Archiv | Köln

Warnung am Rheinufer in Köln

Niedrigwasser am Rhein: Stadt Köln warnt vor alten Kampfmitteln

12 Oktober 2026 von Vladlen Stolz

Bei sinkendem Rheinpegel werden immer wieder alte Bomben und Munition am Ufer sichtbar. Zwischen August und Anfang Oktober wurden in Köln 33 Kampfmittel geborgen. Die Stadt warnt davor, trockengefallene Flächen zu betreten oder verdächtige Gegenstände anzufassen.

(Symbolbild)

Der niedrige Wasserstand des Rheins bringt in Köln zunehmend alte Kampfmittel ans Tageslicht. Am Rheinufer können dadurch gefährliche Hinterlassenschaften aus vergangenen Kriegen sichtbar werden. Die Stadt Köln ruft deshalb zu besonderer Vorsicht auf und bittet Spaziergänger, Sportler und andere Besucher, verdächtige Gegenstände keinesfalls zu berühren oder selbst zu bergen.

Wie die Stadt mitteilt, gab es zwischen August und Anfang Oktober 2026 insgesamt 45 kampfmittelbedingte Einsätze im Bereich des Rheins. Dabei wurden 53 verdächtige Gegenstände gemeldet oder gefunden. In 33 Fällen handelte es sich tatsächlich um Kampfmittel, in 20 Fällen stellte sich der Verdacht als unbegründet heraus.

Bomben und Granaten am Rheinufer entdeckt

Unter den geborgenen Kampfmitteln waren Spreng- und Brandbomben, Minen, Panzergranaten, Wurf- und Handgranaten sowie verschiedene Munitionsteile. In den meisten Fällen konnte der Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland der Bezirksregierung Düsseldorf die Gegenstände bergen und abtransportieren.

Einige Funde waren jedoch so gefährlich, dass größere Sicherheitsmaßnahmen erforderlich wurden. Am 6. August wurde in Deutz eine zündfähige Fünf-Zentner-Bombe entdeckt. Am 28. September folgte in Rodenkirchen der Fund einer Zehn-Zentner-Bombe. Beide Fälle machten eine Evakuierung der Bevölkerung notwendig.

Die Zahlen zeigen nach Einschätzung der Stadt, dass freigelegte Kampfmittel bei Niedrigwasser eine ernst zu nehmende Gefahr darstellen.

Stadt gibt klare Verhaltenstipps

Wer sich am Rhein aufhält, sollte auf befestigten und ausgewiesenen Wegen bleiben. Die Stadt rät ausdrücklich davon ab, trockengefallene Bereiche des Flussbettes zu betreten. Dort können alte Kampfmittel liegen, die auf den ersten Blick harmlos erscheinen, tatsächlich aber gefährlich sein können.

Wer einen verdächtigen Gegenstand entdeckt, sollte folgende Regeln beachten:

  • Nicht berühren oder bewegen: Auch alte oder beschädigt wirkende Munition kann gefährlich sein.
  • Abstand halten: Den Fundort nicht weiter erkunden und andere Menschen in der Nähe warnen.
  • Fund melden: Das Ordnungsamt unter 0221/221-32000 oder die Polizei über den Notruf 110 informieren.
  • Fundort genau beschreiben: Eine möglichst genaue Ortsangabe erleichtert den Einsatzkräften die Suche.

Die Stadt betont, dass die Bevölkerung durch umsichtiges Verhalten dazu beitragen kann, Unfälle zu verhindern. Die Bergung und Sicherung verdächtiger Gegenstände sollten ausschließlich den zuständigen Fachkräften überlassen werden.

Kommentare (0)

24e5d132-7089-40b8-b618-e62da0018f03

Asiatische Tigermücke breitet sich in Köln aus

01 Oktober 2026 von Vladlen Stolz

Inzwischen wurde die Asiatische Tigermücke in sieben Kölner Stadtteilen nachgewiesen. Die Stadt bittet die Bevölkerung, mögliche Brutstätten zu beseitigen und verdächtige Funde zu melden. Eine unmittelbare Gesundheitsgefahr besteht nach derzeitiger Einschätzung nicht.

