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Börse Aktuell: Kaufrausch

01 Dezember 2013 von admin

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von Dimitri Kummer und Frank Samirae

Wer zu spät zur Party erscheint, der verpasst den besten Teil. Getreu diesem Motto wurde wieder fleißig bei Aktien zugegriffen. Der asiatische Nikkei notiert auf seinem Sechs-Jahres-Hoch und Dow und Dax markieren ebenfalls neue Höchststände.

Bei den Währungen sehen wir, dass EUR/USD in einer engen Bandbreite handelt. Zwischen 1,3550 und knapp über 1,3610 befindet sich diese. Auch solide US-Daten konnten den Wechselkurs nicht aus seiner Lethargie reißen.

eur-usd-1-12-13Darüber hinaus wurden Zahlen zur Geldmenge und dem Kreditvolumen in Europa veröffentlicht. Seit einigen Tagen bemerkt man die schwache Kreditvergabe europäischer Banken und niemand rechnet weiterhin mit guten Zahlen.

Die Spekulationen gehen sogar so weit, dass den Banken weitere Langfristliquidität nur unter der Prämisse zur Verfügung gestellt werden, dass diese Mittel als Kredit weitergereicht werden müssten. Im Kern zeigt diese Idee, wie schwach der Effekt der überraschenden Leitzinssenkung vor drei Wochen war, denn Volumeneffekte werden dadurch so gut wie nicht erwartet. Die EZB findet sich in dem Dilemma wieder, eine wirtschaftlich heterogene Eurozone mit einer einheitlichen Politik zu steuern. Dass „Zwangskredite“ keine Lösung der aktuellen Zurückhaltung sein können, leuchtet ein. Banken würden gezwungen ungewollte Kreditrisiken aufzubauen, Gedanken an Planwirtschaft sind nur schwer zu verdrängen.

Wie groß der Wahrheitsgehalt solcher Gerüchte nun auch ist, deutlich wird, wie schwierig die Lösung der aktuellen Lage erscheint. Diese Zwangs-Lösung wird es aber nicht geben. Andere Ansätze und kreative Lösungen werden mit zunehmender Dauer immer wahrscheinlicher. Mit konventionellen Maßnahmen scheint die EZB nichts mehr im Bereich der Kredite bewegen zu können….

Auf die Selbstheilungskräfte des Marktes zu vertrauen scheint ebenfalls gewagt. Für 2014 und 2015 wird europaweit mit einer Verbesserung der konjunkturellen Lage gerechnet. Dann sollten die Kreditmärkte sich wieder normalisieren. Die Zwickmühle in der sich die Banken derzeit befinden (Aufbau Risikopuffer, Stresstests, neue Bankenaufsicht), macht die Lage nur vertrackter.

In Deutschland ist dagegen weiter alles Eitel Sonnenschein. Die Beschäftigungssituation ist auf einen Rekordwert gestiegen. Die große Koalition wird einen Mindestlohn von 8,50 EUR je Arbeitsstunde einführen, so denn die SPD Basis den Koalitionsvertrag billigt. Dann werden bemängelte Vergütungsungerechtigkeiten beseitigt. Interessant an der Meldung ist auch, dass Zuwanderer maßgeblich Einfluss auf den Arbeitsmarkt nehmen und vakante Stellen besetzt haben. Es wird immer deutlicher, dass Deutschland qualifizierte Zuwanderung braucht, um die demographische Schere in Zukunft schließen zu können.

Man kann gespannt sein auf den weiteren Verlauf im Markt.

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