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Kinder müssen weichen, die Szene bleibt: Stadt gibt Spielplatz am Quirlsberg auf

Kinder müssen weichen, die Szene bleibt: Stadt gibt Spielplatz am Quirlsberg auf

16 Juli 2026 von Darian Lambert

Bürgerpartei GL kritisiert die Rückbau-Pläne scharf – auch Einzelratsmitglied Dr. Benno Nuding dagegen

Der Kinderspielplatz am Quirlsberg wird aufgegeben. Das hat die Stadtverwaltung den Fraktionen und Gruppen des Stadtrates am 15. Juli 2026 in einem kurzfristig anberaumten interfraktionellen Austausch mitgeteilt. Die Spielgeräte sollen zeitnah zurückgebaut werden; erhalten bleiben lediglich der angrenzende Bolzplatz als Sportfläche sowie die Parkanlage mit Sitzbänken. Die Ratsgruppe Bürgerpartei GL hat dem Vorhaben in dem Gespräch widersprochen – ebenso das Einzelratsmitglied Dr. Benno Nuding.

Symbolbild

Spritzen im Sandkasten, Crackpfeifen auf der Tischtennisplatte

Der Spielplatz liegt mitten in der Innenstadt, nur rund 50 Meter vom sogenannten „Zweitplatz“ an der Schnabelsmühle entfernt, zu dem die Verwaltung als Aufenthaltsort der Drogen- und Obdachlosenszene ausdrücklich steht. Die Folgen schilderte die Verwaltung (Fachbereich 8 – Immobilien, Liegenschaften und Stadtgrün, gemeinsam mit Fachbereich 5 – Jugend & Soziales) in dem Austausch selbst in drastischen Bildern: Scherben, Spritzen, Crackpfeifen und Drogenabfälle auf der Spielfläche, menschliche und tierische Fäkalien im Spielsand, zerstörte Spielgeräte, improvisierte Schlaflager – und das seit Monaten, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Sicheres Spielen sei nicht mehr gewährleistet, selbst städtische Mitarbeitende seien gefährdet.

Dabei hat die Stadt nach eigenen Angaben erheblich gegengehalten: rund fünfzehnfacher Personaleinsatz bei Kontrolle und Unterhaltung des Spielplatzes durch StadtGrün, rund fünffacher Aufwand bei der Umfeldreinigung durch die GL Service gGmbH, dazu Einsätze von Ordnungsamt, Polizei und aufsuchender Sozialarbeit – nach eigener Bewertung der Verwaltung „ohne nennenswerten Erfolg“. Das Ergebnis ist ein Trümmerfeld: Die Tischtennisplatte ist durch Crackpfeifen dauerhaft verharzt, das barrierefreie Spielgerät, die große Schaukel und die Drehscheibe sind gesperrt, die große Kletterspinne ist reparaturbedürftig. Intakt ist allein der Balancier-Parcours.

Was die Stadt jetzt plant

Die Verwaltung will den Rückbau per Pressemitteilung öffentlich ankündigen und zeitnah umsetzen. Noch reparable Spielgeräte sollen an anderen Standorten wiederverwendet, die Sandflächen als Magerrasen angesät und in ein innerstädtisches Biotop umgewandelt werden. Der Bolzplatz bleibt bestehen, perspektivisch wird eine Ergänzung um ein Freizeitsportangebot wie Discgolf geprüft. Prävention und aufsuchende Sozialarbeit sollen sich künftig auf den neuen Gleispark konzentrieren, um eine Verlagerung der Szene dorthin zu verhindern. Die Auswirkungen auf den Spielwert der Innenstadt bewertet die Verwaltung als gering und verweist auf Angebote im Umkreis von 500 Metern – darunter der am 9. Mai eröffnete Gleispark, der Forumpark, der Buchmühlenpark, der Spielpunkt Hauptstraße und die Paul-Ehrlich-Straße. Eine Befassung der Ratsgremien sieht der vorgestellte Fahrplan nicht vor.

