Archiv | August 15th, 2013

Gartensiedlung Gronauerwald – Neues touristisches Faltblatt beschreibt städtisches Kleinod

15 August 2013 von admin

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Die Gartensiedlung Gronauerwald ist ein architektonisches Kleinod mitten in Bergisch Gladbach. Entstanden ist sie ab 1898 durch das herausragende soziale Engagement des Industriellenehepaars Anna und Richard Zanders, 1913 übernahm die Gemeinnützige Gartensiedlungsgesellschaft Gronauerwald mbH die Fortentwicklung des Wohnquartiers.

Als Bürgermeister Lutz Urbach kürzlich der Siedlung zum 100. Geburtstag der Gesellschaft einen Besuch abstattete, hatte er ein informatives Faltblatt im Gepäck, das die städtische Wirtschafts- und Tourismusförderung erst kurz zuvor hatte drucken lassen. Dieses Faltblatt beschreibt anschaulich die Idee hinter der Gartensiedlung, ihre Historie und ihre architektonische Vielfalt. Einen wesentlichen Beitrag zur Herausgabe leistete der Freundeskreis der Gartensiedlung mit vielen Dokumenten und Hinweisen.

Das Faltblatt beschreibt die Entwicklung der Bergisch Gladbacher Gartenstadt-Idee von seiner Entstehung als Werkssiedlung der Firma Zanders an, als Anna und Richard Zanders aus dem Fürsorgegedanken für ihre Angestellten und Arbeiter heraus und statt der sonst üblichen mehrstöckigen Mietskasernen Einfamilienhäuser mit Gärten, Wiesen und Spielplätzen bauen ließen. Auch die Bemühungen über die Jahrzehnte, die einzigartige Wohnqualität zu bewahren, sind beschrieben; verschiedene Haustypen namhafter Architekten wie Ludwig Bopp oder Oskar Lindemann; selbst der Kölner Gartenbaudirektor Fritz Encke war für die Gartengestaltung beratend tätig.

Auch heute hören die Anstrengungen zur Erhaltung der Siedlung, die einst Vorreiter der Gartenstadtbewegung war, nicht auf. Das Faltblatt berichtet von dem Engagement des Freundeskreises und der gemeinnützigen Gartensiedlungsgesellschaft, auch von den Vorstößen von Stadtrat und –verwaltung, die Verdichtung der Bebauung im Zaum zu halten. Die Unterschutzstellung einzelner Objekte, der Erlass einer Denkmalbereichssatzung für den Platz an der Eiche und Umgebung, nicht zuletzt die gemeinsam von Stadt und Freundeskreis herausgegebene Gestaltungsfibel „für die Erhaltung und Pflege dieses so wichtigen Zeugnisses fürsorglicher Unternehmer- und Baukultur“ schlagen hier entscheidende Pflöcke ein für die Zukunft der Siedlung.

Das zwölfseitige Faltblatt im DIN-lang-Format ist bei der Stadtverwaltung im Bürgerbüro und bei der Informationsstelle im Rathaus Stadtmitte erhältlich. Bergisch Gladbach als touristisches Ziel

Das Faltblatt zur Gartensiedlung Gronauerwald ist entstanden in Zusammenhang mit dem Regionale-2010-Projekt „Entlang der Strunde“. Von der Quelle bis zur Mündung soll die Strunde, die auch durch die Siedlung fließt, für Tagestouristen eine attraktive Radwegverbindung werden, durchgängig ausgeschildert und mit vielen Hinweisen auf Natur und Kultur am Wegesrand.

Die Stadt Bergisch Gladbach hat schon längst erkannt, dass  der Tourismus ein sehr ernstzunehmender Wirtschaftsfaktor für die Stadt und die ganze Region ist. Gastronomie,  Einzelhandel und Dienstleistung profitieren in hohem Maße davon; Tourismus  schafft standortsichere Arbeitsplätze  und  ließ  zuletzt rund 1,8 Millionen Euro jährlich  an  Steuereinnahmen  in  das  Stadtsäckel  von  Bergisch Gladbach  fließen.  Insofern  verdient der Tourismussektor im Rahmen der Wirtschaftsförderung besondere Aufmerksamkeit.

Die städtische Tourismusförderung hat sich deswegen auf das konzentriert, was Bergisch Gladbach am besten kann – in touristischer Hinsicht: nämlich Tagesgäste anlocken, die hier vielfältige Aktivitäten zur Auswahl haben und über die attraktiven Angebote in der Stadt informiert sein möchten.

So sind Architekturfans mit dem Flyer über die Bauten von Prof. Gottfried Böhm bestens im Bilde; Der Flyer „Museen in Bergisch Gladbach gibt einen Überblick zu Schulmuseum, Bergbaumuseum, Städtischer Galerie, Papiermuseum und einigem mehr; viele sehenswerte Kirchen zeigt eine weitere, mit Odenthal gemeinsam herausgegebene Kurzinformation, und natürlich sind in Bergisch Gladbach auch „Geocaching“-Fans willkommen.

Tagesgäste und Kurzurlauber sind herzlich eingeladen, alles Schöne in und um Bergisch Gladbach zu entdecken! Informationen gibt es im Rathaus Stadtmitte und im RVK-Kundencenter am Bensberger U-Bahnhof.

