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Leverkusen reduziert Zahl der Martinszüge drastisch – Kritik von Schulen und Kitas

11 September 2025 von Felix Morgenstern

Leverkusen – Die Stadt Leverkusen hat angekündigt, die Zahl der Martinszüge deutlich zu reduzieren. Künftig soll es nur noch einen Umzug pro Stadtteil geben. Bisher fanden in der Stadt bis zu 160 kleinere Martinszüge statt, organisiert von Schulen und Kitas.

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Verschärfte Sicherheitsauflagen als Grund

Nach bundesweiten Vorfällen gelten für öffentliche Veranstaltungen strengere Sicherheitsvorgaben. Zufahrts- und Überfahrschutz sowie eine engmaschige Begleitung durch Polizei oder Ordner müssen gewährleistet sein. „Das können wir organisatorisch und personell nicht mehr für alle Züge leisten“, teilte die Stadtverwaltung mit. Bereits 2024 konnten von 160 Zügen nur 60 von der Polizei begleitet werden – und das unter weniger strikten Regeln.

Enttäuschung bei Schulen und Kitas

Viele Einrichtungen zeigen sich enttäuscht und fühlen sich überrumpelt, da sie erst am Mittwoch (10. September) informiert wurden. „Der eigene Martinszug war jedes Jahr ein Höhepunkt – mit Laternen, Liedern und dem Zusammenhalt von Kindern, Eltern und Lehrkräften. Das fällt jetzt weg“, heißt es von mehreren Schulen.

Auch Kitas kritisieren die Entscheidung. Eine Erzieherin aus Wiesdorf betonte: „Für die Kleinsten ist der Zug rund um die eigene Einrichtung überschaubar und sicher. In einem großen Umzug geht diese vertraute Atmosphäre verloren.“

Zukunft des größten Zuges unklar

Besonders im Fokus steht der größte Martinszug der Stadt in Schlebusch, den die Werbe- und Fördergemeinschaft traditionell organisiert – inklusive Martinsfeuer und Gratis-Weckmännern. Der Antrag liegt bereits bei der Stadt. Ob der Zug stattfinden kann, hängt von der Erfüllung der neuen Auflagen ab.

Verwaltung setzt auf Kooperation

Nach den Plänen der Stadt sollen Schulen und Kitas künftig gemeinsame Anträge stellen, wenn sie einen Umzug in ihrem Stadtteil durchführen möchten. Viele Einrichtungen reagierten mit Krisensitzungen und denken über Alternativen nach. Im Gespräch sind Martinsfeste auf dem Schulhof – allerdings ohne Umzug.

Kritiker befürchten, dass mit der Einschränkung ein Stück gelebter Tradition dauerhaft verloren geht.

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Neue Ringlinien 270 und 271 gestartet: Mehr Busse für Wermelskirchen

08 September 2025 von Felix Morgenstern

Wermelskirchen – Unter dem Motto „Rundum mobil in Wermelskirchen – Ihr Bus fährt im Kreis“ sind am Wochenende die beiden neuen Ringlinien 270 und 271 an den Start gegangen. Sie sollen den Stadtverkehr deutlich verbessern und das Zentrum flexibler an das Umland anbinden.

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Doppelt so viele Fahrten zu den Endpunkten

Die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) betreibt die Linien, die nun im 60-Minuten-Takt unterwegs sind – allerdings in entgegengesetzter Richtung. Dadurch ergibt sich ab dem Busbahnhof ein 30-Minuten-Takt, sodass die bisherigen Endpunkte „Krankenhaus“ und „Am Stadtrand“ nun zweimal pro Stunde erreicht werden.

Ein zusätzlicher Vorteil: Die barrierefrei ausgebauten Haltestellen „Jörgensgasse“ und „Schillerstraße“ im Stadtzentrum, die zuletzt nicht mehr angefahren wurden, sind wieder fester Bestandteil des Fahrplans.