Bürgerpartei GL: „Wer schaukeln will, muss gehen – wer Spritzen hinterlässt, darf bleiben“

Für die Bürgerpartei GL ist der Rückbau die falsche Antwort auf ein reales Problem. „Hier findet ein Offenbarungseid statt: Junkies können in Bergisch Gladbach unbehelligt Familien und Kinder von einem Spielplatz verdrängen – und die Antwort der Stadt ist, die Schaukeln abzubauen statt das Problem zu lösen. Wer Crackpfeifen und Spritzen im Sandkasten hinterlässt, darf bleiben. Wer schaukeln will, muss gehen. Das ist ein verheerendes Signal an alle Familien in der Innenstadt“, so Frank Samirae, Vorsitzender der Ratsgruppe Bürgerpartei GL.

Die Verwaltung betont zwar, gesellschaftliche Randgruppen und die Bedarfe der Kinder nicht gegeneinander ausspielen zu wollen, und hält ausdrücklich am Zweitplatz an der Schnabelsmühle fest. Im Ergebnis geschieht aus Sicht der Bürgerpartei GL aber genau das: Die Szene behält ihren Platz, die Kinder verlieren ihren. Der Staat zieht sich von einer öffentlichen Fläche zurück, statt Sicherheit und Ordnung dort durchzusetzen, wo Familien sie brauchen. Wer sich an die Regeln hält, räumt das Feld – wer sie täglich bricht, bleibt unbehelligt.

Die Ratsgruppe Bürgerpartei GL wird den Vorgang weiter kritisch begleiten.

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Villa Zanders feiert 20. KinderKünstlerFest – ein Nachmittag zum Mitmachen

Villa Zanders feiert 20. KinderKünstlerFest – ein Nachmittag zum Mitmachen

16 Juni 2026 von Darian Lambert

Tonen, drucken, malen: Am Sonntag, 28. Juni, lädt das Kunstmuseum Villa Zanders zum 20. KinderKünstlerFest auf die Museumswiese. Der Eintritt ist frei.

Seit zwei Jahrzehnten verwandelt sich die Wiese hinter dem Kunstmuseum Villa Zanders einmal im Jahr in eine große Kreativwerkstatt für Kinder – in diesem Sommer zum runden Jubiläum. Am Sonntag, 28. Juni 2026, steigt von 13 bis 17 Uhr das 20. KinderKünstlerFest. Der Eintritt ist frei.

An zahlreichen Mitmachstationen können die jungen Gäste selbst Hand anlegen: Gearbeitet wird mit Ton, eigene Motive lassen sich drucken, Collagen entstehen, und auch gemalt wird. Erfahrene Künstlerinnen und Künstler begleiten die Stationen und zeigen unterschiedliche Techniken; weitere kreative Aktionen kommen hinzu.

Auch das Museum selbst lädt bei freiem Eintritt ein. Für Familien gibt es zwei jeweils 20-minütige Kurzführungen durch die aktuellen Ausstellungen – die Plätze sind auf je 20 Personen begrenzt. Um 13.30 Uhr geht es durch „James Ensors fantastische Welten“, um 15.30 Uhr durch die Schau „Zeichenräume“. Für Verpflegung ist gesorgt.

Einen Vorbehalt gibt es: Das Fest findet nur bei schönem Wetter statt. Aktuelle Hinweise veröffentlicht das Museum auf seiner Website und auf seinem Instagram-Kanal.

Am Fest beteiligt sind neben dem Kunstmuseum auch der Freundeskreis Kunstmuseum Villa Zanders und der Verein Bürger für uns Pänz.

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Radschnellweg nach Köln: Bürger können bei letzter Inforunde mitreden

Radschnellweg nach Köln: Bürger können bei letzter Inforunde mitreden

16 Juni 2026 von Darian Lambert

Die Stadt Bergisch Gladbach stellt am Dienstag, 23. Juni, im Bergischen Löwen die Planungsvarianten für den ersten Abschnitt der RadPendlerRoute nach Köln vor – und bittet die Bürgerschaft um Rückmeldungen.

