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Einbrecher in Bensberg und Sand aktiv – Polizei sucht dringend Zeugen

05 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

In Bergisch Gladbach haben Unbekannte am Donnerstagabend (04.12.) gleich zwei Einbrüche verübt. Sowohl in Bensberg als auch im Ortsteil Sand drangen Täter gewaltsam in Wohnhäuser ein, durchsuchten mehrere Räume und entkamen unerkannt. Die Polizei ermittelt und bittet mögliche Zeugen dringend um Hinweise.

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Einbruch in Erdgeschosswohnung in Bensberg

Der erste Vorfall ereignete sich gegen 18:20 Uhr in einem Mehrfamilienhaus in der Eichelstraße. Ein Bewohner wurde auf ungewöhnliche Geräusche aufmerksam und kontrollierte mehrfach den Hausflur. Kurz darauf bemerkte er zwei dunkel gekleidete Personen, die aus einer Erdgeschosswohnung flüchteten.

Die alarmierte Polizei stellte fest, dass ein rückwärtiges Fenster eingeschlagen und mehrere Räume durchwühlt worden waren. Ob die Einbrecher Beute machten, war zunächst nicht bekannt. Laut Zeugenbeschreibung waren beide Personen etwa 1,75 Meter groß, dunkel gekleidet und mit schwarzen Haaren.

Zweiter Einbruch in Sand – Schmuck und Uhren gestohlen

Rund zwei Stunden später, gegen 20:00 Uhr, bemerkten Bewohner eines Einfamilienhauses in der Sander Straße einen weiteren Einbruch. Sie hatten das Haus am Vormittag verlassen und kehrten abends in ein durchwühltes Zuhause zurück. Laut ersten Erkenntnissen entwendeten die Täter Goldschmuck und fünf hochwertige Uhren. Der Schaden bewegt sich im unteren fünfstelligen Bereich. An der Haustür fanden Polizisten frische Hebelspuren.

Polizei bittet um Hinweise

In beiden Fällen leitete die Polizei Spurensicherungsmaßnahmen ein. Nun werden Zeugen gesucht, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben – besonders im Zeitraum zwischen Nachmittag und Abend.

Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 2 unter der Telefonnummer 02202 205-0 entgegen.

Bürgerinnen und Bürger, die sich zum Thema Einbruchschutz beraten lassen möchten, können sich ebenfalls unter derselben Nummer oder per Mail an gl.kriminalpraevention@polizei.nrw.de

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Unfall Wermelskirchen

Wermelskirchen – Drei Verletzte bei Auffahrunfall auf der Eifgenstraße

05 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Bei einem Verkehrsunfall auf der Eifgenstraße in Wermelskirchen sind am Donnerstagvormittag (04.12.) drei Menschen verletzt worden. Einer der Beteiligten musste schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Die Landstraße war über mehrere Stunden voll gesperrt.

Unfall Wermelskirchen

Auffahrkollision löst Kettenunfall aus

Gegen 9 Uhr wollte eine 35-jährige Wermelskirchenerin mit ihrem grauen Seat Ateca von der Eifgenstraße (L 409) nach links auf die K 12 abbiegen und hielt dafür an. Ein 28-jähriger Kölner wartete mit seinem blauen Hyundai i20 direkt hinter ihr. In diesem Moment fuhr ein Audi A3 – gesteuert von einem 38-jährigen Wermelskirchener – auf den Hyundai auf und schob diesen wiederum gegen den wartenden Seat.

Hyundai-Fahrer eingeklemmt – Feuerwehr muss retten

Der 28-jährige Fahrer des Hyundai wurde durch den Aufprall in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten ihn aus dem Wagen befreien. Er kam schwer verletzt ins Krankenhaus.

