Die Planungen für das neue Stadthaus der Stadtverwaltung Bergisch Gladbach schreiten voran und bleiben im Zeitplan. Mit Platz für rund 300 Mitarbeitende sowie einem verbesserten Bürgerservice soll der neue Standort an der Bensberger Straße (ehemaliges AOK-Gebäude) ein modernes und zukunftsorientiertes Verwaltungszentrum werden. Ein Projektzwischenbericht gibt Einblicke in den aktuellen Stand und die Visionen für das Stadthaus.

Fortschritte und Zeitplan
„Das Projekt liegt weiterhin im Zeitplan“, erklärt Melissa Kemmerling aus der Projektsteuerung. Mit der Genehmigung des Bauantrags wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. Die Übergabe des Gebäudes an die Stadt ist für Dezember 2025 vorgesehen, der Einzug soll im ersten Halbjahr 2026 erfolgen. Erste sichtbare Arbeiten, wie das Aufstellen eines Bauzauns, sind bereits im Gange.
Nachhaltigkeit und Energieeffizienz
Das Stadthaus wird nachhaltig gestaltet: Eine Fassadenbegrünung, Photovoltaikanlagen sowie E-Ladesäulen für Dienstwagen und Parkmöglichkeiten für Fahrräder sind geplant. Versiegelungen von Flächen und Baumfällungen konnten vermieden werden.
Neue Arbeitswelten und moderner Bürgerservice
Ein Kernaspekt des Stadthauses ist das Konzept der „Neuen Arbeitswelten“. Flexible Arbeitsbereiche, Desksharing und offene Raumstrukturen sollen die Zusammenarbeit fördern und gleichzeitig eine effiziente Flächennutzung ermöglichen. Unterschiedliche Zonen, von Einzelarbeitsplätzen bis zu offenen Kommunikationsbereichen, stehen den Mitarbeitenden je nach Aufgabe und Präferenz zur Verfügung.
Für die Bürgerinnen und Bürger wird das Frontoffice als zentrale Anlaufstelle dienen. Eine Empfangstheke erleichtert die Orientierung und hilft, die richtigen Ansprechpersonen schnell zu finden. Mit der geplanten „digitalen Sprechstunde“ wird der Bürgerservice um eine innovative, ortsunabhängige Beratungsmöglichkeit erweitert.
Digitalisierung und papierloses Arbeiten
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die digitale Transformation. Mit der Einführung eines Dokumentenmanagementsystems (DMS) wird die Verwaltung künftig papierarm arbeiten können. Das DMS ermöglicht ortsunabhängigen Zugriff auf Dokumente und bildet die Grundlage für das Desksharing-Konzept.
„Ziel ist es, bis 2026 allen Bereichen, die ins neue Stadthaus ziehen, die Möglichkeit zu geben, vollständig digital zu arbeiten“, erklärt Thore Eggert, Beigeordneter für Digitalisierung. Ergänzend dazu wird eine digitale Sprechstunde eingeführt, um den Bürgerservice noch flexibler und bürgerfreundlicher zu gestalten.
Zukünftige Nutzung
Die Fachbereiche Sicherheit und Ordnung, Jugend und Soziales sowie weitere Abteilungen wie IT und Wohngeldstelle werden im neuen Stadthaus untergebracht sein. Auch der Personalrat, die Gleichstellungsstelle und die Schwerbehindertenvertretung finden hier Platz.
Das Projekt „Neues Stadthaus“ zeigt, wie moderne Architektur, Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammengeführt werden, um sowohl für Mitarbeitende als auch für Bürgerinnen und Bürger eine zukunftsorientierte Verwaltung zu schaffen.





