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Staatsrechtler Oebbbecke zur Gleichstellung von Gruppen und Fraktionen in den Stadträten

Staatsrechtler Oebbbecke zur Gleichstellung von Gruppen und Fraktionen in den Stadträten

15 Dezember 2025 von Bernd Rohlfs

Janbernd Oebbecke (* 1950) ist emeritierter Professor für Öffentliches Recht an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Er war langjähriger Geschäftsführender Direktor des Freiherr-vom-Stein-Instituts und hat sich als Experte in Kommunalrecht, Denkmalschutzrecht sowie Rechtsfragen des Islam in Deutschland etabliert.

Prof. Dr. Janbernd Oebbecke Foto: Peter Grewer (© WWU – Peter Grewer)


Anlass für ein Interview mit ihm war sein Rechtsgutachten, in dem er die rechtliche Stellung und Gleichbehandlung von Gruppen und Fraktionen in den Räten Nordrhein-Westfalens einordnet. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um mit dem renommierten Verfassungsrechtler über die aktuellen Implikationen dieses Gutachtens für die kommunale Demokratie in NRW zu sprechen.

Sie lehrten ab 1991 an der Universität Münster, von 1994 bis 1997 an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und von 1997 bis 2018 Öffentliches Recht und Verwaltungslehre an der Universität Münster. Sie waren  Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität. Sie waren Erster Beigeordneter des Landkreistages NRW und von 1997 bis 2018 der Geschäftsführende Direktor des Kommunalwissenschaftlichen Instituts der Universität Münster und des Freiherr-vom-Stein-Instituts, der wissenschaftlichen Forschungsstelle des Landkreistages NRW. Sie sind Mitherausgeber der Neuen Zeitschrift für Verwaltungsrecht. Das ist bei Weitem noch nicht alles. Hat man bei so vielen Funktionen eigentlich noch ausreichend Zeit für Familie und Hobbys?

Zeitweise war es sicher herausfordernd; es hat aber nie Beschwerden gegeben.

Am 14. September 2025 wurde in Nordrhein-Westfalen, mit 18 Millionen Menschen das bevölkerungsreichste Bundesland in Deutschland, die Räte in 396 Gemeinden (darunter 272 mit Stadtrechten) und in 31 Kreisen für fünf Jahre neu gewählt. Wie viele Menschen in NRW wurden 2025 Mandatsträger? Ist diese Arbeit ehrenamtlich?

Wir haben in NRW in den Gemeinden, Kreisen, Landschaftsverbänden und beim RVR sicher mehr als 20.000 Mandatsträger. Genau wird Ihnen das wohl niemand sagen können. Sie alle werden ehrenamtlich tätig. Sie werden für ihre Arbeit also nicht bezahlt, sondern erhalten nur eine Aufwandsentschädigung, so ähnlich wie zum Beispiel die ehrenamtlichen Trainer im Sport oder die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr.

Ein Ratsmitglied, ein Mitglied einer Bezirksvertretung oder ein Mitglied eines Ausschusses hat unter bestimmten Umständen Anspruch auf Ersatz des Verdienstausfalles, der ihm durch die Mandatsausübung entsteht. Warum ist das wichtig? 

Ohne den Ersatz des Verdienstausfalls könnten nur Menschen ein Mandat übernehmen, die für ihren Lebensunterhalt nicht auf Arbeit angewiesen sind oder deren Arbeitgeber sie für die Kommunalpolitik freistellen, vielleicht auch noch die aus den Informationen oder der Bekanntheit, die mit Kommunalpolitik verbunden sind, wirtschaftlichen Nutzen ziehen können. Die finanziellen Leistungen für Mandatsträger sollen sicherstellen, dass das passive Wahlrecht nicht von der wirtschaftlichen Lage abhängt.

Können Sie uns den Unterschied zwischen Fraktionen und Gruppen in den Räten erläutern? Was besagt § 56 Abs. 2 Satz 2 GO NRW? Wie oft wurde er neu gefasst oder geändert?

Gruppen haben weniger Mitglieder und weniger Rechte als Fraktionen. Nach § 56 Abs. 2 Satz 2 GO NRW muss eine Gruppe nur zwei Mitglieder haben. Fraktionen haben in größeren Räten dagegen mindestens drei Mitglieder, in den großen Städten sogar mindestens vier oder fünf. Die Gruppen sind vor einigen Jahren als Reaktion darauf eingeführt worden, dass nach der Streichung der 5%-Sperrklausel mehr und damit auch kleinere politische Parteien und Wählervereinigungen in die Vertretungen gewählt wurden. Die Gemeinden sollten eine Rechtsgrundlage haben, wenn sie deren Arbeit in den Vertretungen finanziell unterstützen. Mit Wirkung vom 1. November dieses Jahres sind die Mindestzahlen für die Fraktionen angehoben worden; das hat dazu geführt, dass die Anzahl der Gruppen deutlich gestiegen ist.