Auch der Fahrer des Audi und die Seat-Fahrerin erlitten Verletzungen. Während beide leicht verletzt wurden, entschloss sich die Frau dazu, eigenständig einen Arzt aufzusuchen. Der Audi-Fahrer wurde ebenfalls zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Autos stark beschädigt – Ermittlungen gegen Unfallverursacher

Hyundai und Audi waren nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Am Seat entstand hingegen nur geringer Sachschaden, er blieb weiterhin fahrbereit.

Nach ersten Angaben gab der 38-jährige Audi-Fahrer an, „in Gedanken gewesen zu sein“ und deshalb die stehenden Fahrzeuge zu spät wahrgenommen zu haben. Gegen ihn wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Straße mehrere Stunden gesperrt

Für die Bergung der Fahrzeuge und die Unfallaufnahme war die Eifgenstraße rund drei Stunden voll gesperrt. Der Verkehr musste weiträumig umgeleitet werden.

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PD Achim Cüppers

Führungswechsel bei der Polizei im Rheinisch-Bergischen Kreis – Achim Cüppers übernimmt Abteilungsleitung

04 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

In der Kreispolizeibehörde des Rheinisch-Bergischen Kreises hat es zum Monatsbeginn einen wichtigen personellen Wechsel gegeben. Seit dem 1. Dezember 2025 steht mit Polizeidirektor Achim Cüppers ein neuer Abteilungsleiter an der Spitze der Behörde. Er folgt auf Birgit Buchholz, die nach sechs Jahren in dieser Funktion in den Ruhestand verabschiedet wurde.

PD Achim Cüppers

Vom Streifendienst bis zur Führungsposition – ein erfahrener Polizeimanager

Cüppers, 57 Jahre alt und gebürtig aus Niedersachsen, blickt auf eine beeindruckende Laufbahn innerhalb der Polizei zurück. Seit 1987 im Dienst tätig, arbeitete er nach seinem Aufstieg in den gehobenen Dienst in verschiedenen Ermittlungsbereichen des Polizeipräsidiums Köln. 2003 folgte die Ausbildung für den höheren Polizeivollzugsdienst – der Start in eine Karriere mit zunehmender Führungsverantwortung.

Im Laufe der Jahre sammelte der neue Abteilungsleiter Erfahrung in mehreren Leitungspositionen: unter anderem im Ennepe-Ruhr-Kreis, im Landeskriminalamt und später erneut im Polizeipräsidium Köln. Zuletzt war er drei Jahre lang Leiter des Leitungsstabes beim Polizeipräsidium Düsseldorf.

„Verantwortung bedeutet mehr als Organisation“ – klare Leitlinien für die Zukunft

Zum Amtsantritt stellte sich Cüppers den Führungskräften der Behörde vor und sprach über seine Vorstellungen für die gemeinsame Arbeit. Neben operativen und organisatorischen Aufgaben betonte er besonders die Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden – ein Schwerpunkt, den er weiter stärken will.

Die Aufgabe, künftig die Gesamtverantwortung für die Kreispolizeibehörde zu tragen, sieht er als spannende Herausforderung. Nach vielen Jahren in Großbehörden freue er sich auf die Arbeit im Rheinisch-Bergischen Kreis, wo Nähe, Transparenz und Teamarbeit im Mittelpunkt stehen sollen.

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Brötchentüten setzen klares Zeichen gegen Gewalt an Frauen im Rheinisch-Bergischen Kreis

03 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Mit einer aufmerksamkeitsstarken Mitmachaktion setzen mehrere Bäckereien im Rheinisch-Bergischen Kreis derzeit ein sichtbares Signal gegen häusliche Gewalt. Im Rahmen der Orange Days geben Betriebe in Wermelskirchen, Burscheid, Kürten, Odenthal und Leichlingen speziell gestaltete Brötchentüten aus, die auf Hilfsangebote für betroffene Frauen hinweisen. Die Initiative wurde vom Runden Tisch „Keine Gewalt an Frauen“ entwickelt und im Vorfeld an die teilnehmenden Bäckereien verteilt.

