Archiv | Aktuelles

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Bergisch Gladbach tritt wieder an: STADTRADELN 2026 startet Ende Mai

13 Mai 2026 von Felix Morgenstern

(Symbolbild)

In Bergisch Gladbach dreht sich ab dem 25. Mai wieder alles ums Fahrrad: Die Stadt beteiligt sich erneut an der bundesweiten Aktion STADTRADELN und ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, drei Wochen lang möglichst viele Wege klimafreundlich mit dem Rad zurückzulegen.

Bis zum 14. Juni sollen dabei möglichst viele Kilometer gesammelt und CO₂-Emissionen vermieden werden. Ziel der Kampagne ist es, den Radverkehr im Alltag zu stärken und ein Zeichen für nachhaltige Mobilität zu setzen.

„Alle Bürgerinnen und Bürger, Schulen, Vereine, Unternehmen und Institutionen sind eingeladen, mitzumachen und ihre mit dem Rad zurückgelegten Wege zu dokumentieren – egal ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit. Gemeinsam setzen wir auch dieses Jahr wieder ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität in Bergisch Gladbach“, erklärt Ragnar Migenda, Erster Beigeordneter der Stadt Bergisch Gladbach.

Teilnehmen können alle, die in Bergisch Gladbach wohnen, arbeiten, zur Schule gehen oder Mitglied eines Vereins sind. Ob alleine oder im Team – jede gefahrene Strecke zählt.

Die Anmeldung erfolgt online über die Plattform des STADTRADELN-Wettbewerbs. Unterstützt werden die Teilnehmenden dabei durch die kostenlose STADTRADELN-App. Mit ihr lassen sich die gefahrenen Kilometer per GPS automatisch erfassen und dem jeweiligen Team gutschreiben.

Gleichzeitig liefern die anonymisierten Daten der App der Stadt wichtige Erkenntnisse über das Mobilitätsverhalten der Bürgerinnen und Bürger. Diese Informationen sollen künftig helfen, die Radverkehrsplanung in Bergisch Gladbach weiter zu verbessern.

Mit der Aktion möchte die Stadt erneut möglichst viele Menschen motivieren, das Fahrrad stärker im Alltag zu nutzen – und damit aktiv zum Klimaschutz beizutragen.

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Neue Feuerwache in Refrath: Feuerwehr lädt Bürger erneut zur Diskussion ein

13 Mai 2026 von Felix Morgenstern

(Symbolbild)

Die Planungen für die neue Feuer- und Rettungswache 2 in Refrath gehen in die nächste Phase: Die Feuerwehr Bergisch Gladbach lädt deshalb Ende Mai zu einer weiteren Bürgerinformationsveranstaltung ein. Bürgerinnen und Bürger sollen dabei über den aktuellen Stand des Projekts sowie die nächsten Schritte informiert werden.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 27. Mai 2026, um 18 Uhr im Feuerwehrhaus 10 an der Steinbreche in Refrath statt. Gemeinsam mit dem beauftragten Architekturbüro will die Feuerwehr die aktuellen Planungen für den Neubau vorstellen und erläutern.

Bereits in den vergangenen Jahren hatte die Feuerwehr zusammen mit der Stadt Bergisch Gladbach in zwei Informationsveranstaltungen über das Vorhaben berichtet. Nun sollen die neuesten Entwicklungen präsentiert und offene Fragen beantwortet werden.

„Uns ist es wichtig, die Bürgerinnen und Bürger transparent über den aktuellen Sachstand des Projektes zu informieren und die weiteren Planungsschritte nachvollziehbar darzustellen“, erklärt Feuerwehrleiter Jörg Köhler.

Nach der Präsentation haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, mit Vertreterinnen und Vertretern der Feuerwehr sowie der Stadtverwaltung ins Gespräch zu kommen und Fragen zum Projekt zu stellen.

Eine Anmeldung für die Veranstaltung ist nicht erforderlich. Wer Unterstützung für die Teilnahme benötigt, wird gebeten, dies im Vorfeld mitzuteilen.