Feuchtwarmes Wetter hat der Asiatischen Tigermücke in Köln offenbar gute Bedingungen verschafft. Nach Angaben der Stadt wurde die ursprünglich aus Asien stammende Stechmückenart inzwischen in sieben Stadtteilen nachgewiesen. Nun sollen die Kölnerinnen und Kölner dabei helfen, eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Besonders problematisch sind dabei kleinste Wasseransammlungen. Dort können die Weibchen zwischen April und Oktober ihre Eier ablegen. Als mögliche Brutstätten kommen unter anderem Blumentopf-Untersetzer, Gießkannen, Eimer, Regentonnen, Regenrinnen, alte Reifen oder herumliegendes Spielzeug infrage.

Die Stadt empfiehlt deshalb, Gefäße mit Wasser regelmäßig zu leeren, Regentonnen abzudecken und Regenrinnen sauber zu halten. Auch Tiertränken sollten mindestens einmal pro Woche gereinigt werden.

Tigermücke kann auch Krankheiten übertragen

Die Asiatische Tigermücke ist vergleichsweise klein und an ihrer auffälligen schwarz-weißen Musterung zu erkennen. Anders als viele heimische Stechmücken ist sie auch am Tag aktiv. Für Menschen kann sie deshalb besonders lästig sein.

Grundsätzlich kann die Tigermücke Krankheitserreger wie das Dengue-, Zika- und Chikungunya-Virus übertragen. In Deutschland treten entsprechende Erkrankungen bislang vor allem bei Menschen auf, die sich zuvor in betroffenen Regionen aufgehalten haben.

Eine Übertragung durch den Stich einer Tigermücke innerhalb Deutschlands wurde nach Angaben des Robert Koch-Instituts bislang nicht bestätigt. Die Stadt Köln sieht deshalb derzeit keine unmittelbare Gesundheitsgefahr.

Eier können Trockenheit und Frost überstehen

Ein Grund für die Ausbreitungsfähigkeit der Tigermücke liegt in ihren widerstandsfähigen Eiern. Diese haften an den Wänden von Gefäßen und können sowohl Trockenheit als auch Frost bis etwa minus zehn Grad überstehen. Dadurch können sie den Winter überdauern.

Umso wichtiger sei es, potenzielle Brutstätten frühzeitig zu beseitigen. Bereits kleine Mengen stehenden Wassers können der Tigermücke als Brutplatz dienen.

Verdächtige Mücken melden

Wer eine Asiatische Tigermücke entdeckt, kann den Fund dem Kölner Gesundheitsamt melden. Dafür sollten möglichst ein Foto und der genaue Fundort angegeben werden.

Meldungen nimmt das Gesundheitsamt unter tigermuecke@stadt-koeln.de entgegen. Verdächtige Exemplare können außerdem zur Bestimmung an den Mückenatlas geschickt werden.

Kommentare (0)

Kölner Dom bei Dämmerung am Rhein

Tiefgarage am Dom in Köln: Weitere Sanierungsschritte sollen beschlossen werden

07 April 2026 von Felix Morgenstern

Die Sanierung der Tiefgarage am Dom in Köln geht in die nächste Phase: Der Hauptausschuss der Stadt soll am 20. April über weitere Maßnahmen entscheiden. Eine endgültige Beschlussfassung durch den Rat ist für den 12. Mai 2026 vorgesehen.

Bereits in den vergangenen Jahren wurden erste Arbeiten umgesetzt. So konnte der Verbindungstunnel (Bauteil C) Ende 2023 fertiggestellt werden. Auch in der Nordhalle (Bauteil D) sind wichtige Schritte erfolgt: Dort wurden die Rundstützen saniert, die Arbeiten daran wurden im Januar 2026 abgeschlossen. Derzeit laufen noch Restarbeiten.

Allerdings haben weiterführende Untersuchungen zusätzliche Schäden ans Licht gebracht. Besonders betroffen ist ein sogenannter Unterzug im Bauteil D, der aus statischen Gründen dringend saniert werden muss, bevor dieser Bereich wieder freigegeben werden kann. Die entsprechenden Arbeiten sollen kurzfristig beginnen und nach aktuellen Einschätzungen bis Herbst 2026 andauern.

