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Rosenmontag im Rheinisch-Bergischen Kreis verläuft weitgehend störungsfrei

17 Februar 2026 von Felix Morgenstern

(Symbolbild)

Rheinisch-Bergischer Kreis. Die Polizei zieht nach den Rosenmontagszügen am 16. Februar eine durchweg positive Bilanz: Trotz zahlreicher Veranstaltungen blieb es im gesamten Kreisgebiet überwiegend ruhig – auch wenn das nasskalte Wetter für deutlich geringere Besucherzahlen sorgte.


Weniger Besucher wegen Wetter

Nach Einschätzung der Einsatzkräfte lockte die Witterung spürbar weniger Menschen an die Zugstrecken als in den vergangenen Jahren. Die Stimmung der Anwesenden blieb dennoch ausgelassen.

Störungsfrei verliefen die Umzüge in:

  • Odenthal-Eikamp
  • Odenthal-Blecher
  • Bergisch Gladbach-Herkenrath
  • Overath-Steinenbrück
  • Rösrath-Mitte

In Kürten-Dürscheid sprach die Polizei vorsorglich zwei Platzverweise aus. Straftaten wurden jedoch nicht festgestellt.


Auch Dabringhausen ohne Zwischenfälle

Beim Zug in Wermelskirchen-Dabringhausen bestätigte der Einsatzleiter ebenfalls eine geringere Besucherzahl. Ein polizeiliches Einschreiten war nicht erforderlich, und nach bisherigen Erkenntnissen kam es auch dort zu keinen Straftaten.


Positive Gesamtbilanz der Session

Aus Sicht der Polizei verlief damit die gesamte Karnevalssession im Rheinisch-Bergischen Kreis mit ihren zahlreichen Umzügen „ganz überwiegend sehr friedlich“.

Für das kommende Jahr wünschen sich die Einsatzkräfte eine ähnlich ruhige Lage – allerdings mit besserem Wetter für die Karnevalisten.

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Schnee und Alkohol, eine miserable Kombination im Straßenverkehr

16 Februar 2026 von Felix Morgenstern

Mehrere Vorfälle am Wochenende im Rheinisch-Bergischen Kreis und Umgebung zeigen erneut, wie gefährlich winterliche Straßenverhältnisse in Kombination mit Alkohol am Steuer sind. Polizei und Rettungskräfte mussten gleich mehrfach ausrücken – teils wegen Trunkenheitsfahrten, teils aufgrund von Verkehrsunfallfluchten auf schneebedeckten Fahrbahnen.

Unfall mit Fahrerflucht und über 1,5 Promille in Immekeppel

In den frühen Morgenstunden des Montags (16.02.) beobachtete ein Zeuge im Overather Ortsteil Immekeppel, wie ein Audi gegen einen Laternenmast prallte und anschließend einfach weiterfuhr. Eine Streifenwagenbesatzung konnte Fahrzeug und Fahrer kurze Zeit später unweit der Unfallstelle antreffen.

Offenbar hatte der 30-jährige Bergisch Gladbacher nach dem Verlassen des Unfallortes wegen der winterlichen Witterung erneut die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Die Beamten stellten deutliche Hinweise auf Alkoholkonsum fest – ein Atemalkoholvortest ergab über 1,5 Promille.
Der Mann wurde zur Polizeiwache Overath/Rösrath gebracht, wo ein Arzt zwei Blutproben entnahm. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt, nun erwartet ihn ein Strafverfahren.

Trunkenheitsfahrt ohne Licht in Bergisch Gladbach

Bereits am Sonntagabend (15.02.) war ein weiterer alkoholisierter Autofahrer unterwegs. Gegen 21:10 Uhr fiel einer Streifenwagenbesatzung auf der Bensberger Straße ein Pkw ohne eingeschaltete Beleuchtung auf.

Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Beamten starken Alkoholgeruch und deutliche Ausfallerscheinungen bei dem 62-jährigen Fahrer aus Engelskirchen fest. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab 0,92 Promille. Auch hier wurde eine Blutprobe entnommen, die Weiterfahrt untersagt und ein Strafverfahren eingeleitet.