Was sind Fraktionssitzungen und Gruppensitzungen? Unterscheiden sich die Sitzungen einer politischen Gruppe von denen einer Fraktion im Hinblick auf den Aufwand des einzelnen Mandatsträgers?

In solchen Sitzungen stimmen sich Fraktionen und Gruppen politisch ab und bereiten Sitzungen der Vertretung, der Ausschüsse und anderer Gremien vor. Weil die Gruppen kleiner und nicht in allen Ausschüssen vertreten sind, kann man vermuten, dass weniger Sitzungen stattfinden und die Sitzungen im Durchschnitt auch etwas kürzer sind.

Im November 2025 schlossen Sie ein Gutachten zur Zulässigkeit von Sitzungsgeldern für die Teilnahme an Sitzungen von Gruppen ab. Wer war ihr Auftraggeber? Was war der Anlass?

Auftraggeber war in diesem Fall die Vereinigung liberaler Kommunalpolitiker NRW. Anlass war, dass hier und da die Rechtsauffassung vertreten wurde, die Vorschrift der § 45 Abs. 1 GO NRW über die Entschädigung von Ratsmitgliedern sei auf Gruppensitzungen nicht anwendbar. Das hätte die betroffenen Ratsmitglieder deutlich schlechter gestellt.

War es eine Intention des Gesetzgebers, dass Gruppen in der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen in der Fassung vom 13. April 2022 in eine schwache Position geraten?

Es ist immer schwer festzustellen, was die an der Gesetzgebung Beteiligten mit einer Regelung erreichen wollten. Soweit ich sehe, gibt es in den Materialien zum Änderungsgesetz aber keinen Anhaltspunkt dafür, dass Landesregierung oder Landtag eine solche Absicht verfolgt haben.

Ihre Kernaussage ist, dass die Kommunen zur Gewährung der Leistungen nach § 45 Abs. 1 GO verpflichtet sind, und zwar auch für Gruppensitzungen. Wie leiten Sie diese Verpflichtung aus dem Gesetz ab, obwohl hier nur von Fraktionen die Rede ist?

Der § 45 Abs. 1 GO gilt für die gesamte Mandatstätigkeit, also auch für Gruppensitzungen. Dass es keine erläuternde Vorschrift gibt, die wie für Fraktionssitzungen klarstellt, wann es sich um eine Gruppensitzung handelt, ändert daran nichts.

Der Städte- und Gemeindebund NRW und auch der Landkreistag NRW vertreten die Auffassung, Zahlungen seien unzulässig, unter Berufung auf eine Stellungnahme des zuständigen Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen (MHKDB). Ist das nur eine rechtliche Aussage, oder auch ein inhaltliches Statement?

Mir ist eine schriftliche Stellungnahme des MHKBD nicht bekannt. Maßgeblich ist jedenfalls das Gesetz.

Sie argumentieren verfassungsrechtlich mit dem Gleichheitsgrundsatz (Art. 3 GG) und dem freien Mandat. Würde ein Ausschluss von Gruppen somit verfassungswidrig sein?

Bei § 45 Abs. 1 GO NRW geht es nicht um Fraktionen oder Gruppen, sondern um den Aufwand der einzelnen Vertretungsmitglieder, der ihnen durch die Mandatstätigkeit entsteht. Die Vertretungsmitglieder entscheiden in Ausübung ihres freien Mandats, ob sie sich einer Partei oder Gruppe anschließen. Eine unterschiedliche Behandlung wäre mit den verfassungsrechtlichen Vorgaben nicht vereinbar.

Welche Konsequenzen hätte es für das kommunale Ehrenamt, wenn Gruppensitzungen dauerhaft schlechter gestellt würden als Fraktionssitzungen? Berührt das die Chancengleichheit politischer Minderheiten in Kommunalparlamenten?

Die Arbeit in den kommunalen Vertretungen hat Auswirkungen auf die nächste Wahl, denn die Wähler reagieren darauf, wie die gewählten Vertreter der Parteien oder Gruppen arbeiten. Der Verzicht auf die Abstimmung untereinander wirkt sich auf den Erfolg der Arbeit und damit auf die Wahlchancen aus.

Wie können die Kommunen das Problem lösen? Müssen sie ihre Hauptsatzungen oder Entschädigungsregelungen ändern?

Nach meiner Rechtsauffassung müssen sie festlegen, für wie viele Gruppensitzungen Leistungen nach § 45 Abs. 1 GO NRW gezahlt werden. Solche Regelungen gibt es schon. Meines Wissens sind weitere in Vorbereitung:

Glauben Sie, dass es ansonsten zu Klagen kommen wird?

Das kann man nicht ausschließen. Ich halte es aber für unwahrscheinlich, dass die Kommunen die Leistungen nach § 45 Abs. 1 GO NRW auf Dauer verweigern.

