Archiv | Lokal

ChatGPT Image 8. Sept. 2025, 09_51_16(1)

Neue Ringlinien 270 und 271 gestartet: Mehr Busse für Wermelskirchen

08 September 2025 von Felix Morgenstern

Wermelskirchen – Unter dem Motto „Rundum mobil in Wermelskirchen – Ihr Bus fährt im Kreis“ sind am Wochenende die beiden neuen Ringlinien 270 und 271 an den Start gegangen. Sie sollen den Stadtverkehr deutlich verbessern und das Zentrum flexibler an das Umland anbinden.

Symbolbild

Doppelt so viele Fahrten zu den Endpunkten

Die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) betreibt die Linien, die nun im 60-Minuten-Takt unterwegs sind – allerdings in entgegengesetzter Richtung. Dadurch ergibt sich ab dem Busbahnhof ein 30-Minuten-Takt, sodass die bisherigen Endpunkte „Krankenhaus“ und „Am Stadtrand“ nun zweimal pro Stunde erreicht werden.

Ein zusätzlicher Vorteil: Die barrierefrei ausgebauten Haltestellen „Jörgensgasse“ und „Schillerstraße“ im Stadtzentrum, die zuletzt nicht mehr angefahren wurden, sind wieder fester Bestandteil des Fahrplans.

Kostenneutral und mit mehr Komfort

Mit der Umgestaltung werden mehr Haltestellen in kürzeren Taktfolgen bedient – und das ohne Mehrkosten. Der Rheinisch-Bergische Kreis will die Resonanz genau beobachten: Die Fahrgastzahlen sollen regelmäßig ausgewertet werden, um die Wirkung der Neuerungen einschätzen zu können.

Infoveranstaltung zur Mobilitätswoche

Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche findet am 17. September um 15 Uhr im Bürgerzentrum Wermelskirchen eine Informationsveranstaltung statt. Dort werden die neuen Ringlinien vorgestellt, Fragen beantwortet und bei einer begleitenden Mini-Messe auch weitere Mobilitätsthemen beleuchtet.

Weitere Infos zu Fahrplänen und Linienführungen gibt es online bei der RVK unter www.rvk.de

Kommentare (0)

ChatGPT Image 2. Sept. 2025, 10_40_08(1)

Europäische Mobilitätswoche: Rheinisch-Bergischer Kreis lädt zu vielfältigem Programm ein

02 September 2025 von Felix Morgenstern

Rheinisch-Bergischer Kreis – Vom 16. bis 22. September steht die Region ganz im Zeichen nachhaltiger Mobilität. Der Rheinisch-Bergische Kreis beteiligt sich bereits zum sechsten Mal an der Europäischen Mobilitätswoche (EMW) und bietet gemeinsam mit Kommunen und Partnern ein abwechslungsreiches Programm für alle Altersgruppen.

Symbolbild

Auftakt mit Musik und Nachhaltigkeit

Eröffnet wird die Aktionswoche am Dienstagabend mit dem Konzert der Max-Bruch-Musikschule unter dem Motto „Music meets Mobility“ auf dem Zanders-Areal in Bergisch Gladbach. Auch sonst steht das Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt: Am 17. September können Interessierte eine Fischzucht sowie einen Unverpackt-Laden in Bergisch Gladbach besichtigen.

Mobilitätsmesse in Wermelskirchen

Welche Chancen nachhaltige Mobilität im Alltag bietet, zeigt die Stadt Wermelskirchen am 17. September im Bürgerzentrum. Dort findet eine Mini-Mobilitätsmesse statt, begleitet von einem Vortrag zur neuen Ringlinie 270/271, die das Busangebot deutlich erweitert.

Angebote für Seniorinnen und Senioren

Ein Schwerpunkt der EMW liegt auf inklusiver Mobilität: Beim Rollatortag am 16. September in Leichlingen geben Mitarbeitende der wupsi am Busbahnhof praktische Tipps für das sichere Ein- und Aussteigen. Eine ergänzende Einzelberatung mit Trainingseinheiten wird am 19. September auch in Wermelskirchen angeboten.