Mehrere Unfallfluchten auf schneeglatter Fahrbahn

Neben Alkohol spielte am Wochenende auch Schnee eine entscheidende Rolle bei Verkehrsunfällen:

  • Wermelskirchen, Bergisch Born / Neuenhöhe (15.02., 20:10 Uhr):
    Ein schwarzer Pkw rutschte auf schneebedeckter Fahrbahn in den Mercedes eines 42-jährigen Wermelskircheners. Der Verursacher entfernte sich anschließend unerlaubt vom Unfallort. Der Schaden liegt im vierstelligen Bereich.
  • Wermelskirchen, Berliner Straße (15.02., 22:55 Uhr):
    Ein silbernes Auto beschädigte einen geparkten Audi sowie einen BMW und flüchtete ebenfalls. Zum Unfallzeitpunkt war die Straße vollständig mit Schnee bedeckt.

Die Polizei bittet in beiden Fällen um Hinweise unter 02202-2050.

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Weniger Zwischenfälle beim Karnevalszug in Bechen – Polizei zieht positives Fazit

14 Februar 2026 von Felix Morgenstern

Kürten-Bechen – Nach dem Karnevalszug an Weiberfastnacht (12. Februar) hat die Polizei im Rheinisch-Bergischen Kreis eine überwiegend positive Bilanz gezogen. Im Vergleich zu den Vorjahren registrierten die Einsatzkräfte deutlich weniger Störungen und Straftaten.

Eine Rolle spielte dabei vermutlich auch das schlechte Wetter: Vor Beginn des Zuges versammelten sich weniger Jecken entlang der Strecke. Dennoch kam es insbesondere im Bereich „Esel“ – dem Parkplatz am Kreisverkehr Kölner Straße/Odenthaler Straße – zu einer größeren Ansammlung alkoholisierter Jugendlicher und Heranwachsender.

Gegen 13.40 Uhr meldete das Kürtener Ordnungsamt eine achtköpfige Gruppe, die durch aggressives und provokantes Verhalten auffiel. Die Polizei sprach gezielt mit den Beteiligten (Gefährderansprache). Anschließend trat die Gruppe nicht mehr störend in Erscheinung, blieb aber unter Beobachtung.

Weitere Vorfälle im Tagesverlauf:

  • 14.25 Uhr: Ein Mann wurde beim Zünden von Pyrotechnik beobachtet. Die Beamten fanden weiteres Material und stellten es sicher. Es wurde eine Strafanzeige gefertigt.
  • 15.40 Uhr: Ein 20-Jähriger warf Wurfmaterial gezielt auf Zugteilnehmende und schubste Umstehende in Richtung der Wagen. Er erhielt einen Platzverweis für die Dauer des Zuges.
  • 15.50 Uhr: Eine körperliche Auseinandersetzung sowie Sachbeschädigung an einem Auto auf der Odenthaler Straße wurden gemeldet. Die Beteiligten waren beim Eintreffen der Polizei bereits verschwunden. Nach Zeugenaussagen wurden Anzeigen wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung erstattet.
  • 16.30 Uhr: Eine zuvor des Platzes verwiesene Person wurde erneut angetroffen und kurzzeitig in Gewahrsam genommen.

Trotz dieser einzelnen Einsätze hatte die Polizei insgesamt deutlich weniger zu tun als in den Jahren zuvor. Neben der Witterung habe auch die erhöhte Polizeipräsenz sowie die gute Zusammenarbeit mit Sicherheitsdiensten und dem Ordnungsamt dazu beigetragen.

Die Polizei kündigte an, auch bei den kommenden Karnevalszügen mit zahlreichen Kräften präsent zu sein, damit die Feierlichkeiten weiterhin fröhlich und friedlich verlaufen.

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Sicherheit an Karneval: Mobile Einsatzleitstelle in Bergisch Gladbach im Einsatz

11 Februar 2026 von Felix Morgenstern

Bergisch Gladbach. Die Stadt Bergisch Gladbach ist bestens auf die bevorstehenden Karnevalstage vorbereitet. Wie bereits in den vergangenen Jahren wird eine Mobile Einsatzleitstelle bei den Karnevalszügen in der Stadtmitte, in Bensberg und in Refrath vor Ort sein. Ziel ist es, die Sicherheit der Feiernden zu gewährleisten und als direkte Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger zu dienen.

