Archiv | Köln

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25 Jahre „Kölle putzmunter“: Ehrenamtliches Engagement hält Köln sauber

05 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Die stadtweite Sauberkeitsaktion „Kölle putzmunter“ blickt auf ein besonders erfolgreiches Jahr zurück. Allein im vergangenen Jahr beteiligten sich 23.630 Freiwillige an insgesamt 552 Sammelaktionen und befreiten das Stadtgebiet von achtlos entsorgtem Müll. Damit unterstreicht die Aktion erneut ihre große Bedeutung für die Köln – umso mehr, da „Kölle putzmunter“ 2026 sein 25-jähriges Jubiläum feiert.

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25 Jahre Engagement für ein sauberes Stadtbild

Seit dem Start der Initiative haben sich über 200.000 Menschen ehrenamtlich engagiert. Bei mehr als 5.000 Aktionen im gesamten Stadtgebiet wurde die Sauberkeit nachhaltig verbessert. Dieses langjährige Engagement zeigt, wie stark das Verantwortungsbewusstsein vieler Kölnerinnen und Kölner für ihre Stadt ausgeprägt ist.

Starke Partnerschaft hinter der Aktion

Getragen wird „Kölle putzmunter“ von einer breiten Veranstaltergemeinschaft. Dazu gehören die Stadt Köln, die AWB Köln, die AVG Köln, der Kölner Express sowie „Der Grüne Punkt“. Gemeinsam bedanken sich die Organisatoren bei allen Helfenden für ihren kontinuierlichen und vorbildlichen Einsatz.

Neues Logo zum Jubiläumsjahr 2026

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens erhält die Aktion im kommenden Jahr ein neues Erscheinungsbild. Mit einem neuen Logo soll die erfolgreiche Initiative modernisiert und zugleich ihre lange Tradition gewürdigt werden.

Mitmachen leicht gemacht

Die Veranstalter rufen auch zum Start ins neue Jahr zur Teilnahme auf. Ob Freundeskreis, Familie, Schule, Kindertagesstätte, Verein oder Unternehmen – alle können sich beteiligen. Die Anmeldung erfolgt unkompliziert online, der Sammelort kann frei gewählt werden, sei es im eigenen Veedel oder an einem anderen öffentlichen Ort. Alternativ ist auch eine Teilnahme an bereits geplanten Sammelaktionen möglich.

Unterstützung durch die AWB Köln

Damit das Engagement möglichst einfach bleibt, stellt die AWB Köln allen Teilnehmenden kostenfrei Müllsäcke und Handschuhe zur Verfügung. Nach Abschluss der Sammelaktionen übernimmt sie zudem die fachgerechte Entsorgung der eingesammelten Abfälle. Im Gegensatz zu den Anfangsjahren der Aktion können Sammelzeitpunkte heute flexibel gewählt und individuell angemeldet werden.

Ziel: Stadtsauberkeit dauerhaft im Bewusstsein verankern

Auch nach 25 Jahren verfolgt „Kölle putzmunter“ ein klares Ziel: Stadtsauberkeit soll dauerhaft im Bewusstsein aller Menschen verankert werden, die sich in Köln aufhalten. Unter dem Motto „…und alle machen mit!“ soll der verantwortungsvolle Umgang mit Abfällen zur Selbstverständlichkeit werden. Mit gemeinsamer Tatkraft kann Köln im Jubiläumsjahr 2026 noch sauberer und damit lebenswerter werden.

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Photovoltaik-Förderung der Stadt Köln startet – Anträge für 2026 ab sofort möglich

05 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Die Köln setzt den Ausbau erneuerbarer Energien konsequent fort und startet erneut ihre Photovoltaik-Förderprogramme. Ab sofort können Anträge für das Jahr 2026 in den Programmen „Photovoltaik – klimafreundliches Wohnen in Köln“ sowie „Photovoltaik – klimafreundliches Arbeiten in Köln“ online gestellt werden. Insgesamt stehen dafür acht Millionen Euro aus dem städtischen Fördertopf zur Verfügung.

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Breites Förderangebot für Privatpersonen und Unternehmen

Die Förderprogramme richten sich an eine breite Zielgruppe. Unterstützt werden sowohl private Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohnimmobilien als auch Unternehmen, Gewerbebetriebe und gemeinnützige Organisationen. Ziel ist es, den Einstieg in die Solarenergie zu erleichtern und Investitionen in eine nachhaltige Energieversorgung attraktiver zu machen.

