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Rheinisch-Bergischer Kreis: Jeder Zweite wohnt im Eigentum – doch junge Erwachsene drohen abgehängt zu werden

19 Februar 2026 von Felix Morgenstern

Region liegt deutlich über dem Bundesschnitt – Verbände fordern schnelle staatliche Förderung für Haus- und Wohnungskauf

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Hohe Eigentumsquote im Kreis

Im Rheinisch-Bergischen Kreis leben ungewöhnlich viele Menschen mietfrei in den eigenen vier Wänden. Rund 70.300 Wohnungen werden von ihren Eigentümern selbst genutzt, darunter sowohl Einfamilienhäuser als auch Eigentumswohnungen. Etwa 26 Prozent der Eigentümer wohnen in einer Eigentumswohnung.

Das geht aus einer regionalen Wohnungsmarktanalyse des Pestel-Instituts hervor, die im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) erstellt wurde. Demnach liegt die Wohneigentumsquote im Kreis bei 50,5 Prozent – deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 43,5 Prozent.

„Deutschland ist insgesamt ein Mieter-Land und landet im europäischen Vergleich beim Wohneigentum nur auf dem vorletzten Platz“, erklärt Pestel-Ökonom Matthias Günther.


Junge Erwachsene können sich Eigentum kaum leisten

Trotz der vergleichsweise hohen Quote verschärft sich die Lage für jüngere Menschen. Besonders betroffen sind die 25- bis 40-Jährigen – rund 49.500 Menschen in dieser Altersgruppe leben im Rheinisch-Bergischen Kreis.

Nach Einschätzung der Wissenschaftler können sich immer weniger von ihnen ein Haus oder eine Eigentumswohnung leisten.
„Die eigenen vier Wände stehen zwar weiterhin ganz oben auf der Wunschliste. Doch die klassische Nestbauer-Generation ist beim Wohneigentum zur Verlierer-Generation geworden“, sagt Günther. Viele seien gezwungen, dauerhaft zur Miete zu wohnen.


Kritik an abgeschafften Förderprogrammen

Der Baustoff-Fachhandel macht fehlende staatliche Unterstützung verantwortlich.
„Mit dem Ende von Eigenheimzulage und Baukindergeld wurde die effektive Förderung praktisch eingestellt“, kritisiert BDB-Präsidentin Katharina Metzger.

Die Verbände fordern deshalb ein neues Förderprogramm:

  • direkte Zuschüsse als Startkapital für Erstkäufer
  • ein staatliches Niedrigzinsprogramm
  • einfacher Zugang auch mit wenig Eigenkapital
  • möglichst unbürokratische Beantragung

Wer Eigentum erwerben wolle, müsse zwar über Jahre finanzielle Abstriche machen, betont Metzger. Dafür entstehe langfristig mietfreies Wohnen.


Planungssicherheit gefordert

Auch die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) verlangt langfristige Zusagen vom Staat.
„Es braucht eine Marathon- und keine Sprint-Förderung. Wer heute spart, muss sich auch in mehreren Jahren noch auf die Unterstützung verlassen können“, sagt DGfM-Vorsitzender Hannes Zapf.

Die Verbände appellieren an Bundestagsabgeordnete aus Nordrhein-Westfalen, die im Koalitionsvertrag angekündigte Förderung rasch umzusetzen. Ohne klare Signale bleibe der Traum vom Eigenheim für viele auf Eis.


Bedeutung fürs Alter

Neben der aktuellen Wohnungsfrage sehen Experten auch soziale Folgen im Alter. Eigentum wirke wie eine zusätzliche Altersvorsorge.
„Wohnarmut im Alter ist vor allem Mieterarmut“, so Pestel-Ökonom Günther. Besonders bei den in Rente gehenden Baby-Boomern zeige sich: Sinkendes Einkommen bei gleichzeitig steigenden Mieten könne zu finanziellen Problemen führen. Eigentümer kämen deutlich besser über die Runden.


