Am Sonntagabend, 21. Dezember, kam es im Stadtgebiet von Wermelskirchen zu einer Reihe von Einbrüchen. Die Polizei wurde innerhalb weniger Stunden zu insgesamt drei Tatorten gerufen. In allen Fällen verschafften sich bislang unbekannte Täter gewaltsam Zugang zu Wohnhäusern.
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Zwei Einbrüche im Wohngebiet Marderweg
Besonders betroffen war ein Wohngebiet im Marderweg. Dort wurden gleich zwei benachbarte Häuser Ziel von Einbrechern. In einem Fall wurde zwischen 9.30 Uhr und 20.20 Uhr eine Terrassentür aufgebrochen. Die Täter durchsuchten offenbar alle Etagen des Hauses und entwendeten nach ersten Erkenntnissen mehrere Armbanduhren sowie Schmuck.
Während die Bewohner des Nachbarhauses zwischen 17.00 Uhr und 21.30 Uhr abwesend waren, schlugen die Täter erneut zu. Auch hier wurde die Terrassentür aufgehebelt. Vor allem das Schlafzimmer wurde intensiv durchsucht. Ob dabei Gegenstände entwendet wurden, war zunächst noch unklar.
Weiterer Einbruch in der Straße Am Vogelsang
Ein dritter Einbruch ereignete sich am selben Abend in der Straße Am Vogelsang. Zwischen 15.00 Uhr und 21.00 Uhr brachen die Täter ein Fenster im Erdgeschoss eines Hauses auf und gelangten so ins Innere. Nach Angaben der Geschädigten wurde ein geringer Bargeldbetrag gestohlen.
Polizei ermittelt und sucht Zeugen
An allen drei Tatorten nahm die Polizei Strafanzeigen auf und ließ den Erkennungsdienst zur Spurensicherung kommen. Die Ermittlungen laufen, ein möglicher Zusammenhang zwischen den Taten wird geprüft.
Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die am Sonntag verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich Marderweg oder Am Vogelsang beobachtet haben, sich beim zuständigen Kriminalkommissariat 2 der Polizei Rhein-Berg zu melden. Hinweise können telefonisch unter der Rufnummer 02202 205-0 abgegeben werden.
Gleich zwei Polizeieinsätze beschäftigten die Einsatzkräfte am Freitagabend und in der Nacht zu Samstag in Bergisch Gladbach. Während Unbekannte im Ortsteil Sand in ein Wohnhaus einbrachen, wurde in der Innenstadt ein E-Scooter-Fahrer unter Drogeneinfluss aus dem Verkehr gezogen.
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Schmuck bei Tageswohnungseinbruch gestohlen
Im Ortsteil Sand verschafften sich bislang unbekannte Täter am Freitag, 19. Dezember 2025, zwischen 18.20 Uhr und 23.30 Uhr gewaltsam Zugang zu einem freistehenden Einfamilienhaus in der Straße Lehmstich. Nach bisherigen Erkenntnissen hebelten die Einbrecher ein rückwärtig gelegenes Fenster auf und gelangten so ins Innere des Hauses. Dort durchsuchten sie die Räumlichkeiten und entwendeten Schmuck. Anschließend flüchteten die Täter unerkannt.
Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und bittet mögliche Zeuginnen und Zeugen, die im genannten Zeitraum verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Rufnummer 02202 205-0 zu melden.
E-Scooter-Fahrer unter Drogeneinfluss gestoppt
In den frühen Morgenstunden des Samstags fiel einer Polizeistreife ein 56-jähriger Mann aus Bergisch Gladbach auf, der mit einem E-Scooter über die Handstraße unterwegs war. Bei einer anschließenden Verkehrskontrolle ergaben sich Hinweise auf einen möglichen Drogeneinfluss.
Dem Mann wurde eine Blutprobe entnommen. Ihn erwartet nun ein Ordnungswidrigkeitenverfahren. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass auch für E-Scooter-Fahrer die gleichen Regeln im Hinblick auf Alkohol- und Drogenkonsum gelten wie für andere motorisierte Verkehrsteilnehmer.
