Dichte Rauchwolken über dem Krefelder Hafen haben am frühen Morgen für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. In einem Recyclingunternehmen ist es aus bislang ungeklärter Ursache zu einem Brand gekommen. Betroffen ist ein großer Metallmischschrotthaufen auf dem Firmengelände.

Symbolbild
Feuer am frühen Morgen entdeckt
Gegen 5 Uhr wurde der Brand im Hafengebiet gemeldet. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte brannte bereits eine erhebliche Menge Schrott. Nach ersten Einschätzungen war zunächst von wenigen Tonnen die Rede, inzwischen gehen die Einsatzkräfte jedoch von rund 800 Tonnen gelagertem Metallmischschrott aus, die Feuer gefangen haben.
Evakuierungen im Hafengebiet
Rund 80 Feuerwehrleute sind im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Angrenzende Betriebe im Hafenbereich wurden vorsorglich evakuiert. Wohnhäuser sind nach aktuellem Stand nicht betroffen. Die Brandbekämpfung gestaltet sich aufgrund der großen Materialmenge und der starken Rauchentwicklung aufwendig.
Rauch und Geruch weit über Krefeld hinaus wahrnehmbar
Die Rauchwolken sind nicht nur im Hafen, sondern auch in der Krefelder Innenstadt deutlich sichtbar und riechbar. Zudem meldeten Menschen aus umliegenden Städten und Gemeinden wie Kempen, Nettetal, Tönisvorst und Grefrath Geruchsbelästigungen. Auch in einigen rheinnahen Stadtteilen von Duisburg war der Brandgeruch wahrzunehmen.
Um mögliche Gesundheitsgefahren auszuschließen, führt die Feuerwehr Messfahrten durch. Vorsorglich wird der Bevölkerung empfohlen, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten.
Löscharbeiten ziehen sich bis in den Abend
Nach Einschätzung der Einsatzleitung werden die Löscharbeiten voraussichtlich bis in die späten Abendstunden andauern. Die aktuelle Wetterlage trägt dazu bei, dass die Rauchwolken nach unten gedrückt werden und sich Gerüche länger in der Umgebung halten.
Die Ursache des Brandes ist weiterhin unklar. Die Ermittlungen dazu werden nach Abschluss der Löscharbeiten aufgenommen.





