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Bau-Turbo für Wohnungen: Köln will schnelleres Planungsrecht für mehr Wohnungsbau nutzen

19 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Die Köln will den Wohnungsbau deutlich beschleunigen. Grundlage dafür ist die Novellierung des Baugesetzbuches (BauGB) durch das „Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung“, das am 27. Oktober 2025 in Kraft getreten ist. Mit dem sogenannten Bau-Turbo erhalten Kommunen neue Möglichkeiten, schneller Planungsrecht für geeignete Flächen zu schaffen und dringend benötigten Wohnraum zu realisieren.

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Verwaltung soll schneller entscheiden können

Die Stadtverwaltung plant, den zuständigen Gremien des Rates zeitnah eine Beschlussvorlage vorzulegen. Darin sollen klare Leitlinien festgelegt werden, wie der Bau-Turbo in Köln angewendet wird. Ziel ist es, Planungs- und Genehmigungsverfahren deutlich zu verkürzen.

Konkret soll die Verwaltung künftig die Möglichkeit erhalten, Wohnungsbauvorhaben eigenständig zu genehmigen, sofern diese den städtebaulichen Zielen der Stadt entsprechen. Auf diese Weise könnten Projekte schneller auf den Weg gebracht werden, ohne jedes Mal langwierige politische Verfahren durchlaufen zu müssen.

Bezahlbarer Wohnraum im Fokus

Oberbürgermeister Torsten Burmester sieht in dem neuen Instrument einen wichtigen Hebel gegen den angespannten Wohnungsmarkt: Der Bau-Turbo biete eine zusätzliche Möglichkeit, eine der zentralen Herausforderungen der Gegenwart anzugehen – den Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Durch schnelleres Planungsrecht könnten insbesondere neue Wohnungen zügiger entstehen.

Beitrag zur Wohnraumsicherung

Mit der konsequenten Nutzung der neuen gesetzlichen Spielräume will Köln einen aktiven Beitrag zur Wohnraumsicherung leisten. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der Quantität, sondern auch auf einer städtebaulich sinnvollen Entwicklung, die sich in bestehende Quartiere einfügt.

Weitere Informationen zum Bau-Turbo und zur bundesweiten Umsetzung stellt das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen online zur Verfügung.

Mit dem geplanten Vorgehen positioniert sich Köln als Stadt, die neue rechtliche Möglichkeiten aktiv nutzt, um schneller mehr Wohnraum zu schaffen – insbesondere dort, wo er dringend gebraucht wird.

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Prozess um Millionen gefälschte Zigaretten in Düsseldorfer Fabrik beginnt

16 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Vor dem Landgericht Düsseldorf startet am Freitag der Strafprozess gegen die mutmaßlichen Drahtzieher einer illegalen Zigarettenproduktion. Rund zehn Monate nach der Zerschlagung einer groß angelegten Zigarettenfabrik im Düsseldorfer Stadtteil Lierenfeld müssen sich vier Männer wegen schwerer Straftaten verantworten.

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Vier Angeklagte vor Gericht

Angeklagt sind vier Männer aus Polen und der Ukraine im Alter zwischen 45 und 58 Jahren. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem die Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie besonders schwere Steuerhinterziehung vor. Nach den Ermittlungen sollen sie zwischen April 2024 und März 2025 in einer Halle in Düsseldorf im großen Stil gefälschte Zigaretten produziert haben.

Produktion in industriellem Ausmaß

Nach Angaben der Anklage wurden in dem Zeitraum rund 300 Millionen Zigaretten hergestellt. Dafür sollen die Organisatoren etwa zwölf Millionen Euro erhalten haben. Der entstandene Steuerschaden wird auf mehr als 53 Millionen Euro beziffert.

Zwei der Angeklagten aus Polen sollen eine leitende Rolle übernommen haben: Ein 46-Jähriger gilt als Manager der illegalen Fabrik, ein 48-Jähriger als Vorarbeiter. Die beiden weiteren Angeklagten aus der Ukraine sollen als Produktionshelfer tätig gewesen sein. Sie hatten ihre Beteiligung an der illegalen Herstellung bereits im Rahmen der Ermittlungen eingeräumt.