Wie sollen Radpendler künftig zwischen Bergisch Gladbach und Köln vorankommen? Über die Planungen für den ersten Abschnitt der geplanten RadPendlerRoute können Bürgerinnen und Bürger an diesem Dienstag noch einmal mitreden. Die Stadt lädt für den 23. Juni um 17.30 Uhr in den Spiegelsaal des Bergischen Löwen – es ist die dritte und vorerst letzte Informationsrunde zur Hauptroute.

Im Mittelpunkt steht der Streckenabschnitt zwischen der Kölner Stadtgrenze und dem Bereich Refrather Weg beziehungsweise Finanzamt. Auf diesem Stück – es führt über Gierather Straße, Rodemich und Am Rodenbach – hat die Verwaltung die Route in fünf Teilabschnitte gegliedert. Für jeden liegen mehrere Planungsvarianten vor, die der Abend mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen zur Diskussion stellt.

Durch die Entwürfe führt Johannes Füg vom Planungsbüro Fischer Teamplan. Im Anschluss können die Gäste Fragen stellen und sich an den einzelnen Abschnitten gezielt informieren. Wer teilnehmen möchte, soll sich vorab unter www.bergischgladbach.de/radpendlerroute anmelden.

Auf die Resonanz aus der Bürgerschaft legt die Stadt nach eigenen Angaben Wert. „Ihre Hinweise und Eingaben helfen, die städtischen Planungen weiter zu verbessern“, wirbt der Erste Beigeordnete Ragnar Migenda um Beteiligung – Ziel sei eine bestmögliche Lösung für die RadPendlerRoute.

Hinter dem Projekt steht ein interkommunales Vorhaben für das rechtsrheinische Umland: Vier Routen sollen die Region mit Köln verknüpfen. Für Bergisch Gladbach ist eine Hauptroute samt Zubringer nach Bensberg vorgesehen – gedacht als zügige Alltagsverbindung für Radfahrerinnen und Radfahrer. Den Ausbau des Radverkehrs treibt die Stadt seit einigen Jahren voran; erste Verbesserungen seien bereits sichtbar, heißt es aus dem Rathaus. Zugleich gewinne der Umweltverbund aus Rad, Fuß und Bus und Bahn an Bedeutung.

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Bürgerpartei GL lädt zu Expertenvorträgen ins Rathaus ein

29 Mai 2026 von Darian Lambert

Doppel-Informationsveranstaltung: Effektiver Schutz vor Wohnungseinbrüchen und Aufklärung über perfide Betrugsmaschen gegen Senioren

Vorsorge ist besser als Nachsorge – nach dieser bewährten Devise lädt die Bürgerpartei GL alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer hochaktuellen Doppel-Veranstaltung im Rahmen ihrer offenen Mitgliederversammlung ein. Am kommenden Mittwochabend widmet sich die Fraktion im großen Ratssaal gleich zwei brennenden Sicherheitsthemen, die vielen Menschen in Bergisch Gladbach am Herzen liegen: der Einbruchsprävention und dem Schutz vor Kriminalität zum Nachteil von Seniorinnen und Senioren. Experten der Kriminalpolizei werden an diesem Abend praxisnahe Aufklärung leisten.

Teil 1: Einbrechern das Handwerk legen

Angesichts der spürbaren Sorgen vor Wohnungseinbrüchen bietet die Bürgerpartei GL eine Plattform, um fundierte Informationen zu Vorbeugemöglichkeiten aus erster Hand zu erhalten. Fachleute der Polizei werden in einem umfassenden Vortrag zeigen, wie man das eigene Zuhause effektiv schützen kann. Dass Prävention wirkt, belegt die polizeiliche Erfahrung deutlich: Weit über 40 Prozent der Wohnungseinbrüche bleiben im bloßen Versuchsstadium stecken – nicht zuletzt wegen mechanischer und elektronischer Sicherungseinrichtungen. Neben technischer Beratung werden wertvolle Verhaltenstipps vermittelt und aufgezeigt, wie auch aufmerksame Nachbarn Täter abschrecken können.

Teil 2: Zusatzvortrag „KANN MIR NICHT PASSIEREN!“ – UND WAS, WENN DOCH?

