Archiv | September 18th, 2025

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Skandal in Köln-Flittard: Mieter leben ohne Strom in durchnässten Wohnungen

18 September 2025 von Felix Morgenstern

Köln-Flittard. In einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Flittard müssen über 50 Menschen seit Wochen unter unzumutbaren Bedingungen leben. Nachdem der Insolvenzverwalter das Schutzdach des Gebäudes aus Kostengründen abreißen ließ, sind die Wohnungen den Regenfällen schutzlos ausgeliefert – Strom und Heizung mussten abgeschaltet werden.

Symbolbild

Schutzdach entfernt – Wasser dringt ins Haus

Das ursprüngliche Dach des Hauses sollte erneuert werden. Doch seitdem nur noch die Dachbalken auf einer Hälfte des Gebäudes stehen, regnet es ungehindert hinein. Ein Schutzdach aus Stahlgerüsten und Planen, das die Bauarbeiten absichern sollte, ließ der Insolvenzverwalter nach Angaben der Stadt Köln aus Kostengründen abmontieren. Die Folgen sind dramatisch: Mehr als ein Dutzend Wohnungen sind völlig durchnässt, Wände feucht, Böden aufgequollen.

Stromschläge und kalte Wohnungen

Wegen Stromschlägen, die Bewohner beim Betreten ihrer Wohnungen erlitten, wurde die Stromversorgung im Haus komplett gekappt. Für die Familien bedeutet das: kein Licht, kein warmes Wasser, keine funktionierende Waschmaschine oder Kühlschränke.

Besonders betroffen ist die Familie von Nasser Aliosman. Er lebt mit seiner Frau und vier kleinen Kindern, darunter ein wenige Wochen altes Baby, in einer der Wohnungen. „Wir sitzen abends im Dunkeln, mit nur zwei Handys und kleinen LED-Lampen“, berichtet er. Gekocht wird auf einem kleinen Gaskocher, geheizt mit provisorisch bereitgestellten Gasgeräten.

Stadt erklärt Wohnungen für unbewohnbar

Die Stadt Köln hat inzwischen zwölf Wohnungen offiziell für unbewohnbar erklärt. Betroffen sind 51 Bewohner. Die Wohnungsaufsicht forderte den Insolvenzverwalter auf, Ersatzunterkünfte bereitzustellen und das Gebäude wieder instand zu setzen – bislang ohne Reaktion.

Aktivisten fordern Konsequenzen

Wohnungsaktivisten kritisieren das Vorgehen scharf. „Dem Verwalter hätte klar sein müssen, was es für die Menschen bedeutet, das Schutzdach zu entfernen“, sagt Aktivist Kalle Gerigk. „Das ist menschenverachtend.“

Gescheiterte Sanierung

Das Haus wurde vor rund drei Jahren von einem Immobilienfonds gekauft, um es zu sanieren. Doch das Projekt scheiterte offenbar an finanziellen Engpässen. Nach der Insolvenz übernahm ein Frankfurter Anwalt die Verwaltung. Statt die Sanierung fertigzustellen oder die Bewohner angemessen unterzubringen, leben diese nun im Schatten einer gescheiterten Immobilienspekulation – ohne Strom, Heizung und Sicherheit.

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24 Auszubildende starten beim Rheinisch-Bergischen Kreis – Nachwuchs für Verwaltung, Technik und Soziale Arbeit

18 September 2025 von Felix Morgenstern

Bergisch Gladbach – Die Kreisverwaltung des Rheinisch-Bergischen Kreises hat Zuwachs bekommen: 24 junge Frauen und Männer haben in diesem Jahr ihre Ausbildung beim Kreis begonnen. Sie starten in ganz unterschiedlichen Fachrichtungen – von der klassischen Verwaltung über Vermessungstechnik bis hin zur Sozialen Arbeit.

