Zum Tag der Daseinsvorsorge am 23. Juni verweist der Wupperverband auf seine Rolle in der Wasserversorgung – und reduziert wegen der Trockenheit vorsorglich die Wasserabgabe aus der Großen Dhünn-Talsperre.
Am 23. Juni wird bundesweit der Tag der Daseinsvorsorge begangen – in diesem Jahr zum zehnten Mal unter dem Motto „Füreinander. Für dich. Für uns. Für alle.“ Aus diesem Anlass erinnert der Wupperverband an seine Aufgaben in der Wasserwirtschaft, die auch das Bergische Land betreffen.
Der Verband betreibt 14 Talsperren, darunter drei Trinkwassertalsperren: die Große Dhünn-Talsperre, die Herbringhauser und die Kerspe-Talsperre. Aus ihnen liefert er den Wasserwerken Rohwasser – eine wichtige Säule für die Versorgung von rund 900.000 Menschen im Verbandsgebiet. Weitere Talsperren regulieren die Wasserführung der Wupper, vor allem bei Hochwasser und in Trockenphasen.
Gerade die trockenen Winter- und Frühjahrsmonate machen sich bemerkbar: Seit März hat der Verband die Wasserabgabe aus der Großen Dhünn-Talsperre an die Dhünn nach eigenen Angaben maßvoll reduziert, um den Vorrat zu schonen. Die Trinkwasserversorgung sei weiterhin gesichert; dennoch bittet der Verband um einen sparsamen Umgang – etwa unnötigen Verbrauch zu vermeiden, Wassersparfunktionen zu nutzen und im Garten bewusst zu gießen.
Auch der Hochwasserschutz zählt zu den Aufgaben des Verbands. Mit seinem „Zukunftsprogramm Hochwasserschutz“ will er Menschen und Sachwerte im Einzugsgebiet der Wupper besser schützen. Hinweise, wie sich Bürgerinnen und Bürger selbst vor Hochwasser und Starkregen schützen können, stellt der Wupperverband auf seiner Website bereit.
Die Stadt Bergisch Gladbach hebt die Hebesätze für Grundsteuer B und Gewerbesteuer um jeweils 25 Punkte an. Die rückwirkend für 2026 geltenden Änderungsbescheide werden im Juli verschickt.
Die Stadt Bergisch Gladbach passt die Hebesätze für die Grundsteuer B und die Gewerbesteuer an. Der Rat der Stadt hatte die Erhöhung um jeweils 25 Punkte am 24. März 2026 beschlossen; die neue Hebesatzsatzung wurde am 2. April 2026 im Amtsblatt veröffentlicht.
Die entsprechenden Änderungsbescheide sollen im Juli verschickt werden und gelten rückwirkend für das Jahr 2026. „Nach der Veröffentlichung der neuen Hebesatzsatzung im Amtsblatt am 2. April 2026 werden die entsprechenden Änderungsbescheide im Juli verschickt. Die Bescheide gelten rückwirkend für das Jahr 2026″, so Stadtkämmerer Thore Eggert.
Was bedeutet die Anpassung für Steuerpflichtige? Durch die neuen Hebesätze ändern sich die Beträge der Grundsteuer B und der Gewerbesteuer. Die Nachforderung für 2026 wird nicht sofort in einer Summe fällig: Der zusätzliche Betrag wird auf die noch ausstehenden Zahlungstermine am 15. August und 15. November 2026 verteilt.
Wer möchte, kann die voraussichtliche Änderung schon jetzt selbst berechnen. Grundlage ist der jeweilige Messbetrag, der im Grundsteuer- beziehungsweise Gewerbesteuermessbescheid des Finanzamts ausgewiesen ist und auch im aktuellen Jahresbescheid oder im zuletzt erhaltenen Änderungsbescheid der Stadt aufgeführt wird. Der Messbetrag wird mit dem neuen Hebesatz multipliziert; die Differenz zur bisher festgesetzten Steuer verteilt sich anschließend auf die beiden verbleibenden Zahlungstermine.
Die Grundbesitzabgabenbescheide für 2026 werden vollständig neu berechnet. Dabei kann es vorkommen, dass in den Bescheiden bisherige Werte mit „0″ ausgewiesen werden. Hintergrund ist die technische Darstellung der verwendeten Fachsoftware, die alte und neue Werte gegenüberstellt, um die Änderungen nachvollziehbar zu machen.