Direkt im Anschluss beleuchtet die Polizei eine weitere, besonders perfide Form der Kriminalität. Ob Schockanrufe von vermeintlichen Verwandten, dreiste Täuschungen durch falsche Bankmitarbeiter oder das emotionale Ausnutzen beim sogenannten „Romance Scamming“ (Liebesbetrug im Internet) – die Maschen der Betrüger werden immer professioneller und skrupelloser. Dieser Zusatzvortrag richtet sich gezielt an Senioren sowie an alle Kinder, Enkel und Nahestehende, die ältere Menschen im Alltag begleiten und schützen möchten. Die Experten der Kriminalpolizei erklären die psychologischen Tricks der Täter und geben konkrete Verhaltensregeln an die Hand, um die Betrugsversuche sofort zu durchschauen und richtig zu reagieren.

Bürgerinnen und Bürger haben an diesem Abend umfassend die Gelegenheit, direkt Fragen an die Fachleute der Polizei zu richten. Der Eintritt zu beiden Vorträgen ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Veranstaltungsdaten auf einen Blick:

  • Termin: Mittwoch, 3. Juni 2026
  • Uhrzeit: ab 18:00 Uhr
  • Ort: Rathaus Stadtmitte, Großer Ratssaal
  • Adresse: Konrad-Adenauer-Platz 1, 51465 Bergisch Gladbach

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Streit um verschwundene Parkplätze vor dem Rathaus Stadtmitte

Streit um verschwundene Parkplätze vor dem Rathaus Stadtmitte

29 August 2025 von Darian Lambert

Sechs Parkplätze für PKW standen bis vor einiger Zeit direkt vor dem Rathaus Stadtmitte zur Verfügung – eine kleine, aber für Bürger und Besucher wertvolle Stellfläche. Heute ist davon nichts mehr übrig. Erst kamen Blumentröge und Fahrradständer, inzwischen prägen graue Betonpfeiler das Bild. Viele Bürger schütteln den Kopf über diese Entwicklung und sehen darin ein Symbol verfehlter Politik.

Unglaublich: Betonpfeiler blockieren die Parkplätze um Autos zu vertreiben

Händler beklagen Rückgang von Kunden

„Das ist ein Schildbürgerstreich“, klagt ein Anwohner. „Hier hat man funktionierende Parkplätze mit Steuergeld beseitigt, nur um am Ende graue Betonklötze aufzustellen. Für die Bürger bringt das überhaupt keinen Mehrwert.“

Besonders der Einzelhandel leidet. Geschäftsleute berichten von zunehmender Parkplatznot in der Innenstadt, die spontane Einkäufe erschwert. „Viele Kunden fahren einfach weiter, wenn sie nichts finden“, erklärt ein Ladeninhaber. „Gerade die kurzen Haltemöglichkeiten vor dem Rathaus waren für viele ein Segen.“

Kritik an Vorgehen der Stadtverwaltung

Brisant ist auch der Ablauf: Nach Informationen aus Ratskreisen soll die Entfernung der Parkplätze nicht über den Stadtrat beschlossen worden sein. Stattdessen habe man die Maßnahme offenbar im Verwaltungsweg durchgezogen. Als treibende Kraft wird der grüne Beigeordnete Ragnar Migenda genannt.

Erst blockierten Fahrradständer und Blumenkübel die Parkplätze

Für viele Bürger und Politiker ist das ein Unding. „Wenn solche einschneidenden Veränderungen an der Infrastruktur an den gewählten Gremien vorbeigeführt werden, untergräbt das das Vertrauen in die Kommunalpolitik“, so ein Ratsmitglied, das anonym bleiben möchte.

