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Krankenstände in der Stadtverwaltung unbekannt

02 September 2014 von Darian Lambert

geschlossenKrankenstände in der Stadtverwaltung von Bergisch Gladbach müssen ermittelt und verbessert werden!

Die Bürgerpartei GL ist seit Mai 2014 mit einem Sitz im Stadtrat von Bergisch Gladbach vertreten.

Aus dem Kreis der Bürger wurde die Bitte an die Bürgerpartei herangetragen, sich mit dem Krankenstand in der Stadtverwaltung näher zu befassen. Warum? In gefühlten 80% der Fälle erreicht man in der Stadtverwaltung den zuständigen Sachbearbeiter nicht. Wenn man dann endlich einen Vertreter erreicht hat, wird meistens auf „Krankheit“ verwiesen.

 Die Anfrage vom 15. Juni 2014 an den Bürgermeister lautete:
 
„Wie viele Personen sind in der Stadtverwaltung tätig? Wie war der Krankenstand in den letzten fünf Jahren?“

Die Antwort des Bürgermeisters vom 15. August 2014 lautete:

„Der Krankenstand der Verwaltung ließ sich in den vergangenen Jahren durch die eingesetzten IT-Systeme nicht abschließend ermitteln. Die Verwaltung hat entsprechende Aufwendungen vorgenommen, um diese Kennzahlen auch für die interne Steuerung nutzbar zu machen. Hierzu bedarf es noch verwaltungsinterner Abstimmungen. Der zuständige Haupt- und Finanzausschuss wird zu gegebener Zeit informiert.“

Aus Sicht der Bürgerpartei ist dies enttäuschend. Die Bürgerpartei GL kritisiert:

Krankenstände können aus den unterschiedlichsten, nachvollziehbaren Gründen herrühren. Ursachen können Infektionen sei, körperlich und psychisch erschwerende Arbeitsbedingungen, Mobbing und innere Kündigung. Der Antwort des Bürgermeisters zu diesem Problembereich war nicht einmal die Mitarbeiterzahl zu entnehmen. Wenn Zahlen offenkundig bis heute nicht so erhoben werden, dass sie vorgelegt werden können, fehlen Vergleichsmaßstäbe zu anderen Stadtverwaltungen und anderen Bereichen der Erwerbswelt. Insbesondere können weder Trends bestimmt, noch Schwerpunkte erkannt werden. Demzufolge sind auch keine Maßnahmen zur Verbesserung möglich, weil das Instrument fehlt, um Veränderungen zum Besseren oder Schlechteren hin feststellen zu können.

Frank Samirae, Ratsmitglied im Stadtrat von Bergisch Gladbach und Vorsitzender der Bürgerpartei GL, nimmt hierzu weiterhin Stellung:

Wir halten die jetzige Situation für verantwortungslos. Wir beabsichtigen, das Thema im Rat zu besprechen und einen Antrag einzubringen, die Krankenstände statistisch zu begleiten mit der Perspektive, Verbesserungen dort zu finden, wo es möglich ist. Dazu müssen auch gegenüber dem Rat und seinen Ausschüssen Zahlen und Lösungsvorschläge dokumentierbar sein. Darauf werden wir drängen! Die Gesundheit der Mitarbeiter der Stadtverwaltung wird uns ein dauerhaftes Anliegen bleiben.

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Jugendprojekt: Eine Woche Politiker/in

28 August 2014 von Darian Lambert

Projektwoche zur politischen Bildung und Partizipation in Bergisch Gladbach
01. September bis 05. September 2014

„Ratssitzung“ mit Übergabe der politischen Wunschliste an den Bürgermeister
am Freitag, dem 5. September 2014 um 14.00 bis ca. 15.30 Uhr
in der Aula der Realschule Im Kleefeld 19