Die nun vorliegende Beschlussvorlage umfasst ein umfassendes Maßnahmenpaket. Neben bereits durchgeführten Arbeiten sollen auch weitere Untersuchungen, Planungen und Sanierungen beschlossen werden. Dazu zählen unter anderem akute Sicherungsmaßnahmen in Bauteil D, zusätzliche Untersuchungen dieses Bereichs sowie eine Zustandsanalyse der übrigen Bauteile A, B und C. Auch vertiefende Prüfungen der gesamten Anlage sind vorgesehen.

Nach Angaben der Verwaltung sind diese Maßnahmen zwingend erforderlich – sowohl zum Erhalt der Bausubstanz als auch aus rechtlichen Gründen im Rahmen der Betreiberverantwortung. Ziel ist es zudem, ein genaueres Bild der Schäden zu gewinnen und mögliche Gefahren frühzeitig auszuschließen.

Wie es langfristig mit der Tiefgarage weitergeht, hängt maßgeblich von den Ergebnissen der laufenden Untersuchungen ab. Sollte sich kein unmittelbarer Handlungsbedarf für die Standsicherheit ergeben, werden weitere Sanierungsschritte in einer späteren Phase geplant. Dafür will die Stadtverwaltung eine separate Vorlage erarbeiten und dem Rat zur Entscheidung vorlegen.

Kommentare (0)

ChatGPT Image 19. Feb. 2026, 12_03_25

Köln plant Ausbau des Stadtbahnnetzes – Finanzierung bleibt größte Hürde

19 Februar 2026 von Felix Morgenstern

Köln. Die Stadt Köln hat den Mobilitätsausschuss über den aktuellen Stand der Weiterentwicklung des Stadtbahnnetzes informiert. Zahlreiche Projekte sollen den öffentlichen Nahverkehr in den kommenden Jahren leistungsfähiger und barriereärmer machen. Gleichzeitig macht die Verwaltung deutlich: Ohne gesicherte Finanzierung bleiben viele Zeitpläne unter Vorbehalt.

Symbolbild

Finanzlage erschwert Planung

Nach Angaben des Dezernats für Mobilität stellt die angespannte Haushaltslage sowohl die Stadt als auch die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) vor große Herausforderungen. Steigende Kosten im ÖPNV erschweren es den Kommunen zunehmend, Betrieb und Ausbau aus eigenen Mitteln zu finanzieren.

Im Rahmen des Ergebnissicherungskonzepts der Stadtwerke Köln wird derzeit diskutiert, dass die KVB ein festgelegtes maximales jährliches Defizit nicht überschreiten dürfen. Welche konkreten Auswirkungen dies auf den Ausbau des Netzes haben wird, ist noch offen.


Projekte bis 2035

Trotz finanzieller Unsicherheiten plant die Stadt mehrere zentrale Maßnahmen bis zum Jahr 2035:

  • Ausbau der Ost-West-Achse – längere 90-Meter-Züge auf der Linie 1 zur Kapazitätserhöhung
  • Bahnsteigverlängerungen auf den Linien 4, 13 und 18 für 70-Meter-Züge
  • Verlängerung der Linie 7 bis Köln-Zündorf Süd (Ranzeler Straße)
  • Stadtbahnanbindung von Rondorf und Meschenich („StadtBahn Süd“)
  • Mehr Barrierefreiheit durch höhere Bahnsteige und neue Aufzüge an Haltestellen

Diese Maßnahmen sollen vor allem das Fahrgastaufkommen besser bewältigen und den Zugang zum Nahverkehr erleichtern.


Perspektiven nach 2035 und 2040

Darüber hinaus plant die Stadt langfristige Erweiterungen des Netzes:

  • neue Stadtbahnanbindung „Mülheim Süd“ sowie Stammheim/Flittard
  • linksrheinische Gürtelverlängerung der Linie 13
  • Verlängerung der Linie 17 über Niederkassel nach Bonn mit Anschluss an die Linie 7

Weitere politische Prüfaufträge werden derzeit noch bewertet und sind noch nicht als konkrete Projekte definiert.