Deutliche Worte von Frank Samirae

Scharfe Kritik kommt vom Ratsmitglied Frank Samirae (Bürgerpartei GL). Er macht die Grünen direkt verantwortlich:

„Die Grünen haben mit dieser Maßnahme einmal mehr bewiesen, dass sie eine autofeindliche Ideologie über die Bedürfnisse der Menschen stellen. Die Parkplätze wurden ohne Beschluss, ohne Rücksprache und ohne Sinn entfernt. Damit schadet man nicht nur den Bürgern, sondern auch dem Handel in unserer Stadt.“

Samirae wirft den Grünen vor, eine „autofeindliche Politik auf Kosten der Bürger“ zu betreiben. „Es ist erschreckend, wie hier Steuergelder verbrannt werden, um am Ende ein paar Betonpfeiler hinzustellen. Von Aufwertung kann keine Rede sein.“

Sechs gute Parkplätze gab es vor dem Rathaus – bis die Grünen kamen

Kosten und Nutzen fraglich

Auch die finanziellen Aspekte stehen in der Kritik. Mehrfach mussten Umbauten vorgenommen werden – zunächst mit Blumentrögen, dann mit Fahrradständern, nun mit Betonpollern. Jede Veränderung verursachte zusätzliche Kosten. Offiziell wird die Maßnahme mit dem Argument „Aufwertung des Rathausumfelds“ begründet. Doch viele Bürger empfinden die neue Gestaltung als trostlos und unattraktiv.

Politische Folgen möglich

Die Kontroverse um die Parkplätze könnte noch lange nachwirken. Viele Anwohner und Händler fühlen sich von der Politik übergangen und fordern Transparenz über die Entscheidungswege. Beobachter sehen in der Affäre auch Sprengstoff für kommende Wahlen.

„Die Menschen wollen keine ideologischen Experimente, sondern pragmatische Lösungen“, so ein Händler. „Wenn sich nichts ändert, werden viele ihr Kreuz künftig anders setzen.“

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Neues Stadthaus: Einzug verzögert sich um fast ein Jahr

Neues Stadthaus: Einzug verzögert sich um fast ein Jahr

29 August 2025 von Darian Lambert

Eigentlich sollte das Neue Stadthaus bereits zum 1. Dezember 2025 bezogen werden. Nun ist klar: Daraus wird nichts. Erst im September 2026 sollen die Schlüssel übergeben werden – fast ein Jahr später als geplant.

Die Begründung des Vermieters klingt bekannt: unvorhergesehene bauliche Probleme. Nach der Entkernung des Gebäudes traten statische und technische Schwierigkeiten auf, die zusätzliche Planungen notwendig machten. Bürgermeister Frank Stein wiegelte ab: „Bei einem Projekt dieser Größenordnung und Komplexität – insbesondere im Bestand – sind unvorhergesehene Entwicklungen leider nicht auszuschließen.“

Doch nicht nur das Gebäude selbst bremste den Fortschritt. Auch ein Eigentümerwechsel mitten im Projekt sorgte für weitere Verzögerungen. Die Abstimmungen zwischen den Beteiligten seien aufwändiger als erwartet gewesen. Kritiker sehen darin ein weiteres Beispiel für die schleppende Projektsteuerung der Stadt.

Offiziell hält die Verwaltung am Plan fest, sich parallel organisatorisch und technisch auf den späteren Bezug vorzubereiten. Die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen und die Einführung der e-Akte sollen nach Angaben der Stadt im Zeitplan liegen. „Auf unserer Seite läuft alles nach Plan“, versichert Projektleiterin Melissa Kemmerling. Auf der Baustelle selbst sei man zuletzt immerhin mit den Vorbereitungen für neue Wandstellungen vorangekommen.

Ein ausführlicher Sachstandsbericht soll im vierten Quartal 2025 vorgelegt werden. Dann will die Stadt die Hintergründe der Verzögerung offenlegen – und erläutern, wie es weitergeht.

Trotz der Probleme gibt sich Bürgermeister Stein zuversichtlich: „Wir halten an dem Ziel fest, mit dem Neuen Stadthaus einen modernen, digitalen und bürgernahen Verwaltungsstandort zu schaffen.“ Ob die Bürger nach Jahren der Ankündigungen und Verschiebungen diesen Worten noch Glauben schenken, bleibt jedoch fraglich.

