Bergisch Gladbach. In einem Einfamilienhaus im Stadtteil Moitzfeld ist es am Wochenende zu einem Einbruch gekommen. Unbekannte Täter verschafften sich Zugang zu dem Wohnhaus an der Straße „Im Lerchenfeld“ und entwendeten Schmuck.
Wie die Kreispolizeibehörde Rheinisch-Bergischer Kreis mitteilt, bemerkten die Bewohner die Tat am Sonntagabend (02.03.) gegen 19:30 Uhr. Sie waren aus dem Urlaub zurückgekehrt und stellten fest, dass die beiden Türen des Wintergartens offenstanden. Zudem wiesen zwei Türen deutliche Hebelspuren auf – ein Hinweis auf gewaltsames Eindringen.
Im Inneren des Hauses hatten die Täter offenbar sämtliche Räume durchsucht. Schränke und Schubladen waren geöffnet und durchwühlt. Nach bisherigem Ermittlungsstand wurde diverser Schmuck entwendet. Angaben zur genauen Schadenshöhe liegen derzeit noch nicht vor.
Eine Nachbarin hatte während der Abwesenheit der Eigentümer nach dem Haus gesehen. Zuletzt sei sie am Samstag (28.02.) dort gewesen – zu diesem Zeitpunkt sei noch alles in Ordnung gewesen.
Die Polizei nahm eine Strafanzeige auf und leitete umgehend eine Spurensicherung ein. Das zuständige Kriminalkommissariat 2 bittet nun um Hinweise aus der Bevölkerung: Wer im Zeitraum zwischen Samstag und Sonntagabend im Umfeld der Straße „Im Lerchenfeld“ verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 02202 205-0 zu melden.
Gronau. Mehr Raum zum Durchatmen: Im Stadtteil Gronau sind in der vergangenen Woche die ersten sechs von insgesamt zehn neuen Sitzbänken aufgestellt worden. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität im Quartier spürbar zu verbessern und Orte zu schaffen, die zum Verweilen und Ausruhen einladen.
Die Maßnahme ist Teil des Strategischen Entwicklungskonzepts (StEK) Gronau, das im Juni politisch beschlossen wurde. Entwickelt wurde das Konzept unter Federführung des Ersten Beigeordneten Ragnar Migenda. Es umfasst zehn Maßnahmen, die in den kommenden Jahren – möglichst mit Unterstützung öffentlicher Fördermittel – umgesetzt werden sollen.
Zentrale Standorte im Blick
Die neuen Bänke stehen unter anderem an der Mülheimer Straße, am Parkplatz des S-Bahnhofs Duckterath, am Regenrückhaltebecken sowie am Dünnhofsweg. Gerade an stark frequentierten Wegen und Plätzen sollen sie kurze Pausen im Alltag ermöglichen – sei es beim Spaziergang, auf dem Weg zum Einkauf oder beim Warten auf den Zug.
Eine Übersicht über die genauen Standorte der bereits installierten Bänke stellt die Bergisch Gladbach auf ihrer Internetseite zur Verfügung. Die Positionen der weiteren vier Bänke sollen nach Abschluss der Detailplanung veröffentlicht werden.
Bürgerbeteiligung als Grundlage
Die Auswahl der Standorte erfolgte nicht am Reißbrett, sondern im Dialog mit den Menschen vor Ort. In zwei Beteiligungsaktionen kamen Jugendliche, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Mobilitätseinschränkungen im Jugendzentrum Cross zusammen, um über fehlende Sitzgelegenheiten im Stadtteil zu beraten.
„Hierzu haben wir im Sommer sowohl Jugendliche als auch Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ins Jugendzentrum Cross eingeladen, um gemeinsam zu diskutieren, wo in Gronau Bänke fehlen“, erläutert Ragnar Migenda. Möglich geworden sei dies durch die enge Zusammenarbeit der Abteilungen Stadtplanung und Soziale Stadtentwicklung.
Auch Bürgermeister Marcel Kreutz sieht in der Installation einen wichtigen Schritt: Mit der Aufstellung der Bänke setze das StEK Gronau einen ersten sichtbaren Impuls im Stadtteil. Zugleich dankte er den Bürgerinnen und Bürgern für ihre rege Beteiligung an den Planungen.
Leitlinien für die Zukunft
Das StEK Gronau definiert die inhaltlichen und räumlichen Leitlinien für die Weiterentwicklung des Stadtteils. Nach dem einstimmigen politischen Beschluss im Sommer 2025 sollen die festgelegten Maßnahmen schrittweise realisiert werden – nach Möglichkeit mit Unterstützung durch Förderprogramme.
