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Bergisch Gladbach: AfD-Ratsherr soll in Rathaus nächtigen

13 Mai 2018 von Gregor Herzfeld

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AfD Mann Schütz soll im Rathaus nächtigen

Es gibt Ratsmitglieder, die gibt es eigentlich gar nicht. Das meint zumindest der Kölner Stadtanzeiger in seinem Bericht über Fabian Schütz, neuer Mitarbeiter der AfD in Berlin und Ratsmitglied in Bergisch Gladbach. In seiner Heimatstadt nimmt Schütz aber an keiner Sitzung mehr teil, wird aber noch als Ratsmitglied geführt und erhält eine Aufwandsentschädigung.

Schütz soll im Rathaus nächtigen
So ganz von der Bildfläche verschwunden ist Schütz aber nicht. Den Angaben von Hausmeister Schomann im Gladbacher Rathaus zufolge nutzte der AfD Mann sein Rathaus-Büro offenbar gelegentlich als billige Schlafgelegenheit. „Der verlässt oft das Rathaus wenn ich hier morgens aufschließe mit ganz kleinen Augen.“ – wundert sich Schomann. Im Zuge der Reinigungsarbeiten habe er Schütz schon ein paar Mal mit den Fensterputzern schlafend in seinem Büro aufgegriffen.
„Alles Unsinn“ meint Schütz zu den Vorwürfen. Er sei bei seinen Arbeiten im Rathaus lediglich schonmal eingenickt. Er kündigte bereits im September 2017 an, sein Mandat zurückzugeben – aber bisher geschah nichts. Schütz ist mit seinem ersten Wohnsitz in Gladbach gemeldet, deshalb erhält er weiter seine Aufwandsentschädigung. Das sind 295,30 Euro im Monat.

Bürgermeister Lutz Urbach erklärte, dass ihm keine Rücktrittserklärung von Schütz vorliege und gibt sich hilflos.

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