Fazit

Die Stadt verfolgt weiterhin ambitionierte Ziele für den Ausbau des Stadtbahnnetzes. Entscheidend bleibt jedoch die Finanzierung: Erst wenn diese gesichert ist und Prioritäten festgelegt sind, lassen sich verbindliche Zeitpläne festlegen.

Kommentare (0)

ChatGPT Image 26. Jan. 2026, 12_10_10(1)

Stadt Köln schreibt Ehrenamtspreis „KölnEngagiert 2026“ aus – Peter Brings übernimmt Ehrenamtspatenschaft

26 Januar 2026 von Felix Morgenstern

In Köln engagieren sich mehr als 200.000 Menschen freiwillig für das Gemeinwohl. Sie sind in ganz unterschiedlichen Bereichen aktiv – vom Sport über Hilfs- und Rettungsdienste, Umwelt- und Naturschutz bis hin zu sozialen, kulturellen und generationenübergreifenden Projekten. Dieses vielfältige Engagement würdigt die Stadt Köln auch im kommenden Jahr mit dem Ehrenamtspreis „KölnEngagiert 2026“.

Symbolbild

Ehrenamtspreis wird seit 2001 vergeben

Der Kölner Ehrenamtspreis wird bereits seit 2001 verliehen und hat sich als feste Größe der Anerkennungskultur in der Stadt etabliert. Nach dem 25-jährigen Jubiläum im vergangenen Jahr schreibt Oberbürgermeister Torsten Burmester den Preis auch für 2026 erneut aus. Ziel ist es, Menschen und Organisationen sichtbar zu machen, die sich in besonderer Weise für das Zusammenleben in Köln einsetzen.

Bewerbungen und Vorschläge möglich

Für den Ehrenamtspreis können ehrenamtlich Engagierte, Initiativen, Vereine, Projekte sowie auch Unternehmen vorgeschlagen werden. Ebenso ist eine Selbstbewerbung möglich. Damit möchte die Stadt ein möglichst breites Spektrum an Engagement abbilden und unterschiedlichen Formen des freiwilligen Einsatzes Raum geben.

Peter Brings ist Ehrenamtspate 2026

Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte der Oberbürgermeister zudem den Ehrenamtspaten für das Jahr 2026 vor. Diese Rolle übernimmt Peter Brings, Sänger, Musiker und Mitbegründer der Kölner Band Brings.

Peter Brings steht seit Jahrzehnten auf den Bühnen der Stadt und darüber hinaus, engagiert sich aber ebenso kontinuierlich für gesellschaftliche und soziale Anliegen. Mit seiner Patenschaft soll das Ehrenamt zusätzliche Aufmerksamkeit erhalten und Menschen ermutigt werden, sich selbst zu engagieren oder bestehendes Engagement fortzuführen.

Zeichen der Wertschätzung für freiwilliges Engagement

Mit „KölnEngagiert 2026“ setzt die Stadt Köln erneut ein deutliches Zeichen der Anerkennung für den Einsatz der vielen Ehrenamtlichen. Der Preis soll nicht nur Dank ausdrücken, sondern auch zeigen, wie unverzichtbar freiwilliges Engagement für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Köln ist.

Kommentare (0)

ChatGPT Image 24. Jan. 2026, 10_15_41(1)

Brand in Kölner Mehrfamilienhaus: Zwei Bewohner in Lebensgefahr

24 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Bei einem schweren Wohnungsbrand in Köln sind zwei Bewohner eines Mehrfamilienhauses lebensgefährlich verletzt worden. Das Feuer brach in der Nacht in einer Dachgeschosswohnung aus. Die Ursache ist bislang unklar.

Symbolbild

Dachgeschosswohnung stand in Vollbrand

Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand die betroffene Wohnung bereits vollständig in Flammen. Dichter Rauch breitete sich im gesamten Gebäude und in den umliegenden Straßenzügen aus, was die Sichtverhältnisse erheblich beeinträchtigte und den Einsatz erschwerte.

