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19 Verletzte nach Pfeffersprayeinsatz an Kölner Schule – Polizei ermittelt gegen mehrere Beteiligte

27 November 2025 von Felix Morgenstern

An der Europaschule im Kölner Stadtteil Zollstock ist es am vergangenen Mittwoch zu einem gefährlichen Zwischenfall gekommen: Eine Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen führte zu einem Pfeffersprayeinsatz im Schulgebäude – insgesamt wurden mindestens 19 Schülerinnen und Schüler verletzt.

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Auseinandersetzung eskaliert im Schulgebäude

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei gerieten gegen 14:20 Uhr drei Jugendliche in der Schule in Streit. Einer der Beteiligten konnte inzwischen identifiziert werden: ein 15-Jähriger, der selbst kein Schüler der Europaschule ist. Er soll einen 16-jährigen Schüler attackiert und Pfefferspray gegen ihn eingesetzt haben.

Der 16-Jährige setzte ebenfalls Pfefferspray ein – offenbar, um sich zu verteidigen. Beide Stoffe verteilten sich rasch im Schulgebäude und führten dazu, dass zahlreiche unbeteiligte Schülerinnen und Schüler Reizungen erlitten.

Zahlreiche Verletzte und medizinische Versorgung

Mindestens 19 Jugendliche klagten nach dem Vorfall über Beschwerden wie Augen- und Atemwegsreizungen. Neun von ihnen wurden vorsorglich in Krankenhäuser gebracht. Eltern und Angehörige kamen unmittelbar zur Schule und wurden dort durch Einsatzkräfte betreut.

Ermittlungen laufen – weiterer Beteiligter gesucht

Die Polizei stellte das Pfefferspray des 16-Jährigen sicher und leitete ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein. Gegen den 15-Jährigen wird ebenfalls ermittelt. Zudem suchen die Beamten weiterhin nach einem dritten Jugendlichen, der an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein soll.

Die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort, um den genauen Ablauf der Tat sowie die Hintergründe des Konflikts vollständig aufzuklären.

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Fachtag „Demokratieförderung in Schule“: Lehrkräfte erhalten praxisnahe Unterstützung – Schülerinnen und Schüler im Gespräch mit Innenminister Reul

27 November 2025 von Felix Morgenstern

Wie wichtig demokratische Bildung ist, zeigt sich besonders in Zeiten zunehmender Desinformation und polarisierter Debatten im Netz. Schulen spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie vermitteln jungen Menschen, wie man Informationen kritisch einordnet, Konflikte fair austrägt und demokratische Werte lebt. Vor diesem Hintergrund hat das Bildungsnetzwerk des Rheinisch-Bergischen Kreises rund 130 Lehrkräfte und Schulleitungen zum Fachtag „Demokratieförderung in Schulen“ ins Kreishaus Heidkamp eingeladen.

Demokratie als Lern- und Lebensraum

Landrat Arne von Boetticher betonte zur Eröffnung, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit sei. Schulen seien der Ort, an dem junge Menschen früh lernen, Meinungen zu äußern, zu diskutieren und respektvoll mit Unterschieden umzugehen. Die hohe Bedeutung des Themas spiegelte sich nicht zuletzt in der Teilnahme von NRW-Innenminister Herbert Reul wider, der sich im Verlauf der Veranstaltung einer intensiven Diskussion mit Jugendlichen stellte.

Impulse aus Forschung und Praxis

Den fachlichen Auftakt gestaltete Dr. Wolfgang Beutel vom Institut für Didaktik der Demokratie der Leibniz Universität Hannover. In seinem Vortrag „Herausforderung Demokratie!“ hob er hervor, dass demokratische Bildung dauerhaft verankert werden müsse – als grundlegende Aufgabe für Schulen von der ersten Klasse an. Demokratie könne nur bestehen, wenn bereits junge Menschen befähigt würden, die liberale Grundordnung zu verstehen und zu verteidigen.

Arbeitsforen: Von Medienkompetenz bis Erinnerungskultur

In fünf Arbeitsforen setzten sich die Teilnehmenden mit zentralen Fragen der Demokratiebildung auseinander. Die Themen reichten von Debattenkultur und Perspektivwechsel über die Förderung eines wertschätzenden Miteinanders bis hin zum Umgang mit Desinformation, Deepfakes und Hass im Netz. Workshops zu Projekten wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ oder zu zeitgemäßen Formen schulischer Erinnerungskultur boten konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Schulalltag.

