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Großbrand im Wohnpark Gronau: Feuerwehr rettet Kleinkinder aus verrauchten Fluren

27 März 2025 von Felix Morgenstern

Am Mittwochmorgen (26. März) kam es in einem Mehrfamilienhaus im Wohnpark Gronau in Bergisch Gladbach zu einem Wohnungsbrand mit dramatischen Szenen. Die Feuerwehr war mit rund 100 Einsatzkräften im Einsatz. Dank des schnellen und professionellen Eingreifens konnten zwei Kleinkinder sowie weitere Hausbewohner gerettet werden.

Vollbrand im sechsten Obergeschoss – Flammen schlagen bis ins achte Stockwerk

Um 07:38 Uhr wurde die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises über Rauchentwicklung auf einem Balkon im 6. Obergeschoss informiert. Mehrere Anrufer alarmierten die Rettungskräfte, woraufhin umgehend ein Großaufgebot gemäß Voralarmierungsplan zum Einsatzort in der Mülheimer Straße entsandt wurde.

Bereits bei Anfahrt war die starke Rauchentwicklung sichtbar. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der Balkon samt Wohnung in Vollbrand, die Flammen schlugen bis ins achte Obergeschoss.

Dramatische Rettung: Zwei Kleinkinder aus Rauch gerettet

Während sich die Feuerwehr auf die Menschenrettung konzentrierte, entdeckte ein Trupp im verrauchten Flurbereich vor der Brandwohnung zwei orientierungslose Kleinkinder. Die Kinder wurden sofort ins Freie gebracht und dem Rettungsdienst übergeben. Glücklicherweise blieben sie unverletzt, wie ein Notarzt bestätigte.

Eine weitere Person erlitt schwere Verletzungen, vier weitere wurden leicht verletzt. Insgesamt wurden 55 Menschen vor Ort medizinisch untersucht und betreut, darunter auch viele Hausbewohner, die in einem benachbarten Autohaus untergebracht wurden.

Mehrere Wohnungen betroffen – Notunterkünfte eingerichtet

Der Brand konnte gegen 8:30 Uhr unter Kontrolle gebracht werden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die Mittagsstunden. Insgesamt wurden fünf Wohnungen durch Flammen, Rauch und Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen – sie sind derzeit nicht bewohnbar.

Die Stadt Bergisch Gladbach stellte für zwei betroffene Familien Notunterkünfte zur Verfügung.

Straßensperrungen und Verkehrschaos im Berufsverkehr

Während des Einsatzes blieb die Mülheimer Straße zwischen Gierather Straße und Damaschkestraße voll gesperrt. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im Berufsverkehr in der Innenstadt.

Großeinsatz mit 100 Kräften – Polizei übernimmt Ermittlungen

Die Feuerwehr war mit Kräften der Wachen 1 und 2 sowie den Löschzügen Bensberg und Schildgen im Einsatz. Die Leitung lag beim A-Dienst, unterstützt wurden die Einsatzkräfte durch den Leitenden Notarzt und den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst des Kreises.

Eine Einsatzkraft der Feuerwehr verletzte sich leicht.

Nach Abschluss der Löscharbeiten wurde der Brandort von der Polizei beschlagnahmt, die nun die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen hat.

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