Archiv | Stadtmitte

Gruppe prügelt mit Eisenstange auf zwei Männer ein

Gruppe prügelt mit Eisenstange auf zwei Männer ein

25 Januar 2018 von Gregor Herzfeld

Die Polizei sucht Zeugen: Am Mittwochabend gegen 22.20 Uhr sind zwei junge Zuwanderer von einer Gruppe Männer erst im Linienbus angepöbelt und später in Heidkamp mit einer Eisenstange verprügelt worden.

Gegen 22.20 Uhr waren vorgestern (24.01.) zwei Bergisch Gladbacher (19 und 20 Jahre alt) in einem Linienbus nach Bensberg unterwegs. An der Haltestelle „Markt“ (Konrad-Adenauer-Platz) stieg eine größere Personengruppe hinzu und setzte sich in die Nähe der zwei jungen Männer. Schon während der Fahrt provozierte die Gruppe und es entbrannten Streitgespräche. Die späteren Opfer stiegen in Höhe des Berufskollegs an der Bensberger Straße aus. Die Gruppe folgte ihnen. Als der Bus abfuhr, drängten sie die beiden Zuwanderer in eine Ecke. Ohne Vorwarnung zog laut Zeugenaussagen einer der Gruppe eine Stange oder Schlagstock und schlug auf beide Opfer ein.

Der 20- und 19-Jährige mussten später im Krankenhaus behandelt werden.

Der Haupttäter soll circa 20 Jahre alt sein, circa 170-180 cm groß und eine Kappe getragen haben. Die übrigen Täter werden südost- und südeuropäisch beschrieben. Sachdienliche Hinweise auch vor der Busfahrt bitte an die Polizei Rhein-Berg unter der Rufnummer 02202 205-0.

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Radeln in der Fußgängerzone soll bald erlaubt sein – aber vorsichtig!

Radeln in der Fußgängerzone soll bald erlaubt sein – aber vorsichtig!

17 Januar 2018 von Gregor Herzfeld

Bergisch Gladbach versteht sich als eine radfahrerfreundliche Stadt. Deshalb sollen immer mehr Möglichkeiten für Radfahrer geschaffen werden, bequem und sicher durch den Verkehr zu kommen. So wurde als eine der Maßnahmen des Mobilitätskonzeptes der Stadt im Jahre 2016 beschlossen, die Fußgängerzone in der Stadtmitte für den Fahrradverkehr testweise zu öffnen. Radler dürften dann das, was sie heute eh schon in starkem Umfang tun: nämlich die Hauptstraße und ihre Nebenstraßen im Bereich zwischen Driescher Kreisel und Forumpark als Radfahrstrecke nutzen.

Nun soll es soweit sein. Mit Beginn der Fahrradsaison, also im März/April 2018, könnte das bislang Verbotene legal werden. Anregungen für die Umsetzung holten sich Verwaltung und Politik bei einer Exkursion nach Brühl, wo die offene Fußgängerzone bereits gelebter Alltag ist. Noch ist allerdings nichts offiziell entschieden. Zur konkreten Umsetzung will sich die Stadtverwaltung in den kommenden Wochen die Zustimmung der politischen Gremien einholen.

Um die einzelnen Nutzergruppen der Fußgängerzone auf die neue Situation vorzubereiten und zu sensibilisieren, will die Stadtverwaltung im Vorfeld der Öffnung eine intensive Öffentlichkeitsarbeit betreiben, um auf das neue Miteinander aufmerksam machen. Denn ein Miteinander soll es sein und kein Gegeneinander. Dazu müssen die Regeln klar definiert sein: Die Fußgänger bestimmen den Verkehr und haben stets Vorrang, Radfahrer müssen Schrittgeschwindigkeit fahren. Menschen mit Behinderungen müssen den Leitstreifen gefahrlos nutzen können. All dies soll durch Hinweise und Beschilderung vor Ort, aber auch in den Medien kommuniziert und durch Polizei und Ordnungsbehörde kontrolliert werden.