Zahlreiche Best-Practice-Beispiele lieferten den Lehrkräften wertvolle Anregungen, um Demokratie und Respekt im Klassenzimmer aktiv zu stärken und Schülerinnen und Schüler resilient gegenüber demokratiefeindlichen Anfeindungen zu machen.

Schülerinnen und Schüler im Dialog mit Minister Reul

Ein Höhepunkt des Fachtages war die 45-minütige Diskussionsrunde zwischen Innenminister Herbert Reul und Jugendlichen der Nelson-Mandela-Gesamtschule sowie des Gymnasiums Odenthal. Die Schülerinnen und Schüler stellten gut vorbereitete, kritische Fragen – unter anderem zu Radikalisierung im Netz, Fake News, Bedrohungen für die Demokratie und der Rolle der Sicherheitsbehörden.

Reul betonte die Notwendigkeit, gesellschaftliche Probleme offen anzusprechen, um Vertrauen in staatliche Institutionen zurückzugewinnen. Zudem sprach er sich für stärkere Regulierung des Internets und klare Altersgrenzen beim Zugang zu digitalen Plattformen aus. Das von den Jugendlichen angesprochene Modell einer „Verfassungsviertelstunde“ zur Stärkung politischer Bildung begrüßte er ausdrücklich.

Landrat von Boetticher fasste das Gespräch abschließend zusammen und appellierte an alle Beteiligten: „Wir müssen unsere Demokratie gemeinsam pflegen.“

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Chancen und Herausforderungen: 30. Altenberger Forum widmet sich dem Thema Migration

26 November 2025 von Felix Morgenstern

Das 30. Altenberger Forum Kirche und Politik hat am Wochenende zahlreiche Besucherinnen und Besucher in den Altenberger Dom und das Martin-Luther-Haus gelockt. Im Mittelpunkt stand eines der prägendsten Themen unserer Zeit: Welche Chancen und Herausforderungen bringen Flucht und Migration für unsere Gesellschaft mit sich? Neben Vertreterinnen und Vertretern aus Kirche, Politik und Wirtschaft beteiligten sich auch Schülerinnen und Schüler der Johannes-Löh-Gesamtschule aktiv an der Diskussion.

Breite Perspektiven auf dem Podium

Nach einem ökumenischen Gottesdienst im Altenberger Dom fand im Martin-Luther-Haus eine lebendige Podiumsdiskussion statt. Auf dem Podium saßen Weihbischof Ansgar Puff, die Odenthaler Unternehmerin Anke Meißner, Dr. Stefan Hößl von der Melanchthon-Akademie sowie der ehemalige Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises, Stephan Santelmann. Die Diskussion wurde von Journalistin Melanie Wielens moderiert.

Das Forum machte gleich zu Beginn deutlich: Migration ist kein neues Phänomen, sondern historisch eine stetige Begleiterin gesellschaftlicher Entwicklung. Dr. Hößl betonte, Migration sei eine „universelle menschliche Praxis“, die man nicht ausschließlich aus einer Problemperspektive betrachten dürfe.

Integration: Viele Erfolge, aber auch Hürden

Die Diskussion zeigte sowohl Fortschritte als auch Schwierigkeiten auf. 64 Prozent der Menschen, die 2015 nach Deutschland kamen, sind laut aktuellen Zahlen heute berufstätig. Diese positive Entwicklung wird jedoch von strukturellen Hindernissen gebremst: fehlende Anerkennung ausländischer Abschlüsse, lange Bearbeitungszeiten und Sprachbarrieren erschweren vielen Geflüchteten den Einstieg in den Arbeitsmarkt.

Unternehmerin Anke Meißner schilderte die Situation aus Sicht der Wirtschaft: Viele Betriebe öffnen Türen für Geflüchtete und bieten Ausbildungs- und Arbeitsplätze an. Gleichzeitig seien die bürokratischen Hürden im Alltag groß und frustrierten sowohl Unternehmen als auch Bewerberinnen und Bewerber.