Radtouren, Pedelec-Training und Wanderungen

Darüber hinaus können Bürgerinnen und Bürger an verschiedenen Pedelec-Trainings für Anfänger und Fortgeschrittene teilnehmen. Ergänzt wird das Programm durch abwechslungsreiche Wanderungen und Radtouren im ganzen Kreisgebiet.

Nachhaltige Mobilität im Fokus

Die EMW findet seit 2002 europaweit statt und will für die Vorteile nachhaltiger Mobilität sensibilisieren. Vor Ort beteiligen sich unter anderem die Verkehrsunternehmen wupsi und RVK, der ADFC Rhein-Berg, die Nextbike GmbH sowie das Zukunftsnetz Mobilität NRW.

Alle Programmdetails und Anmeldemöglichkeiten finden Interessierte online unter: arcg.is/0r1OLi

Kommentare (0)

ChatGPT Image 2. Sept. 2025, 10_23_18(1)

Bundesweiter Warntag: Sirenen und Handy-Alarm am 11. September

02 September 2025 von Felix Morgenstern

Rheinisch-Bergischer Kreis – Am Donnerstag, 11. September, ist es wieder soweit: Um 11 Uhr heulen in ganz Deutschland die Sirenen, gleichzeitig werden Warnungen über Cell Broadcast, Warn-Apps und das Radio ausgespielt. Der bundesweite Warntag soll die Bevölkerung für den Ernstfall sensibilisieren und die verschiedenen Warnmittel erproben.

Symbolbild

Warnung per Sirene und Smartphone

Neben den klassischen Sirenen wird auch das Mobilfunknetz getestet. Über den Dienst Cell Broadcast erhalten Smartphones eine Warnnachricht, die mit einem lauten Alarmton auf sich aufmerksam macht. Im Gegensatz zu Warn-Apps erfolgt dabei jedoch keine Entwarnung.

Auch im Radio wird der Testalarm zu hören sein: Nach den Weltnachrichten um 11 Uhr unterbricht die Leitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises das Programm von Radio Berg mit einer Probewarnung.

Bedeutung der Sirenensignale

Viele Menschen kennen die verschiedenen Signale nicht mehr. Der Warntag soll daher auch über deren Bedeutung informieren:

  • Einminütiger auf- und abschwellender Heulton: Hinweis auf eine Gefahr.
  • Einminütiger Dauerton: Entwarnung.
    Beim Probealarm werden beide Signale kombiniert, um die Funktionsfähigkeit der Anlagen zu überprüfen.

Ziel: Vorbereitung für den Ernstfall

Der Warntag soll nicht nur die Technik testen, sondern auch das Bewusstsein schärfen: Wie erkenne ich eine Warnung? Wie soll ich reagieren? Ziel ist es, dass die Bevölkerung im Katastrophenfall richtig handelt und sich selbst schützen kann.

Weitere Informationen rund um Bevölkerungsschutz und Verhalten im Ernstfall gibt es online beim Rheinisch-Bergischen Kreis unter: rbk-direkt.de/bevoelkerungsschutz

Kommentare (0)

ChatGPT Image 2. Sept. 2025, 10_09_17(1)

Trickdiebstahl in Overath: Senior auf Supermarktparkplatz bestohlen

02 September 2025 von Felix Morgenstern

Overath – Am Montagmorgen (1. September) wurde ein 81-jähriger Mann aus Nümbrecht Opfer eines Trickdiebstahls. Der Täter erbeutete Bargeld und einen Lottoschein.

Symbolbild

Täter lenkt Senior mit Wechselgeld-Bitte ab

Gegen 10:30 Uhr sprach ein unbekannter Mann den Senior auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Propsteistraße an. Er bat um Wechselgeld für zwei Euro. Als der 81-Jährige seine Geldbörse hervorholte, verschwand der Unbekannte plötzlich, ohne das Wechselgeld anzunehmen.

Kurz darauf bemerkte der Senior, dass 120 Euro Bargeld sowie ein Lottoschein aus seiner Geldbörse fehlten.

Beschreibung des Täters

Der Tatverdächtige wird wie folgt beschrieben:

  • etwa 1,85 bis 1,90 Meter groß
  • circa 30 Jahre alt
  • helle Hautfarbe
  • Brillenträger
  • blau-weißes T-Shirt
  • osteuropäischer Akzent

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei hat eine Strafanzeige aufgenommen und bittet mögliche Zeugen um Hinweise. Wer am Montagvormittag in der Propsteistraße verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich beim Kriminalkommissariat 2 der Polizei Rhein-Berg unter der Telefonnummer 02202 205-0 zu melden.