Was gefällt mir an Bergisch Gladbach und was nicht? Wer hat was zu entscheiden? Welche Wünsche und Vorstellungen von einer kinder- und jugendfreundlichen Stadt habe ich? Was würde ich selbst gerne ändern? Mit Fragen wie diesen beschäftigen sich eine Woche lang Schülerinnen und Schüler der Städtischen Realschule Kleefeld. Durchgeführt wird die Projektwoche nun schon zum siebten Mal in Kooperation zwischen Schule, städtischem Jugendamt und UFO, dem Jugendkulturhaus der AWO. An der Projektwoche, die am Montag, dem 01. September 2014 beginnt, nehmen ca. 15 Jugendliche der 9. Klassen teil. Am Ende der Woche werden die Jungen und Mädchen im Rahmen einer nachgestellten Ratssitzung in der Aula der Realschule (Im Kleefeld 19, 51467 Bergisch Gladbach) ab 14:00 Uhr ihre politischen Vorstellungen diskutieren. Zum Abschluss überreichen die „Nachwuchspolitiker“ am Freitag, dem 05. September 2014 eine politische „Wunschliste“ an den Bürgermeister.
Da zum Politikeralltag auch der Umgang mit der Presse gehört, sind die „Nachwuchskräfte“ im kommunalen Politikgeschäft für Interviewanfragen offen.

Projektbeschreibung

In Bergisch Gladbach wird seit einiger Zeit überlegt, wie Kinder und Jugendliche an politische Beteiligungsprozesse herangeführt werden können. Die Ideen reichen von der Einführung eines Kinder- und Jugendparlamentes über Jugendforen bis hin zur Beteiligung an konkreten Projekten. Bevor man aber die politische Beteiligung von jungen Menschen institutionalisiert, müssen die Grundlagen gelegt werden: Erstens müssen junge Menschen darüber informiert werden, wie kommunale Politik funktioniert, und zweitens muss das Interesse für lokale politische Prozesse und Themen geweckt werden.

Mit dem Projekt „Eine Woche Politiker“ wollen wir – das Jugendkulturhaus der AWO „Ufo“ und das Jugendamt der Stadt Bergisch Gladbach – jungen Menschen die kommunale Politik im Rahmen einer Projektwoche näher bringen.

Die Teilnehmer/innen sollen die Struktur und die Funktion kommunaler Politik sowie den Aufbau der Stadtverwaltung kennen lernen. Die Schüler/innen sollen in Gruppen aktuelle Themen bearbeiten und nach der Präsentation der Ergebnisse am 05.09.2014 ihre „Wunschliste“ an den Bürgermeister übergeben. Methodisch werden die jungen Menschen dabei über ganz praktische Aufgaben an die Thematik herangeführt. So stehen zum Beispiel Ortsbesichtigungen, ein Besuch der Stadtverwaltung sowie eine abschließende „Ratssitzung“ auf dem Plan.

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Städtefreundschaft geht durch den Magen

28 August 2014 von Darian Lambert

Kochkurse zum Thema Partnerstädte in der VHS

Wer eine fremde Kultur verstehen will, fängt am besten beim gemeinsamen Kochen und Essen an. Diesen Gedanken griffen die Kolleginnen im städtischen Bürgermeisterbüro auf, die sich um die Bergisch Gladbacher Städtepartnerschaften kümmern. Das Ergebnis: ein Angebot von sechs Kochkursen in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule, die in der perfekt ausgestatteten Lehrküche von Haus Buchmühle stattfinden. Diese Kurse finden an unterschiedlichen Terminen ab September 2014 bis Januar 2015 jeweils an einem Abend statt; die Teilnahmeentgelte betragen zwischen 25 und 31 Euro einschließlich der verwendeten Lebensmittel.

Die Kursabende werden wie folgt ablaufen: Vor der Einführung in die landestypische Küche unserer zehn Partnerstädte findet zunächst eine „Aufwärmrunde“ statt mit allgemeinen Informationen, gemeinsamen Aktivitäten und Mitmachmöglichkeiten für Interessierte. Denn mittlerweile haben sich für einige Städtepartnerschaften Arbeitskreise oder Fördervereine gebildet (für Ganey Tikva, Beit Jala, Pszczyna und die französischen Partnerstädte, weitere sind in Vorbereitung).  Danach geht es im wahrsten Sinne ans „Eingemachte“: Es werden Küche und Kochkultur der Stadt oder Region vorgestellt, außerdem natürlich typische Gerichte zubereitet, die anschließend mit viel Vergnügen verspeist werden.

