Ein Großbrand hat am heutigen Tag den Stadtkern von St. Tönis im Kreis Viersen erschüttert. In einem Gewerbekomplex mit mehreren ansässigen Firmen steht eine Lagerhalle eines glasverarbeitenden Handwerksbetriebs in Vollbrand. Eine massive Rauchentwicklung ist kilometerweit sichtbar und hat einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst.

Symbolbild
Großeinsatz mit rund 80 Feuerwehrkräften
Vier Löschzüge der Feuerwehren aus Tönisvorst und Willich sind mit nahezu 80 Einsatzkräften vor Ort. Trotz des intensiven Einsatzes konnte das Feuer bislang nicht vollständig unter Kontrolle gebracht werden. Die Dauer der Löscharbeiten ist derzeit noch nicht absehbar.
Eingestürzte Gebäudeteile erschweren die Löscharbeiten
Besonders schwierig gestaltet sich der Einsatz durch bauliche Schäden am Gebäude. Im Eingangsbereich der Lagerhalle ist die Decke teilweise eingestürzt, sodass ein sicherer Zugang für die Einsatzkräfte aktuell nicht möglich ist. Der Brand kann deshalb derzeit ausschließlich von außen bekämpft werden. Parallel versuchen die Feuerwehrkräfte, einen sicheren Zugang zum Inneren der Halle zu schaffen, um den Brand gezielt löschen zu können.
Warnung an die Bevölkerung
Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden Anwohnerinnen und Anwohner über die Warn-App NINA informiert. Sie werden aufgefordert, das betroffene Gebiet großräumig zu meiden, Fenster und Türen geschlossen zu halten und sich möglichst nicht im Bereich des Stadtkerns von St. Tönis aufzuhalten.
Die Polizei hat den Einsatzort weiträumig abgesperrt. Die Maßnahmen betreffen auch Teile der Innenstadt, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten und den Einsatzkräften ungehindertes Arbeiten zu ermöglichen.
Luftmessungen laufen – keine Verletzten
Derzeit finden Luftmessungen statt, um mögliche Gesundheitsgefahren durch die Rauchgase auszuschließen. Nach bisherigen Erkenntnissen gelten die Rauchgase nicht als hochtoxisch. Verletzte wurden bislang nicht gemeldet.
Ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Gebäude konnte durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr verhindert werden. Die Ermittlungen zur Brandursache werden aufgenommen, sobald der Brand vollständig gelöscht ist.