Wenn der Gesetzgeber an Sie herantreten würde: Welche Nachbesserungen der Gemeindeordnung für NRW würden Sie ihm empfehlen?

Änderungen sind nicht notwendig. Montesquieu hat zu Recht gesagt: „Wenn es nicht notwendig ist, ein Gesetz zu machen, dann ist es notwendig, kein Gesetz zu machen.

Wir danken Ihnen, dass Sie sich für uns so viel Zeit genommen und uns diesen schwierigen Sachverhalt so gut erklärt haben!

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Stadt Köln lockert Haushaltssperre – Finanzlage bleibt angespannt

15 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Die Stadt Köln stellt ihre Finanzplanung für die kommenden Jahre neu auf. In dieser Woche informiert die Stadtverwaltung die politischen Gremien über eine aktualisierte Prognose der Haushaltsentwicklung. Auf dieser Grundlage läuft die seit längerem bestehende Haushaltssperre zum 31. Dezember 2025 aus. Ab dem Jahr 2026 kehrt die Stadt jedoch zu einer restriktiven Haushaltsbewirtschaftung zurück.

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Deutliche Haushaltsverschlechterungen absehbar

Die aktuellen Berechnungen zeigen, dass sich die finanzielle Situation der Stadt Köln in den kommenden Jahren weiter zuspitzen dürfte. Bereits für das Jahr 2026 wird mit einer zusätzlichen Belastung des Haushalts in Höhe von rund 78 Millionen Euro gerechnet. Hinzu kommt ein globaler Minderaufwand von 45 Millionen Euro, der ebenfalls erwirtschaftet werden muss.

In der mittelfristigen Finanzplanung fallen die Prognosen noch deutlich negativer aus:
Für 2027 werden Verschlechterungen von rund 182 Millionen Euro erwartet, für 2028 etwa 256 Millionen Euro und für 2029 rund 259 Millionen Euro.

Keine formale Haushaltssperre für 2026

Trotz der angespannten Lage verzichtet die Stadt für das Jahr 2026 zunächst auf eine erneute formale Haushaltssperre. Ausschlaggebend dafür sind zusätzliche Konsolidierungsmaßnahmen, die kurzfristig eingeleitet wurden. Dazu zählen unter anderem eine dem Rat separat vorgeschlagene Grundsteuererhöhung, eine strikte Priorisierung von Investitionen sowie eine weiterhin enge Ausgabenkontrolle in den städtischen Dienststellen.

Statt einer Haushaltssperre greift ab 2026 wieder das Instrument der restriktiven Haushaltsbewirtschaftung, das bereits vor Einführung der Sperre angewendet wurde.

Strenge Kontrolle, aber Spielräume für wichtige Bereiche

Im Rahmen der restriktiven Haushaltsbewirtschaftung werden alle Ausgaben weiterhin laufend auf ihre rechtliche und zeitliche Notwendigkeit überprüft. Die bestehenden Konsolidierungsvorgaben für die Dienststellen bleiben bestehen. Gleichzeitig sollen jedoch freiwillige Förderungen, die für den Erhalt wichtiger Strukturen notwendig sind, weiterhin möglich sein.

Eine deutliche Entlastung gibt es für die Bezirksvertretungen: Die bezirksorientierten Mittel, über die die neun Bezirksvertretungen verfügen, sollen im Jahr 2026 nicht mehr beschränkt werden.

Finanzielle Herausforderung bleibt bestehen

Trotz des Auslaufens der Haushaltssperre bleibt die finanzielle Lage der Stadt äußerst angespannt. Die Stadtspitze betont, dass es sich lediglich um eine begrenzte Entlastung handelt und Köln weiterhin weit von einer stabilen Haushaltslage entfernt ist. Die kommenden Jahre werden daher von weiteren Sparanstrengungen und schwierigen Entscheidungen geprägt sein.

Information der politischen Gremien

Der Finanzausschuss wird am Montag, 15. Dezember 2025, über die neue Bewirtschaftungsverfügung informiert. Am Dienstag, 16. Dezember 2025, folgt die Unterrichtung des Stadtrats. Die entsprechenden Unterlagen sind im Ratsinformationssystem der Stadt Köln einsehbar.

Mit dem Schritt zurück zu einer restriktiven Haushaltsbewirtschaftung versucht die Stadt Köln, trotz wachsender finanzieller Belastungen handlungsfähig zu bleiben und zentrale Strukturen zumindest vorerst zu sichern.

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Straßenbahnunfall in Düsseldorf-Benrath: 23-jährige Person rund 300 Meter mitgeschleift

15 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

In der Nacht zu Samstag ist es im Düsseldorfer Stadtteil Benrath zu einem schweren Unfall mit einer Straßenbahn gekommen. Eine 23-jährige Person wurde an der Haltestelle Schloss Benrath von einer Bahn erfasst und über eine Strecke von rund 300 Metern mitgeschleift. Die Person erlitt dabei glücklicherweise nur leichte Verletzungen.