Das Angebot richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, die sich für die Bergisch Gladbacher Städtepartnerschaften interessieren, aber auch an jene, die einfach nur gern kochen und essen und ihr Hobby in Bezug zu ihrer Stadt setzen möchten. Niemand ist dadurch verpflichtet, sich weiter zu engagieren, aber wenn das Interesse geweckt ist, sind neue Gesichter in allen Arbeitskreisen herzlich willkommen! Und in diesen wird nicht nur „gearbeitet“, sondern ebenso gern gekocht und gespeist wie in den Volkshochschulkursen.

Anhang zur Pressemitteilung: Städtefreundschaft geht durch den Magen
Das komplette Programm


Städtepartnerschaftsküche: Pszczyna (Polen) & Marijampole (Litauen)
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Dr. Birgitt Killersreiter
Dieser Kochabend ist der polnischen und litauischen Küche gewidmet. Es wird ein deftiger Kochabend! Sie lernen das polnische Nationalgericht Bigos (Sauerkraut-Fleisch-Eintopf), diverse Heringsspezialitäten und die berühmten Mohnklöße kennen. Höhepunkt des Kochabends werden gefüllte Kartoffelklöße – die Zeppelins sein. Diese Klöße sind das litauische Nationalgericht und sie werden gefüllt mit allem, was sich in der baltischen Küche finden lässt: Hackfleisch, Schinken, Quark, Heringe oder Pilze.
Bergisch Gladbach ging 1989 mit Marijampole in Litauen und 1993 mit Pszczyna in Polen Städtepartnerschaften ein.
Bringen Sie bitte mit: Getränke, Schürze, Geschirrtücher und Behälter für eventuelle Reste
26 € (darin enthalten 10 € Lebensmittelgebühr) bei min. 10 Teilnehmern
Mi., 24.09.14
18.00-21.30 Uhr
Haus Buchmühle
Bitte anmelden bis 17.09.14

Städtepartnerschaftsküche: Beit Jala (Palästina) & Ganey Tikva (Israel)
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Farnia Malek Gilani
Dieser Kochabend ist der palästinensischen und israelischen Küche gewidmet. Sie kochen mehrere, überwiegend vegetarische Gerichte für eine festliche Tafel. Genießen Sie am Büffet Falafel, Hommus (Kichererbsenmus), Mutabel (Auberginenpüree), gefüllte Teigtaschen, Salate, Nammura (Grieskuchen) und Dattelkuchen.
Bergisch Gladbach ging 2011 mit Beit Jala in Palästina eine Städtepartnerschaft ein. 2013 folgte Ganey Tikva aus Israel. Die Kochdozentin Farnia Malek Gilani wurde in Persien geboren und lebt seit 1987 in Deutschland.
Bringen Sie bitte mit: Getränke, Schürze, Geschirrtücher und Behälter für eventuelle Reste
26 € (darin enthalten 10 € Lebensmittelgebühr) bei min. 10 Teilnehmern
Di., 21.10.14
18.00-21.30 Uhr
Haus Buchmühle
Bitte anmelden bis 14.10.14

Städtepartnerschaftsküche: Runnymede und Luton
B364026E
Dietmar Paaß
Die englische Küche wurde durch Starköche wie Jamie Oliver oder Gordon Ramsey deutlich reformiert, und gerade diese beiden haben auch in Deutschland viele Nachahmer gefunden. Entstanden ist so die Kochtradition des „Gastropub“, in der Rezepte der traditionellen britischen Küche modernisiert und durch andere Zutaten interessant gemacht werden. Daher werden wir auch an diesem Abend neben zwei Suppen (darunter die vom Silvesterabend berühmte Mulligatawny Soup) und inspirierenden Salaten u.a. eine der berühmten Pies, eine Flan sowie ein Stew zubereiten. Unter den Nachtischen auf dem Büffet darf dann neben Tee natürlich die Apple Pie nicht fehlen.
Luton schloss 1956 den Vierer-Partnerschaftsvertrag mit Gladbach, 1965 unterzeichneten Runnymede und Bensberg einen solchen Vertrag, der nach den kommunalen Neugliederungen von Egham und Bergisch Gladbach übernommen wurde. Beide Städte liegen im Londoner Speckgürtel, wobei Egham durch seine Lage am Oberlauf der Themse zwischen Heathrow und Windsor eine besonders attraktive Landschaft für sich verbuchen kann.
Bringen Sie bitte mit: Getränke, Schürze, Geschirrtücher und Gefäße für evtl. Reste
25 € (darin enthalten 12 € Lebensmittelumlage) bei min. 10 Teilnehmern
Mo., 10.11.14
18.00-21.45 Uhr
Haus Buchmühle
Bitte anmelden bis 03.11.14