Fakt ist, dass die Fußgängerzone auch unerlaubt bereits ausgiebig von Radfahrern genutzt wird. Ende Oktober 2017 wurde an drei Tagen gezählt und insgesamt über 1.000 Fahrradfahrten auf verbotenem Terrain erfasst. Auffälligkeiten durch Unfälle gibt es hingegen nicht zu verzeichnen.

Das Ergebnis der Zählung lässt auf der anderen Seite den Schluss zu, dass die Hauptstraße als Verbindungsachse eine hohe Attraktivität ausstrahlt. Was eindeutig für die Öffnung spricht – natürlich unter Berücksichtigung der bereits erwähnten Vorrechte für Fußgänger. Die Durchlässigkeit der bisher gesperrten Strecke würde somit also auch die Attraktivität des Radfahrens in Bergisch Gladbach insgesamt erhöhen. Umwege werden vermieden, die Barrierewirkung der Innenstadt entfällt, eine Fahrradkultur entsteht. Für die im unmittelbaren Umfeld wohnenden Bürgerinnen und Bürger (das sind knapp 49.000 Personen im Umkreis von 2,5 km Luftlinie) wird es wesentlich einfacher, mal kurz aufs Rad zu steigen, um die City zu besuchen.

Größtmögliche Sicherheit und wirksame Gefahrenprävention soll auch mit zwei weiteren Maßnahmen erreicht werden: Bei großen Veranstaltungen in der Fußgängerzone  (z.B. Markt, Kirmes, Weihnachtsmarkt, Stadtfeste, Bautage etc.) bleibt das Radfahren auch zukünftig verboten; auf diese Sonderregelungen soll per Hinweisschild aufmerksam gemacht werden. Fahrradabstellanlagen sollen außerdem nicht auf der Hauptstraße installiert werden, um unnötige Gefahrenpunkte zu vermeiden. Vielmehr sollen sie auf die umliegenden  Nebenstraßen ausgelagert werden.

Die Verwaltung wird die Öffnung der Fußgängerzone für den Radverkehr intensiv mit der Politik beraten. Erste Gelegenheit dazu besteht in der Sitzung des Inklusionsbeirates am 17. Januar 2018. Am 6. Februar soll im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Infrastruktur und Verkehr der Beschluss folgen.

Positive Signale aus der Politik gab es bereits beim ersten „Runden Tisch Fahrradfreundliches Bergisch Gladbach“. Vertreten waren Politik, Verwaltung, Polizei sowie die Interessensverbände ADFC, ProVelo und VCD. Das Gremium sieht in der Attraktivierung der Innenstadt für Fahrradfahrer eine vielversprechende Maßnahme, um der nachhaltigen Verlagerung des Verkehrs vom Auto aufs Fahrrad ein Stück näher zu kommen. Wenn es gelingt, das Pkw-Aufkommen spürbar zu verringern, ist auch insgesamt eine bessere Erreichbarkeit der City zu erwarten. Die Mehrheit sprach sich für eine testweise Öffnung der Fußgängerzone aus. Auch die IG Stadtmitte hat sich positiv zur Öffnung der Fußgängerzone geäußert.

Die Testphase soll  zunächst ein Jahr umfassen. Danach wird unter Einbeziehung aller beteiligten Akteure Bilanz gezogen und über eine endgültige Regelung entschieden.

Der gleichlautende Text hängt auch als Word-Datei an. Außerdem erhalten Sie drei Fotos: Mobilitätsmanager Daniel Euler erprobt schon mal das Fahrradgefühl in der Fußgängerzone – zunächst aber noch ganz legal im Stand.

