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Veränderter Grippenvirenstamm geht um

Veränderter Grippenvirenstamm geht um

25 Dezember 2025 von Bernd Rohlfs

Subklade K des H3N2-Virus

Alljährlich haben wir eine Grippe-Saison, die von Anfang Oktober bis Ende April gerechnet wird. Die eigentliche Grippe-Welle beginnt in der Regel im Januar und dauert meistns bis März, so dass die letzten Monate im Jahre eine gute Zeit sind, sich gegen die Grippe impfen zu lassen. Die Mehrzahl der Krankenversicherungen übernimmt dabei die Kosten. Dieses Jahr setzt die Welle weltweit früher ein und es mit höheren Infektionszahlen zu rechnen, insbesondere auch wieder in den Schulen.

In diesem Winter ist unter anderem wieder mit dem Subtyp H3N2 der Linie A des Influenza-Virus zu rechnen, der schon seit Jahrzehnten bekannt ist. Die für dieses Jahr vorgesehene Mischung von Grippe-Impfstoff berücksichtigt leider nicht die neue seit Sommer 2025 auftretende Subkladde K dieses Subtyps. Trotzdem hilft die Impfung gegen einen schweren Verlauf, Krankenhausaufenthalten und Komplikationen wie zum Beispiel Lungenentzündung. Das ist der Grund, warum alle Experten (WHO, RKI, ECDC, CDC) dringend zur Grippe-Impfung raten, besonders für Risikogruppen

Besonders empfohlen wird die Impfung für Personen ab 60 Jahren, chronisch Kranken, Schwangeren, Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen sowie medizinischem Personal und Menschen, die Risikopersonen betreuen, die saisonalen Influenza-Impfung. Aber auch für alle anderen Menschen ist die Impfung einer schweren Erkrankung vorzuziehen. Jetzt gerade ist noch nicht zu spät für eine Impfung! 

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Russland klagt Düsseldorfer Künstler Jacques Tilly an – Vorverhandlung in Moskau angesetzt

24 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

In Moskau findet an Heiligabend eine erste Vorverhandlung im Strafverfahren gegen den Düsseldorfer Bildhauer und Karnevalswagenbauer Jacques Tilly statt. Russische Behörden werfen dem Künstler vor, aus politischen Motiven heraus falsche Informationen über die russische Armee verbreitet zu haben. Nach Angaben aus russischen Gerichtsunterlagen dient der Termin der Vorbereitung eines möglichen Hauptverfahrens.

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Die Vorverhandlung erfolgt unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Dabei sollen organisatorische Fragen geklärt werden, etwa die Festlegung von Verhandlungstagen und die Benennung möglicher Zeugen. Jacques Tilly selbst wird nicht anwesend sein. Nach eigenen Angaben hat er bislang keine offiziellen Dokumente aus Russland erhalten und von dem Verfahren ausschließlich über Dritte sowie Medienberichte erfahren.

Politische Satire als Auslöser des Verfahrens

Jacques Tilly ist bundesweit bekannt für seine satirischen Mottowagen im Düsseldorfer Rosenmontagszug. Seit vielen Jahren greift er darin aktuelle politische Ereignisse auf und setzt sich kritisch mit internationalen Machtverhältnissen auseinander. Auch die russische Führung war in der Vergangenheit mehrfach Thema seiner Arbeiten, die insbesondere den Angriffskrieg gegen die Ukraine thematisierten.

Die nun erhobenen Vorwürfe stützen sich auf einen Paragrafen des russischen Strafrechts, der seit Beginn des Ukraine-Krieges verstärkt angewendet wird und sich gegen angebliche Falschinformationen über das Militär richtet. Das Verfahren reiht sich damit in eine Vielzahl ähnlicher Fälle ein, die auch Personen außerhalb Russlands betreffen.

Unterstützung aus Düsseldorf und darüber hinaus

In Düsseldorf wird das Vorgehen der russischen Justiz überwiegend als politisch motivierter Einschüchterungsversuch bewertet. Aus der Stadtgesellschaft, der Kulturszene und der Politik erhielt Tilly in den vergangenen Tagen breite Unterstützung. Viele sehen die Anklage als Ausdruck dafür, dass politische Satire internationale Aufmerksamkeit erzielt und Wirkung entfaltet.