Kommunen als tragende Säule

Einen klaren Fokus setzte Stephan Santelmann auf die Situation vor Ort: Kommunen seien der Ort, an dem Integration konkret stattfinde und Demokratie erlebbar werde. Die steigenden Anforderungen, etwa im Bereich Unterbringung, Gesundheit oder Sprachförderung, könnten jedoch ohne ausreichende Unterstützung von Bund und Land kaum bewältigt werden.

Ehrenamt und gesellschaftliche Kommunikation

Weihbischof Puff würdigte insbesondere das Engagement der rund 10.000 Ehrenamtlichen im Erzbistum Köln, die Geflüchtete unterstützen. Gleichzeitig warnte er vor einer zunehmenden Erschöpfung der Helferinnen und Helfer – besonders angesichts unzureichender Kapazitäten in der psychosozialen Betreuung.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der gesellschaftlichen Stimmung: Polarisierende Debatten, insbesondere in sozialen Netzwerken, erschwerten sachliche Auseinandersetzungen und schürten Ängste. Demokratische Akteure müssten diesen Räumen stärker Aufmerksamkeit widmen, so Puff.

Fazit: Integration braucht gemeinsames Handeln

Am Ende des Forums stand eine klare Botschaft: Migration ist eine dauerhafte Aufgabe, die nur gelingen kann, wenn Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kirchen und Zivilgesellschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen. Die Podiumsgäste waren sich einig, dass Migration Herausforderungen mit sich bringt – aber auch große Chancen, die Gesellschaft kulturell, wirtschaftlich und sozial bereichern können.

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Rösrath – BMW-Motorrad aus Carport gestohlen: Polizei sucht dringend Zeugen

26 November 2025 von Felix Morgenstern

In Rösrath ist erneut ein hochwertiges Motorrad gestohlen worden. Wie der Besitzer der Polizei meldete, verschwand die Maschine in der Nacht zum Dienstag (25.11.) aus einem Carport im Löwenburgweg – offenbar unbemerkt und ohne Hinweise auf mögliche Täter.

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Diebstahl am helllichten Tag bemerkt

Der Eigentümer hatte sein Motorrad der Marke BMW am Montagabend (24.11.) gegen 18:30 Uhr zuletzt gesehen. Als er am nächsten Morgen gegen 11:30 Uhr erneut nachsah, stellte er fest, dass die Maschine verschwunden war. Das Motorrad stand gut sichtbar in einem offenen Carport direkt neben dem Einfamilienhaus – ein Ort, der normalerweise als sicher gilt.

Bei dem entwendeten Fahrzeug handelt es sich laut Polizei um eine BMW mit dem amtlichen Kennzeichen GL-SR50. Das Motorrad hat einen geschätzten Wert im unteren bis mittleren fünfstelligen Bereich. Aufgrund der hohen Qualität und der starken Nachfrage nach BMW-Motorrädern vermuten Beamte, dass es sich möglicherweise um einen gezielten Diebstahl handeln könnte.

Polizei geht ersten Spuren nach

Nach der Meldung des Geschädigten nahm die Polizei eine Strafanzeige auf und leitete sofort erste Ermittlungen ein. Das Motorrad wurde zur Fahndung ausgeschrieben – damit können sowohl Streifenfahrten als auch automatische Kennzeichenerfassungssysteme auf das Fahrzeug aufmerksam werden.

Ob die Täter das Motorrad möglicherweise mit einem Transporter abholten oder gewaltsam entriegelten, ist derzeit noch unklar. Auch die Frage, ob das Umfeld des Hauses zuvor ausgespäht wurde, ist Teil der laufenden Ermittlungen.

Zeugenaufruf: Wer hat etwas Verdächtiges bemerkt?

Da der Löwenburgweg eine Wohnstraße ist, hofft die Polizei besonders auf Hinweise aus der Nachbarschaft. Ungewöhnliche Geräusche, fremde Fahrzeuge oder Personen – selbst kleine Beobachtungen könnten entscheidend sein.

Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 3 der Polizei Rhein-Berg unter der Telefonnummer 02202 205-0 entgegen.