Kommentare (0)

upscalemedia-transformed(1)(1)

Gamescom 2025: Rekorde, Retro-Highlights und persönliche Eindrücke aus Köln

30 August 2025 von Vladlen Stolz

Köln, August 2025 – Die Gamescom 2025 hat erneut gezeigt, warum sie das weltweit größte Event für Computer- und Videospiele ist. Mit über 357.000 Besuchern, mehr als 1.500 Ausstellern und einer Ausstellungsfläche von 233.000 m² war das Kölner Messegelände fünf Tage lang ein Schaufenster für Innovation, Unterhaltung und Begeisterung.

Vielfalt von Retro bis Karrierechancen

Besonders eindrucksvoll präsentierte sich die Retro Area, in der Klassiker vergangener Jahrzehnte ebenso Platz fanden wie liebevoll restaurierte Konsolen und Heimcomputer. Für viele Besucher war es eine Reise zurück in die Kindheit, verbunden mit der Möglichkeit, direkt an den alten Geräten zu spielen.

Neben nostalgischen Momenten stand auch die Zukunft im Fokus: In der Job & Karriere Area stellten sich zahlreiche Unternehmen aus der Branche vor – mit spannenden Jobangeboten und Karrierechancen für junge Talente.

Atmosphäre: Begeisterung und Cosplay

Die Stimmung in den Messehallen war geprägt von spürbarer Begeisterung. Besucherinnen und Besucher in aufwendigen Cosplays sorgten für farbenfrohe Eindrücke, während das internationale Publikum die Gamescom zu einem lebendigen Treffpunkt für die Gaming-Community machte. „Man merkte einfach überall, dass die Leute Spaß hatten – mich eingeschlossen. Ich war fasziniert, was auf diesem Event alles geboten wurde“, so mein Eindruck als Redakteur vor Ort.

Persönliche Erlebnisse: Vom Bundeswehr-Stand bis Medienpädagogik

Abseits der großen Spieleankündigungen boten auch kleinere Stände spannende Erlebnisse. Am Bundeswehr-Stand nahm ich selbst an der „Liegestütz-Challenge“ teil – ein sportlicher Kontrast zum Gaming-Alltag, der von vielen Besucherinnen und Besuchern mit Humor angenommen wurde.

Besonders nachhaltig beeindruckte mich zudem ein Stand, an dem Medienpädagogen über den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Spielen aufklärten. Ihre Botschaft: Medienpädagogik ist in der heutigen Zeit unverzichtbar, um Chancen und Risiken moderner Technologien richtig einzuordnen.

Blick in die Zukunft

Von spektakulären Trailer-Premieren wie Lego Batman: Legacy of the Dark Knight oder Call of Duty: Black Ops 7 bis hin zu gesellschaftlich relevanten Diskussionen auf dem gamescom congress – die Gamescom 2025 hat erneut bewiesen, dass sie weit mehr ist als eine Spielemesse. Sie ist ein Schaufenster für Kultur, Technologie und Gemeinschaft.

Fazit: Die Gamescom 2025 bot eine einmalige Mischung aus Retro-Feeling, Zukunftsvisionen, Fachthemen und purer Begeisterung – ein Erlebnis, das zeigt, warum Köln jedes Jahr zum Epizentrum der Gaming-Welt wird.

Kommentare (0)

Streit um verschwundene Parkplätze vor dem Rathaus Stadtmitte

Streit um verschwundene Parkplätze vor dem Rathaus Stadtmitte

29 August 2025 von Darian Lambert

Sechs Parkplätze für PKW standen bis vor einiger Zeit direkt vor dem Rathaus Stadtmitte zur Verfügung – eine kleine, aber für Bürger und Besucher wertvolle Stellfläche. Heute ist davon nichts mehr übrig. Erst kamen Blumentröge und Fahrradständer, inzwischen prägen graue Betonpfeiler das Bild. Viele Bürger schütteln den Kopf über diese Entwicklung und sehen darin ein Symbol verfehlter Politik.

