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Nach BSI Warnung: Deutsche rücken von russischer Kaspersky Software ab

21 Mai 2022 von admin

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Hat der Kreml die Hand über Kaspersky?

Während Kaspersky im Februar 2022 noch der beliebteste Hersteller für Antivirenprogramme war, brach die Nachfrage infolge der BSI Warnung um mehr als 40 Prozent ein. Davon profitieren vor allem konkurrierende Hersteller wie ESET, Bitdefender, Norton und McAfee. Hier ist das Kaufinteresse seit der Meldung am 15. März 2022 im Vergleich zum Vortag um bis zu 1.630 Prozent gestiegen.

Risiko von Spionage und Sabotage

IT-Unternehmer Frank Samirae betreibt seit fast zwei Jahrzehnte seine EDV-Service-Firma. Zu seinen Kunden gehört die gesamte Bandbreite von namenhaften Unternehmen bis hin zu ganz normalen Privatkunden. Nach der BSI Warnung hat Samirae’s Firma den Vertrieb von Kaspersky eingestellt. „Wir haben den Vertrieb von Kaspersky direkt nach der BSI Warnung eingestellt und fast alle unsere Kunden auf alternative Produkte umgestellt.“ – so Samirae.

Kaspersky könnte als russischer IT-Hersteller gegen seinen Willen dazu gedrängt werden Zielsysteme im Westen anzugreifen. Zudem lässt sich eine Spionage oder die Verwendung der Produkte als Werkzeug zum Angriff auf Kunden nicht ausschließen. Die Auswirkungen könnten hierbei sein, dass durch Manipulationen an der Software oder den Zugriff, auf bei Kaspersky gespeicherten Daten, Aufklärungs- oder Sabotageaktionen gegen einzelne Personen, bestimmte Unternehmen, Organisationen oder sogar gegen Deutschland durchgeführt und unterstützt werden können.

Bei den betroffenen Produkten handelt es sich hier um das Portfolio von Virenschutzsoftware des Unternehmens Kaspersky.

Das BSI erklärt diese Warnung mit dem fehlenden Vertrauen und die damit verbundene Zuverlässigkeit des Herstellers. Aufgrund des kriegerischen Konflikts von russischer Seite sind diese Aspekte nicht mehr gegeben. Zudem wurde die authentische Handlungsfähigkeit seitens des Herstellers bemängelt.

ESET als Ersatz

„Wir bei EDV-SERVICE Samirae bieten den Kunden Software von ESET alternativ auch Bullguard als Alternative an“. so Samirae weiter. Vor dem Hintergrund des Kriegs in Osteuropa sieht auch Bundesdigitalminister Volker Wissing (FDP) eine höhere Gefahr von Cyberattacken. „Im Zusammenhang mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine hat natürlich auch die Cyberabwehr besondere Bedeutung erlangt“, sagte der FDP-Politiker zum Auftakt eines Treffen der G7-Digitalminister letzte Woche in Düsseldorf. „Die Gefahr von Angriffen ist gestiegen.“ Daher sei es wichtig Computersysteme zu gut zu schützen.

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