Alltägliche Geste – große Wirkung

Die schlichten, aber eindrücklichen Tüten tragen die Botschaft: „Häusliche Gewalt kommt mir nicht in die Tüte“. Ergänzt wird der Slogan durch Hinweise auf verfügbare Unterstützungsangebote sowie die Nummer des bundesweiten Hilfetelefons.

Anja Möldgen, Gleichstellungsbeauftragte des Rheinisch-Bergischen Kreises, betont die Bedeutung der Aktion:
„Häusliche Gewalt findet oft im Verborgenen statt. Mit einer alltäglichen Handlung wie dem Kauf von Brötchen erreichen wir viele Menschen – und können Betroffenen Mut machen, sich Hilfe zu holen.“

Die Aktion ist Teil der jährlichen Aktivitäten zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen am 25. November. Sie soll das Thema sichtbar machen und Betroffenen wie nahestehendem Umfeld aufzeigen, wohin sie sich im Ernstfall wenden können.

Breite Unterstützung aus dem lokalen Bäckerhandwerk

Mehrere Bäckereien im Kreisgebiet beteiligen sich aktiv und tragen dazu bei, dass die Botschaft weit verbreitet wird. Mit dabei sind:

  • Bäckerei Kretzer (Odenthal, Burscheid, Wermelskirchen)
  • Bäckerei Beckmann (Burscheid, Wermelskirchen)
  • Bäckerei Busch’s (Burscheid, Leichlingen)
  • Bäckerei Schirmer (Leichlingen)
  • Bäckerei Strieker (Leichlingen)
  • Bäckerei Willeke (Leichlingen)
  • Landbäckerei Fritzen (Kürten)
  • Landbäckerei Bauer (Kürten)

Durch die Vielzahl der teilnehmenden Filialen wird die Botschaft täglich von hunderten Kundinnen und Kunden wahrgenommen.


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Einbruch in Wohnung in Lustheide – Täter stellen Stuhl hinter Tür

02 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Am Montagabend ist im Bergisch Gladbacher Stadtteil Lustheide eine Wohnungseinbrecherin auf einen ungewöhnlichen Trick gestoßen: Unbekannte Täter hatten einen Stuhl hinter die Wohnungstür gestellt, offenbar um Zeit zu gewinnen oder ein unbemerktes Betreten zu verhindern. Die Polizei ermittelt und sucht dringend nach Zeugen.

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Bewohnerin kann Wohnungstür nicht öffnen

Gegen 18:40 Uhr alarmierte die Bewohnerin die Polizei. Sie hatte ihre Wohnung im Neufeldweg am Morgen gegen 10 Uhr verlassen und kehrte am frühen Abend zurück. Beim Versuch, die Wohnung zu betreten, bemerkte sie schnell, dass etwas nicht stimmte: Die Tür ließ sich nicht öffnen. Die Einbrecher hatten von innen einen Stuhl als Barriere dahintergestellt.

Nachdem die Frau schließlich in die Wohnung gelangte, zeigte sich das ganze Ausmaß des Einbruchs: Die Täter hatten die Balkontür aufgehebelt und dann zahlreiche Schränke und Schubladen durchwühlt. Nach bisherigem Ermittlungsstand wurden zwei Handtaschen entwendet.

Polizei sichert Spuren und sucht Hinweise

Die Einsatzkräfte stellten mehrere deutliche Hebelspuren an der Balkontür fest und nahmen eine Strafanzeige auf. Die Ermittlungen laufen. Noch ist unklar, wie viele Personen an dem Einbruch beteiligt waren und ob die Täter beobachtet wurden.

Die Polizei hofft nun auf Hinweise aus der Nachbarschaft. Wer im Zeitraum zwischen 10:00 Uhr und 18:00 Uhr im Bereich Neufeldweg verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerkt hat, wird gebeten, sich beim Kriminalkommissariat 2 unter 02202 205-0 zu melden.

