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Römische Hausaltäre und Heldengeschichten: Kölner Museen laden Kinder in den Herbstferien ein

15 Oktober 2026 von Vladlen Stolz

Der Museumsdienst Köln bietet in den Ferien Workshops und Führungen für Kinder und Jugendliche an. Für fast alle Angebote gibt es noch freie Plätze.

In den Herbstferien können Kinder und Jugendliche in den Kölner Museen selbst aktiv werden. Der Museumsdienst Köln hat gemeinsam mit den städtischen Museen ein Ferienprogramm mit Workshops und Führungen zusammengestellt, bei dem experimentiert, gestaltet und geforscht wird. Nach Angaben der Stadt sind bei fast allen Angeboten noch Plätze frei.

Zwei Beispiele: Am Montag, 19. Oktober, lernen Kinder von neun bis 13 Jahren im Workshop „Lararia – göttlicher Schutz daheim“ die Götter kennen, die im römischen Köln verehrt wurden. Danach bauen sie aus Pappe einen eigenen Hausaltar, ein sogenanntes Lararium, und gestalten ihn nach eigenen Ideen. Der Workshop dauert von 11 bis 14 Uhr und findet im Römisch-Germanischen Museum im Belgischen Haus an der Cäcilienstraße 46 statt.

Im Museum Schnütgen geht es am Freitag, 23. Oktober, um Vorbilder: Beim Workshop „Wer ist dein Held?“ entdecken Kinder von neun bis 13 Jahren Ritter, Mächtige und Heilige in Kunstwerken, schlüpfen in Rollen und spielen Szenen nach. Dabei geht es auch um die Frage, was einen Menschen zum Vorbild macht und ob die Heldinnen und Helden von damals heute noch beeindrucken. Auch dieser Workshop läuft von 11 bis 14 Uhr.

Das komplette Programm mit Terminen, Teilnahmebedingungen und Anmeldung steht im Veranstaltungskalender auf museen.koeln. Anmelden kann man sich dort oder per E-Mail an Service.Museumsdienst@stadt-koeln.de. Für Führungen ist in der Regel keine Anmeldung nötig: Interessierte Kinder bekommen etwa 30 Minuten vor Beginn an der Kasse einen Aufkleber für die Teilnahme. Angaben zu den Kosten enthält die Mitteilung nicht.

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Rund 300 junge Menschen erleben Workshop-Tag im Gleispark

01 Oktober 2026 von Vladlen Stolz

Sport, Kreativität und jede Menge Möglichkeiten zum Ausprobieren: Rund 300 Kinder und Jugendliche haben am Workshop-Tag im Gleispark auf dem Zanders-Gelände verschiedene Freizeitangebote kennengelernt. Auch zahlreiche Familien nutzten den Nachmittag bei spätsommerlichem Wetter.

Der Gleispark auf dem Zanders-Gelände verwandelte sich am Mittwoch, 23. September, in einen großen Mitmachbereich. An verschiedenen Stationen konnten Kinder, Jugendliche und Familien sportliche und kreative Angebote ausprobieren und dabei neue Einrichtungen und Projekte der Kinder- und Jugendarbeit in Bergisch Gladbach kennenlernen.

Auf dem Programm standen unter anderem Boxen, Fußball, Breakdance und Bogenschießen. Wer es kreativer mochte, konnte sich bei Theater und Graffiti ausprobieren oder an einem gemeinschaftlichen Kunstwerk mitwirken.

Im Mittelpunkt stand dabei nicht das Zuschauen, sondern das eigene Ausprobieren. Die Besucherinnen und Besucher konnten neue Aktivitäten kennenlernen, Kontakte knüpfen und sich einen Eindruck von den unterschiedlichen Angeboten für junge Menschen in Bergisch Gladbach verschaffen.

Nachholtermin für „Beat ’n’ Ball“

Der Workshop-Tag war ursprünglich Teil des Jugendfestivals „Beat ’n’ Ball“, musste im Sommer wegen der hohen Temperaturen jedoch verschoben werden. Der Nachholtermin im September bot nun deutlich angenehmere Bedingungen – und stieß auf große Resonanz.

Die Veranstaltung zeigte zugleich, welche unterschiedlichen Möglichkeiten der Gleispark als Veranstaltungs- und Begegnungsort bietet. Während beim Jugendfestival vor allem Musik, Begegnung und gemeinsames Erleben im Mittelpunkt standen, konzentrierte sich der Workshop-Tag auf das aktive Mitmachen und Kennenlernen verschiedener Angebote.

Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam von Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit und der Stadt Bergisch Gladbach. Beteiligt waren die Kreativitätsschule, das Q1, das Café Leichtsinn, der Krea-Jugendclub, das Kinder- und Jugendzentrum FrESch, das CROSS sowie das UFO Jugendkulturhaus der AWO.

Unterstützt wurde der Workshop-Tag von der Kreissparkasse Köln, die Trinkflaschen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer spendete. Die kostenlose Versorgung mit Trinkwasser war damit ebenfalls gesichert.

Gefördert wurde die Veranstaltung durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

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2026-09-28 Gruppenbild Heimat-Preis Gewinner 2026

Heimat-Preis 2026: Drei Projekte für Engagement und gesellschaftlichen Zusammenhalt ausgezeichnet

30 September 2026 von Vladlen Stolz

Tanztheater „Lichtgestalten“, Junges Ensemble und Tanz- und Kulturgruppe „Arymara“ erhalten Auszeichnungen

Drei Projekte, die sich für Inklusion, Jugendkultur und den interkulturellen Austausch einsetzen, sind in Bergisch Gladbach mit dem Heimat-Preis 2026 ausgezeichnet worden. Aus zwölf Bewerbungen wählte eine neunköpfige Jury die drei Preisträger aus. Die Auszeichnungen sind mit insgesamt 5.000 Euro dotiert.

Die Preisverleihung übernahm in diesem Jahr erstmals Bürgermeister Marcel Kreutz. Er würdigte das Engagement der ausgezeichneten Gruppen und hob die große thematische und generationelle Vielfalt der Bewerbungen hervor.

„Die Bewerbungen für den diesjährigen Heimat-Preis haben eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig das Engagement in Bergisch Gladbach ist“, sagte Kreutz bei der Preisverleihung. Besonders freue ihn, dass in diesem Jahr drei Gruppen ausgezeichnet würden, die sich mit großem Engagement vor allem für Kinder und Jugendliche einsetzen.

Erster Platz für die „Lichtgestalten“

Den mit 2.500 Euro dotierten ersten Platz erhielt das Tanztheater „Lichtgestalten“ für das Projekt „ForM“. Dabei verbinden die Beteiligten Tanz, Theater und Fotografie mit der Geschichte des Zanders-Geländes.

An dem Projekt nehmen 20 Menschen mit und ohne Behinderung teil. Damit setzt die Gruppe ein Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt, kulturelle Vielfalt und gelebte Inklusion. Auch künftig möchte das Tanztheater entsprechende Projekte umsetzen und dafür das Preisgeld einsetzen.

„PULS354“ bringt junge Menschen auf die Bühne

Der zweite Platz und ein Preisgeld von 1.500 Euro gingen an das Junge Ensemble Bergisch Gladbach für seine Theaterproduktion „PULS354“.

Das Projekt gibt jungen Menschen die Möglichkeit, sich kreativ auszudrücken, eigene Perspektiven zu entwickeln und gesellschaftliche Themen sowie persönliche Gefühle auf die Bühne zu bringen. Gleichzeitig stärkt die Produktion das Jugend-Kulturzentrum Q1 als Ort für Kultur und Begegnung.

Das Preisgeld soll in die Wiederaufnahme von „PULS354“ im Herbst sowie in ein neues Projekt im Jahr 2027 fließen.

„Arymara“ fördert kulturellen Austausch

Den dritten Platz belegte die Tanz- und Kulturgruppe „Arymara“. Sie erhält ein Preisgeld von 1.000 Euro.

Mit regelmäßigen Tanz-, Musik- und Kulturangeboten für verschiedene Altersgruppen vermittelt die Gruppe kurdische Kultur und Traditionen. Gleichzeitig möchte sie einen offenen Raum für Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft schaffen.

Im Mittelpunkt stehen dabei Gemeinschaft, gegenseitiger Respekt und kulturelle Vielfalt. Das Preisgeld soll unter anderem für Tanzkostüme und Materialien sowie für die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt werden.

Land unterstützt den Heimat-Preis

Der Heimat-Preis wird auch in diesem Jahr vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen mit insgesamt 5.000 Euro gefördert.

Mit dem Preis werden Projekte und Initiativen gewürdigt, die sich in besonderer Weise für das Zusammenleben und die Gestaltung der Stadtgesellschaft in Bergisch Gladbach engagieren.