„Diese Darstellung dient ausschließlich der rechnerischen Erläuterung und bedeutet nicht, dass frühere Steuerfestsetzungen aufgehoben wurden. Die bereits festgesetzten und fälligen Beträge zum 15. Februar und 15. Mai 2026 bleiben weiterhin gültig“, erläutert Stadtkämmerer Eggert.
Kurz vor dem Versand der Änderungsbescheide will die Stadt weitere Informationen zu Versand und Bescheiden veröffentlichen. Zudem sollen rechtzeitig Hinweise zu den Zuständigkeiten von Stadtverwaltung und Finanzamt bereitgestellt werden.
Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums setzen Zeichen für lebendige Erinnerungskultur und decken ungelöste NS-Verbrechen in Bensberg auf
Mit der feierlichen Verlegung zweier Stolpersteine vor der Schloßstraße 46–50 wird seit dem heutigen Freitag dauerhaft an die ukrainischen Zwangsarbeiter Konstantin Wladimirow und Walery Winogradow erinnert. Das bemerkenswerte Erinnerungsprojekt basiert auf der zweijährigen, intensiven Forschungsarbeit von Schülerinnen und Schülern des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) Bensberg, die im Stadtarchiv zudem auf die Spuren eines bislang unaufgeklärten Kriegsverbrechens stießen.
Die neu verlegten Stolpersteine markieren einen historischen Ort des Leidens: Während des Zweiten Weltkriegs befand sich an der Schloßstraße ein Lager für sogenannte „Ostarbeiter“. Die beiden jungen Ukrainer Konstantin Wladimirow und Walery Winogradow wurden von den deutschen Besatzern aus ihrer Heimat verschleppt und zur Zwangsarbeit gezwungen. Nach dem aktuellen Stand der historischen Recherchen wurden sie im November 1944 von Köln nach Bensberg verlegt. Hier mussten sie für das örtliche Tiefbauamt unter anderem beim Bau von Verteidigungsanlagen schwerste körperliche Arbeit verrichten.
Schüler decken Ungereimtheiten im Stadtarchiv auf
Im Zuge ihrer Recherchen im Stadtarchiv Bergisch Gladbach stießen die Jugendlichen auf die Dokumentation eines erschütternden Ereignisses, das bis heute Fragen aufwirft. Laut dem amtlichen Sterbebuch wurden Konstantin Wladimirow und Walery Winogradow am 22. März 1945 – nur wenige Wochen vor dem Ende des Nationalsozialismus – im Schlosspark Bensberg erschossen. Da zahlreiche Originaldokumente zum Tathergang in den Wirren der Nachkriegszeit verschwanden oder gezielt vernichtet wurden, blieben zentrale Fragen zu den genauen Umständen jahrzehntelang ungeklärt.
Die Schülerinnen und Schüler gaben sich mit den bestehenden Lücken nicht zufrieden. Sie weiteten ihre Nachforschungen auf Unterlagen des Bundesarchivs sowie des NS-Dokumentationszentrums Köln aus und hinterfragten die bislang in der Lokalgeschichte verbreitete Darstellung. Diese stützte sich maßgeblich auf ein einzelnes Dokument aus dem Jahr 1948. Bei der Quellenanalyse entdeckte das Projektteam eine bislang kaum beachtete Zeugenaussage des damaligen Zwangsarbeiters Semjon Gryzak. Seine Schilderungen werfen ein völlig neues Licht auf den Ablauf der Geschehnisse und werfen dringende neue Fragen bezüglich der verantwortlichen Täter auf.
Ausstellung und breites öffentliches Interesse
Direkt im Anschluss an die Verlegung präsentierten die Schüler im Otto-Hahn-Gymnasium eine eigens erarbeitete Ausstellung zu ihren Ergebnissen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie geladene Gäste nutzten die Gelegenheit, sich tiefgehend über die Biografien der beiden jungen Männer sowie über die Rolle des Schlosses Bensberg während der NS-Diktatur zu informieren.
Das Projekt reiht sich nahtlos in das langjährige, erfolgreiche Engagement der Schule für die lokale Geschichtsarbeit ein. Bereits im Jahr 2024 wurde der zuständige Projektkurs mit dem Heimatpreis der Stadt Bergisch Gladbach ausgezeichnet. Im darauffolgenden Jahr 2025 setzten die Jugendlichen mit der Errichtung zweier Informationsstelen im Schlosspark ein weiteres sichtbares Zeichen; diese erinnern seither an die Nationalpolitische Erziehungsanstalt (NAPOLA) Bensberg sowie an das dortige Außenlager des KZ Buchenwald.