Städtepartnerschaftsküche: Velsen (Niederlande)
B364027E
Helga Ceurstemont

Die niederländische Küche unterscheidet sich nur wenig von der deutschen Küche. Es werden gerne Eintopfgerichte gegessen und mit viel Fantasie Pfannkuchen gebacken und gefüllt. In diesem Kurs lernen Sie verschiedene Stammpott’s kennen. Das sind Eintopfgerichte mit Kartoffeln (Kartoffelbrei), Gemüse, Fleisch oder Fleischklößchen. Den Abschluss macht eine raffinierte süße Schichtspeise mit Fla – dem niederländischen Lieblingspudding.
Die Städtepartnerschaft mit Velsen besteht seit 1956. Die Kochdozentin ist mit einem Belgier verheiratet und lebt in Bergisch Gladbach. Ihre Leidenschaft gilt der Literatur und dem Kochen. Sie hat für uns ihre niederländischen Rezepte aufbereitet.
Bringen Sie bitte mit: Getränke, Schürze, Geschirrtücher und Behälter für eventuelle Reste
26 € (darin enthalten 12 € Lebensmittelgebühr) bei min. 10 Teilnehmern
Do., 20.11.14
18.00-21.30 Uhr
Haus Buchmühle
Bitte anmelden bis 13.11.14

Städtepartnerschaftsküche: Limassol (Zypern)
B364028E
Gabi Viol
Limassol liegt zwischen den antiken Städten Amathus und Curium (Kourion) am Meer. Und die Küche dort ist eine Mischung aus griechischer und orientalischer Küche. Deswegen gibt es auch köstliche Dolmades, Keftedes aber auch original Houmous (Kichererbsenmus), Spieße aus gegrilltem Halloumikäse und Champingnons auf zyprische Art. Ein besonderer Abschluss ist die Süßspeise Lukumi. Das ist ein mit Bergamotte, Limette oder anderen Früchten hergestelltes Konfekt auf Gelee-Basis.
Die Städtefreundschaft mit Limassol besteht seit 1991. Die Initiative ging von der gebürtigen Zypriotin und Ratsfrau C. Braitsch und ihrem Ehemann – damals Vorsitzender der deutsch-zypriotischen Gesellschaft – aus.
Bringen Sie bitte mit: Getränke, Schürze, Geschirrtücher und Gefäße für evtl. Reste
27 € (darin enthalten 13 € Lebensmittelumlage) bei min. 10 Teilnehmern
Di., 02.12.14
18.00-21.45 Uhr
Haus Buchmühle
Bitte anmelden bis 25.11.14

Städtepartnerschaftsküche: Bourgoin-Jallieu & Joinville-le-Pont
B364029E
Hannelore Müller
An diesem Kochabend geht es quer durch Frankreich. Und weil die Küche so vielfältig ist, werden Sie auch gemeinsam mit der Kochdozentin ein 7-Gänge-Menü kochen. Hier der Menüplan:
Frühlingssuppe mit grünem Gemüse und Eigelb (Potage au primeur)
– gespickter Lachs auf Spinat (Saumon val de Loire)
– Hechtklößchen (Quenelles de Brochet)
– marinierte Lammkeule mit grünen Bohnen (Gigot á la Solognote)
– Kaninchen in Sahnesoße (Lapin á Bressane)
– Kartoffel-Zwiebel-Gratin (Galette Lyonaise)
– Champagner Creme (Cremé Champenoise)
Die Städtepartnerstadt zwischen Bourgoin-Jallieu besteht seit 1956 und zu Joinville-le-Pont seit 1960. Die Kochdozentin Hannelore Müller ist in der französischen Küche zu Hause und kocht seit Jahren leidenschaftlich in der VHS mit Gruppen.
Bringen Sie bitte mit: Getränke, Schürze, Geschirrtücher und Gefäße für evtl. Reste
31 € (darin enthalten 17 € Lebensmittelumlage) bei min. 10 Teilnehmern
Do., 15.01.15
18.00-21.45 Uhr
Haus Buchmühle
Bitte anmelden bis 08.01.15