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Trickdiebstahl im Discounter: Mutter verfolgt Täter – Polizei nimmt 68-Jährigen fest

13 Mai 2026 von Felix Morgenstern

(Symbolbild)

Nach einem mutmaßlichen Trickdiebstahl in einem Discounter an der Hauptstraße hat die Polizei am Montagnachmittag einen 68-jährigen Mann vorläufig festgenommen. Ein zweiter Tatverdächtiger konnte trotz Fahndung entkommen.

Eine 44-jährige Frau aus Hoffnungsthal war gegen 17 Uhr gemeinsam mit ihren beiden kleinen Kindern einkaufen, als sie an einem Regal von einem unbekannten Mann angesprochen wurde. Kurz darauf bemerkte ihre siebenjährige Tochter, dass ein weiterer Mann offenbar das Portemonnaie aus der Handtasche der Mutter entwendet hatte, die im Einkaufswagen lag.

Die Frau suchte daraufhin den Mann, der sie zuvor angesprochen hatte, und entdeckte ihn im Kassenbereich wieder. Dort sprach sie lautstark auf ihn ein und versperrte ihm mit einem Einkaufswagen den Weg. Nach Angaben der Polizei reagierte der Mann hektisch und wurde gegenüber der Frau handgreiflich, bevor er aus dem Geschäft flüchtete.

Währenddessen hatte die Geschädigte ihren Ehemann informiert. Dieser bemerkte auf einem Parkplatz an der Katharina-Zinnicken-Straße einen verdächtigen Wagen mit ausländischem Kennzeichen. Im Fahrzeug saß bereits ein Mann, während ein weiterer auf das Auto zulief. Der Ehemann verfolgte den Flüchtenden und hielt ihn kurzzeitig am Arm fest. Der Mann riss sich jedoch los und bedrohte ihn, sodass er entkommen konnte. Anschließend stieg der Verdächtige in den wartenden Pkw, der davonfuhr.

Die alarmierte Polizei leitete sofort eine Fahndung ein. Ein Beamter entdeckte das Fahrzeug kurze Zeit später in Forsbach und nahm die Verfolgung auf. Auf dem Höhenweg stoppte der Wagen schließlich. Ein Beifahrer flüchtete zu Fuß in Richtung Bensberger Straße, während der Fahrer ausstieg und auf den Polizisten zuging. Der Beamte forderte ihn auf, sich auf den Boden zu legen. Der Mann kam der Aufforderung nach und ließ sich widerstandslos festnehmen.

Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 68-jährigen Mann ohne festen Wohnsitz. Er wurde ins Polizeigewahrsam nach Bergisch Gladbach gebracht.

Der flüchtige Tatverdächtige wird als etwa 50 Jahre alt und von kräftiger Statur beschrieben. Er trug einen schwarzen Vollbart sowie eine graue Mütze, dunkle Oberbekleidung und eine blaue Jeans.

Das gestohlene Portemonnaie der zweifachen Mutter wurde später im Discounter gefunden. Nach Polizeiangaben fehlte nichts, sodass die Frau ihr Eigentum vollständig zurückerhielt.

Die Polizei Rhein-Berg bittet Zeugen, die Hinweise auf den geflüchteten Mann geben können, sich beim Kriminalkommissariat 3 unter der Telefonnummer 02202 205-0 zu melden.

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Sparen hat Folgen – Wuchern hatte sie auch  —  BERGISCH GLADBACH  —  HAUSHALT 2026

Sparen hat Folgen – Wuchern hatte sie auch  —  BERGISCH GLADBACH  —  HAUSHALT 2026

13 Mai 2026 von Darian Lambert

Eine Erwiderung auf das Interview von Kämmerer Thore Eggert vom 12. Mai 2026

Von Frank Samirae, Vorsitzender der Ratsgruppe Bürgerpartei GL

Stadtkämmerer Thore Eggert mahnt im Bürgerportal, das Sparen werde Folgen haben. Das ist richtig. Was er verschweigt: Auch das Wuchern hatte Folgen – und zwar die, die er und seine Vorgänger jetzt durch Streichungen heilen sollen. Wer den Haushalt 2026 ehrlich diskutieren will, muss über beides reden.