Kostenneutral und mit mehr Komfort

Mit der Umgestaltung werden mehr Haltestellen in kürzeren Taktfolgen bedient – und das ohne Mehrkosten. Der Rheinisch-Bergische Kreis will die Resonanz genau beobachten: Die Fahrgastzahlen sollen regelmäßig ausgewertet werden, um die Wirkung der Neuerungen einschätzen zu können.

Infoveranstaltung zur Mobilitätswoche

Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche findet am 17. September um 15 Uhr im Bürgerzentrum Wermelskirchen eine Informationsveranstaltung statt. Dort werden die neuen Ringlinien vorgestellt, Fragen beantwortet und bei einer begleitenden Mini-Messe auch weitere Mobilitätsthemen beleuchtet.

Weitere Infos zu Fahrplänen und Linienführungen gibt es online bei der RVK unter www.rvk.de

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Europäische Mobilitätswoche: Rheinisch-Bergischer Kreis lädt zu vielfältigem Programm ein

02 September 2025 von Felix Morgenstern

Rheinisch-Bergischer Kreis – Vom 16. bis 22. September steht die Region ganz im Zeichen nachhaltiger Mobilität. Der Rheinisch-Bergische Kreis beteiligt sich bereits zum sechsten Mal an der Europäischen Mobilitätswoche (EMW) und bietet gemeinsam mit Kommunen und Partnern ein abwechslungsreiches Programm für alle Altersgruppen.

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Auftakt mit Musik und Nachhaltigkeit

Eröffnet wird die Aktionswoche am Dienstagabend mit dem Konzert der Max-Bruch-Musikschule unter dem Motto „Music meets Mobility“ auf dem Zanders-Areal in Bergisch Gladbach. Auch sonst steht das Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt: Am 17. September können Interessierte eine Fischzucht sowie einen Unverpackt-Laden in Bergisch Gladbach besichtigen.

Mobilitätsmesse in Wermelskirchen

Welche Chancen nachhaltige Mobilität im Alltag bietet, zeigt die Stadt Wermelskirchen am 17. September im Bürgerzentrum. Dort findet eine Mini-Mobilitätsmesse statt, begleitet von einem Vortrag zur neuen Ringlinie 270/271, die das Busangebot deutlich erweitert.

Angebote für Seniorinnen und Senioren

Ein Schwerpunkt der EMW liegt auf inklusiver Mobilität: Beim Rollatortag am 16. September in Leichlingen geben Mitarbeitende der wupsi am Busbahnhof praktische Tipps für das sichere Ein- und Aussteigen. Eine ergänzende Einzelberatung mit Trainingseinheiten wird am 19. September auch in Wermelskirchen angeboten.

Radtouren, Pedelec-Training und Wanderungen

Darüber hinaus können Bürgerinnen und Bürger an verschiedenen Pedelec-Trainings für Anfänger und Fortgeschrittene teilnehmen. Ergänzt wird das Programm durch abwechslungsreiche Wanderungen und Radtouren im ganzen Kreisgebiet.

Nachhaltige Mobilität im Fokus

Die EMW findet seit 2002 europaweit statt und will für die Vorteile nachhaltiger Mobilität sensibilisieren. Vor Ort beteiligen sich unter anderem die Verkehrsunternehmen wupsi und RVK, der ADFC Rhein-Berg, die Nextbike GmbH sowie das Zukunftsnetz Mobilität NRW.

Alle Programmdetails und Anmeldemöglichkeiten finden Interessierte online unter: arcg.is/0r1OLi

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Kölner Bahnen: Pünktlichkeit weiter gesunken – Fahrgäste frustriert

21 August 2025 von Felix Morgenstern

Köln – Die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) haben am Dienstag ihren aktuellen Qualitätsbericht vorgestellt – und der bestätigt, was viele Fahrgäste täglich erleben: Die Bahnen sind unzuverlässiger geworden. Besonders betroffen ist die Linie 4, die im Jahr 2024 mit den meisten Verspätungen auffiel.