Die Stadt Köln startet zu Beginn des neuen Jahres eine Reihe von Bau- und Verkehrsmaßnahmen in mehreren Stadtteilen. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, insbesondere für den Rad- und Fußverkehr, sowie wichtige Infrastrukturen instand zu halten oder weiterzuentwickeln. Einige Projekte beginnen bereits Anfang Januar 2026, andere laufen schon seit Monaten und werden fortgeführt.
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Sicherer Radverkehr auf der Jahnstraße
In der Kölner Innenstadt wird die Jahnstraße zwischen Mauritiuswall und Humboldtstraße für den Radverkehr deutlich sicherer gestaltet. Die Strecke ist eine wichtige Verbindung zwischen Zülpicher Platz und Neumarkt. Bisher mussten Radfahrende hier zwischen Stadtbahnschienen und parkenden Autos fahren – eine Situation mit erhöhtem Unfallrisiko. Als kurzfristige Maßnahme werden ab der Woche vom 5. Januar 2026 die Beschilderung angepasst und die Fahrbahn freigeräumt. Rund zehn Längsparkplätze entfallen, sodass Radfahrende künftig ausreichend Platz haben, um sicher neben den Schienen zu fahren.
Norbertstraße: Mindestfahrbahnbreite wird umgesetzt
Im Gereonsviertel wird die Norbertstraße angepasst, um die gesetzlich vorgeschriebene Mindestfahrbahnbreite von 3,05 Metern sicherzustellen. Parkende Fahrzeuge hatten die Straße bislang teilweise stark eingeengt. Ab dem 12. Januar 2026 werden Markierungen entfernt und die Beschilderung geändert. Insgesamt fallen 21 Parkplätze weg. Um den Parkdruck für Anwohnende abzufedern, werden die verbleibenden Stellplätze ausschließlich als Bewohnerparkplätze ausgewiesen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich fünf Werktage.
Tunnel Gulliver: Sperrung wegen Instandhaltungsarbeiten
In der Altstadt/Nord kommt es ab dem 7. Januar 2026 zu Einschränkungen im Tunnel Gulliver/Bahndamm/Domhof. Aufgrund von Abbrucharbeiten am Gewölbe über dem Rheinufertunnel wird die Tunnelröhre in Fahrtrichtung Nord gesperrt. Die Arbeiten dauern bis zum 30. Januar 2026. Der Verkehr in Richtung Süden bleibt möglich, eine Umleitung nach Norden wird ausgeschildert.
Große Infrastrukturprojekte laufen weiter
Parallel zu den neuen Maßnahmen setzt die Stadt zahlreiche bereits angekündigte Bauprojekte fort. Dazu zählen unter anderem:
der Umbau des Dellbrücker Marktplatzes und die Sanierung der Straße „An der Kemperwiese“ bis Sommer 2026,
die Neugestaltung mehrerer Kreuzungen an der Weißer Straße in Rodenkirchen,
der Bau eines Kreisverkehrs an der Sürther Straße/Grüngürtelstraße,
die Sanierung der Ufermauer an der Unteren Groov in Zündorf,
sowie der Neubau von Fuß- und Radwegbrücken, etwa an der Escher Straße in Bilderstöckchen.
Auch kleinere Maßnahmen wie die Erneuerung von Gehwegbelägen am Ebertplatz oder Restarbeiten an der Ampelanlage Zülpicher Straße/Sülzgürtel werden im neuen Jahr abgeschlossen.
Stadt bittet um Verständnis
Die Stadt Köln weist darauf hin, dass Baustellen und Sperrungen unvermeidbar sind, um die Verkehrssicherheit zu verbessern und die Infrastruktur zukunftsfähig zu gestalten. Verkehrsteilnehmenden wird empfohlen, die ausgeschilderten Umleitungen zu nutzen und zusätzliche Fahrzeiten einzuplanen. Aktuelle Informationen zu allen Baustellen sind im städtischen Verkehrskalender abrufbar.