Abgestimmte Sicherheitskonzepte

Die Sicherheitsmaßnahmen wurden im Vorfeld eng zwischen Ordnungsbehörde, Polizei und Veranstaltern abgestimmt und nochmals angepasst.

„Die Sicherheitskonzepte sind von uns mit Polizei und Veranstaltern abgestimmt und entsprechend der Erkenntnisse auch noch nachgeschärft worden. Sogenannte Terrorsperren in Form von LKW und Großfahrzeugen werden an allen wichtigen Stellen errichtet, um das Feiern so sicher wie möglich zu machen“, erklärt Ordnungsdezernent Thore Eggert.

Diese Maßnahmen bringen zwar verkehrliche Einschränkungen mit sich, dienen jedoch dem Schutz aller Besucherinnen und Besucher. Zusätzlich werden Kontrollen zur Einhaltung des Glasverbots sowie zum Jugendschutz durchgeführt.

Mobile Leitstelle als zentrale Anlaufstelle

Die Mobile Einsatzleitstelle übernimmt eine zentrale Rolle im Einsatzgeschehen. Sie ermöglicht kurze Wege, schnelle Abstimmungen und eine unmittelbare Reaktion auf aktuelle Entwicklungen.

„Die mobile Einsatzleitstelle bietet Vorteile in der Erreichbarkeit, sie ist nah am Geschehen und von dort erfolgt die gesamte Koordination der Einsätze. Natürlich können Bürgerinnen und Bürger dort jederzeit vorbeikommen, um Auffälligkeiten zu melden, sodass wir jederzeit schnell und lageangepasst reagieren können“, betont Heike Hiebert, Sachgebietsleiterin des Stadtordnungsdienstes.

Die Mitarbeitenden der Ordnungsbehörde sind während der gesamten Veranstaltungen präsent, ansprechbar und sorgen für sichere Abläufe – damit unbeschwert gefeiert werden kann.

Letzter Karneval in besonderer Funktion

Auch organisatorisch gibt es positive Nachrichten: Die Bauarbeiten in der Laurentiusstraße sind so weit fortgeschritten, dass der Gladbacher Karnevalszug ohne Absperrungen oder Einschränkungen durch die Straße ziehen kann.

Für Ute Unrau, Leiterin der Ordnungsbehörde, ist es ein besonderer Karneval:

„Somit steht dem Feiern auf den Karnevalszügen in Bergisch Gladbach nichts mehr im Wege. Ich freue mich auf ein sicheres und ausgelassenes Karnevalsfest – und ganz persönlich darauf, es nach 26 Jahren als Leiterin der Ordnungsbehörde ein letztes Mal in dieser Funktion begleiten zu dürfen.“

Mit umfassenden Sicherheitsvorkehrungen, enger Zusammenarbeit aller Beteiligten und einer gut erreichbaren Einsatzleitstelle steht einem fröhlichen und sicheren Karneval in Bergisch Gladbach nichts im Wege.

Gläbbisch Alaaf!

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Bergisch Gladbacher Tollitäten zu Gast bei der Feuerwehr

03 Februar 2026 von Felix Morgenstern

Jecke Tradition trifft Ehrenamt – Dreigestirne absolvieren Feuerwehr-Programm (Symbolbild)

Bergisch Gladbach – Hoher Besuch bei der Feuerwehr Bergisch Gladbach: Am Mittwoch, 4. Februar 2026, empfangen die Einsatzkräfte an der Feuer- und Rettungswache 1 in der Stadtmitte das Bergisch Gladbacher Dreigestirn sowie das Kinderdreigestirn. Der traditionelle Besuch ist fester Bestandteil der Karnevalszeit und verbindet rheinische Lebensfreude mit dem wichtigen Thema Brandschutz.