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Der Kita-Betrug der SPD

Der Kita-Betrug der SPD

27 August 2025 von Darian Lambert

Als die SPD Bergisch Gladbach im Wahlkampf 2020 um Stimmen warb, versprach sie hoch und heilig: „Wir schaffen genug wohnortnahe Kita-, Tagespflege- und OGS-Plätze, damit jede Familie einen Platz bekommt. Wir werden die Nachfrage bis zum Ende der Wahlperiode zu 100 % abdecken“. Dazu sollte die Kinderbetreuung langfristig kostenfrei werden. Große Worte, die bei vielen Eltern Hoffnung weckten – Hoffnung, die bitter enttäuscht wurde.

Realität: Hunderte fehlende Plätze, Jahr für Jahr

Die nackten Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache:

  • 2020/21: Fehlten rund 190 Kita-Plätze.
  • 2023/24: Der Engpass erreichte ein neues Ausmaß – bis zu 500 fehlende Plätze.
  • 2024/25: Verwaltung sprach von einem rechnerischen „Überhang“, während in Wahrheit viele Familien weiterhin ohne Betreuungsplatz dastanden.
  • 2025/26: Prognosen schwanken zwischen 296 und über 500 fehlenden Plätzen, je nach Berechnung. Besonders betroffen sind Refrath, Schildgen, Bensberg und Herkenrath.

Währenddessen müssen Eltern ihre Berufstätigkeit aufgeben oder reduzieren, weil die Stadt es nicht schafft, ihrer Verantwortung nachzukommen. Für viele Familien ist das eine existentielle Bedrohung.

Rechtsanspruch seit 2013 – ein leeres Versprechen der Stadt

Seit dem 1. August 2013 haben Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen gesetzlichen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz (§ 24 SGB VIII). Dieser Anspruch ist eindeutig: Jedes Kind hat Anspruch auf einen Platz – unabhängig von Kapazitäten oder Haushaltslage.

Doch Bergisch Gladbach bricht dieses Recht regelmäßig. Zahlreiche Eltern mussten in den letzten Jahren vor Gericht ziehen, um den Betreuungsplatz einzuklagen, auf den sie einen Anspruch haben. Und die Stadt verliert diese Prozesse regelmäßig. Die Urteile belegen schwarz auf weiß: Bergisch Gladbach verstößt systematisch gegen geltendes Recht.

SPD-Versprechen – nichts als heiße Luft

Die SPD versprach nicht nur ausreichend Plätze, sondern auch eine langfristige Kostenfreiheit der Betreuung. Beides blieb unerfüllt. Weder gibt es genügend Plätze, noch sind die Beiträge abgeschafft worden.

Statt Verantwortung zu übernehmen, wird schöngerechnet und verzögert. Neubauprojekte kommen nicht oder nur halbherzig voran. Offizielle Zahlen suggerieren „Entspannung“, während Eltern auf Wartelisten verzweifeln.

Kalkül statt Politik – Wähler sollen getäuscht werden

Die SPD hat mit ihren Versprechen bewusst Erwartungen geweckt, die sie nicht erfüllen konnte oder wollte. Anstatt Fehler einzugestehen, setzt sie darauf, dass die Wählerinnen und Wähler die Wahlkampfparolen von 2020 vergessen haben.

Doch die Fakten sind unübersehbar:

  • Es gibt einen Rechtsanspruch – seit über zehn Jahren.
  • Bergisch Gladbach wird regelmäßig verklagt, weil dieser Anspruch gebrochen wird.
  • Die SPD versprach, das Problem zu lösen – tat es aber nicht.