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Unfall beim Versuch, die Bahn zu erreichen

Nach bisherigen Erkenntnissen war die Person zu Fuß an der Haltestelle unterwegs und versuchte offenbar, noch eine abfahrbereite Straßenbahn zu erreichen. Dabei soll sie zwischen zwei Wagen über die Kupplung geklettert sein, um auf der anderen Seite eine offene Tür zu erreichen. In diesem Moment setzte sich die Straßenbahn in Bewegung.

Die Bahn erfasste die Person und schleifte sie über eine längere Strecke mit. Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten die 23-jährige Person schließlich aus der gefährlichen Lage befreien.

Leichte Verletzungen – Fahrer unter Schock

Die verletzte Person wurde mit einer leichten Beinverletzung in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Polizei bestand keine Lebensgefahr. Der Fahrer der Straßenbahn erlitt einen Schock und wurde ebenfalls betreut.

Ermittlungen laufen

Die Polizei hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen. Unklar ist unter anderem, wie es zu der gefährlichen Situation an der Kupplung der Straßenbahn kommen konnte. Zunächst war von einem Mann die Rede, inzwischen spricht die Polizei allgemein von einer Person.

Der Vorfall verdeutlicht erneut die erheblichen Risiken im Bereich von Straßenbahnen und Haltestellen, insbesondere beim Versuch, noch kurzfristig ein Fahrzeug zu erreichen.

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Neuer Bahnfahrplan in NRW: Mehr Direktverbindungen, aber auch zahlreiche Baustellen

15 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Seit Sonntag gilt bei der Bahn ein neuer Fahrplan. Für Reisende in Nordrhein-Westfalen bringt er sowohl Verbesserungen im Angebot als auch spürbare Einschränkungen durch umfangreiche Bauarbeiten im Schienennetz. Besonders Fernreisende profitieren von zusätzlichen Direktverbindungen, während Pendler sich vielerorts auf Geduld und Alternativen einstellen müssen.

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Mehr Direktverbindungen aus NRW

Mit dem neuen Fahrplan baut die Bahn ihr Fernverkehrsangebot aus. Abends gibt es zusätzliche Direktverbindungen von NRW nach Brüssel und Frankfurt. Ab dem Sommer sollen zudem der Flughafen Brüssel sowie die belgische Hafenstadt Antwerpen direkt mit ICE-Zügen aus Deutschland erreichbar sein.

Auch innerdeutsch erweitert die Bahn ihr Angebot: Auf Verbindungen nach Hamburg und in den Süden Deutschlands werden mehr Züge eingesetzt.

Komfortablere Reisen Richtung Alpen

Reisende in Richtung Alpen profitieren von durchgehenden ICE-Verbindungen. Einige Züge aus Münster und dem Ruhrgebiet, die bislang in Basel endeten, fahren nun weiter bis nach Bern, Zürich, Chur und Brig. Dadurch entfallen für viele Fahrgäste zusätzliche Umstiege.

Einschränkungen in Ostwestfalen

Nicht überall gibt es Verbesserungen. In Ostwestfalen halten abends die späten ICE-Verbindungen aus Berlin und Hannover künftig nicht mehr in Minden, Herford und Gütersloh. Im Gegenzug verkürzt sich die Fahrzeit nach Düsseldorf um rund 25 Minuten.

Großbaustellen prägen das Jahr 2026

Neben dem neuen Fahrplan müssen sich Bahnreisende auf zahlreiche Baustellen einstellen. Besonders betroffen ist das Ruhrgebiet: Ab 9. Januar wird die wichtige Strecke zwischen Duisburg und Essen für sieben Wochen komplett gesperrt. Grund sind Bauarbeiten am Autobahnkreuz Kaiserberg, unter dem mehrere Bahngleise verlaufen.

Eine weitere massive Einschränkung steht auf der Strecke Köln–Wuppertal–Hagen bevor. Von 6. Februar bis 10. Juli 2026 kommt es dort zu Umleitungen, Ausfällen und Ersatzverkehren mit Bussen. Die Arbeiten sind Teil der bundesweiten Generalsanierung des Schienennetzes.

Weitere Sperrungen rund um Köln

Auch der Kölner Hauptbahnhof wird im Frühjahr erneut zeitweise gesperrt, um ein neues Stellwerk in Betrieb zu nehmen. Zusätzlich wird von Juli bis Dezember auf der rechtsrheinischen Strecke von Troisdorf über Bonn und Koblenz bis nach Wiesbaden gebaut, was ebenfalls zu Umleitungen und längeren Fahrzeiten führt.