Mit den neuen Sitzgelegenheiten wird nun ein erster Baustein des Konzepts konkret sichtbar. Weitere Projekte sollen folgen und Gronau langfristig stärken – als lebendigen, sozial verankerten und attraktiven Stadtteil.
Bergisch Gladbach. Gute Nachrichten für Engagierte: Die Zugangsvoraussetzungen für die Ehrenamtskarte NRW sind gesenkt worden. Grundlage ist ein im Dezember 2025 in den Landtag Nordrhein-Westfalen eingebrachter Antrag. Auch die Bergisch Gladbach begrüßt die Entscheidung und öffnet damit weiteren Ehrenamtlichen die Tür zu der landesweiten Anerkennungskarte.
Weniger Stunden, mehr Möglichkeiten
Künftig müssen Engagierte statt bislang 250 nur noch 200 Stunden ehrenamtliche Arbeit pro Jahr nachweisen. Das entspricht einem durchschnittlichen Einsatz von vier Stunden pro Woche. Die Absenkung soll es insbesondere Menschen mit begrenzten zeitlichen Ressourcen erleichtern, von der Ehrenamtskarte zu profitieren.
Eine weitere Neuerung: Ehrenamtliche dürfen nun eine Aufwandsentschädigung erhalten, solange diese den steuerlichen Freibetrag der Ehrenamtspauschale (960 Euro) beziehungsweise der Übungsleiterpauschale (3.300 Euro) nicht überschreitet. Damit trägt die Neuregelung der Realität vieler Vereine Rechnung, in denen Engagement häufig mit kleinen finanziellen Ausgleichszahlungen verbunden ist.
Unverändert bleibt jedoch eine zentrale Voraussetzung: Wer die Ehrenamtskarte beantragen möchte, muss seit mindestens zwei Jahren in Bergisch Gladbach ehrenamtlich aktiv sein.
Dank mit praktischem Nutzen
Die Ehrenamtskarte NRW verbindet symbolische Anerkennung mit konkreten Vorteilen. Inhaberinnen und Inhaber profitieren landesweit von rund 5.000 Vergünstigungen. Dazu zählen Ermäßigungen in Schwimmbädern und Museen, Preisnachlässe bei Veranstaltungen sowie Rabatte bei Einzelhändlern, Kinos und Sportstätten.
Seit 2013 beteiligt sich die Stadt Bergisch Gladbach an dem Gemeinschaftsprojekt des Landes Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, das besondere Engagement der Bürgerinnen und Bürger sichtbar zu würdigen und einen zusätzlichen Anreiz für freiwilligen Einsatz zu schaffen.
Antragstellung und Kontakt
Die Ehrenamtskarte NRW kann über das Antragsformular der Stadt Bergisch Gladbach beantragt werden. Ansprechpartnerin für Fragen rund um die Karte ist Jana Lülf vom Büro des Bürgermeisters (Tel.: 02202 14 1470).
Mit der Absenkung der Zugangshürden setzt das Land ein klares Signal: Ehrenamtliches Engagement bleibt eine tragende Säule des gesellschaftlichen Zusammenhalts – und verdient Anerkennung.
Rheinisch-Bergischer Kreis. Die Polizei zieht nach den Rosenmontagszügen am 16. Februar eine durchweg positive Bilanz: Trotz zahlreicher Veranstaltungen blieb es im gesamten Kreisgebiet überwiegend ruhig – auch wenn das nasskalte Wetter für deutlich geringere Besucherzahlen sorgte.
Weniger Besucher wegen Wetter
Nach Einschätzung der Einsatzkräfte lockte die Witterung spürbar weniger Menschen an die Zugstrecken als in den vergangenen Jahren. Die Stimmung der Anwesenden blieb dennoch ausgelassen.
Störungsfrei verliefen die Umzüge in:
Odenthal-Eikamp
Odenthal-Blecher
Bergisch Gladbach-Herkenrath
Overath-Steinenbrück
Rösrath-Mitte
In Kürten-Dürscheid sprach die Polizei vorsorglich zwei Platzverweise aus. Straftaten wurden jedoch nicht festgestellt.
Auch Dabringhausen ohne Zwischenfälle
Beim Zug in Wermelskirchen-Dabringhausen bestätigte der Einsatzleiter ebenfalls eine geringere Besucherzahl. Ein polizeiliches Einschreiten war nicht erforderlich, und nach bisherigen Erkenntnissen kam es auch dort zu keinen Straftaten.