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Nur drei von vier Bahnen pünktlich

Im Durchschnitt erreichten die KVB-Bahnen im vergangenen Jahr lediglich eine Pünktlichkeitsquote von rund 80 Prozent. Auf der Linie 4 war es noch schlechter: Nur drei von vier Fahrten verliefen nach Fahrplan. Hauptursache dafür sei die Großbaustelle auf der Mülheimer Brücke, heißt es im Bericht.

Falschparker und Unfälle sorgen für Störungen

Doch nicht nur Baustellen sind ein Problem. Laut KVB liegen viele Ursachen außerhalb des Unternehmens. Täglich blockieren falsch geparkte Autos Gleise, hinzu kommen im Schnitt fast zwei Verkehrsunfälle pro Tag, die den Bahnverkehr ausbremsen.

Entspannung in Sicht?

Die KVB kündigte an, bis Ende August wieder mehr Busse und zum Jahresende auch mehr Bahnen auf die Schiene zu bringen. Hintergrund sei eine verbesserte Personalsituation, nachdem zuletzt Fahrpläne wegen Personalmangels eingeschränkt werden mussten.

Für die Fahrgäste bleibt zu hoffen, dass sich die Situation bald bessert – die Geduld vieler Kölnerinnen und Kölner ist bereits stark strapaziert.

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Bauverzögerung in Wermelskirchen: Martin-Buber-Schule startet mit Übergangslösungen

21 August 2025 von Felix Morgenstern

Wermelskirchen/Leichlingen/Burscheid – Der Einzug in den neuen Teilstandort der Martin-Buber-Förderschule in Wermelskirchen verzögert sich. Statt wie geplant zum Schuljahresbeginn, können die neuen Räume voraussichtlich erst Ende September 2025 genutzt werden. Grund sind technische Probleme bei einzelnen Gewerken, die den Baufortschritt behindern.

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Übergangslösungen für Ober- und Berufspraxisstufe

Ursprünglich sollten drei Oberstufen- und zwei Berufspraxisstufen-Klassen zum neuen Standort wechseln. Damit der Unterrichtsbetrieb dennoch gesichert bleibt, haben Schulleitung, Kollegium und Schulaufsicht ein Übergangskonzept entwickelt.

  • Oberstufe: Die drei Klassen verbleiben zunächst am Standort Leichlingen. Ein Umzug nach Wermelskirchen ist erst zu Weihnachten 2025 vorgesehen, sobald die endgültigen Räume fertiggestellt sind.
  • Berufspraxisstufe: Zwei Klassen ziehen übergangsweise in das Gemeindezentrum der evangelischen Kirche in Burscheid-Hilgen. Dort profitieren die Schülerinnen und Schüler vom direkten Umfeld eines Einkaufszentrums sowie einem großzügigen Außengelände. Spätestens Ende Oktober 2025 sollen sie in ihre neuen Klassenräume in Wermelskirchen umziehen.

Ein Vorteil dieser Lösung: Die künftigen Werkräume in Wermelskirchen müssen nicht provisorisch als Klassenzimmer genutzt werden und können direkt als Fachräume eingerichtet werden.

Dank an Kollegium und Partner

„Ein besonderer Dank gilt dem Kollegium der Martin-Buber-Schule, das die veränderte Raumsituation intensiv vorbereitet und pädagogisch begleitet. So schaffen wir Bedingungen, in denen sich die Schülerinnen und Schüler trotz aller Umstellungen wohlfühlen können“, erklärte Aggi Thieme, Dezernentin für Schule, Bildung und Integration, Kultur beim Rheinisch-Bergischen Kreis.

Parallel arbeitet die Schulverwaltung an Anpassungen bei IT, Verpflegung, Möblierung und Schülertransport. Zur Entlastung des Standortes Leichlingen konnte zudem das Freibad in Dabringhausen für die ersten beiden Septemberwochen exklusiv angemietet werden. Dort erhalten die Schülerinnen und Schüler auch die Möglichkeit, sportliche Angebote wie Wakeboarding auszuprobieren.