Vier Millionen Euro müssen 2026 eingespart werden. 2027 sollen weitere fünf Millionen folgen. Eggert beschreibt die Umsetzung sachlich und differenziert. Daran ist nichts auszusetzen – die Verwaltung setzt um, was der Rat beschlossen hat. Problematisch ist nicht das Was, sondern das Wie der öffentlichen Kommunikation: Der Kämmerer beschreibt ausschließlich die Folgen der Streichung, nicht die Ursachen des Aufwuchses, der die Streichung überhaupt nötig macht. Das ist eine bequeme Diskursverschiebung.

Der „dauerhafte Konsolidierungsprozess“ ist eine Behauptung ohne Belege

Eggert sagt, Bergisch Gladbach befinde sich „seit Jahren in einem dauerhaften Konsolidierungsprozess“ und Aufgaben würden „immer wieder hinterfragt“. Eine im Auftrag der Ratsgruppe Bürgerpartei GL erstellte Strukturanalyse, die 13 Haushaltspläne der Stadt von 2014 bis 2026 mit Vergleichsdaten aus Paderborn, Siegen und Neuss prüft, kommt zu einem anderen Befund: Die Personalkosten der Stadt haben sich von 2014 bis 2026 nahezu verdoppelt – von 55,5 Millionen auf 110,8 Millionen Euro, ein Plus von 99,6 Prozent. In der Hauptphase 2017 bis 2022 wuchs der Stellenplan mit 5,36 Prozent pro Jahr – exakt innerhalb des Korridors, den der britische Historiker C. Northcote Parkinson 1957 für ungebremste Verwaltungsvermehrung empirisch ermittelt hat (5,17 bis 6,56 Prozent). Der Bertelsmann-Bundesschnitt für kommunale Personalmehrung im selben Zeitraum: 2,02 Prozent.

Wer in einer Phase mit dem 2,6-fachen des Bundesdurchschnitts wächst, befindet sich nicht in einem „Konsolidierungsprozess“. Er wächst. Die letzte schriftlich dokumentierte kritische Aufgabenprüfung der Stadt findet sich im Vorbericht zum Haushalt 2014, Seite 19. Seither: nichts mehr. Die Behauptung, Aufgaben würden „immer wieder hinterfragt“, ist eine Beschwörung, kein Befund.

Was Eggert nicht sagt: A16 plus 350 Prozent, A14 minus 28 Prozent

Im Eggert-Interview kommen die Worte „Hierarchiestruktur“, „Fachbereiche“ oder „Schnittstellen“ nicht vor. Genau dort liegt das Problem. Zwischen 2014 und 2026 sind die A16-Stellen – die teuersten leitenden Beamtenpositionen unterhalb der Beigeordneten – von 2 auf 9 gestiegen. Das ist ein Plus von 350 Prozent. Im selben Zeitraum ist die Zahl der A14-Stellen, also der mittleren Sachgebietsleitungen, von 16 auf 11,5 gefallen – minus 28 Prozent. Die Verwaltungsspitze hat sich also vervierfacht, während die operative mittlere Ebene geschrumpft ist. Genau dieses Muster hat Parkinson als ersten Triebmechanismus von Verwaltungswucherung beschrieben: Vorgesetzte vermehren Untergebene, nicht Konkurrenten.

Paderborn, eine Stadt mit 158.000 statt unserer 114.500 Einwohner und sogar stärkerem Bevölkerungswachstum, zeigt in denselben Daten ein völlig anderes Bild: A16 von 5 auf 6 (+20 Prozent), A14 von 14 auf 18 (+29 Prozent). Proportionales Wachstum auf allen Ebenen. Kein Top-Heavy-Effekt. Wachsen ist also nicht das Problem – wir haben ein Strukturproblem, das es in vergleichbaren NRW-Mittelstädten so nicht gibt.

