Die Planungen für die neue Feuer- und Rettungswache 2 in Refrath gehen in die nächste Phase: Die Feuerwehr Bergisch Gladbach lädt deshalb Ende Mai zu einer weiteren Bürgerinformationsveranstaltung ein. Bürgerinnen und Bürger sollen dabei über den aktuellen Stand des Projekts sowie die nächsten Schritte informiert werden.
Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 27. Mai 2026, um 18 Uhr im Feuerwehrhaus 10 an der Steinbreche in Refrath statt. Gemeinsam mit dem beauftragten Architekturbüro will die Feuerwehr die aktuellen Planungen für den Neubau vorstellen und erläutern.
Bereits in den vergangenen Jahren hatte die Feuerwehr zusammen mit der Stadt Bergisch Gladbach in zwei Informationsveranstaltungen über das Vorhaben berichtet. Nun sollen die neuesten Entwicklungen präsentiert und offene Fragen beantwortet werden.
„Uns ist es wichtig, die Bürgerinnen und Bürger transparent über den aktuellen Sachstand des Projektes zu informieren und die weiteren Planungsschritte nachvollziehbar darzustellen“, erklärt Feuerwehrleiter Jörg Köhler.
Nach der Präsentation haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, mit Vertreterinnen und Vertretern der Feuerwehr sowie der Stadtverwaltung ins Gespräch zu kommen und Fragen zum Projekt zu stellen.
Eine Anmeldung für die Veranstaltung ist nicht erforderlich. Wer Unterstützung für die Teilnahme benötigt, wird gebeten, dies im Vorfeld mitzuteilen.
Bergisch Gladbach-Refrath. Ein Dachstuhlbrand hat am Freitagmittag im Stadtteil Refrath einen umfangreichen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Gegen 11:30 Uhr gingen bei der Leitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises mehrere Notrufe ein, die von einer starken Rauchentwicklung in der Straße Wickenpfädchen berichteten.
Bereits auf der Anfahrt konnten die ersten Einsatzkräfte die Rauchwolken deutlich erkennen. Schnell bestätigte sich die Lage: Im Bereich einer Baustelle war es offenbar während Dachdeckerarbeiten zu einem Brand gekommen. Mehrere Anrufer hatten unabhängig voneinander Alarm geschlagen.
Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten alle Bewohner des betroffenen Hauses sowie die auf der Baustelle tätigen Personen das Gebäude bereits verlassen. Verletzt wurde niemand.
Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. Neben den Feuerwachen 1 und 2 waren auch die Löschzüge aus Refrath und der Stadtmitte sowie der Einsatzführungsdienst und ein Rettungswagen im Einsatz. Insgesamt waren rund 45 Kräfte beteiligt.
Die Brandbekämpfung erfolgte sowohl im Innen- als auch im Außenangriff unter Atemschutz. Den Einsatzkräften gelang es, das Feuer zügig unter Kontrolle zu bringen. Allerdings mussten im Anschluss aufwendig Glutnester im Dachbereich freigelegt und gelöscht werden. Dafür wurde Teile der Innenverkleidung geöffnet.
Während der Löscharbeiten blieb die Straße Wickenpfädchen vollständig gesperrt. Auch auf der Dolmanstraße kam es zeitweise zu Verkehrsbehinderungen durch eingerichtete Bereitstellungsräume.
Der Einsatz dauerte bis etwa 14:30 Uhr an. Parallel stellten andere Löschzüge den Brandschutz an den verwaisten Feuerwachen sicher.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Brandursache aufgenommen. Erste Hinweise deuten auf einen Zusammenhang mit den laufenden Dacharbeiten hin.
Kooperation soll Effizienz steigern und Einsatzkräfte entlasten
(Symbolbild)
Bergisch Gladbach/Odenthal. Die Feuerwehren der Städte Bergisch Gladbach und Odenthal rücken künftig auch organisatorisch enger zusammen. Beide Kommunen haben eine interkommunale Zusammenarbeit vereinbart, bei der zentrale Werkstattleistungen künftig von der Feuerwehr Bergisch Gladbach übernommen werden.
Im Fokus der Kooperation stehen technisch anspruchsvolle und sicherheitsrelevante Aufgaben wie die Wartung von Atemschutzgeräten, die Pflege von Schläuchen sowie die Reinigung und Instandhaltung von Einsatzkleidung. Diese Arbeiten erfordern spezialisierte Ausstattung und qualifiziertes Fachpersonal – Ressourcen, die nicht jede Kommune in vollem Umfang selbst vorhalten kann.
Durch die Vereinbarung greift die Gemeinde Odenthal künftig auf die bestehende Infrastruktur in Bergisch Gladbach zurück. Eigene kostenintensive Werkstattkapazitäten können dadurch reduziert werden, während gleichzeitig hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards gewährleistet bleiben.
Ein zentrales Element der Zusammenarbeit ist ein gemeinsamer Gerätepool. Dieser soll die Beschaffung effizienter machen und Kosten senken. Odenthal entscheidet dabei selbst über den benötigten Umfang an Ausrüstung und zahlt eine pauschale Gebühr pro Gerät. Für beide Kommunen ergibt sich daraus eine besser planbare Haushaltsbelastung.
Neben wirtschaftlichen Vorteilen versprechen sich die Verantwortlichen auch operative Verbesserungen. Einheitliche Technik erleichtere die Zusammenarbeit an Einsatzstellen, betonen beide Seiten. Zudem werde die Feuerwehr Bergisch Gladbach durch eine höhere Auslastung ihrer bestehenden Infrastruktur gestärkt, ohne dass zusätzliche Kosten für den städtischen Haushalt entstehen.