Dramatische Rettung über Drehleiter

Eine Bewohnerin machte an einem Fenster auf sich aufmerksam und rief um Hilfe. Einsatzkräfte der Feuerwehr Köln retteten die schwer verletzte Frau mithilfe einer Drehleiter aus dem geöffneten Fenster. In der Wohnung wurde zu diesem Zeitpunkt noch ein Mann vermisst.

Ein Trupp unter Atemschutz konnte den Vermissten schließlich im vorderen Bereich der Brandwohnung auffinden. Auch er erlitt schwere Brandverletzungen. Beide Betroffenen wurden umgehend medizinisch versorgt und in eine Spezialklinik eingeliefert.

Ausbreitung des Feuers verhindert

Der Feuerwehr gelang es, den Brand in der Dachgeschosswohnung zügig unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen der Flammen auf ein benachbartes Gebäude zu verhindern. Allerdings hatte sich im Dachbereich ein Schwelbrand entwickelt.

Aufwendige Nachlöscharbeiten bis zum Morgen

Um verbliebene Glutnester zu erreichen, mussten Teile des Daches geöffnet werden. Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich aufwendig und dauerten bis in die frühen Morgenstunden an. Insgesamt waren rund 80 Feuerwehrleute und Rettungskräfte im Einsatz.

Brandursache wird untersucht

Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Brandexperten der Polizei haben die Untersuchungen aufgenommen, um zu klären, wie es zu dem Feuer kommen konnte.

Kommentare (0)

ChatGPT Image 23. Jan. 2026, 13_24_15(1)

100 Jahre Black History Month: Köln erinnert, reflektiert und feiert Schwarze Geschichte

23 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Die Köln beteiligt sich auch im Jahr 2026 am Black History Month und setzt dabei ein besonderes Zeichen: Der internationale Aktionsmonat begeht sein 100-jähriges Jubiläum. Im Februar rücken Schwarze Geschichte, Gegenwart und Zukunft in den Fokus – gemeinsam mit zahlreichen zivilgesellschaftlichen Initiativen, Selbstorganisationen und Kooperationspartner*innen.

Symbolbild

Ein Jahrhundert Sichtbarkeit und Erinnerung

Der Black History Month wurde 1926 vom afroamerikanischen Historiker Carter G. Woodson ins Leben gerufen. Ziel war es, die Geschichte Schwarzer Menschen sichtbar zu machen und ihre gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Beiträge stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Bis heute steht der Aktionsmonat für Wissensvermittlung, Erinnerungskultur und die kritische Auseinandersetzung mit Diskriminierung und Rassismus.

Köln blickt auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Anlässlich des Jubiläumsjahres nimmt Köln sowohl historische Entwicklungen als auch aktuelle Herausforderungen und zukünftige Perspektiven in den Blick. Das vielfältige Programm im Februar 2026 umfasst Kultur- und Bildungsformate wie Lesungen, Filmvorführungen, Führungen und Workshops. Ziel ist es, Räume für Austausch zu schaffen, Perspektiven sichtbar zu machen und gemeinsame Lernprozesse anzustoßen.

Teil der Aufarbeitung des kolonialen Erbes

Der Black History Month ist in Köln fest in den kommunalen Prozess zur Aufarbeitung des kolonialen Erbes eingebunden, den die Stadt seit mehreren Jahren vorantreibt. Der Aktionsmonat richtet sich ausdrücklich an alle Menschen in der Stadt und lädt dazu ein, sich aktiv mit Schwarzer Geschichte und Gegenwart auseinanderzusetzen.

Programm gemeinsam mit der Zivilgesellschaft

Das Veranstaltungsprogramm wurde in enger Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Initiativen, Selbstorganisationen und weiteren Partner*innen entwickelt. Interessierte können sich online über alle Termine und Inhalte informieren.

Hinweis zur Begriffsnutzung

Der Begriff „Schwarz“ wird in diesem Zusammenhang bewusst großgeschrieben. Damit wird deutlich gemacht, dass es sich um ein gesellschaftliches und politisches Zuordnungsmuster handelt – nicht um eine biologische oder hautfarbliche Eigenschaft.