Zuschüsse bis zu 10.000 Euro möglich

Im Rahmen der aktuellen Programme sind Förderpauschalen von bis zu 10.000 Euro je Antrag möglich. Gefördert werden verschiedene Maßnahmen, darunter Steckersolargeräte für Balkone oder Terrassen, größere Photovoltaikanlagen auf Dächern sowie Batteriespeicher zur Erhöhung des Eigenverbrauchs. Auch Anlagen auf Gebäuden von Vereinen und sozialen Einrichtungen können bezuschusst werden.

Förderung auch für Kleingärten vorgesehen

Ein besonderer Fokus liegt auf der Ausweitung der Solarenergie im gesamten Stadtgebiet. Deshalb sind Photovoltaikanlagen und Steckersolargeräte auch im Geltungsbereich der Kölner Kleingartenordnung förderfähig. Damit sollen auch Kleingärtnerinnen und Kleingärtner die Möglichkeit erhalten, einen Beitrag zur klimafreundlichen Stromerzeugung zu leisten.

Laufzeit der Programme bis Ende 2026

Die Förderprogramme sind vorbehaltlich der gesamtstädtischen Haushaltslage bis zum 31. Dezember 2026 vorgesehen. Eine Antragstellung ist jedoch nur möglich, solange ausreichend Fördermittel zur Verfügung stehen. Bei hoher Nachfrage kann es daher zu einer vorzeitigen Ausschöpfung der Mittel kommen.

Online-Antrag und weitere Informationen

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online. Detaillierte Informationen zu den Fördervoraussetzungen, den einzelnen Förderbausteinen sowie zum Antragsverfahren stellt die Stadt Köln auf ihrer Internetseite bereit. Interessierte finden dort auch Hinweise zu technischen Anforderungen und zu den notwendigen Unterlagen für eine erfolgreiche Antragstellung.

Mit der Neuauflage der Photovoltaik-Förderung verfolgt die Stadt Köln das Ziel, den lokalen Klimaschutz weiter voranzubringen, den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen und Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Energiewende zu beteiligen.

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Zehn Jahre nach der Kölner Silvesternacht: Anhaltende Folgen für Menschen mit Migrationsgeschichte

31 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Zehn Jahre nach der Silvesternacht 2015 in Köln sind die Auswirkungen der Ereignisse für viele Menschen weiterhin spürbar. Besonders Menschen mit Migrationsgeschichte berichten, dass sich ihr Sicherheitsgefühl, ihr Alltag und ihre Wahrnehmung in der Gesellschaft seitdem nachhaltig verändert haben. Die Nacht gilt bis heute als gesellschaftlicher Wendepunkt – nicht nur für Köln, sondern für ganz Deutschland.

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Eine Zäsur für Stadt und Gesellschaft

In der Silvesternacht 2015/16 kam es rund um den Kölner Hauptbahnhof zu massenhaften sexuellen Übergriffen auf Frauen. In der Folge gingen etwa 1.200 Strafanzeigen ein, mehr als 500 davon wegen Sexualdelikten. Die Taten lösten bundesweit Entsetzen aus und führten zu intensiven politischen und gesellschaftlichen Debatten über Sicherheit, Migration und Integration.

Die Diskussionen wirkten weit über die Aufarbeitung der Straftaten hinaus. Begriffe wie Willkommenskultur, Asylpolitik und innere Sicherheit rückten in den Mittelpunkt öffentlicher Auseinandersetzungen. Studien und Erfahrungsberichte zeigen, dass Diskriminierung und pauschale Verdächtigungen gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund in den Jahren danach zugenommen haben.

Veränderte Wahrnehmung im Alltag

Viele Kölnerinnen und Kölner mit internationaler Familiengeschichte berichten, dass sie sich seit jener Nacht häufiger rechtfertigen oder distanzieren müssen. Für sie entstand das Gefühl, stärker beobachtet oder mit den Taten Einzelner in Verbindung gebracht zu werden. Gerade Menschen, die seit Jahrzehnten in Köln leben oder hier geboren sind, empfinden dies als schmerzhaft, da sie sich selbstverständlich als Teil dieser Stadt verstehen.