Fazit:
Der Rheinisch-Bergische Kreis gehört zwar zu den Regionen mit überdurchschnittlich viel Wohneigentum. Doch gerade junge Erwachsene verlieren zunehmend den Zugang zum Immobilienmarkt. Verbände warnen vor langfristigen sozialen Folgen – und drängen auf schnelle staatliche Förderung, damit der Traum vom Eigenheim nicht zur Ausnahme wird.

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„Düsselbike“ startet im Sommer: Düsseldorf führt neues Fahrrad-Leihsystem ein

24 Januar 2026 von Felix Morgenstern

In Düsseldorf wird die urbane Mobilität ab Sommer 2026 um ein weiteres Angebot ergänzt. Mit dem neuen städtischen Fahrrad-Leihsystem Düsselbike sollen Einwohnerinnen, Einwohner und Besucher künftig noch einfacher und umweltfreundlicher durch die Stadt kommen.

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2.500 Leihräder mit moderner Ausstattung

Die neuen Leihfahrräder präsentieren sich in einem einheitlichen weißen Design und sind technisch zeitgemäß ausgestattet. Sie verfügen über acht Gänge, eine integrierte Handyhalterung sowie einen Korb für Einkäufe oder Taschen. Die Ausleihe erfolgt vollständig digital über eine App. Insgesamt sollen 2.500 Fahrräder schrittweise in den Betrieb gehen.

Gestaffelter Start ab Juli 2026

Zum offiziellen Start am 1. Juli 2026 stehen zunächst 500 Fahrräder zur Verfügung. Im August und September folgen jeweils weitere 1.000 Räder, sodass das System bis zum Herbst seine volle Kapazität erreicht. Parallel dazu wird die notwendige Infrastruktur im Stadtgebiet weiter ausgebaut.

Stationen an zentralen Punkten im Stadtgebiet

Die Düsselbikes können an bestehenden Sharing-Stationen ausgeliehen und zurückgegeben werden. Die Standorte sind strategisch gewählt und befinden sich unter anderem an Bus- und Bahn-Haltestellen, in der Nähe von Hochschulen sowie an Hotels. Damit soll das Leihsystem sowohl für den Alltag als auch für Gäste der Stadt attraktiv sein.

Bürgerinnen und Bürger können Fahrräder mitgestalten

Interessierte haben die Möglichkeit, sich aktiv zu beteiligen: Bis Anfang März können Namensvorschläge für die Fahrräder eingereicht werden. Die ausgewählten Namen werden anschließend an den Rädern angebracht und sollen dem System eine persönliche Note verleihen.

Tarife noch in Vorbereitung

Das konkrete Tarifsystem befindet sich derzeit noch in der Ausarbeitung. Details zu Preisen und Nutzungsmodellen will die Stadt zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.

Blick nach Monheim zeigt Potenzial

Ein vergleichbares System existiert bereits seit 2024 in Monheim am Rhein. Dort können Anwohnerinnen und Anwohner mit dem Monheim-Pass an 25 Stationen Fahrräder kostenfrei ausleihen. Neben klassischen City-Bikes stehen auch E-Bikes und Lastenräder zur Verfügung. Das Beispiel zeigt, welches Potenzial Fahrrad-Leihsysteme für nachhaltige Mobilität im urbanen Raum haben.

Mit Düsselbike setzt Düsseldorf einen weiteren Baustein für einen vielfältigen Mobilitätsmix und stärkt den Umweltverbund in der Landeshauptstadt.

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Richtfest am Otto-Hahn-Gymnasium: Neues Klassenhaus nimmt weiter Gestalt an

21 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Am Otto-Hahn-Gymnasium ist am Dienstag, 20. Januar 2026, ein wichtiger Meilenstein erreicht worden: Mit dem Richtfest für das neue Klassenhaus feierte die Schulgemeinschaft gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Bauwesen den sichtbaren Fortschritt des Projekts. Der Neubau entsteht als Holzhybrid in Modulbauweise und schafft dringend benötigte zusätzliche Unterrichtsflächen im Zuge der G9-Erweiterung.