Positive Gesamtbilanz der Session
Aus Sicht der Polizei verlief damit die gesamte Karnevalssession im Rheinisch-Bergischen Kreis mit ihren zahlreichen Umzügen „ganz überwiegend sehr friedlich“.
Für das kommende Jahr wünschen sich die Einsatzkräfte eine ähnlich ruhige Lage – allerdings mit besserem Wetter für die Karnevalisten.
Mehrere Vorfälle am Wochenende im Rheinisch-Bergischen Kreis und Umgebung zeigen erneut, wie gefährlich winterliche Straßenverhältnisse in Kombination mit Alkohol am Steuer sind. Polizei und Rettungskräfte mussten gleich mehrfach ausrücken – teils wegen Trunkenheitsfahrten, teils aufgrund von Verkehrsunfallfluchten auf schneebedeckten Fahrbahnen.
Unfall mit Fahrerflucht und über 1,5 Promille in Immekeppel
In den frühen Morgenstunden des Montags (16.02.) beobachtete ein Zeuge im Overather Ortsteil Immekeppel, wie ein Audi gegen einen Laternenmast prallte und anschließend einfach weiterfuhr. Eine Streifenwagenbesatzung konnte Fahrzeug und Fahrer kurze Zeit später unweit der Unfallstelle antreffen.
Offenbar hatte der 30-jährige Bergisch Gladbacher nach dem Verlassen des Unfallortes wegen der winterlichen Witterung erneut die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Die Beamten stellten deutliche Hinweise auf Alkoholkonsum fest – ein Atemalkoholvortest ergab über 1,5 Promille. Der Mann wurde zur Polizeiwache Overath/Rösrath gebracht, wo ein Arzt zwei Blutproben entnahm. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt, nun erwartet ihn ein Strafverfahren.
Trunkenheitsfahrt ohne Licht in Bergisch Gladbach
Bereits am Sonntagabend (15.02.) war ein weiterer alkoholisierter Autofahrer unterwegs. Gegen 21:10 Uhr fiel einer Streifenwagenbesatzung auf der Bensberger Straße ein Pkw ohne eingeschaltete Beleuchtung auf.
Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Beamten starken Alkoholgeruch und deutliche Ausfallerscheinungen bei dem 62-jährigen Fahrer aus Engelskirchen fest. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab 0,92 Promille. Auch hier wurde eine Blutprobe entnommen, die Weiterfahrt untersagt und ein Strafverfahren eingeleitet.
Mehrere Unfallfluchten auf schneeglatter Fahrbahn
Neben Alkohol spielte am Wochenende auch Schnee eine entscheidende Rolle bei Verkehrsunfällen:
Wermelskirchen, Bergisch Born / Neuenhöhe (15.02., 20:10 Uhr): Ein schwarzer Pkw rutschte auf schneebedeckter Fahrbahn in den Mercedes eines 42-jährigen Wermelskircheners. Der Verursacher entfernte sich anschließend unerlaubt vom Unfallort. Der Schaden liegt im vierstelligen Bereich.
Wermelskirchen, Berliner Straße (15.02., 22:55 Uhr): Ein silbernes Auto beschädigte einen geparkten Audi sowie einen BMW und flüchtete ebenfalls. Zum Unfallzeitpunkt war die Straße vollständig mit Schnee bedeckt.
Die Polizei bittet in beiden Fällen um Hinweise unter 02202-2050.
Kürten-Bechen – Nach dem Karnevalszug an Weiberfastnacht (12. Februar) hat die Polizei im Rheinisch-Bergischen Kreis eine überwiegend positive Bilanz gezogen. Im Vergleich zu den Vorjahren registrierten die Einsatzkräfte deutlich weniger Störungen und Straftaten.
Eine Rolle spielte dabei vermutlich auch das schlechte Wetter: Vor Beginn des Zuges versammelten sich weniger Jecken entlang der Strecke. Dennoch kam es insbesondere im Bereich „Esel“ – dem Parkplatz am Kreisverkehr Kölner Straße/Odenthaler Straße – zu einer größeren Ansammlung alkoholisierter Jugendlicher und Heranwachsender.
Gegen 13.40 Uhr meldete das Kürtener Ordnungsamt eine achtköpfige Gruppe, die durch aggressives und provokantes Verhalten auffiel. Die Polizei sprach gezielt mit den Beteiligten (Gefährderansprache). Anschließend trat die Gruppe nicht mehr störend in Erscheinung, blieb aber unter Beobachtung.