Das Jahr 2025 war für die Stadt Bergisch Gladbach von bedeutenden Veränderungen und richtungsweisenden Entscheidungen geprägt. Neben der konsequenten Weiterentwicklung zentraler Zukunftsprojekte markierte vor allem der Amtsantritt von Bürgermeister Marcel Kreutz im Herbst einen personellen Neustart an der Spitze der Verwaltung. Mit ihm begann eine neue Phase, in der laufende Vorhaben fortgeführt und zugleich neue Akzente gesetzt wurden.
Neuer Bürgermeister, klare Ziele
Mit dem Wechsel im Bürgermeisteramt erhielt die Stadtverwaltung neue Impulse. Der Fokus lag darauf, bestehende Strukturen weiterzuentwickeln und Bergisch Gladbach zukunftsfähig aufzustellen. Dabei standen insbesondere Bildung, Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Politik und Bürgerschaft wurde weiter gestärkt, um die anstehenden Herausforderungen gemeinsam anzugehen.
Schulbau und Bildung im Fokus
Ein zentrales Thema des Jahres war erneut die Sanierung und Modernisierung der Schulen. Aufbauend auf der im Vorjahr vorgenommenen Priorisierung konnten zahlreiche Maßnahmen fortgesetzt oder neu begonnen werden. Ziel bleibt es, den bestehenden Sanierungsstau schrittweise abzubauen und allen Schulstandorten verlässliche, zeitgemäße und pädagogisch geeignete Rahmenbedingungen zu bieten. Die Schulentwicklung ist damit weiterhin ein Kernbestandteil der städtischen Zukunftsstrategie.
Zanders-Areal: Stadtentwicklung mit Perspektive
Auch die Entwicklung des ehemaligen Zanders-Areals machte 2025 sichtbare Fortschritte. Wichtige planerische Grundlagen wurden geschaffen, Prozesse gebündelt und weitere Schritte für eine spätere Vermarktung vorbereitet. Parallel dazu nahm die bauliche und funktionale Einbindung des Areals in die Innenstadt weiter Gestalt an. Das Gelände entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Baustein der Stadtentwicklung.
Investitionen in Straßen und Stadtbild
Der Zustand der Straßen blieb ein weiteres Schwerpunktthema. Neben der Sanierung stark frequentierter Verkehrsachsen wie der Dombach-Sander-Straße und der Ommerbornstraße wurden auch kleinere Verbindungsstraßen auf längeren Abschnitten erneuert. Trotz der unvermeidlichen Baustellen tragen diese Maßnahmen langfristig zu einer besseren Verkehrsinfrastruktur bei.
Zudem wurden städtebauliche Projekte sichtbar vorangebracht: Die Neugestaltung der Bensberger Schloßstraße im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts (InHK) ist nahezu abgeschlossen, während im September die Arbeiten zur Umgestaltung der Laurentiusstraße begonnen haben.
Gemeinschaftsleistung der Verwaltung
Die erzielten Fortschritte waren nur durch das hohe Engagement der Mitarbeitenden in den vier Dezernaten, zehn Fachbereichen sowie den Stabsstellen und städtischen Gesellschaften möglich. Trotz hoher Arbeitsbelastung und begrenzter Ressourcen arbeitete die Verwaltung effizient und verantwortungsbewusst. Bewährte Instrumente wie die Zielvereinbarungen zwischen Bürgermeister und Dezernenten trugen auch 2025 dazu bei, klare Schwerpunkte zu setzen und Maßnahmen gezielt umzusetzen.
Ein Jahr des Übergangs und der Stabilität
Rückblickend war 2025 für Bergisch Gladbach ein Jahr der Stabilität, des personellen Übergangs und der klaren Zukunftsorientierung. Mit wichtigen Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Stadtentwicklung sowie einer neu aufgestellten Verwaltungsführung hat die Stadt entscheidende Schritte auf dem Weg zu einer modernen, nachhaltigen und lebenswerten Kommune gemacht.
