Die Modernisierung des Skateparks an der Saaler Mühle ist nicht vom Tisch: Die Stadt Bergisch Gladbach hält an dem Vorhaben fest und bereitet einen neuen Bauantrag vor. Geplant sind weiterhin eine moderne Skateanlage und ein Multi Court am bisherigen Standort.
Zuletzt hatte sich das Projekt verzögert, nachdem ein Gericht die erteilte Baugenehmigung aus formellen Gründen zurückgenommen hatte. „Die gerichtliche Entscheidung respektieren wir selbstverständlich. Die notwendigen formalen Anforderungen werden wir nun sorgfältig nacharbeiten und das Genehmigungsverfahren erneut auf den Weg bringen“, sagt Bürgermeister Marcel Kreutz. Wer wolle, dass junge Menschen ihre Freizeit sinnvoll gestalten könnten, müsse ihnen auch die passenden Orte dafür bieten.
Dezernent Thore Eggert räumt zugleich mit Missverständnissen auf: Vorgesehen sei eine zeitgesteuerte Platzbeleuchtung, „keine Flutlichtanlage“. Umwelt- und Naturschutzauflagen würden eingehalten, im Zuge der Erneuerung sollten sogar Teilflächen entsiegelt werden. Wichtig sei auch: Es handele sich nicht um eine vollständige Neuanlage, sondern um eine nutzergerechte Erneuerung des bestehenden Standorts. Die Belange der verschiedenen Beteiligten würden im weiteren Verfahren berücksichtigt.
Begleitet wird das Vorhaben von der städtischen Schulbaugesellschaft und einem Kölner Planungsbüro. „Die Modernisierung des Skateparks und die Errichtung des Multi Courts sollen langfristig das Sport- und Freizeitangebot in Bergisch Gladbach stärken“, so Schulbau-Geschäftsführer Sebastian Rolko. Ein konkreter Realisierungstermin lässt sich wegen des laufenden Verfahrens noch nicht nennen; die aktualisierten Unterlagen sollen aber möglichst zu Beginn der Sommerferien erneut eingereicht werden.
155.000 Kilometer, 25 Tonnen eingespartes CO2 und einmal mehr Platz eins im Kreis: Bergisch Gladbach zieht eine erfolgreiche Bilanz beim Stadtradeln 2026. Vom 25. Mai bis 14. Juni sammelten 34 Teams die Strecke gemeinsam auf dem Fahrrad.
„Das zeigt, wie beliebt das Fahrrad in Bergisch Gladbach ist“, freut sich der Erste Beigeordnete Ragnar Migenda. Jeder Weg mit dem Rad statt dem Auto und jede eingesparte Tonne CO2 sei wichtig für den Klimaschutz – „wie wir kürzlich bei der Hitzewelle erlebt haben“. Er dankte allen, die die Aktion unterstützt haben.
Den ersten Platz holten erneut die Otto-Hahn-Schulen mit über 15.500 Kilometern. Dahinter folgten das Team des Bürgerportals in-gl mit knapp über 13.000 Kilometern und die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Herkenrath mit mehr als 11.000 Kilometern. Auch die Stadtverwaltung trat wieder an: Das „Radelnde Rathaus“ kam mit knapp 8.000 Kilometern auf Rang acht. Für die drei besten Teams gibt es nach den Sommerferien eine kleine Siegerehrung im Rathaus Bensberg.
Im gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis kamen knapp 527.000 Kilometer zusammen – erneut etwas mehr als im Vorjahr. Bergisch Gladbach war dabei wie immer die Kommune mit den meisten Kilometern. Die deutschlandweit vom Klima-Bündnis organisierte Aktion läuft je Kommune über 21 Tage. Im nächsten Jahr geht das Stadtradeln in die nächste Runde.
Verwaltung räumt ein: Bergisch Gladbach betreibt im geförderten Wohnungsbau nur „Bestandsverwaltung“. Mietausgaben für Flüchtlingsunterkünfte seit 2020 um 57 Prozent gestiegen. Vergleichsrechnung Miete vs. Eigenbestand? Abgelehnt.