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Zügiger Baufortschritt dank Modulbauweise

Bereits drei Geschosse des neuen Klassenhauses stehen und lassen die spätere Größe des Gebäudes klar erkennen. Errichtet wird der Bau neben den Sporthallen in gleicher Längsausrichtung. An dieser Stelle befanden sich zuvor Interimscontainer, die vor Beginn der Bauarbeiten zurückgebaut wurden.

Die Umsetzung erfolgt durch das Unternehmen KLEUSBERG als Totalunternehmer im Auftrag der Schulbau GmbH Bergisch Gladbach. Der hohe Vorfertigungsgrad der Module sorgt für kurze Bauzeiten, Planungssicherheit und eine nachhaltige Bauqualität.

Schulbau als Investition in die Zukunft

Bürgermeister Marcel Kreutz hob beim Richtfest die zentrale Bedeutung des Schulbaus hervor. Investitionen in Bildung seien Investitionen in die Zukunft der Stadt und ihrer Kinder. Dass derzeit viele Termine rund um Schulbauprojekte stattfinden, zeige den hohen Stellenwert dieses Themas in Bergisch Gladbach.

Auch Alexandra Meuthen, Fachbereichsleiterin des Immobilienbetriebs, betonte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Das Projekt zeige erneut, wie reibungslos das Zusammenspiel von Planung, Ausführung und Abstimmung vor Ort funktioniere.

Viele Projekte, ein gemeinsames Ziel

Schulbaudezernent Thore Eggert verwies auf die Vielzahl der aktuell laufenden Bauprojekte im Stadtgebiet. Diese Dynamik verdeutliche, mit welcher Intensität an der Weiterentwicklung der Bildungsinfrastruktur gearbeitet werde.

Für die Schulbau GmbH ordnete Geschäftsführer Sebastian Rolko den bisherigen Baufortschritt ein. Das Projekt stehe unter hohem Zeitdruck, weshalb klare Abläufe und ein verlässlicher Projektpartner besonders wichtig seien. Die enge Abstimmung mit der Schulleitung sei dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Übergabe planmäßig vorgesehen

Mit dem Richtfest ist ein weiterer bedeutender Schritt geschafft. Der Innenausbau hat bereits begonnen und verläuft nach Plan. Ziel ist es, das neue Klassenhaus termingerecht fertigzustellen und dem Schulbetrieb zu übergeben. Damit wird am Otto-Hahn-Gymnasium zusätzlicher Raum für modernen Unterricht geschaffen und ein weiterer Baustein zur zukunftsfähigen Schulentwicklung in Bergisch Gladbach umgesetzt.

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Baumaßnahme an der Altenberger-Dom-Straße: Schulweg zur Concordiaschule wieder freigegeben

21 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Kurzfristige Sperrung sorgt für Probleme

Seit Montag, 19. Januar, führt die Stadt Bergisch Gladbach Bauarbeiten an der Altenberger-Dom-Straße durch. Mit Beginn der Maßnahme wurde ein Gehwegabschnitt gesperrt, der üblicherweise von den Schülerinnen und Schülern der Concordiaschule als direkter Schulweg genutzt wird. Die kurzfristige Sperrung führte insbesondere zum Schulschluss zu erheblichen Schwierigkeiten für Kinder und Eltern.

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Gehweg inzwischen wieder nutzbar

Während des aktuellen Bauabschnitts ist der südöstliche Gehweg zwischen der Leverkusener Straße und dem Fahner Weg grundsätzlich gesperrt, ebenso die Einmündung zum Concordiaweg. Der Fußgängerverkehr wird in diesen Bereichen regulär über den nordwestlichen Gehweg sowie vorhandene Lichtsignalanlagen umgeleitet. Aus Sicherheitsgründen ist eine Führung durch das unmittelbare Baufeld während laufender Arbeiten nicht möglich.

