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Zwitschern

13 Juli 2013 von B. J.

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„Du bist sehr angenehm, wenn Du nicht gerade Macho spielst oder lügst“, sagte Anna zu ihrem Freund Peter, als sie sich ihrer Kleidung entledigte. „ Ich lüge nicht, sage höchstens mal nicht die ganze Wahrheit“, antwortete Peter, der ihr zuschaute. „Du redest zu wenig über Alltägliches mit mir“, erwiderte sie und legte sich aufs Bett. „Ich kann nicht gut Smalltalk. Ich will tiefgreifende Erkenntnis oder anfassen. Alles andere langweilt mich.“, sagte er und begann, sich auszuziehen. „Ich werde mal mit deinen Zehen anfangen.“ Anna streckte ihre Beine aus: „Erst Zehenspitzen küssen. Dann Zwischenräume zwischen Zehen küssen. Dann Sohlen küssen, dann Fesseln küssen, dann langsam hochkommen bis Knie, dann Innenseite der Oberschenkel küssen.“

Anna kostete es aus. Dann legte sie sich auf den Bauch. Er küsste ihre Oberschenkel und ihren unteren Rücken. Und ging dann weiter rauf bis zum Nacken. Dann küsste er ihren langen Nacken. Sie bekam eine Gänsehaut. Er schob ihre Haare hoch und küsste weiter ihren Nacken. Er wusste, wo er küsst. Anna drehte sich schnell und seine Zunge war in ihrem Mund. Anna lag am liebsten auf dem Rücken und genoss, schön langsam. Er küsste ihr Gesicht, von oben bis unten. „Nimm meine Brüste zwischen deinen Händen und küsse sie“, forderte Anna ihn auf. Sie hatte weiche Brüste, ihre Nippel standen etwas nach außen. Peter streckte seine Hände aus, ging mit seinem Kopf tiefer und tiefer, erreichte ihren Bauchnabel. Anna zuckte und zog erwartungsvoll ihre Schenkel auseinander. Peter schaute sie an: „Ich werde nach deinem lustigen Kobold suchen. Es macht keinen Sinn, wenn er sich versteckt. Ich werde ihn finden.“

Anna wachte auf. Neben ihr lag Peter schnarchend auf seinen Rücken, seinen rechten Arm etwas hilflos zu ihr gestreckt. Wie oft hatte sie ihn gebeten, wie oft hatte sie ihn fast angefleht, aber er hatte nicht reagiert. Er wollte nicht, verstand nicht ihr Bedürfnis nach sprachlichen Genuss. Sie hatte es aufgegeben, wie so vieles, was sie gewünscht hatte. Leise schlüpfte sie aus dem Bett. Anna wollte ihr Leben zurück.

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