Unglaublich: Betonpfeiler blockieren die Parkplätze um Autos zu vertreiben

Händler beklagen Rückgang von Kunden

„Das ist ein Schildbürgerstreich“, klagt ein Anwohner. „Hier hat man funktionierende Parkplätze mit Steuergeld beseitigt, nur um am Ende graue Betonklötze aufzustellen. Für die Bürger bringt das überhaupt keinen Mehrwert.“

Besonders der Einzelhandel leidet. Geschäftsleute berichten von zunehmender Parkplatznot in der Innenstadt, die spontane Einkäufe erschwert. „Viele Kunden fahren einfach weiter, wenn sie nichts finden“, erklärt ein Ladeninhaber. „Gerade die kurzen Haltemöglichkeiten vor dem Rathaus waren für viele ein Segen.“

Kritik an Vorgehen der Stadtverwaltung

Brisant ist auch der Ablauf: Nach Informationen aus Ratskreisen soll die Entfernung der Parkplätze nicht über den Stadtrat beschlossen worden sein. Stattdessen habe man die Maßnahme offenbar im Verwaltungsweg durchgezogen. Als treibende Kraft wird der grüne Beigeordnete Ragnar Migenda genannt.

Erst blockierten Fahrradständer und Blumenkübel die Parkplätze

Für viele Bürger und Politiker ist das ein Unding. „Wenn solche einschneidenden Veränderungen an der Infrastruktur an den gewählten Gremien vorbeigeführt werden, untergräbt das das Vertrauen in die Kommunalpolitik“, so ein Ratsmitglied, das anonym bleiben möchte.

Deutliche Worte von Frank Samirae

Scharfe Kritik kommt vom Ratsmitglied Frank Samirae (Bürgerpartei GL). Er macht die Grünen direkt verantwortlich:

„Die Grünen haben mit dieser Maßnahme einmal mehr bewiesen, dass sie eine autofeindliche Ideologie über die Bedürfnisse der Menschen stellen. Die Parkplätze wurden ohne Beschluss, ohne Rücksprache und ohne Sinn entfernt. Damit schadet man nicht nur den Bürgern, sondern auch dem Handel in unserer Stadt.“

Samirae wirft den Grünen vor, eine „autofeindliche Politik auf Kosten der Bürger“ zu betreiben. „Es ist erschreckend, wie hier Steuergelder verbrannt werden, um am Ende ein paar Betonpfeiler hinzustellen. Von Aufwertung kann keine Rede sein.“

Sechs gute Parkplätze gab es vor dem Rathaus – bis die Grünen kamen

Kosten und Nutzen fraglich

Auch die finanziellen Aspekte stehen in der Kritik. Mehrfach mussten Umbauten vorgenommen werden – zunächst mit Blumentrögen, dann mit Fahrradständern, nun mit Betonpollern. Jede Veränderung verursachte zusätzliche Kosten. Offiziell wird die Maßnahme mit dem Argument „Aufwertung des Rathausumfelds“ begründet. Doch viele Bürger empfinden die neue Gestaltung als trostlos und unattraktiv.

Politische Folgen möglich

Die Kontroverse um die Parkplätze könnte noch lange nachwirken. Viele Anwohner und Händler fühlen sich von der Politik übergangen und fordern Transparenz über die Entscheidungswege. Beobachter sehen in der Affäre auch Sprengstoff für kommende Wahlen.

„Die Menschen wollen keine ideologischen Experimente, sondern pragmatische Lösungen“, so ein Händler. „Wenn sich nichts ändert, werden viele ihr Kreuz künftig anders setzen.“

Kommentare (0)

Neues Stadthaus: Einzug verzögert sich um fast ein Jahr

Neues Stadthaus: Einzug verzögert sich um fast ein Jahr

29 August 2025 von Darian Lambert

Eigentlich sollte das Neue Stadthaus bereits zum 1. Dezember 2025 bezogen werden. Nun ist klar: Daraus wird nichts. Erst im September 2026 sollen die Schlüssel übergeben werden – fast ein Jahr später als geplant.