Da in den betroffenen Abschnitten aktuell nicht dauerhaft gearbeitet wird, konnte der Gehweg jedoch situationsabhängig und vorübergehend wieder freigegeben werden. Dadurch ist der Schulweg zwischen Concordiaweg und Leverkusener Straße nun wieder nutzbar. Die Stadt prüft fortlaufend, wie der Fuß- und Schülerverkehr während der weiteren Bauphase möglichst sicher und direkt geführt werden kann.

Anpassungen im Bauablauf werden geprüft

Im weiteren Verlauf der Baumaßnahme soll verstärkt darauf geachtet werden, schulrelevante Wege möglichst dauerhaft offen zu halten. Dabei wird auch geprüft, ob einzelne Arbeiten in Ferienzeiten verlegt werden können, um Einschränkungen für den Schulweg zu minimieren.

Stadt räumt Kommunikationsdefizite ein

Zur Information im Vorfeld der Maßnahme erklärt die Stadt, dass sowohl Anwohnende als auch die Concordiaschule durch Handzettel über den Baustart informiert wurden – sowohl durch die Stadt selbst als auch durch die beauftragte Baufirma. In diesen Informationen wurde jedoch nicht ausdrücklich auf die Auswirkungen für den Fußgängerverkehr hingewiesen. Zudem fand im Vorfeld keine weitergehende Abstimmung mit der Schule zu den konkreten Auswirkungen auf den Schulweg statt.

Um Bauzeit und Verkehrsbeeinträchtigungen möglichst gering zu halten, wurde kurzfristig entschieden, die Arbeiten zunächst am Gehweg zu beginnen. Die daraufhin eingerichtete Sperrung umfasste jedoch einen größeren Bereich als tatsächlich erforderlich, sodass der am Morgen noch nutzbare Weg am Mittag für den Rückweg der Kinder gesperrt war. Die Stadt bedauert diese Situation ausdrücklich und entschuldigt sich für die entstandenen Probleme und Unannehmlichkeiten.

Dank an Schule und Beteiligte

Gleichzeitig bedankt sich die Stadt Bergisch Gladbach bei der Schulleitung sowie allen Beteiligten, die kurzfristig geholfen haben, die Schülerinnen und Schüler sicher um den gesperrten Bereich zu leiten.

Weitere Abstimmung angekündigt

Aktuell ist die Concordiaschule von Süden aus wieder wie gewohnt zu Fuß erreichbar. Sollte es im weiteren Verlauf der Baumaßnahme erneut zu notwendigen Sperrungen kommen, will die Stadt diese frühzeitig und in enger Abstimmung mit der Schulleitung kommunizieren. Darüber hinaus wird gemeinsam mit dem städtischen Mobilitätsmanagement geprüft, ob für die Dauer der Arbeiten zusätzliche fußläufige Alternativen – insbesondere aus südlicher Richtung – geschaffen werden können. Entsprechende Maßnahmen sollen bei Bedarf rechtzeitig bekannt gegeben werden.

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Bau-Turbo für Wohnungen: Köln will schnelleres Planungsrecht für mehr Wohnungsbau nutzen

19 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Die Köln will den Wohnungsbau deutlich beschleunigen. Grundlage dafür ist die Novellierung des Baugesetzbuches (BauGB) durch das „Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung“, das am 27. Oktober 2025 in Kraft getreten ist. Mit dem sogenannten Bau-Turbo erhalten Kommunen neue Möglichkeiten, schneller Planungsrecht für geeignete Flächen zu schaffen und dringend benötigten Wohnraum zu realisieren.

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Verwaltung soll schneller entscheiden können

Die Stadtverwaltung plant, den zuständigen Gremien des Rates zeitnah eine Beschlussvorlage vorzulegen. Darin sollen klare Leitlinien festgelegt werden, wie der Bau-Turbo in Köln angewendet wird. Ziel ist es, Planungs- und Genehmigungsverfahren deutlich zu verkürzen.

Konkret soll die Verwaltung künftig die Möglichkeit erhalten, Wohnungsbauvorhaben eigenständig zu genehmigen, sofern diese den städtebaulichen Zielen der Stadt entsprechen. Auf diese Weise könnten Projekte schneller auf den Weg gebracht werden, ohne jedes Mal langwierige politische Verfahren durchlaufen zu müssen.