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Bio-Brotbox 2014: Freitag erhalten 2.886 I-Dötzchen die gesunde Schachtel

26 August 2014 von Darian Lambert

Bio-Brotbox_2014
Schüler sprechen mit Landrat und Bürgermeistern über Ernährung 

Rheinisch-Bergischer Kreis. Am Freitag ist wieder soweit: Alle 2.886 Erstklässler aus dem gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis erhalten dann die Bio-Brotbox. In der Dose stecken viele leckere und gesunde Dinge, die für eine ausgewogene Ernährung sorgen, damit man gut und leistungsstark durch den Schultag kommt. Gemeinsam mit dem Naturgut Ophoven machten Lokalpolitiker kräftig Werbung für gesunde Ernährung.

Die Kinder aus der 4a zeigten sich aber gut vorbereitet auf den Besuch und konterten mit viel Wissen. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Angelika Paulat beschäftigten sie sich schon im Unterricht mit gesundem Essen. An der Ernährungspyramide stellten sie die Verwaltungschefs dann auf die Probe. „Welche Nahrungsmittel darf man in welchen Menge konsumieren, um sich gesund zu ernähren? Und zu welchen Gruppen gehören die verschiedenen Lebensmittel?“ Landrat und Bürgermeister nahmen diese Hürden mit ein wenig Hilfe der Schüler souverän und ordneten Wurst, Brot, Süßes und viele weitere Dinge richtig ein.

Mit einem anschaulichen Versuch verdeutlichte der Bio-Bäcker Andreas Scherbarth den Kindern aus Hand den unterschiedlichen Nährwert von Weizenmehl und Vollkornmehl. Dafür zündete er einen Haufen Watte und die gleich schwere Menge Holzspäne an. Während die Watte schnell verglühte, brannten die Holzspänne langsamer ab. „So verhält es sich auch mit den unterschiedlichen Mehlsorten“, erklärte der Bäckermeister. „Dunkles Mehl hält länger vor als helles.“

Diese Erkenntnis setzten die Kinder mit dem Bio-Bäcker auch gleich um. Gemeinsam backten sie leckere Mini-Pizzen aus Vollkornmehl, Biokäse und Bio-Tomaten. So gestärkt kommt man gut durch den Tag. Und auch dem Landrat und Bürgermeistern schmeckte es ausgezeichnet.
Hintergrund der Bio-Brotbox: Gut gestärkt in die Schule
Frühstück ist besonders für Kinder und Jugendliche die wichtigste Mahlzeit des Tages. Ohne die erste Stärkung gehen allerdings – je nach Studie – circa 25 bis 35 Prozent der Schüler aus dem Haus. Und wenn in der Pause dann der erste Heißhunger kommt, wird häufig zu einem ungesunden Schokoriegel gegriffen. Diesem bedenklichen Trend möchte die Bio-Brotbox entgegenwirken.

Ziele der Bio-Brotbox & Zielgruppe
Die Bio-Brotbox klärt Kinder und Eltern über gesunde Ernährung auf. Sie soll Appetit machen und Anregungen geben für ein vitaminreiches Frühstück zuhause und in Unterrichtspausen. Zudem möchte die Bio-Brotbox zu einer nachhaltigen Behandlung des Themas im Unterricht anregen. Ein Paradebeispiel dafür ist die GGS Hand in Bergisch Gladbach. Viele weitere Grundschulen aus dem Kreisgebiet gehen dabei genauso engagiert vor.
Zudem trägt die Bio-Brotbox zur Müllvermeidung und Rohstoffeffizienz bei, da die Kinder ihr Frühstück jeden Tag in der selben Dose mitbringen. 
Im Jahr 2014 erreicht die Bio-Brotbox 2.886 I-Dötzchen, in 87 Klassen in 65 Grund- und Förderschulen des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Inhalt der Bio-Brotbox
Alle Lebensmittel der Bio-Brotbox sind in Bio-Qualität. Und darauf können sich die I-Dötzchen freuen: 2 Scheiben Brot, Tee, Käseecke, Puten-Streichwurst, Müsliriegel, Müsli, Weinbeeren, Schokogetränk. Zum Verstreichen ist zusätzlich noch ein kleines Holzmesser beigelegt. Das Brot steuert beispielsweise die Mühlenbäckerei von Andreas Scherbarth bei – über 10.000 Scheiben für alle Schachteln im Rheinisch-Bergischen Kreis und in Leverkusen. 
Ein der Box beigelegtes Schreiben informiert Eltern und Kinder über die Aktion und die Bedeutung von gesunder Ernährung und Frühstück.
Partner der Bio-Brotbox, Packaktion & Verteilung 
Viele Partner ziehen an einem Strang. Die Organisation und Koordination liegt beim Naturgut Ophoven. Der Rheinisch-Bergische Kreis hilft bei der Suche nach Sponsoren und beim Packen. Mehr als 40 Unternehmen und Institutionen unterstützen die Aktion derzeit finanziell und mit Waren.