Polizei rät zur Aufmerksamkeit in der dunklen Jahreszeit

Gerade im Winter steigt erfahrungsgemäß die Zahl der Wohnungseinbrüche. Die Polizei erinnert daher daran, ungewöhnliche Geräusche, fremde Personen im Hausflur oder verdächtige Fahrzeuge sofort zu melden – notfalls über den Notruf 110.

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Einbruch in Erdgeschosswohnung in Wermelskirchen – Polizei sucht Zeugen

02 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

In Wermelskirchen ist es am frühen Montagabend zu einem Einbruch in eine Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses an der Straße Tente gekommen. Die Tat ereignete sich nach bisherigen Erkenntnissen zwischen 14:50 Uhr und 20:00 Uhr. Die Polizei Burscheid wurde gegen Abend alarmiert und rückte sofort zum Einsatzort aus.

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Beim Eintreffen stellten die Beamtinnen und Beamten deutlich sichtbare Aufbruchspuren an der rückwärtig gelegenen Terrassentür fest. Die Täter hatten sich gewaltsam Zutritt zur Wohnung verschafft und anschließend mehrere Schränke und Schubladen durchsucht. Ob sie Wertgegenstände oder Bargeld entwendeten, war zum Zeitpunkt der Anzeigenaufnahme noch unklar. Die Wohnungsinhaber prüfen aktuell, ob etwas fehlt.

Nachbar hörte verdächtiges Geräusch

Ein Nachbar berichtete den Einsatzkräften, dass er gegen 16:00 Uhr ein lautes Poltern vernommen habe – ein Hinweis, der möglicherweise mit dem Einbruch in Zusammenhang steht. Weitere Hinweise auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge liegen bislang nicht vor.

Polizei ermittelt und appelliert an Bevölkerung

Die Polizei hat eine Strafanzeige aufgenommen und die Spurensicherung eingeleitet. Um den Fall aufzuklären, bittet das Kriminalkommissariat 2 dringend um Zeugenhinweise. Wer etwas Auffälliges im Bereich der B 51 oder der Straße Tente beobachtet hat, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 02202 205-0 zu melden.

Gerade in der dunklen Jahreszeit weist die Polizei darauf hin, verdächtige Beobachtungen stets umgehend zu melden – entweder über den kostenfreien Notruf 110 oder bei jeder Polizeidienststelle.

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Viermal mehr Verletzte bei E-Scooter-Unfällen im Rheinisch-Bergischen Kreis – Polizei warnt eindringlich

01 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Die Zahl der Unfälle mit E-Scootern im Rheinisch-Bergischen Kreis ist im laufenden Jahr drastisch angestiegen. Nach aktuellen Angaben der Polizei Rhein-Berg wurden bislang 27 Fahrerinnen und Fahrer verletztviermal so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Besonders besorgniserregend: Vier Menschen wurden schwer verletzt, darunter zahlreiche Kinder und Jugendliche.

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Deutlicher Anstieg bei jungen Verletzten

Wie der Leiter des Verkehrsdienstes, Thomas Schliwitzki, mitteilt, haben sich die Unfallzahlen vor allem bei Minderjährigen vervielfacht. 14 Jugendliche und zwei Kinder erlitten teils erhebliche Verletzungen – obwohl Kinder unter 14 Jahren gesetzlich gar keinen E-Scooter fahren dürfen.
„Gerade die Entwicklung bei jungen Menschen bereitet uns große Sorgen“, betont Schliwitzki. „Viele unterschätzen das Risiko oder kennen die Regeln nicht.“

Witterung verschärft die Gefahr

Mit Beginn der kalten und nassen Jahreszeit steigt das Unfallrisiko weiter. Glatte Wege, Laub und Dunkelheit machen das Fahren anspruchsvoller und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, die Kontrolle über den Scooter zu verlieren. Die Polizei nutzt die Entwicklung daher, um nochmals auf grundlegende Sicherheitsregeln hinzuweisen.