Die Zahl der Reibungspunkte hat sich fast verdreifacht

Aus 8 Fachbereichen 2014 sind 10 Fachbereiche plus 3 Stabsstellen geworden. Die Zahl der möglichen bilateralen Schnittstellen zwischen Organisationseinheiten – nach der Standardformel n × (n–1) / 2 – ist damit von 28 auf 78 gestiegen, ein Plus von 179 Prozent. Jede dieser zusätzlichen Schnittstellen erzeugt nach der Theory of Constraints (Goldratt 1997, Kendall 2003) Koordinationsaufwand, Bad Multitasking, längere Bearbeitungszeiten. Paderborn arbeitet seit über zwölf Jahren mit unveränderten 5 Dezernaten – das sind 10 Schnittstellen, konstant. Wer sich fragt, warum in Bergisch Gladbach trotz wachsendem Apparat Vorgänge länger dauern als anderswo, findet hier eine quantitativ messbare Erklärung.

„Pflichtaufgaben“ ist die falsche Erklärung – die Daten zeigen es

Eggert verweist auf Pflichtaufgaben und Tarifsteigerungen. Beides existiert. Aber: Eine Treiber-Zerlegung der Personalkosten 2014–2024 zeigt, dass von dem jährlichen Anstieg von 5,72 Prozent nur 2,51 Prozent auf Tarif und Versorgung entfallen – das ist der unvermeidliche Sockel aus TVöD und Pensionsanpassungen, der in allen Vergleichsstädten zwischen 2,0 und 2,5 Prozent liegt. Die restlichen 3,21 Prozent sind purer Stellenaufwuchs. Pflichtaufgaben erklären den Sockel, nicht den darüberliegenden Mehraufwuchs. Das eine ist Schicksal, das andere ist Entscheidung.

Die Verwaltung wünscht sich konkrete Vorschläge – sie liegen vor

Eggert äußert den Wunsch, „häufiger konkrete Vorschläge“ zu hören, wo Ausgaben reduziert werden könnten. Diese Vorschläge liegen seit Wochen vor und folgen direkt aus der Strukturanalyse:

  • Plafond für A16-Spitzenposten – Rückführung auf den Stand 2018 bis 2030.
  • Zusammenlegung von Fachbereichen statt weiterer Aufsplitterung.
  • Befristung von Fachbereichsleitungen auf fünf Jahre.
  • Wiederbelebung der kritischen Aufgabenprüfung, wie sie 2014 zuletzt durchgeführt wurde.
  • Externe Personalprüfung durch die Gemeindeprüfungsanstalt NRW (gpaNRW) 2026/2027.
  • Begrenzung von Entscheidungsgremien auf unter 20 Mitglieder – die Empirie zeigt, dass Gremien jenseits dieser Größe signifikant ineffizient werden.

Keiner dieser Vorschläge taucht in Eggerts Pressestatement auf. Die Verwaltung diskutiert lieber den Streit über die kurzfristige Reparatur des Strundetalwegs als die strukturellen Ursachen eines verdoppelten Personalbudgets. Das ist nachvollziehbar – aber kein Ersatz für strukturelle Antworten.

Der 50-Millionen-Euro-Elefant im Raum

Eggert erwähnt am Rande, dass das geplante Haushaltsdefizit von rund 50 Millionen Euro durch die Vier-Millionen-Streichung „keine Auswirkungen“ erfährt. Das ist der eigentliche Befund des Interviews. Bergisch Gladbach hat ein strukturelles Defizit, das durch Plafond-Streichungen nicht ansatzweise erreicht wird. Wer dieses Defizit ernsthaft adressieren will, muss an die strukturellen Treiber – an A16-Inflation, Fachbereichs-Vervielfachung und Schnittstellen-Wachstum. Wer das nicht will, kürzt jedes Jahr weiter an Sachkosten, bis Soziales und Feuerwehr nicht mehr funktionieren. Das wird übrigens, wie Eggert zu Recht warnt, „Folgen haben“.

Was die Bürgerpartei vom Rat erwartet

Die Bürgerpartei GL hat den Haushaltsbeschlüssen vom März zugestimmt, weil sie der erste Eingriff seit Jahren waren, der den Stellenautomatismus bremst. Das war ein Anfang, kein Ende. Wir erwarten von der Verwaltung, dass sie zum nächsten Hauptausschuss eine Stellungnahme zu den oben genannten sechs Vorschlägen vorlegt. Wir erwarten von den anderen Fraktionen, dass sie zwischen rhetorischer Bedauerns-Geste („heute gibt es nur Verlierer“) und struktureller Reformbereitschaft endlich unterscheiden. Und wir erwarten von der Öffentlichkeit, dass sie sich die Frage stellt, warum eine Stadtverwaltung mit 1.528 Stellen für 114.500 Einwohner doppelt so viele A16-Posten braucht wie vor zwölf Jahren.