Die Bio-Brotbox wird am Donnerstagvormittag, den 28. August, im Kreishaus durch Mitarbeiter und Azubis des Rheinisch-Bergischen Kreises, des Naturguts Ophoven und Schülern des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums gepackt. Von den Städten und Gemeinden werden die gesunden Leckereien abgeholt und am Freitag, den 29. August, in den Grundschulen verteilt.

Geschichte der Bio-Brotbox
Die Bio-Brotbox wurde im Jahr 2002 von der damaligen Verbraucherschutzministerin Renate Künast ins Leben gerufen. 2014 werden in der Bundesrepublik, Österreich und Luxemburg 180.420 Bio-Brotboxen an die Kinder verteilten. In Deutschland bekommt damit ein Viertel aller Erstklässler die gesunde Dose. 
Im Rheinisch-Bergischen Kreis wurden 2007 die ersten Bio-Brotboxen an Erstklässler verteilt. Initiator war damals wie heute das Naturgut Ophoven.

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Integrationsrat will Budgethoheit zurückerlangen

25 August 2014 von Darian Lambert

integration-400Der Integrationsrat kann sich nach der Gemeindeordnung NRW mit allen Angelegenheiten der Stadt befassen. Vorrangig kümmert er sich um Handlungsfelder, die sich aus dem Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft ergeben. Die Mitglieder des Integrationsrates kritisieren nun offen, dass Ihnen Stadt und Verwaltung die Arbeit schwer machen. 

Das im Jahr 2009 beschlossene Integrationskonzept umfasst 83 Maßnahmen um die Integration in Bergisch Gladbach zu fördern. Seit dem Jahr 2010 werden von der Stadt hierfür 50.000 € jährlich bereitgestellt. Das Land NRW finanziert sogar mit einem hohem Anteil dieser Summe durch Fördermittel. Was auf den ersten Blick gut erscheint wir entpuppt sich als Trugschluss bei genauem Hinsehen. Der Bergisch Gladbacher Integrationsrat wird augenscheinlich stiefmütterlich behandelt von der Stadt. Er verfügt über ein gedeckeltes Budget von 7.500 € (bis 2010 sogar nur 5500 €) pro Jahr. Hieraus sollen alle seine Projekte und auch alle Sitzungs- und Mandatsentschädigungen z.B. Verdienstausfall, Kilometergeld, Parkgebühren oder Kosten für Haushaltshilfe oder Kinderbetreuung) finanziert werden.

„Ich bin erschüttert wie die Stadt den Integrationsrat in der Vergangenheit knebeln konnte. Der neue Integrationsrat hat sogar 8-10 verschiedene Arbeitskreise. Er nimmt seine Aufgabe sehr ernst und seine Mitglieder zeigen sich äußerst engagiert. Eigene Projekte kann er kaum finanziell stemmen, da er in seinem Budget so hart beschnitten wurde. Das ist für mich ganz klar rechtswidrig. Die Gemeindeordnung sagt, dass dem Integrationsrat die zur Erledigung seiner Aufgaben erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen sind. Der Stadtrat kann hierfür einen Rahmen nach Anhörung des Integrationsrates festlegen. Sitzungsgelder und Co. dürfen die Arbeit des Integrationsrates jedoch nicht gefährden oder das gesamte Budget verhaften.“ – erklärt Stadtrat Frank Samirae, der sich auch als Mitglied im Integrationsrat engagiert.
 
