Die Ankündigung, die Schloßstraße mit einer Schranke für den Verkehr zu sperren, stellte sich jetzt als reine Falschmeldung heraus. Tatsächlich wären solche Pläne nie realisierbar gewesen. Vielmehr drängt sich der Verdacht auf, dass hier künstlich Druck aufgebaut werden sollte, um den ortsansässigen Geschäften Repressalien anzudeuten und ihnen klarzumachen, wer die stärkere Hand in der Stadt führt.
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Frank Samirae, ein ortsansässiger Unternehmer, hatte zuvor erfolgreich gegen eine illegal eingerichtete Fußgängerzone in Bensberg geklagt und vor dem Verwaltungsgericht erreicht, dass diese wieder entfernt werden musste. Er war mit seinem EDV-Service in ein Ladenlokal in der Schloßstraße gezogen. Ein Teil der Händlerschaft hatte sich ebenfalls in einer Petition gegen die Fußgängerzone gewehrt, unterstützt von CDU und FDP.
Alexander Felsch, Bürgermeisterkandidat von CDU und FDP, hatte mehrfach auf seinem Instagram-Kanal auf die Entscheidung des Gerichts reagiert und sie als „weiteren Beleg dafür gewertet, dass die ideologische Verkehrspolitik des Beigeordneten Migenda (Grüne) keinem hilft“.
Ob dahinter ein politisches Kalkül steckt, lässt sich nicht beweisen. Zwar regiert in der Stadt derzeit eine rot-grüne Koalition, doch ein direkter Zusammenhang bleibt reine Spekulation. Auch Bürgermeister Frank Stein (SPD), der demnächst nicht mehr zur Wahl antritt, hat sich um dieses Thema offenbar nie gekümmert und keine erkennbaren Impulse dazu gegeben.
So bleibt nur festzuhalten: Die Gerüchte um eine Schranke waren nichts weiter als eine Inszenierung – ein Beispiel dafür, wie leicht sich intransparentes Verwaltungshandeln und politische Mutmaßungen zu einem bedrohlichen Narrativ verweben lassen, das am Ende nur den örtlichen Handel belastet.
Wer dachte, Propaganda gäbe es nur anderswo, der findet sie aber auch ganz lokal vor Ort – und unverblümt.
In Wermelskirchen ist es am Donnerstag (10. Juli) zu einem Wohnungseinbruch gekommen, bei dem Unbekannte Schmuck, eine Uhr sowie Bargeld in vierstelliger Höhe entwendeten. Die Polizei sucht nun dringend nach Zeugen.
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Terrassentür eingeschlagen
Die Tat ereignete sich in einem Mehrfamilienhaus an der Berliner Straße. Nach Angaben der Bewohnerin hatte sie ihre Wohnung am Morgen gegen 09:30 Uhr verlassen. Als sie gegen 15:00 Uhr zurückkehrte, bemerkte sie den Einbruch sofort: Die Glasscheibe ihrer Terrassentür war eingeschlagen, die Wohnung durchwühlt.
Bei der ersten Überprüfung stellte die Frau fest, dass die Täter Bargeld, mehrere Schmuckstücke sowie eine Uhr entwendet hatten. Die genaue Schadenshöhe ist noch nicht bekannt, dürfte jedoch im vierstelligen Bereich liegen.
Polizei sucht Zeugen
Die Polizei nahm eine Strafanzeige auf und führte in der Wohnung eine Spurensicherung durch. Das Kriminalkommissariat bittet nun Anwohner und mögliche Zeugen, die etwas Verdächtiges beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer 02202 205-0 zu melden.
Tipps zum Einbruchschutz
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass Bürgerinnen und Bürger sich jederzeit kostenlos und unverbindlich zum Thema Einbruchschutz beraten lassen können. Die Experten der Kriminalprävention sind unter 02202 205-444 oder per E-Mail an gl.kriminalpraevention@polizei.nrw.de erreichbar. Sie geben Tipps, wie sich Wohnungen und Häuser wirksam gegen Einbrecher sichern lassen.