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Ahmadiyya-Jugend räumt am Neujahrsmorgen wieder die Innenstadt auf

27 Dezember 2017 von Gregor Herzfeld

Der letzte Böller ist gezündet, die Feierlaune verraucht, und nach der Silvesternacht bricht der erste Morgen des neuen Jahres an. Unübersehbar liegen überall die Reste der Knallkörper, Raketen, Sektflaschen und Mitternachtsimbisse herum. Die Kollegen der Stadtreinigung haben eine Menge Arbeit vor sich – und sind froh über die ehrenamtliche Hilfe, die auch in diesem Jahr wieder auf den Plan tritt. Es ist in Bergisch Gladbach bereits eine schöne Tradition geworden, dass die örtliche Gruppe der Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation im Rahmen einer bundesweiten Aktion am Neujahrsmorgen in der Innenstadt im Einsatz ist, um die von den Feiernden hinterlassenen Reste zu beseitigen. So wird es auch am 1. Januar 2018 wieder sein. Der Abfallwirtschaftsbetrieb unterstützt die Jugendlichen gerne bei Ihrer Aktion und stellt der Gruppe das erforderliche Hilfsmaterial zur Verfügung. Die gesammelten Abfälle werden am Konrad-Adenauer-Platz zusammengetragen und von der Stadtreinigung abgefahren.

Die Ahmadiyya ist eine islamische Gemeinschaft, die 1889 in Indien gegründet wurde. Sie setzt sich eigenen Angaben zufolge für Frieden, Toleranz, Menschenrechte und die Trennung von Politik und Religion ein. Die Jugendorganisation der Ahmadiyya hat das Selbstverständnis, mit Hilfsaktionen „ein Zeichen für bürgerschaftliches Engagement und die Verbundenheit zum Heimatort“ zu setzen. Die Neujahrsputzaktionen finden in 240 Städten und Gemeinden Deutschlands statt. In Bergisch Gladbach helfen die Jugendlichen schon seit fast 20 Jahren regelmäßig am Neujahrsmorgen.

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Verkeimung des Trinkwassers in Bergisch Gladbacher Innenstadt

19 Dezember 2017 von Darian Lambert

Gesundheitsamt ordnet vorübergehendes Abkochgebot an

Bei einer Untersuchung des Trinkwassers wurde in Bergisch Gladbach eine Verunreinigung des Trinksystems der BELKAW mit Enterokokken festgestellt. Enterokokken sind Bakterien, die eine Verunreinigung des Trinkwassers anzeigen.Diese mikrobiologische Verunreinigung kann beim Menschen beispielsweise zu Magen-Darm-Beschwerden, Durchfall und Erbrechen führen. Zunächst bis kommenden Dienstag gilt von nun an ein vorbeugendes Abkochgebot für das Trinkwasser. Dann liegen die Ergebnisse einer Beprobung vor des Belkaw-Trinkwassernetzes vor. Bei gesundheitlichen Beschwerden wird empfohlen, den Hausarzt aufzusuchen. Sobald das Wasser wieder uneingeschränkt nutzbar ist, wird dies umgehend bekannt gegeben.

Die Ursache für die Verunreinigung wird zurzeit durch die BELKAW als zuständiger Versorger geklärt und Maßnahmen zur Behebung der Störung sind bereits eingeleitet. Es ist eine Chlorung eingeleitet worden. Hierdurch kann es vorübergehend zu einem unbedenklichen Chlorgeruch, insbesondere des Warmwassers kommen.

Trinkwasser bis auf weiteres abkochen
Um eventuelle Erkrankungen zu vermeiden, soll das Wasser für die folgenden Zwecke sprudelnd abgekocht werden:

· Zubereitung von Nahrung insbesondere für Säuglinge, Kleinkinder, alte und kranke Menschen,

· Abwaschen von Salaten, Gemüse und Obst,

· Herstellen von Eiswürfeln zur Kühlung von Getränken,

· Zähne putzen und

· medizinische Zwecke (Reinigung von Wunden, Nasenspülung, Inhalation etc.)

Das abgekochte Wasser ist unbedenklich und kann ganz normal weiter verwendet werden. Für die Körperpflege (waschen, duschen, baden) muss das Wasser nicht abgekocht werden. Dabei sollte man lediglich darauf achten, dass das Wasser nicht getrunken wird oder auf offene Wunden kommt. Für Haustiere und Vieh wird kein abgekochtes Wasser benötigt, ebenso wenig wie für die Toilettenspülung.