Das gilt für alle E-Scooter-Fahrenden

  • Mindestalter: 14 Jahre
  • Keine Führerscheinpflicht, aber eine Versicherung und Betriebserlaubnis sind vorgeschrieben
  • Nur Radwege benutzen; wenn keine vorhanden sind, Fahrbahn, aber nie Gehwege
  • Nur eine Person pro E-Scooter
  • Smartphone-Verbot während der Fahrt
  • Alkoholgrenzwerte wie für Autofahrer – Verstöße können Führerscheinmaßnahmen und hohe Strafen nach sich ziehen
  • Helm empfohlen, obwohl keine Pflicht besteht

Polizei kündigt verstärkte Kontrollen an

Die Polizei Rhein-Berg reagiert auf die alarmierenden Zahlen und kündigt an, bei Verkehrskontrollen künftig einen größeren Fokus auf E-Scooter zu legen. Dabei soll nicht nur sanktioniert, sondern vor allem sensibilisiert werden.

„Wir wollen niemandem den Spaß am Fahren nehmen“, erklärt Schliwitzki. „Aber wir möchten, dass alle sicher ans Ziel kommen und die Regeln ernst genommen werden.“

E-Scooter bleiben beliebt – doch Sicherheit muss Vorrang haben

Auch wenn E-Scooter ein praktisches und zunehmend genutztes Verkehrsmittel darstellen, zeigen die aktuellen Zahlen deutlich: Fehlende Erfahrung, mangelnde Ausrüstung und Unwissen über Verkehrsregeln führen immer häufiger zu Unfällen. Mit verstärkter Aufklärung und mehr Kontrollen hofft die Polizei, den Trend wieder umzukehren und insbesondere junge Menschen besser zu schützen.

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ChatGPT Image 29. Nov. 2025, 10_30_41(1)

Blauzungenvirus-Fall im Eifelkreis: Neue Transportregeln treffen auch Tierhalter im Rheinisch-Bergischen Kreis

29 November 2025 von Felix Morgenstern

Der Ausbruch des Blauzungenvirus vom Serotyp 8 (BTV-8) in einem Rinderbestand im Eifelkreis Bitburg-Prüm hat weitreichende Folgen für landwirtschaftliche Betriebe im gesamten Umland – darunter auch im Rheinisch-Bergischen Kreis. Weil laut EU-Tiergesundheitsrecht eine 150-Kilometer-Restriktionszone eingerichtet werden muss, fallen nahezu alle Kommunen des Regierungsbezirks Köln in den betroffenen Bereich. Damit gelten ab sofort besondere Auflagen für den Transport von Rindern, Schafen und Ziegen in nicht betroffene Regionen.

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Transport nur mit Mückenschutz – das gilt jetzt für Tierhalter

Alle Halterinnen und Halter, die Tiere aus dem Kreisgebiet in Regionen außerhalb der Restriktionszone verbringen wollen, müssen ab sofort eine Haltererklärung mitführen. Diese muss bestätigen, dass die Tiere vor dem Transport mit einem geeigneten Mittel gegen stechende Mücken – den Überträgern des Virus – behandelt wurden.

Für Landwirtinnen und Landwirte, insbesondere Milchviehbetriebe, ist dies eine erhebliche logistische Herausforderung, da regelmäßige Tiertransporte zum Betriebsalltag gehören. „Der Klimawandel führt dazu, dass ein weiterer Virustyp unsere Wiederkäuer im Bergischen Land bedroht“, erklärt Amtstierarzt Dr. Thomas Mönig. Er verweist zugleich auf die gute Nachricht: Ein wirksamer Impfstoff steht bereits zur Verfügung. Tiere, die korrekt gegen BTV-8 geimpft sind, profitieren zudem von deutlichen Erleichterungen bei überregionalen Transporten.

Konkrete Informationen zur Restriktionszone und den genauen Verbringungsregeln stellt das Landesamt für Verbraucherschutz und Ernährung online bereit. Fragen beantwortet das Veterinäramt des Rheinisch-Bergischen Kreises unter Tel. 02202 13-2815.

Was ist das Blauzungenvirus?