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Seniorenkulturwochen in Bergisch Gladbach starten am 29. August

17 August 2026 von Vladlen Stolz

Die 14. Seniorenkulturwochen in Bergisch Gladbach beginnen am Samstag, 29. August 2026. Bis Sonntag, 13. September, erwartet Seniorinnen und Senioren ein umfangreiches Programm mit fast 90 Veranstaltungen an verschiedenen Orten im gesamten Stadtgebiet.

Das Angebot reicht von Kunst und Musik über Ausflüge und Führungen bis hin zu Bewegungsangeboten, Informationsveranstaltungen, kreativen Mitmachaktionen und Kinobesuchen. Ziel der Seniorenkulturwochen ist es, neue Interessen zu entdecken, Bekanntes wieder aufzugreifen und gemeinsam mit anderen Menschen abwechslungsreiche Freizeitangebote zu erleben.

Das Programm richtet sich an Menschen mit ganz unterschiedlichen Interessen. Kultur, Geschichte, Bewegung und Bildung bilden dabei zentrale Schwerpunkte. Gleichzeitig bieten viele Veranstaltungen die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ins Gespräch zu kommen.

Möglich wird das vielfältige Angebot durch zahlreiche Kooperationspartner sowie ehrenamtlich Engagierte. Viele Veranstaltungen können kostenlos oder gegen eine freiwillige Spende besucht werden. Für einzelne Angebote wird ein Teilnahmebeitrag erhoben. Bei einigen Veranstaltungen ist außerdem eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Interessierte sollten sich deshalb frühzeitig über das Programm informieren und sich bei besonders gefragten Angeboten rechtzeitig einen Platz sichern.

Das vollständige Programm ist in den Rathäusern, im Bürgerbüro und bei den jeweiligen Veranstaltungsorten erhältlich. Zusätzlich kann es über die Internetseite der Stadt Bergisch Gladbach abgerufen werden.

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Villa Zanders feiert 20. KinderKünstlerFest – ein Nachmittag zum Mitmachen

Villa Zanders feiert 20. KinderKünstlerFest – ein Nachmittag zum Mitmachen

16 Juni 2026 von Darian Lambert

Tonen, drucken, malen: Am Sonntag, 28. Juni, lädt das Kunstmuseum Villa Zanders zum 20. KinderKünstlerFest auf die Museumswiese. Der Eintritt ist frei.

Seit zwei Jahrzehnten verwandelt sich die Wiese hinter dem Kunstmuseum Villa Zanders einmal im Jahr in eine große Kreativwerkstatt für Kinder – in diesem Sommer zum runden Jubiläum. Am Sonntag, 28. Juni 2026, steigt von 13 bis 17 Uhr das 20. KinderKünstlerFest. Der Eintritt ist frei.

An zahlreichen Mitmachstationen können die jungen Gäste selbst Hand anlegen: Gearbeitet wird mit Ton, eigene Motive lassen sich drucken, Collagen entstehen, und auch gemalt wird. Erfahrene Künstlerinnen und Künstler begleiten die Stationen und zeigen unterschiedliche Techniken; weitere kreative Aktionen kommen hinzu.

Auch das Museum selbst lädt bei freiem Eintritt ein. Für Familien gibt es zwei jeweils 20-minütige Kurzführungen durch die aktuellen Ausstellungen – die Plätze sind auf je 20 Personen begrenzt. Um 13.30 Uhr geht es durch „James Ensors fantastische Welten“, um 15.30 Uhr durch die Schau „Zeichenräume“. Für Verpflegung ist gesorgt.

Einen Vorbehalt gibt es: Das Fest findet nur bei schönem Wetter statt. Aktuelle Hinweise veröffentlicht das Museum auf seiner Website und auf seinem Instagram-Kanal.

Am Fest beteiligt sind neben dem Kunstmuseum auch der Freundeskreis Kunstmuseum Villa Zanders und der Verein Bürger für uns Pänz.

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Edgar Stoffel mit Ehrennadel in Gold ausgezeichnet

27 Mai 2026 von Felix Morgenstern

(Symbolbild)

Für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement ist Edgar „Eddi“ Stoffel von der Stadt Bergisch Gladbach mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet worden. Bürgermeister Marcel Kreutz überreichte die Auszeichnung im Rahmen eines Gesprächs mit Jugendlichen des Heilpädagogischen Kinderheims Bensberg sowie Einrichtungsleiterin Dunja Schimpf.