Die neuen Stolpersteine in der Schloßstraße leisten nun einen weiteren, unschätzbaren Beitrag zur Erinnerungskultur vor Ort. Sie holen das Schicksal von Konstantin Wladimirow und Walery Winogradow aus der Anonymität und führen den Passanten täglich vor Augen, dass nationalsozialistische Gewalt und Willkür kein fernes Phänomen waren, sondern mitten im Herzen von Bensberg stattfanden.
Doppel-Informationsveranstaltung: Effektiver Schutz vor Wohnungseinbrüchen und Aufklärung über perfide Betrugsmaschen gegen Senioren
Vorsorge ist besser als Nachsorge – nach dieser bewährten Devise lädt die Bürgerpartei GL alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer hochaktuellen Doppel-Veranstaltung im Rahmen ihrer offenen Mitgliederversammlung ein. Am kommenden Mittwochabend widmet sich die Fraktion im großen Ratssaal gleich zwei brennenden Sicherheitsthemen, die vielen Menschen in Bergisch Gladbach am Herzen liegen: der Einbruchsprävention und dem Schutz vor Kriminalität zum Nachteil von Seniorinnen und Senioren. Experten der Kriminalpolizei werden an diesem Abend praxisnahe Aufklärung leisten.
Teil 1: Einbrechern das Handwerk legen
Angesichts der spürbaren Sorgen vor Wohnungseinbrüchen bietet die Bürgerpartei GL eine Plattform, um fundierte Informationen zu Vorbeugemöglichkeiten aus erster Hand zu erhalten. Fachleute der Polizei werden in einem umfassenden Vortrag zeigen, wie man das eigene Zuhause effektiv schützen kann. Dass Prävention wirkt, belegt die polizeiliche Erfahrung deutlich: Weit über 40 Prozent der Wohnungseinbrüche bleiben im bloßen Versuchsstadium stecken – nicht zuletzt wegen mechanischer und elektronischer Sicherungseinrichtungen. Neben technischer Beratung werden wertvolle Verhaltenstipps vermittelt und aufgezeigt, wie auch aufmerksame Nachbarn Täter abschrecken können.
Teil 2: Zusatzvortrag „KANN MIR NICHT PASSIEREN!“ – UND WAS, WENN DOCH?
Direkt im Anschluss beleuchtet die Polizei eine weitere, besonders perfide Form der Kriminalität. Ob Schockanrufe von vermeintlichen Verwandten, dreiste Täuschungen durch falsche Bankmitarbeiter oder das emotionale Ausnutzen beim sogenannten „Romance Scamming“ (Liebesbetrug im Internet) – die Maschen der Betrüger werden immer professioneller und skrupelloser. Dieser Zusatzvortrag richtet sich gezielt an Senioren sowie an alle Kinder, Enkel und Nahestehende, die ältere Menschen im Alltag begleiten und schützen möchten. Die Experten der Kriminalpolizei erklären die psychologischen Tricks der Täter und geben konkrete Verhaltensregeln an die Hand, um die Betrugsversuche sofort zu durchschauen und richtig zu reagieren.
Bürgerinnen und Bürger haben an diesem Abend umfassend die Gelegenheit, direkt Fragen an die Fachleute der Polizei zu richten. Der Eintritt zu beiden Vorträgen ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
In den Stadtteilen Hebborn und Nußbaum sind am Wochenende gleich drei hochwertige Fahrzeuge der Marke Mercedes Ziel von Autoaufbrechern geworden. Die Polizei ermittelt und bittet nun um Hinweise aus der Bevölkerung.
Wie die Polizei Rhein-Berg mitteilt, wurden am Montagmorgen (26. Mai) insgesamt drei Fälle angezeigt. Zwei der betroffenen Fahrzeuge standen in der Mutzer Straße in Hebborn. Unbekannte Täter schlugen dort jeweils die hinteren Dreiecksfenster ein, um in die Fahrzeuge zu gelangen.