Arbeiter im Ausland angeworben

Einer der ukrainischen Angeklagten soll seine Tätigkeit im Februar 2025 aufgenommen haben. Bis zu seiner Festnahme arbeitete er demnach als Tabakschneider und war an der Produktion von mindestens 175.300 Stangen beteiligt – das entspricht mehr als 35 Millionen Zigaretten.

Große Mengen sichergestellt

Bei der Durchsuchung der Fabrik stellten die Ermittler rund 25 Millionen gefälschte Markenzigaretten sowie etwa 15 Tonnen Tabak sicher. Allein aus diesen beschlagnahmten Waren ergibt sich laut Anklage ein Steuerschaden von rund sechs Millionen Euro.

Langer Prozess erwartet

Für das Verfahren sind mehr als 40 Verhandlungstage angesetzt. Der Prozess soll sich voraussichtlich bis Ende August hinziehen. Das Gericht wird klären müssen, welche Rolle die einzelnen Angeklagten innerhalb der illegalen Produktionsstruktur gespielt haben und in welchem Umfang sie für den entstandenen Schaden verantwortlich sind.

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Entwicklungsplanung Weststadt: Zweiter Online-Dialog startet

15 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Die Stadt Köln treibt die Entwicklungsplanung für die Kölner Weststadt weiter voran und lädt die Bürgerinnen zur erneuten Beteiligung ein. Ab dem 21. Januar bis einschließlich 15. Februar 2026 findet der zweite Online-Dialog zum wichtigen Zukunftsprojekt statt. Ziel ist es, Erfahrungen, Bedarfe und Ideen der Kölnerinnen frühzeitig in die Planung einzubeziehen.

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Großes Entwicklungsgebiet im Kölner Westen

Die Weststadt liegt in den linksrheinischen Stadtbezirken Lindenthal und Ehrenfeld und umfasst rund 500 Hektar. Das Gebiet wird durch den Militärring, die Aachener Straße, den Melatengürtel und die Venloer Straße begrenzt. Geprägt ist die Weststadt von einem tiefgreifenden Wandel: Neben klassischen Gewerbe- und Logistiknutzungen finden sich dort eine lebendige Klubkultur sowie neue Büro- und Wohnquartiere.

Mit der Entwicklungsplanung möchte die Stadt Köln diese vielfältigen Entwicklungen gezielt steuern und zu einem zukunftsfähigen Gesamtkonzept zusammenführen.

Online-Beteiligung für alle Kölner*innen

Im Zeitraum vom 21. Januar bis 15. Februar 2026 können alle Kölner*innen ihre Einschätzungen und Ideen auf dem Online-Portal „Meinung für Köln“ einbringen. Im Fokus des Dialogs stehen drei sogenannte Lupenräume: der Gleispark, der Grüne Weg und die Bickendorfer Höfe. Die Stadt möchte hier insbesondere mehr über die Erfahrungen, Herausforderungen und Wünsche der Menschen erfahren, die das Gebiet nutzen oder dort leben.

Wer sich vorab informieren möchte, findet bereits jetzt ausführliche Informationen zum Projekt und zur Beteiligung auf der Website von Meinung für Köln.

Grundlage für eine zukunftsorientierte Planung

Mit der „Entwicklungsplanung Weststadt“ setzt die Verwaltung einen Ratsbeschluss vom 6. Februar 2020 um. Dieser sieht die Überarbeitung der Rahmenplanung für Braunsfeld, Müngersdorf und Ehrenfeld aus dem Jahr 2004 vor. Die neue Planung soll zeigen, wie die dynamischen Flächenentwicklungen privater Vorhabenträger*innen sinnvoll aufeinander abgestimmt werden können.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Lupenräumen. Diese kleineren, klar abgegrenzten Bereiche gelten als Schlüsselorte für zukünftige Veränderungen und bieten besonderes Entwicklungspotenzial.

Bürgerbeteiligung als zentraler Baustein

Die Rückmeldungen der Kölner*innen spielen eine zentrale Rolle für den weiteren Planungsprozess. Sie helfen der Stadt, relevante Bedarfe zu erkennen und neue Ideen für die Lupenräume zu entwickeln. Die Verwaltung ruft daher zur regen Teilnahme am Online-Dialog auf, um die Zukunft der Weststadt gemeinsam zu gestalten.