Sparen hat Folgen, sagt der Kämmerer. Das stimmt.

Vier Millionen zu streichen tut weh. Hundert Millionen unkontrolliert wachsen zu lassen, hätte schon vor zehn Jahren wehtun müssen.

Datenbasis und Methodik

Sämtliche Zahlen entstammen einer auf Veranlassung der Ratsgruppe Bürgerpartei GL erstellten Strukturanalyse Bergisch Gladbach / Paderborn / Siegen / Neuss 2014–2026 (Version 3.0, Mai 2026). Datenbasis: 13 Haushaltspläne der Stadt Bergisch Gladbach inkl. Nachtragshaushalt 2025, Stellenpläne Paderborn 2006–2026, Personal- und Organisationsbericht Paderborn 2025, Dezernatsverteilungspläne 2013 und 2025, Beteiligungsberichte und ZEG/IPGL-Wirtschaftspläne. Theoretischer Rahmen: Parkinson 1957; Klimek/Hanel/Thurner, SFI WP 2008-12-055; Goldratt, Critical Chain 1997; Kendall, Project Portfolio Management 2003/2004; Bertelsmann Finanzreport 2025.

Bias-Hinweis: Der Verfasser ist Vorsitzender der Ratsgruppe Bürgerpartei GL im Stadtrat Bergisch Gladbach und hat ein politisches Interesse an Strukturkritik. Die Analyse stützt sich ausschließlich auf Primärdaten der jeweiligen Stadtverwaltungen und ist auf Anfrage einsehbar.

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Wartungsarbeiten im Tunnel Gohrsmühle: Sperrung Anfang April

02 April 2026 von Felix Morgenstern

(Foto: Stadt Bergisch Gladbach)

In Bergisch Gladbach kommt es in der kommenden Woche zu Verkehrsbehinderungen: Aufgrund von Wartungsarbeiten an sicherheitstechnischen Anlagen wird der Tunnel An der Gohrsmühle/Jakobstraße zeitweise gesperrt.

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, ist der Tunnel von Dienstag, 7. April, ab 7 Uhr bis Mittwoch, 8. April, um 16 Uhr in Fahrtrichtung Jakobstraße nicht befahrbar. Der Verkehr in Richtung Gohrsmühle bleibt hingegen durchgehend möglich.

Um die Einschränkungen möglichst gering zu halten, wird der Verkehr stadtauswärts unterschiedlich geführt: Am ersten Tag erfolgt eine Umleitung über die Gegenfahrbahn, am zweiten Tag bleibt der Verkehr auf der regulären Spur. Somit ist jeweils nur eine Fahrtrichtung von den Maßnahmen betroffen.

Für Autofahrerinnen und Autofahrer, die in Richtung Jakobstraße unterwegs sind, wird eine Umleitung eingerichtet. Diese führt über den Bahnübergang an der Tannenbergstraße und wird entsprechend ausgeschildert.

Die Stadt bittet alle Verkehrsteilnehmenden um Verständnis für die notwendigen Arbeiten, die der Sicherheit im Tunnel dienen.

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Bunte Warnsignale gegen Taschendiebe in Bergisch Gladbach

01 April 2026 von Felix Morgenstern

(Symbolbild)

In der Innenstadt von Bergisch Gladbach sorgt derzeit eine ungewöhnliche Aktion für Aufmerksamkeit: Leuchtende Symbole auf dem Boden der Fußgängerzone sollen Passanten für die Gefahr von Taschendiebstahl sensibilisieren – und entwickeln sich dabei zum echten Hingucker und Gesprächsthema.