Fazit

Der neue Bahnfahrplan bringt für NRW mehr Direktverbindungen und neue internationale Ziele, geht jedoch mit erheblichen Einschränkungen durch Bauarbeiten einher. Für viele Reisende bedeutet das: bessere Perspektiven im Fernverkehr, aber zugleich ein Jahr voller Baustellen, Umleitungen und Ersatzverkehre im Regional- und Pendlerverkehr.

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Bauarbeitsplätze im Rheinisch-Bergischen Kreis auch im Winter gesichert

15 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Für die rund 1.880 Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter im Rheinisch-Bergischen Kreis bedeutet der Winter keine Existenzsorgen. Trotz Schnee, Frost und witterungsbedingter Baustopps gelten ihre Arbeitsplätze als „winterfest“. Möglich macht das das Saison-Kurzarbeitergeld, mit dem Beschäftigte auch in der kalten Jahreszeit im Job bleiben und weiterhin Einkommen erhalten.

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Arbeiten ruhen – Verträge laufen weiter

In den Wintermonaten können viele Arbeiten auf dem Bau nicht ausgeführt werden: Fundamente lassen sich nicht ausheben, Straßen nicht asphaltieren, Leitungen nicht verlegen. Dennoch bleiben Arbeitsverträge bestehen und Löhne gesichert. Das Saison-Kurzarbeitergeld – früher als Schlechtwettergeld bekannt – greift von Dezember bis März und sorgt dafür, dass Baubeschäftigte nicht entlassen werden müssen, wenn das Wetter Außenarbeiten unmöglich macht.

Die Arbeitsagentur übernimmt in dieser Zeit einen Teil des Lohnausfalls. Je nach Situation erhalten Beschäftigte bis zu 67 Prozent des Nettolohns als Ausgleich.

Vorteile für Betriebe und Beschäftigte

Im Rheinisch-Bergischen Kreis gibt es rund 262 Baubetriebe, die von dieser Regelung profitieren können. Für Unternehmen bedeutet das Planungssicherheit: Fachkräfte bleiben im Betrieb, und aufwendige Neueinstellungen im Frühjahr entfallen. Gleichzeitig haben Beschäftigte eine ganzjährige Perspektive und stabile Einkünfte.

Das Saison-Kurzarbeitergeld lässt sich dabei flexibel einsetzen. Betriebe können es für die gesamte Belegschaft oder nur für einzelne Teams beantragen. Auch eine nachträgliche Meldung bei der Arbeitsagentur ist möglich, wenn Aufträge wetterbedingt nicht ausgeführt werden konnten. Der bürokratische Aufwand gilt als überschaubar.

Auch andere Branchen profitieren

Nicht nur klassische Bauunternehmen können das Saison-Kurzarbeitergeld nutzen. Auch Dachdecker-, Gerüstbau- sowie Garten- und Landschaftsbetriebe zählen zu den Branchen, die im Winter häufig von witterungsbedingten Ausfällen betroffen sind und deshalb auf diese Unterstützung zurückgreifen können.

Voraussetzungen vor Antragstellung

Bevor ein Betrieb Saison-Kurzarbeitergeld beantragt, müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen geprüft werden. Dazu gehört, ob Beschäftigte in der wetterbedingt arbeitsfreien Zeit andere Aufgaben im Betrieb übernehmen können, etwa in der Halle oder im Lager. Zudem sind vorhandene Urlaubstage und Arbeitszeitguthaben zu berücksichtigen.

Insgesamt sorgt das Saison-Kurzarbeitergeld dafür, dass Bauarbeitsplätze im Rheinisch-Bergischen Kreis auch in der kalten Jahreszeit gesichert bleiben – ein wichtiger Stabilitätsfaktor für Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen.

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Unfall Sand

Tödlicher Verkehrsunfall in Bergisch Gladbach-Sand: Pkw prallt gegen Hauswand

15 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Donnerstagnachmittag (13.12.) im Stadtteil Sand ereignet. Ein 84-jähriger Autofahrer ist nach einem Zusammenstoß mit einer Hauswand später im Krankenhaus verstorben. Polizei und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot im Einsatz.

Unfall Sand

Unfall im Kreuzungsbereich

Gegen 13:55 Uhr war der Mann aus Bergisch Gladbach mit seinem schwarzen BMW auf der Ommerbornstraße unterwegs. Im Kreuzungsbereich Sander Straße / Herkenrather Straße verlor er aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Pkw kam von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen eine Hauswand. Durch die Wucht des Aufpralls wurden zudem zwei geparkte Fahrzeuge beschädigt.

Nach ersten Einschätzungen ist nicht auszuschließen, dass der Fahrer am Steuer einen internistischen Notfall erlitten hatte.

Reanimationsmaßnahmen vor Ort

Unmittelbar nach dem Unfall befreiten Ersthelfer den 84-Jährigen aus dem Fahrzeug und begannen mit Reanimationsmaßnahmen. Kurz darauf trafen Polizeibeamte ein und setzten die Wiederbelebung fort, bis der Rettungsdienst die Versorgung übernahm. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er jedoch kurze Zeit später verstarb.