Aus einem der Mercedes entwendeten die Täter das Lenkrad, aus dem zweiten Fahrzeug bauten sie die Mittelkonsole sowie das Tachodisplay aus. Nach Angaben der Besitzer müssen sich die Taten zwischen Samstag (24. Mai), 0.30 Uhr, und Montagmorgen (26. Mai), 8.35 Uhr, ereignet haben.
Auch im Stadtteil Nußbaum schlugen die Täter offenbar nach demselben Muster zu. In der Straße Nußbaumer Bungert wurde ebenfalls ein hochwertiger Mercedes aufgebrochen. Nachdem die Täter ein hinteres Dreiecksfenster eingeschlagen hatten, bauten sie das Lenkrad aus dem Fahrzeug aus.
Der Besitzer hatte seinen Wagen am Montagabend gegen 22 Uhr abgestellt. Am Dienstagmorgen gegen 7.45 Uhr bemerkte er den Einbruch.
Die Polizei nahm in allen drei Fällen Strafanzeigen auf. Das zuständige Kriminalkommissariat 3 der Polizei Rhein-Berg sucht nun Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Hinweise werden unter der Telefonnummer 02202 205-0 entgegengenommen.
Für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement ist Edgar „Eddi“ Stoffel von der Stadt Bergisch Gladbach mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet worden. Bürgermeister Marcel Kreutz überreichte die Auszeichnung im Rahmen eines Gesprächs mit Jugendlichen des Heilpädagogischen Kinderheims Bensberg sowie Einrichtungsleiterin Dunja Schimpf.
Stoffel ist in Bergisch Gladbach seit vielen Jahren als engagierter Ehrenamtler bekannt. Besonders eng verbunden ist er mit der Eissporthalle Bergisch Gladbach, wo er rund zwölf Jahre lang die Laufzeiten und das Training von Kindern betreute. Seit Mitte der 1980er-Jahre sorgt er zudem als „Nikolaus auf dem Eis“ für leuchtende Kinderaugen. Auch in der Bensberger Schloßstraße organisiert er seit vielen Jahren Nikolausaktionen.
Neben seinem Einsatz für Kinder engagierte sich Stoffel von 2011 bis 2023 auch bei der Bergisch Gladbacher Tafel e.V.. Dort unterstützte er an zwei Tagen pro Woche die Essensausgabe für Bedürftige.
Ein weiterer Schwerpunkt seines ehrenamtlichen Wirkens war der Bensberger Hüttenzauber. Zwischen 2013 und 2023 gehörte Stoffel zur Initiatoren-Gruppe der Veranstaltung, bei der Spenden zugunsten der Tafel gesammelt wurden. Insgesamt kamen dabei 116.500 Euro zusammen.
Besonders am Herzen liegt Stoffel das Heilpädagogische Kinderheim Bensberg. Gemeinsam mit dem Ristorante Italia initiierte er das Projekt „Herzenswünsche“, mit dem Spenden für die Einrichtung gesammelt werden. Darüber hinaus unterstützte er zahlreiche Aktionen, darunter Bücherverkäufe beim Bensberger Herbstfest und beim Stadtfest in Bensberg. In mehreren Jahren flossen zudem Einnahmen aus dem Bensberger Hüttenzauber an das Kinderheim.
Maßgeblich beteiligt war Stoffel auch an der Finanzierung eines Therapiehäuschens für die Einrichtung. Rund 86.000 Euro konnten für das Projekt eingeworben werden, das er organisatorisch und praktisch bis zur geplanten Einweihung im Jahr 2028 begleitete.
Insgesamt sammelte Stoffel im Laufe der Jahre rund 270.000 Euro an Spendengeldern für das Kinderheim. Die Mittel ermöglichen unter anderem Freizeit- und Förderangebote wie Reiten oder Bogenschießen und schaffen besondere Erlebnisse für die Kinder.
Mit der Ehrennadel in Gold würdigt die Stadt Bergisch Gladbach das außergewöhnliche und langjährige soziale Engagement von Edgar Stoffel – insbesondere seinen Einsatz für Kinder und hilfsbedürftige Menschen.
In Bergisch Gladbach-Lückerath ist es am Donnerstagnachmittag zu einem Zwischenfall zwischen einem Wohnmobil und einem Mountainbikefahrer gekommen. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und bittet nun um Hinweise aus der Bevölkerung.
Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall am 22. Mai gegen 16.20 Uhr auf der Graf-Adolf-Straße in Fahrtrichtung Kölner Straße. Ein 49 Jahre alter Mann aus Wuppertal war dort mit seinem Wohnmobil unterwegs, als es in einer Engstelle zu einer Kollision mit einem Radfahrer kam.