Was passiert, wenn man einer Verwaltung die richtigen Fragen stellt? Man bekommt Antworten, die mehr verraten, als beabsichtigt. So geschehen in Bergisch Gladbach: Die Ratsgruppe Bürgerpartei GL hat im März eine Anfrage zur Unterbringungssituation von Geflüchteten und Obdachlosen gestellt – und dabei die Brücke zur allgemeinen Wohnraumkrise geschlagen. Die Antworten der Verwaltung, die nun in zwei Schreiben vom 17. und 23. Juni 2026 vorliegen, zeichnen ein Bild, das nachdenklich stimmt.
„Nur Bestandsverwaltung“
Auf die Frage, was die Stadt gegen den dramatischen Rückgang geförderter Mietwohnungen unternimmt – von 1.694 im Jahr 2017 auf aktuell 1.357, mit einem prognostizierten Absturz auf 844 bis 2030 –, antwortet die Verwaltung mit einem bemerkenswerten Satz: Die Stadt führe „im Bereich des geförderten Wohnungsbaus ausschließlich die Bestandsverwaltung durch“.
Im Klartext: Bergisch Gladbach baut keine Sozialwohnungen. Die Stadt verwaltet nur, was andere gebaut haben. Die Fördermittel vergibt der Rheinisch-Bergische Kreis, die Investitionsentscheidungen treffen private Vorhabenträger. Die Stadt hat, so die Verwaltung wörtlich, „weder unmittelbaren Einfluss auf die Anzahl der geförderten Projekte im Stadtgebiet noch auf die Investitionsentscheidungen der jeweiligen Vorhabenträger“.
Als Gegenmaßnahmen nennt die Verwaltung die Wohnraumschutzsatzung und die Baulandstrategie mit einer 30-Prozent-Quote für geförderten Wohnungsbau bei Neubauvorhaben. Beides sind wichtige Instrumente – aber sie greifen nur, wenn private Investoren von sich aus bauen wollen. Einen eigenen Hebel hat die Stadt nicht.
2,36 Millionen Euro Miete – Tendenz steigend
Erstmals hat die Verwaltung die Entwicklung der reinen Mietausgaben für angemieteten Wohnraum zur Flüchtlingsunterbringung offengelegt. Die Zahlen aus dem Sachkonto 5422050:
Jahr
Mietausgaben
Veränd. ggü. Vorjahr
Kumuliert ab 2020
2020
1.497.085 €
–
1.497.085 €
2021
1.229.348 €
– 17,9 %
2.726.433 €
2022
1.716.272 €
+ 39,6 %
4.442.705 €
2023
1.876.701 €
+ 9,3 %
6.319.406 €
2024
2.303.822 €
+ 22,8 %
8.623.228 €
2025
2.262.570 €
– 1,8 %
10.885.798 €
2026
2.358.000 €
+ 4,2 %
13.243.798 €
In sieben Jahren hat die Stadt also rund 13,2 Millionen Euro an private Vermieter überwiesen – allein für Mietwohnungen zur Flüchtlingsunterbringung. Das sind rein konsumtive Ausgaben: Jeder Euro fließt ab, kein Quadratmeter gehört danach der Stadt. Und der Trend zeigt klar nach oben: Von 2020 bis 2026 sind die Mietausgaben um 57,5 Prozent gestiegen.
Vergleichsrechnung? „Erübrigt sich“
Besonders aufschlussreich ist die Antwort auf die Frage, ob die Verwaltung jemals verglichen hat, was günstiger ist: dauerhaft Wohnungen anzumieten oder selbst welche zu bauen. Die Antwort: Nein. Und das soll auch so bleiben.