Perspektive: Mehr Platz und moderne Ausstattung

Nach Abschluss der Bauarbeiten erwartet die Schule deutlich verbesserte Bedingungen. In Leichlingen entsteht mehr Platz, in Wermelskirchen moderne und neu ausgestattete Räume. „Wir bitten wegen der kurzfristigen Änderungen um Verständnis. Am Ende wird sich die Situation für alle Beteiligten deutlich entspannen“, so Thieme weiter.

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Fischsterben in der Agger: Betreiber stoppt Wasserzufuhr – Behörden sehen keinen großen Schaden

21 Juli 2025 von Felix Morgenstern

Engelskirchen – Am Sonntag, dem 13. Juli 2025, kam es in der Agger bei Engelskirchen zu einem massiven Fischsterben. Wie inzwischen bekannt wurde, war nicht eine technische Störung, sondern ein bewusstes Handeln des Betreibers des Wasserkraftwerks Ohl-Grünscheid Auslöser der Umweltkatastrophe.

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Wasserkraftwerk legt Agger trocken

Laut Angaben der Bezirksregierung Köln hat der Betreiber des Kraftwerks die Turbine abgeschaltet, um den Wasserstand im eigenen Stauteich zu erhalten. Die Folge: Teile der Agger flossen nicht mehr – das Flussbett trocknete aus. Fische verendeten auf Kiesbänken unter der prallen Sonne. Obwohl der verantwortliche Mitarbeiter von Anwesenden darauf hingewiesen wurde, dass Tiere in Lebensgefahr sind, wurde die Wasserzufuhr erst rund 90 Minuten später wieder aktiviert – da war es für viele Tiere zu spät.

Behörden bewerten Schaden als gering

Ein Mitarbeiter des Oberbergischen Kreises, der das Gebiet inspizierte, sprach in seinem Bericht von rund 100 toten Fischen auf einer Kiesbank. Die Bezirksregierung stützt sich auf diese Einschätzung und spricht von einem „minimalen Schaden“ auf einer Fläche von etwa 20 bis 30 Quadratmetern.

Angler: „Mehr als 1.000 tote Fische“

Markus Klein, Vorsitzender der Angelsportfreunde Engelskirchen, widerspricht vehement: Nach Sichtung von Fotos und Zählungen vor Ort geht er von deutlich über 1.000 verendeten Fischen aus – darunter auch geschützte Arten. Seinen Vorschlag, eine stichprobenartige Zählung auf einem Quadratmeter der Kiesbank durchzuführen, lehnten die Behördenvertreter laut Klein ab.

Kritisiert wird zudem, dass mögliche weitere Schäden flussabwärts nicht dokumentiert wurden – obwohl es laut mehreren Zeugen auch dort zu Trockenfällen kam. Fotos, die den Zustand belegen sollen, wurden an die Kreisverwaltung übermittelt, blieben aber offenbar unbeachtet.

Polizei nimmt keine Anzeige auf

Für zusätzliche Irritation sorgt das Verhalten der Polizei: Drei Beamte waren am Tatort, machten jedoch keine Fotos und weigerten sich, Anzeigen aufzunehmen. Als Grund nannten sie den fehlenden Anfangsverdacht für eine Straftat. Für betroffene Angler wie Markus Klein ein unverständlicher Vorgang.

Forderung nach Aufklärung

Obwohl das Einleiten des Vorfalls von Seiten des Betreibers eingeräumt wurde, sind Konsequenzen bislang nicht bekannt. Umweltverbände und Angler fordern nun eine umfassende Untersuchung des Vorfalls sowie die konsequente Ahndung möglicher Umweltstraftaten. Besonders vor dem Hintergrund der Sensibilität von Flussökosystemen in Zeiten des Klimawandels bleibt die Frage offen, ob die bisherige Bewertung als „geringer Schaden“ wirklich haltbar ist.

