt.

„Leider gibt es sehr viele ‚Falschparker‘ auf den Behindertenparkplätzen“, erklärte Ute Unrau weiter. Die Ausreden „Ich parke doch nur kurz“, „Ich sitze doch im Auto“, „Ich kann heute schlecht gehen“, „Ich habe so viel Gepäck“ sind typisch.

„Ich denke auch, dass nicht jedem bewusst ist, dass er mit dem Falschparken tatsächlich Behinderte beeinträchtigt“, ist Hildegard Allelein überzeugt. „Es gibt wahrscheinlich ein Informationsdefizit rund um Behindertenparkplätze“, mutmaßt die Behindertenbeauftragte. Sie hofft, dass die Aktion dazu bei trägt, dass sich Bürgerinnen  und Bürger Gedanken darüber machen, warum diese Parkplätze eingerichtet wurden und sie beim nächsten Mal eben nicht mehr nutzen. 31 Behindertenparkplätze gibt es auf den öffentlichen Parkplatzflächen im Stadtgebiet.

Rollstuhlfahrer Markus D´Hom demonstrierte beim Pressetermin, wie er mit seinem Rollstuhl in das Auto ein- und aussteigt. Dabei beschrieb D´Hom auch, wie er regelmäßig die Parkplatzsituation erlebt. „Da ich mit dem Rollstuhl anreise, muss ich bei normalen Parkplätzen immer befürchten, dass die Tür nicht weit genug geöffnet wird. Die breiteren Behindertenparkplätze geben mir sehr viel mehr Sicherheit.“ Markus D´Hom findet es gut, dass die Aktion auf das Verständnis der Mitbürgerinnen und Mitbürger setzt.

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Neues Konzept zur Brandschutzerziehung in der Stadt Bergisch Gladbach vorgestellt

01 Dezember 2014 von admin

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Die Feuerwehr Bergisch Gladbach hat heute ihr neues Konzept zur Brandschutzerziehung in Kindergärten und Grundschulen in der Stadt Bergisch Gladbach vorgestellt.

Kraft Gesetz gehört es unter anderem auch zu den Aufgaben der Stadt Bergisch Gladbach die Bevölkerung über die Verhütung von Bränden, den sachgerechten Umgang mit Feuer, das Verhalten bei Bränden und über Möglichkeiten der Selbsthilfe aufzuklären.

Die neu eingerichtete Fachgruppe Brandschutzerziehung der Feuerwehr Bergisch Gladbach setzt damit unter Leitung von Unterbrandmeisterin Nicole Haag ein neu entwickeltes Konzept zur Vermittlung von Kenntnissen mit dem Umgang von Zündmitteln, das Verhalten im Brandfall und das richtige Alarmieren von Feuerwehr und Rettungsdienst für Kinder im Vorschulalter um.

Der erste Abschnitt der Brandschutzerziehung findet in den jeweiligen Kindertagesstätten vor Ort statt und wird durch die jeweiligen Erzieherinnen und Erzieher vermittelt. Diese erhalten im Vorfeld eine Lehrunterlage durch die Feuerwehr sowie leihweise einen der neu beschafften Telefon-Notrufkoffer. Mittels dieses Koffers können die Kinder das korrekte Absetzen eines Notrufes über die 112 erlernen.

Der zweite Abschnitt findet in der Feuer- und Rettungswache Nord an der Paffrather Straße statt. Die Kindergartengruppen besuchen mit ihren Erzieherinnen und Erziehern die Feuerwache und erlernen unter Leitung eines ausgebildeten, ehrenamtlichen Brandschutzerziehers der Feuerwehr Bergisch Gladbach, was nach Absetzen eines Notrufes auf einer Feuerwache passiert. Den Kindern wird gemeinsam mit der Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst die Annahme des Notrufes demonstriert, um mögliche Beruhigungsängste zu vermeiden. Weiterhin wird den Kindern die Ausrüstung der Feuerwehr kindgerecht erklärt. Abschließend folgt die Besichtigung und Erläuterung einiger Fahrzeuge der Feuerwehr.

 „Wir versuchen mit dieser Maßnahme den Kindern den richtigen Umgang mit Feuer beizubringen, eventuelle Ängste vor dem Absetzen des Notrufes zu nehmen und Vertrauen zur Feuerwehr aufzubauen“ erläutert Nicole Haag, die maßgeblich mit den zehn weiteren Brandschutzerziehern der Feuerwehr Bergisch Gladbach das Konzept ausgearbeitet hat.

„Wir freuen uns sehr, dass wir durch die großzügige finanzielle Unterstützung der VR Bank eG Bergisch Gladbach und der Bensberger Bank eG die Materialien für die Durchführung der Brandschutzerziehung beschaffen konnten und den Kindern nun mit anschaulichen Materialien das Thema nahebringen können“ so Jörg Huppatz, Leiter der Feuerwehr Bergisch Gladbach.

Zu den Materialien gehören unter anderem ein Rauchdemohaus zur Demonstration der Funktionsweise von Rauchmeldern in Gebäuden, mehrere Telefon-Notrufkoffer zur Notrufsimulation sowie Flyer mit integriertem Kinderfinder, die es der Feuerwehr im Einsatz ermöglicht, Kinder schneller in einer Wohnung zu finden. Dazu sollten diese gelb nachleuchtenden Aufkleber im unteren Drittel der Kinderzimmertüren von außen angebracht werden.

Im Rahmen der heutigen Vorstellung wurden die Materialien von den Banken an Bürgermeister Lutz Urbach und den Leiter der Feuerwehr Jörg Huppatz übergeben. Wir freuen uns sehr, dass beide Banken eine weitere große Auflage des Flyers inkl. Kinderfinder für das kommende Jahr finanziell unterstützen werden. Diese liegen in Kürze in den Bürgerbüros der Stadt Bergisch Gladbach und in allen Filialen der VR Bank eG Bergisch Gladbach und Bensberger Bank eG aus und können dort mitgenommen werden.

Interessierte Einrichtungen melden sich bitte bei Frau Nicole Haag unter der Rufnummer (0 22 02) 2 38 – 3 30 oder per E-Mail unter brandschutzerziehung@feuerwehr-gl.de.

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