In folgenden Straßen wird gechlort:
Akazienweg, Alte Wipperfürther Str., Am Broich, Am Eichenberg, Am Grünen Weiher, Am Heidetor, Am Kamelsbuckel, Am Mühlenberg, Am Reiferbusch, Am Steinberg, Am Steinernen Kreuz, Am Urnenfeld, Am Vogelherd, Am Wapelsberg, Amselweg, An der Engelsfuhr, An der Flora, An der Strunde, Auf dem Horn, Auf dem Kirchenfeld, Auf dem Lichmich, Buschhorner Weg, Dr.-Robert-Koch-Str., Eichenweg, Engelsgut, Eschenweg, Föhrenhöfchen, Fuchskaule, Gemarkenweg, Gerstenschlag, Gertrudenstr., Haferbusch, Hannenbusch, Hauptstr., Hebborner Berg, Hebborner Feld, Hebborner Kirchweg, Hebborner Str., Heiligenstock, Hornstr., Hubertusstr. Im Aspert, Im Drosselhain, Im Kleefeld, In den Stämmen, In der Schlade, Irlenfelder Weg, Jägerhof, Jägerstr., Johannesstr., Kalmüntener Str., Keltenweg, Kürtener Str., Langemarckweg, Laurentiusstr., Lochermühle, Meisenweg, Mutzer Feld, Mutzer Heide, Mutzer Str., Nußbaum, Nußbaumer Berg, Nußbaumer Feld, Nußbaumer Garten, Nußbaumer Str., Nußbaumer Winkel, Odenthaler Str., Olpensgut, Paffrather Str., Pannenberg, Pappelweg, Peter-Landwehr-Str., Platanenweg, Reuterstr., Roggenacker, Romaneyer Str. , Römerfeld, Rommerscheider Str., Sonnenweg, Theodorstr., Töpferweg, Überm Rost, Unterboschbach, Unterhebborn, Voiswinkeler Str., Vollmühlenweg, Waldstr., Weizenfeld, Zaunkönigweg, Zum Waschbach.

Für Fragen rund um die Verkeimung und Chlorung kann man sich an den BELKAW- Kundenservice unter der Telefonnummer 02202 2855 800 wenden. Das Gesundheitsamt steht gegebenenfalls auch bei Fragen unter 02202 132242 zur Verfügung.

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Bürgerpartei GL will Einbrechern das Handwerk legen

Bürgerpartei GL will Einbrechern das Handwerk legen

11 Dezember 2017 von Darian Lambert

Vorsorge ist besser als Nachsorge ist die Devise am kommenden Donnerstag im Rathaus. Der Zeitpunkt könnte kaum besser gewählt sein. Eine Einbruchsserie mit 6 Einbrüchen an einem Tag schaffte es vor winigen Tagen in die Schlagzeilen der Gladbacher Tageszeitungen. Damit soll nun Schluss sein. Die Bürgerpartei GL läd ins Rathaus ein um aus erster Hand Informationen zu Vorbeugemöglichkeiten zu erhalten und den Fachleuten der Polizei Fragen zum Themenbereich Wohnungseinbruch zu stellen.
Die Einladung der Brügerpartei GL im Wortlaut:
Wohnungseinbrüche
Polizeitipps gegen Einbrecher
 
296 Einbrüche wurden im vergangenen Jahr in Bergisch Gladbach registriert. Dies entspricht etwa einem Einbruch pro Tag. Die Polizei Bergisch Gladbach gibt auf Einladung der Bürgerpartei GL am Donnerstag den 14.12.2017 um 19:00 Uhr effektive Tipps gegen Wohnungseinbrüche. Langfingern soll so die Arbeit schwer gemacht werden.

                       

Im Rahmen ihrer offenen Mitgliederversammlung lädt die Bürgerpartei GL alle interessierten Bürger zu einer Veranstaltung rund um das Thema Einbruchsprävention ein. Kriminalhauptkommissar Bernhard Danger von der Polizei Bergisch Gladbach wird dabei in einem ca. 90 minütigen Vortrag über sinnvolle und effektive Sicherungsmöglichkeiten informieren. Darüber hinaus werden wertvolle Verhaltenstipps vermittelt.
Das man sich vor Einbrüchen schützen kann, zeigt die Erfahrung der Polizei: Weit über 40 % der Einbrüche bleiben im Versuchsstadium stecken, nicht zuletzt wegen sicherheitstechnischer Einrichtungen. Aber auch durch richtiges Verhalten und durch aufmerksame Nachbarn werden Einbrüche verhindert.