Auch Neuankömmlinge, die kurz nach 2015 nach Köln gezogen sind, schildern, dass die Ereignisse ihr Bild von Deutschland und ihr eigenes Sicherheitsgefühl beeinflusst haben. Vorsicht, Unsicherheit und ein wachsendes Bewusstsein für gesellschaftliche Spannungen begleiteten für viele den Start in ein neues Leben.

Zivilcourage und gesellschaftlicher Zusammenhalt

Neben der Erschütterung über die Taten selbst bleibt für viele die Frage nach Zivilcourage und Verantwortung präsent. Die Silvesternacht wird rückblickend nicht nur als Versagen einzelner Täter wahrgenommen, sondern auch als Moment, der Defizite im gesellschaftlichen Zusammenhalt sichtbar machte. Gleichzeitig entstand der Wunsch nach mehr Dialog, Begegnung und gegenseitigem Verständnis, um Vorurteile abzubauen und das Vertrauen wieder zu stärken.

Ein Thema, das bis heute nachwirkt

Auch ein Jahrzehnt später ist die Kölner Silvesternacht 2015 Teil des kollektiven Gedächtnisses. Die Folgen zeigen sich im Sicherheitsgefühl, im gesellschaftlichen Klima und im Alltag vieler Menschen. Für Betroffene ist sie zu einem Symbol geworden – für reale Gewalt, aber auch für pauschale Zuschreibungen und gesellschaftliche Brüche.

Die Auseinandersetzung mit den Ereignissen bleibt damit aktuell. Sie erinnert daran, wie wichtig differenzierte Debatten, rechtsstaatliche Aufarbeitung und ein respektvolles Miteinander sind, um langfristig Vertrauen und Zusammenhalt in einer vielfältigen Gesellschaft zu stärken.

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Kölner Lehrer fordert kostenloses Schulessen für alle Kinder

24 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

An der Katharina-Henoth-Gesamtschule im Kölner Stadtteil Höhenberg zeigt sich täglich ein Problem, das weit über die Schule hinausreicht: Viele Schülerinnen und Schüler kommen hungrig in den Unterricht. Für manche ist das Mittagessen in der Mensa die einzige warme Mahlzeit des Tages – andere verzichten ganz darauf oder teilen sich das Essen mit Mitschülern. Der Hunger wirkt sich spürbar auf Konzentration, Lernfähigkeit und das soziale Miteinander aus.

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Hunger als Teil des Schulalltags

Lehrer Numan Sarrac kennt diese Situationen seit Jahren. Seit 15 Jahren unterrichtet er an der Schule und erlebt, wie eng schulische Leistungen und die soziale Lage der Familien miteinander verbunden sind. Immer wieder wird deutlich, dass fehlende Mahlzeiten nicht nur ein gesundheitliches, sondern auch ein pädagogisches Problem darstellen. Kinder, die hungrig sind, können dem Unterricht oft kaum folgen und ziehen sich zurück.

Petition für ein kostenloses Schulessen

Aus diesen Erfahrungen heraus hat Sarrac eine landesweite Petition gestartet. Sein Ziel: ein kostenloses Mittagessen für alle Kinder in Nordrhein-Westfalen. Innerhalb kurzer Zeit haben mehr als 12.000 Menschen das Anliegen unterstützt. Die Forderung trifft einen Nerv, ist jedoch politisch umstritten. Fachleute schätzen, dass ein flächendeckendes kostenloses Schulessen Kosten von rund zwei Milliarden Euro pro Jahr verursachen würde. Für Sarrac ist dies dennoch eine notwendige Investition, um Kinderarmut wirksam zu bekämpfen und gleiche Bildungschancen zu schaffen.

Schulen versuchen gegenzusteuern

An der Katharina-Henoth-Gesamtschule wird bereits versucht, den akuten Bedarf abzufedern. Mithilfe privater Spenden bietet die Schule ein kostenloses Frühstück an. Dieses Angebot lindert die Not am Morgen, ersetzt jedoch keine verlässliche Mittagsversorgung. Auch die Schulleitung sieht langfristigen Handlungsbedarf und plädiert zumindest für kostenlose Mahlzeiten an Schulen in sozial besonders belasteten Stadtteilen.