Die Polizei betont, wie wichtig eine schnelle Kontaktaufnahme ist: Je früher Hinweise eingehen, desto größer sind die Chancen, das Motorrad aufzuspüren und mögliche Täter zu ermitteln.

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Unfall auf der L 80: Unbekannter Fahrer blendet Pkw – junge Frau überschlägt sich

26 November 2025 von Felix Morgenstern

Ein gefährlicher Zwischenfall auf der L 80 bei Wermelskirchen beschäftigt aktuell die Polizei. Am Dienstagabend (25.11.) kam es dort zu einem Verkehrsunfall, nachdem eine 22-jährige Autofahrerin durch das Fernlicht eines entgegenkommenden Pkw geblendet wurde und die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor. Der unbekannte Verursacher setzte seine Fahrt fort, ohne anzuhalten – nun wird er dringend gesucht.

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Unfall beim Befahren einer Linkskurve

Die 22-jährige Remscheiderin war gegen 18:05 Uhr gemeinsam mit ihrem 23-jährigen Beifahrer in Richtung Dreibäumen unterwegs. In einer Linkskurve kam ihr ein Fahrzeug entgegen, dessen Fahrer das grelle Fernlicht nicht abblendete. Die junge Frau wurde so stark geblendet, dass sie ins Schleudern geriet.

Ihr Opel kam zunächst nach rechts von der Fahrbahn ab, drehte sich und überschlug sich schließlich. Erst im Unterholz links neben der Straße kam der Wagen zum Stehen.

Leichte Verletzungen – hoher Sachschaden

Die Fahrerin sowie ihr Beifahrer erlitten leichte Verletzungen und standen unter erheblichem Schock. Beide wurden zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.

Am Fahrzeug entstand ein Sachschaden im mittleren vierstelligen Bereich.

Polizei sucht flüchtigen Verursacher

Der unbekannte Fahrer, der zum Unfallzeitpunkt in Richtung Bergisch Born unterwegs war, hielt nicht an und entfernte sich unerlaubt vom Unfallort. Die Polizei geht von einer Verkehrsunfallflucht aus und sucht nun dringend Zeugen, die Hinweise zu dem Fahrzeug oder dessen Fahrer geben können.

Sachdienliche Angaben nimmt das Verkehrskommissariat in Burscheid unter der Telefonnummer 02202 205-0 entgegen. Auch der gesuchte Fahrer selbst wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

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Geschäfte am Kölner Hauptbahnhof leiden massiv unter Bauarbeiten

22 November 2025 von Felix Morgenstern

Seit einer Woche sind zahlreiche Gleise am Kölner Hauptbahnhof wegen umfangreicher Bauarbeiten gesperrt – mit deutlichen Folgen für den Bahnverkehr und die Geschäftsleute im und rund um den Bahnhof. Viele von ihnen verzeichnen erhebliche Umsatzeinbußen und kämpfen mit zusätzlichen Belastungen durch den Baustellenbetrieb.

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Spürbar weniger Kundschaft in den Geschäften

Vor allem in den Ladenlokalen innerhalb des Bahnhofs herrscht derzeit ungewohnte Leere. Mitarbeitende berichten von einer Situation, die sie zuletzt während der Pandemie erlebt haben. Statt des üblichen Gedränges zwischen Regalen und Kassen finden sich nun häufig nur vereinzelt Kundinnen und Kunden in den Geschäften ein. Einige Mitarbeitende verbringen ihre Schichten mittlerweile mit internen Aufgaben – der Publikumsverkehr ist dafür schlicht zu gering.

Zusätzlich belastet der Baulärm den Arbeitsalltag. Da viele Arbeiten direkt über den Ladengeschossen stattfinden, dringen die Geräusche der Baustelle nahezu durchgehend in die Geschäfte.

Gastronomie besonders stark betroffen

Auch in der Gastronomie zeigen sich deutliche Auswirkungen. In einem der gut frequentierten Schnellrestaurants im Hauptbahnhof ist die sonst hohe Nachfrage fast vollständig eingebrochen. Üblicherweise sind die Sitzplätze bereits am Vormittag stark belegt, derzeit jedoch bleiben viele Tische leer. Das Unternehmen rechnet mit Umsatzrückgängen von bis zu 60 Prozent – bei unveränderten Miet- und Fixkosten.