Bergisch Gladbachs Bürgermeister Marcel Kreutz sieht in der Vereinbarung ein Beispiel für funktionierende kommunale Kooperation: Man nutze vorhandene Strukturen effizienter und stärke gleichzeitig die Sicherheit in der Region. Auch Odenthals Bürgermeisterin Laura Lundberg betont die wachsenden Anforderungen an Technik und Qualitätssicherung, denen durch die Zusammenarbeit besser begegnet werden könne.
Aus Sicht der Feuerwehrführung bringt die Kooperation vor allem fachliche Vorteile. Die Wartung sicherheitsrelevanter Ausrüstung erfordere zunehmend spezialisierte Infrastruktur und umfangreiche Dokumentationspflichten, erklärt Bergisch Gladbachs Feuerwehrleiter Jörg Köhler. Gemeindebrandinspektor Axel Staehler aus Odenthal hebt hervor, dass die ehrenamtlichen Einsatzkräfte durch die Entlastung im Hintergrund mehr Zeit für ihre eigentliche Aufgabe gewinnen – den Schutz der Bevölkerung.
Die Vereinbarung basiert auf den gesetzlichen Regelungen zur kommunalen Zusammenarbeit in Nordrhein-Westfalen und ist unbefristet angelegt. Beide Kommunen sehen darin ein Modell mit Signalwirkung für den gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis.
Angesichts steigender Anforderungen im Brandschutz dürfte die interkommunale Zusammenarbeit künftig weiter an Bedeutung gewinnen. Die Kooperation zwischen Bergisch Gladbach und Odenthal könnte dabei als Vorbild für weitere Städte und Gemeinden dienen.
Bergisch Gladbach – Hoher Besuch bei der Feuerwehr Bergisch Gladbach: Am Mittwoch, 4. Februar 2026, empfangen die Einsatzkräfte an der Feuer- und Rettungswache 1 in der Stadtmitte das Bergisch Gladbacher Dreigestirn sowie das Kinderdreigestirn. Der traditionelle Besuch ist fester Bestandteil der Karnevalszeit und verbindet rheinische Lebensfreude mit dem wichtigen Thema Brandschutz.
Für die Tollitäten steht ein abwechslungsreiches und zugleich lehrreiches Programm auf dem Plan. Neben Einblicken in die Arbeit der Feuerwehr erwartet sie unter anderem eine Fahrt mit der Drehleiter hoch hinaus – ein sprichwörtlicher Ausflug in den „jecken Himmel“ über den Dächern von Bergisch Gladbach. Ziel der Aufgaben: das begehrte Ehrenzertifikat der Feuerwehr für brandschutztechnische Kenntnisse zu erlangen.
Die Feuerwehr Bergisch Gladbach lädt Vertreterinnen und Vertreter der Presse herzlich ein, über den Besuch zu berichten und Bildmaterial zu erstellen. Der Fototermin beginnt um 13:00 Uhr an der Feuer- und Rettungswache 1, Paffrather Straße 175, 51465 Bergisch Gladbach.
Der Besuch der Dreigestirne unterstreicht nicht nur die enge Verbundenheit zwischen Brauchtum und Stadtgesellschaft, sondern würdigt auch das Engagement der Feuerwehrkräfte, die rund um die Uhr für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Einsatz sind.
Ein Schornstein eines Wohnhauses in der Straße „In der Auen“ fing Feuer. Unter gewissen Umständen kann es auch in der heutigen Zeit beim Heizen mit festen Brennstoffen zum Schornsteinbrand kommen! Eigentlich brennt ja nicht der Schornstein sondern der Ruß im Schornstein, deswegen spricht der Fachmann von einem Russbrand. Im Volksmund wird der Russbrand aber Schornsteinbrand genannt.
Die Refrather Feuerwehr und Polizei waren jedoch hier rechtzeitg vor Ort um Schlimmeres zu verhindern. Der Brand konnte nach wenigen Minuten unter Kontrolle gebracht werden.
“Wir sind nun schneller vor Ort, wenn rettungsdienstliche Hilfe benötigt wird”, beschreibt Stadtbrandinspektor Jörg Huppatz die Notwendigkeit, einen Rettungswagen in Refrath zu stationieren. Mit rund 26.500 Einwohnern ist Refrath der größte Stadtteil von Bergisch Gladbach. Bislang musste im Notfall einer der beiden Rettungswagen von der Feuer- und Rettungswache Süd in Bensberg nach Refrath entsandt werden. Grundlage für die Entscheidung für die Verlegung eines Rettungswagens nach Refrath bildet der für die Stadt Bergisch Gladbach geltende Bedarfsplan für den Rettungsdienst des Rheinisch-Bergischen Kreises.
Am gleichen Standort der neuen Rettungswache West befand sich bis zu Beginn der Bauarbeiten im November 2010 das alte Feuerwehrhaus Refrath. Das Gebäude bedurfte einer grundlegend neuen Konzeption eine Sanierung hätte hier nicht mehr ausgereicht. Die Doppelnutzung des Neubaus durch Rettungsdienst und Brandschutz konnten den Kostenaufwand für beide Maßnahmen erheblich verringern.
Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Refrath hat sich somit erheblich verbessert.
Im neuen Gebäude sind stationiert:
Rettungswache:
1 Rettungswagen (RTW) im 24-Stunden-Dienst
1 Krankentransportwagen (KTW) im Tagesdienst
Feuerwehrhaus:
Ehrenamtlicher Löschzug Refrath mit 2 Löschgruppenfahrzeugen (LF 10/6 und LF 8/6) sowie ein Mannschaftstransportwagen (MTW)