Archiv | Oktober, 2020

Corona-Virus: Welche Regelungen gelten ab wann?

18 Oktober 2020 von Gregor Herzfeld

Vorlesen mit webReader

Rheinisch-Bergischer Kreis. Seit Freitagabend haben sich ebenfalls im Rheinisch-Bergischen Kreis die Fallzahlen über den Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner entwickelt. Dies bedeutet, dass nun weitergehende Maßnahmen zur Verhütung und Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus SARSCoV-2 im Rheinisch-Bergischen Kreis zu treffen sind. Gestern hatte das Land NRW den Erlass einer neuen Corona-Schutzverordnung angekündigt. Der Krisenstab des Rheinisch-Bergischen Kreises hatte daher gestern beschlossen, dieser Verfügung nicht vorzugreifen, sondern zunächst einmal die neue Landesverordnung auszuwerten (wie berichtet).

Seit heute ist für die Regionen, in denen die Überschreitung des Schwellenwertes von 50 bereits amtlich erreicht ist, diese neue Landesverordnung kurzfristig in Kraft getreten. Für den Rheinisch-Bergischen Kreis gilt diese Verordnung erst dann, wenn die vom Kreis an die Aufsichtsbehörden gemeldeten Zahlen im Dashboard des Landeszentrums für Gesundheit (LZG) veröffentlicht worden sind, da dies als die rechtsverbindliche Aussage gilt.

Es kommt leider schon mal zu abweichenden Zahlen zwischen den tagesaktuell abendlichen Fallzahlmeldungen des Kreises an die Medien und der Aktualisierung des LZG-Dashboardes aufgrund abweichender Eingabezeiten, dies kann an Wochenenden besonders der Fall sein. Aus diesem Grunde ist der Rheinisch-Bergische Kreis „offiziell“ gestern und heute noch kein Risikogebiet im juristischen Sinne, sondern erst, wenn das LZG dies offiziell feststellt, was aller Wahrscheinlichkeit nach in aller Kürze der Fall sein wird.

Das weitere Prozedere sieht dann wie folgt aus:

Der Rheinisch-Bergische Kreis muss dann binnen eines Tages eine Allgemeinverfügung erlassen und den Status der sogenannten „Gefahrenstufe 2“ feststellen. Erst dann gilt die neue Rechtsverordnung die das Land zum heutigen Tag, 17.10.2020, erlassen hat. Der Kreis kann darüber hinaus gehende weitere Sonderregelungen in seiner Allgemeinverfügung für den Rheinisch-Bergischen Kreis treffen, sofern dies erforderlich ist.

Heute hat der Krisenstab des Kreises genau über diesen Punkt beraten und ist zu folgendem Ergebnis gekommen:

Der Rheinisch-Bergische Kreis wird aus Gründen eines einheitlichen Vorgehens im Land NRW zunächst darauf verzichten, weitergehende Maßnahmen als die in der neuen Corona-Schutzverordnung des Landes festgelegten Regelungen zu treffen. Dem Krisenstab des Kreises sind jedoch folgende Punkte aufgrund des Infektionsgeschehens so wichtig, dass er hierzu eine dringende Empfehlung aussprechen wird: Dies ist das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung auch im Schulunterricht am Steh- und Sitzplatz. Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in Sportstätten auch im Freien am Sitzplatz. Verzicht des Ausschanks von Alkohol bei Sportveranstaltungen im Freien und Nachverfolgbarkeit von Besuchern Sitzplatzbezogen.

Sobald also das Dashboard des LZG die Inzidenz von über 50 pro 100.000 Einwohner für den Rheinisch-Bergischen Kreis rechtsverbindlich feststellt, wird der Kreis diese Allgemeinverfügung öffentlich bekannt machen mit der Folge, dass sie am Tag darauf rechtswirksam wird.

Dies bedeutet derzeit konkret, dass noch die veröffentlichte Allgemeinverfügung vom 15.10.2020 weiterhin gilt, bis die neue Verfügung erlassen ist und auch die neue Verordnung des Landes erst dann im Rheinisch-Bergischen Kreis Gültigkeit erlangt.

An diesem Wochenende stellt der Rheinisch-Bergische Kreis seine Eingabe- und Meldeverfahren um. Ab Montag, den 19.10., erfolgt dann die tagesaktuelle Fallzahlmeldung an die Medien nicht mehr wie bisher am späten Nachmittag bzw. Abend, sondern jeweils am Vormittag. Auch wird es ab der kommenden Woche wieder jeden Tag aktuelle Informationen geben, auch am Wochenende.

Bürgertelefon
Das Bürgertelefon des Rheinisch-Bergischen Kreises ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie Freitag von 8 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 02202 131313 erreichbar.

Kommentare (0)

Werteverfall: CDU-Rentner verbreiten Hass im Netz

Werteverfall: CDU-Rentner verbreiten Hass im Netz

18 Oktober 2020 von Gregor Herzfeld

Vorlesen mit webReader
Harte Zeiten kommen Michael Metten (CDU) zu.

Hass und Hetze im Netz verbreiten ist keineswegs alleiniges Mittel der NPD oder anderer rechter Parteien. In Bergisch Gladbach sitzt bei der CDU der Schock nach dem Wahldebakel bei der Kommunalwahl noch tief. So tief, dass das Niveau bei so manchem CDU Mitglied oder Sympathisant auf Grundeis gegangen zu sein scheint.