Unpassender Zeitpunkt für Bauarbeiten

Auch andere Händler im Bahnhof sehen die aktuelle Situation kritisch. Insbesondere die Vorweihnachtszeit gilt traditionell als umsatzstarke Phase. Die Einschränkungen treffen daher auf einen besonders ungünstigen Zeitpunkt, da gleichzeitig die Weihnachtsmärkte in der Innenstadt zusätzliche Besucherinnen und Besucher anziehen könnten.

Leichte Vorteile am Bahnhofsausgang – dennoch große Verluste

Etwas besser ist die Lage am Ausgang Breslauer Platz. Dort profitieren Geschäfte davon, dass viele Pendlerinnen und Pendler die S-Bahn nutzen, deren Gleise nicht betroffen sind. Dennoch berichten auch diese Läden von deutlichen Einbußen, die teilweise auf rund 50 Prozent geschätzt werden.

Um die eigenen Beschäftigten zu entlasten, setzen manche Betriebe vorübergehend auf Unterstützung aus Filialen in anderen Städten. Zudem wird darauf geachtet, überschüssige Lebensmittel nicht zu entsorgen: Diese werden am Ende des Tages an die Bahnhofsmission oder die Kölner Tafel weitergegeben.

Geduld gefragt – bis zur Normalisierung des Betriebs

Die Bauarbeiten sollen noch bis zum 24. November andauern. Erst dann wird der Zugverkehr am Hauptbahnhof schrittweise wieder wie gewohnt aufgenommen. Für viele Geschäftsleute bleibt die Hoffnung, dass sich die Lage anschließend rasch normalisiert und die Kundschaft zurückkehrt.

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Queerer Weihnachtsmarkt „Heavenue“ kehrt nach Köln zurück

22 November 2025 von Felix Morgenstern

Nach drei Jahren Pause ist der queere Weihnachtsmarkt „Heavenue Cologne“ wieder auf dem Kölner Friesenplatz eröffnet worden. Schon am frühen Abend herrscht reger Betrieb rund um die bunt beleuchteten Hütten, aus denen die typischen Düfte von Glühwein, Zimt und gebrannten Mandeln strömen. Die Atmosphäre unterscheidet sich deutlich von klassischen Weihnachtsmärkten: Der Ort soll nicht nur ein Treffpunkt für die queere Community sein, sondern auch Schutz bieten und Raum für Begegnung schaffen.

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Ein Ort des Ankommens

Für viele Besucherinnen und Besucher bedeutet der Markt mehr als ein stimmungsvolles Adventserlebnis. So nutzt eine junge Trans-Frau aus Afghanistan ihren ersten Besuch auf einem deutschen Weihnachtsmarkt, um ein Stück Normalität und Sicherheit zu spüren – etwas, das ihr in ihrer Heimat aufgrund der politischen Lage und strikten gesellschaftlichen Normen lange verwehrt blieb. Der farbenfrohe Markt, die Lichter und die Offenheit der Menschen vermitteln ihr ein starkes Gefühl des Ankommens.

Vertraut – und doch anders

Gleichzeitig fällt langjährigen Besucherinnen und Besuchern auf, dass sich der Markt gegenüber früheren Jahren verändert hat. Während der einstige Standort auf der Schaafenstraße stärker als Schutz- und Gemeinschaftsort wahrgenommen wurde, wirkt der Markt am Friesenplatz offener und durchmischter. Das queere Profil ist vorhanden, jedoch nicht mehr so dominant sichtbar wie früher. Manche empfinden diese Entwicklung als Gewinn an Vielfalt, andere als Verlust eines klar erkennbaren „Safe Spaces“.

Bedeutend in Zeiten wachsender Feindlichkeit

Angesichts zunehmender queerfeindlicher Übergriffe in vielen Städten sehen zahlreiche Menschen die Rückkehr der „Heavenue“ als wichtiges Zeichen. Orte dieser Art machen deutlich, wie notwendig Räume sind, in denen queere Menschen ohne Angst sie selbst sein können – unabhängig davon, ob sie seit Jahren in Köln leben oder gerade erst in Deutschland angekommen sind.

