Der Mangel an Kita-Plätzen in Bergisch Gladbach ist kein neues Problem. Doch inzwischen hat sich die Lage dramatisch zugespitzt. Eltern klagen sich durch die Instanzen, Verwaltungsgerichte drohen mit Zwangsgeldern, und die Stadt kommt aus dem Rechtfertigungsmodus nicht mehr heraus. Der Druck auf die Verantwortlichen wächst – zu Recht, sagen Kritiker, denn vieles davon hätte verhindert werden können. Eine zentrale Rolle in der Aufarbeitung dieser Krise spielt die Bürgerpartei GL um ihren Vorsitzenden Frank Samirae.
500 fehlende Betreuungsplätze – Verwaltung unter Druck
Laut jüngstem Bericht der Stadtverwaltung fehlen für das kommende Kitajahr rund 500 Plätze. Besonders alarmierend: Allein für Kinder über drei Jahre klafft eine Lücke von 183 Plätzen, bei unter Dreijährigen fehlen mindestens 82 – dazu kommen über 150 Plätze, die aufgrund des Fachkräftemangels nicht realisiert werden können. Zahlen, die nicht nur besorgniserregend sind, sondern aus Sicht vieler Eltern ein systemisches Versagen belegen.
Bürgerpartei GL entdeckt vergessenes Grundstück – Stadt muss reagieren
Inmitten der Debatte rückt ein Grundstück an der Ecke Reiser/Mondsröttchen in den Fokus. Die Fläche gehörte der Stadt bereits, war aber angeblich „vergessen“ worden – ein unglaublicher Vorgang. Nur durch die intensive Recherchearbeit der Bürgerpartei GL, allen voran Frank Samirae, wurde das Grundstück wieder aufgedeckt und öffentlich gemacht. Damit setzte die Bürgerpartei die Verwaltung unter erheblichen Zugzwang. Ohne diesen Druck hätte das Grundstück wohl weiterhin brachgelegen – und dutzende Kinder keinen Platz.
„Wir haben dieses Grundstück bewusst an die Verwaltung herangetragen, weil wir wussten, dass es Potenzial hat“, erklärt Frank Samirae. „Es zeigt, dass mit Entschlossenheit und Transparenz viel bewegt werden kann – wenn der politische Wille vorhanden ist.“
Rückblick: Urbachs Kita-Gipfel scheitert an Eitelkeiten
Bereits unter dem früheren Bürgermeister Lutz Urbach (CDU) gab es den Versuch, mit einem „Kita-Gipfel“ die Versorgungsengpässe zu beheben. Die Bürgerpartei GL unterstützte den Vorstoß aktiv und schlug mindestens 20 bebaubare und unbebaute Grundstücke vor. Doch laut internen Berichten torpedierte Urbach viele dieser Vorschläge – aus politischen Eitelkeiten, Rivalitäten und Loyalitäten heraus. Samirae erinnert sich: „Wir haben Grundstücke geliefert, Kontakte vermittelt, Druck gemacht – aber der damalige Bürgermeister war mehr mit seiner Selbstdarstellung beschäftigt als mit den Bedürfnissen der Familien.“
Verwaltungsgericht stellt Stadt bloß
Die rechtliche Lage ist eindeutig: Jedes Kind ab dem ersten Lebensjahr hat Anspruch auf einen Kita-Platz. Dennoch versäumte es die Stadt, diesen Bedarf systematisch zu planen und zu erfüllen. Das Verwaltungsgericht Köln wies die bisherigen Ausführungen der Stadt als unzureichend zurück – zu allgemein, zu wenig belegbar. Es fehle der Nachweis, dass tatsächlich an jedem Standort keine Plätze mehr vorhanden seien und dass es an Fachpersonal mangele.
Kita-Ausbau unter schwierigen Bedingungen
Zwar arbeitet die Stadt aktuell an einem Ausbauprogramm mit Modulbauweise und neuen Vergabeverfahren, doch dies kommt für viele Eltern zu spät. Ragnar Migenda, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Jugend und Soziales, bemüht sich um eine Verbesserung. Doch auch er muss anerkennen, dass die Fehler der Vergangenheit schwer wiegen. Eine Entlastung sei bestenfalls mittelfristig zu erwarten.
Bürgerpartei GL: „Jetzt nicht aufhören, weiterkämpfen!“
Die Bürgerpartei GL zeigt sich dennoch entschlossen, weiterhin Druck zu machen. „Wir sind keine Verhinderer, sondern Möglichmacher“, sagt Frank Samirae. „Wir werden nicht locker lassen, bis jedes Kind in dieser Stadt den Platz bekommt, den es verdient.“
Der Fall des Grundstücks Reiser/Mondsröttchen ist für viele ein Beweis: Ohne das Engagement der Bürgerpartei GL und die Ausdauer ihres Vorsitzenden wäre auch diese Lösung nie zustande gekommen. Dass die Stadt hier nicht mehr „Nein“ sagen konnte, ist weniger ein Zeichen von Einsicht als das Ergebnis politischen Drucks – eines Drucks, den Frank Samirae und seine Mitstreiter*innen unermüdlich aufgebaut haben.
Fazit
Die Kita-Krise in Bergisch Gladbach ist kein unlösbares Problem – aber eines, das Konsequenz und politischen Mut erfordert. Dass heute zumindest an einem Ort eine neue Kita entstehen kann, ist zu einem großen Teil der Bürgerpartei GL zu verdanken. Für viele Familien ist das nur ein erster Hoffnungsschimmer – und ein deutlicher Appell an die Stadt: Verlorene Zeit kann man nicht zurückholen. Aber man kann aufhören, sie weiter zu verschwenden.