Der Künstler selbst hat angekündigt, sich durch das Verfahren nicht von seiner Arbeit abbringen zu lassen. Er will weiterhin politische Themen künstlerisch aufgreifen und sieht in der Anklage eher eine Bestätigung seiner kritischen Auseinandersetzung mit autoritären Strukturen.

Wie es nach der Vorverhandlung weitergeht, ist offen. Ob es tatsächlich zu einem Hauptverfahren kommt und welche rechtlichen Konsequenzen dies hätte, bleibt vorerst unklar.

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Nach Großbrand im Krefelder Hafen: Ermittler schließen Brandstiftung aus

24 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Nach dem verheerenden Brand im Krefelder Hafengebiet liegen erste Ergebnisse der Brandermittlungen vor. Nach aktuellem Stand gehen Polizei und Feuerwehr nicht von einer Straftat aus. Hinweise auf Brandstiftung konnten ausgeschlossen werden. Stattdessen gilt ein technischer Defekt als wahrscheinliche Ursache – möglicherweise hat sich eine alte Batterie innerhalb des Schrottmaterials selbst entzündet. Aufgrund der massiven Zerstörung durch das Feuer wird sich die genaue Brandursache jedoch voraussichtlich nicht mehr abschließend klären lassen.

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Feuer in Recyclingbetrieb löste Großeinsatz aus

Das Feuer war am frühen Montagmorgen im Hafengebiet gemeldet worden. In Brand geraten war ein großer Schrotthaufen auf dem Gelände eines Recyclingunternehmens. Nach Angaben der Feuerwehr handelte es sich um bis zu 800 Tonnen Metall. Menschen kamen bei dem Einsatz nicht zu Schaden, auch Verletzte gab es nicht.

Bis zu 300 Einsatzkräfte vor Ort

Zeitweise waren bis zu 300 Feuerwehrleute im Einsatz. Unterstützung kam aus mehreren Nachbarstädten und Kreisen. Vorsorglich wurden vier angrenzende Betriebe evakuiert, Wohngebiete waren nicht betroffen. Die Warnmeldung über die App NINA konnte im Laufe des Einsatzes wieder aufgehoben werden. Am Dienstag durften die Mitarbeitenden der betroffenen Firmen an ihre Arbeitsplätze zurückkehren.

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig und dauerten bis in die Nacht. Unter anderem wurde Wasser aus dem Rhein eingesetzt. Gegen 2 Uhr nachts rückten die letzten Einsatzkräfte ab, das Feuer galt zu diesem Zeitpunkt als vollständig gelöscht.

Schwierige Bedingungen bei den Löscharbeiten

Erschwert wurden die Arbeiten durch wechselnde Windrichtungen und die enorme Hitzeentwicklung. Der brennende Schrotthaufen musste mit schwerem Gerät auseinandergezogen werden, was das Feuer immer wieder neu anfachte. Zudem kam es zu Verpuffungen, da sich unter dem Material vermutlich auch Batterien aus geschredderten Fahrzeugen befanden.

Um die Lage besser einschätzen zu können, setzten die Einsatzkräfte Wärmebildkameras und Drohnen ein. Zwischenzeitlich bestand zudem die Gefahr, dass eine angrenzende Betonmauer durch die Hitze einstürzt. Diese konnte jedoch rechtzeitig gesichert werden.

Geruchsbelästigung in mehreren Städten

Durch die starke Rauchentwicklung kam es in der Krefelder Innenstadt sowie in mehreren umliegenden Städten zu deutlicher Geruchsbelästigung. Regelmäßige Messfahrten ergaben jedoch keine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung.

Recyclingbetriebe besonders brandgefährdet

Nach Angaben der Feuerwehr ist es nicht das erste Mal, dass es auf dem Gelände des betroffenen Unternehmens zu einem Brand kam. Recyclingbetriebe gelten als besonders anfällig für solche Brände, da sich im Lagergut oft nicht vollständig kontrollierbare Materialien befinden. Selbstentzündungen, etwa durch Batterien oder Akkus, stellen dabei ein erhebliches Risiko dar.