Während sich Bergisch Gladbach auf die Festtage vorbereitet, wird auch in den Partnerstädten rund um den Globus Weihnachten und der Jahreswechsel begangen – allerdings mit ganz unterschiedlichen Bräuchen, Ritualen und Bedeutungen. Die Traditionen spiegeln kulturelle Vielfalt, religiöse Prägungen und nicht zuletzt die aktuellen Lebensumstände der Menschen wider.
Stille Hoffnung und Zusammenhalt in der Ukraine
Partnerstadt Butscha
In der Ukraine sind Weihnachten und Neujahr vor allem von Besinnlichkeit und familiärem Zusammenhalt geprägt. Im Mittelpunkt stehen einfache Rituale, Kerzenlicht, Gespräche und traditionelle Speisen wie Kutia. Der Heilige Abend markiert einen Neuanfang, bei dem weniger äußere Festlichkeit als vielmehr innere Hoffnung zählt. Auch der Weihnachtsbaum zum Jahreswechsel – oft klein oder symbolisch – steht für das Weitergehen des Lebens. Wünsche richten sich weniger auf Materielles als auf Frieden, Gesundheit und Kraft für das kommende Jahr.
Licht in schwierigen Zeiten im Heiligen Land
Partnerstadt Beit Jala
In der Region um Bethlehem wird Weihnachten trotz politischer Spannungen und großer Herausforderungen als Fest der Hoffnung gefeiert. Nach Jahren der Einschränkungen kehren Lichter, Prozessionen und Gesänge zurück. Besonders symbolträchtig ist der wieder aufgestellte Weihnachtsbaum in Bethlehem, der Besucherinnen und Besucher aus der gesamten Region anzieht. Weihnachten wird hier als gemeinschaftliches Fest verstanden, an dem Menschen unabhängig von Religion oder Herkunft teilnehmen.
Kulinarischer Glanz in Frankreich
Partnerstädte Bourgoin-Jallieu und Joinville-le-Pont
In Frankreich steht an Weihnachten das festliche Essen im Mittelpunkt. Am 25. Dezember versammeln sich Familien zu einem opulenten Mahl, dessen süßer Höhepunkt häufig die traditionelle Schokoladenbiskuitrolle bildet. Geschenke bringt der Père Noël in der Nacht. Auch Silvester wird mit einem ausgedehnten Festessen gefeiert, begleitet von Konfetti und ausgelassener Stimmung.
Symbolik und Brauchtum in Litauen
Partnerstadt Marijampole
In Litauen beginnt Weihnachten am Abend des 24. Dezember und dauert bis zum 26. Dezember. Der festlich gedeckte Tisch erinnert mit Heu unter der weißen Tischdecke an die Geburt Jesu. Zwölf fleischlose Gerichte symbolisieren die Apostel und die Monate des kommenden Jahres. Zum Jahreswechsel lebt ein alter Brauch fort: Wer als erste Person nach Mitternacht ein Haus betritt, soll Glück und Wohlstand bringen.
Lichter und Feuerwerk in den Niederlanden
Partnerstadt Velsen
Das wichtigste Geschenkfest in den Niederlanden ist der Sinterklaas am 5. Dezember. Weihnachten selbst wird ruhig im Familienkreis am ersten und zweiten Weihnachtstag begangen. Silvester, bekannt als Oud en Nieuw, ist dagegen laut und lebendig – mit Feuerwerk, Oliebollen und geselligem Beisammensein. Ab dem Jahreswechsel 2026/2027 wird privates Feuerwerk allerdings landesweit verboten sein.
