Alternative für Deutschland in Bergisch Gladbach bald im Stadtrat?

23 Mai 2013 von admin

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„Wir Rentner zahlen die Zeche für Merkels übergroße Spendierhosen“, empören sich zwei ältere Damen vor dem Rathaus in Bergisch Gladbach. Mitglieder der Alternative für Deutschland aus dem Rhein-Berg-Kreis erfahren am Samstagnachmittag am Rand der Pfingstkirmes lebhaften Zuspruch für ihre noch junge Partei. Gut organisiert und ohne Streitereien untereinander präsentieren Sie sich in der Öffentlichkeit.

Mit großen Ständen, Schildern und Flyern prangert die Gruppe um den Kreisbeauftragten Daniel Obst politische Missstände in Deutschland und Europa an. Dabei zeigt sie auch die demokratischen Alternativen zur derzeitigen Politik auf, ganz im Sinne ihres Wahlspruchs „Damit Europa nicht am Euro scheitert“. Denn Deutschland brauche den Euro nicht und anderen Ländern schade er – argumentiert die junge Partei. Neben mehr direkter Demokratie durch Volksabstimmungen setzt sich die AfD auch für eine drastische Vereinfachung des Steuerrechts und ein nachhaltiges Energiekonzept für bezahlbare Energie ein. Sehen wir da eine Parallele zur FDP? Wer weiss…

Die Sorgen und Unzufriedenheit der Menschen stoßen auch bei den drei an diesem Nachmittag anwesenden Vertretern der AfD-Landesliste, Dagmar Noack, Martin Haase und Torsten Jungbluth auf offene Ohren. „Mich hat betroffen gemacht, wie viele Jugendliche sich in dem Bildungschaos und mit ihren Zukunftsängsten von der Politik im Stich gelassen fühlen“, fasst Martin Haase seine Eindrücke zusammen und versichert: „Die AfD wird darauf hinwirken, dass die nachfolgenden Generationen auf eine unbeschwerte Zukunft hoffen können.“

Der Zuspruch den die AfD in Bergisch Gladbach in der Öffentlichkeit erfahren hat und ihr seriöses Auftreten deuten auf einen Einzug in den Stadtrat hin. Sie könnte sogar das Zünglein an der Waage werden. Sehen wir wieder eine Parallele zur FDP? Es wird spannend werden bei der Kummnalwahl 2014!

5 Comments For This Post

  1. Heinz Wimmer Says:

    Wir Rentner sind im übrigen von den durch die tariflichen Lohn/Gehaltserhöhungen bedingten Preiserhöhungen bei nur 0,25% Rentenerhöhung abzüglich der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen sehr stark betroffen.

  2. Thomas Matzka Says:

    Ich halte die AfD für eine vorübergehende Erscheinung, die allerdings jetzt einen Zuspruch erfährt, der zu denken gibt. Die etablierten Parteien werden wieder einmal wachgerüttelt und vor die wirklichen Ängste und Sorgen der Menschen gestellt.

    Allerdings glaube ich nicht, dass diese Partei lange überleben wird: Die Zerfleischungen begannen bereits kurz nach der Gründung. Anders als die Piraten verfügt die Partei nicht wirklich über eine breite Basis. Auch wenn sich die Piraten scheinbar nicht einig sind und zerstritten wirken: Sie werden an einem Strang ziehen, auch wenn manche einige Punkte anders sehen. In der Piratenpartei gibt es keinen Fraktionszwang und es herrscht Meinungsfreiheit. Diese gibt es bei der AfD nicht. Wie also will diese Partei dann mit Volksentscheiden umgehen??? Schon wer Menschen, die nicht erwerbstätig sind, von Wahlen (und somit von Entscheidungsprozessen) ausschließen will, widerspricht sich doch damit selbst.

  3. Torsten Jungbluth Says:

    @Thomas Matzka: Die AfD ist eine junge Partei, die in rekordverdächtiger Zeit viele Mitglieder gewinnt, sich auf verschiedenen Ebenen der politischen Diskussion stellt, Wahlkampf betreibt und ihre Organisationsstrukur aufbaut. Wenn man bedenkt, dass hier in kurzer Zeit hunderte von Landes-, Bezirks- und Kreisverbänden gegründet werden, kann man ermessen, welche Leistung hier gerade vollbracht wird.
    Da sich auf verschiedenen Ebenen Menschen zusammenfinden, die sich untereinander noch nicht lange kennen lernen konnten, kann es auch passieren, dass Leute für Ämter gewählt werden, die anschließend nicht gut zusammen arbeiten können. Das führt zu Reibungsverlusten, manchmal auch zu Rücktritten und Neuwahlen. Diese Geburtsschmerzen hält die Partei jedoch meines Ermessens ganz gut aus. Bei Betrachtung des Gesamtbildes ist festzustellen, dass die Querelen nicht repräsentativ sind und schon gar nicht als „Zerfleischung“ bezeichnet werden können.
    Wie ich aus erster Hand berichten kann, gibt es übrigens auch bei der AfD keinen Fraktionszwang und es herrscht Meinungsfreiheit. Alles andere ist, vorsichtig ausgedrückt, an den Haaren herbeigezogen.
    Last but not least möchte ich darauf hinweisen, dass die AfD an keiner Stelle fordert, Nicht-Erwerbstätige von Wahlen auszuschließen.
    Wenn überhaupt, dann ist das die Privatmeinung eines Mitglieds (und Privatmeinungen sind bei der AfD statthaft). Aber bei genauer Betrachtung ist selbst dies nicht der Fall: der Beitrag von Herrn Adam in der Welt, auf den Sie sich wahrscheinlich beziehen, stellt gar keine Forderungen sondern widmet sich der Frage, welche Auswirkungen es hat, wenn „Nettostaatsprofiteure“ das Staatswesen in zunehmenden Maße beeinflussen. Bspw. mit Blick auf die zunehmende Bürokratisierung auf nahezu allen staatlichen Ebenen möchte ich Sie dazu anregen, Herrn Adams Aussagen im Lichte der von Ihnen geforderten Meinungsfreiheit zu betrachten und sich diesbezüglich keinen selbstauferlegten Denkverboten auszusetzen.

  4. Thomas Says:

    Alternative für Deutschland (AfD): TV-Wahlwerbespot auf YouTube selber ansehen.

  5. Reiner Says:

    Alternative für Deutschland (AfD): TV-Wahlwerbespot auf YouTube selber ansehen.

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