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Gelungener Auftakt für neue Schulstraße in Hand

14 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Der Verkehrsversuch „Schulstraße“ im Umfeld der GGS und KGS Hand ist am Dienstag, den 13. Januar 2026, erfolgreich gestartet. Mit der Maßnahme verfolgt die Stadt das Ziel, den motorisierten Hol- und Bringverkehr sowie den Durchgangsverkehr deutlich zu reduzieren und den Schulweg für Kinder sicherer zu gestalten.

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Bereits am ersten Tag zeigte sich eine spürbare Entlastung der Verkehrssituation rund um die Schulen. Weniger Autos im unmittelbaren Schulumfeld sorgten für mehr Übersicht und Sicherheit für die zu Fuß gehenden Schülerinnen und Schüler.

Klare Zufahrtsregelungen zu Schulzeiten

Während der Schulzeiten gelten für die Straßen Im Grafeld, Heimstättenweg und Sankt-Konrad-Straße feste Zufahrtsbeschränkungen. Die Einfahrt ist morgens von 7.30 bis 8.15 Uhr sowie mittags von 14.30 bis 15.15 Uhr ausschließlich mit einer Ausnahmegenehmigung der Stadtverwaltung erlaubt. Die Einhaltung der Regelungen wird durch die Polizei kontrolliert, um die Wirksamkeit der Schulstraße sicherzustellen.

Fokus auf sichere Schulwege

Bürgermeister Marcel Kreutz sieht in der Schulstraße einen wichtigen Schritt hin zu mehr Verkehrssicherheit: Er betont, dass der Schutz von Kindern auf dem Schulweg von Beginn an einen klaren Handlungsschwerpunkt darstellt und der nun erreichte schnelle Erfolg diesen Kurs bestätigt.

Auch der Erste Beigeordnete Ragnar Migenda bewertet den Start positiv. Zwar sei die neue Verkehrssituation für alle Beteiligten zunächst ungewohnt, doch bereits am ersten Tag habe sich eine deutliche Verbesserung gezeigt. Sein Dank gilt insbesondere den Anwohnenden, Eltern, Lehrkräften, der Schulgemeinschaft und der Polizei für die konstruktive Begleitung des Projekts.

Positive Rückmeldungen aus dem Schulalltag

Aus dem direkten Umfeld der Schulen kommen erste positive Rückmeldungen. Eltern und Lehrkräfte berichten von ruhigeren Situationen vor den Schuleingängen und einem insgesamt sichereren Schulweg. Auch viele Verkehrsteilnehmende zeigten Verständnis für die neuen Regeln und hielten sich an die Beschränkungen.

Auswertung und mögliche Verstetigung

Die Stadtverwaltung von Bergisch Gladbach begleitet den Verkehrsversuch eng und sammelt Hinweise sowie Erfahrungen aus der Praxis. Diese fließen in eine begleitende Evaluation ein, die in den kommenden Monaten fortgesetzt wird. Auf dieser Grundlage soll später über eine dauerhafte Einführung der Schulstraße entschieden werden.

Bürgerinnen und Bürger können Anregungen oder Fragen an die Abteilung Mobilität richten. Weitere Informationen zum Thema Schulstraßen sind auf der Internetseite der Stadt abrufbar. Die Stadt bedankt sich bei allen Beteiligten für die Unterstützung und das gezeigte Verständnis in der Startphase des neuen Verkehrskonzepts.

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Neuer Mindestlohn für Dachdecker im Rheinisch-Bergischen Kreis

14 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Für die Beschäftigten im Dachdeckerhandwerk im Rheinisch-Bergischer Kreis gibt es seit Januar mehr Geld. Der spezielle Mindestlohn für Dachdecker wurde angehoben und liegt nun bei 16,60 Euro pro Stunde für ausgebildete Gesellen. Darauf weist die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hin.

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Mehr Geld pro Monat für Fachkräfte

Durch die Anhebung des Mindestlohns profitieren insbesondere ausgebildete Dachdecker: Bei einer Vollzeitstelle ergibt sich ein monatliches Plus von rund 100 Euro. Auch ungelernte Arbeitskräfte erhalten mehr Lohn. Für sie gilt nun ein Mindeststundenlohn von 14,96 Euro.