Gerade ältere Damen wie Helga Bernhauser finden ihre Erfüllung nicht mehr bei der Frauenunion, einer Untergruppierung der CDU, alleine. Bernhauser ist ehemalige Lehrerin und versucht offenbar einen Wandel von einer in Rente gegangenen Technik-Legasthenikern hin zur aktiven Kommentatorin die sich gerne im Netz die Zeit vertreibt. Doch wer denkt, hier würde es um Politik gehen der irrt.

Bernhauser fährt vom Namen her hinsichtlich der Bekanntheit auf dem Ticket Ihres Mannes nun auch im Internet. Dr. Johannes Bernhauser war eine Zeit lang für die CDU im Stadtrat aktiv. Mit geschliffenen Redebeiträgen aus der Fraktion der CDU machte er sich im Rat der Stadt bekannt.

Doch das politische Feld und der Schliff haben sich nach der Kommunalwahl dramatisch verändert. Bernhauser ist augenscheinlich nun kein respektabler Name mehr im Rat sondern nur einer von gut einem Dutzend älterer Wutbürger die im Internet nach der Wahl ihrem Ärger Luft machen. Auch Ortsbeisitzer Rainer Berghaus und seine Frau, beides ältere Semester sind mittlerweile auf den Zug aufgesprungen und versuchen sich im „haten“.

Egal ob das Toilettenpapier im Supermarkt wieder ausverkauft ist oder irgendwo ein Plakat einer anderen Partei als der eigenen an der Laterne noch hängt, es wird „gehatet“.

Doch was ist das? Hater sind ein ein Web-Phänomen. Es sind Leute, die sich in Sozialen Medien anmelden, um andere mit ihrem „hate zu stalken.“ Also auf deutsch: Andere Menschen mit ihrem Hass zu verfolgen und zu stören.

Kurios: Ein großer Teil der Beteiligten ist nicht nur Mitglied bei der Union, sondern auch im Karneval engagiert und „stets bemüht“ Frohsinn zu verbreiten.

Ein Kommentar von Gregor Herzfeld

Kommentare (0)

Corona-Virus: Mehrere Einrichtungen betroffen

04 Oktober 2020 von Gregor Herzfeld

Vorlesen mit webReader

Rheinisch-Bergischer Kreis. Wie dem Gesundheitsamt über das Wochenende bekannt wurde, sind mehrere Personen aus verschiedenen Einrichtungen im Rheinisch-Bergischen Kreis zum Teil positiv auf das Corona-Virus getestet worden.

Eine Person aus der Mitarbeiterschaft einer Kindertagesstätte, die nicht im Rheinisch-Bergischen Kreis wohnhaft ist, ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises hat eine risikobasierte Kategorisierung möglicher Kontaktpersonen vorgenommen. Nach den bisherigen Ermittlungen des Gesundheitsamtes ist eine exakte Differenzierung der Kontaktpersonen 1. Grades und 2. Grades nicht möglich, da nicht durchgängig eine Mund-Nase-Bedeckung getragen und Sicherheitsabstände eingehalten werden konnten. Dies hat zur Folge, dass die Einrichtung komplett für die Dauer der möglichen Inkubationszeit geschlossen wird und alle Kinder und Betreuende unter Quarantäne gesetzt werden bzw. wurden. Bei ihnen wird in Kürze ein Abstrich durchgeführt.

Bei einer Person aus der Mitarbeiterschaft einer weiteren Kindertagesstätte sind coronaverdächtige Symptome aufgetreten. Nach den bisherigen Ermittlungen des Gesundheitsamtes hatte diese Person an einer mehrtägigen Fortbildungsveranstaltung für Erziehende teilgenommen bei der nach der derzeitigen Kenntnis des Gesundheitsamtes nicht durchgängig eine Mund-Nase-Bedeckung getragen und Sicherheitsabstände eingehalten werden konnten. Eine der teilnehmenden Personen dieser Veranstaltung, die nicht im Rheinisch-Bergischen Kreis wohnhaft ist, ist jetzt positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Dies hat zur Folge, dass die Einrichtung, aufgrund des dringenden Coronaverdachts der Person aus der Mitarbeiterschaft vorsorglich, mindestens bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses, geschlossen wird.

Aufgrund eines positiv getesteten Kindes einer weiteren Kindertagesstätte wird die betroffene Kita-Gruppe bis zum 13. Oktober 2020 unter Quarantäne gesetzt.

Aufgrund eines positiv getesteten Kindes in einer Gemeinschaftsgrundschule bleiben am Montag zunächst zwei Schulklassen vorsorglich zuhause. Ein weiteres angepasstes, individuelles Vorgehen wird am Montag mit dem Gesundheitsamt vor Ort geklärt und abgesprochen.

Aufgrund eines positiv getesteten Kindes in einer weiteren Gemeinschaftsgrundschule wird eine Schulklasse bis zum 14. Oktober 2020 unter Quarantäne gesetzt.

In allen vorher genannten Fällen wurden beziehungsweise werden die Erziehungsberechtigten, die Betreuenden sowie das Lehrpersonal durch die jeweiligen Einrichtungsleitungen informiert.

Bürgertelefon
Das Bürgertelefon des Rheinisch-Bergischen Kreises ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie Freitag von 8 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 02202 131313 erreichbar.

Kommentare (0)

Advertise Here
Advertise Here
Oktober 2020
M D M D F S S
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031  

Twitter

glaktuell

GL Aktuell

Impressum unter: http://t.co/LuVnnNlw54

Tweets