Die Ermittlungen zur genauen Brandursache dauern zwar an, eine strafbare Handlung wird jedoch nach aktuellem Stand ausgeschlossen.

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Häufige Brände in Recyclingbetrieben setzen Branche unter Druck

24 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Brände in Recycling- und Entsorgungsbetrieben sind in Deutschland längst kein Ausnahmefall mehr. Branchenverbände gehen inzwischen von durchschnittlich rund 30 Feuern pro Tag aus. Der jüngste Großeinsatz auf einem Recyclinghof im Krefelder Hafen hat das Ausmaß des Problems erneut deutlich gemacht und eine Debatte über Ursachen, Risiken und notwendige Gegenmaßnahmen befeuert.

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Zunehmende Brandgefahr mit weitreichenden Folgen

Während viele kleinere Brände schnell unter Kontrolle gebracht werden können, häufen sich seit Jahren auch Großbrände mit erheblichem Aufwand für Feuerwehr und Betreiber. Diese Einsätze gefährden Mitarbeitende, Einsatzkräfte und Anwohnende und belasten Umwelt und Infrastruktur. Hinzu kommen massive wirtschaftliche Folgen: Versicherungsbeiträge steigen stark an, Versicherer ziehen sich teilweise ganz aus dem Markt zurück und beschädigte Anlagen lassen sich oft nur mit großem Zeit- und Kostenaufwand wieder instand setzen. In Einzelfällen haben Unternehmen ihren Betrieb nach Bränden sogar vollständig eingestellt.

Die Verbände warnen deshalb vor einer Bedrohung der Entsorgungssicherheit. Recyclingbetriebe sind ein zentraler Bestandteil der Kreislaufwirtschaft – fällt ihre Leistungsfähigkeit weg, hätte das spürbare Folgen für Kommunen, Wirtschaft und Verbraucher.

Akkus, Technik und Trockenheit als Hauptursachen

Als eine der größten Gefahren gelten falsch entsorgte Lithium-Ionen-Akkus und Batterien. Sie stecken nicht nur in offensichtlichen Elektrogeräten wie Smartphones oder E-Bikes, sondern auch in Alltagsprodukten wie Spielzeug, Grußkarten oder Einweg-E-Zigaretten. Werden solche Akkus beschädigt, gepresst oder stark erhitzt, können sie sich selbst entzünden und explosionsartige Brände auslösen.

Daneben spielen auch unsachgemäß entsorgte Gasflaschen, technische Defekte an Maschinen sowie wirtschaftliche Engpässe eine Rolle. Fehlende Investitionen in Wartung und Sicherheitstechnik sowie Personalmangel erhöhen das Risiko zusätzlich. Besonders im Sommer verschärfen Trockenheit und Hitze die Lage, da viele Materialien schneller Feuer fangen und sich Brände rascher ausbreiten.

Forderungen an Politik und Betriebe

Die Branche sieht Handlungsbedarf auf mehreren Ebenen. Betreiber setzen zunehmend auf moderne Brandschutzkonzepte, darunter automatisierte Löschanlagen, KI-gestützte Frühwarnsysteme und regelmäßige Schulungen. Gleichzeitig richten die Verbände klare Forderungen an die Politik. Dazu zählen die Einführung eines Batteriepfandes, eine verpflichtende Kennzeichnung von Produkten mit Batterien oder Akkus, ein Pfand- oder Verbotssystem für Einweg-E-Zigaretten sowie eine herstellerfinanzierte Absicherung für Recyclingbetriebe im Schadensfall.

Erste Gespräche mit dem Bund haben bereits stattgefunden, weitere sollen folgen. Ziel ist es, die Zahl der Brände spürbar zu senken und die Entsorgung langfristig abzusichern.

Auch Verbraucher tragen Verantwortung

Ein wichtiger Hebel liegt zudem bei den Bürgerinnen und Bürgern. Viele Geräte gehören nicht in die Restmüll- oder Recyclingtonne, sondern müssen als Elektroschrott entsorgt werden – auch dann, wenn der Akku leer erscheint. Kleine Elektrogeräte können häufig im Handel zurückgegeben werden, größere Geräte müssen beim Neukauf vom Händler kostenlos angenommen werden.