Tiefe Traditionen in Schlesien
Partnerstadt Pszczyna
In der schlesischen Region gehört eine Weihnachtskrippe in jedes Haus. Der Heilige Abend ist reich an Ritualen: Nach dem Lesen der Heiligen Schrift und dem Erscheinen des ersten Sterns beginnt das Festessen. Eine besondere Rolle spielt der Karpfen – seine Schuppe im Portemonnaie gilt als Glücksbringer für das neue Jahr. Die Geschenke bringt das Christkind, die Nacht endet traditionell mit dem gemeinsamen Besuch der Christmette.
Chanukka als Fest des Lichts in Israel
Partnerstadt Ganey Tikva
In Israel steht zur Winterzeit das jüdische Lichterfest Chanukka im Mittelpunkt. Acht Tage lang wird jeden Abend eine weitere Kerze entzündet – als Symbol der Hoffnung und des Glaubens an die Kraft des Lichts. Auch wenn Weihnachten keine zentrale Rolle spielt, finden sich in Israel dennoch Weihnachtsmärkte und Konzerte, die die kulturelle Vielfalt des Landes widerspiegeln.
Gemeinsamer Nenner trotz Vielfalt
So unterschiedlich die Bräuche auch sind, eines verbindet die Partnerstädte Bergisch Gladbachs: Der Wunsch nach Gemeinschaft, Hoffnung und einem guten Start ins neue Jahr. Die Traditionen zeigen, wie vielfältig das Feiern sein kann – und wie stark kulturelle Wurzeln und aktuelle Lebensrealitäten die Festtage prägen.
Ein russisches Gericht hat ein Strafverfahren gegen den Düsseldorfer Karnevalswagenbauer und Satirekünstler Jacques Tilly eingeleitet. Anlass sind mehrere öffentlich gezeigte Arbeiten, in denen Tilly den russischen Präsidenten Wladimir Putin kritisch und provokant darstellt. Der Fall sorgt international für Aufmerksamkeit und wirft Fragen zum Umgang Russlands mit politischer Kunst und Meinungsfreiheit auf.
Nach Berichten russischer Medien wurde das Verfahren Mitte Dezember bei einem Moskauer Gericht eingereicht. Grundlage ist ein Paragraf des russischen Strafgesetzbuchs, der kurz nach Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine eingeführt wurde. Er stellt die angebliche Verbreitung falscher Informationen über die russischen Streitkräfte unter Strafe und wird seither regelmäßig gegen Kritiker des Kremls angewendet.
Dem Künstler wird vorgeworfen, mit seinen satirischen Darstellungen die russische Armee zu diffamieren und den Präsidenten zu beleidigen. Eine erste Anhörung ist für Ende Dezember angesetzt.
Einschüchterung mit Signalwirkung
Menschenrechtsorganisationen und russlandkritische Initiativen werten das Vorgehen als gezielten Einschüchterungsversuch. Russland geht seit Jahren auch außerhalb seiner Landesgrenzen gegen Personen vor, die sich kritisch zum staatlichen Handeln äußern. Bereits mehrfach wurden Menschen in Abwesenheit verurteilt, etwa wegen regimekritischer Inhalte in sozialen Netzwerken.
Besonders betroffen sind Menschen mit familiären oder beruflichen Bezügen nach Russland. Wer in den Fokus der Justiz gerät, muss bei einer Einreise mit erheblichen Konsequenzen rechnen. Fachleute sehen darin eine bewusste Strategie, um kritische Stimmen auch im Ausland zum Schweigen zu bringen.
Politische Satire als Auslöser
Jacques Tilly ist über die Grenzen Düsseldorfs hinaus für seine politisch zugespitzten Karnevalswagen bekannt. Immer wieder greift er aktuelle internationale Konflikte auf und setzt sie satirisch um. In den vergangenen Jahren entstanden mehrfach Werke, die den russischen Präsidenten als Aggressor im Ukraine-Krieg zeigen. Auch internationale Aktionen, etwa vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag, sorgten für Aufmerksamkeit.
Dass ein ausländischer Künstler wegen satirischer Kunst strafrechtlich verfolgt wird, gilt als deutlicher Angriff auf die Kunst- und Meinungsfreiheit.