Rund 100 Betriebe im Kreis betroffen

Im Rheinisch-Bergischen Kreis gibt es aktuell 106 Dachdeckerbetriebe, in denen die neuen Mindestlöhne Anwendung finden. Nach Angaben der IG BAU Köln-Bonn arbeiten rund 540 Beschäftigte im regionalen Dachdeckerhandwerk. Die Zahlen basieren auf Daten der Arbeitsagentur.

Gewerkschaft rät zur Lohnkontrolle

Die IG BAU empfiehlt allen Dachdeckern im Kreis, die keinen Tariflohn, sondern den Mindestlohn erhalten, ihre Lohnabrechnung für den Januar genau zu prüfen. Die Gewerkschaft bietet Unterstützung an, falls Unklarheiten oder Abweichungen auftreten.

Weitere Lohnerhöhungen bereits vereinbart

Bereits jetzt ist klar: Die Löhne im Dachdeckerhandwerk sollen weiter steigen. Die IG BAU hat nach eigenen Angaben für die kommenden zwei Jahre weitere Erhöhungen des Dachdecker-Mindestlohns ausgehandelt. Damit soll die körperlich anspruchsvolle und verantwortungsvolle Arbeit auf den Dächern langfristig besser vergütet werden.

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Geologen prüfen Erdwärme-Potenzial unter Köln

12 Januar 2026 von Felix Morgenstern

In Köln startet in den kommenden Wochen ein zukunftsweisendes Projekt zur Nutzung erneuerbarer Energien. Im Stadtteil Dellbrück wollen Geologen mit einer Tiefenbohrung untersuchen, ob sich die Region künftig für die Versorgung mit Erdwärme eignet. Auf einem ehemaligen Sportplatz soll dafür ein rund 20 Meter hoher Spezialbohrer aufgebaut werden, der Gesteinsproben aus bis zu 1.000 Metern Tiefe fördert.

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Kalksteinschicht unter Köln im Fokus

Fachleute des Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen gehen davon aus, dass sich unter dem Kölner Stadtgebiet eine Kalksteinschicht mit natürlichen Hohlräumen befindet. Ziel der Bohrung ist es, herauszufinden, ob sich in diesen Hohlräumen heißes Wasser befindet. Ein solcher Fund würde darauf hindeuten, dass die Region grundsätzlich für die Nutzung von Geothermie geeignet ist.

Grundlage für klimafreundliche Wärmeversorgung

Sollte sich das Vorkommen von warmem Tiefenwasser bestätigen, könnte dieses langfristig für die Fernwärmeversorgung genutzt werden. Ganze Wohnviertel ließen sich dann klimafreundlich beheizen – unabhängig von fossilen Energieträgern und stark schwankenden Energiepreisen. Die aktuelle Bohrung dient dabei ausschließlich der wissenschaftlichen Grundlagenforschung. Ob und in welchem Umfang später Erdwärmeanlagen entstehen, wäre Aufgabe von Stadtwerken oder Energieversorgern. Diese müssten für eine tatsächliche Nutzung deutlich tiefer bohren, teils bis in 2.000 Meter Tiefe.

Vorbild München – Erkenntnisse für Köln

In anderen Regionen Deutschlands wird Erdwärme bereits erfolgreich eingesetzt. In München etwa sind geothermische Anlagen bereits an das Fernwärmenetz angeschlossen. Für Köln geht es nun darum, belastbare Daten zu gewinnen, um ähnliche Konzepte perspektivisch bewerten zu können.

Rücksicht auf Anwohner geplant

Um die Belastung für Anwohner möglichst gering zu halten, wird der Bohrplatz mit Lärmschutzwänden ausgestattet. Der genaue Starttermin der Arbeiten steht noch nicht fest. Nach aktuellem Stand wird die Bohrung etwa zwei bis drei Monate dauern, bis die geplante Tiefe von 1.000 Metern erreicht ist. Dabei gelten strenge Lärmgrenzwerte.

Information und Transparenz vor Ort

Der Geologische Dienst plant, die Bevölkerung umfassend über das Projekt zu informieren. Neben Informationsveranstaltungen soll es auch eine begleitende Internetseite geben. Sobald die Bohrarbeiten laufen, sind zudem Führungen am Bohrplatz vorgesehen. Ziel ist es, Transparenz zu schaffen und den Menschen vor Ort Einblicke in das Forschungsprojekt und die Möglichkeiten der Erdwärmenutzung zu geben.