Mit dem Jubiläum des Black History Month setzt Köln ein klares Zeichen für Erinnerung, Anerkennung und eine vielfältige, diskriminierungskritische Stadtgesellschaft.

Kommentare (0)

ChatGPT Image 19. Jan. 2026, 13_36_51(1)

Bau-Turbo für Wohnungen: Köln will schnelleres Planungsrecht für mehr Wohnungsbau nutzen

19 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Die Köln will den Wohnungsbau deutlich beschleunigen. Grundlage dafür ist die Novellierung des Baugesetzbuches (BauGB) durch das „Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung“, das am 27. Oktober 2025 in Kraft getreten ist. Mit dem sogenannten Bau-Turbo erhalten Kommunen neue Möglichkeiten, schneller Planungsrecht für geeignete Flächen zu schaffen und dringend benötigten Wohnraum zu realisieren.

Symbolbild

Verwaltung soll schneller entscheiden können

Die Stadtverwaltung plant, den zuständigen Gremien des Rates zeitnah eine Beschlussvorlage vorzulegen. Darin sollen klare Leitlinien festgelegt werden, wie der Bau-Turbo in Köln angewendet wird. Ziel ist es, Planungs- und Genehmigungsverfahren deutlich zu verkürzen.

Konkret soll die Verwaltung künftig die Möglichkeit erhalten, Wohnungsbauvorhaben eigenständig zu genehmigen, sofern diese den städtebaulichen Zielen der Stadt entsprechen. Auf diese Weise könnten Projekte schneller auf den Weg gebracht werden, ohne jedes Mal langwierige politische Verfahren durchlaufen zu müssen.

Bezahlbarer Wohnraum im Fokus

Oberbürgermeister Torsten Burmester sieht in dem neuen Instrument einen wichtigen Hebel gegen den angespannten Wohnungsmarkt: Der Bau-Turbo biete eine zusätzliche Möglichkeit, eine der zentralen Herausforderungen der Gegenwart anzugehen – den Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Durch schnelleres Planungsrecht könnten insbesondere neue Wohnungen zügiger entstehen.

Beitrag zur Wohnraumsicherung

Mit der konsequenten Nutzung der neuen gesetzlichen Spielräume will Köln einen aktiven Beitrag zur Wohnraumsicherung leisten. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der Quantität, sondern auch auf einer städtebaulich sinnvollen Entwicklung, die sich in bestehende Quartiere einfügt.

Weitere Informationen zum Bau-Turbo und zur bundesweiten Umsetzung stellt das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen online zur Verfügung.

Mit dem geplanten Vorgehen positioniert sich Köln als Stadt, die neue rechtliche Möglichkeiten aktiv nutzt, um schneller mehr Wohnraum zu schaffen – insbesondere dort, wo er dringend gebraucht wird.

Kommentare (0)

ChatGPT Image 15. Jan. 2026, 10_28_01(1)

Entwicklungsplanung Weststadt: Zweiter Online-Dialog startet

15 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Die Stadt Köln treibt die Entwicklungsplanung für die Kölner Weststadt weiter voran und lädt die Bürgerinnen zur erneuten Beteiligung ein. Ab dem 21. Januar bis einschließlich 15. Februar 2026 findet der zweite Online-Dialog zum wichtigen Zukunftsprojekt statt. Ziel ist es, Erfahrungen, Bedarfe und Ideen der Kölnerinnen frühzeitig in die Planung einzubeziehen.

Symbolbild

Großes Entwicklungsgebiet im Kölner Westen

Die Weststadt liegt in den linksrheinischen Stadtbezirken Lindenthal und Ehrenfeld und umfasst rund 500 Hektar. Das Gebiet wird durch den Militärring, die Aachener Straße, den Melatengürtel und die Venloer Straße begrenzt. Geprägt ist die Weststadt von einem tiefgreifenden Wandel: Neben klassischen Gewerbe- und Logistiknutzungen finden sich dort eine lebendige Klubkultur sowie neue Büro- und Wohnquartiere.

Mit der Entwicklungsplanung möchte die Stadt Köln diese vielfältigen Entwicklungen gezielt steuern und zu einem zukunftsfähigen Gesamtkonzept zusammenführen.