Weitere Vorfälle im Tagesverlauf:
14.25 Uhr: Ein Mann wurde beim Zünden von Pyrotechnik beobachtet. Die Beamten fanden weiteres Material und stellten es sicher. Es wurde eine Strafanzeige gefertigt.
15.40 Uhr: Ein 20-Jähriger warf Wurfmaterial gezielt auf Zugteilnehmende und schubste Umstehende in Richtung der Wagen. Er erhielt einen Platzverweis für die Dauer des Zuges.
15.50 Uhr: Eine körperliche Auseinandersetzung sowie Sachbeschädigung an einem Auto auf der Odenthaler Straße wurden gemeldet. Die Beteiligten waren beim Eintreffen der Polizei bereits verschwunden. Nach Zeugenaussagen wurden Anzeigen wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung erstattet.
16.30 Uhr: Eine zuvor des Platzes verwiesene Person wurde erneut angetroffen und kurzzeitig in Gewahrsam genommen.
Trotz dieser einzelnen Einsätze hatte die Polizei insgesamt deutlich weniger zu tun als in den Jahren zuvor. Neben der Witterung habe auch die erhöhte Polizeipräsenz sowie die gute Zusammenarbeit mit Sicherheitsdiensten und dem Ordnungsamt dazu beigetragen.
Die Polizei kündigte an, auch bei den kommenden Karnevalszügen mit zahlreichen Kräften präsent zu sein, damit die Feierlichkeiten weiterhin fröhlich und friedlich verlaufen.
Bergisch Gladbach. Die Stadt Bergisch Gladbach ist bestens auf die bevorstehenden Karnevalstage vorbereitet. Wie bereits in den vergangenen Jahren wird eine Mobile Einsatzleitstelle bei den Karnevalszügen in der Stadtmitte, in Bensberg und in Refrath vor Ort sein. Ziel ist es, die Sicherheit der Feiernden zu gewährleisten und als direkte Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger zu dienen.
Abgestimmte Sicherheitskonzepte
Die Sicherheitsmaßnahmen wurden im Vorfeld eng zwischen Ordnungsbehörde, Polizei und Veranstaltern abgestimmt und nochmals angepasst.
„Die Sicherheitskonzepte sind von uns mit Polizei und Veranstaltern abgestimmt und entsprechend der Erkenntnisse auch noch nachgeschärft worden. Sogenannte Terrorsperren in Form von LKW und Großfahrzeugen werden an allen wichtigen Stellen errichtet, um das Feiern so sicher wie möglich zu machen“, erklärt Ordnungsdezernent Thore Eggert.
Diese Maßnahmen bringen zwar verkehrliche Einschränkungen mit sich, dienen jedoch dem Schutz aller Besucherinnen und Besucher. Zusätzlich werden Kontrollen zur Einhaltung des Glasverbots sowie zum Jugendschutz durchgeführt.
Mobile Leitstelle als zentrale Anlaufstelle
Die Mobile Einsatzleitstelle übernimmt eine zentrale Rolle im Einsatzgeschehen. Sie ermöglicht kurze Wege, schnelle Abstimmungen und eine unmittelbare Reaktion auf aktuelle Entwicklungen.
„Die mobile Einsatzleitstelle bietet Vorteile in der Erreichbarkeit, sie ist nah am Geschehen und von dort erfolgt die gesamte Koordination der Einsätze. Natürlich können Bürgerinnen und Bürger dort jederzeit vorbeikommen, um Auffälligkeiten zu melden, sodass wir jederzeit schnell und lageangepasst reagieren können“, betont Heike Hiebert, Sachgebietsleiterin des Stadtordnungsdienstes.
Die Mitarbeitenden der Ordnungsbehörde sind während der gesamten Veranstaltungen präsent, ansprechbar und sorgen für sichere Abläufe – damit unbeschwert gefeiert werden kann.
Letzter Karneval in besonderer Funktion
Auch organisatorisch gibt es positive Nachrichten: Die Bauarbeiten in der Laurentiusstraße sind so weit fortgeschritten, dass der Gladbacher Karnevalszug ohne Absperrungen oder Einschränkungen durch die Straße ziehen kann.