Die Begründung: Eine Vergleichsrechnung mache „lediglich dann Sinn, wenn eine echte Entscheidung möglich ist, d.h. beide Optionen vorliegen“. Weil der Immobilienmarkt angespannt sei und Kaufpreise „weit über den amtlichen Bodenrichtwerten“ lägen, „erübrigt sich eine Vergleichsrechnung“.
Das klingt plausibel – übersieht aber einen entscheidenden Punkt: Die Ratsgruppe Bürgerpartei GL hatte in ihrem Haushaltsantrag zur Gründung der WEG GL gar nicht vorgeschlagen, Immobilien am freien Markt zu kaufen. Der Antrag sah vor, auf städtischen Grundstücken zu bauen – insbesondere auf den 2023 erworbenen Siemens-Liegenschaften und dem Zanders-Gelände, zusammen rund 275 Hektar. Diese Flächen gehören der Stadt bereits. Es gäbe keinen Grundstücksankauf zu überhöhten Preisen – die Grundstücke wären als Sacheinlage eingebracht worden.
Die Verwaltung argumentiert also gegen ein Szenario, das niemand vorgeschlagen hat – und liefert damit unfreiwillig das beste Argument für das Modell, das sie ablehnt.
WEG GL: Abgelehnt, aber nicht widerlegt
Am 24. März 2026 hatte der Rat den Antrag der Bürgerpartei GL zur Gründung einer städtischen Wohnentwicklungsgesellschaft mehrheitlich abgelehnt. Der Antrag sah eine GmbH in 100-prozentigem städtischen Eigentum vor, die mit 500.000 Euro Startkapital und städtischen Grundstücken als Sacheinlage ein Pilotprojekt von 120 Wohnungen realisiert – 30 Prozent Sozialwohnungen, 70 Prozent frei finanziert. Finanzierung über Bankkredite und Fördermittel, keine laufenden Zuschüsse.
Auf die erneute Nachfrage, ob die Verwaltung eine solche Gesellschaft fachlich für geeignet halte, verweist sie auf ihre Stellungnahme 0230/2026. Eine inhaltliche Antwort auf die Frage – ja oder nein – gibt sie nicht.
Was bleibt, sind die Zahlen: 13,2 Millionen Euro Miete in sechs Jahren, ohne einen Quadratmeter Eigentum. Ein Rückgang der Sozialwohnungen um fast 20 Prozent seit 2017, mit weiterem Absturz bis 2030. Eine Verdreifachung der Wohngeld-Haushalte. Und eine Verwaltung, die einräumt, im geförderten Wohnungsbau nur „Bestandsverwaltung“ zu betreiben.
Was folgt daraus?
Die Antworten der Verwaltung bestätigen ein Dilemma, das politisch noch nicht gelöst ist: Bergisch Gladbach gibt jährlich Millionen für Wohnraum aus, den es nicht besitzt – und hat kein Instrument, um selbst Wohnungen zu bauen. Die Baulandstrategie und die Wohnraumschutzsatzung sind sinnvolle Ergänzungen, aber sie ersetzen keine aktive Wohnungspolitik.
Die Bürgerpartei GL hat angekündigt, das Thema weiter zu verfolgen. Ratsmitglied Frank Samirae sagte gegenüber GL Aktuell: „Die Verwaltung hat uns die besten Argumente für die WEG GL selbst geliefert. 13,2 Millionen Euro Miete in sechs Jahren, steigende Tendenz, kein Vermögensaufbau – und gleichzeitig sitzt die Stadt auf 275 Hektar eigenen Flächen, auf denen sie bauen könnte. Wer das für wirtschaftlich vernünftig hält, muss es erklären.“
Erstmals stationiert die Feuerwehr Bergisch Gladbach ein Hubrettungsfahrzeug bei der Freiwilligen Feuerwehr: Am 29. Juni geht in Refrath die dritte Drehleiter in Dienst.
Die Feuerwehr Bergisch Gladbach bekommt eine dritte Drehleiter – und stationiert sie erstmals bei einer Einheit der Freiwilligen Feuerwehr. Am Montag, 29. Juni, wird das Hubrettungsfahrzeug beim Löschzug 10 in Refrath (Steinbreche 3) offiziell in Dienst gestellt.
