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NRW senkt Wahlalter auf 16 Jahre – Mehr Demokratie sieht Meilenstein für politische Teilhabe

18 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Der nordrhein-westfälische Landtag hat einen bedeutenden Schritt für die politische Mitbestimmung junger Menschen beschlossen: Künftig dürfen Jugendliche bereits ab 16 Jahren an Landtagswahlen teilnehmen. CDU, SPD, Grüne und FDP erreichten gemeinsam die für die notwendige Verfassungsänderung erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit. Damit erhalten rund 290.000 junge Menschen zusätzlich das aktive Wahlrecht in Nordrhein-Westfalen.

Symbolbild

Die Organisation Mehr Demokratie begrüßt die Entscheidung ausdrücklich und wertet sie als wichtigen Fortschritt für eine zeitgemäße Demokratie. Aus Sicht des Vereins stärkt die Absenkung des Wahlalters die politische Teilhabe junger Menschen und trägt dazu bei, demokratische Prozesse frühzeitig erlebbar zu machen.

Stärkeres Mitspracherecht für junge Generation

Jugendliche übernehmen bereits heute in vielen Bereichen Verantwortung – etwa in Ausbildung, Ehrenamt oder gesellschaftlichem Engagement. Mit dem neuen Wahlrecht erhalten sie nun auch bei der Zusammensetzung des Landesparlaments ein direktes Mitspracherecht. Mehr Demokratie sieht darin ein klares Signal, dass junge Stimmen ernst genommen und aktiv in politische Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

Politische Bildung gewinnt an Bedeutung

Mit der Ausweitung des Wahlrechts rückt auch die politische Bildung stärker in den Fokus. Mehr Demokratie betont, dass das neue Wahlrecht von gezielten Bildungsangeboten begleitet werden müsse, um Jugendliche auf ihre neue Verantwortung vorzubereiten. Schulen, Jugendverbände und zivilgesellschaftliche Organisationen spielen dabei eine zentrale Rolle.

Bereits in diesem Jahr hat der NRW-Landesverband von Mehr Demokratie eigene Impulse gesetzt: Im Rahmen eines Schulwettbewerbs entwickelten Schülerinnen und Schüler kreative Konzepte, um Gleichaltrige über Wahlen zu informieren und zur Teilnahme zu motivieren. Die Erfahrungen aus dem Wettbewerb zeigten, dass viele junge Menschen großes Interesse an politischen Themen haben und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

Signal für eine generationenübergreifende Demokratie

Mit der Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre folgt Nordrhein-Westfalen dem Beispiel anderer Bundesländer und Kommunen, die diesen Schritt bereits gegangen sind. Für Mehr Demokratie ist die Entscheidung ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer inklusiveren und generationenübergreifenden Demokratie, in der politische Teilhabe nicht am Alter scheitert, sondern Engagement und Verantwortungsbewusstsein in den Mittelpunkt stellt.

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