Für Ute Unrau, Leiterin der Ordnungsbehörde, ist es ein besonderer Karneval:
„Somit steht dem Feiern auf den Karnevalszügen in Bergisch Gladbach nichts mehr im Wege. Ich freue mich auf ein sicheres und ausgelassenes Karnevalsfest – und ganz persönlich darauf, es nach 26 Jahren als Leiterin der Ordnungsbehörde ein letztes Mal in dieser Funktion begleiten zu dürfen.“
Mit umfassenden Sicherheitsvorkehrungen, enger Zusammenarbeit aller Beteiligten und einer gut erreichbaren Einsatzleitstelle steht einem fröhlichen und sicheren Karneval in Bergisch Gladbach nichts im Wege.
Bergisch Gladbach – Hoher Besuch bei der Feuerwehr Bergisch Gladbach: Am Mittwoch, 4. Februar 2026, empfangen die Einsatzkräfte an der Feuer- und Rettungswache 1 in der Stadtmitte das Bergisch Gladbacher Dreigestirn sowie das Kinderdreigestirn. Der traditionelle Besuch ist fester Bestandteil der Karnevalszeit und verbindet rheinische Lebensfreude mit dem wichtigen Thema Brandschutz.
Für die Tollitäten steht ein abwechslungsreiches und zugleich lehrreiches Programm auf dem Plan. Neben Einblicken in die Arbeit der Feuerwehr erwartet sie unter anderem eine Fahrt mit der Drehleiter hoch hinaus – ein sprichwörtlicher Ausflug in den „jecken Himmel“ über den Dächern von Bergisch Gladbach. Ziel der Aufgaben: das begehrte Ehrenzertifikat der Feuerwehr für brandschutztechnische Kenntnisse zu erlangen.
Die Feuerwehr Bergisch Gladbach lädt Vertreterinnen und Vertreter der Presse herzlich ein, über den Besuch zu berichten und Bildmaterial zu erstellen. Der Fototermin beginnt um 13:00 Uhr an der Feuer- und Rettungswache 1, Paffrather Straße 175, 51465 Bergisch Gladbach.
Der Besuch der Dreigestirne unterstreicht nicht nur die enge Verbundenheit zwischen Brauchtum und Stadtgesellschaft, sondern würdigt auch das Engagement der Feuerwehrkräfte, die rund um die Uhr für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Einsatz sind.
Sechs Athlet*innen aus Köln bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo dabei
Köln. Bei den Olympischen Winterspielen vom 6. bis 22. Februar in Mailand und Cortina d’Ampezzo ist Köln prominent vertreten: Insgesamt sechs Athletinnen und Athleten mit engem Bezug zur Domstadt gehen bei dem internationalen Sportereignis an den Start.
Symbolbild
Mit der Eishockeyspielerin Svenja Voigt, dem Eishockeyspieler Leon Draisaitl sowie vier Akteuren der Kölner Haie stellt Köln ein starkes Aufgebot im olympischen Eishockey. Während Patrick Russell und Frederik Storm für die dänische Nationalmannschaft nominiert wurden, treten Parker Tuomie, Moritz Müller, Leon Draisaitl und Svenja Voigt für die deutschen Nationalteams an.
Für Leon Draisaitl, der in der nordamerikanischen Profiliga National Hockey League bei den Edmonton Oilers spielt, ebenso wie für Parker Tuomie und Svenja Voigt, sind es die ersten Olympischen Spiele. Patrick Russell und Frederik Storm nehmen bereits zum zweiten Mal an Olympischen Winterspielen teil. Moritz Müller bringt dagegen besonders viel Erfahrung mit: Für den Kapitän der Kölner Haie ist es bereits die dritte Olympia-Teilnahme.
Oberbürgermeister Torsten Burmester wünschte den Athletinnen und Athleten vor dem Start viel Erfolg: „Ich drücke allen Kölner Sportlerinnen und Sportlern bei den Olympischen Winterspielen fest die Daumen. Sie werden gemeinsam mit Athletinnen und Athleten aus der ganzen Welt für spannende Wettkämpfe und sportliche Höchstleistungen sorgen. Dabei repräsentieren sie auch die Stadt Köln beim größten Sportereignis der Welt – darauf bin ich sehr stolz.“
Zugleich hob Burmester die Vorbildfunktion der Teilnehmenden hervor: Kölns Olympia-Athletinnen und -Athleten seien Inspiration für viele Kinder und Jugendliche, die selbst von einer sportlichen Karriere und der Teilnahme an Olympischen Spielen träumten.