Zeugen und Hinweise zur Auswirkung des Fischsterbens können an die zuständigen Umweltbehörden oder den Angelsportverein Engelskirchen gemeldet werden.

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Neues Angebot im Straßenverkehrsamt: Ab sofort mittwochs ohne Termin

14 Juli 2025 von Felix Morgenstern

Bergisch Gladbach – Pünktlich zum Start der Sommerferien bietet das Straßenverkehrsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises in Bergisch Gladbach ein neues Serviceangebot: Ab sofort können Bürgerinnen und Bürger mittwochs vormittags ohne Termin ins Amt kommen und ihre Anliegen direkt vor Ort klären.

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Der sogenannte Walk-In-Service richtet sich vor allem an diejenigen, die kurzfristig eine Dienstleistung benötigen, unerwartet ein Anliegen haben oder in dringenden Fällen rasch Unterstützung brauchen. Damit reagiert die Kreisverwaltung auf den Wunsch vieler Bürger nach mehr Flexibilität und Spontaneität bei Behördengängen.

Flexible Lösung für spontane Besuche

„Durch die Einführung des Walk-In-Services an einem Tag in der Woche und die Beibehaltung der Terminvergabe an den übrigen Tagen schaffen wir ein ausgewogenes Modell“, erklärt ein Sprecher der Kreisverwaltung. So können die Vorteile eines planbaren Ablaufs – kürzere Wartezeiten, gezielte Vorbereitung und feste Zeitfenster – mit der Möglichkeit für spontane Erledigungen kombiniert werden.

Die Verwaltung bittet jedoch um Verständnis, falls es an den Walk-In-Tagen zu längeren Wartezeiten kommen sollte. „Die Bearbeitung hängt von unseren Kapazitäten und der Zahl der Besucher ab. Wir möchten aber auch dann eine gute Servicequalität sicherstellen und Überlastungen vermeiden“, so der Sprecher weiter.

Terminbuchung bleibt an anderen Tagen bestehen

An allen anderen Wochentagen bleibt die bisherige Praxis bestehen: Wer sein Anliegen plant, kann weiterhin verbindlich einen Termin buchen. Dabei erhalten Bürger ein festes Zeitfenster und werden zusätzlich per Erinnerungsfunktion über benötigte Unterlagen informiert. Das vermeidet Wartezeiten und macht die Abläufe effizienter – sowohl für die Kundinnen und Kunden als auch für die Mitarbeitenden.

Mit dem neuen Konzept will der Rheinisch-Bergische Kreis den Bürgerservice noch bürgerfreundlicher gestalten und zugleich den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden.

Weitere Informationen, etwa zu Öffnungszeiten und benötigten Unterlagen, finden Interessierte auf der Website des Rheinisch-Bergischen Kreises.

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Leverkusen: Chempark leitet giftiges Pestizid in den Rhein – alles legal

11 Juli 2025 von Felix Morgenstern

Aus dem Chempark in Leverkusen gelangen Woche für Woche rund ein Kilogramm des hochgefährlichen Pestizids Cyproconazol in den Rhein – und das offenbar schon seit Jahren. Nach Auswertungen des nordrhein-westfälischen Wasser-Informationssystems ELWAS sind so bereits Hunderte Kilogramm des in der EU verbotenen Stoffes ins Wasser gelangt. Dennoch ist dieser Vorgang vollkommen legal.

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Cyproconazol – verboten, aber weiter produziert

Cyproconazol ist ein Wirkstoff, der nicht nur für Wasserorganismen extrem schädlich ist, sondern auch beim Menschen erhebliche Gesundheitsschäden verursachen kann. Laut Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung kann das Mittel die Leber angreifen und sogar die Entwicklung von ungeborenen Kindern beeinträchtigen. Aus diesem Grund hatte die Europäische Union die Verwendung des Pestizids bereits 2021 untersagt. Spätestens Ende 2022 mussten alle Restbestände entsorgt sein.