Nur durch das Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft und Verbrauchern lässt sich die Brandgefahr in Recyclingbetrieben nachhaltig reduzieren – und damit ein zentraler Pfeiler der Kreislaufwirtschaft sichern.

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Kölner Lehrer fordert kostenloses Schulessen für alle Kinder

24 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

An der Katharina-Henoth-Gesamtschule im Kölner Stadtteil Höhenberg zeigt sich täglich ein Problem, das weit über die Schule hinausreicht: Viele Schülerinnen und Schüler kommen hungrig in den Unterricht. Für manche ist das Mittagessen in der Mensa die einzige warme Mahlzeit des Tages – andere verzichten ganz darauf oder teilen sich das Essen mit Mitschülern. Der Hunger wirkt sich spürbar auf Konzentration, Lernfähigkeit und das soziale Miteinander aus.

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Hunger als Teil des Schulalltags

Lehrer Numan Sarrac kennt diese Situationen seit Jahren. Seit 15 Jahren unterrichtet er an der Schule und erlebt, wie eng schulische Leistungen und die soziale Lage der Familien miteinander verbunden sind. Immer wieder wird deutlich, dass fehlende Mahlzeiten nicht nur ein gesundheitliches, sondern auch ein pädagogisches Problem darstellen. Kinder, die hungrig sind, können dem Unterricht oft kaum folgen und ziehen sich zurück.

Petition für ein kostenloses Schulessen

Aus diesen Erfahrungen heraus hat Sarrac eine landesweite Petition gestartet. Sein Ziel: ein kostenloses Mittagessen für alle Kinder in Nordrhein-Westfalen. Innerhalb kurzer Zeit haben mehr als 12.000 Menschen das Anliegen unterstützt. Die Forderung trifft einen Nerv, ist jedoch politisch umstritten. Fachleute schätzen, dass ein flächendeckendes kostenloses Schulessen Kosten von rund zwei Milliarden Euro pro Jahr verursachen würde. Für Sarrac ist dies dennoch eine notwendige Investition, um Kinderarmut wirksam zu bekämpfen und gleiche Bildungschancen zu schaffen.

Schulen versuchen gegenzusteuern

An der Katharina-Henoth-Gesamtschule wird bereits versucht, den akuten Bedarf abzufedern. Mithilfe privater Spenden bietet die Schule ein kostenloses Frühstück an. Dieses Angebot lindert die Not am Morgen, ersetzt jedoch keine verlässliche Mittagsversorgung. Auch die Schulleitung sieht langfristigen Handlungsbedarf und plädiert zumindest für kostenlose Mahlzeiten an Schulen in sozial besonders belasteten Stadtteilen.

Ein strukturelles Problem mit landesweiter Dimension

Die Schule in Höhenberg weist den höchsten sozialen Belastungsindex in Köln auf. Ein Großteil der Schülerinnen und Schüler stammt aus Familien mit geringem Einkommen, viele sind auf staatliche Unterstützung angewiesen. Landesweit gilt etwa jedes fünfte Kind in Nordrhein-Westfalen als armutsgefährdet. Der Blick nach Köln zeigt damit exemplarisch ein gesamtgesellschaftliches Problem: Schulhunger ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck wachsender Kinderarmut.

Die Petition für kostenloses Schulessen hat die Debatte neu angestoßen. Sie macht deutlich, dass es nicht nur um Ernährung geht, sondern um Bildungsgerechtigkeit, Teilhabe und die Frage, wie viel soziale Verantwortung Politik und Gesellschaft übernehmen wollen.

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Stadt Köln tritt europäischer Allianz „Mayors for Housing“ bei

23 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Die Stadt Köln verstärkt ihr Engagement für bezahlbaren Wohnraum auf europäischer Ebene. Oberbürgermeister Torsten Burmester ist der EU-weiten Initiative „Mayors for Housing“ beigetreten. Das Bündnis vereint Bürgermeisterinnen und Bürgermeister großer europäischer Städte und setzt sich dafür ein, Wohnen als soziales Grundrecht zu verankern sowie Städten eine stärkere Rolle in der europäischen Wohnungspolitik und bei der Vergabe von Fördermitteln zu geben.

