Die Uniklinik Köln hat einen großen Teil ihres automatisierten Transportsystems im unterirdischen Versorgungstunnel modernisiert. Die neuen Roboterfahrzeuge sollen künftig noch zuverlässiger dafür sorgen, dass Essen, Pakete und medizinische Materialien pünktlich auf den Stationen ankommen.

Symbolbild
Ein komplexes System, das täglich im Dauereinsatz ist
„Sie brauchen etwas Liebe“, sagt André Fickert, der leitende Techniker für die Roboterfahrzeuge. Kaum ein Tag vergehe, an dem nicht eine Reparatur anstehe: Mal müsse eine Batterie gewechselt werden, mal falle ein Blinker aus. Damit die Fahrzeuge jederzeit einsatzbereit sind, verfügt der Tunnel unter dem Klinikgelände über eine eigene Werkstatt.
Das Transportsystem ist seit zwei Jahrzehnten in Betrieb. Mehr als die Hälfte der knapp 100 Fahrzeuge hat die Uniklinik nun ausgetauscht – eine wichtige Investition, denn die Roboter sind unverzichtbar für den internen Warentransport.
Essen, Pakete, Müll: Roboter mit Farbsystem
Die modernen Transportfahrzeuge bewegen Container durch ein verzweigtes Tunnelsystem mit rund sieben Kilometern Länge. Die Container sind farbcodiert – ein System, das den Mitarbeitenden die Zuordnung erleichtert:
- Grün für Frühstück
- Rot für Mittagessen
- Gelb für Abendessen
- Blau für Pakete
- Schwarz für Abfall
Eine zentrale Leitstelle steuert alle Fahrzeuge und schickt sie mit ihren Ladungen quer unter dem Klinikgelände zu den jeweiligen Stationen.
Ein System mit Geschichte
Der Versorgungstunnel wurde bereits Anfang der 1970er Jahre beim Bau des Bettenhauses angelegt. Damals bewegten umlaufende Ketten hängende Transportkisten. Erst vor etwa 20 Jahren wurde das System auf fahrerlose Roboter umgestellt – ein großer Fortschritt für den Klinikalltag.
Heute erfolgen rund 3.300 Transportfahrten täglich, darunter mehr als 1.500 Essenslieferungen. Die Speisen werden im Keller des Klinikums zubereitet, in die Container gefüllt und anschließend per Roboter in bis zu den 20. Stock transportiert. Auf den Stationen werden die Mahlzeiten dann erhitzt und ausgegeben.
Ein Schritt in die Zukunft
Mit der Modernisierung hat die Uniklinik einen wichtigen Schritt gemacht, um den logistischen Ablauf in einem der größten Krankenhäuser Deutschlands langfristig zu sichern. Die neuen Roboter sollen die Betriebsabläufe stabilisieren, Ausfälle reduzieren und die Versorgung der Patientinnen und Patienten effizienter gestalten.
„Ohne dieses System würde der gesamte Klinikbetrieb ins Stocken geraten“, betont Fickert. „Deshalb ist es wichtig, dass die Technik nicht nur läuft, sondern immer weiter verbessert wird.“