Neues Wahlprogramm 2025–2030: Eingeständnis der eigenen Lügen

Mit ihrem neuen Wahlprogramm 2025–2030 liefert die SPD Bergisch Gladbach den Beweis für ihr eigenes Versagen: Nachdem sie 2020 großspurig versprochen hatte, bis zum Ende der Wahlperiode alle Betreuungsbedarfe zu 100 % abzudecken und die Kita-Betreuung langfristig kostenfrei zu machen, räumt sie nun ein, dass immer noch Plätze fehlen, Neubauten verschleppt wurden und Familien weiterhin Gebühren zahlen. Wenn die SPD heute ankündigt, „den Kita-Ausbau weiter vorantreiben“ zu wollen und lediglich prüft, ob Familien bis 60.000 € Einkommen von Beiträgen befreit werden können, dann ist das nichts anderes als das Eingeständnis, dass die alten Versprechen blanke Lügen waren. Die SPD setzt darauf, dass die Bürger vergessen, wie sie schon 2020 „100 % Versorgung“ und Kostenfreiheit zugesagt hat. Faktisch hat sie die Familien belogen, jahrelang im Stich gelassen und gesteht nun mit ihrem neuen Programm ein, was längst alle wissen: dass sie ihre eigenen Zusagen nie eingehalten hat.

Fazit

Die Kita-Krise in Bergisch Gladbach ist das Ergebnis jahrelanger politischer Untätigkeit – und gebrochener Wahlversprechen. Während die SPD von „100 % Versorgung“ sprach, kämpfen Eltern um jeden einzelnen Platz. Während von Kostenfreiheit die Rede war, zahlen Familien weiterhin Beiträge.

Die Wahrheit ist klar: Die SPD hat Familien nicht nur im Stich gelassen, sondern sie ganz offen belogen – in der Hoffnung, dass es niemand merkt.


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Kostengünstige Fahrräder vom Ordnungsamt

Kostengünstige Fahrräder vom Ordnungsamt

19 August 2025 von Darian Lambert

Wer ein Fahrrad zu einem günstigen Preis sucht, sollte sich Donnerstag, den 28. August, im Kalender vormerken: Dann lädt das Ordnungsamt zur Versteigerung von Fundfahrrädern ein.

Bei den angebotenen Rädern handelt es sich um Fundstücke, die im Stadtgebiet aufgefunden und innerhalb von sechs Monaten nicht von ihren Eigentümerinnen oder Eigentümern abgeholt wurden. Sie kommen nun unter den Hammer – und zwar nach dem bekannten Prinzip: Zuschlag erhält, wer das höchste Gebot abgibt.

Insgesamt werden rund 35 bis 40 Fahrräder sowie zusätzlich fünf E-Bikes versteigert. Die Auswahl ist breit gefächert: Von schlichten Alltagsrädern bis hin zu hochwertigen Modellen ist für nahezu jeden Bedarf etwas dabei.

Die Versteigerung findet hinter dem Stadthaus am Konrad-Adenauer-Platz 9 statt. Über den Fußweg zwischen Stadthaus und der Bushaltestelle „Markt“ gelangt man direkt zum Parkplatz der Stadtverwaltung und den Garagen der Ordnungsbehörde. Ab 15 Uhr können Interessierte die Räder vorab in Augenschein nehmen, bevor ab 16 Uhr die Auktion beginnt. Gegen 18 Uhr wird die Veranstaltung voraussichtlich enden.

Wichtig zu wissen: Eine Gewährleistung auf die ersteigerten Fahrräder gibt es nicht.

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Bürgerpartei GL startet kraftvoll in den Wahlkampf

Bürgerpartei GL startet kraftvoll in den Wahlkampf

19 Juli 2025 von Darian Lambert

Auftakt mit Rückenwind und großer Zustimmung der Bürger
Mit dem offiziellen Beginn des Citywahlkampfes hat die Bürgerpartei GL ihren Wahlkampf zur anstehenden Kommunalwahl mit starker Präsenz und klarem Profil eingeläutet. Bereits in den ersten Tagen zeigen sich viele Bürgerinnen und Bürger erfreut darüber, dass es eine echte Alternative zur SPD-geführten Rathauspolitik gibt. „Der Wahlkampf hat begonnen – und mit ihm die Chance, Bergisch Gladbach wieder in Bürgerhand zu geben“, erklärt Frank Samirae, Vorsitzender der Bürgerpartei GL.