IG BAU warnt vor Wohnungsnot für Azubis und wachsender Wohnarmut im Alter im Rheinisch-Bergischen Kreis
Rheinisch-Bergischer Kreis. Steigende Mieten und ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum treffen im Rheinisch-Bergischen Kreis vor allem zwei Gruppen besonders hart: junge Menschen am Start ins Berufsleben und ältere Menschen im Ruhestand. Darauf macht die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) aufmerksam.
Symbolbild
Nach Angaben der IG BAU Köln-Bonn leben rund 3.510 Auszubildende im Kreisgebiet noch bei ihren Eltern – häufig nicht aus freien Stücken. „Viele Azubis können sich eine eigene Wohnung oder auch nur ein WG-Zimmer schlicht nicht leisten“, sagt Mehmet Perisan, Bezirksvorsitzender der IG BAU Köln-Bonn. Das zeige der aktuelle „Soziale Wohn-Monitor“ des Pestel-Institut, den die Gewerkschaft mit in Auftrag gegeben hat.
Wenn Ausbildung an Wohnkosten scheitert
Besonders problematisch sei, so Perisan, wenn fehlender Wohnraum dazu führt, dass Ausbildungsverträge gar nicht erst zustande kommen. „Es ist tragisch, wenn junge Menschen eine Ausbildung nicht beginnen können, weil sie keine bezahlbare Wohnung in der Nähe des Betriebs finden“, warnt er. Das sei nicht nur ein soziales Problem, sondern schade auch der regionalen Wirtschaft.
Die IG BAU fordert deshalb gezielte Förderprogramme von Bund und Land Nordrhein-Westfalen für den Bau von Azubi-Wohnungen – insbesondere in der Nähe von Ausbildungszentren. Auch steuerliche Anreize für Betriebe, die Wohnraum für ihre Auszubildenden schaffen, hält Perisan für sinnvoll. Ähnlichen Handlungsbedarf sieht die Gewerkschaft bei Studierenden und spricht sich für eine stärkere Förderung von Studentenwohnungen in Universitätsstädten aus.
Warnung vor Wohnarmut im Alter
Neben jungen Menschen geraten nach Einschätzung der IG BAU auch ältere Bürgerinnen und Bürger zunehmend unter Druck. Besonders betroffen seien die sogenannten Baby-Boomer: Rund 39.700 Menschen dieser Generation leben im Rheinisch-Bergischer Kreis. Nach Berechnungen des Pestel-Instituts werden sie bis 2035 vollständig in Rente sein.
„Viele von ihnen erhalten nur eine niedrige Rente, weil sie Phasen der Arbeitslosigkeit erlebt oder über Jahre hinweg für geringe Löhne gearbeitet haben“, erklärt Perisan. Steigende Mieten könnten dazu führen, dass sich viele ihre bisherige Wohnung im Alter kaum noch leisten können. „Sie wohnen sich regelrecht arm“, so der Gewerkschafter.
Mehr Sozialwohnungen als Schlüssel
Angesichts weiter steigender Mieten warnt die IG BAU vor einer zusätzlichen Verschärfung der Lage auf dem Wohnungsmarkt. „Mieten kennen seit Jahren nur eine Richtung – nach oben. Das muss sich ändern“, fordert Perisan. Ein entscheidender Hebel sei der massive Ausbau des sozialen Wohnungsbaus.
Der „Soziale Wohn-Monitor“ des Pestel-Instituts nennt hierfür eine klare Zielmarke: Die Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland müsse bis Mitte des kommenden Jahrzehnts von derzeit rund einer Million auf zwei Millionen steigen. Für Nordrhein-Westfalen bedeute das konkret, bis 2035 insgesamt 454.900 Sozialwohnungen bereitzustellen – rund 17.900 neue Sozialwohnungen pro Jahr.
Um dieses Ziel zu erreichen, seien erhebliche Fördermittel von Bund und Land notwendig. „Die Gelder müssen zu Baubeginn vollständig zur Verfügung stehen und dürfen nicht über Jahre gestreckt werden“, fordert Perisan. Gleichzeitig könne der Baustandard „Erleichtertes Bauen“ helfen, Kosten zu senken und mit gleichen Mitteln mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen – ohne Abstriche bei Qualität und Nachhaltigkeit.
Darüber hinaus plädiert die IG BAU für mehr Transparenz: Eine öffentliche Statistik solle monatlich erfassen, wo und in welchem Umfang neue Sozialwohnungen in Nordrhein-Westfalen entstehen. „Nur so lässt sich erkennen, ob die Politik ihre Ziele tatsächlich erreicht“, so Perisan.