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Bezahlbarer Wohnraum als zentrales Zukunftsthema

Steigende Mieten und knapper Wohnraum stellen Köln ebenso wie viele andere Metropolen vor große Herausforderungen. Mit dem Beitritt zu „Mayors for Housing“ will die Stadt ihre Interessen gebündelt mit anderen Kommunen auf EU-Ebene vertreten. Der Austausch mit Städten, die vor ähnlichen Problemen stehen, soll dazu beitragen, neue Lösungsansätze zu entwickeln und bewährte Strategien zu teilen, um den Wohnungsmarkt langfristig zu entlasten.

Europäische Zusammenarbeit gewinnt an Bedeutung

Der Schritt Kölns fällt zeitlich mit der Vorstellung des europäischen Plans für mehr erschwinglichen Wohnraum durch die EU-Kommission zusammen. Dieser sieht unter anderem Investitionen in den Wohnungsbau sowie Anpassungen von EU-Beihilferegeln vor. Die Initiative „Mayors for Housing“ bewertet diesen Plan als wichtigen Meilenstein, betont jedoch zugleich, dass die bisherigen Finanzierungsinstrumente nicht ausreichen, um den hohen Investitionsbedarf in den Städten zu decken.

Starkes Netzwerk europäischer Metropolen

Zum Bündnis gehören unter anderem Städte wie Amsterdam, Athen, Dublin, Florenz, Lissabon sowie Kölns Partnerstadt Barcelona. Auch Leipzig ist als weiteres deutsches Mitglied vertreten. Gemeinsam setzen sich die Städte für eine dauerhafte Zusammenarbeit mit der EU-Kommission ein, um die geplanten Maßnahmen weiter zu konkretisieren und mit verbindlichen Regelungen zu hinterlegen.

Ziel: Entlastung des Wohnungsmarktes in Köln

Für Köln eröffnet die Mitgliedschaft die Chance, europäische Rahmenbedingungen aktiv mitzugestalten und von gemeinsamen Initiativen zu profitieren. Der Fokus liegt darauf, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, den Wohnungsmarkt zu stabilisieren und die Lebensqualität in der Stadt nachhaltig zu sichern.

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Einbruch am helllichten Tag: Polizei stellt Tatverdächtigen in Overath

23 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Ein mutmaßlicher Einbrecher ist am Montagnachmittag (22. Dezember) in Overath kurz nach der Tat von der Polizei gestellt worden. Der Vorfall ereignete sich gegen 14.30 Uhr in einem Einfamilienhaus an der Mucher Straße – während sich die Bewohner im Haus aufhielten.

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Täter dringt durch Terrassentür ein

Nach Angaben der Hausbewohner beobachteten diese, wie ein unbekannter Mann durch eine auf Kipp stehende Terrassentür in das Gebäude eindrang. Der Einbruch dauerte nur wenige Minuten. Anschließend verließ der Mann das Haus und entfernte sich zu Fuß in Richtung Overather Innenstadt. Nach ersten Erkenntnissen entwendete er rund 70 Euro aus einer Geldbörse.

Schnelle Fahndung führt zum Erfolg

Unmittelbar nach dem Notruf entsandte die Polizei mehrere Streifenwagen zum Einsatzort und leitete eine Fahndung ein. Am Bahnhof Overath entdeckten Einsatzkräfte wenig später einen Mann, auf den die Täterbeschreibung der Bewohner zutraf. Der Verdächtige, ein 56-jähriger Mann ohne festen Wohnsitz, wurde kontrolliert und zur Polizeiwache Bergisch Gladbach gebracht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder entlassen.

Ermittlungen laufen weiter

Die Polizei nahm eine Strafanzeige wegen Einbruchs auf und veranlasste eine Spurensicherung am Tatort. Auf Wunsch der Bewohner wurde zudem die Kriminalprävention eingeschaltet, um eine technische Beratung zum Einbruchschutz durchzuführen.

Das zuständige Kriminalkommissariat 2 der Polizei Rhein-Berg bittet Zeuginnen und Zeugen, die im Zusammenhang mit dem Einbruch verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 02202 205-0 zu melden.