Nach den zuletzt öffentlich gewordenen Versuchen einzelner SPD-Funktionäre, den demokratischen Wettbewerb zu behindern, sei es umso wichtiger, mit klarem Kurs, Transparenz und Mut zur Veränderung aufzutreten. „Dass wir nicht in einer SPD-Demokratur leben müssen, verdanken wir einem starken Rechtsstaat – und dem gesunden Menschenverstand der Bürger. Jetzt gilt es, diesen Schwung mitzunehmen“, so Samirae weiter.

Bereits jetzt zeigt sich die Bürgerpartei GL stark in der Stadt präsent – mit Plakaten, Infoständen, Gesprächen vor Ort und einem aktiven Auftritt in den sozialen Medien. „Wir führen einen offenen, ehrlichen und bürgernahen Wahlkampf. Bei uns steht der direkte Dialog im Vordergrund – nicht Parteitaktik oder Machtspielchen“, sagte ein Sprecher der Wählergemeinschaft.

Die Resonanz aus der Bevölkerung ist positiv. Viele Bürgerinnen und Bürger begrüßen den frischen Wind, den die Bürgerpartei GL in den Wahlkampf bringt – und die klare Haltung gegen Machtmissbrauch und parteipolitische Selbstbedienung. „Die Menschen spüren: Es geht um mehr als um Wahlplakate – es geht um Haltung, um Glaubwürdigkeit und um die Zukunft unserer Stadt“, ergänzt Samirae.

Die Bürgerpartei GL tritt mit einem motivierten, kompetenten Team an, das bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und Bergisch Gladbach gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern in eine neue Richtung zu führen. „Unsere Stadt verdient eine ehrliche Politik auf Augenhöhe – nicht ideologische Rechthaberei. Dafür stehen wir – klar, kraftvoll und bereit“, so Samirae abschließend.

Mehr erfahren:
Das vollständige Wahlprogramm der Bürgerpartei GL sowie alle Termine und Aktionen finden Sie online unter 👉 buerger-partei.de

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Einbruchsserie in der Bergisch Gladbacher Innenstadt – Polizei sucht Zeugen

14 Juni 2025 von Felix Morgenstern

In der Nacht auf Donnerstag (12. Juni) kam es in der Fußgängerzone von Bergisch Gladbach zu gleich zwei Einbrüchen. Betroffen waren ein Eiscafé und die benachbarte Pizzeria an der Hauptstraße. Die Polizei geht von einem Zusammenhang zwischen den Taten aus und bittet die Bevölkerung um Hinweise.

Symbolbild

Fenster aufgebrochen – Bargeld gestohlen

Am frühen Donnerstagmorgen wurde zunächst ein Einbruch in ein Eiscafé gemeldet. Während der Anzeigenaufnahme entdeckten die eingesetzten Beamten, dass auch in das unmittelbar angrenzende Restaurant eingebrochen worden war. Beide Lokale waren laut Angaben der Inhaber am Vortag noch unversehrt.

Unbekannte Täter hatten sich in der Nacht gewaltsam Zugang zu dem Wohn- und Geschäftsgebäude verschafft, indem sie ein Fenster aufbrachen. Im Inneren durchwühlten sie beide Lokale und öffneten mehrere Zwischentüren. Aus dem Eiscafé wurde ein Bargeldbetrag im unteren vierstelligen Bereich entwendet. Ob aus der Pizzeria ebenfalls Gegenstände oder Geld gestohlen wurden, war zunächst unklar.

Spuren und Werkzeuge sichergestellt

Die Täter hinterließen am Tatort diverse Werkzeuge, die nun als Beweismittel ausgewertet werden. Die Polizei sicherte zudem umfangreiche Spuren, um mögliche Rückschlüsse auf die Täter ziehen zu können.

Ermittlungen laufen – Polizei bittet um Hinweise

Der entstandene Sachschaden wird auf einen mittleren vierstelligen Betrag geschätzt. Das zuständige Kriminalkommissariat 2 der Polizei Rhein-Berg bittet Zeugen, die in der Nacht verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu den Tätern geben können, sich unter der Telefonnummer 02202 205-0 zu melden.

Die Ermittlungen zu den Einbrüchen dauern an. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Taten gilt als sehr wahrscheinlich.

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