Der Mountainbikefahrer geriet dabei gegen den Außenspiegel des Fahrzeugs. Nach bisherigen Erkenntnissen kann laut Polizei nicht ausgeschlossen werden, dass der Mann den Spiegel möglicherweise absichtlich touchierte oder dagegen schlug. Anschließend setzte der Radfahrer seine Fahrt fort und entfernte sich vom Unfallort.
Zeugen beschrieben den Mann als etwa 30 bis 40 Jahre alt, mit dunklen Haaren und einem zotteligen Bart. Zudem soll er sich bei dem Vorfall eine blutende Verletzung an der linken Hand zugezogen haben.
Am Wohnmobil entstand nach Polizeiangaben ein Sachschaden in Höhe von rund 800 Euro.
Das Verkehrskommissariat hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht weitere Zeugen des Vorfalls. Auch der beteiligte Mountainbikefahrer wird gebeten, sich bei der Polizei Rhein-Berg unter der Telefonnummer 02202 205-0 zu melden.
In Bergisch Gladbach haben Unbekannte bei einem Einbruch in ein Einfamilienhaus hochwertigen Schmuck im Wert eines mittleren fünfstelligen Betrags gestohlen. Die Polizei ermittelt und bittet nun um Zeugenhinweise.
Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Tat bereits am Mittwochnachmittag im Stadtteil Bensberg. Eine 95-jährige Bewohnerin hatte ihr Haus an der Gladbacher Straße gegen 15.40 Uhr verlassen und war etwa 35 Minuten später zurückgekehrt. Dabei bemerkte sie eine beschädigte Fensterscheibe an der Terrassentür, schenkte dem Vorfall zunächst jedoch keine größere Bedeutung und vermutete einen wetterbedingten Schaden.
Erst am folgenden Morgen wurde die Seniorin gemeinsam mit ihrer Familie misstrauisch. Bei einer Kontrolle stellte sie fest, dass mehrere hochwertige Schmuckstücke fehlten. Daraufhin verständigte sie die Polizei.
Die Ermittler entdeckten vor Ort Hebelspuren an einem Nebeneingang sowie ein Loch in der Scheibe der Terrassentür. Nach bisherigem Stand versuchten die Täter zunächst erfolglos, über den Nebeneingang in das Haus zu gelangen. Anschließend verschafften sie sich gewaltsam über die Terrassentür Zutritt zu dem Gebäude.
Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein und sicherte Spuren am Tatort.
Auch im Stadtteil Frankenforst kam es am Donnerstag zu einem versuchten Einbruch. Ziel der Täter war eine Doppelhaushälfte an der Kiebitzstraße. Dort entdeckten Beamte Hebelmarken an der Haustür sowie an zwei Küchenfenstern. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Bewohner das Haus gegen 12.45 Uhr verlassen und war etwa eine Stunde später zurückgekehrt. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter bei ihrem Vorhaben gestört wurden und deshalb ohne Beute flüchteten.
In beiden Fällen nutzten die Täter offenbar kurze Abwesenheiten der Bewohner aus. Die Polizei Rhein-Berg bittet daher Zeuginnen und Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Umfeld der Tatorte beobachtet haben, sich beim Kriminalkommissariat 2 unter der Telefonnummer 02202 205-0 zu melden.
Mit den angekündigten sommerlichen Temperaturen wächst in Köln die Sorge vor gefährlichen Badeunfällen im Rhein. Die Stadt erinnert deshalb erneut eindringlich an das seit vergangenem Jahr geltende Badeverbot entlang des gesamten Kölner Rheinufers – und kündigt verstärkte Kontrollen durch das Ordnungsamt an.
Der Rhein gilt als eine der meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt. Was für viele Menschen an heißen Tagen wie eine schnelle Abkühlung erscheint, kann innerhalb weniger Sekunden lebensgefährlich werden. Besonders tückisch seien die starken und oft unsichtbaren Strömungen, warnt die Stadt. Selbst erfahrene Schwimmerinnen und Schwimmer hätten gegen die Kraft des Flusses kaum eine Chance.