Ein strukturelles Problem mit landesweiter Dimension

Die Schule in Höhenberg weist den höchsten sozialen Belastungsindex in Köln auf. Ein Großteil der Schülerinnen und Schüler stammt aus Familien mit geringem Einkommen, viele sind auf staatliche Unterstützung angewiesen. Landesweit gilt etwa jedes fünfte Kind in Nordrhein-Westfalen als armutsgefährdet. Der Blick nach Köln zeigt damit exemplarisch ein gesamtgesellschaftliches Problem: Schulhunger ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck wachsender Kinderarmut.

Die Petition für kostenloses Schulessen hat die Debatte neu angestoßen. Sie macht deutlich, dass es nicht nur um Ernährung geht, sondern um Bildungsgerechtigkeit, Teilhabe und die Frage, wie viel soziale Verantwortung Politik und Gesellschaft übernehmen wollen.

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Stadt Köln tritt europäischer Allianz „Mayors for Housing“ bei

23 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Die Stadt Köln verstärkt ihr Engagement für bezahlbaren Wohnraum auf europäischer Ebene. Oberbürgermeister Torsten Burmester ist der EU-weiten Initiative „Mayors for Housing“ beigetreten. Das Bündnis vereint Bürgermeisterinnen und Bürgermeister großer europäischer Städte und setzt sich dafür ein, Wohnen als soziales Grundrecht zu verankern sowie Städten eine stärkere Rolle in der europäischen Wohnungspolitik und bei der Vergabe von Fördermitteln zu geben.

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Bezahlbarer Wohnraum als zentrales Zukunftsthema

Steigende Mieten und knapper Wohnraum stellen Köln ebenso wie viele andere Metropolen vor große Herausforderungen. Mit dem Beitritt zu „Mayors for Housing“ will die Stadt ihre Interessen gebündelt mit anderen Kommunen auf EU-Ebene vertreten. Der Austausch mit Städten, die vor ähnlichen Problemen stehen, soll dazu beitragen, neue Lösungsansätze zu entwickeln und bewährte Strategien zu teilen, um den Wohnungsmarkt langfristig zu entlasten.

Europäische Zusammenarbeit gewinnt an Bedeutung

Der Schritt Kölns fällt zeitlich mit der Vorstellung des europäischen Plans für mehr erschwinglichen Wohnraum durch die EU-Kommission zusammen. Dieser sieht unter anderem Investitionen in den Wohnungsbau sowie Anpassungen von EU-Beihilferegeln vor. Die Initiative „Mayors for Housing“ bewertet diesen Plan als wichtigen Meilenstein, betont jedoch zugleich, dass die bisherigen Finanzierungsinstrumente nicht ausreichen, um den hohen Investitionsbedarf in den Städten zu decken.

Starkes Netzwerk europäischer Metropolen

Zum Bündnis gehören unter anderem Städte wie Amsterdam, Athen, Dublin, Florenz, Lissabon sowie Kölns Partnerstadt Barcelona. Auch Leipzig ist als weiteres deutsches Mitglied vertreten. Gemeinsam setzen sich die Städte für eine dauerhafte Zusammenarbeit mit der EU-Kommission ein, um die geplanten Maßnahmen weiter zu konkretisieren und mit verbindlichen Regelungen zu hinterlegen.

Ziel: Entlastung des Wohnungsmarktes in Köln

Für Köln eröffnet die Mitgliedschaft die Chance, europäische Rahmenbedingungen aktiv mitzugestalten und von gemeinsamen Initiativen zu profitieren. Der Fokus liegt darauf, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, den Wohnungsmarkt zu stabilisieren und die Lebensqualität in der Stadt nachhaltig zu sichern.

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Abschied von einer jahrhundertealten Rheinverbindung

20 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Nach rund 800 Jahren ist Schluss: Die Rheinfähre zwischen Düsseldorf und Meerbusch hat am Freitag ihre letzte Fahrt absolviert. Für viele Menschen in beiden Städten war die Überfahrt über den Rhein fester Bestandteil des Alltags – ob auf dem Weg zur Schule, zur Arbeit oder für Ausflüge am Wochenende. Mit der Einstellung des Betriebs endet nun eine lange Tradition, die Generationen geprägt hat.

