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Schwimmbäder müssen für Familien bezahlbar sein

25 Juni 2018 von Gregor Herzfeld

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Familien mit Kindern freuen sich, wenn der Sprung ins kühle Nass bezahlbar ist. Foto: privat

Die Koalition aus SPD und CDU hat kontinuierliche Eintrittspreiserhöhungen für die städtischen Bäder immer wieder geduldet. Im letzten Ausschuss für Anregungen und Beschwerden regte sich hiergegen der Bürgerprotest. Besonders Familien mit Kindern können sich die Eintrittspreise nicht mehr leisten.

Die Fraktion Die Linke mit Bürgerpartei GL hat schon im Vorfeld klar Stellung bezogen und sich gegen die Erhöhung der Preise ausgesprochen. Wir vertreten den Standpunkt, dass die Freibäder für alle Teile der Bevölkerung, gerade für Familien, bezahlbar bleiben müssen.

Insbesondere die CDU erscheint mit Ihrer Politik unglaubwürdig. Ihr Bürgermeister Lutz Urbach versprach als Kandidat:

“Bergisch Gladbach soll kinder- und familienfreundlichste Großstadt in NRW werden.“

Wie ist das mit der Tatsache zu vereinbaren, dass eine vierköpfige Familie im Kombibad Paffrath rund 20 Euro an Eintrittsgeldern zu entrichten hat? Man muss sich fragen ob die Koalition ihre eigenen Wahlprogramme überhaupt ernst nimmt.

Das Gegenteil ist also passiert und das „Versprechen“ wurde kurzerhand gebrochen.

„Wir haben vor dem Rathaus Demonstrationen von hunderten Eltern mit ihren Kindern gesehen, die keinen Kita oder OGS Platz bekommen. Jetzt haben wir den Bürgerprotest in den Ausschüssen, weil für städtische Schwimmbäder horrende Eintrittspreise verlangt werden.“ – so Frank Samirae (Bürgerpartei GL).

Wie kann man dem Bürger erklären wollen, dass Herr Habrunner nach Ende seiner Bankkarriere bei diversen Instituten es vorgezogen hat, zum dritten Geschäftsführer der Belkaw und auch der Kommunalen Bäder zu werden? Gleichzeitig schießen die Preise in die Höhe – das ist schlechterdings unvereinbar und dem Bürger nicht plausibel zu vermitteln. Die Duplizität der Ereignisse mutet frappant an und erinnert an typischen rheinischen Klüngel unter dem Motto „man kennt sich man hilft sich.“ Anmerkung der Redaktion: Herr Habrunner ist der Ehemann der Sekretärin des Bürgermeisters

Die Kosten unserer Bäder werden von den Gewinnen der Belkaw subventioniert. Wenn man sich bei der Belkaw ein Spitzengehalt für einen dritten Geschäftsführer leisten will und kann, dann muss man sich auch familienfreundliche Preise bei den Bädern leisten können. – schließt Thomas Klein (Die Linke).

 

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