Seit Dienstag hat die Kriminalprävention der Polizei Rhein-Berg an rund 20 Stellen farbige Warnhinweise aufgesprüht. Die auffälligen Symbole zeigen ein Warndreieck in Signalfarben und machen auf die Risiken aufmerksam, die insbesondere in belebten Einkaufsbereichen bestehen. Gerade mit Blick auf das bevorstehende Ostergeschäft sind derzeit besonders viele Menschen in der Innenstadt unterwegs.

Zwar ist die Zahl der Taschendiebstähle im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, aus Sicht der Polizei bleibt die Entwicklung jedoch weiterhin unbefriedigend. Umso wichtiger sei es, die Bevölkerung aktiv zu informieren und zu sensibilisieren.

Die Aktion zeigt bereits Wirkung. Während der Sprüharbeiten kamen die Einsatzkräfte mit zahlreichen Passanten ins Gespräch. Viele äußerten sich positiv über die Maßnahme. Ein Besucher aus Kürten-Biesfeld lobte, dass die Aktion sofort für mehr Aufmerksamkeit sorge. Auch andere Bürgerinnen und Bürger betonten, dass die auffälligen Symbole sie direkt zum Nachdenken gebracht hätten – gerade weil Taschendiebstahl im Alltag oft unterschätzt werde.

Auch aus Sicht der Polizei ist die Resonanz ein Erfolg. Stefan Lurz, Leiter des Kriminalkommissariats für Prävention und Opferschutz, zeigte sich zufrieden: Ziel sei es gewesen, Menschen unmittelbar zu erreichen und ins Gespräch zu kommen – genau das sei gelungen. Die vielen Rückmeldungen und spontanen Beratungsgespräche vor Ort unterstreichen demnach den Nutzen solcher niedrigschwelligen Präventionsmaßnahmen.

Die bunten Warnhinweise werden allerdings kein dauerhaftes Stadtbild prägen. Durch Witterungseinflüsse werden sie in den kommenden Tagen nach und nach verblassen. Für einen kurzen Zeitraum aber setzen sie ein deutlich sichtbares Zeichen – und erinnern daran, im Gedränge der Innenstadt besonders achtsam zu sein.

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E-Scooter-Diebstahl eskaliert: Täter bedroht Hausbewohner mit Waffe

30 März 2026 von Felix Morgenstern

(Symbolbild)

Bergisch Gladbach. Ein versuchter Diebstahl eines E-Scooters ist am späten Freitagabend im Stadtteil Bensberg dramatisch eskaliert. Ein 34-jähriger Mann aus Leverkusen soll den Besitzer des Rollers mit einer Waffe bedroht haben, nachdem dieser ihn auf frischer Tat ertappt hatte.

Nach Angaben der Polizei wurde gegen 23:30 Uhr ein Anwohner der Straße Burggraben durch verdächtige Geräusche aus seinem Hinterhof aufgeschreckt. Als er aus dem Fenster blickte, bemerkte er einen Unbekannten, der gerade dabei war, seinen E-Scooter aus einer Gartenlaube zu entwenden. Der Hausbewohner sprach den Mann sofort an, woraufhin dieser den Roller fallen ließ und die Flucht ergriff.

Der Geschädigte nahm die Verfolgung auf und konnte den mutmaßlichen Dieb wenig später einholen. Es kam zu einem Gerangel, bei dem der Bewohner leicht verletzt wurde. Der Täter konnte sich jedoch losreißen und erneut flüchten.

In der Folge eskalierte die Situation: Um seinen Verfolger abzuschütteln, zog der Mann plötzlich eine Schusswaffe und richtete sie auf den Hausbewohner. Dieser brach daraufhin die Verfolgung ab, während der Täter in Richtung Schloss Bensberg flüchtete.

Die alarmierte Polizei leitete umgehend eine Fahndung ein. Kurz darauf konnten Beamte an einer Bushaltestelle im Bereich Wipperfürther Straße / Kardinal-Schulte-Straße einen Verdächtigen stellen, auf den die Beschreibung des Opfers zutraf. In unmittelbarer Nähe fanden die Einsatzkräfte zudem eine sogenannte PTB-Waffe.