Für die Tollitäten steht ein abwechslungsreiches und zugleich lehrreiches Programm auf dem Plan. Neben Einblicken in die Arbeit der Feuerwehr erwartet sie unter anderem eine Fahrt mit der Drehleiter hoch hinaus – ein sprichwörtlicher Ausflug in den „jecken Himmel“ über den Dächern von Bergisch Gladbach. Ziel der Aufgaben: das begehrte Ehrenzertifikat der Feuerwehr für brandschutztechnische Kenntnisse zu erlangen.

Die Feuerwehr Bergisch Gladbach lädt Vertreterinnen und Vertreter der Presse herzlich ein, über den Besuch zu berichten und Bildmaterial zu erstellen. Der Fototermin beginnt um 13:00 Uhr an der Feuer- und Rettungswache 1, Paffrather Straße 175, 51465 Bergisch Gladbach.

Der Besuch der Dreigestirne unterstreicht nicht nur die enge Verbundenheit zwischen Brauchtum und Stadtgesellschaft, sondern würdigt auch das Engagement der Feuerwehrkräfte, die rund um die Uhr für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Einsatz sind.

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Oberbürgermeister wünscht Kölner Olympia-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern viel Erfolg

02 Februar 2026 von Felix Morgenstern

Sechs Athlet*innen aus Köln bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo dabei

Köln. Bei den Olympischen Winterspielen vom 6. bis 22. Februar in Mailand und Cortina d’Ampezzo ist Köln prominent vertreten: Insgesamt sechs Athletinnen und Athleten mit engem Bezug zur Domstadt gehen bei dem internationalen Sportereignis an den Start.

Symbolbild

Mit der Eishockeyspielerin Svenja Voigt, dem Eishockeyspieler Leon Draisaitl sowie vier Akteuren der Kölner Haie stellt Köln ein starkes Aufgebot im olympischen Eishockey. Während Patrick Russell und Frederik Storm für die dänische Nationalmannschaft nominiert wurden, treten Parker Tuomie, Moritz Müller, Leon Draisaitl und Svenja Voigt für die deutschen Nationalteams an.

Für Leon Draisaitl, der in der nordamerikanischen Profiliga National Hockey League bei den Edmonton Oilers spielt, ebenso wie für Parker Tuomie und Svenja Voigt, sind es die ersten Olympischen Spiele. Patrick Russell und Frederik Storm nehmen bereits zum zweiten Mal an Olympischen Winterspielen teil. Moritz Müller bringt dagegen besonders viel Erfahrung mit: Für den Kapitän der Kölner Haie ist es bereits die dritte Olympia-Teilnahme.

Oberbürgermeister Torsten Burmester wünschte den Athletinnen und Athleten vor dem Start viel Erfolg:
„Ich drücke allen Kölner Sportlerinnen und Sportlern bei den Olympischen Winterspielen fest die Daumen. Sie werden gemeinsam mit Athletinnen und Athleten aus der ganzen Welt für spannende Wettkämpfe und sportliche Höchstleistungen sorgen. Dabei repräsentieren sie auch die Stadt Köln beim größten Sportereignis der Welt – darauf bin ich sehr stolz.“

Zugleich hob Burmester die Vorbildfunktion der Teilnehmenden hervor: Kölns Olympia-Athletinnen und -Athleten seien Inspiration für viele Kinder und Jugendliche, die selbst von einer sportlichen Karriere und der Teilnahme an Olympischen Spielen träumten.

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Junge und Ältere geraten auf dem Wohnungsmarkt unter Druck

30 Januar 2026 von Felix Morgenstern

IG BAU warnt vor Wohnungsnot für Azubis und wachsender Wohnarmut im Alter im Rheinisch-Bergischen Kreis

Rheinisch-Bergischer Kreis. Steigende Mieten und ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum treffen im Rheinisch-Bergischen Kreis vor allem zwei Gruppen besonders hart: junge Menschen am Start ins Berufsleben und ältere Menschen im Ruhestand. Darauf macht die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) aufmerksam.

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Nach Angaben der IG BAU Köln-Bonn leben rund 3.510 Auszubildende im Kreisgebiet noch bei ihren Eltern – häufig nicht aus freien Stücken. „Viele Azubis können sich eine eigene Wohnung oder auch nur ein WG-Zimmer schlicht nicht leisten“, sagt Mehmet Perisan, Bezirksvorsitzender der IG BAU Köln-Bonn. Das zeige der aktuelle „Soziale Wohn-Monitor“ des Pestel-Institut, den die Gewerkschaft mit in Auftrag gegeben hat.

