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Europäische Impfwoche: Bewusstsein für Impfschutz stärken

24 April 2016 von admin

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Kleiner Piks mit großer Wirkung – das gilt für die allermeisten Impfungen. Sie schützen vor Infektionskrankheiten, die schwerwiegende Konsequenzen haben können. Um für das Thema zu sensibilisieren und den Impfschutz in der Bevölkerung zu verbessern, findet vom 24. bis 30 April die Europäische Impfwoche statt, die dieses Jahr auch mit der Weltimpfwoche zusammenfällt.

Impfungen sind für jedermann wichtig. In besonderem Maße gilt dies für Menschen, die durch Infektionen noch erheblicher gefährdet werden als andere, zum Beispiel Säuglinge und alte Menschen und solche mit chronischen Erkrankungen. Ebenso gilt dies für Angehörige bestimmter Berufsgruppen, die beruflich bedingt ein erhöhtes Risiko haben, sich bei anderen anzustecken.

„Grundsätzlich ist es für alle ratsam, den allgemeinen Empfehlungen der ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts nachzukommen“, rät Dr. Cornelia Scherzberg, Leiterin des Gesundheitsamtes des Rheinisch-Bergischen Kreises, „denn je mehr Menschen geimpft sind, desto größer ist der Schutz der Bevölkerung, und damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass gewisse Infektionskrankheiten schließlich ganz verschwinden.“ Im Rheinisch-Bergischen Kreis liegt die Quote bei der Masernimpfung bei den Erstklässlern für die einmalige Impfung gut, hier sind im Schnitt knappe 97 Prozent einmal geimpft. Aber durchschnittlich nur 93 Prozent haben auch die zweite Impfung bekommen – wie zur Erlangung eines zuverlässigen Impfschutzes von der Ständigen Impfkommission empfohlen. Hier besteht noch Verbesserungsbedarf. Entsprechend dem von der Weltgesundheitsorganisation gesteckten Ziel wird auch in Deutschland angestrebt, Masern und Röteln bis zum Jahr 2020 gänzlich auszulöschen. Damit das erreicht wird, müssen 95 Prozent der Bevölkerung geimpft sein. Die Geschichte des Impfens zeigt, dass dies durchaus realistisch ist. So konnten durch konsequentes Impfen die früher gefürchteten gefährlichen Pocken weltweit vollständig und die häufig zu bleibenden Behinderungen führende Kinderlähmung (Polio) immerhin auf drei Kontinenten ausgerottet werden.

Was ein unzureichender Impfschutz in der Bevölkerung auslösen kann, musste man 2014 und 2015 leidvoll in Berlin erfahren: Ausgehend von einem einzigen Masernfall erkrankten in der Folge weit mehr als 1.000 Personen an den hochansteckenden Masern, etwa ein Viertel davon musste sogar stationär im Krankenhaus behandelt werden, ein Kind verstarb. Hieran zeigt sich auch, dass die möglichen Nebenwirkungen der Impfung – gemessen an den schwerwiegenden Komplikationen, die etwa die Masern nach sich ziehen können – von untergeordneter Bedeutung sind.

Ansprechpartner für das Thema Impfen sind die niedergelassenen Ärzte vor Ort. Weiterführende Informationen gibt es auch beim Gesundheitsamt, Tel.: 02202 13-2213 oder per E-Mail an gesundheitsamt@rbk-online.de.

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