Stoffel ist in Bergisch Gladbach seit vielen Jahren als engagierter Ehrenamtler bekannt. Besonders eng verbunden ist er mit der Eissporthalle Bergisch Gladbach, wo er rund zwölf Jahre lang die Laufzeiten und das Training von Kindern betreute. Seit Mitte der 1980er-Jahre sorgt er zudem als „Nikolaus auf dem Eis“ für leuchtende Kinderaugen. Auch in der Bensberger Schloßstraße organisiert er seit vielen Jahren Nikolausaktionen.

Neben seinem Einsatz für Kinder engagierte sich Stoffel von 2011 bis 2023 auch bei der Bergisch Gladbacher Tafel e.V.. Dort unterstützte er an zwei Tagen pro Woche die Essensausgabe für Bedürftige.

Ein weiterer Schwerpunkt seines ehrenamtlichen Wirkens war der Bensberger Hüttenzauber. Zwischen 2013 und 2023 gehörte Stoffel zur Initiatoren-Gruppe der Veranstaltung, bei der Spenden zugunsten der Tafel gesammelt wurden. Insgesamt kamen dabei 116.500 Euro zusammen.

Besonders am Herzen liegt Stoffel das Heilpädagogische Kinderheim Bensberg. Gemeinsam mit dem Ristorante Italia initiierte er das Projekt „Herzenswünsche“, mit dem Spenden für die Einrichtung gesammelt werden. Darüber hinaus unterstützte er zahlreiche Aktionen, darunter Bücherverkäufe beim Bensberger Herbstfest und beim Stadtfest in Bensberg. In mehreren Jahren flossen zudem Einnahmen aus dem Bensberger Hüttenzauber an das Kinderheim.

Maßgeblich beteiligt war Stoffel auch an der Finanzierung eines Therapiehäuschens für die Einrichtung. Rund 86.000 Euro konnten für das Projekt eingeworben werden, das er organisatorisch und praktisch bis zur geplanten Einweihung im Jahr 2028 begleitete.

Insgesamt sammelte Stoffel im Laufe der Jahre rund 270.000 Euro an Spendengeldern für das Kinderheim. Die Mittel ermöglichen unter anderem Freizeit- und Förderangebote wie Reiten oder Bogenschießen und schaffen besondere Erlebnisse für die Kinder.

Mit der Ehrennadel in Gold würdigt die Stadt Bergisch Gladbach das außergewöhnliche und langjährige soziale Engagement von Edgar Stoffel – insbesondere seinen Einsatz für Kinder und hilfsbedürftige Menschen.

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Jahrzehntelanger Einsatz für Inklusion

19 Mai 2026 von Felix Morgenstern

Hildegard Allelein erhält die Ehrennadel in Gold der Stadt Bergisch Gladbach

(Symbolbild)

Große Anerkennung für ein außergewöhnliches Engagement: Während der Mitgliederversammlung des Vereins „einfach gemeinsam e.V.“ hat Bürgermeister Marcel Kreutz Hildegard Allelein mit der Ehrennadel in Gold der Stadt Bergisch Gladbach ausgezeichnet. Damit würdigt die Stadt ihren jahrzehntelangen Einsatz für die Rechte und die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung.

Allelein begann bereits 1991 ihre Tätigkeit bei der Stadt Bergisch Gladbach. Sechs Jahre später wurde sie zur Behindertenbeauftragten ernannt – ein Amt, das sie maßgeblich selbst prägte und weiterentwickelte. Unter ihrer Mitwirkung setzte die Stadt wichtige Zeichen für mehr Inklusion. Einen besonderen Einfluss auf ihre Arbeit hatte der Beitritt Bergisch Gladbachs zur „Erklärung von Barcelona“, die das Recht von Menschen mit Behinderung auf gleichberechtigte Teilhabe betont und Kommunen in die Verantwortung nimmt.

Zu den wichtigsten Meilensteinen ihrer beruflichen Laufbahn zählen der Aufbau tragfähiger Netzwerke sowie die Einführung zentraler Maßnahmen wie der Satzung zur Wahrung der Belange von Menschen mit Behinderung und des Aktionsplans Inklusion. Beide Projekte haben die kommunale Behindertenpolitik in Bergisch Gladbach nachhaltig geprägt.

Doch nicht nur beruflich setzte sich Allelein für Inklusion ein. Über mehr als drei Jahrzehnte engagierte sie sich zusätzlich ehrenamtlich. Beim „CBF I Club behinderter Menschen und ihrer Freunde Rheinisch Bergischer Kreis e.V.“ war sie von 1997 bis 2019 aktiv, ab 2014 zudem als Vorsitzende des Vereins. In dieser Zeit entstand unter anderem das „Café Grenzenlos – Begegnung für ALLE“, das bis heute Raum für Austausch und Begegnung schafft.