Wenn Ausbildung an Wohnkosten scheitert

Besonders problematisch sei, so Perisan, wenn fehlender Wohnraum dazu führt, dass Ausbildungsverträge gar nicht erst zustande kommen. „Es ist tragisch, wenn junge Menschen eine Ausbildung nicht beginnen können, weil sie keine bezahlbare Wohnung in der Nähe des Betriebs finden“, warnt er. Das sei nicht nur ein soziales Problem, sondern schade auch der regionalen Wirtschaft.

Die IG BAU fordert deshalb gezielte Förderprogramme von Bund und Land Nordrhein-Westfalen für den Bau von Azubi-Wohnungen – insbesondere in der Nähe von Ausbildungszentren. Auch steuerliche Anreize für Betriebe, die Wohnraum für ihre Auszubildenden schaffen, hält Perisan für sinnvoll. Ähnlichen Handlungsbedarf sieht die Gewerkschaft bei Studierenden und spricht sich für eine stärkere Förderung von Studentenwohnungen in Universitätsstädten aus.

Warnung vor Wohnarmut im Alter

Neben jungen Menschen geraten nach Einschätzung der IG BAU auch ältere Bürgerinnen und Bürger zunehmend unter Druck. Besonders betroffen seien die sogenannten Baby-Boomer: Rund 39.700 Menschen dieser Generation leben im Rheinisch-Bergischer Kreis. Nach Berechnungen des Pestel-Instituts werden sie bis 2035 vollständig in Rente sein.

„Viele von ihnen erhalten nur eine niedrige Rente, weil sie Phasen der Arbeitslosigkeit erlebt oder über Jahre hinweg für geringe Löhne gearbeitet haben“, erklärt Perisan. Steigende Mieten könnten dazu führen, dass sich viele ihre bisherige Wohnung im Alter kaum noch leisten können. „Sie wohnen sich regelrecht arm“, so der Gewerkschafter.

Mehr Sozialwohnungen als Schlüssel

Angesichts weiter steigender Mieten warnt die IG BAU vor einer zusätzlichen Verschärfung der Lage auf dem Wohnungsmarkt. „Mieten kennen seit Jahren nur eine Richtung – nach oben. Das muss sich ändern“, fordert Perisan. Ein entscheidender Hebel sei der massive Ausbau des sozialen Wohnungsbaus.

Der „Soziale Wohn-Monitor“ des Pestel-Instituts nennt hierfür eine klare Zielmarke: Die Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland müsse bis Mitte des kommenden Jahrzehnts von derzeit rund einer Million auf zwei Millionen steigen. Für Nordrhein-Westfalen bedeute das konkret, bis 2035 insgesamt 454.900 Sozialwohnungen bereitzustellen – rund 17.900 neue Sozialwohnungen pro Jahr.

Um dieses Ziel zu erreichen, seien erhebliche Fördermittel von Bund und Land notwendig. „Die Gelder müssen zu Baubeginn vollständig zur Verfügung stehen und dürfen nicht über Jahre gestreckt werden“, fordert Perisan. Gleichzeitig könne der Baustandard „Erleichtertes Bauen“ helfen, Kosten zu senken und mit gleichen Mitteln mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen – ohne Abstriche bei Qualität und Nachhaltigkeit.

Darüber hinaus plädiert die IG BAU für mehr Transparenz: Eine öffentliche Statistik solle monatlich erfassen, wo und in welchem Umfang neue Sozialwohnungen in Nordrhein-Westfalen entstehen. „Nur so lässt sich erkennen, ob die Politik ihre Ziele tatsächlich erreicht“, so Perisan.

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Bauarbeiten an der Altenberger-Dom-Straße: Schulweg zur Concordiaschule wird vorübergehend geändert

30 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Bergisch Gladbach. Im Zuge der laufenden Bauarbeiten zur Neugestaltung der Altenberger-Dom-Straße kommt es ab Montag, 2. Februar 2026, zu einer vorübergehenden Änderung des Schulwegs zur Concordiaschule. Ziel der Maßnahme ist es, die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler während der Bauphase zu gewährleisten und zusätzlichen Verkehr im Wohngebiet zu vermeiden.