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„Mit Ihrer Ausbildung beim Rheinisch-Bergischen Kreis starten Sie in eine sichere und abwechslungsreiche berufliche Zukunft. Sie haben hier die Chance, Ihre Stärken einzubringen und damit einen wichtigen Beitrag für das Leben in unserer Region zu leisten“, begrüßte Kreisdirektor Markus Fischer die neuen Auszubildenden offiziell.

Vielfältige Ausbildungsrichtungen

Gleich zehn der neuen Kräfte absolvieren ein duales Studium und werden zu Kreisinspektorinnen und -inspektoren mit dem Abschluss Bachelor of Laws oder Bachelor of Arts ausgebildet. Weitere fünf haben die Laufbahn zur Verwaltungswirtin eingeschlagen, vier beginnen ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten. Außerdem starten eine duale Studentin im Fach Soziale Arbeit, ein angehender Straßenwärter, eine Vermessungstechnikerin, ein Vermessungstechniker sowie ein Fachinformatiker für Systemintegration.

Einführungspraktikum zeigt Vielfalt

Zum Auftakt nehmen die Nachwuchskräfte an einem neuntägigen Einführungspraktikum teil. Dabei lernen sie die unterschiedlichen Aufgabenbereiche der Kreisverwaltung kennen – vom Landschaftsschutz über Gesundheitsmanagement bis hin zum Arbeitsschutz. Auch Themen wie interkulturelle Sensibilisierung und Gleichstellung stehen auf dem Programm. Ergänzt wird das Kennenlernen durch einen Besuch bei der Kreispolizei.

Während die Bachelor-Studierenden im Anschluss an den ersten Studienblock an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung (HSPV NRW) in Köln starten, beginnen die übrigen Verwaltungs-Auszubildenden am 8. September direkt in den Ämtern des Kreises mit ihrer Arbeit.

Bewerbung für 2026 schon möglich

Wer im Jahr 2026 seine Ausbildung beim Rheinisch-Bergischen Kreis beginnen möchte, kann sich bereits jetzt bewerben. Angeboten werden unter anderem die Studien- und Ausbildungsgänge Kreisinspektor/in (Bachelor of Laws), Verwaltungsfachangestellte/r und Verwaltungswirt/in. Bewerbungsschluss ist der 31. Oktober 2025.

Weitere Informationen zu den Ausbildungsangeboten gibt es online unter www.rbk-direkt.de/ausbildung

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Trickbetrug in Rösrath: Seniorin um mehrere hundert Euro gebracht

18 September 2025 von Felix Morgenstern

Rösrath – Am Mittwochnachmittag (17. September) ist eine 80-jährige Frau Opfer eines Trickbetrügers geworden. Der Täter täuschte eine Notlage vor und erbeutete so mehrere hundert Euro.

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Betrüger täuscht Notlage vor

Die Seniorin berichtete der Polizei, dass sie gegen 16:30 Uhr auf dem Parkplatz eines Supermarktes an der Hauptstraße von einem fremden Mann angesprochen wurde. Auf Englisch erklärte er, er sei Ire und ihm sei sein Rucksack mit Bargeld gestohlen worden. Für die Rückreise nach Irland benötige er dringend 500 Euro, um eine Fähre bezahlen zu können.

Die Frau ließ sich überreden und händigte dem Mann einen mittleren dreistelligen Geldbetrag aus. Anschließend stieg er in einen dunklen BMW mit irischem Kennzeichen und fuhr davon.

Beschreibung des Täters

Die Geschädigte beschrieb den Täter als

  • 30 bis 40 Jahre alt,
  • etwa 180 cm groß,
  • mit kurzen, leicht rötlichen Haaren,
  • bekleidet mit einem dunklen Pullover und einer dunklen Jeans.

Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei Rhein-Berg hat eine Strafanzeige aufgenommen und bittet um Zeugenhinweise. Wer den Mann oder den beschriebenen BMW im Bereich der Hauptstraße in Rösrath gesehen hat, soll sich unter Tel. 02202 205-0 beim Kriminalkommissariat Rhein-Berg melden.

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