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Personalmangel als Hauptgrund für das Aus

Der entscheidende Grund für das Ende des Fährbetriebs ist der anhaltende Personalmangel. Trotz intensiver Suche konnten keine neuen Mitarbeitenden gewonnen werden, um den Betrieb dauerhaft aufrechtzuerhalten. Die Arbeit an Bord gilt als anspruchsvoll und zeitintensiv: Neben den regulären Fahrten fallen regelmäßig Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an, oft auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten. Unter diesen Bedingungen ließ sich der Betrieb zuletzt nicht mehr wirtschaftlich und organisatorisch sichern.

Ein Familienbetrieb mit langer Geschichte

Mit der letzten Fahrt endet auch ein bedeutendes Kapitel Familiengeschichte. Über Jahrzehnte hinweg wurde die Fähre von derselben Familie betrieben. Der letzte Fährmann stand mehr als 40 Jahre selbst am Steuer, insgesamt prägte seine Familie den Betrieb rund 60 Jahre lang. Für ihn und viele Stammgäste war die Fähre weit mehr als ein Verkehrsmittel – sie war ein Stück Heimat und gelebte Tradition.

Bedeutend für Alltag und Freizeit

In den vergangenen Jahrzehnten transportierte die Motorfähre werktags vor allem Schülerinnen und Schüler, Beschäftigte der Kaiserswerther Kliniken sowie Besucherinnen und Besucher der Messe. An den Wochenenden nutzten zahlreiche Ausflügler die Verbindung, um bequem zwischen Düsseldorf und Meerbusch zu pendeln. Die Fähre war damit nicht nur praktisch, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des regionalen Lebens.

Städte prüfen mögliche Lösungen

Der Abschied fällt vielen schwer – auch den Kommunen. Die Städte Düsseldorf und Meerbusch wollen prüfen, ob es Perspektiven für einen Erhalt oder eine Wiederbelebung der Fährverbindung gibt. Gespräche dazu sollen im Januar aufgenommen werden. Ob sich eine Lösung findet, ist derzeit offen.

Ein Stück Geschichte geht zu Ende

Mit der Einstellung des Fährbetriebs verschwindet ein Stück regionaler Geschichte, das den Rhein über Jahrhunderte hinweg als verbindendes Element erlebbar gemacht hat. Die Fähre verband nicht nur zwei Ufer, sondern auch Menschen, Erinnerungen und den Alltag einer ganzen Region.

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Mehr Sicherheit und zahlreiche Baustellen: Stadt Köln setzt Maßnahmen in den Stadtteilen um

19 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Die Stadt Köln startet zu Beginn des neuen Jahres eine Reihe von Bau- und Verkehrsmaßnahmen in mehreren Stadtteilen. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, insbesondere für den Rad- und Fußverkehr, sowie wichtige Infrastrukturen instand zu halten oder weiterzuentwickeln. Einige Projekte beginnen bereits Anfang Januar 2026, andere laufen schon seit Monaten und werden fortgeführt.

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Sicherer Radverkehr auf der Jahnstraße

In der Kölner Innenstadt wird die Jahnstraße zwischen Mauritiuswall und Humboldtstraße für den Radverkehr deutlich sicherer gestaltet. Die Strecke ist eine wichtige Verbindung zwischen Zülpicher Platz und Neumarkt. Bisher mussten Radfahrende hier zwischen Stadtbahnschienen und parkenden Autos fahren – eine Situation mit erhöhtem Unfallrisiko. Als kurzfristige Maßnahme werden ab der Woche vom 5. Januar 2026 die Beschilderung angepasst und die Fahrbahn freigeräumt. Rund zehn Längsparkplätze entfallen, sodass Radfahrende künftig ausreichend Platz haben, um sicher neben den Schienen zu fahren.

Norbertstraße: Mindestfahrbahnbreite wird umgesetzt

Im Gereonsviertel wird die Norbertstraße angepasst, um die gesetzlich vorgeschriebene Mindestfahrbahnbreite von 3,05 Metern sicherzustellen. Parkende Fahrzeuge hatten die Straße bislang teilweise stark eingeengt. Ab dem 12. Januar 2026 werden Markierungen entfernt und die Beschilderung geändert. Insgesamt fallen 21 Parkplätze weg. Um den Parkdruck für Anwohnende abzufedern, werden die verbleibenden Stellplätze ausschließlich als Bewohnerparkplätze ausgewiesen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich fünf Werktage.