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Während der Bauarbeiten ist der Concordiaweg von der Altenberger-Dom-Straße aus nicht mehr erreichbar. Der Schulweg wird daher provisorisch über die Voiswinkeler Straße geführt. Die hierfür eingerichtete Zuwegung ist bereits fertiggestellt und kann ab dem genannten Datum genutzt werden. Der Concordiaweg bleibt weiterhin vom Fahner Weg aus zugänglich.

Um einen erhöhten Hol- und Bringverkehr in den angrenzenden Stichstraßen zu verhindern, wird der betroffene Bereich vorübergehend als „Anlieger frei“ ausgewiesen. Die Regelung dient ausschließlich der Verkehrslenkung und soll zusätzlichen Durchgangsverkehr im Wohnquartier vermeiden.

Für die Anwohnerinnen und Anwohner ergeben sich keine Einschränkungen: Alle Grundstücke bleiben uneingeschränkt erreichbar. Dies gilt ebenso für Besucherinnen und Besucher, Lieferdienste, Handwerksbetriebe sowie sonstige Gewerbetreibende.

Die Stadt weist darauf hin, dass die Schulwegänderung eine temporäre Maßnahme ist. Sollte sich im Verlauf der Bauarbeiten weiterer Anpassungsbedarf ergeben, werden diese geprüft und gegebenenfalls umgesetzt.

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Erstes Netzwerktreffen der Biberpatinnen und -paten im Rheinisch-Bergischen Kreis

29 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Ehrenamt stärkt konfliktarmes Zusammenleben von Mensch und Biber

Rheinisch-Bergischer Kreis. Der Europäische Biber ist zurück an Agger und Sülz – und mit ihm neue Chancen, aber auch neue Aufgaben für Natur- und Artenschutz sowie die kommunale Gefahrenabwehr. Nachdem im Jahr 2023 erstmals wieder Biber im Kreisgebiet nachgewiesen wurden, hat der Rheinisch-Bergischer Kreis sein Bibermanagement kontinuierlich aufgebaut. Mit dem ersten offiziellen Netzwerktreffen der ehrenamtlichen Biberpatinnen und -paten wurde nun ein wichtiger Meilenstein erreicht.

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„Die Rückkehr des Bibers bereichert die Biodiversität und stärkt die Widerstandskraft unserer Landschaft gegenüber Klimaextremen“, betont Kreisveterinär Dr. Thomas Mönig. Gleichzeitig bringe die Ansiedlung des streng geschützten Tieres neue Herausforderungen mit sich, etwa im Hinblick auf Hochwasserschutz, Verkehrssicherheit und den Umgang mit Nutzungskonflikten.

Ehrenamtliche übernehmen Monitoring in den Revieren

Derzeit engagieren sich 15 ehrenamtliche Biberpatinnen und -paten im Kreisgebiet. Sie betreuen jeweils ein Biberrevier und beobachten die Aktivitäten der Tiere vor Ort. Damit leisten sie einen zentralen Beitrag zu einem frühzeitigen und sachlichen Umgang mit möglichen Konflikten. „Ich freue mich sehr über das große Interesse an diesem Ehrenamt“, sagt Biologin Ulrike Wolpers aus dem Veterinäramt. „Viele Augen in der Fläche helfen dabei, neue Biberaktivitäten schnell zu erkennen und Risiken realistisch einzuschätzen.“

Der Europäische Biber steht unter strengem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes und darf weder gestört noch gefangen oder getötet werden. Umso wichtiger sei ein vorausschauendes Bibermanagement, so Dr. Mönig. Zwar sei die Zahl der Reviere mit Paaren und Jungtieren derzeit noch überschaubar, doch die zunehmenden Fraßspuren entlang von Bächen und Flüssen in den vergangenen Jahren zeigten, dass das Thema künftig weiter an Bedeutung gewinnen werde.