Bezahlbarer Wohnraum im Fokus

Oberbürgermeister Torsten Burmester sieht in dem neuen Instrument einen wichtigen Hebel gegen den angespannten Wohnungsmarkt: Der Bau-Turbo biete eine zusätzliche Möglichkeit, eine der zentralen Herausforderungen der Gegenwart anzugehen – den Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Durch schnelleres Planungsrecht könnten insbesondere neue Wohnungen zügiger entstehen.

Beitrag zur Wohnraumsicherung

Mit der konsequenten Nutzung der neuen gesetzlichen Spielräume will Köln einen aktiven Beitrag zur Wohnraumsicherung leisten. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der Quantität, sondern auch auf einer städtebaulich sinnvollen Entwicklung, die sich in bestehende Quartiere einfügt.

Weitere Informationen zum Bau-Turbo und zur bundesweiten Umsetzung stellt das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen online zur Verfügung.

Mit dem geplanten Vorgehen positioniert sich Köln als Stadt, die neue rechtliche Möglichkeiten aktiv nutzt, um schneller mehr Wohnraum zu schaffen – insbesondere dort, wo er dringend gebraucht wird.

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Prozess um Millionen gefälschte Zigaretten in Düsseldorfer Fabrik beginnt

16 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Vor dem Landgericht Düsseldorf startet am Freitag der Strafprozess gegen die mutmaßlichen Drahtzieher einer illegalen Zigarettenproduktion. Rund zehn Monate nach der Zerschlagung einer groß angelegten Zigarettenfabrik im Düsseldorfer Stadtteil Lierenfeld müssen sich vier Männer wegen schwerer Straftaten verantworten.

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Vier Angeklagte vor Gericht

Angeklagt sind vier Männer aus Polen und der Ukraine im Alter zwischen 45 und 58 Jahren. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem die Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie besonders schwere Steuerhinterziehung vor. Nach den Ermittlungen sollen sie zwischen April 2024 und März 2025 in einer Halle in Düsseldorf im großen Stil gefälschte Zigaretten produziert haben.

Produktion in industriellem Ausmaß

Nach Angaben der Anklage wurden in dem Zeitraum rund 300 Millionen Zigaretten hergestellt. Dafür sollen die Organisatoren etwa zwölf Millionen Euro erhalten haben. Der entstandene Steuerschaden wird auf mehr als 53 Millionen Euro beziffert.

Zwei der Angeklagten aus Polen sollen eine leitende Rolle übernommen haben: Ein 46-Jähriger gilt als Manager der illegalen Fabrik, ein 48-Jähriger als Vorarbeiter. Die beiden weiteren Angeklagten aus der Ukraine sollen als Produktionshelfer tätig gewesen sein. Sie hatten ihre Beteiligung an der illegalen Herstellung bereits im Rahmen der Ermittlungen eingeräumt.

Arbeiter im Ausland angeworben

Einer der ukrainischen Angeklagten soll seine Tätigkeit im Februar 2025 aufgenommen haben. Bis zu seiner Festnahme arbeitete er demnach als Tabakschneider und war an der Produktion von mindestens 175.300 Stangen beteiligt – das entspricht mehr als 35 Millionen Zigaretten.

Große Mengen sichergestellt

Bei der Durchsuchung der Fabrik stellten die Ermittler rund 25 Millionen gefälschte Markenzigaretten sowie etwa 15 Tonnen Tabak sicher. Allein aus diesen beschlagnahmten Waren ergibt sich laut Anklage ein Steuerschaden von rund sechs Millionen Euro.

Langer Prozess erwartet

Für das Verfahren sind mehr als 40 Verhandlungstage angesetzt. Der Prozess soll sich voraussichtlich bis Ende August hinziehen. Das Gericht wird klären müssen, welche Rolle die einzelnen Angeklagten innerhalb der illegalen Produktionsstruktur gespielt haben und in welchem Umfang sie für den entstandenen Schaden verantwortlich sind.