Tunnel Gulliver: Sperrung wegen Instandhaltungsarbeiten

In der Altstadt/Nord kommt es ab dem 7. Januar 2026 zu Einschränkungen im Tunnel Gulliver/Bahndamm/Domhof. Aufgrund von Abbrucharbeiten am Gewölbe über dem Rheinufertunnel wird die Tunnelröhre in Fahrtrichtung Nord gesperrt. Die Arbeiten dauern bis zum 30. Januar 2026. Der Verkehr in Richtung Süden bleibt möglich, eine Umleitung nach Norden wird ausgeschildert.

Große Infrastrukturprojekte laufen weiter

Parallel zu den neuen Maßnahmen setzt die Stadt zahlreiche bereits angekündigte Bauprojekte fort. Dazu zählen unter anderem:

  • der Umbau des Dellbrücker Marktplatzes und die Sanierung der Straße „An der Kemperwiese“ bis Sommer 2026,
  • die Neugestaltung mehrerer Kreuzungen an der Weißer Straße in Rodenkirchen,
  • der Bau eines Kreisverkehrs an der Sürther Straße/Grüngürtelstraße,
  • die Sanierung der Ufermauer an der Unteren Groov in Zündorf,
  • sowie der Neubau von Fuß- und Radwegbrücken, etwa an der Escher Straße in Bilderstöckchen.

Auch kleinere Maßnahmen wie die Erneuerung von Gehwegbelägen am Ebertplatz oder Restarbeiten an der Ampelanlage Zülpicher Straße/Sülzgürtel werden im neuen Jahr abgeschlossen.

Stadt bittet um Verständnis

Die Stadt Köln weist darauf hin, dass Baustellen und Sperrungen unvermeidbar sind, um die Verkehrssicherheit zu verbessern und die Infrastruktur zukunftsfähig zu gestalten. Verkehrsteilnehmenden wird empfohlen, die ausgeschilderten Umleitungen zu nutzen und zusätzliche Fahrzeiten einzuplanen. Aktuelle Informationen zu allen Baustellen sind im städtischen Verkehrskalender abrufbar.

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Keine Vorverlegung der Wochenmärkte an den Feiertagen – Neue Sportförderung startet in Porz

19 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Zum Jahresende informiert die Stadt Köln über wichtige Regelungen rund um die Feiertage sowie über neue Fördermöglichkeiten im Sportbereich. Während sich Marktbesucherinnen und -besucher auf Ausfälle einstellen müssen, eröffnet das Sportentwicklungsprogramm „Sport in Metropolen“ ab 2026 neue Chancen für Vereine und Initiativen im Stadtbezirk Porz.

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Wochenmärkte an Weihnachten und Neujahr entfallen

An den diesjährigen Feiertagen werden die Kölner Wochenmärkte nicht vorverlegt. Das betrifft alle Markttage, die regulär auf Donnerstag oder Freitag fallen und mit den Feiertagen zusammenfallen. Konkret finden am Donnerstag und Freitag, 25. und 26. Dezember 2025 (1. und 2. Weihnachtstag), sowie am Donnerstag, 1. Januar 2026 (Neujahr), keine Wochenmärkte statt. Marktbesucherinnen und -besucher werden gebeten, ihre Einkäufe entsprechend zu planen.

„Sport in Metropolen“: Neues Förderprogramm für Porz

Ab Januar 2026 wird das Sportentwicklungsprogramm „Sport in Metropolen“ im Stadtbezirk Porz umgesetzt. Ziel des Programms ist es, die Sportaktivität in der Bevölkerung zu erhöhen und Bewegung stärker im Alltag der Menschen zu verankern. Bewerben können sich Sportvereine, Verbände, Bildungseinrichtungen, kirchliche Träger sowie Einzelpersonen mit Sitz in Köln.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung des vereinsorientierten Sports und auf Kooperationen mit Schulen, Kindertagesstätten, sozialen Einrichtungen und Seniorennetzwerken. Gemeinsam sollen neue, niedrigschwellige Sport- und Bewegungsangebote entstehen, die möglichst viele Menschen erreichen.

Voraussetzungen für eine Förderung

Die finanzielle Unterstützung wird als Anteils- und Anschubfinanzierung gewährt. Voraussetzung ist ein Eigenanteil von mindestens 20 Prozent der Projektkosten. Die genauen Förderkriterien sind in der Richtlinie der Stadt Köln zur Förderung von Sport und Bewegung festgelegt. Projektanträge können über das Online-Förderportal der Stadt Köln eingereicht werden.