Umfangreicher Einsatz von Feuerwehr und Hilfsdiensten

Die Feuerwehr Bergisch Gladbach sicherte die Unfallstelle und streute ausgelaufene Betriebsmittel ab. Wegen einer leichten Rauchentwicklung im Motorraum wurde das Fahrzeug mithilfe einer Seilwinde zurückgezogen und vorsorglich mit Wasser gekühlt. Zudem leuchteten Einsatzkräfte die Unfallstelle für die polizeiliche Unfallaufnahme aus. Ein weiterer beschädigter Pkw wurde aus einer Einfahrt geborgen.

Insgesamt war die Feuerwehr mit 21 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen vor Ort. Zur Unterstützung der Polizei Rhein-Berg wurde ein spezialisiertes Unfallaufnahmeteam der Polizei Neuss hinzugezogen. Das Technische Hilfswerk (THW) überprüfte die Schäden am Gebäude. Nach Einschätzung eines Baufachberaters besteht keine akute Einsturzgefahr.

Straßen stundenlang gesperrt

Während der umfangreichen Unfallaufnahme blieben Teile der Ommerbornstraße, der Sander Straße und der Herkenrather Straße bis etwa 19:30 Uhr gesperrt. Die Polizei Rhein-Berg hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen.

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Verdächtiger Koffer legt Bonner Hauptbahnhof stundenlang lahm

12 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Ein Großeinsatz der Polizei hat am Donnerstagabend den Bonner Hauptbahnhof über mehrere Stunden vollständig gesperrt. Auslöser waren zwei herrenlose Gepäckstücke in einem Zug des Rhein-Ruhr-Express. Erst nach fast sieben Stunden konnten die Einsatzkräfte Entwarnung geben.

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Gepäckstücke im Zug entdeckt

Der Einsatz begann am frühen Donnerstagabend. Gegen kurz nach 19 Uhr fuhr ein Rhein-Ruhr-Express in den Bonner Hauptbahnhof ein. Dem Zugpersonal fielen ein unbeaufsichtigter Koffer sowie eine Tasche auf, die keinem Fahrgast zugeordnet werden konnten. Daraufhin wurde die Bundespolizei verständigt.

Die alarmierten Beamten begutachteten die Gepäckstücke zunächst vor Ort im Zug. Aufgrund auffälliger Merkmale, unter anderem einer mutmaßlichen Verbindung zu einer Stromquelle, wurden Spezialisten für Sprengstoffdelikte hinzugezogen.

Bahnhof komplett gesperrt

Da von den Gepäckstücken eine mögliche Gefahr ausging, wurden zunächst mehrere Gleise gesperrt. Im weiteren Verlauf weitete sich die Maßnahme auf den gesamten Hauptbahnhof aus. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt, zahlreiche Einsatzkräfte von Bundes- und Landespolizei waren vor Ort, ebenso Feuerwehr und Rettungsdienst.

Kein Zug konnte den Bonner Hauptbahnhof mehr anfahren oder verlassen. Die Sperrung führte zu erheblichen Einschränkungen im Bahnverkehr.

Massive Auswirkungen auf den Bahnverkehr

Vor allem der linksrheinische Bahnverkehr war stark betroffen. Auf den Strecken zwischen Köln und Koblenz sowie zwischen Bonn und Euskirchen kam es zu Zugausfällen und Verspätungen. Ersatzverkehre konnten nur eingeschränkt angeboten werden. Viele Reisende wichen notgedrungen auf die Stadtbahnlinien 16 und 18 aus, um ihr Ziel zu erreichen.

Die Sprengstoffexperten untersuchten die Gepäckstücke mehrfach und mit großer Vorsicht. Insbesondere der Hartschalenkoffer galt über Stunden hinweg als problematisch.

Entwarnung nach sieben Stunden

Erst in den frühen Morgenstunden konnte schließlich Entwarnung gegeben werden: Sowohl der Koffer als auch die Tasche enthielten lediglich gewöhnliches, völlig ungefährliches Reisegepäck. Eine konkrete Gefahr bestand nicht.

Nach Abschluss des Einsatzes wurde der Bonner Hauptbahnhof schrittweise wieder freigegeben. Der Vorfall zeigt jedoch erneut, welche weitreichenden Folgen herrenloses Gepäck im öffentlichen Verkehr haben kann.

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Sicherheitskräfte am Flughafen Köln/Bonn bangen um ihre Arbeitsplätze

12 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Am Flughafen Köln/Bonn wächst die Sorge unter den Beschäftigten der Sicherheitskontrollen. Hintergrund ist ein geplanter Personalabbau bei dem Sicherheitsunternehmen Securitas, das derzeit für die Passagierkontrollen zuständig ist. Nach vorliegenden Informationen könnten im kommenden Jahr mehr als 100 Arbeitsplätze wegfallen.