Online-Beteiligung für alle Kölner*innen

Im Zeitraum vom 21. Januar bis 15. Februar 2026 können alle Kölner*innen ihre Einschätzungen und Ideen auf dem Online-Portal „Meinung für Köln“ einbringen. Im Fokus des Dialogs stehen drei sogenannte Lupenräume: der Gleispark, der Grüne Weg und die Bickendorfer Höfe. Die Stadt möchte hier insbesondere mehr über die Erfahrungen, Herausforderungen und Wünsche der Menschen erfahren, die das Gebiet nutzen oder dort leben.

Wer sich vorab informieren möchte, findet bereits jetzt ausführliche Informationen zum Projekt und zur Beteiligung auf der Website von Meinung für Köln.

Grundlage für eine zukunftsorientierte Planung

Mit der „Entwicklungsplanung Weststadt“ setzt die Verwaltung einen Ratsbeschluss vom 6. Februar 2020 um. Dieser sieht die Überarbeitung der Rahmenplanung für Braunsfeld, Müngersdorf und Ehrenfeld aus dem Jahr 2004 vor. Die neue Planung soll zeigen, wie die dynamischen Flächenentwicklungen privater Vorhabenträger*innen sinnvoll aufeinander abgestimmt werden können.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Lupenräumen. Diese kleineren, klar abgegrenzten Bereiche gelten als Schlüsselorte für zukünftige Veränderungen und bieten besonderes Entwicklungspotenzial.

Bürgerbeteiligung als zentraler Baustein

Die Rückmeldungen der Kölner*innen spielen eine zentrale Rolle für den weiteren Planungsprozess. Sie helfen der Stadt, relevante Bedarfe zu erkennen und neue Ideen für die Lupenräume zu entwickeln. Die Verwaltung ruft daher zur regen Teilnahme am Online-Dialog auf, um die Zukunft der Weststadt gemeinsam zu gestalten.

Kommentare (0)

525c225e-0216-475e-a8cb-00840cde5e4c(1)

Stromausfall in Leverkusen führt zu Schäden an Elektrogeräten

13 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Ein Stromausfall am Sonntag hat in Leverkusen für Ärger bei vielen Haushalten gesorgt. In der Folge des Ausfalls meldeten zahlreiche Anwohner defekte Elektrogeräte und beschädigte Durchlauferhitzer. Ursache war nach bisherigen Erkenntnissen eine Überspannung, die infolge eines technischen Defekts bei einem vorgelagerten Netzbetreiber entstanden ist.

Mehrere Stadtteile betroffen

Die Überspannung wirkte sich insbesondere auf die nordöstlichen Stadtteile Alkenrath, Steinbüchel, Lützenkirchen, Schlebusch und Bergisch Neukirchen aus. Dort wurden zahlreiche elektronische Geräte in privaten Haushalten in Mitleidenschaft gezogen.

Energieversorger sieht keine Haftung

Der örtliche Energieversorger Energieversorgung Leverkusen erklärte, dass er für die entstandenen Schäden nicht hafte. Begründet wird dies damit, dass die Überspannung nicht im eigenen Netz verursacht worden sei. Parallel dazu wurden umfangreiche Nacharbeiten im Niederspannungsnetz durchgeführt, um die Versorgung zu stabilisieren und weitere Auswirkungen für Endkunden zu vermeiden.

Schadensmeldungen über Westnetz

Betroffene Kundinnen und Kunden können sich bei anhaltenden Problemen an die Störungsannahme wenden. Zuständig für die Schadensbearbeitung ist der vorgelagerte Netzbetreiber Westnetz, der Schadensmeldungen über ein entsprechendes Formular entgegennimmt. Anwohnern wird empfohlen, beschädigte Geräte zu dokumentieren und den Schaden zeitnah zu melden.

Der Stromausfall zeigt erneut, wie empfindlich moderne Haushalte auf Netzstörungen reagieren und welche Folgen Überspannungen für elektrische Anlagen haben können.

Kommentare (0)

Advertise Here
Advertise Here
Oktober 2026
M D M D F S S
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031