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Entwicklungsplanung Weststadt: Zweiter Online-Dialog startet

15 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Die Stadt Köln treibt die Entwicklungsplanung für die Kölner Weststadt weiter voran und lädt die Bürgerinnen zur erneuten Beteiligung ein. Ab dem 21. Januar bis einschließlich 15. Februar 2026 findet der zweite Online-Dialog zum wichtigen Zukunftsprojekt statt. Ziel ist es, Erfahrungen, Bedarfe und Ideen der Kölnerinnen frühzeitig in die Planung einzubeziehen.

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Großes Entwicklungsgebiet im Kölner Westen

Die Weststadt liegt in den linksrheinischen Stadtbezirken Lindenthal und Ehrenfeld und umfasst rund 500 Hektar. Das Gebiet wird durch den Militärring, die Aachener Straße, den Melatengürtel und die Venloer Straße begrenzt. Geprägt ist die Weststadt von einem tiefgreifenden Wandel: Neben klassischen Gewerbe- und Logistiknutzungen finden sich dort eine lebendige Klubkultur sowie neue Büro- und Wohnquartiere.

Mit der Entwicklungsplanung möchte die Stadt Köln diese vielfältigen Entwicklungen gezielt steuern und zu einem zukunftsfähigen Gesamtkonzept zusammenführen.

Online-Beteiligung für alle Kölner*innen

Im Zeitraum vom 21. Januar bis 15. Februar 2026 können alle Kölner*innen ihre Einschätzungen und Ideen auf dem Online-Portal „Meinung für Köln“ einbringen. Im Fokus des Dialogs stehen drei sogenannte Lupenräume: der Gleispark, der Grüne Weg und die Bickendorfer Höfe. Die Stadt möchte hier insbesondere mehr über die Erfahrungen, Herausforderungen und Wünsche der Menschen erfahren, die das Gebiet nutzen oder dort leben.

Wer sich vorab informieren möchte, findet bereits jetzt ausführliche Informationen zum Projekt und zur Beteiligung auf der Website von Meinung für Köln.

Grundlage für eine zukunftsorientierte Planung

Mit der „Entwicklungsplanung Weststadt“ setzt die Verwaltung einen Ratsbeschluss vom 6. Februar 2020 um. Dieser sieht die Überarbeitung der Rahmenplanung für Braunsfeld, Müngersdorf und Ehrenfeld aus dem Jahr 2004 vor. Die neue Planung soll zeigen, wie die dynamischen Flächenentwicklungen privater Vorhabenträger*innen sinnvoll aufeinander abgestimmt werden können.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Lupenräumen. Diese kleineren, klar abgegrenzten Bereiche gelten als Schlüsselorte für zukünftige Veränderungen und bieten besonderes Entwicklungspotenzial.

Bürgerbeteiligung als zentraler Baustein

Die Rückmeldungen der Kölner*innen spielen eine zentrale Rolle für den weiteren Planungsprozess. Sie helfen der Stadt, relevante Bedarfe zu erkennen und neue Ideen für die Lupenräume zu entwickeln. Die Verwaltung ruft daher zur regen Teilnahme am Online-Dialog auf, um die Zukunft der Weststadt gemeinsam zu gestalten.

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Gelungener Auftakt für neue Schulstraße in Hand

14 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Der Verkehrsversuch „Schulstraße“ im Umfeld der GGS und KGS Hand ist am Dienstag, den 13. Januar 2026, erfolgreich gestartet. Mit der Maßnahme verfolgt die Stadt das Ziel, den motorisierten Hol- und Bringverkehr sowie den Durchgangsverkehr deutlich zu reduzieren und den Schulweg für Kinder sicherer zu gestalten.

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Bereits am ersten Tag zeigte sich eine spürbare Entlastung der Verkehrssituation rund um die Schulen. Weniger Autos im unmittelbaren Schulumfeld sorgten für mehr Übersicht und Sicherheit für die zu Fuß gehenden Schülerinnen und Schüler.