Die Begründung des Vermieters klingt bekannt: unvorhergesehene bauliche Probleme. Nach der Entkernung des Gebäudes traten statische und technische Schwierigkeiten auf, die zusätzliche Planungen notwendig machten. Bürgermeister Frank Stein wiegelte ab: „Bei einem Projekt dieser Größenordnung und Komplexität – insbesondere im Bestand – sind unvorhergesehene Entwicklungen leider nicht auszuschließen.“

Doch nicht nur das Gebäude selbst bremste den Fortschritt. Auch ein Eigentümerwechsel mitten im Projekt sorgte für weitere Verzögerungen. Die Abstimmungen zwischen den Beteiligten seien aufwändiger als erwartet gewesen. Kritiker sehen darin ein weiteres Beispiel für die schleppende Projektsteuerung der Stadt.

Offiziell hält die Verwaltung am Plan fest, sich parallel organisatorisch und technisch auf den späteren Bezug vorzubereiten. Die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen und die Einführung der e-Akte sollen nach Angaben der Stadt im Zeitplan liegen. „Auf unserer Seite läuft alles nach Plan“, versichert Projektleiterin Melissa Kemmerling. Auf der Baustelle selbst sei man zuletzt immerhin mit den Vorbereitungen für neue Wandstellungen vorangekommen.

Ein ausführlicher Sachstandsbericht soll im vierten Quartal 2025 vorgelegt werden. Dann will die Stadt die Hintergründe der Verzögerung offenlegen – und erläutern, wie es weitergeht.

Trotz der Probleme gibt sich Bürgermeister Stein zuversichtlich: „Wir halten an dem Ziel fest, mit dem Neuen Stadthaus einen modernen, digitalen und bürgernahen Verwaltungsstandort zu schaffen.“ Ob die Bürger nach Jahren der Ankündigungen und Verschiebungen diesen Worten noch Glauben schenken, bleibt jedoch fraglich.

Kommentare (0)

Der Kita-Betrug der SPD

Der Kita-Betrug der SPD

27 August 2025 von Darian Lambert

Als die SPD Bergisch Gladbach im Wahlkampf 2020 um Stimmen warb, versprach sie hoch und heilig: „Wir schaffen genug wohnortnahe Kita-, Tagespflege- und OGS-Plätze, damit jede Familie einen Platz bekommt. Wir werden die Nachfrage bis zum Ende der Wahlperiode zu 100 % abdecken“. Dazu sollte die Kinderbetreuung langfristig kostenfrei werden. Große Worte, die bei vielen Eltern Hoffnung weckten – Hoffnung, die bitter enttäuscht wurde.

Realität: Hunderte fehlende Plätze, Jahr für Jahr

Die nackten Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache:

  • 2020/21: Fehlten rund 190 Kita-Plätze.
  • 2023/24: Der Engpass erreichte ein neues Ausmaß – bis zu 500 fehlende Plätze.
  • 2024/25: Verwaltung sprach von einem rechnerischen „Überhang“, während in Wahrheit viele Familien weiterhin ohne Betreuungsplatz dastanden.
  • 2025/26: Prognosen schwanken zwischen 296 und über 500 fehlenden Plätzen, je nach Berechnung. Besonders betroffen sind Refrath, Schildgen, Bensberg und Herkenrath.

Währenddessen müssen Eltern ihre Berufstätigkeit aufgeben oder reduzieren, weil die Stadt es nicht schafft, ihrer Verantwortung nachzukommen. Für viele Familien ist das eine existentielle Bedrohung.

Rechtsanspruch seit 2013 – ein leeres Versprechen der Stadt

Seit dem 1. August 2013 haben Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen gesetzlichen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz (§ 24 SGB VIII). Dieser Anspruch ist eindeutig: Jedes Kind hat Anspruch auf einen Platz – unabhängig von Kapazitäten oder Haushaltslage.

Doch Bergisch Gladbach bricht dieses Recht regelmäßig. Zahlreiche Eltern mussten in den letzten Jahren vor Gericht ziehen, um den Betreuungsplatz einzuklagen, auf den sie einen Anspruch haben. Und die Stadt verliert diese Prozesse regelmäßig. Die Urteile belegen schwarz auf weiß: Bergisch Gladbach verstößt systematisch gegen geltendes Recht.

SPD-Versprechen – nichts als heiße Luft

Die SPD versprach nicht nur ausreichend Plätze, sondern auch eine langfristige Kostenfreiheit der Betreuung. Beides blieb unerfüllt. Weder gibt es genügend Plätze, noch sind die Beiträge abgeschafft worden.