Zwischen Glitzer, Gemeinschaft und neuen Perspektiven

Der Markt präsentiert sich mit farbenfrohen Hütten, Lichtinstallationen, einem Glühweinhaus, vielfältigen Streetfood-Angeboten, veganen Snacks und kreativen Getränken. Auch wenn nicht jedes Detail queere Symbolik trägt, entsteht eine besondere Mischung aus festlicher Atmosphäre, Gemeinschaft und offenen Begegnungen.

Für einige Besucherinnen und Besucher ist der Markt ein Stück wiedergefundene Heimat, für andere ein erster Schritt in eine neue Lebensrealität. Gemeinsam erleben sie einen Ort, an dem Vielfalt sichtbar und Gemeinschaft spürbar wird – ein Zeichen für Zusammenhalt in einer Zeit, in der gesellschaftliche Spannungen wachsen.

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Leichlingen – Fußgänger von Pkw erfasst: 34-Jähriger schwer verletzt

21 November 2025 von Felix Morgenstern

In Leichlingen ist es in der Nacht zu Freitag (21. November) zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Ein 34-jähriger Fußgänger wurde dabei von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr.

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Unfall kurz nach Mitternacht

Gegen 00:50 Uhr befuhr ein 46-jähriger Leichlinger mit seinem grauen Skoda Kodiaq die Brückenstraße und bog anschließend in die Straße Am Wallgraben ein. Nur wenige Meter hinter der Ampel trat nach Angaben des Fahrers plötzlich ein Fußgänger von rechts auf die Straße. Der Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren und erfasste den Mann frontal.

Schwerverletzter kam ins Krankenhaus

Der 34 Jahre alte Leichlinger wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt. Ein Notarzt bemerkte Alkoholgeruch – ein freiwilliger Atemalkoholtest im Krankenhaus ergab einen Wert von 1 Promille. Der Autofahrer erlitt einen Schock, blieb aber körperlich unverletzt.

Am Skoda entstand erheblicher Sachschaden. Die Straße Am Wallgraben musste für rund drei Stunden vollständig gesperrt werden, um die Unfallaufnahme durchzuführen.

Polizei ermittelt

Die Polizei hat ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr eingeleitet. Teil der Ermittlungen ist nun auch, wie genau es zu dem plötzlichen Betreten der Fahrbahn kommen konnte und ob weitere Faktoren zum Unfall beitrugen.

Zeugenhinweise nimmt die Polizei Leichlingen jederzeit entgegen.

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Overath – Betrunkene Autofahrerin ignoriert Anhaltezeichen der Polizei

21 November 2025 von Felix Morgenstern

Eine stark alkoholisierte Pkw-Fahrerin hat am Donnerstagabend in Overath für einen gefährlichen Polizeieinsatz gesorgt. Die 52-jährige Overatherin war gegen 21 Uhr auf der Overather Straße unterwegs, als Beamte der örtlichen Polizeiwache auf ihr auffälliges Fahrverhalten aufmerksam wurden.

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Deutliche Schlangenlinien – Pkw gerät mehrfach auf Gegenfahrbahn

Der Land Rover der Frau fuhr mit ungewöhnlich geringer Geschwindigkeit und in deutlichen Schlangenlinien. Dabei geriet der Wagen wiederholt auf die Gegenfahrbahn, ohne dass jedoch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet wurden.

Die Polizisten versuchten daraufhin über mehr als zwei Kilometer hinweg, die Fahrerin mit Licht- und Tonsignalen zum Anhalten zu bewegen – vergeblich. Die Frau reagierte auf keines der Zeichen.

Polizei stoppt Fahrzeug an roter Ampel

Erst an einer roten Ampel an der Olpener Straße in Untereschbach gelang es den Beamten, den Streifenwagen vor den Land Rover zu setzen und so eine Weiterfahrt der Frau zu verhindern.

Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Beamten starken Alkoholgeruch fest. Zudem fiel die Fahrerin durch deutliche Verständnisschwierigkeiten bei den Anweisungen der Polizei auf. Ein Atemalkoholtest bestätigte den Verdacht: Er ergab einen Wert von 1,2 Promille.

Blutprobe und Strafanzeige

Die 52-Jährige wurde zur Polizeiwache Untereschbach gebracht, wo ihr eine Blutprobe entnommen wurde. Anschließend durfte sie die Wache wieder verlassen – allerdings mit einem klaren Verbot, weiterzufahren. Ihr Land Rover wurde von den Beamten ordnungsgemäß abgestellt und verschlossen.