Mit dem Schritt setzt die Stadt eine zentrale Maßnahme des Brandschutzbedarfsplans um: Vor allem im südöstlichen Stadtgebiet soll künftig schneller ein Hubrettungsfahrzeug verfügbar sein, um die Schutzziele für die Menschenrettung besser zu erreichen. Dass ein solches Fahrzeug dauerhaft bei der Freiwilligen Feuerwehr stationiert und von ehrenamtlichen Kräften besetzt wird, ist ein Novum in der Geschichte der Bergisch Gladbacher Feuerwehr.
Möglich wurde die dritte Drehleiter durch die Beschaffung zweier neuer Hubrettungsfahrzeuge: Die bisherige Drehleiter der Feuer- und Rettungswache 1 aus dem Jahr 2022 übernimmt nun der Löschzug 10. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte haben sich in den vergangenen Wochen mit Ausbildungen und Übungen auf die neue Aufgabe vorbereitet.
In Bergisch Gladbach werden seit Mai die neuen Gelben Tonnen verteilt. Bis Ende Januar 2027 gilt eine Übergangszeit, in der auch der Gelbe Sack noch genutzt werden kann.
Gelbe Tonne kommt zurück
Die Gelbe Tonne hält in Bergisch Gladbach Einzug: Seit Mai 2026 liefert die Firma Neuenhaus die neuen Behälter im Stadtgebiet aus, die Verteilung läuft noch bis Ende Oktober. Geleert werden die Tonnen erstmals regulär ab dem 1. Oktober 2026 – nach den Terminen im Abfallkalender.
Für den Übergang gilt eine großzügige Frist: Bis zum 31. Januar 2027 können sowohl Gelbe Säcke als auch die neuen Gelben Tonnen für Leichtverpackungen genutzt werden. Erst ab dem 1. Februar 2027 wird ausschließlich über die Tonne gesammelt.
Fragen zur Bereitstellung der Behälter und zur Abfuhr der Leichtverpackungen beantwortet die Neuenhaus GmbH als zuständiger Entsorgungspartner der Dualen Systeme – per E-Mail an gelbe-tonne@neuenhaus.com oder kostenlos unter 0800-8889060 (montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr).
Wegen Asphaltarbeiten ist die Annahmestation Birkerhof von Freitag, 26., bis Montag, 29. Juni geschlossen. Grünabfälle, Kartons und Papier können in dieser Zeit nicht abgegeben werden.
Wer in den letzten Juni-Tagen Grünschnitt oder Altpapier loswerden will, muss umdisponieren: Die Annahmestation Birkerhof in Bergisch Gladbach bleibt von Freitag, 26. Juni, bis einschließlich Montag, 29. Juni, geschlossen. Grund sind Bauarbeiten auf dem Gelände.
Dabei wird die Asphaltdecke des Betriebsgeländes ausgebessert. So sollen mögliche Unfallgefahren beseitigt werden und der Birkerhof wieder besser befahrbar sein, teilt die Stadt mit. In diesem Zeitraum bittet sie darum, keine Grünabfälle, Kartons und Papiere zur Annahmestation zu bringen.
Vor und nach den Arbeiten ist der Birkerhof wie gewohnt geöffnet: montags bis freitags von 8 bis 11.30 Uhr und von 13 bis 15.30 Uhr sowie samstags von 8 bis 11.45 Uhr.
Passend zur WM lädt die Stadtbücherei Bergisch Gladbach am 25. Juni zu einem Fußballnachmittag für Familien – mit Sticker-Tauschbörse und dem Bilderbuchkino „Die Fußballschafe“.
Die Fußball-WM 2026 begeistert Fans rund um den Globus – und am Donnerstag, 25. Juni, auch die Stadtbücherei Bergisch Gladbach. Sie lädt zu einem Fußballnachmittag für die ganze Familie mit zwei Angeboten.