Das Blauzungenvirus gehört zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen und wird ausschließlich durch bestimmte stechende Mücken – sogenannte Gnitzen – übertragen. Betroffen sind sowohl Haus- als auch Wildwiederkäuer, darunter Schafe, Ziegen, Rinder sowie Rot- und Rehwild. Eine Ansteckung von Tier zu Tier durch direkten Kontakt findet nicht statt.

Zu den typischen Krankheitsbildern gehören:

  • Fieber und Apathie
  • Schwellungen und Rötungen der Schleimhäute
  • Blutungen und bläuliche Verfärbungen im Maul- und Zungenbereich
  • starker Speichelfluss
  • Lahmheit und ein gekrümmter Rücken
  • Aborte bei tragenden Tieren

Im Jahr 2023 waren im Rheinisch-Bergischen Kreis bereits Muffelwildbestände in Odenthal betroffen. Besonders in den Sommermonaten steigt das Risiko, da die Gnitzen dann besonders aktiv sind.

Neue Virusvariante in Deutschland – Impfung dringend empfohlen

Nachdem sich der Serotyp BTV-3 seit Herbst 2023 stark ausgebreitet hatte, wurde im Oktober 2025 erstmals auch der Serotyp BTV-8 in mehreren Bundesländern nachgewiesen. Das NRW-Landwirtschaftsministerium empfiehlt deshalb, empfängliche Tierarten noch vor Beginn der Gnitzen-Hochsaison umfassend zu impfen. Grundimmunisierungen und Wiederholungsimpfungen sollten spätestens im Mai abgeschlossen sein.

Fazit

Mit dem Auftreten von BTV-8 verschärft sich die Lage für Tierhalter in Nordrhein-Westfalen. Die neuen Auflagen sollen verhindern, dass sich das Virus weiter ausbreitet und Tierbestände gefährdet. Für den Menschen besteht keine Gefahr. Trotzdem bleibt die wachsende Bedeutung von Prävention, Impfung und Aufklärung ein zentrales Thema für Landwirtschaft und Veterinärwesen im Rheinisch-Bergischen Kreis.

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Blindgänger in Köln-Gremberghoven erfolgreich entschärft – 6.000 Menschen mussten Wohnungen verlassen

28 November 2025 von Felix Morgenstern

In Köln-Gremberghoven ist in der Nacht zu Freitag ein Großeinsatz erfolgreich beendet worden: Zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, die am Donnerstag bei Sondierungsarbeiten entdeckt worden waren, konnten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst sicher entschärft werden. Bei den Funden handelte es sich um englische Zehn-Zentner-Bomben mit Aufschlagzünder – ein Szenario, das sofort umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich machte.

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Evakuierung im Radius von 500 Metern

Rund 6.000 Menschen waren von der Evakuierung betroffen. Der Gefahrenbereich rund um die Cherusker- und die Cimbernstraße wurde in einem Umkreis von 500 Metern vollständig abgesperrt. Auch mehrere Hochhäuser lagen in der Schutzzone – ihre Bewohner mussten für die Dauer der Arbeiten die Wohnungen verlassen.

Für Betroffene richtete die Stadt eine Anlaufstelle in der Kopernikusschule ein. Einsatzkräfte des Ordnungsamtes suchten den gesamten Evakuierungsbereich mehrfach ab und informierten die Anwohner über Lautsprecher und Klingelrunden. Insgesamt wurden drei Kontrollgänge durchgeführt, bevor der Bereich als vollständig geräumt galt.

Verzögerungen durch Krankentransporte und Rückkehrer

Die Entschärfung verzögerte sich aus mehreren Gründen: Zunächst mussten zusätzliche Krankentransporte organisiert werden, um mobilitätseingeschränkte Menschen aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Später kam es zu weiteren Verzögerungen, weil einzelne Anwohner unerlaubt in ihre Wohnungen zurückgekehrt waren. Gegen fünf Personen wurden Bußgeldverfahren eingeleitet.