Am Donnerstagabend (10. Juli) kam es auf der Kreisstraße 38 zwischen Burghof und Kreutzhäuschen in Overath zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein 61-jähriger Motorradfahrer aus Köln verlor gegen 22:00 Uhr in einer Rechtskurve kurz vor der Einmündung Gut Ennenbach die Kontrolle über seine Maschine und stürzte.
Motorrad (Triumph)
Vermutlich Wildwechsel Ursache des Unfalls
Nach ersten Ermittlungen könnte ein Wildwechsel der Auslöser gewesen sein. Der Motorradfahrer geriet mit seiner Triumph in der Kurve nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte mit dem Bordstein. Durch den Aufprall stürzte er und rutschte auf den angrenzenden Gehweg.
Schwer verletzt ins Krankenhaus
Der 61-Jährige zog sich bei dem Unfall schwere Verletzungen zu. Rettungskräfte versorgten ihn zunächst vor Ort, bevor er zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht wurde.
Sein Motorrad wurde bei dem Unfall erheblich beschädigt und musste abgeschleppt werden. Für die Dauer der Unfallaufnahme sperrte die Polizei die K38 im Bereich der Unfallstelle zeitweise.
Die Polizei bittet in diesem Zusammenhang alle Verkehrsteilnehmer um erhöhte Aufmerksamkeit, insbesondere in den Abend- und Nachtstunden, wenn mit Wildwechsel verstärkt zu rechnen ist.
Am Dienstag kam es in Bergisch Gladbach zu zwei Wohnungseinbrüchen in einem Mehrfamilienhaus an der Oberheidkamper Straße. Die bislang unbekannten Täter nutzten den Zeitraum zwischen 13:30 Uhr und 15:00 Uhr, um sich Zugang zu dem Haus zu verschaffen. Wie genau sie ins Gebäude gelangten, ist derzeit noch unklar.
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Zwei Wohnungen aufgebrochen
Anschließend brachen die Einbrecher die Eingangstüren von zwei Wohnungen auf und durchsuchten diese systematisch nach Wertgegenständen. In einem Fall entwendeten sie dabei einen niedrigen dreistelligen Bargeldbetrag. In der zweiten Wohnung konnte zunächst nicht festgestellt werden, ob und was genau gestohlen wurde.
Die Polizei hat in beiden Fällen Strafanzeigen aufgenommen und eine Spurensicherung durchgeführt.
Polizei bittet um Hinweise
Das Kriminalkommissariat 2 in Bergisch Gladbach hat die Ermittlungen übernommen und bittet mögliche Zeugen, sich unter der Telefonnummer 02202 205-0 zu melden, wenn sie verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu den Tätern geben können.
Zudem weist die Polizei darauf hin, dass Bürgerinnen und Bürger sich jederzeit kostenlos und unverbindlich zum Thema Einbruchschutz beraten lassen können. Die Spezialisten der Kriminalprävention sind unter der Rufnummer 02202 205-444 oder per E-Mail an gl.kriminalpraevention@polizei.nrw.de erreichbar.
Mit solchen Beratungen will die Polizei helfen, das Risiko eines Einbruchs zu senken und Wohnhäuser besser zu sichern.
Am Dienstagabend (8. Juli) kam es in Odenthal zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem drei Menschen verletzt wurden. Unter den Betroffenen ist auch ein fünfjähriger Junge, der wie eine weitere Fahrerin schwere Verletzungen erlitt.
Unfall Funkenhof
Unfall in einer Rechtskurve
Nach ersten Erkenntnissen war gegen 18:40 Uhr ein 18-jähriger Fahrer aus Bergisch Gladbach mit seinem Mercedes auf der Bergisch Gladbacher Straße im Ortsteil Funkenhof unterwegs. Auf dem Beifahrersitz befand sich der fünfjährige Junge. In einer Rechtskurve verlor der junge Fahrer offenbar auf der nassen Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er geriet auf die Gegenfahrbahn und prallte dort zunächst gegen eine Leitplanke.