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A61 bei Mönchengladbach am Wochenende voll gesperrt

09 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Autofahrerinnen und Autofahrer am Niederrhein müssen sich am kommenden Wochenende auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen. Die Bundesautobahn 61 wird ab Freitagabend voll gesperrt. Grund dafür sind Brückenbauarbeiten im Stadtgebiet von Viersen, bei denen eine Brücke abgerissen wird.

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Sperrung ab Freitagabend

Die Vollsperrung gilt ab heute Abend, 22 Uhr, und betrifft den Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Mönchengladbach und der Anschlussstelle Mackenstein – und zwar in beiden Fahrtrichtungen. Umleitungen sind großräumig eingerichtet und entsprechend ausgeschildert.

Auch Verbindungen an der A52 betroffen

Zusätzlich kommt es zu Einschränkungen an der Bundesautobahn 52. Am Autobahnkreuz Mönchengladbach sind die Verbindungen von der A52 aus Richtung Düsseldorf sowie aus Richtung Roermond auf die A61 in Fahrtrichtung Venlo gesperrt. Außerdem ist die Anschlussstelle Mackenstein in Fahrtrichtung Koblenz nicht nutzbar.

Wiederfreigabe für den Berufsverkehr geplant

Wenn die Arbeiten planmäßig verlaufen, soll die A61 im Bereich Viersen ab dem frühen Montagmorgen wieder für den Verkehr freigegeben werden. Damit wäre die Strecke rechtzeitig zum Berufsverkehr wieder passierbar.

Weitere Sperrungen in Zukunft möglich

Der Abriss ist Teil eines größeren Bauprojekts. Die betroffene Brücke soll bis zum Frühjahr kommenden Jahres neu errichtet werden. Für den Neubau sind weitere Sperrungen der Autobahn notwendig, konkrete Termine dafür stehen allerdings noch nicht fest. Verkehrsteilnehmende sollten sich daher auch in den kommenden Monaten auf Einschränkungen einstellen und ihre Routen entsprechend planen.

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Vier Wochen ohne Züge zwischen Duisburg, Mülheim und Oberhausen – Pendler müssen umplanen

09 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Pendlerinnen und Pendler im Ruhrgebiet müssen sich ab sofort auf erhebliche Einschränkungen einstellen: Zwischen Mülheim an der Ruhr, Duisburg und Oberhausen fahren für rund vier Wochen keine Züge. Grund sind umfangreiche Bauarbeiten im Bereich des Autobahn- und Bahnkreuzes Kaiserberg, einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in Nordrhein-Westfalen. Die Sperrung dauert von Freitagabend, 9. Januar, bis Freitagabend, 6. Februar.

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Großbaustelle im Kreuz Kaiserberg

Im Kreuz Kaiserberg kreuzen sich nicht nur mehrere Autobahnen, sondern auch eine der meistbefahrenen Bahnstrecken des Landes. In den kommenden Wochen werden dort Brücken abgerissen. Statt Zügen sind schwere Bagger im Einsatz. Für viele Berufspendler bedeutet das längere Fahrzeiten von mindestens 20 Minuten pro Strecke.

Ersatzverkehr und Umleitungen ab Mülheim und Essen

Wer aus Richtung Bochum oder Essen nach Duisburg möchte, fährt mit einem Regionalexpress bis zum Hauptbahnhof Mülheim. Von dort verkehren Ersatzbusse des Schienenersatzverkehrs (SEV) im Zehn-Minuten-Takt zum Duisburg Hauptbahnhof. Nachts fährt der Bus stündlich. Alternativ kann ab Mülheim auf die Straßenbahnlinie 901 ausgewichen werden, die ebenfalls rund 20 Minuten benötigt, jedoch nur im 30-Minuten-Takt fährt.

Alternativen für Fahrgäste aus Oberhausen

Auch aus Oberhausen ist ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die SEV-Busse für den RE19 fahren ebenfalls alle zehn Minuten nach Duisburg. Eine busfreie Alternative führt mit der RB36 bis Duisburg-Meiderich Süd und anschließend mit der Stadtbahnlinie U79 zum Hauptbahnhof.

