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Stadt Köln baut Carsharing-Angebot weiter aus – 35 neue Stationen geplant

16 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Die Köln treibt den Ausbau nachhaltiger Mobilitätsangebote weiter voran. Im kommenden Jahr sollen stadtweit 35 neue stationsbasierte Carsharing-Standorte entstehen. Damit wird es für Kölnerinnen und Kölner noch einfacher, flexibel mobil zu sein – auch ohne eigenes Auto.

Symbolbild

Ausbau in allen Stadtbezirken

Bereits heute gibt es 27 Carsharing-Stationen im öffentlichen Raum. Nach einem Vergabeverfahren erhielt cambio Rheinland den Zuschlag für die Erweiterung des Angebots. Das Unternehmen bietet seit 1992 Carsharing in Köln an und will das stationsbasierte System nun deutlich ausweiten.

Die ersten neuen Stationen entstehen schwerpunktmäßig in den Stadtteilen Innenstadt, Sülz und Klettenberg sowie in Mülheim, Mauenheim, Junkersdorf und Ehrenfeld. Bis Ende 2026 sollen insgesamt 35 zusätzliche Stationen mit jeweils zwei Fahrzeugen in Betrieb gehen. Perspektivisch ist auch eine stärkere Berücksichtigung der Außenbezirke und der Wohnquartiere vorgesehen.

Alternative zum eigenen Auto stärken

Mit dem Ausbau möchte die Stadt den Umstieg vom eigenen Pkw auf gemeinschaftlich genutzte Fahrzeuge erleichtern. Ziel ist es, alternative Mobilitätsangebote wohnortnah verfügbar zu machen und damit die Abhängigkeit vom privaten Auto zu reduzieren.

Mobilitätsdezernent Ascan Egerer betont, dass Bürgerinnen und Bürger möglichst direkt vor ihrer Haustür attraktive Alternativen finden sollen. So könne der Verzicht auf ein eigenes Auto erleichtert werden, ohne die individuelle Mobilität einzuschränken.

Auch bei cambio Rheinland sieht man in dem Konzept große Chancen. Durch zusätzliche Stationen im öffentlichen Raum verkürzen sich die Wege zur nächsten Carsharing-Möglichkeit deutlich, was das Angebot für viele Menschen erst praktikabel macht.

Weniger Parkdruck, mehr Lebensqualität

Stationsbasiertes Carsharing ist ein wichtiger Baustein im Mobilitätsmix einer Großstadt. Studien zeigen, dass ein Carsharing-Fahrzeug in Köln im Schnitt 13 private Autos ersetzen kann. In dicht besiedelten Stadtteilen mit gutem öffentlichen Nahverkehr liegt das Potenzial sogar bei bis zu 20 Fahrzeugen. Damit leistet Carsharing einen direkten Beitrag zur Reduzierung des Parkflächenbedarfs und entlastet den öffentlichen Raum.

Ein weiterer Vorteil: Die Fahrzeuge werden an festen Stationen ausgeliehen und dort wieder abgestellt. Das erspart die Parkplatzsuche am Zielort und senkt den Parkdruck in den Quartieren. Das Angebot reicht vom Kleinwagen bis zum Transporter und ist auch für Unternehmen interessant, die ihren Fuhrpark optimieren möchten.

Teil des Gesamtkonzepts Mobilstationen

Der Ausbau fügt sich in das sogenannte „Raumbuch Mobilstationen“ ein, das einen flächendeckenden Aufbau von Mobilstationen im Stadtgebiet vorsieht. Ziel ist es, unterschiedliche Verkehrsmittel – etwa Carsharing, Fahrrad und öffentlicher Nahverkehr – sinnvoll miteinander zu verknüpfen und direkt in den Wohnquartieren verfügbar zu machen.

Das zugrunde liegende Carsharingkonzept wurde 2021 vom Verkehrsausschuss beschlossen und markierte einen Paradigmenwechsel. Während Carsharing-Stationen zuvor überwiegend auf privatem Grund eingerichtet wurden, stellt die Stadt nun gezielt öffentlichen Raum zur Verfügung. Die Wirkung der aktuellen Ausweitung wird fortlaufend beobachtet und soll Grundlage für weitere Standorte in den kommenden Jahren sein.

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