Da auch im Bergisch Gladbacher Raum in der „dunklen Jahreszeit“ erfahrungsgemäß die Einbruchszahlen steigen, bietet sich hier die Gelegenheit, aus erster Hand Informationen zu Vorbeugemöglichkeiten zu erhalten und den Fachleuten der Polizei Fragen zum Themenbereich Wohnungseinbruch zu stellen.


 
Termin:
Donnerstag, 14.12.2017 um 19:00 Uhr


Rathaus Stadtmitte,
Großer Ratssaal
Konrad-Adenauer-Platz 1

51465 Bergisch Gladbach

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Entlastung durch E-Lastenrad

28 November 2017 von Gregor Herzfeld

Kommunales Mobilitätsmanagement schafft „Zweitwagen auf zwei Rädern“ an – zu mieten an der Radstation

Ein Lastenpedelec kann vieles: die Einkäufe nach Hause bringen, die Kinder für die Fahrradtour einpacken, den Heckenschnitt entsorgen, den Sack Zement vom Baumarkt schleppen. Daniel Euler, Mobilitätsmanager bei der Stadt Bergisch Gladbach, ist stolz, nun ein solches Gefährt angeschafft zu haben und den Bürgerinnen und Bürgern zum Mieten und Ausprobieren zur Verfügung zu stellen.

Es handelt sich um das Modell i:SY E-car:go mit einem zulässigen Gesamtgewicht von  190 kg. Die Ladefläche besteht aus Holz mit Wangen rundum, die transportierte Last ist also sicher verstaut. Durch den 250 Watt starken Unterstützungsmotor kann das Gefährt auch in topographisch anspruchsvollen Regionen eingesetzt werden, wie zum Beispiel im Bensberger Raum.

Daniel Euler sieht in dem städtischen „Prototyp“ eine Chance, mehr Bergisch Gladbacher Bürgerinnen und Bürger vom Auto aufs Fahrrad zu bringen, auch wenn mehr als eine Aktentasche zu transportieren ist: „Ein solches Lastenrad kann durchaus den Zweitwagen ersetzen und damit unsere angespannte Verkehrslage entlasten.“ Das städtische Mobilitätskonzept, das im letzten Jahr vom Rat verabschiedet wurde, hat die Steigerung des Radverkehrs bis 2030 im Stadtgebiet um 4 Prozentpunkte zum Ziel.

Das Lastenfahrrad wird zum kleinen Preis – 8 Euro für bis zu drei Stunden Nutzung – an der Radstation zur Leihe bereitgestellt. Euler: „So muss man nicht sofort kaufen – bei einer Investition von knapp 4.000 Euro eine gute Gelegenheit, erst einmal zu testen, wie gut man damit zurechtkommt.“ Roland Neuschil von IN VIA, Leiter der Radstation, freut sich ebenfalls über den Zuwachs im Angebot: „Die Einrichtung bekommt damit einen Hingucker, der die Menschen auch auf die Vorteile unserer Station aufmerksam macht.“

Die Stadt Bergisch Gladbach muss das Fahrzeug ebenfalls nicht selbst finanzieren, das Geld stammt aus dem Förderprojekt „Kommunales Mobilitätsmanagent“ des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg, für den Bergisch Gladbach Modellstadt  ist.  Wupsi und Rheinisch-Bergischer Kreis helfen ebenfalls bei der Finanzierung über Werbeaufdrucke auf den Wangen der Fahrrad-Ladefläche. Natürlich darf dort auch das städtische Logo „clever.vernetzt.mobil“ nicht fehlen, sowie Hinweise auf weitere Vereine und Einrichtungen, die mit dem städtischen Mobilitätsmanagement verbunden sind.