Statt Verantwortung zu übernehmen, wird schöngerechnet und verzögert. Neubauprojekte kommen nicht oder nur halbherzig voran. Offizielle Zahlen suggerieren „Entspannung“, während Eltern auf Wartelisten verzweifeln.

Kalkül statt Politik – Wähler sollen getäuscht werden

Die SPD hat mit ihren Versprechen bewusst Erwartungen geweckt, die sie nicht erfüllen konnte oder wollte. Anstatt Fehler einzugestehen, setzt sie darauf, dass die Wählerinnen und Wähler die Wahlkampfparolen von 2020 vergessen haben.

Doch die Fakten sind unübersehbar:

  • Es gibt einen Rechtsanspruch – seit über zehn Jahren.
  • Bergisch Gladbach wird regelmäßig verklagt, weil dieser Anspruch gebrochen wird.
  • Die SPD versprach, das Problem zu lösen – tat es aber nicht.

Neues Wahlprogramm 2025–2030: Eingeständnis der eigenen Lügen

Mit ihrem neuen Wahlprogramm 2025–2030 liefert die SPD Bergisch Gladbach den Beweis für ihr eigenes Versagen: Nachdem sie 2020 großspurig versprochen hatte, bis zum Ende der Wahlperiode alle Betreuungsbedarfe zu 100 % abzudecken und die Kita-Betreuung langfristig kostenfrei zu machen, räumt sie nun ein, dass immer noch Plätze fehlen, Neubauten verschleppt wurden und Familien weiterhin Gebühren zahlen. Wenn die SPD heute ankündigt, „den Kita-Ausbau weiter vorantreiben“ zu wollen und lediglich prüft, ob Familien bis 60.000 € Einkommen von Beiträgen befreit werden können, dann ist das nichts anderes als das Eingeständnis, dass die alten Versprechen blanke Lügen waren. Die SPD setzt darauf, dass die Bürger vergessen, wie sie schon 2020 „100 % Versorgung“ und Kostenfreiheit zugesagt hat. Faktisch hat sie die Familien belogen, jahrelang im Stich gelassen und gesteht nun mit ihrem neuen Programm ein, was längst alle wissen: dass sie ihre eigenen Zusagen nie eingehalten hat.

Fazit

Die Kita-Krise in Bergisch Gladbach ist das Ergebnis jahrelanger politischer Untätigkeit – und gebrochener Wahlversprechen. Während die SPD von „100 % Versorgung“ sprach, kämpfen Eltern um jeden einzelnen Platz. Während von Kostenfreiheit die Rede war, zahlen Familien weiterhin Beiträge.

Die Wahrheit ist klar: Die SPD hat Familien nicht nur im Stich gelassen, sondern sie ganz offen belogen – in der Hoffnung, dass es niemand merkt.


Kommentare (0)

ChatGPT Image 26. Aug. 2025, 10_25_24(1)

Auftakt zur Herbstsaison: Bergischer Wandertag und Bergische Wanderwochen starten

26 August 2025 von Felix Morgenstern

Rösrath/Bergisches Land – Mit dem Bergischen Wandertag am Samstag, 6. September, beginnt im Bergischen Land die diesjährige Herbst-Wandersaison. Einen Tag später startet das umfangreiche Programm der Bergischen Wanderwochen, die bis zum 28. September mehr als 200 Veranstaltungen bieten.

Symbolbild

Wandertag auf dem Bergbauweg

In diesem Jahr führt der Bergische Wandertag die Teilnehmenden auf den Bergbauweg (Streifzug Nr. 15) in Rösrath. Gestartet wird um 10 Uhr am Rathausplatz in Hoffnungsthal. Auf einer rund 12 Kilometer langen Strecke erleben die Wandernden über 2000 Jahre Bergbaugeschichte.

Begleitet von Naturparkführer Guido Wagner und Gästeführerin Karin Wedde-Mühlhausen geht es in zwei Gruppen auf abwechslungsreichen Wegen und Pfaden. Unterwegs vermitteln die Guides spannende Einblicke in Technik, regionale Geschichte und Legenden des Bergbaus. Ein Höhepunkt ist die Rast am historischen Förderturm am Lüderich: Dort können die Teilnehmenden nicht nur Wissenswertes erfahren, sondern auch an einer geführten Besteigung teilnehmen oder Hammer und Eisen selbst ausprobieren.