Im gleichen Moment kam ihm eine 21-jährige Frau aus Odenthal entgegen, die mit ihrem Kia in Richtung Odenthal fuhr. Sie konnte nicht mehr ausweichen und stieß mit der Beifahrerseite des Mercedes zusammen.
Schwere Verletzungen und hoher Sachschaden
Die 21-Jährige erlitt bei der Kollision schwere Verletzungen und musste mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Auch der fünfjährige Beifahrer des Mercedes wurde schwer verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert. Der 18-jährige Fahrer kam mit leichten Verletzungen davon.
An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden, der von der Polizei auf mehr als 10.000 Euro geschätzt wird. Die Autos mussten nach dem Unfall abgeschleppt werden.
Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung
Gegen den 18-jährigen Fahrer des Mercedes wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr ermittelt. Die Polizei untersucht derzeit die genauen Unfallumstände, insbesondere warum der junge Mann in der Kurve die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor.
Dieser Vorfall zeigt erneut, wie schnell bei schwierigen Straßenverhältnissen ein Moment der Unachtsamkeit oder eine falsche Geschwindigkeit zu schwerwiegenden Folgen führen kann. Die Polizei mahnt deshalb zu besonderer Vorsicht, vor allem bei regennassen Fahrbahnen.
Am frühen Dienstagmorgen (8. Juli) kam es in Bergisch Gladbach-Lustheide zu einem Verkehrsunfall, der glimpflich ausging, aber leicht hätte schlimmer enden können. Ein 26-jähriger Mann aus Pulheim war mit seinem Toyota auf der Straße „In der Auen“ unterwegs, als er offenbar für wenige Sekunden am Steuer einschlief.
Gegen 4:45 Uhr geriet der Wagen des jungen Fahrers auf der geraden Strecke nach rechts von der Fahrbahn ab. Dabei krachte er zunächst gegen ein Verkehrszeichen und stieß anschließend mit einem dahinter stehenden Baum zusammen. Der Aufprall war so heftig, dass der Baum abbrach und auf das Auto stürzte.
Kollision in Lustheide
Fahrer kommt mit leichten Verletzungen davon
Der 26-Jährige hatte Glück im Unglück: Er zog sich nur leichte Verletzungen zu und kam mit dem Schrecken davon. Sein Toyota wurde jedoch erheblich beschädigt. Der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen im mittleren vierstelligen Bereich. Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden.
Feuerwehr räumt Unfallstelle
Da bei der Kollision Betriebsstoffe aus dem Fahrzeug austraten, rückte die Feuerwehr an. Sie kümmerte sich nicht nur um die auslaufenden Flüssigkeiten, sondern entfernte auch den auf dem Wagen liegenden Baum, um die Unfallstelle wieder freizumachen.
Unfallfahrer hatte kaum geschlafen
Der 26-Jährige räumte gegenüber der Polizei ein, er habe in der Nacht vor dem Unfall lediglich zwei Stunden geschlafen und sei am Steuer eingenickt. Ein Atemalkoholtest verlief negativ, auch auf andere berauschende Mittel gab es keine Hinweise.
Dennoch wurde der Führerschein des Mannes vorerst sichergestellt. Die Polizei leitete ein Verfahren wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung ein. Außerdem wurde sein Mobiltelefon zur Auswertung beschlagnahmt.
Die Polizei mahnt aus diesem Anlass erneut, übermüdet nicht ans Steuer zu gehen. Schon wenige Sekunden Sekundenschlaf können schwere Unfälle verursachen – nicht immer geht es so glimpflich aus wie in diesem Fall.
In Köln sorgt ein Vorstoß der Stadtverwaltung derzeit für Diskussionen: Die traditionellen „Spielplatz“-Schilder sollen künftig durch den Begriff „Spiel- und Aktionsfläche“ ersetzt werden. Doch Oberbürgermeisterin Henriette Reker bremst die Pläne nun aus.