Verfahren wohl ohne praktische Folgen
Juristische Experten gehen davon aus, dass das Verfahren vor allem symbolischen Charakter hat. Eine tatsächliche Durchsetzung gegen einen in Deutschland lebenden Künstler erscheint unwahrscheinlich. Dennoch entfaltet der Schritt politische Wirkung: Er verdeutlicht den Anspruch des russischen Staates, Kritik am eigenen Handeln auch jenseits der Landesgrenzen zu unterdrücken.
Der Fall macht deutlich, wie sehr politische Satire und künstlerische Freiheit in autoritären Systemen unter Druck geraten – und welche Bedeutung sie in demokratischen Gesellschaften weiterhin haben.
Die Stadt Köln plant die Einrichtung ihres ersten Suchthilfezentrums in der Innenstadt. Vorgesehen ist ein Standort am Perlengraben an der Wilhelm-Hoßdorf-Straße, unweit des Neumarkts. Über die konkrete Umsetzung soll der Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung am 5. Februar 2026 entscheiden. Der Standort ist das Ergebnis eines umfassenden Prüfverfahrens, bei dem zahlreiche Flächen und Gebäude untersucht wurden.
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Entscheidend für die Auswahl waren unter anderem die Nähe zum Neumarkt, ein ausreichender Abstand zu Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie eine möglichst geringe Belastung für Anwohnende, etwa durch eine durchdachte Gestaltung der Zugangswege.
Antwort auf verschärfte Drogensituation
Das geplante Suchthilfezentrum ist ein zentraler Baustein des Kölner Suchthilfekonzeptes, das im Sommer 2025 weiterentwickelt wurde. Hintergrund ist die deutlich angespannte Situation rund um die offene Drogenszene in Köln. Insbesondere der stark zunehmende Crack-Konsum hat in den vergangenen Monaten zu einer sichtbaren Verschärfung der Lage geführt – mit gravierenden Folgen für Betroffene ebenso wie für den öffentlichen Raum.
Suchthilfezentren sollen schwerstabhängigen Menschen Schutz bieten und ihnen ermöglichen, in einer sicheren Umgebung zu konsumieren. Gleichzeitig verfolgen sie das Ziel, Konsum und Begleiterscheinungen aus dem öffentlichen Raum zu verlagern.
Geplanter Betrieb rund um die Uhr
Nach aktuellen Planungen soll das neue Suchthilfezentrum über einen integrierten Drogenkonsumraum verfügen und perspektivisch täglich rund um die Uhr geöffnet sein. Die Stadt prüft derzeit verschiedene Bauformen, darunter eine modulare Fertigbauweise oder eine Containerlösung, um eine möglichst schnelle Umsetzung zu ermöglichen. Ziel ist es, den Betrieb bereits im kommenden Jahr aufzunehmen.
Entlastung für den öffentlichen Raum
Mit dem neuen Angebot will die Stadt sowohl suchtkranken Menschen besser helfen als auch die Situation im Umfeld des Neumarkts spürbar verbessern. Die derzeitige Lage gilt als belastend für alle Beteiligten – für Betroffene ebenso wie für Anwohnende, Gewerbetreibende und Passantinnen und Passanten.
Durch das Suchthilfezentrum sollen Betreuung, medizinische Unterstützung und soziale Hilfen gebündelt angeboten werden. Gleichzeitig soll der öffentliche Raum sicherer und sauberer werden.
Weitere Informationen und Beteiligung
Ausführliche Informationen zur Weiterentwicklung des Suchthilfekonzeptes sowie Hintergründe zum geplanten Suchthilfezentrum sind im Ratsinformationssystem der Stadt Köln einsehbar. Zusätzlich stellt die Stadt auf einer eigenen Informationsseite Fragen und Antworten zum Projekt bereit.