Am 25. Juni lädt die Stadtbücherei Bergisch Gladbach zum Fußballnachmittag mit Sticker-Tauschbörse. (Grafik: Stadtbücherei Bergisch Gladbach / Canva
Den Auftakt macht von 14.30 bis 16 Uhr eine Sticker- und Kartentauschbörse zur WM. Eingeladen sind alle kleinen und großen Sammlerinnen und Sammler, die doppelte Panini-Sticker oder Sammelkarten gegen fehlende Motive tauschen möchten. Getauscht wird ausschließlich freiwillig und im gegenseitigen Einverständnis; Kauf und Verkauf sind nicht vorgesehen. Eine Anmeldung ist dafür nicht nötig.
Direkt im Anschluss beginnt um 16 Uhr das Bilderbuchkino „Die Fußballschafe. Flocke dribbelt los“ für Kinder ab vier Jahren. Darin träumt Schaf Flocke davon, Fußballstar zu werden – und lernt mit Hütehund Johnny, dass Teamgeist und Freundschaft mindestens so wichtig sind wie Tore. Die Geschichte von Wolfram Hänel, Ulrike Gerold und Susanne Errenst wird auf einer großen Leinwand gezeigt und gemeinsam gelesen; danach wird gebastelt.
Beide Veranstaltungen finden in der Stadtbücherei an der Hauptstraße 250 statt; der Veranstaltungsraum ist rollstuhlgerecht. Für das Bilderbuchkino ist eine kostenlose Anmeldung nötig – unter www.bergischgladbach.de/anmeldung-familienzeit-die-fussballschafe.aspx.
Mit den warmen Tagen füllen sich die Talsperren im Bergischen Land. Zum Saisonstart ruft der Wupperverband die wichtigsten Baderegeln in Erinnerung – Baden ist nur an vier offiziellen Stellen erlaubt.
Sonne, Hitze, volle Liegewiesen: An den bergischen Talsperren beginnt die Badesaison. Offiziell läuft sie schon seit dem 15. Mai und dauert bis zum 15. September. Zum Start erinnert der Wupperverband an die wichtigsten Regeln – für die eigene Sicherheit und zum Schutz von Gewässer und Natur.
Grundsätzlich gilt: Gebadet werden darf nur an offiziellen Badestellen. Die gibt es an vier Brauchwassertalsperren des Verbands – an der Bever-, Wupper-, Brucher- und Lingese-Talsperre. Alle entsprechen den EU-Vorgaben; die Wasserqualität ist nach Angaben des Verbands sehr gut und wird alle vier Wochen von den Gesundheitsämtern geprüft.
Schwimmen sollte man nur im mit Bojen markierten Bereich – und stets auf eigene Gefahr. Anders als im Schwimmbad gibt es keinen Beckenrand zum Ausruhen; die Talsperren sind unterschiedlich tief, teils wachsen Wasserpflanzen. Der Verband rät, die eigenen Kräfte realistisch einzuschätzen und bei großer Hitze den Kreislauf nicht zu überlasten. Vom Springen von Staumauern, Dämmen und Brücken rät er dringend ab: Der Wasserstand schwankt, am Grund können Steine liegen.
Auch sonst ist Rücksicht gefragt: Wegen der Brandgefahr sind Feuer und Grillen nur auf den offiziellen Campingplätzen erlaubt; Müll soll wieder mitgenommen werden. An der Bever-Talsperre sorgt zudem eine Ordnungspartnerschaft – unter anderem mit dem Oberbergischen Kreis, den Städten Wipperfürth und Hückeswagen sowie dem Forstamt – mit regelmäßigen Kontrollen für Sicherheit und Ordnung.
Neben dem Baden bieten die vier Talsperren weitere Freizeitmöglichkeiten wie Angeln, Tauchen und Bootssport. Weil es an heißen Tagen voll wird, bittet der Wupperverband alle Gäste um gegenseitige Rücksicht.