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Lange Wartezeiten trotz Personalknappheit

Bereits seit Wochen kommt es am Flughafen Köln/Bonn immer wieder zu langen Warteschlangen an den Sicherheitskontrollen. Reisende müssen teils bis zu 40 Minuten einplanen, um die Kontrollstellen zu passieren. Als Gründe gelten Baustellen im Terminalbereich sowie eine angespannte Personalsituation.

Dennoch sollen künftig deutlich weniger Sicherheitskräfte eingesetzt werden. Von aktuell rund 650 Beschäftigten bei Securitas könnten mehr als 100 ihren Arbeitsplatz verlieren. Für viele Mitarbeitende bedeutet das große Unsicherheit.

Neue Technik soll Personal einsparen

Zum 1. Januar übernimmt der Flughafen Köln/Bonn die Organisation der Sicherheitskontrollen. Dabei setzt der Flughafen verstärkt auf moderne Kontrolltechnik. An den Kontrollstellen sollen neue Scanner installiert werden, die es Passagieren ermöglichen, Flüssigkeiten und elektronische Geräte im Gepäck zu belassen. Dadurch sollen Abläufe beschleunigt und der Personalbedarf reduziert werden.

Securitas hat die Belegschaft bereits darüber informiert, dass ein Stellenabbau aus Sicht des Unternehmens nicht zu vermeiden sei. Gleichzeitig zeigen Erfahrungen an anderen Flughäfen, dass moderne Technik allein nicht ausreicht und weiterhin ausreichend Personal benötigt wird, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen.

Gewerkschaft warnt vor weiteren Problemen

Die Gewerkschaft ver.di zeigt sich besorgt über die Entwicklung. Seit Jahren gibt es am Flughafen Köln/Bonn Schwierigkeiten bei der Personalplanung, die immer wieder zu langen Wartezeiten und verpassten Flügen führen. Ein weiterer Abbau von Kontrollkräften könnte die Situation nach Einschätzung der Gewerkschaft zusätzlich verschärfen.

Zudem wird kritisiert, dass die Belegschaft bislang nur unzureichend über die konkreten Pläne informiert wurde. Die anhaltende Ungewissheit belastet viele Mitarbeitende, die täglich für die Sicherheit der Passagiere verantwortlich sind.

Flughafen sieht Sicherheitsfirma in der Pflicht

Der Flughafen Köln/Bonn weist darauf hin, dass er lediglich die benötigten Kontrollstunden in Abhängigkeit vom Passagieraufkommen und der eingesetzten Technik abruft. Die konkrete Personalplanung liege in der Verantwortung des beauftragten Sicherheitsunternehmens.

Securitas verhandelt derzeit mit dem Betriebsrat über den geplanten Stellenabbau. Wie viele Arbeitsplätze tatsächlich gestrichen werden, sollen die Beschäftigten nach aktuellem Stand erst kurz vor Weihnachten erfahren. Bis dahin bleibt die Unsicherheit für viele Sicherheitskräfte am Flughafen Köln/Bonn bestehen.

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Gemeinsames Mittagessen als Anker gegen Einsamkeit: Begegnungsstätte schafft Raum für Gemeinschaft

12 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

In der Begegnungsstätte TREFFpunkt Anna Haus der Caritas ist der Mittwoch für viele Seniorinnen und Senioren ein fester Termin. Dann wird gemeinsam zu Mittag gegessen – ein Angebot, das längst mehr ist als nur eine Mahlzeit. Es schafft Begegnung, Struktur und soziale Nähe und ist für viele ältere Menschen ein wichtiger Bestandteil ihres Alltags geworden.

Möglich wird das regelmäßige Angebot durch die kostenfreie Lieferung der Mahlzeiten durch die GL Service gGmbH, die das Projekt dauerhaft unterstützt und damit einen bedeutenden Beitrag zur sozialen Teilhabe leistet.

Ein Ort des Ankommens und Austauschs

Schon beim Betreten der Begegnungsstätte zeigt sich, worum es hier geht: liebevoll gedeckte Tische, vertraute Gesichter und eine offene Atmosphäre, in der sich neue wie langjährige Gäste gleichermaßen willkommen fühlen. Viele der Teilnehmenden kennen sich inzwischen gut, kommen miteinander ins Gespräch und teilen Erlebnisse aus ihrem Alltag.

Während das frisch gelieferte Essen verteilt wird, entstehen Gespräche ganz von selbst. Für die Besucherinnen und Besucher bedeutet das gemeinsame Mittagessen nicht nur eine warme Mahlzeit, sondern vor allem Gemeinschaft, Zugehörigkeit und das Gefühl, nicht allein zu sein.