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Drei Festnahmen nach nächtlichem Einbruch in Kürtener Baumarkt

22 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

In der Nacht auf Sonntag hat die Polizei nach einem Einbruch in einen Baumarkt in Kürten drei Tatverdächtige festgenommen. Die Männer stehen im Verdacht, zuvor auch einen weiteren Einbruchsversuch in der Region unternommen zu haben. Sie sollen noch am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden.

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Alarmmeldung führt Polizei auf die Spur

Ausgangspunkt der nächtlichen Ermittlungen war ein Alarm, der gegen 2 Uhr bei einem Werkzeuggeschäft in Burscheid ausgelöst wurde. Der Inhaber erhielt eine entsprechende Meldung auf sein Mobiltelefon und informierte umgehend die Polizei. Unbekannte Täter hatten versucht, in das Geschäft an der Straße Linde einzudringen, flüchteten jedoch, als der Alarm anschlug. Dabei nutzten sie einen weißen Peugeot, dessen Kennzeichen von einer Überwachungskamera erfasst wurde.

Einbruch in Kürten nur kurze Zeit später

Rund eine Stunde später meldete ein weiterer Notruf einen Einbruch in einen Baumarkt an der Industriestraße in Kürten. Dort hatten die Täter ein Rolltor sowie eine Glastür gewaltsam geöffnet und mehrere hochwertige Werkzeuge entwendet. Auch hier flüchteten sie mit einem weißen Peugeot – erneut konnte das Kennzeichen videotechnisch gesichert werden.

Polizeikontrolle bringt schnellen Erfolg

Gegen 3.35 Uhr entdeckte eine Streifenwagenbesatzung in Kürten-Bechen das gesuchte Fahrzeug und stoppte es. Im Wagen saßen drei Männer, im Kofferraum fanden die Beamten die kurz zuvor gestohlenen Werkzeuge. Die Verdächtigen wurden daraufhin vorläufig festgenommen und zur Polizeiwache nach Bergisch Gladbach gebracht.

Tatverdächtige ohne festen Wohnsitz

Nach Angaben der Polizei verfügen die drei Männer über keinen festen Wohnsitz in Deutschland. Zwei von ihnen sind bereits wegen ähnlicher Delikte polizeibekannt. Aufgrund bestehender Fluchtgefahr sollen alle drei Beschuldigten im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittlungen dauern an.

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Großbrand im Krefelder Hafen sorgt für massive Rauchentwicklung

22 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Dichte Rauchwolken über dem Krefelder Hafen haben am frühen Morgen für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. In einem Recyclingunternehmen ist es aus bislang ungeklärter Ursache zu einem Brand gekommen. Betroffen ist ein großer Metallmischschrotthaufen auf dem Firmengelände.

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Feuer am frühen Morgen entdeckt

Gegen 5 Uhr wurde der Brand im Hafengebiet gemeldet. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte brannte bereits eine erhebliche Menge Schrott. Nach ersten Einschätzungen war zunächst von wenigen Tonnen die Rede, inzwischen gehen die Einsatzkräfte jedoch von rund 800 Tonnen gelagertem Metallmischschrott aus, die Feuer gefangen haben.

Evakuierungen im Hafengebiet

Rund 80 Feuerwehrleute sind im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Angrenzende Betriebe im Hafenbereich wurden vorsorglich evakuiert. Wohnhäuser sind nach aktuellem Stand nicht betroffen. Die Brandbekämpfung gestaltet sich aufgrund der großen Materialmenge und der starken Rauchentwicklung aufwendig.

Rauch und Geruch weit über Krefeld hinaus wahrnehmbar

Die Rauchwolken sind nicht nur im Hafen, sondern auch in der Krefelder Innenstadt deutlich sichtbar und riechbar. Zudem meldeten Menschen aus umliegenden Städten und Gemeinden wie Kempen, Nettetal, Tönisvorst und Grefrath Geruchsbelästigungen. Auch in einigen rheinnahen Stadtteilen von Duisburg war der Brandgeruch wahrzunehmen.

Um mögliche Gesundheitsgefahren auszuschließen, führt die Feuerwehr Messfahrten durch. Vorsorglich wird der Bevölkerung empfohlen, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten.