Digitale Unterstützung durch „Biber-Monitor“

Bei regelmäßigen Kontrollgängen dokumentieren die Patinnen und Paten ihre Beobachtungen über die interne App-Anwendung „Biber-Monitor“. Entwickelt wurde sie gemeinsam vom Rheinisch-Bergischen Kreis, mehreren Biologischen Stationen, dem Wupperverband sowie dem Aggerverband. Erfasst werden unter anderem angenagte und instabile Bäume, mögliche Überflutungsrisiken durch Dammbauten oder Treibgut, das Gewässer und Bauwerke beeinträchtigen kann.

Besteht ein Gefahrenpotenzial, informiert das System automatisch die zuständigen Stellen. So können Maßnahmen frühzeitig eingeleitet und Konflikte vermieden werden – ein Ansatz, der sich in den vergangenen Monaten bereits bewährt hat.

Austausch und Exkursion beim Netzwerktreffen

Das erste Netzwerktreffen der Biberpatinnen und -paten wurde von allen Beteiligten als sehr positiv bewertet. Neben Fachvorträgen und intensivem Austausch im Technologiepark Bergisch Gladbach stand auch eine gemeinsame Exkursion zu einem Biberrevier im Kreisgebiet auf dem Programm.

Für interessierte Bürgerinnen und Bürger stellt der Rheinisch-Bergische Kreis einen Infoflyer zum Thema Bibermanagement zur Verfügung. Dieser kann online abgerufen oder per E-Mail beim Veterinäramt, Bereich Artenschutz, angefordert werden. Auch für Rückfragen steht das Veterinäramt telefonisch zur Verfügung.

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Modulmontage am Schulzentrum Herkenrath hat begonnen

29 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Neue Klassenräume entstehen – temporäre Sperrungen und Sicherheitsmaßnahmen

Herkenrath. Nach Abschluss der Gründungs- und Tiefbauarbeiten ist am Klassenhaus des Schulzentrums Herkenrath der nächste Bauabschnitt gestartet. Die Stadt Bergisch Gladbach und ihre Tochtergesellschaft, die Schulbau GmbH Bergisch Gladbach, informieren über den Ablauf der nun laufenden Modulmontage im Hochbau.

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Zur Vorbereitung der Arbeiten wurde auf der Baustelle bereits ein Gerüst errichtet. Zudem sind im Umfeld des Schulzentrums temporäre Sperrungen und Parkverbote eingerichtet worden. Diese betreffen nicht nur die Sankt-Antonius-Straße, sondern auch einen kurzen Abschnitt des Asselborner Wegs, der vorübergehend beidseitig mit einem absoluten Haltverbot belegt ist. Entsprechende Hinweise wurden frühzeitig ausgeschildert.

Für die Montage der vorgefertigten Raummodule kommen zwei Mobilkrane zum Einsatz. Die Anlieferung erfolgt mit Tieflader-Lkw und ist für den Zeitraum von Dienstag, 27. Januar, bis Freitag, 13. Februar 2026, geplant. In diesem Zeitraum werden die im Werk des beauftragten Totalunternehmers hergestellten Module schrittweise zur Baustelle transportiert und dort montiert.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Sicherheit während des laufenden Schulbetriebs. Der Schulhof wird während der Pausenzeiten nicht befahren. Für notwendige Fahrten wird ein gesicherter Korridor eingerichtet, der deutlich gekennzeichnet ist. Zusätzlich begleiten Einweiser sämtliche Transporte über das Schulgelände.

Stadtverwaltung und Schulbau GmbH bitten Anwohnerinnen und Anwohner um Verständnis für zeitlich begrenzte Beeinträchtigungen durch Lieferverkehre, Sperrungen und eingeschränkte Durchfahrtsmöglichkeiten. Die gewählte modulare Bauweise mit hohem Vorfertigungsgrad verkürzt im Vergleich zur konventionellen Bauweise die Bauzeit erheblich und reduziert zugleich Verkehrsaufkommen und Schwerlastverkehr.

Das neue Klassenhaus am Schulzentrum Herkenrath soll planmäßig zum Sommer 2026 fertiggestellt und anschließend in Betrieb genommen werden.

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