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Verwaltung wollte inklusivere Bezeichnung
Hintergrund der Idee ist nach Angaben der Stadtverwaltung, dass die bisherigen Bezeichnungen nicht mehr dem erweiterten Gedanken von Inklusion entsprächen. Die Spielplätze dienten schließlich nicht nur Kindern, sondern sollten Begegnungsorte für alle Altersgruppen und Bürger im Veedel sein. Außerdem seien die Designs der aktuellen Schilder veraltet. Rund ein Jahr lang arbeitete die Verwaltung gemeinsam mit einer Designagentur an neuen Konzepten. Kinder und Jugendliche konnten ihre Wünsche bei Befragungen und Workshops auf den Spielplätzen einbringen.
Die Umsetzung hat bisher 38.000 Euro gekostet. Ab Herbst 2025 sollten die neuen Schilder an über 700 Spielplätzen in Köln angebracht werden.
Kritik an den Plänen
Nicht alle können den Sinn hinter dieser Umbenennung nachvollziehen. So meint etwa eine Anwohnerin, dass Spielplätze Spielplätze blieben, egal, wie man sie nenne, und dass die Stadt das Geld besser für wichtigere Dinge ausgegeben hätte.
Reker stellt sich gegen die Neubenennung
Auch Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker hält wenig von den Umbenennungsplänen. Sie betonte, dass der Begriff „Spielplatz“ klar und verständlich sei und sie angesichts der großen Herausforderungen, vor denen die Stadt stehe, kein Verständnis dafür habe, dass die Verwaltung ihre Zeit mit der Neugestaltung von Spielplatzschildern verbringe. Reker kündigte an, das Thema am 4. September dem Stadtrat zur Entscheidung vorzulegen.
Damit liegt die Zukunft der Bezeichnung nun in den Händen der Politik. Bis dahin bleibt es vorerst beim klassischen „Spielplatz“.
Am Sonntag hat in Köln die große Parade zum Höhepunkt des Cologne Pride stattgefunden. Unter dem Motto „Für Queerrechte. Viele. Gemeinsam Stark.“ zogen rund 60.000 Teilnehmende auf Festwagen oder zu Fuß durch die Innenstadt. Trotz Regens säumten Hunderttausende die Straßen, wenn auch nicht ganz so viele wie die 1,2 Millionen im vergangenen Jahr.
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Gleich zu Beginn der Demo wurde auf der Deutzer Brücke deutlich, dass es nicht nur Grund zum Feiern gibt. Angesichts der aktuellen Lage sprach der Cologne-Pride-Sprecher sinnbildlich davon, der Regen seien die Tränen der queeren Community über die Situation, in der sie sich derzeit befinde. Dennoch zeigten sich die Teilnehmenden bunt, vielfältig und voller Lebensfreude.
Viele Prominente und Institutionen dabei
Zahlreiche Politikerinnen und Politiker nutzten den CSD, um ihre Solidarität mit der queeren Community zu zeigen. Neben Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker, die zum letzten Mal in ihrer Amtszeit dabei war, reisten auch Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas, Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach, die FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann und CDU-Staatsministerin Serap Güler aus Berlin an.
Auch der 1. FC Köln setzte ein starkes Zeichen. Mit dabei waren rund 300 Mitarbeitende und Fans, darunter Präsident Werner Wolf, Geschäftsführer Philipp Türoff, Stadionsprecher Michael Trippel und Spieler wie Kapitän Timo Hübers.
Am Kölner Rathaus wehte die Regenbogenfahne und viele Gruppen, Parteien, Gewerkschaften sowie Unternehmen waren mit Wagen und Fußgruppen vertreten. Die Polizei sprach von 250 Gruppen und 90 Festwagen, die sich durch die Innenstadt bewegten.