——— Bild (separat fürs Web): 2026-06-17_Wupperverband_Baderegeln_web.jpg Bildunterschrift: An vier Talsperren des Wupperverbands ist das Baden an offiziellen Stellen erlaubt – hier die Bever-Talsperre. (Foto: Wupperverband)
Am Samstag, 20. Juni, trainieren Berufs- und Freiwillige Feuerwehr, die Feuerwehrschule und das THW im ganzen Stadtgebiet gemeinsam den Ernstfall. Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr.
Symbolfoto Jugendfeuerwehr Bergisch Gladbach
Mehr Feuerwehr- und THW-Fahrzeuge als sonst und realitätsnahe Einsatzszenarien an mehreren Orten: Am Samstag, 20. Juni 2026, hält die Feuerwehr Bergisch Gladbach ihre große Jahresübung ab. Start ist um 13.30 Uhr an der Feuer- und Rettungswache 1 an der Paffrather Straße 175.
An der Übung beteiligen sich Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr, der Feuerwehr- und Rettungsdienstschule sowie eine Einheit des Technischen Hilfswerks (THW), Ortsverband Bergisch Gladbach. Im gesamten Stadtgebiet werden mehrere Übungsszenarien vorbereitet, die die Einheiten nacheinander abarbeiten.
Ziel sei es, das Zusammenspiel der unterschiedlichen Kräfte zu trainieren und Führung, Kommunikation und Einsatzabläufe unter möglichst realistischen Bedingungen zu erproben, teilt die Feuerwehr mit.
Für Anwohnerinnen und Anwohner kann es im Tagesverlauf zu vermehrtem Fahrbetrieb von Feuerwehr- und THW-Fahrzeugen kommen. Die Übung läuft unter Beachtung der Verkehrsregeln; eine Gefahr für die Bevölkerung besteht laut Feuerwehr nicht.
Zum Tag der Daseinsvorsorge am 23. Juni verweist der Wupperverband auf seine Rolle in der Wasserversorgung – und reduziert wegen der Trockenheit vorsorglich die Wasserabgabe aus der Großen Dhünn-Talsperre.
Am 23. Juni wird bundesweit der Tag der Daseinsvorsorge begangen – in diesem Jahr zum zehnten Mal unter dem Motto „Füreinander. Für dich. Für uns. Für alle.“ Aus diesem Anlass erinnert der Wupperverband an seine Aufgaben in der Wasserwirtschaft, die auch das Bergische Land betreffen.
Der Verband betreibt 14 Talsperren, darunter drei Trinkwassertalsperren: die Große Dhünn-Talsperre, die Herbringhauser und die Kerspe-Talsperre. Aus ihnen liefert er den Wasserwerken Rohwasser – eine wichtige Säule für die Versorgung von rund 900.000 Menschen im Verbandsgebiet. Weitere Talsperren regulieren die Wasserführung der Wupper, vor allem bei Hochwasser und in Trockenphasen.
Gerade die trockenen Winter- und Frühjahrsmonate machen sich bemerkbar: Seit März hat der Verband die Wasserabgabe aus der Großen Dhünn-Talsperre an die Dhünn nach eigenen Angaben maßvoll reduziert, um den Vorrat zu schonen. Die Trinkwasserversorgung sei weiterhin gesichert; dennoch bittet der Verband um einen sparsamen Umgang – etwa unnötigen Verbrauch zu vermeiden, Wassersparfunktionen zu nutzen und im Garten bewusst zu gießen.
Auch der Hochwasserschutz zählt zu den Aufgaben des Verbands. Mit seinem „Zukunftsprogramm Hochwasserschutz“ will er Menschen und Sachwerte im Einzugsgebiet der Wupper besser schützen. Hinweise, wie sich Bürgerinnen und Bürger selbst vor Hochwasser und Starkregen schützen können, stellt der Wupperverband auf seiner Website bereit.