Zum Abschluss wartet in Hoffnungsthal eine Führung durch den alten Luftschutzstollen. Die Anmeldung für den Wandertag erfolgt online über die Homepage von Radio Berg.

„Stadt Land Fluss trifft Bergische Wanderwochen“

Direkt im Anschluss laden vom 7. bis 28. September die Bergischen Wanderwochen unter dem Motto „Stadt Land Fluss trifft Bergische Wanderwochen“ zu mehr als 200 Veranstaltungen ein. Gemeinsam mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) und der Biologischen Station Oberberg ist ein vielfältiges Programm entstanden – von Familienangeboten über Kräuterwanderungen bis hin zu sportlichen Kombinationen wie dem beliebten Duathlon aus Wandern und Kanufahren.

„Wir haben viele Klassiker wie unsere Übernachtungstouren oder die beliebten Kräutertouren im Programm – aber auch neue Highlights wie den frisch eröffneten Hexenpfad in Kürten-Olpe und den Rotary-Wanderweg in Nümbrecht“, erklärt Mareike Rottmann, Produktmanagerin Aktiv bei Das Bergische.

Breites Angebot für alle Generationen

Ob After-Work-Tour, kulinarische Wanderung oder Gesundheits- und Historikthemen – das Programm richtet sich an alle Altersgruppen und bietet ideale Möglichkeiten, das Bergische Land auf vielfältige Weise kennenzulernen.

Weitere Informationen zum Bergischen Wandertag und das vollständige Programm der Bergischen Wanderwochen finden Interessierte unter: www.bergische-wanderwochen.de

Kommentare (0)

Feuerwehr Bergisch Gladbach

Zwei Feuerwehreinsätze in Bergisch Gladbach – Arztpraxis verraucht, Fehlalarm im Krankenhaus

26 August 2025 von Felix Morgenstern

Bergisch Gladbach – Gleich zwei Einsätze hielten die Feuerwehr Bergisch Gladbach am Montagmittag (25. August 2025) in Atem. Während im Stadtteil Sand ein Brand in einer Arztpraxis gemeldet wurde, schlug kurz darauf auch die Brandmeldeanlage im Evangelischen Krankenhaus in der Stadtmitte Alarm.

Feuerwehr Bergisch Gladbach

Brand in Arztpraxis in Sand

Um 11:53 Uhr wurde die Feuerwehr zur Kreuzung Heiligenstock/Kürtener Straße gerufen. In einer Arztpraxis im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses war es zu einem Brand gekommen. Das Praxispersonal reagierte schnell und brachte alle Patientinnen, Patienten und Mitarbeitenden rechtzeitig ins Freie.

Nach Angaben vor Ort ging das Feuer von einem Wandlüfter aus. Das Röntgengerät und andere medizinische Geräte blieben unbeschädigt. Die Feuerwehr konnte die Flammen rasch unter Kontrolle bringen und ein Übergreifen verhindern. Wegen starker Rauchentwicklung mussten die Räume aufwendig entraucht werden. Personen kamen nicht zu Schaden, die Praxis ist jedoch bis auf Weiteres nicht nutzbar.

Fehlalarm im Evangelischen Krankenhaus

Noch während der Löscharbeiten erreichte die Leitstelle um 12:10 Uhr der nächste Alarm: Die automatische Brandmeldeanlage im Evangelischen Krankenhaus hatte ausgelöst. Einsatzkräfte mehrerer Löschzüge rückten aus. Vor Ort stellte sich jedoch schnell heraus, dass aufgewirbelter Staub bei Bauarbeiten den Alarm ausgelöst hatte. Gefahr bestand zu keinem Zeitpunkt.

Fazit

Dank des schnellen Handelns von Personal und Feuerwehr verliefen beide Einsätze glimpflich. „Am Ende zählt, dass niemand verletzt wurde“, so ein Sprecher der Einsatzleitung.

Kommentare (0)

Advertise Here
Advertise Here
Januar 2026
M D M D F S S
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031