In den vergangenen Jahren wurden durch das Programm unter anderem Übungsleiterschulungen, Kooperationsprojekte zwischen Schulen und Sportvereinen sowie Ferien- und Bewegungsangebote ermöglicht. Nach dem Abschluss der Förderphase im Stadtbezirk Kalk wird das erfolgreiche Programm nun in Porz fortgeführt.

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Vielfältiger Kulturauftakt ins neue Jahr: Köln startet mit Jazz, Ausstellungen und Erinnerungskultur in den Januar 2026

19 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Der Januar 2026 bietet in Köln einen dichten und facettenreichen Kulturkalender. Mit Festivals, Ausstellungen, Vorträgen, Filmveranstaltungen und Diskussionsformaten laden das Kulturamt, das Historische Archiv mit Rheinischem Bildarchiv sowie das NS-Dokumentationszentrum zu einem anspruchsvollen Start ins neue Jahr ein. Der Schwerpunkt liegt dabei gleichermaßen auf zeitgenössischer Kunst, Musik, Film und einer kritischen Auseinandersetzung mit Geschichte und Gesellschaft.

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Jazz, Kunst und Film: Starker Jahresbeginn im Kulturamt

Musikalisch eröffnet das Jahr am 10. Januar mit dem renommierten „WINTERJAZZ“-Festival im Stadtgarten und im Club Zimmermanns. Zum 15-jährigen Bestehen präsentieren sich 14 Bands und Projekte auf vier Bühnen. Internationale Jazzgrößen treffen dabei auf die Kölner Szene und machen den Abend zu einem Höhepunkt für Liebhaber improvisierter Musik.

Im Bereich der Bildenden Kunst zeigt die Michael Horbach Stiftung ab dem 11. Januar die Ausstellung „Update Cologne 2026“ mit dem Künstlerduo Dan Dryer. Die ortsbezogenen, skulpturalen Arbeiten aus verfremdeten Alltagsmaterialien laden bis Ende Februar zur aktiven Auseinandersetzung mit Raum, Wahrnehmung und Material ein.

Ebenfalls im Fokus steht die Ausstellung „Down Below“ von Cécile Lemper in der Artothek. Ihre großformatigen Gemälde setzen sich mit Erinnerung, Heimatverlust und familiären Brüchen auseinander und schlagen eine Brücke zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen.

Filmisch widmet sich das Filmhaus Köln im Januar gleich mehreren Themen: Mitte des Monats beleuchtet ein Symposium die Darstellung von Arbeit im Dokumentarfilm. Ende Januar folgt mit der 28. Ausgabe von „STRANGER THAN FICTION“ eines der wichtigsten Dokumentarfilmfestivals Nordrhein-Westfalens, das zahlreiche Premieren und internationale Gäste nach Köln bringt.

Stadtgeschichte und Frauenbewegung im Historischen Archiv

Das Historische Archiv legt im Januar einen thematischen Schwerpunkt auf die Geschichte der Frauenbewegung in Köln. In mehreren Vorträgen werden bislang wenig bekannte Perspektiven beleuchtet, etwa die Rolle von Männern in der ersten Frauenbewegung oder die Bedeutung der „Kölner Frauen-Zeitung“ um 1900.

Besondere Aufmerksamkeit erhält die Veranstaltung zu Else Falk, einer prägenden Persönlichkeit der Kölner Frauenbewegung, deren Wirken lange in Vergessenheit geraten war. Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion, die historische Entwicklungen mit aktuellen Fragen zu Frauenrechten und Gleichstellung verknüpft.

Erinnerungsarbeit und Gegenwartsfragen im NS-Dokumentationszentrum

Auch das NS-Dokumentationszentrum setzt im Januar wichtige Akzente. Eine Buchvorstellung Mitte des Monats richtet sich gezielt an junge Menschen und thematisiert die Folgen rechtsextremer Gewalt aus der Perspektive Betroffener. Gleichzeitig wird an den ersten NSU-Anschlag in Köln erinnert.

Ende Januar eröffnet eine Intervention in der Dauerausstellung des NS-DOK neue Perspektiven auf die Vermittlung von NS-Geschichte. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, gemeinsam über den heutigen Umgang mit historischen Bildern, Begriffen und Darstellungsformen zu diskutieren.