Erst kurz vor Mitternacht konnte der Kampfmittelbeseitigungsdienst mit der eigentlichen Entschärfung beginnen – und meldete kurz darauf Erfolg.

Bahnstrecke Köln–Frankfurt zeitweise gesperrt

Auch der Bahnverkehr war betroffen. Teile der ICE-Strecke zwischen Köln und Frankfurt verliefen durch den Sperrbereich und mussten während der Maßnahmen gesperrt werden. Sowohl Fernverkehrs- als auch Regionalzüge waren von der Unterbrechung betroffen. Mittlerweile sind alle Gleise wieder freigegeben, der Zugverkehr rollt normal.

Einsatz endet ohne Zwischenfälle

Nach der erfolgreichen Entschärfung wurden die Sperrungen aufgehoben, und die Bewohner konnten in der Nacht in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Stadt und die Einsatzkräfte zeigten sich zufrieden mit dem Ablauf des Großeinsatzes, der trotz diverser Herausforderungen ohne Zwischenfälle abgeschlossen werden konnte.


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Weihnachtliches Forschen: MINT-Adventskalender lädt Kinder und Familien zum Entdecken ein

28 November 2025 von Felix Morgenstern

Mit Beginn der Adventszeit wird es im zdi-Netzwerk MINT Rhein-Berg besonders spannend: Ab sofort können Kinder ab dem Kita-Alter mit dem digitalen MINT-Adventskalender auf Entdeckungsreise gehen. Hinter jedem Türchen wartet ein neues Experiment, das spielerisch Lust auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik macht – verpackt in einer festlichen Weihnachtskulisse.

Der Online-Adventskalender ist auf der Internetseite des Rheinisch-Bergischen Kreises frei zugänglich und richtet sich an Kitas, Grundschulen, Offene Ganztagsschulen sowie Familien zu Hause. An jedem Wochentag öffnet sich ein neues digitales Türchen, das bis Heiligabend zu spannenden Aktionen einlädt: Es geht um Geräusche, Schattenspiele, Schnee oder darum, warum unsere Finger manchmal so kalt werden. Die Aufgaben sind so gestaltet, dass sie ohne großen Aufwand nachgemacht werden können – ideal für Gruppen ebenso wie für einzelne Kinder.

Zwei Türchen kommen aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis

Der Adventskalender ist ein bundesweites Gemeinschaftsprojekt der Stiftung Kinder forschen. Alle teilnehmenden MINT-Netzwerke haben eigene weihnachtliche Experimente beigesteuert. Aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis stammen die Beiträge vom 2. und 23. Dezember: Beide Türchen nehmen Kinder mit auf eine kleine Reise und widmen sich dem Thema weihnachtliche Leckereien.

Der Kalender ist erreichbar unter:
👉 www.rbk-direkt.de/bildung-und-integration/mint-adventskalender-2025

MINT-Lernen mit Spaß und Neugier

Mit dem Adventskalender möchte das zdi-Netzwerk MINT Rhein-Berg zeigen, wie leicht junge Menschen für naturwissenschaftliche Themen begeistert werden können. Die Experimente eignen sich nicht nur für Schulen und Kitas, sondern auch für Eltern und Großeltern, die gemeinsam mit ihren Kindern und Enkeln eine tägliche Lernpause in der Vorweihnachtszeit einlegen möchten.

Über das zdi-Netzwerk MINT Rhein-Berg

Das Netzwerk wird vom Rheinisch-Bergischen Kreis getragen und vereint fast 100 Partnerinnen und Partner aus Kitas, Schulen, Unternehmen und außerschulischen Bildungseinrichtungen. Ziel aller Beteiligten ist es, junge Menschen frühzeitig und praxisnah für MINT-Themen zu begeistern. Als eines von zahlreichen zdi-Zentren in NRW ist es Teil des größten MINT-Fördernetzwerks in Deutschland, Zukunft durch Innovation.NRW, das über 5.000 Partnerinnen und Partner umfasst.

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