Produziert wird Cyproconazol jedoch weiterhin. Sowohl der Chemparkbetreiber Currenta als auch die zuständige Bezirksregierung Köln betonen, dass das EU-Verbot lediglich den Einsatz innerhalb Europas betrifft, nicht aber die Herstellung und den Export in Drittländer. Produktionsbedingt gelange der Stoff dabei ins Abwasser – und damit in den Rhein.

Kritik von Umweltverbänden

Für Umweltorganisationen wie den BUND ist das kaum nachvollziehbar. Deren Wasserexperte Paul Kröfges findet es widersprüchlich, dass ein Stoff, der hier als zu gefährlich gilt, weiterhin hergestellt wird und über das Abwasser in die heimischen Gewässer gelangt. Umweltverbände fordern schon lange, dass solche Stoffe in der EU auch nicht mehr produziert werden dürfen.

PFAS-Belastung ebenfalls alarmierend

Neben Cyproconazol gelangen auch weiterhin erhebliche Mengen der sogenannten PFAS, der sogenannten „Ewigkeitschemikalien“, aus dem Chempark in den Rhein. Diese Stoffe gelten als besonders problematisch, weil sie sich in der Umwelt nicht abbauen und in Pflanzen, Tieren und Menschen anreichern. Einige PFAS-Verbindungen sind nach Angaben des Umweltbundesamtes krebserregend.

Im März dieses Jahres wurden aus dem Chempark zeitweise fast zwei Kilogramm PFAS pro Tag in den Rhein eingeleitet – das Fünfzigfache des in NRW geltenden Orientierungswertes. Wer konkret dafür verantwortlich ist, konnte bislang jedoch nicht ermittelt werden. Die Bezirksregierung erklärte, man habe den betroffenen Bereich zwar eingegrenzt, den Verursacher aber nicht gefunden.

Forderung nach Aufklärung und Konsequenzen

Der BUND fordert nun, dass die Bezirksregierung die Suche nach der Quelle der hohen PFAS-Werte nicht auf sich beruhen lässt, sondern intensiv nachforscht. Currenta betont, man arbeite gemeinsam mit den Unternehmen im Chempark daran, Emissionen weiter zu reduzieren.

Solange jedoch weder konkrete Gesetze noch klare Verursacher vorliegen, bleibt die Einleitung dieser gefährlichen Stoffe in den Rhein rechtlich unproblematisch – mit möglicherweise gravierenden Folgen für Umwelt und Gesundheit.

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Badeverbot an der Bevertalsperre: Blaualgen breiten sich stark aus

01 Juli 2025 von Felix Morgenstern

Die anhaltende Hitze und der niedrige Wasserstand zeigen Folgen: Das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises hat bei einer aktuellen Untersuchung eine erhebliche Blaualgenkonzentration an der Bevertalsperre festgestellt. Besonders betroffen sind die Randbereiche des beliebten Naherholungsgebiets.

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Badeverbot an allen vier Badestellen

Aus Sicherheitsgründen hat der Kreis daher ein Badeverbot für alle vier ausgewiesenen Badestellen der Bevertalsperre ausgesprochen. „Der Kontakt mit Blaualgen sollte unbedingt vermieden werden“, warnt das Gesundheitsamt und verweist auf mögliche gesundheitliche Risiken. Blaualgen können Hautreizungen, Bindehautentzündungen und bei Verschlucken auch Magen-Darm-Beschwerden verursachen.

Gesundheitsamt appelliert an Eigenverantwortung

Zudem appelliert die Behörde an die Eigenverantwortung aller Besucherinnen und Besucher. Auch bei Aktivitäten auf dem Wasser, wie Stand-Up-Paddling oder Bootstouren, sollten direkte Berührungen mit dem belasteten Wasser vermieden werden.

Weitere Informationen online

Wie lange das Badeverbot aufrechterhalten bleibt, hängt von der weiteren Entwicklung der Blaualgenkonzentration ab. Der Kreis informiert regelmäßig über aktuelle Messwerte und mögliche Änderungen der Badeverbote.