Der 34-jährige Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen und zur Polizeiwache gebracht. Aufgrund gesundheitlicher Beschwerden kam er anschließend in ein Krankenhaus. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Diebstahls mit Waffen und Körperverletzung ermittelt.

Die Polizei prüft derzeit die genauen Hintergründe der Tat.

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Flammen auf der Baustelle: Dachstuhlbrand in Refrath sorgt für Großeinsatz

28 März 2026 von Felix Morgenstern

(tatsächliche Aufnahme)

Bergisch Gladbach-Refrath. Ein Dachstuhlbrand hat am Freitagmittag im Stadtteil Refrath einen umfangreichen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Gegen 11:30 Uhr gingen bei der Leitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises mehrere Notrufe ein, die von einer starken Rauchentwicklung in der Straße Wickenpfädchen berichteten.

Bereits auf der Anfahrt konnten die ersten Einsatzkräfte die Rauchwolken deutlich erkennen. Schnell bestätigte sich die Lage: Im Bereich einer Baustelle war es offenbar während Dachdeckerarbeiten zu einem Brand gekommen. Mehrere Anrufer hatten unabhängig voneinander Alarm geschlagen.

Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten alle Bewohner des betroffenen Hauses sowie die auf der Baustelle tätigen Personen das Gebäude bereits verlassen. Verletzt wurde niemand.

Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. Neben den Feuerwachen 1 und 2 waren auch die Löschzüge aus Refrath und der Stadtmitte sowie der Einsatzführungsdienst und ein Rettungswagen im Einsatz. Insgesamt waren rund 45 Kräfte beteiligt.

Die Brandbekämpfung erfolgte sowohl im Innen- als auch im Außenangriff unter Atemschutz. Den Einsatzkräften gelang es, das Feuer zügig unter Kontrolle zu bringen. Allerdings mussten im Anschluss aufwendig Glutnester im Dachbereich freigelegt und gelöscht werden. Dafür wurde Teile der Innenverkleidung geöffnet.

Während der Löscharbeiten blieb die Straße Wickenpfädchen vollständig gesperrt. Auch auf der Dolmanstraße kam es zeitweise zu Verkehrsbehinderungen durch eingerichtete Bereitstellungsräume.

Der Einsatz dauerte bis etwa 14:30 Uhr an. Parallel stellten andere Löschzüge den Brandschutz an den verwaisten Feuerwachen sicher.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Brandursache aufgenommen. Erste Hinweise deuten auf einen Zusammenhang mit den laufenden Dacharbeiten hin.

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Verkehrskontrolle in Overath: Polizei nimmt drei Männer fest

26 März 2026 von Felix Morgenstern

Verdacht auf Diebstahl, Drogenkonsum und illegalen Aufenthalt

(Symbolbild)

Overath. Eine routinemäßige Verkehrskontrolle hat am Dienstagabend in Overath zur vorläufigen Festnahme von drei Männern geführt. Die Polizei entdeckte dabei mutmaßliches Diebesgut im Fahrzeug sowie Hinweise auf weitere Straftaten.

Die Beamten hatten den Pkw gegen 19.15 Uhr auf der Hauptstraße angehalten. Bereits bei der Kontrolle ergaben sich erste Auffälligkeiten: Der Fahrer konnte keine gültige Fahrerlaubnis vorweisen. Ein freiwillig durchgeführter Drogenvortest verlief zudem positiv, sodass der Verdacht bestand, dass er unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand.

Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fanden die Einsatzkräfte eine größere Menge an noch originalverpackten Waren, darunter Kosmetikartikel, Batterien und Zigaretten. Einen Eigentumsnachweis konnten die drei Insassen nicht erbringen. Zusätzlich entdeckte die Polizei im Fahrzeug Drogenutensilien.

Im Zuge der Identitätsüberprüfung ergaben sich weitere Hinweise: Bei allen drei Männern besteht der Verdacht, dass sie sich illegal in Deutschland aufhalten.

Einer der Festgenommenen war bereits einen Tag zuvor in Köln wegen eines mutmaßlichen Ladendiebstahls aufgefallen. Nach Angaben der Polizei soll er in einem Discounter mehrere Zigarettenpackungen in einen Rucksack gesteckt haben, während zwei Begleiter eine Kassiererin ablenkten.