Weitere Bauprojekte im Raum Duisburg

Die Deutsche Bahn nutzt die Sperrung, um parallel weitere Infrastrukturmaßnahmen umzusetzen. Am Duisburger Hauptbahnhof wird der Bau des Bahnsteigdachs an Gleis 6 fortgesetzt – ein Teil des größten Bahnhofsprojekts in NRW. Zudem wird die Eisenbahnbrücke über den Ruhrkanal zwischen Mülheim-Styrum und Duisburg ausgebaut, zuvor stehen dort Kampfmittelsondierungen an.

Darüber hinaus entstehen im Zuge des Rhein-Ruhr-Express-Ausbaus neue Schallschutzwände, unter anderem im Düsseldorfer Stadtteil Lichtenbroich sowie im Duisburger Stadtteil Duissern. In Mülheim sind zudem Arbeiten an den Oberleitungen geplant.

Empfehlung an Reisende

Fahrgäste werden dringend gebeten, sich vor Fahrtantritt über aktuelle Verbindungen, Ersatzverkehre und mögliche Verspätungen zu informieren. Die Situation bleibt bis Anfang Februar angespannt, eine frühzeitige Routenplanung kann jedoch helfen, den Bahnfrust zumindest etwas abzumildern.

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Grundsteuerbescheide 2026 in Bergisch Gladbach werden verschickt

07 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Die Bergisch Gladbach verschickt am Freitag, den 9. Januar 2026, die Grundsteuerbescheide für das Jahr 2026. In den kommenden Tagen werden die Bescheide bei den Steuerpflichtigen eingehen und sorgen insbesondere bei Eigentümerinnen und Eigentümern von Nichtwohngrundstücken für Fragen.

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Differenzierte Hebesätze rechtlich zulässig

Hintergrund der aktuellen Diskussion ist ein Urteil des Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, das Grundsteuerbescheide mit differenzierten Hebesätzen in vier nordrhein-westfälischen Kommunen aufgehoben hat. Für Bergisch Gladbach hat diese Entscheidung jedoch zunächst keine Auswirkungen.

Das Land Nordrhein-Westfalen hatte den Kommunen bereits für das Jahr 2025 die Möglichkeit eröffnet, unterschiedliche Hebesätze festzulegen. Auf Grundlage eines Ratsbeschlusses gelten in Bergisch Gladbach seitdem unterschiedliche Hebesätze:
598 Prozentpunkte für Wohngrundstücke sowie 873 Prozentpunkte für Nichtwohngebäude und unbebaute Grundstücke. Die Stadt betont, dass diese Regelung aufkommensneutral ist und keine Mehreinnahmen für den städtischen Haushalt bedeutet.

Urteil betrifft nur vier Städte

Das Urteil aus Gelsenkirchen bezieht sich ausschließlich auf die klagenden Städte Bochum, Essen, Gelsenkirchen und Dortmund. Die Situation in Bergisch Gladbach war nicht Gegenstand des Verfahrens. Zudem ist die Entscheidung noch nicht rechtskräftig. Sowohl eine Berufung zum Oberverwaltungsgericht NRW als auch eine Sprungrevision zum Bundesverwaltungsgericht sind zugelassen.

Erst wenn eine höchstrichterliche Entscheidung vorliegt, könnte sich daraus eine landesweite Neubewertung der Praxis ergeben. Bis dahin bleiben die geltenden Regelungen in Bergisch Gladbach bestehen.

Widerspruch derzeit ohne rechtliche Grundlage

Viele Steuerpflichtige fragen sich, ob vorsorglich Widerspruch gegen den Grundsteuerbescheid 2026 eingelegt werden sollte. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass es aktuell keine rechtliche Grundlage gibt, über solche Widersprüche zu entscheiden.

Sollte der Stadtrat im März 2026 eine Erhöhung der Grundsteuer B mit Wirkung zum 1. Januar 2026 beschließen, würden die neuen Hebesätze durch einen geänderten Bescheid umgesetzt. In diesem Fall verlöre der ursprüngliche Bescheid seine Gültigkeit und laufende Widerspruchsverfahren würden eingestellt.