Kritik am Bundestag – Solidarität aus Köln
Für Diskussionen sorgte, dass am Deutschen Bundestag in Berlin keine Regenbogenflagge gehisst wurde. NRW-Kulturministerin Ina Brandes erklärte, sie hätte sich dieses Symbol der Unterstützung gewünscht. Auch Karl Lauterbach machte deutlich, dass gerade in Zeiten zunehmender Anfeindungen Solidarität wichtig sei.
Eine kleine Delegation aus Kölns Partnerstadt Rio de Janeiro war ebenfalls beim CSD dabei. Der brasilianische Karnevalsmoderator Milton Reis da Cunha Junior berichtete von schwierigen Bedingungen für queere Menschen in seinem Heimatland, lobte aber die offene und solidarische Atmosphäre in Köln.
Party und Protest auf drei Bühnen
Bereits seit Freitag hatte der Cologne Pride ein 60-stündiges Programm geboten: Auf drei Bühnen gab es Musik, politische Diskussionen, Comedy und Performances. Eine Chillout-Area lud zum Verweilen ein.
Trotz der ausgelassenen Stimmung und farbenfrohen Kostüme stand der politische Protest im Vordergrund. Der Veranstalter ColognePride betonte, dass die Rechte queerer Menschen gerade in diesem Jahr besonders im Fokus stünden. Die Community sieht sich vermehrten Anfeindungen und steigenden Fallzahlen queerfeindlicher Straftaten ausgesetzt.
Polizei mit großem Aufgebot – friedlicher Verlauf
Angesichts der Größe der Veranstaltung war die Polizei mit deutlich mehr Kräften als üblich vor Ort. Einsatzleiter Gregor Eisermann erklärte, dass man den CSD als Symbol für eine offene Lebensweise besonders schützen wolle, da dies nicht ins Weltbild von Extremisten passe. Tatsächlich verlief der Tag weitgehend friedlich. Die Polizei musste hauptsächlich den Verkehr regeln – und lobte die Teilnehmenden für ihre Rücksichtnahme und ihr umsichtiges Verhalten.
Mit dem Christopher Street Day erinnert Köln wie viele andere Städte an den Aufstand in der New Yorker Christopher Street im Jahr 1969. Damals wehrten sich Schwule, Lesben und Transpersonen gegen Polizeigewalt im „Stonewall Inn“ – der Beginn einer weltweiten Bewegung für Gleichberechtigung. In Deutschland gilt der CSD in Köln, neben Berlin, als einer der größten seiner Art.
Erneut ist es im Rheinisch-Bergischen Kreis Betrügern gelungen, sich als angebliche Bankmitarbeiter auszugeben und so eine Seniorin um ihr Erspartes zu bringen. Eine 85-jährige Frau aus Leichlingen wurde am Mittwoch (2. Juli) Opfer dieser perfiden Masche.
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Anruf mit Schocknachricht
Am Vormittag klingelte bei der Leichlingerin das Telefon. Am anderen Ende meldete sich eine Frau, die sich als Mitarbeiterin der Sparkasse ausgab. Sie behauptete, dass eine Firma versuchen würde, mehrere tausend Euro vom Konto der Seniorin abzubuchen, und fragte die 85-Jährige aus, ob sie Bargeld zu Hause habe oder ob sie Geld bei der Bank abheben könne. Mit immer neuen Fragen zu Kontodaten und Bargeldvorräten setzte die Betrügerin ihr Opfer zunehmend unter Druck.
Betrüger holt Bargeld und Bankkarte ab
Schließlich kündigte die Anruferin an, einen Kollegen vorbeizuschicken, der das Bargeld angeblich auf Falschgeld überprüfen müsse. Kurze Zeit später erschien ein etwa 30 Jahre alter, schlanker Mann mit dunklen Haaren an der Haustür der Leichlingerin. Er stellte sich als „Herr Nowak“ von der Sparkasse vor. Die Seniorin händigte ihm daraufhin ihr Bargeld aus. Außerdem ließ sie sich dazu überreden, auch ihre Bankkarte herauszugeben, da diese angeblich beschädigt sei.