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Kranichskulpturen aus dem Buchmühlenpark gestohlen

Kranichskulpturen aus dem Buchmühlenpark gestohlen

06 November 2017 von Gregor Herzfeld

„Gestern abend standen sie noch, und heute sind nur noch die Füße da!“ So meldete sich eine Bürgerin am Freitagmorgen (03.11.) aufgeregt im Rathaus. Gemeint waren die Metallskulpturen der drei Kraniche im Buchmühlenpark. Recherchen innerhalb der Verwaltung ergaben, dass die Kunstwerke nicht in die Winterruhe geschickt worden waren, sondern offenbar während der Nacht von Dieben entwendet wurden. Ein Verlust, der kaum wieder gutzumachen ist, denn es handelt sich um aufwendige Einzelanfertigungen der Odenthaler Kunstschmiede. Erst im März dieses Jahres war die Skulpturengruppe der Öffentlichkeit übergeben worden, nachdem der Verschönerungsverein Bergisch Gladbach die Kunstwerke hatte anfertigen lassen und sie der Stadt als Geschenk überlassen hatte. Wenig später musste bereits eines der Tiere repariert werden, das von Vandalen verbogen worden war.

Der finanzielle Schaden beläuft sich auf etwa 25.000 Euro, der ideelle Wert der majestätischen Vögel aus Edelstahl und Kupfer geht sicher weit darüber hinaus. Was als  Blickfang und Anziehungspunkt im neuen Stadtpark gedacht war, ist nun zerstört.

Trotzdem hoffen Verschönerungsverein und Stadtverwaltung auf Hinweise aus der Bevölkerung, die die dreisten Täter oder deren Fahrzeug während der Tat in der Nacht vom 2. Auf den 3. November beobachtet oder etwas Verdächtiges gehört haben, so möglicherweise laute Geräusche während der Diebstahlaktion. Hinweise nimmt die Stadtverwaltung Bergisch Gladbach unter der Telefonnummer 02202 142376 entgegen. Auch die Kreispolizeibehörde kann unter der Rufnummer 02202 2050 kontaktiert werden. Ein Strafantrag wird zur Zeit vorbereitet.

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Polizeistreife konnte Raub unter Jugendlichen verhindern

Polizeistreife konnte Raub unter Jugendlichen verhindern

02 November 2017 von Darian Lambert

Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren bedrohen einen 12- und einen 14-Jährigen.

Die Beamten einer Polizeistreife trafen am Dienstag (31.10.) gegen 17.00 Uhr auf vier Jugendliche an der Hauptstraße.

Zwei der Jugendlichen (12 und 14 Jahre) hatten die Älteren (15 und 16 Jahre) an der Hauptstraße angesprochen. Die Älteren fühlten sich davon offensichtlich provoziert. Einer zeigte einen Schlagring vor, der andere hatte ein Elektroimpulsgerät, das als Taschenlampe getarnt war.

Die beiden Jugendlichen aus Kürten und Odenthal flüchteten vor den Älteren zum Driescher Kreuz. Am dortigen Kreisverkehr wurden sie dann von den Jugendlichen mit den Waffen eingeholt und bedroht. Die Geschädigten sollten einen Euro herausgeben und „abgezogen“ werden.

Der 12-Jährige setzte den Notruf ab. Drei Minuten später waren die Beamten vor Ort und konnten so noch den Raub verhindern. Die beschuldigten Jugendlichen aus Bergisch Gladbach und Odenthal mussten mit zur Wache, wo sie kurz darauf von ihren Eltern abgeholt wurden. Sie erwartet jetzt ein Strafverfahren wegen versuchtem schwerem Raub. Die mitgeführten Waffen (Schlagring, Elektroimpulsgerät und eine Metallkette) wurden sichergestellt.