Alle Details und weitere Hinweise zu den Badegewässern im Oberbergischen Kreis finden Interessierte auf der Internetseite:
👉 www.obk.de/badegewaesser

Damit die Bevertalsperre auch in den kommenden Wochen wieder sicher genutzt werden kann, ist jetzt Rücksicht gefragt – auf die eigene Gesundheit und auf die Wasserqualität des beliebten Freizeitgewässers.

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Haushalt 2025/2026 genehmigt: Rheinisch-Bergischer Kreis erhält grünes Licht ohne Auflagen

25 Juni 2025 von Felix Morgenstern

Die Bezirksregierung Köln hat den Doppelhaushalt für die Jahre 2025 und 2026 sowie das Haushaltssicherungskonzept des Rheinisch-Bergischen Kreises ohne Auflagen genehmigt. Damit bestätigt die Aufsichtsbehörde die solide Finanzplanung des Kreises – ein Schritt, der Landrat Stephan Santelmann als „wichtigen Erfolg“ für die Kreisverwaltung und die Politik wertet.

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Strategischer Kurs wird gewürdigt

„Der Rheinisch-Bergische Kreis stellt sich seiner finanziellen Verantwortung und handelt mit Strategie“, erklärte Landrat Santelmann. Die Bezirksregierung habe die Anstrengungen des Kreises anerkannt und die Finanzplanung vollständig genehmigt – ein positives Signal für die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Politik und allen Partnern im Kreis.

Zwar wurden vom Regierungspräsidium keine Auflagen formuliert, jedoch erwartet die Behörde regelmäßige Informationen über den Fortschritt bei der Umsetzung des Haushaltssicherungskonzepts. Die Entnahme aus der allgemeinen Rücklage sei, so die Aufsichtsbehörde, aus Rücksicht auf die kreisangehörigen Städte und Gemeinden vertretbar.

Kreisumlage steigt 2026 spürbar

Trotz der Genehmigung bleibt die finanzielle Lage angespannt. Für das Jahr 2025 plant der Kreis mit Ausgaben in Höhe von rund 518,9 Millionen Euro bei Einnahmen von 487 Millionen Euro – ein erwartetes Defizit von knapp 32 Millionen Euro, das größtenteils aus Rücklagen gedeckt werden soll.

Im Folgejahr 2026 liegt das Minus mit rund 7,7 Millionen Euro deutlich niedriger, dennoch wird zur Stabilisierung eine Erhöhung der Kreisumlage von 35,50 auf 37,30 Prozent notwendig. Diese Maßnahme belastet die Kommunen, soll aber die Handlungsfähigkeit des Kreises sichern.

Planungssicherheit für Partner und Projekte

Mit der erteilten Genehmigung kann der Kreis nun verbindlich planen. Davon profitieren sowohl die internen Fachämter als auch externe Partner – etwa soziale Träger, Unternehmen, Organisationen und andere Projektbeteiligte. Die Freigabe schafft die Grundlage für die Umsetzung wichtiger Vorhaben im sozialen, wirtschaftlichen und infrastrukturellen Bereich.

Kritik an fehlender Gegenfinanzierung durch Land und Bund

Ein wiederkehrender Kritikpunkt in der kommunalen Finanzpolitik bleibt bestehen: Immer mehr Aufgaben würden von Land und Bund auf kommunaler Ebene abgeladen – ohne ausreichende Finanzierung. Diese strukturelle Schieflage zählt der Kreis als eine der Hauptursachen für seine schwierige Haushaltslage.

Trotz der erfolgreichen Genehmigung wird die Kreisverwaltung daher weiterhin aktiv an Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung arbeiten. Ziel ist es, auch langfristig finanzielle Stabilität zu gewährleisten – und den Handlungsspielraum für dringend notwendige Zukunftsinvestitionen zu sichern.

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