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November deutlich zu trocken: In Teilen des Wuppergebiets fiel nur halb so viel Regen wie üblich

11 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Nach einem überdurchschnittlich nassen Oktober zeigte sich der November im Wuppergebiet von seiner trockenen Seite. An mehreren Messstationen des Wupperverbandes wurden teils nur rund 50 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge registriert. Auch temperaturmäßig präsentierte sich der Monat zweigeteilt – mit einem ungewöhnlich milden Beginn und einer spürbar kälteren zweiten Hälfte.

Nur wenig Niederschlag an vielen Messstellen

Besonders deutlich wird die Trockenheit an der Bever-Talsperre in Hückeswagen: Dort fielen im vergangenen Monat lediglich 63 Liter pro Quadratmeter, während das langjährige Mittel bei 124 Litern liegt.

Ähnlich sah es an weiteren Stationen aus:

  • Große Dhünn-Talsperre (Lindscheid): 55 Liter statt durchschnittlich 97 Liter
  • Kläranlage Buchenhofen (Wuppertal): 65 Liter statt 106 Liter
  • Kläranlage Solingen-Burg: 62 Liter statt 114 Liter

Der regenreichste Tag war der 19. November, an dem vergleichsweise moderate 13 bis 18 Liter pro Quadratmeter zusammenkamen – je nach Standort im Verband.

Große Unterschiede innerhalb der Region

Die niederschlagsreichste Messstelle im November befand sich in Remscheid-Nordstraße mit 74 Litern pro Quadratmeter. Am unteren Ende lag die Messstation auf der Kläranlage Leverkusen, wo nur 47 Liter gemessen wurden – deutlich unter dem Durchschnitt von 70 Litern.

Mildester November in NRW im Bundesvergleich

Temperaturseitig war der November in NRW insgesamt außergewöhnlich mild. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD):

  • zeigte die erste Monatshälfte fast frühlingshafte Werte, teils nahe 20 Grad Celsius,
  • während in der zweiten Monatshälfte arktische Meeresluft zu leichten Minusgraden führte.

Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 6,8 °C war NRW dennoch das mildeste Bundesland im November. Auch die Sonnenscheindauer lag mit 65 Stunden über dem Durchschnitt von 53 Stunden.

Fazit

Der November brachte deutlich weniger Niederschlag als üblich und fiel insgesamt zu mild aus. Nach dem extrem nassen Oktober verdeutlichen die aktuellen Zahlen die starken Monatsschwankungen im Witterungsverlauf des Jahres – mit Auswirkungen auf Natur, Wasserwirtschaft und Böden.

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