Das Badeverbot erstreckt sich über die gesamte Kölner Rheinlänge von 67,3 Kilometern. Bereits das planmäßige Verweilen in mehr als knöcheltiefem Wasser gilt dabei offiziell als Baden und ist untersagt. Ausnahmen bestehen lediglich für Rettungseinsätze, Übungen von Feuerwehr und Wasserrettungsdiensten, den Wassersport wie Rudern oder Kanufahren, Angelsport sowie ausdrücklich genehmigte Veranstaltungen.
Um auf die Gefahren aufmerksam zu machen, hat die Stadt entlang des Rheins rund 60 Hinweisschilder installiert. Diese informieren mehrsprachig über das bestehende Badeverbot.
Angesichts des erwarteten Besucheransturms an den Rheinufern will das Ordnungsamt in den kommenden Tagen deutlich mehr Präsenz zeigen. Neben Aufklärungsgesprächen sollen Verstöße künftig konsequenter geahndet werden. Wer trotz Verbots im Rhein badet und dadurch sich oder andere in Gefahr bringt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro rechnen.
Die Stadt appelliert deshalb an Bürgerinnen, Bürger und Besucher, auf sichere Alternativen auszuweichen. Zur Abkühlung empfiehlt sie die Nutzung der städtischen Freibäder sowie freigegebener Badeseen in Köln und dem Umland. „Der Rhein ist kein Badegewässer“, betont die Verwaltung erneut.
Hildegard Allelein erhält die Ehrennadel in Gold der Stadt Bergisch Gladbach
(Symbolbild)
Große Anerkennung für ein außergewöhnliches Engagement: Während der Mitgliederversammlung des Vereins „einfach gemeinsam e.V.“ hat Bürgermeister Marcel Kreutz Hildegard Allelein mit der Ehrennadel in Gold der Stadt Bergisch Gladbach ausgezeichnet. Damit würdigt die Stadt ihren jahrzehntelangen Einsatz für die Rechte und die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung.
Allelein begann bereits 1991 ihre Tätigkeit bei der Stadt Bergisch Gladbach. Sechs Jahre später wurde sie zur Behindertenbeauftragten ernannt – ein Amt, das sie maßgeblich selbst prägte und weiterentwickelte. Unter ihrer Mitwirkung setzte die Stadt wichtige Zeichen für mehr Inklusion. Einen besonderen Einfluss auf ihre Arbeit hatte der Beitritt Bergisch Gladbachs zur „Erklärung von Barcelona“, die das Recht von Menschen mit Behinderung auf gleichberechtigte Teilhabe betont und Kommunen in die Verantwortung nimmt.
Zu den wichtigsten Meilensteinen ihrer beruflichen Laufbahn zählen der Aufbau tragfähiger Netzwerke sowie die Einführung zentraler Maßnahmen wie der Satzung zur Wahrung der Belange von Menschen mit Behinderung und des Aktionsplans Inklusion. Beide Projekte haben die kommunale Behindertenpolitik in Bergisch Gladbach nachhaltig geprägt.
Doch nicht nur beruflich setzte sich Allelein für Inklusion ein. Über mehr als drei Jahrzehnte engagierte sie sich zusätzlich ehrenamtlich. Beim „CBF I Club behinderter Menschen und ihrer Freunde Rheinisch Bergischer Kreis e.V.“ war sie von 1997 bis 2019 aktiv, ab 2014 zudem als Vorsitzende des Vereins. In dieser Zeit entstand unter anderem das „Café Grenzenlos – Begegnung für ALLE“, das bis heute Raum für Austausch und Begegnung schafft.
Auch am Aufbau der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstelle (EUTB) war Allelein maßgeblich beteiligt. Die Beratungsstelle gilt bis heute als wichtige Anlaufstelle für Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen.
2019 gründete sie gemeinsam mit weiteren erfahrenen Akteuren aus der Behindertenhilfe den Verein „einfach gemeinsam e.V.“. Dort engagiert sie sich weiterhin aktiv – unter anderem bei der Organisation von Veranstaltungen wie dem Karnevalscafé, dem Adventscafé oder dem Aktionstag für Menschen mit Behinderung.
Mit der Verleihung der Ehrennadel in Gold würdigt die Stadt Bergisch Gladbach eine Frau, die sich über Jahrzehnte hinweg mit großem persönlichen Einsatz für eine inklusivere Gesellschaft starkgemacht hat. Ihr Wirken hat die Entwicklung hin zu mehr Teilhabe und Barrierefreiheit in der Stadt entscheidend mitgestaltet.