Auch am Aufbau der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstelle (EUTB) war Allelein maßgeblich beteiligt. Die Beratungsstelle gilt bis heute als wichtige Anlaufstelle für Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen.

2019 gründete sie gemeinsam mit weiteren erfahrenen Akteuren aus der Behindertenhilfe den Verein „einfach gemeinsam e.V.“. Dort engagiert sie sich weiterhin aktiv – unter anderem bei der Organisation von Veranstaltungen wie dem Karnevalscafé, dem Adventscafé oder dem Aktionstag für Menschen mit Behinderung.

Mit der Verleihung der Ehrennadel in Gold würdigt die Stadt Bergisch Gladbach eine Frau, die sich über Jahrzehnte hinweg mit großem persönlichen Einsatz für eine inklusivere Gesellschaft starkgemacht hat. Ihr Wirken hat die Entwicklung hin zu mehr Teilhabe und Barrierefreiheit in der Stadt entscheidend mitgestaltet.

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Q1 bleibt – Bergisch Gladbach plant neues Jugendzentrum für das Zanders-Areal

15 Mai 2026 von Felix Morgenstern

(Symbolbild)

Die Zukunft des Jugendzentrums Q1 sorgt in Bergisch Gladbach seit Tagen für Diskussionen. Berichte über eine mögliche Auflösung des Q1 hatten bei Bürgerinnen und Bürgern sowie in der Politik für Verunsicherung gesorgt. Nun stellt die Stadtverwaltung klar: Das Q1 soll nicht verschwinden – vielmehr wird gemeinsam an einer grundlegenden Neuausrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit gearbeitet.

Seit Juni 2025 befinden sich die Stadt Bergisch Gladbach, die evangelische Kirchengemeinde und das Q1 in Gesprächen über die Zukunft der Jugendarbeit in der Innenstadt. Ziel sei es, bestehende Angebote weiterzuentwickeln und an die Anforderungen des neuen Quartiers auf dem Zanders-Areal anzupassen.

Im Mittelpunkt stehen dabei der neue „Gleispark“ sowie perspektivisch die „Zentralwerkstatt“, die künftig als sozio-kulturelles Zentrum dienen soll. Dort sollen junge Menschen nicht nur einzelne Freizeitangebote nutzen können, sondern aktiv an der Gestaltung und Aneignung des neuen Quartiers beteiligt werden. Die Stadt betont ausdrücklich, dass die Zentralwerkstatt kein exklusiver Standort für ein Jugendzentrum werden soll. Vielmehr sei eine gemeinschaftliche Nutzung der Räume als Teil einer generationenübergreifenden Quartiersentwicklung vorgesehen.

Ein erster Schritt ist bereits erfolgt: Seit der Eröffnung des Gleisparks am 9. Mai 2026 bietet das Q1 dort offene Angebote für Kinder und Jugendliche an. Parallel dazu wird gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde geprüft, ob zusätzlich ein fester Standort in der Innenstadt geschaffen werden kann.

Die Verwaltung betrachtet die Zukunft des Q1 dabei aus zwei Perspektiven: zum einen als Teil der sozialen Entwicklung des Zanders-Areals, zum anderen im Rahmen der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Beide Bereiche werden innerhalb des Fachbereichs Jugend und Soziales eng miteinander abgestimmt.

Klar ist allerdings auch: Das bisherige Q1 wird in seiner heutigen Form langfristig nicht unverändert bestehen bleiben. Die Stadt macht jedoch deutlich, dass dies keineswegs das Ende der offenen Jugendarbeit in der Innenstadt bedeutet. Stattdessen soll ein modernes, sozialräumlich ausgerichtetes Jugendzentrum entstehen, das den Bedürfnissen junger Menschen im neuen Stadtquartier gerecht wird.

Konkrete politische Beschlüsse zur zukünftigen Unterbringung des Q1 gibt es derzeit noch nicht. Sobald belastbare Konzepte und Rahmenbedingungen vorliegen, will die Verwaltung die weiteren Schritte transparent in die politischen Gremien einbringen.

Die Stadt kündigt an, den Prozess gemeinsam mit allen Beteiligten weiterhin offen und konstruktiv zu gestalten.

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Bergisch Gladbach tritt wieder an: STADTRADELN 2026 startet Ende Mai

13 Mai 2026 von Felix Morgenstern

(Symbolbild)

In Bergisch Gladbach dreht sich ab dem 25. Mai wieder alles ums Fahrrad: Die Stadt beteiligt sich erneut an der bundesweiten Aktion STADTRADELN und ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, drei Wochen lang möglichst viele Wege klimafreundlich mit dem Rad zurückzulegen.