Klare Zufahrtsregelungen zu Schulzeiten

Während der Schulzeiten gelten für die Straßen Im Grafeld, Heimstättenweg und Sankt-Konrad-Straße feste Zufahrtsbeschränkungen. Die Einfahrt ist morgens von 7.30 bis 8.15 Uhr sowie mittags von 14.30 bis 15.15 Uhr ausschließlich mit einer Ausnahmegenehmigung der Stadtverwaltung erlaubt. Die Einhaltung der Regelungen wird durch die Polizei kontrolliert, um die Wirksamkeit der Schulstraße sicherzustellen.

Fokus auf sichere Schulwege

Bürgermeister Marcel Kreutz sieht in der Schulstraße einen wichtigen Schritt hin zu mehr Verkehrssicherheit: Er betont, dass der Schutz von Kindern auf dem Schulweg von Beginn an einen klaren Handlungsschwerpunkt darstellt und der nun erreichte schnelle Erfolg diesen Kurs bestätigt.

Auch der Erste Beigeordnete Ragnar Migenda bewertet den Start positiv. Zwar sei die neue Verkehrssituation für alle Beteiligten zunächst ungewohnt, doch bereits am ersten Tag habe sich eine deutliche Verbesserung gezeigt. Sein Dank gilt insbesondere den Anwohnenden, Eltern, Lehrkräften, der Schulgemeinschaft und der Polizei für die konstruktive Begleitung des Projekts.

Positive Rückmeldungen aus dem Schulalltag

Aus dem direkten Umfeld der Schulen kommen erste positive Rückmeldungen. Eltern und Lehrkräfte berichten von ruhigeren Situationen vor den Schuleingängen und einem insgesamt sichereren Schulweg. Auch viele Verkehrsteilnehmende zeigten Verständnis für die neuen Regeln und hielten sich an die Beschränkungen.

Auswertung und mögliche Verstetigung

Die Stadtverwaltung von Bergisch Gladbach begleitet den Verkehrsversuch eng und sammelt Hinweise sowie Erfahrungen aus der Praxis. Diese fließen in eine begleitende Evaluation ein, die in den kommenden Monaten fortgesetzt wird. Auf dieser Grundlage soll später über eine dauerhafte Einführung der Schulstraße entschieden werden.

Bürgerinnen und Bürger können Anregungen oder Fragen an die Abteilung Mobilität richten. Weitere Informationen zum Thema Schulstraßen sind auf der Internetseite der Stadt abrufbar. Die Stadt bedankt sich bei allen Beteiligten für die Unterstützung und das gezeigte Verständnis in der Startphase des neuen Verkehrskonzepts.

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Neuer Mindestlohn für Dachdecker im Rheinisch-Bergischen Kreis

14 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Für die Beschäftigten im Dachdeckerhandwerk im Rheinisch-Bergischer Kreis gibt es seit Januar mehr Geld. Der spezielle Mindestlohn für Dachdecker wurde angehoben und liegt nun bei 16,60 Euro pro Stunde für ausgebildete Gesellen. Darauf weist die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hin.

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Mehr Geld pro Monat für Fachkräfte

Durch die Anhebung des Mindestlohns profitieren insbesondere ausgebildete Dachdecker: Bei einer Vollzeitstelle ergibt sich ein monatliches Plus von rund 100 Euro. Auch ungelernte Arbeitskräfte erhalten mehr Lohn. Für sie gilt nun ein Mindeststundenlohn von 14,96 Euro.

Rund 100 Betriebe im Kreis betroffen

Im Rheinisch-Bergischen Kreis gibt es aktuell 106 Dachdeckerbetriebe, in denen die neuen Mindestlöhne Anwendung finden. Nach Angaben der IG BAU Köln-Bonn arbeiten rund 540 Beschäftigte im regionalen Dachdeckerhandwerk. Die Zahlen basieren auf Daten der Arbeitsagentur.