Löscharbeiten ziehen sich bis in den Abend

Nach Einschätzung der Einsatzleitung werden die Löscharbeiten voraussichtlich bis in die späten Abendstunden andauern. Die aktuelle Wetterlage trägt dazu bei, dass die Rauchwolken nach unten gedrückt werden und sich Gerüche länger in der Umgebung halten.

Die Ursache des Brandes ist weiterhin unklar. Die Ermittlungen dazu werden nach Abschluss der Löscharbeiten aufgenommen.

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603-Euro im Gastro-Mini-Job(1)

Mehr Geld für Mini-Jobber im Rheinisch-Bergischen Kreis

22 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Zum Jahreswechsel profitieren tausende geringfügig Beschäftigte im Rheinisch-Bergischen Kreis von einer spürbaren Einkommenssteigerung. Rund 24.600 Mini-Jobberinnen und Mini-Jobber können ab Januar monatlich bis zu 603 Euro verdienen. Möglich wird das durch die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns, der auf 13,90 Euro pro Stunde steigt.

Mindestlohnerhöhung wirkt sich direkt aus

Viele Mini-Jobber arbeiten zum gesetzlichen Mindestlohn. Für sie bedeutet die Anhebung ein konkretes Plus: Wer etwa zehn Stunden pro Woche beschäftigt ist, erhält ab Januar rund 47 Euro mehr im Monat. Damit steigt das verfügbare Einkommen vieler geringfügig Beschäftigter deutlich – gerade in Zeiten hoher Lebenshaltungskosten ein wichtiger Faktor.

Gleiche Rechte wie andere Beschäftigte

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) weist darauf hin, dass Mini-Jobber rechtlich nicht schlechter gestellt sind als andere Beschäftigte. Auch für sie gelten grundlegende Arbeitnehmerrechte. Dazu zählen unter anderem bezahlter Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowie Zuschläge für Nacht-, Wochenend- oder Feiertagsarbeit, sofern diese im Betrieb üblich sind. Auch Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld dürfen Mini-Jobbern nicht grundsätzlich vorenthalten werden.

Viele Mini-Jobs in der Gastronomie

Besonders verbreitet sind Mini-Jobs im Rheinisch-Bergischen Kreis in der Gastronomie. Allein in Restaurants, Gaststätten und Hotels arbeiten rund 2.930 Menschen auf geringfügiger Basis. Auch im Einzelhandel, in Bäckereien, Kantinen oder bei saisonalen Angeboten wie Weihnachtsmärkten spielen Mini-Jobs eine wichtige Rolle für den laufenden Betrieb vieler Unternehmen.

Kritik an der Verdrängung regulärer Stellen

Trotz der Einkommensverbesserung sieht die NGG die hohe Zahl an Mini-Jobs kritisch. Aus Sicht der Gewerkschaft besteht die Gefahr, dass reguläre sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verdrängt werden. Nur Voll- oder Teilzeitstellen mit Sozialversicherung bieten einen umfassenden Schutz, etwa bei Rente, Pflege oder Arbeitslosigkeit.

Frauen besonders betroffen

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die soziale Absicherung von Frauen. Rund 58 Prozent der geringfügig Beschäftigten im Rheinisch-Bergischen Kreis sind weiblich. Häufig nutzen insbesondere junge Mütter Mini-Jobs als Wiedereinstieg in den Beruf. Der Schritt in eine reguläre Beschäftigung gelingt jedoch nicht immer, was langfristig zu Nachteilen führen kann – etwa bei der Altersvorsorge.

Forderung nach Reform der Mini-Jobs

Vor diesem Hintergrund spricht sich die NGG dafür aus, Mini-Jobs in ihrer bisherigen Form zu reformieren oder abzuschaffen. Ziel sei es, dass jede geleistete Arbeitsstunde vom ersten Moment an vollständig sozialversicherungspflichtig ist. Die aktuelle Mindestlohnerhöhung sei zwar ein wichtiger Schritt, könne aber die strukturellen Probleme geringfügiger Beschäftigung nicht lösen.

Für die Mini-Jobber im Rheinisch-Bergischen Kreis bringt der Jahreswechsel dennoch zunächst eine positive Nachricht: Mehr Geld im Portemonnaie – und zugleich eine neue Debatte über faire Arbeitsbedingungen und soziale Absicherung.

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