Zahlungspflicht bleibt bestehen

Die Stadtverwaltung empfiehlt daher, eingelegte Widersprüche im gegenseitigen Einvernehmen ruhend zu stellen, bis eine gerichtliche Klärung auf Landes- oder Bundesebene erfolgt ist. Wichtig für alle Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer: Ein Widerspruch entbindet nicht von der Pflicht, die festgesetzte Grundsteuer fristgerecht zu zahlen.

Mit dem Versand der Bescheide will die Stadt Transparenz schaffen und zugleich über die rechtliche Lage informieren, um unnötige Unsicherheiten zu vermeiden.

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2026-01-07 Altenberger Dom Str Bestand

Umfangreiche Straßenerneuerung in Schildgen: Arbeiten an der Altenberger-Dom-Straße starten im Januar

07 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Die Stadt Bergisch Gladbach beginnt Mitte Januar 2026 mit der umfassenden Erneuerung der Altenberger-Dom-Straße. Der Baustart ist für Montag, den 19. Januar 2026, vorgesehen, witterungsbedingte Verschiebungen sind möglich. Die Maßnahme erstreckt sich zunächst vom Abschnitt Leverkusener Straße bis Schlebuscher Straße und wird im weiteren Verlauf bis „In den Wiesen“ fortgeführt. Der Abschluss ist für den Herbst 2026 geplant.

Ziel: Moderne, sichere und barrierefreie Verkehrsinfrastruktur

Mit der Baumaßnahme verfolgt die Stadt das Ziel, die Verkehrsinfrastruktur grundlegend zu modernisieren sowie Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit deutlich zu verbessern. Die Altenberger-Dom-Straße ist eine wichtige Verkehrsachse für den Stadtteil Schildgen und den überörtlichen Verkehr. Entsprechend umfangreich fallen die geplanten Arbeiten aus.

Geplante Maßnahmen im Überblick

Im Rahmen des Projekts sind mehrere Teilmaßnahmen vorgesehen. Die Fahrbahn erhält eine neue Asphaltdecke; sofern technisch erforderlich, wird auch der komplette Straßenaufbau erneuert. Eine hellere Deckschicht soll künftig die Aufheizung im Sommer reduzieren.
Geh- und Radwege werden neu gebaut oder erweitert und mit Pflasterbelägen sowie einem taktilen Leitsystem ausgestattet, um die Barrierefreiheit zu erhöhen.
Auch die Parkstreifen werden angepasst und erneuert. Moderne Tragschichten und eine optimierte Anordnung sollen unter anderem dazu beitragen, sogenannte Dooring-Unfälle zu vermeiden.
Zusätzlich wird das Straßenbegleitgrün erweitert, um einen Beitrag zur Klimaanpassung und zur Aufwertung des Straßenraums zu leisten.

Verkehrsführung während der Bauzeit

Während der Bauarbeiten ist eine halbseitige Sperrung der Altenberger-Dom-Straße erforderlich. Der Verkehr aus Richtung Odenthal in Richtung Bergisch Gladbach wird einspurig aufrechterhalten. Der Gegenverkehr wird großräumig über das Stadtgebiet Leverkusen umgeleitet. Entsprechende Beschilderungen werden rechtzeitig eingerichtet. Der Busverkehr wird während der Bauphase über den Nittumer Weg geführt.

Information der Anwohner und Gewerbetreibenden

Die ausführende Baufirma wird Anwohnerinnen und Anwohner sowie ansässige Gewerbebetriebe vor Beginn der einzelnen Bauabschnitte gesondert informieren. Dabei geht es um konkrete Starttermine, Sperrbereiche und die jeweiligen Zufahrtsmöglichkeiten.

Mehr Aufenthaltsqualität für Schildgen

Nach Einschätzung des Ersten Beigeordneten Ragnar Migenda wird die Umsetzung der lange geplanten Maßnahme spürbare Verbesserungen für alle Verkehrsteilnehmenden bringen. Die Erneuerung der überregional bedeutsamen Straße soll die Aufenthaltsqualität im Ortskern von Schildgen erhöhen und die Verkehrsinfrastruktur auf ein modernes Niveau heben.

Stadt bittet um Verständnis

Die Stadt Bergisch Gladbach bittet alle Betroffenen um Verständnis für die mit der Baumaßnahme verbundenen Einschränkungen. Die Erneuerung der Altenberger-Dom-Straße wird als wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung der Infrastruktur und zur Aufwertung des Quartiers bewertet.

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