Nachdem der Mann mit Geld und Karte verschwunden war, schöpfte die Frau Verdacht und wandte sich an ihre Bank. Dort kam das böse Erwachen: Noch gegen 11 Uhr waren bereits weitere Beträge im unteren vierstelligen Bereich von ihrem Konto abgehoben worden.
Polizei warnt eindringlich
Die Polizei weist darauf hin, dass sich Betrugsfälle, bei denen Täter sich als Bankangestellte ausgeben, derzeit im gesamten Kreisgebiet häufen. „Echte Bankmitarbeiter würden niemals telefonisch zur Herausgabe von Bargeld oder Karten auffordern – und schon gar nicht jemanden vorbeischicken, um Bargeld abzuholen“, betont eine Sprecherin der Polizei Rhein-Berg.
Tipps gegen Betrug
Die Polizei appelliert dringend, bei solchen Anrufen stets misstrauisch zu sein, keine persönlichen Daten herauszugeben und niemals Geld oder Bankkarten an unbekannte Personen zu übergeben. Betroffene oder Angehörige, die unsicher sind oder Beratung wünschen, können sich an die Kriminalprävention unter 02202 205-0 oder per E-Mail an gl.kriminalpraevention@polizei.nrw.de wenden.
Mit gezielter Aufklärung hofft die Polizei, weitere Fälle dieser dreisten Betrugsmasche zu verhindern und insbesondere ältere Menschen besser zu schützen.
In der Nacht zum Mittwoch (3. Juli) kam es gleich zu zwei Einbrüchen in Wohnhäuser im Rheinisch-Bergischen Kreis. Während ein Einbruch in Kürten durch die Aufmerksamkeit der Bewohner scheiterte, hatten Einbrecher in Rösrath mehr Erfolg.
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Hund vertreibt Einbrecher in Kürten
Gegen 2:10 Uhr versuchten zwei bislang unbekannte Männer, durch ein gekipptes Fenster im Erdgeschoss eines Einfamilienhauses an der Wipperfürther Straße in Kürten-Miebach einzusteigen. Doch die Rechnung machten sie ohne den Hund der Hausbewohner: Das Tier schlug laut an und machte so die Bewohner auf das Geschehen aufmerksam. Nach einer direkten Ansprache durch einen Bewohner ergriffen die Täter ohne Beute die Flucht.
Videoaufzeichnungen aus dem Umfeld des Hauses liefern der Polizei Hinweise zur Beschreibung der Männer: Beide sollen zwischen 30 und 50 Jahre alt, etwa 1,70 bis 1,80 Meter groß und schlank gewesen sein. Einer trug weiße Oberbekleidung und eine blaue Hose, der andere ein schwarzes T-Shirt mit weißer Aufschrift.
Schmuck und Bargeld in Rösrath gestohlen
Nur wenig später, gegen 3:00 Uhr, brachen Unbekannte in ein Reihenhaus an der Katharina-Zinnicken-Straße in Rösrath ein. In Abwesenheit der Bewohner hebelten sie die Eingangstür auf und durchsuchten mehrere Räume nach Wertgegenständen. Dabei entwendeten sie nach ersten Erkenntnissen Schmuck und Bargeld in noch unbekannter Höhe.
Polizei bittet um Hinweise
An beiden Tatorten wurden Spurensicherungen durchgeführt und Strafanzeigen aufgenommen. Die Polizei bittet mögliche Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge in den betroffenen Bereichen bemerkt haben, sich unter Tel. 02202 205-0 beim Kriminalkommissariat 2 der Polizei Rhein-Berg zu melden.
Gerade in der Urlaubszeit appelliert die Polizei zudem erneut, Häuser und Wohnungen sorgfältig zu sichern und bei längerer Abwesenheit Nachbarn um erhöhte Aufmerksamkeit zu bitten. So können Einbrüche oft schon im Vorfeld verhindert werden.