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Unternehmerinnen im Dialog – Business Speed Dating in Bergisch Gladbach

15 August 2013 von admin

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„Der Abend hat mir echt was gebracht“, so das gemeinsame Fazit der Teilnehmerinnen des 4. Business Speed Datings in Bergisch Gladbach im Juni 2012, organisiert vom Frauenbüro / Gleichstellungsstelle der Stadtverwaltung, dem Stadtentwicklungsbetrieb – zu dem auch die Wirtschaftsförderung zählt – und der Unternehmensberatung CSR. Nach der großen Resonanz im letzten Jahr findet am

10. September 2013 von 18.30–21.30 Uhr im großen Ratssaal des Rathauses
Stadtmitte, Konrad-Adenauer-Platz 1

ein weiteres Business Speed Dating für Frauen statt.

Unternehmerinnen können bei dieser Form des Kontaktknüpfens gezielt andere Frauen mit eigener Firma kennen lernen und ihr persönliches und unternehmerisches Netzwerk erweitern. Jede Teilnehmerin hat drei Minuten Zeit, um ihr Geschäftsfeld einer anderen Frau zu präsentieren. Innerhalb von 90 Minuten kommt jede Business-Frau so mit elf anderen Unternehmerinnen ins Gespräch. Die interessanten Erstkontakte können im anschließenden „get-together“ dann weiter vertieft werden. Mit der Anmeldung erhalten Teilnehmerinnen weitere Informationen zur Vorbereitung auf das Business Speed Dating. Teilnahmebeitrag: 19,50 €

Anmeldungen nimmt das Frauenbüro/Gleichstellungsstelle, Gitta Schablack, unter der Telefonnummer (02202) 142647 bis zum 09. September 2013 entgegen.

BusinessSpeedDating

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Demo gegen Innenminister Friedrich: Protest in Bergisch Gladbach

15 August 2013 von admin

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Der Protest formiert sich – langsam aber beständig

demo-prismBundesweit demonstrieren Tausende gegen Prism. Der Skandal geht in die achte Wochen-Runde. Am heutigen Donnerstag fand eine Demonstration gegen die ausufernde Geheimdienst-Überwachung statt. Bundesweit finden unter dem gemeinsamen Motto „#StopWatchingUs“ Straßendemonstrationen statt, um gegen Späh-Programme wie „Prism“ von der NSA und „Tempora“ vom britischen Geheimdienst GCHQ zu protestieren. Bürger der Stadt Bergisch Gladbach und der Occupy-Bewegung hatten zu der Kundgebung vor dem Bergisch Gladbach Rathaus aufgerufen. Die Bewegung richtet sich gezielt gegen Missstände. Sie wirft Friedrich zu wenig Transparenz in der NSA-Spähaffäre und auch in der NSU-Affäre vor.

„Der in die Kritik geratene Minister Friedrich kündigte sich erst 48 Stunden vor seinem Besuch in Bergisch Gladbach  an. So wollte man wahrscheinlich verhindern, dass sich Protest formieren kann. Dies ist allerdings nicht gelungen. Wir haben sofort mobil gemacht und es ist uns gelungen ein Zeichen zu setzten, mit einer kleinen Demonstration.“ – berichtet Frank Samirae, ein Bergisch Gladbacher Unternehmer aus der IT-Branche. „Es kann nicht sein, dass in großem Stil die Bürger ganz legal ausspioniert werden, das gilt übrigens auch für die Deutsche Wirtschaft. Hier wird gezielt Wirtschaftsspionage betrieben. Hinzu kommt noch eine skandalöse US-Patentstrategie im Softwarebereich, welche unsere Unternehmen Jahr für Jahr Milliarden an Mehrkosten verursacht. Da der Innenminister mit der Lage nicht fertig wird oder fertig werden will, wurde übrigens auch Wolfgang Bosbach mit dieser Sache nun betraut. Ich kann nur hoffen, dass er begreift, dass es wirklich ernst ist.“ – so Samirae weiter.

Bereits letzten Monat haben sich mehrere Protestbündnisse organisiert. Das Projekt „Stop Surveillance“ wurde vom Bürgerrechtsverein Digitale Gesellschaft mittels eines offenen Briefs initiiert, in dem sich die Unterzeichnenden „gegen jede Form anlassloser und unverhältnismäßiger Überwachung“ aussprechen. Der offene Brief dient auch als eine Art Petition, kann also von jedem unterschrieben werden. Zu den ersten Unterzeichnern zählen neben Personen wie dem Internetaktivisten Jacob Appelbaum, zahlreiche Organisationen wie die Electronic Frontier Foundation und die deutschen Verbraucherschutz-Verbände.

„Wir fordern gegen Überwachungstechnologien gesetzliche Regelungen und Kontrollmechanismen, denn nur diese schützen die Bürger. Wir wollen ein klares Bekenntnis zur Privatsphäre und einen starken Datenschutz.“ – kommentiert Wilfried Obst von Occupy Cologne und führt aus: „Es war allen Beteiligten und auch der Polizei klar, dass wir so kurzfristig nicht mehrere hundert Menschen mobilisieren können. Dennoch ist es wichtig zu zeigen, dass es so nicht weiter geht.“

Die Demonstation verlief wie geplant ruhig und friedlich. Es kamen Basismitglieder der Kölner Piratenpartei, der Bergisch Gladbacher Linken, der Occupy Bewegung sowie einige parteilose Bürger. „Wenn der Innenminister die Deutsche Wirtschaft und die Bürger nicht vor Spionage schützen will, oder mangels Sachverstand nicht kann, so möge er zurücktreten. Im Zweifel helfen wir Ihm beim Rücktritt.“ – schließt Frank Samirae.

 Fotos: Peter Klahm & Frank Samirae

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