In Rösrath-Forsbach ist am Sonntagabend (10.12.) ein sogenannter „falscher Polizistentrick“ gescheitert. Eine Seniorin wurde telefonisch unter Druck gesetzt und sollte dazu gebracht werden, eine hohe Geldsumme und Schmuck zu übergeben. Durch das schnelle und umsichtige Handeln ihrer Familie konnte der Betrugsversuch jedoch beendet und ein Tatverdächtiger festgehalten werden.

Symbolbild
Betrüger täuschen Notlage vor
Gegen 19:30 Uhr erhielt die 78-Jährige einen Anruf, bei dem sich ein Unbekannter als Polizeibeamter ausgab. Er behauptete, die Tochter der Seniorin sei festgenommen worden, weil sie einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe. Um eine angebliche Untersuchungshaft abzuwenden, sollte die Frau 75.000 Euro Kaution zahlen.
Der Schockanruf entspricht einem bekannten Muster der Telefonbetrüger, die gezielt Drucksituationen erzeugen, um an Vermögenswerte älterer Menschen zu gelangen.
Familie reagiert richtig und informiert die Polizei
Die Seniorin beendete das Gespräch und informierte sofort ihre Angehörigen, die umgehend die Polizei verständigten. Etwa eine Stunde später meldete sich der falsche Polizist erneut und kündigte an, dass ein angeblicher Mitarbeiter vorbeikommen werde, um Bargeld und Schmuck entgegenzunehmen.
In Absprache mit ihrer Familie ließ sich die Seniorin zum Schein darauf ein und stellte eine Tasche mit wertlosem Schmuck bereit.
Tatverdächtiger bei Übergabe gestellt
Kurz darauf klingelte ein Mann an der Haustür und nahm die Tasche an sich. In diesem Moment griff die Familie ein und hielt den Verdächtigen bis zum Eintreffen der alarmierten Polizeibeamten fest. Der Mann wurde zur Polizeiwache Overath gebracht und vorläufig festgenommen.
Da er keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat und Fluchtgefahr besteht, soll er am heutigen Tag einem Haftrichter vorgeführt werden.
Polizei lobt umsichtiges Verhalten
Der Vorfall zeigt erneut, wie wichtig Aufmerksamkeit und schnelle Kommunikation innerhalb der Familie sind. Nur durch das entschlossene Handeln konnte verhindert werden, dass die Seniorin Opfer eines schweren Betrugs wurde.
Die Polizei weist darauf hin, niemals auf telefonische Geldforderungen einzugehen und im Zweifel immer selbst die Notrufnummer 110 zu wählen.