Bis zum 14. Juni sollen dabei möglichst viele Kilometer gesammelt und CO₂-Emissionen vermieden werden. Ziel der Kampagne ist es, den Radverkehr im Alltag zu stärken und ein Zeichen für nachhaltige Mobilität zu setzen.

„Alle Bürgerinnen und Bürger, Schulen, Vereine, Unternehmen und Institutionen sind eingeladen, mitzumachen und ihre mit dem Rad zurückgelegten Wege zu dokumentieren – egal ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit. Gemeinsam setzen wir auch dieses Jahr wieder ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität in Bergisch Gladbach“, erklärt Ragnar Migenda, Erster Beigeordneter der Stadt Bergisch Gladbach.

Teilnehmen können alle, die in Bergisch Gladbach wohnen, arbeiten, zur Schule gehen oder Mitglied eines Vereins sind. Ob alleine oder im Team – jede gefahrene Strecke zählt.

Die Anmeldung erfolgt online über die Plattform des STADTRADELN-Wettbewerbs. Unterstützt werden die Teilnehmenden dabei durch die kostenlose STADTRADELN-App. Mit ihr lassen sich die gefahrenen Kilometer per GPS automatisch erfassen und dem jeweiligen Team gutschreiben.

Gleichzeitig liefern die anonymisierten Daten der App der Stadt wichtige Erkenntnisse über das Mobilitätsverhalten der Bürgerinnen und Bürger. Diese Informationen sollen künftig helfen, die Radverkehrsplanung in Bergisch Gladbach weiter zu verbessern.

Mit der Aktion möchte die Stadt erneut möglichst viele Menschen motivieren, das Fahrrad stärker im Alltag zu nutzen – und damit aktiv zum Klimaschutz beizutragen.

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Workshop im Bergischen Museum: Barrierefreiheit von Anfang an mitgedacht

02 April 2026 von Felix Morgenstern

(Symbolbild)

Im Bergisches Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe steht die Zukunft ganz im Zeichen der Inklusion: Bei einem Workshop zur baulichen Barrierefreiheit brachten Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen ihre Erfahrungen und Perspektiven direkt in die Planung der Neukonzeption ein.

Blinde und sehbehinderte Menschen, Rollstuhlnutzende, Personen aus dem Autismus-Spektrum sowie Menschen mit kognitiven Einschränkungen diskutierten gemeinsam, wie das bislang nicht barrierefreie Museum künftig für alle zugänglich gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt standen dabei konkrete Alltagserfahrungen – und die Frage, an welchen Stellen Barrieren besonders häufig auftreten.

Grundlage für die Gespräche bildete eine aktuelle Machbarkeitsstudie, die erste Ideen für den Abbau baulicher Hindernisse entwickelt hat. Schnell wurde im Austausch deutlich, wie unterschiedlich die Anforderungen sind – und wie wichtig es ist, diese frühzeitig in die Planung einzubeziehen.

Museumsleiterin Sandra Brauer unterstrich die Bedeutung dieses Ansatzes: Barrierefreiheit sei ein zentrales Element der Neukonzeption und könne nicht allein am Schreibtisch entstehen. Vielmehr gelte es, die Perspektiven der Betroffenen aktiv einzubinden – ganz im Sinne des Leitgedankens der UN-Behindertenrechtskonvention: „Nichts über uns ohne uns.“

Auch die Inklusionsbeauftragte der Stadt, Monika Hiller, betonte den praktischen Nutzen der frühen Beteiligung. Wer Betroffene erst spät einbeziehe, verursache unnötigen Aufwand und zusätzliche Kosten. Durch die enge Zusammenarbeit könne hingegen ein Museum entstehen, das den Bedürfnissen aller gerecht werde.

Die Ergebnisse des Workshops fließen nun direkt in die weitere Entwicklung der Ausstellungskonzeption ein. Unterstützt wird das Projekt unter anderem vom Landschaftsverband Rheinland sowie der Kämpgen-Stiftung. Die Organisation und Durchführung des Workshops begleitete die Servicestelle INBECO für Inklusion in der Freizeit.

Mit dem Beteiligungsformat setzt das Museum ein klares Zeichen: Der Weg zu mehr Barrierefreiheit beginnt nicht erst beim Umbau – sondern bereits bei der Planung.

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