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Bergisch Gladbach. Gute Nachrichten für Engagierte: Die Zugangsvoraussetzungen für die Ehrenamtskarte NRW sind gesenkt worden. Grundlage ist ein im Dezember 2025 in den Landtag Nordrhein-Westfalen eingebrachter Antrag. Auch die Bergisch Gladbach begrüßt die Entscheidung und öffnet damit weiteren Ehrenamtlichen die Tür zu der landesweiten Anerkennungskarte.
Weniger Stunden, mehr Möglichkeiten
Künftig müssen Engagierte statt bislang 250 nur noch 200 Stunden ehrenamtliche Arbeit pro Jahr nachweisen. Das entspricht einem durchschnittlichen Einsatz von vier Stunden pro Woche. Die Absenkung soll es insbesondere Menschen mit begrenzten zeitlichen Ressourcen erleichtern, von der Ehrenamtskarte zu profitieren.
Eine weitere Neuerung: Ehrenamtliche dürfen nun eine Aufwandsentschädigung erhalten, solange diese den steuerlichen Freibetrag der Ehrenamtspauschale (960 Euro) beziehungsweise der Übungsleiterpauschale (3.300 Euro) nicht überschreitet. Damit trägt die Neuregelung der Realität vieler Vereine Rechnung, in denen Engagement häufig mit kleinen finanziellen Ausgleichszahlungen verbunden ist.
Unverändert bleibt jedoch eine zentrale Voraussetzung: Wer die Ehrenamtskarte beantragen möchte, muss seit mindestens zwei Jahren in Bergisch Gladbach ehrenamtlich aktiv sein.
Dank mit praktischem Nutzen
Die Ehrenamtskarte NRW verbindet symbolische Anerkennung mit konkreten Vorteilen. Inhaberinnen und Inhaber profitieren landesweit von rund 5.000 Vergünstigungen. Dazu zählen Ermäßigungen in Schwimmbädern und Museen, Preisnachlässe bei Veranstaltungen sowie Rabatte bei Einzelhändlern, Kinos und Sportstätten.
Seit 2013 beteiligt sich die Stadt Bergisch Gladbach an dem Gemeinschaftsprojekt des Landes Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, das besondere Engagement der Bürgerinnen und Bürger sichtbar zu würdigen und einen zusätzlichen Anreiz für freiwilligen Einsatz zu schaffen.
Antragstellung und Kontakt
Die Ehrenamtskarte NRW kann über das Antragsformular der Stadt Bergisch Gladbach beantragt werden. Ansprechpartnerin für Fragen rund um die Karte ist Jana Lülf vom Büro des Bürgermeisters (Tel.: 02202 14 1470).
Mit der Absenkung der Zugangshürden setzt das Land ein klares Signal: Ehrenamtliches Engagement bleibt eine tragende Säule des gesellschaftlichen Zusammenhalts – und verdient Anerkennung.