Gewerkschaft rät zur Lohnkontrolle

Die IG BAU empfiehlt allen Dachdeckern im Kreis, die keinen Tariflohn, sondern den Mindestlohn erhalten, ihre Lohnabrechnung für den Januar genau zu prüfen. Die Gewerkschaft bietet Unterstützung an, falls Unklarheiten oder Abweichungen auftreten.

Weitere Lohnerhöhungen bereits vereinbart

Bereits jetzt ist klar: Die Löhne im Dachdeckerhandwerk sollen weiter steigen. Die IG BAU hat nach eigenen Angaben für die kommenden zwei Jahre weitere Erhöhungen des Dachdecker-Mindestlohns ausgehandelt. Damit soll die körperlich anspruchsvolle und verantwortungsvolle Arbeit auf den Dächern langfristig besser vergütet werden.

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Geologen prüfen Erdwärme-Potenzial unter Köln

12 Januar 2026 von Felix Morgenstern

In Köln startet in den kommenden Wochen ein zukunftsweisendes Projekt zur Nutzung erneuerbarer Energien. Im Stadtteil Dellbrück wollen Geologen mit einer Tiefenbohrung untersuchen, ob sich die Region künftig für die Versorgung mit Erdwärme eignet. Auf einem ehemaligen Sportplatz soll dafür ein rund 20 Meter hoher Spezialbohrer aufgebaut werden, der Gesteinsproben aus bis zu 1.000 Metern Tiefe fördert.

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Kalksteinschicht unter Köln im Fokus

Fachleute des Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen gehen davon aus, dass sich unter dem Kölner Stadtgebiet eine Kalksteinschicht mit natürlichen Hohlräumen befindet. Ziel der Bohrung ist es, herauszufinden, ob sich in diesen Hohlräumen heißes Wasser befindet. Ein solcher Fund würde darauf hindeuten, dass die Region grundsätzlich für die Nutzung von Geothermie geeignet ist.

Grundlage für klimafreundliche Wärmeversorgung

Sollte sich das Vorkommen von warmem Tiefenwasser bestätigen, könnte dieses langfristig für die Fernwärmeversorgung genutzt werden. Ganze Wohnviertel ließen sich dann klimafreundlich beheizen – unabhängig von fossilen Energieträgern und stark schwankenden Energiepreisen. Die aktuelle Bohrung dient dabei ausschließlich der wissenschaftlichen Grundlagenforschung. Ob und in welchem Umfang später Erdwärmeanlagen entstehen, wäre Aufgabe von Stadtwerken oder Energieversorgern. Diese müssten für eine tatsächliche Nutzung deutlich tiefer bohren, teils bis in 2.000 Meter Tiefe.

Vorbild München – Erkenntnisse für Köln

In anderen Regionen Deutschlands wird Erdwärme bereits erfolgreich eingesetzt. In München etwa sind geothermische Anlagen bereits an das Fernwärmenetz angeschlossen. Für Köln geht es nun darum, belastbare Daten zu gewinnen, um ähnliche Konzepte perspektivisch bewerten zu können.

Rücksicht auf Anwohner geplant

Um die Belastung für Anwohner möglichst gering zu halten, wird der Bohrplatz mit Lärmschutzwänden ausgestattet. Der genaue Starttermin der Arbeiten steht noch nicht fest. Nach aktuellem Stand wird die Bohrung etwa zwei bis drei Monate dauern, bis die geplante Tiefe von 1.000 Metern erreicht ist. Dabei gelten strenge Lärmgrenzwerte.

Information und Transparenz vor Ort

Der Geologische Dienst plant, die Bevölkerung umfassend über das Projekt zu informieren. Neben Informationsveranstaltungen soll es auch eine begleitende Internetseite geben. Sobald die Bohrarbeiten laufen, sind zudem Führungen am Bohrplatz vorgesehen. Ziel ist es, Transparenz zu schaffen und den Menschen vor Ort Einblicke in das Forschungsprojekt und die Möglichkeiten der Erdwärmenutzung zu geben.

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