Den Abschluss bildet eine Tanzperformance in der Synagogengemeinde Köln, die sich mit Leben, Angst und Mitverantwortung im Vichy-Frankreich auseinandersetzt und im Anschluss Raum für vertiefende Gespräche bietet.

Ein Monat voller kultureller Impulse

Mit diesem breit gefächerten Programm unterstreicht Köln im Januar 2026 erneut seine Rolle als lebendige Kulturstadt. Die Veranstaltungen verbinden künstlerische Qualität mit gesellschaftlicher Relevanz und laden dazu ein, sich sowohl mit Gegenwartskunst als auch mit historischen Fragestellungen intensiv auseinanderzusetzen.

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Waschbär zum Abschluss: Kunst an Kölner Litfaßsäulen endet mit starkem Statement

19 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Mit einem auffälligen neuen Motiv verabschiedet sich die Motivreihe 2025 des Projekts „Kunst an Kölner Litfaßsäulen“ aus dem öffentlichen Raum. Ab Freitag, 19. Dezember 2025, zeigt der Berliner Künstler Markus Willeke sein Werk „Racoon“ auf allen 27 Kunst-Litfaßsäulen im Kölner Stadtgebiet. Bis Mitte Februar 2026 wird der Waschbär Passantinnen und Passanten im Alltag begegnen – neugierig, verspielt und mit direktem Blick.

Ein Waschbär als Sinnbild unserer Zeit

Der dargestellte Waschbär windet sich scheinbar lebendig um die Litfaßsäule und zieht mit seiner Präsenz die Aufmerksamkeit auf sich. Das Motiv entstammt einem mehrteiligen Werkzyklus, in dem sich Willeke mit invasiven und zugleich bedrohten Tierarten auseinandersetzt. Die Wahl des Waschbären ist dabei bewusst: Er steht exemplarisch für die komplexen Folgen menschlichen Handelns auf ökologische Systeme.

Malerei zwischen Kontrolle und Auflösung

Charakteristisch für Willekes Arbeit ist die sogenannte Nass-in-Nass-Technik mit wässrigen Tuschefarben. Dabei verschwimmen Konturen, Farbflächen geraten in Bewegung und Formen lösen sich teilweise auf. Die Motive bewegen sich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Diese Ästhetik ist nicht nur Stilmittel, sondern inhaltlicher Kommentar: Sie verweist auf den schwindenden Einfluss des Menschen auf natürliche Prozesse und auf die Fragilität bestehender Gleichgewichte im Zeichen des Klimawandels.

Kunst als Reaktion auf gesellschaftlichen Wandel

In seinen Arbeiten reagiert Markus Willeke auf ökologische und gesellschaftliche Veränderungen. Seine Bilder zeigen Wesen, die zugleich lebendig, schemenhaft und bedroht wirken. Durch das bewusste Ausreizen der Materialgrenzen entstehen dynamische Bildräume, die sich einer eindeutigen Interpretation entziehen und zum Nachdenken anregen – mitten im urbanen Alltag.

Künstler mit Wurzeln in Köln

Markus Willeke studierte Malerei an der Kunstakademie Münster und war dort Meisterschüler. In den 1990er Jahren lebte er in Köln, bevor er 2002 nach Berlin zog. Seine Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt und sind heute Teil bedeutender Sammlungen, darunter die Sammlung des Landes Nordrhein-Westfalen, das Von der Heydt-Museum Wuppertal sowie das Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin.

Ausblick auf die Motivreihe 2026

Parallel zum Abschluss der diesjährigen Reihe laufen bereits die Vorbereitungen für 2026. Aus rund 80 eingereichten Entwürfen hat eine Jury mehrere Künstlerinnen und Künstler ausgewählt, deren Arbeiten im kommenden Jahr die Kölner Litfaßsäulen gestalten werden. Die Bandbreite reicht von grafischen und malerischen Arbeiten bis hin zu fotografischen und gesellschaftlich reflektierenden Motiven.

Damit bleibt das Projekt „Kunst an Kölner Litfaßsäulen“ auch weiterhin ein fester Bestandteil des kulturellen Stadtbildes – als niedrigschwelliges Kunstangebot, das überrascht, irritiert und den öffentlichen Raum neu erfahrbar macht.

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