Gute Nachrichten für Familien in Odenthal: Der langfristige Weiterbetrieb der Großtagespflege „Kleine Helden“ ist gesichert. Durch einen Beschluss des Odenthaler Gemeinderats wurden die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen, um eine unbefristete Baugenehmigung zu ermöglichen. Damit ist auch die dauerhafte Förderung durch den Rheinisch-Bergischen Kreis als Träger der Jugendhilfe gewährleistet.
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Gemeinderat schafft entscheidende Grundlage
Der Odenthaler Gemeinderat hat am 16. Dezember den bislang geltenden Bebauungsplan angepasst. Dieser hatte eine Kindertagespflege an dem Standort in der Lindenallee ausgeschlossen und damit eine unbefristete Genehmigung verhindert. In den vergangenen Jahren konnten daher nur zeitlich begrenzte Baugenehmigungen erteilt werden, zuletzt mit einer Laufzeit bis Ende Januar 2026. Mit der aktuellen Entscheidung ist dieses Hindernis nun beseitigt.
Unbefristete Genehmigung in Vorbereitung
Der zugehörige Bauantrag befindet sich derzeit in der abschließenden Prüfung. Nach Angaben des Rheinisch-Bergischen Kreises wird mit der Erteilung der unbefristeten Baugenehmigung im Januar 2026 gerechnet. Damit können auch die langfristigen Förderzusagen für die betreuten Kinder verbindlich ausgesprochen werden.
Verlässliche Betreuung für Familien
In der Großtagespflege „Kleine Helden“ werden unter der Woche bis zu neun Kinder professionell betreut. Die Einrichtung ist für viele Familien ein fester Bestandteil der Betreuungslandschaft in Odenthal. Mit der nun geschaffenen rechtlichen Sicherheit können Eltern, Kinder und Betreuungspersonal wieder verlässlich planen.
Stärkung der Kinderbetreuung vor Ort
Mit der Entscheidung des Gemeinderats und den weiteren Schritten des Rheinisch-Bergischen Kreises ist ein wichtiges Signal für die Stabilität und den Ausbau der Kinderbetreuung in Odenthal gesetzt. Die nahtlose Betreuung der Kinder bleibt erhalten – ohne erneute Befristungen oder Unsicherheiten für die Zukunft.
Der nordrhein-westfälische Landtag hat einen bedeutenden Schritt für die politische Mitbestimmung junger Menschen beschlossen: Künftig dürfen Jugendliche bereits ab 16 Jahren an Landtagswahlen teilnehmen. CDU, SPD, Grüne und FDP erreichten gemeinsam die für die notwendige Verfassungsänderung erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit. Damit erhalten rund 290.000 junge Menschen zusätzlich das aktive Wahlrecht in Nordrhein-Westfalen.
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Die Organisation Mehr Demokratie begrüßt die Entscheidung ausdrücklich und wertet sie als wichtigen Fortschritt für eine zeitgemäße Demokratie. Aus Sicht des Vereins stärkt die Absenkung des Wahlalters die politische Teilhabe junger Menschen und trägt dazu bei, demokratische Prozesse frühzeitig erlebbar zu machen.
Stärkeres Mitspracherecht für junge Generation
Jugendliche übernehmen bereits heute in vielen Bereichen Verantwortung – etwa in Ausbildung, Ehrenamt oder gesellschaftlichem Engagement. Mit dem neuen Wahlrecht erhalten sie nun auch bei der Zusammensetzung des Landesparlaments ein direktes Mitspracherecht. Mehr Demokratie sieht darin ein klares Signal, dass junge Stimmen ernst genommen und aktiv in politische Entscheidungsprozesse einbezogen werden.
Politische Bildung gewinnt an Bedeutung
Mit der Ausweitung des Wahlrechts rückt auch die politische Bildung stärker in den Fokus. Mehr Demokratie betont, dass das neue Wahlrecht von gezielten Bildungsangeboten begleitet werden müsse, um Jugendliche auf ihre neue Verantwortung vorzubereiten. Schulen, Jugendverbände und zivilgesellschaftliche Organisationen spielen dabei eine zentrale Rolle.