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Randalierende Jugendliche verletzten Polizisten

Randalierende Jugendliche verletzten Polizisten

30 Oktober 2017 von Darian Lambert

Am Freitag (27.10.) gegen 19.30 Uhr pöbelten fünf Jugendliche lauthals auf dem Parkplatz eines Supermarktes an der Odentahler Straße in Bergisch Gladbach. Als der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes die Jugendlichen ansprach, wurden er und weitere Personen nach kurzem Streit geschlagen. Weiter schmissen die jungen Leute Gegenstände in den Supermarkt und auch nach den Geschädigten. Die zwei 16-jährigen Bergisch Gladbacher und zwei 19-jährigen Kölner flüchteten zunächst. Im Rahmen der Fahndung nahm die Polizei drei von ihnen unter erheblichem Widerstand fest. Dabei wurde ein Polizist leicht verletzt.

Am selben Abend (27.10.) gegen 23.00 Uhr war ein betrunkener Wermelskirchener in Burscheid aufgefallen. Er urinierte an eine Bushaltestelle in Hilgen an der Straße Nüxhausen. Bei der Personalienfeststellung zog er seine Hose runter und entblößte sich vor den Beamten. Er erhielt einen Platzverweis. Wenig später rief der 35-Jährige selbst den Notruf. Als die Polizisten ein zweites Mal auf ihn trafen, beleidigte er sie fortlaufend, brüllte herum und ging mit erhobenen Fäusten auf sie zu. Der Wermelskirchener leistete heftigen Widerstand bei der Festnahme und trat und schlug die Beamten. Zwei Beamten wurden dabei leicht verletzt.

Alle Beschuldigten erwarten nun Anzeigen wegen Sachbeschädigung, Körperverletzungen und Widerstand gegen Polizeibeamte. Die verletzten Beamten konnten nach kurzer Versorgung ihren Dienst fortsetzten.

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Glockenspiel am Bergischen Löwen läutet den Herbst ein

Glockenspiel am Bergischen Löwen läutet den Herbst ein

14 Oktober 2017 von Gregor Herzfeld

Das Glockenspiel am Bürgerhaus Bergischen Löwen spielt mehrmals täglich unterschiedliche Melodien, von denen einige ganzjährig sind und andere sich im Jahreslauf ändern.

Das ganzjährige Liedgut wird täglich um 10:01 Uhr, 12:31 Uhr, 15:01 Uhr und 17.31 Uhr gespielt und umfasst die drei traditionellen, deutschen Lieder: „Verstohlen geht der Mond auf“, „Feinsliebchen du sollst nicht barfuß gehen“ und „Kein schöner Land“.

Seit dem Herbstbeginn am 21. September werden Herbstlieder von den 18 Glocken geläutet. Bis zur Eröffnung des Weihnachtsmarkts in der Stadtmitte am Freitag, den 24. November, sind die Stücke zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Herbstlieder-Gruppe ist täglich um 10:03 Uhr und 15:03 Uhr zu hören und umfasst die Lieder: „Bunt sind schon die Wälder“, „Hejo Spann‘ den Wagen an“ und „Auf, auf zum fröhlichen Jagen“. Die zweite Gruppe erklingt täglich um 13:33 Uhr und 17:33 Uhr und hier werden die beiden Lieder: „Das Laub fällt von den Bäumen“ und „Es kommt eine dunkle Wolk‘ herein“ gespielt.

Über das Glockenspiel:
Das Glockenspiel am Bergischen Löwen stammt aus dem Jahr 1980 und schlägt viermal am Tag – jeweils um 10:00, 12:30, 15:00 und 17:30 Uhr. Es wurde bis zur Umstellung auf digitale Technik von einer mechanischen Walze angetrieben, die lediglich das Abspielen von drei Liedern zuließ. Nach Installation der Computersteuerung, die 1994 von der Fa. G+H Isover gespendet wurde, war es erstmals möglich, auch zusätzliche Musikstücke einzuspielen. Seitdem erklingen neben den auf Anton Wilhelm von Zuccalmaglio zurückgehenden Weisen – „Verstohlen geht der Mond auf“, „Feinsliebchen, du sollst mir nicht barfuß gehn“ und „Kein schöner Land in dieser Zeit“ –  auch zu Frühjahr, Sommer und Herbst, zu Weihnachten und zu Karneval unterschiedliche Melodien.

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