Dankbarkeit für verlässliche Unterstützung

Auch das Team der Begegnungsstätte weiß um den Wert dieses Angebots. Die regelmäßige Unterstützung durch die GL Service gGmbH ermöglicht es, das Mittagessen Woche für Woche zuverlässig anzubieten. Gerade für ältere Menschen, die wenig soziale Kontakte haben, ist dieses niedrigschwellige Angebot von großer Bedeutung.

Die stetig wachsende Zahl der Teilnehmenden zeigt, wie hoch der Bedarf ist. Sie ist zugleich ein deutliches Zeichen dafür, wie wichtig Orte der Begegnung für ältere Menschen sind – insbesondere in Zeiten zunehmender Vereinsamung.

Mehr als nur ein Mittagessen

Das gemeinsame Essen ist Teil eines umfassenderen Engagements der Begegnungsstätte Anna Haus, älteren Menschen Raum für Austausch, Vernetzung und Teilhabe zu bieten. Hier entstehen Beziehungen, Gespräche und Momente, die den Alltag bereichern und Halt geben.

Auch in Zukunft soll das wöchentliche Mittagessen fortgeführt werden, um Seniorinnen und Senioren weiterhin einen Ort zu bieten, an dem sie sich aufgehoben fühlen, miteinander lachen und ins Gespräch kommen können – Woche für Woche.

Weitere Informationen zu dieser und weiteren Begegnungsstätten finden Interessierte auf der Internetseite der Stadt Bergisch Gladbach unter
www.bergischgladbach.de/begegnungsstaetten.aspx

.

Der TREFFpunkt Anna Haus der Caritas ist zudem telefonisch erreichbar unter 02202 59210.

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2025-12-08 Schulstraße KGS In der Auen(1)

Mehr Sicherheit vor Schulen: Verkehrsversuch „Schulstraße“ startet in Hand

12 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Im Umfeld der GGS und KGS Hand beginnt am Montag, 12. Januar 2026, ein einjähriger Verkehrsversuch zur Einrichtung einer sogenannten Schulstraße. Ziel der Maßnahme ist es, die Verkehrssicherheit insbesondere für jüngere Schülerinnen und Schüler zu erhöhen und den Bring- und Holverkehr mit dem Auto im unmittelbaren Schulbereich deutlich zu reduzieren.

Zeitlich begrenzte Zufahrtsbeschränkungen

Während des zunächst auf zwölf Monate angelegten Versuchs wird die Einfahrt in die Straßen Im Grafeld, Sankt-Konrad-Straße und Heimstättenweg an Schultagen zu bestimmten Zeiten beschränkt. Die Regelung gilt morgens von 7.30 bis 8.15 Uhr sowie nachmittags von 14.30 bis 15.15 Uhr. In diesen Zeitfenstern dürfen nur Fahrzeuge mit einem Sonderausweis einfahren.

Mit der zeitlich begrenzten Sperrung soll der motorisierte Durchgangsverkehr deutlich verringert werden. Kinder sollen ihren Schulweg sicherer und möglichst autofrei zurücklegen können – zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad.

Anwohnende weiterhin berücksichtigt

Für die Anwohnerinnen und Anwohner der betroffenen Straßen bleibt der Zugang zu den Grundstücken weiterhin gewährleistet. Alle Haushalte erhalten zwei Sonderausweise, die bei Bedarf auch an Dritte weitergegeben werden können. Diese müssen während der Sperrzeiten gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe liegen. Das Ausfahren aus der Schulstraße ist jederzeit auch ohne Ausweis erlaubt.

Zweite Schulstraße in Bergisch Gladbach

Mit dem Verkehrsversuch in Hand richtet die Stadt Bergisch Gladbach ihre zweite Schulstraße ein. Die Maßnahme knüpft an bestehende Konzepte an, mit denen Städte den Schulweg sicherer und übersichtlicher gestalten wollen. Die Stadt betont, dass jeder Schritt zur Verbesserung der Verkehrssicherheit im Umfeld von Schulen von zentraler Bedeutung ist.

Begleitende Evaluation geplant

Der Verkehrsversuch wird von Beginn an fachlich begleitet. Nach neun Monaten ist eine erste Zwischenbewertung vorgesehen, bei der Erfahrungen, Beobachtungen und Rückmeldungen aus der Praxis ausgewertet werden. Auf dieser Grundlage soll entschieden werden, ob und in welcher Form die Schulstraße dauerhaft eingerichtet wird.

Hinweise und Informationen

Die Stadtverwaltung bittet Anwohnende und Beteiligte, ihre Hinweise oder Fragen an die Abteilung Mobilität zu richten. Diese ist per E-Mail unter mobilitaet@stadt-gl.de

erreichbar.

Weitere Informationen zum Thema Schulstraßen in Bergisch Gladbach gibt es online unter
www.bergischgladbach.de/schulstrassen.aspx.

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