Die Overatherin erwartet nun eine Strafanzeige wegen Trunkenheit im Straßenverkehr.

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Vorsorge im Alter: Dezembersprechstunden bieten wichtige Beratung im Rheinisch-Bergischen Kreis

20 November 2025 von Felix Morgenstern

Wer frühzeitig Vorsorge treffen möchte, um im Ernstfall gut abgesichert zu sein, findet im Dezember 2025 wieder ein umfangreiches Beratungsangebot im Rheinisch-Bergischen Kreis. Die Betreuungsbehörden und regionalen Betreuungsvereine unterstützen Bürgerinnen und Bürger dabei, rechtliche Betreuung zu verstehen, Vollmachten zu erstellen oder Verantwortung für Angehörige zu übernehmen.

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Individuelle Beratung vor Ort

In allen Städten und Gemeinden des Kreises stehen Expertinnen und Experten bereit, um Fragen rund um Betreuungsrecht, Vorsorgevollmachten und die organisatorischen Herausforderungen einer übernommenen Betreuung zu klären. Die Beratungen richten sich sowohl an Menschen, die für sich selbst Vorsorge treffen möchten, als auch an bereits bestellte oder angefragte rechtliche Betreuerinnen und Betreuer.

Für viele Ratsuchende sind diese Gespräche eine wichtige Orientierungshilfe – besonders, wenn es um rechtliche Anforderungen oder die Abstimmung mit sozialen Diensten geht.

Dezembersprechstunden in den Kommunen

Die Beratungstermine finden an folgenden Tagen statt:

  • Burscheid
    Donnerstag, 18. Dezember, 12–14 Uhr, Rathaus (Raum 0.01)
    Terminvereinbarung: 02171/75041-14
    Beraterin: Anne Boddenberg (Diakonisches Werk Leverkusen)
  • Kürten
    Dienstag, 9. Dezember, 9–12 Uhr, Bürgerhaus Kürten
    Terminvereinbarung: 02171/49030
    Beraterin: Marietta Gertig (SkF Leverkusen)
  • Leichlingen
    Donnerstag, 18. Dezember, 14.30–17 Uhr, Quartiersbüro
    Terminvereinbarung: 02171/75041-14
    Beraterin: Anne Boddenberg (Diakonisches Werk Leverkusen)
  • Odenthal
    Donnerstag, 4. Dezember, 14–17 Uhr, Rathaus (Trauzimmer)
    Terminvereinbarung: 02171/49030
    Beraterin: Marietta Gertig (SkF Leverkusen)
  • Overath
    Dienstag, 2. Dezember, 10–13 Uhr, Caritas Rhein-Berg
    Terminvereinbarung: 02205/8950680
    Beraterin: Susanne Haag (Betreuungsverein Lebenshilfe)
  • Rösrath
    Donnerstag, 18. Dezember, 9–12 Uhr, Lebenshilfe Rösrath
    Terminvereinbarung: 02205/8950680
    Beraterin: Birgit Woizenko (Lebenshilfe NRW)
  • Wermelskirchen
    Montag, 15. Dezember, 14.30–17 Uhr, Haus der Begegnung
    Terminvereinbarung: 02171/75041-14
    Beraterin: Anne Boddenberg (Diakonisches Werk Leverkusen)

Für Bergisch Gladbach steht die Betreuungsbehörde der Stadt zur Verfügung:
Telefon: 02202/14-2639

Flexible Unterstützung – auch außerhalb der Sprechstunden

In allen Kommunen außer Bergisch Gladbach sind individuelle Termine außerhalb der Sprechzeiten möglich. Auf Wunsch bieten die Vereine auch Hausbesuche an – ein wichtiges Angebot für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

Hintergrund

Rechtliche Betreuung und Vorsorgevollmachten gewinnen in einer älter werdenden Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Frühzeitige Beratung hilft, individuelle Wünsche festzuhalten und Angehörige zu entlasten. Die Betreuungsvereine im Rheinisch-Bergischen Kreis leisten hierzu einen wichtigen Beitrag.

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