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Sicherheitskräfte am Flughafen Köln/Bonn bangen um ihre Arbeitsplätze

12 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Am Flughafen Köln/Bonn wächst die Sorge unter den Beschäftigten der Sicherheitskontrollen. Hintergrund ist ein geplanter Personalabbau bei dem Sicherheitsunternehmen Securitas, das derzeit für die Passagierkontrollen zuständig ist. Nach vorliegenden Informationen könnten im kommenden Jahr mehr als 100 Arbeitsplätze wegfallen.

Symbolbild

Lange Wartezeiten trotz Personalknappheit

Bereits seit Wochen kommt es am Flughafen Köln/Bonn immer wieder zu langen Warteschlangen an den Sicherheitskontrollen. Reisende müssen teils bis zu 40 Minuten einplanen, um die Kontrollstellen zu passieren. Als Gründe gelten Baustellen im Terminalbereich sowie eine angespannte Personalsituation.

Dennoch sollen künftig deutlich weniger Sicherheitskräfte eingesetzt werden. Von aktuell rund 650 Beschäftigten bei Securitas könnten mehr als 100 ihren Arbeitsplatz verlieren. Für viele Mitarbeitende bedeutet das große Unsicherheit.

Neue Technik soll Personal einsparen

Zum 1. Januar übernimmt der Flughafen Köln/Bonn die Organisation der Sicherheitskontrollen. Dabei setzt der Flughafen verstärkt auf moderne Kontrolltechnik. An den Kontrollstellen sollen neue Scanner installiert werden, die es Passagieren ermöglichen, Flüssigkeiten und elektronische Geräte im Gepäck zu belassen. Dadurch sollen Abläufe beschleunigt und der Personalbedarf reduziert werden.

Securitas hat die Belegschaft bereits darüber informiert, dass ein Stellenabbau aus Sicht des Unternehmens nicht zu vermeiden sei. Gleichzeitig zeigen Erfahrungen an anderen Flughäfen, dass moderne Technik allein nicht ausreicht und weiterhin ausreichend Personal benötigt wird, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen.

Gewerkschaft warnt vor weiteren Problemen

Die Gewerkschaft ver.di zeigt sich besorgt über die Entwicklung. Seit Jahren gibt es am Flughafen Köln/Bonn Schwierigkeiten bei der Personalplanung, die immer wieder zu langen Wartezeiten und verpassten Flügen führen. Ein weiterer Abbau von Kontrollkräften könnte die Situation nach Einschätzung der Gewerkschaft zusätzlich verschärfen.

Zudem wird kritisiert, dass die Belegschaft bislang nur unzureichend über die konkreten Pläne informiert wurde. Die anhaltende Ungewissheit belastet viele Mitarbeitende, die täglich für die Sicherheit der Passagiere verantwortlich sind.

Flughafen sieht Sicherheitsfirma in der Pflicht

Der Flughafen Köln/Bonn weist darauf hin, dass er lediglich die benötigten Kontrollstunden in Abhängigkeit vom Passagieraufkommen und der eingesetzten Technik abruft. Die konkrete Personalplanung liege in der Verantwortung des beauftragten Sicherheitsunternehmens.

Securitas verhandelt derzeit mit dem Betriebsrat über den geplanten Stellenabbau. Wie viele Arbeitsplätze tatsächlich gestrichen werden, sollen die Beschäftigten nach aktuellem Stand erst kurz vor Weihnachten erfahren. Bis dahin bleibt die Unsicherheit für viele Sicherheitskräfte am Flughafen Köln/Bonn bestehen.

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