Die Polizei nahm alle drei Männer vorläufig fest und brachte sie zur Wache nach Bergisch Gladbach. Nach Abschluss erster Maßnahmen wurden sie zunächst wieder entlassen. Die Ermittlungen dauern an.

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Bergisch Gladbach und Odenthal bündeln Kräfte im Brandschutz

26 März 2026 von Felix Morgenstern

Kooperation soll Effizienz steigern und Einsatzkräfte entlasten

(Symbolbild)

Bergisch Gladbach/Odenthal. Die Feuerwehren der Städte Bergisch Gladbach und Odenthal rücken künftig auch organisatorisch enger zusammen. Beide Kommunen haben eine interkommunale Zusammenarbeit vereinbart, bei der zentrale Werkstattleistungen künftig von der Feuerwehr Bergisch Gladbach übernommen werden.

Im Fokus der Kooperation stehen technisch anspruchsvolle und sicherheitsrelevante Aufgaben wie die Wartung von Atemschutzgeräten, die Pflege von Schläuchen sowie die Reinigung und Instandhaltung von Einsatzkleidung. Diese Arbeiten erfordern spezialisierte Ausstattung und qualifiziertes Fachpersonal – Ressourcen, die nicht jede Kommune in vollem Umfang selbst vorhalten kann.

Durch die Vereinbarung greift die Gemeinde Odenthal künftig auf die bestehende Infrastruktur in Bergisch Gladbach zurück. Eigene kostenintensive Werkstattkapazitäten können dadurch reduziert werden, während gleichzeitig hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards gewährleistet bleiben.

Ein zentrales Element der Zusammenarbeit ist ein gemeinsamer Gerätepool. Dieser soll die Beschaffung effizienter machen und Kosten senken. Odenthal entscheidet dabei selbst über den benötigten Umfang an Ausrüstung und zahlt eine pauschale Gebühr pro Gerät. Für beide Kommunen ergibt sich daraus eine besser planbare Haushaltsbelastung.

Neben wirtschaftlichen Vorteilen versprechen sich die Verantwortlichen auch operative Verbesserungen. Einheitliche Technik erleichtere die Zusammenarbeit an Einsatzstellen, betonen beide Seiten. Zudem werde die Feuerwehr Bergisch Gladbach durch eine höhere Auslastung ihrer bestehenden Infrastruktur gestärkt, ohne dass zusätzliche Kosten für den städtischen Haushalt entstehen.

Bergisch Gladbachs Bürgermeister Marcel Kreutz sieht in der Vereinbarung ein Beispiel für funktionierende kommunale Kooperation: Man nutze vorhandene Strukturen effizienter und stärke gleichzeitig die Sicherheit in der Region. Auch Odenthals Bürgermeisterin Laura Lundberg betont die wachsenden Anforderungen an Technik und Qualitätssicherung, denen durch die Zusammenarbeit besser begegnet werden könne.

Aus Sicht der Feuerwehrführung bringt die Kooperation vor allem fachliche Vorteile. Die Wartung sicherheitsrelevanter Ausrüstung erfordere zunehmend spezialisierte Infrastruktur und umfangreiche Dokumentationspflichten, erklärt Bergisch Gladbachs Feuerwehrleiter Jörg Köhler. Gemeindebrandinspektor Axel Staehler aus Odenthal hebt hervor, dass die ehrenamtlichen Einsatzkräfte durch die Entlastung im Hintergrund mehr Zeit für ihre eigentliche Aufgabe gewinnen – den Schutz der Bevölkerung.

Die Vereinbarung basiert auf den gesetzlichen Regelungen zur kommunalen Zusammenarbeit in Nordrhein-Westfalen und ist unbefristet angelegt. Beide Kommunen sehen darin ein Modell mit Signalwirkung für den gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis.

Angesichts steigender Anforderungen im Brandschutz dürfte die interkommunale Zusammenarbeit künftig weiter an Bedeutung gewinnen. Die Kooperation zwischen Bergisch Gladbach und Odenthal könnte dabei als Vorbild für weitere Städte und Gemeinden dienen.

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