Bereits in diesem Jahr hat der NRW-Landesverband von Mehr Demokratie eigene Impulse gesetzt: Im Rahmen eines Schulwettbewerbs entwickelten Schülerinnen und Schüler kreative Konzepte, um Gleichaltrige über Wahlen zu informieren und zur Teilnahme zu motivieren. Die Erfahrungen aus dem Wettbewerb zeigten, dass viele junge Menschen großes Interesse an politischen Themen haben und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.
Signal für eine generationenübergreifende Demokratie
Mit der Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre folgt Nordrhein-Westfalen dem Beispiel anderer Bundesländer und Kommunen, die diesen Schritt bereits gegangen sind. Für Mehr Demokratie ist die Entscheidung ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer inklusiveren und generationenübergreifenden Demokratie, in der politische Teilhabe nicht am Alter scheitert, sondern Engagement und Verantwortungsbewusstsein in den Mittelpunkt stellt.
Der Seniorenbeirat der Stadt Bergisch Gladbach startet mit einem abwechslungsreichen Programm ins neue Jahr. Im Januar 2026 stehen Begegnung, Geselligkeit und das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt. Alle Angebote sind barrierefrei zugänglich, kostenfrei und ohne vorherige Anmeldung nutzbar – eine Einladung an alle älteren Bürgerinnen und Bürger, aktiv am Stadtleben teilzunehmen und neue Kontakte zu knüpfen.
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Tanzcafé: Schwungvoll ins neue Jahr
Ein besonderer Höhepunkt im Januar ist das Tanzcafé am Sonntag, 11. Januar 2026, von 15 bis 17 Uhr im Gasthaus Paas an der Maria-Zanders-Anlage. In entspannter Atmosphäre können die Teilnehmenden zu Musik tanzen, sich bewegen und gemeinsam einen geselligen Nachmittag verbringen. Neben Standardtänzen und bekannten Evergreens steht vor allem die Freude an der Musik und das Miteinander im Vordergrund. Bei Kaffee und kleinen Leckereien bietet sich zudem viel Raum für Gespräche und Begegnungen. Das Gasthaus ist barrierefrei erreichbar und gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden.
Öffentliche Sitzung des Seniorenbeirats
Am Mittwoch, 21. Januar 2026, tagt um 17 Uhr der Seniorenbeirat im Großen Sitzungssaal des Rathauses Stadtmitte. Die Sitzung ist öffentlich, interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen. Der Seniorenbeirat berät über Themen, die die ältere Generation in Bergisch Gladbach betreffen, und bringt deren Interessen in die kommunalpolitische Arbeit ein. Weitere Informationen zur Tagesordnung sind im Ratsinformationssystem der Stadt einsehbar.
Aktiv im Buchmühlenpark: Boule spielen
Auch Bewegung an der frischen Luft kommt nicht zu kurz. Der Bouleplatz im Buchmühlenpark hinter der Volkshochschule steht allen Interessierten offen und kann jederzeit genutzt werden. Der Seniorenbeirat lädt dazu ein, das Spielangebot aktiv wahrzunehmen und wünscht allen Teilnehmenden viel Freude.
Seniorenstammtisch: Nächster Termin im Februar
Im Januar pausiert der Seniorenstammtisch ausnahmsweise. Die nächste Gelegenheit zum Austausch gibt es am 4. Februar 2026, wenn der Stammtisch als fröhliche Karnevalsfeier mit Mitsingen im Gasthaus am Bock stattfindet. Der Stammtisch bietet regelmäßig Raum für Gespräche, Informationen und aktives Mitwirken.
Mit seinem Januarprogramm setzt der Seniorenbeirat ein klares Zeichen für Gemeinschaft, Teilhabe und Lebensfreude im Alter – und lädt alle Seniorinnen und Senioren ein, diese Angebote zu nutzen.