Auch der Gründungsvater des Integrationsrates, Klaus Farber ist erschüttert von der unsäglichen Praxis: „Was mich am meisten ärgert ist, dass wir auf der einen Seite um ein paar hundert Euro kämpfen und Anträge sogar zurückziehen, weil kein Geld da ist und auf der anderen Seite über 10.000 € an die Stadt zurückgegeben werden. Damit entsteht sogar der Eindruck, dass der Bedarf garnicht so groß wäre. Dieses Spiel geht jetzt schon fünft Jahre so.“ führt Klaus Farber aus.

Auch für die 83 Maßnahmen des Integrationskonzeptes wurden die insgesamt 200.00  € sehr ungewöhnlich verwendet. Von 2010 bis 2013 (4 Jahre) wurden 118.789,06 ausgegeben, davon 99.700,-€ für den Azubi Stammtisch (84 % aller Ausgaben) und 19.089,-€ für ca. 10 Maßnahmen (von 83 beschlossenen Maßnahmen). 81.210,94 wurden nicht ausgegeben. In den letzten 5 Jahren (2010 bis 2014) wurden für den Azubi-Stammtisch sogar 129.268,-€ ausgegeben.

Für Frank Samirae und Gründungsvater Klaus Farber ist klar: Der Integrationsrat selbst muss die Budgethoheit zurückerlangen. Die Verwendung der jährlichen Mittel von 50.000,00 € für Integrationsmaßnahmen soll in Zukunft gemeinsam mit Stadtverwaltung und Integrationsrat geplant und beschlossen werden. Die Verhältnismäßigkeit der Mittelverwendung und Nichtverwendung der geförderten Mittel ist für beide nicht nachvollziehbar.

„Gleichzeitig soll die Stadt uns hier für den Integrationsrat ein ausreichendes Budget zur verfügung stellen. Hierzu werden wir dem dem Rat einen neuen Budgetvorschlag unterbreiten. Ich würde es auch sehr begrüßen, wenn Sitzungsgelder und Co. heraus nicht bezahlt werden, da sonst eine Budgetplanung fast unmöglich ist. Der Entschädigungsanspruch der Mitglieder des Integrationsrates ist der gleiche wie der der Stadträte und Sachkundigen Bürger. Es handelt sich doch nicht um Menschen zweiter Klasse hier. Daher sollten wir hier fair sein und genauso abrechnen.“ – schließt Samirae.

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Verkehr und Verkehrsverhalten werden auf Herz und Nieren geprüft

22 August 2014 von Darian Lambert


Mobilitätskonzept Bergisch Gladbach – MobiK GL

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In Bergisch Gladbach soll jetzt die Zukunft verkehrsplanerisch angepackt werden. Ziel ist ein Mobilitätskonzept – ein umfassendes Planwerk, bei dem die Gesamtmobilität der Stadt erfasst wird: Pkw-Verkehr, Bus und Bahn, Rad- und Fußverkehr, Güterverkehr und ruhender Verkehr. Das Konzept soll nicht nur dokumentieren, sondern auch die Möglichkeit bieten, lenkend einzugreifen. Die Erstellung des Konzepts wird gefördert durch den Verkehrsverbund Rhein-Sieg; Bergisch Gladbach ist Modellkommune.

Erster Schritt: die ausführliche Bestandsaufnahme aller Verkehrsträger sowie die Aufzeichnung von Verkehrsgewohnheiten und Verkehrsströmen. Dann folgt die Auswertung und die planerische Arbeit – zunächst in Form von strategischen Leitzielen, und daran ausgerichtet konkrete Maßnahmen und Handlungsempfehlungen.

Mit der Bestandsaufnahme geht es in Bergisch Gladbach nun los. Die graue Theorie bleibt dabei außen vor: Die Bürgerinnen und Bürger werden konkret nach ihren täglichen Gewohnheiten, aber auch nach tatsächlich zurückgelegten Wegstrecken gefragt.

5.500 Haushalte sind gefragt  – Je mehr mitmachen, desto besser fürs Ergebnis

In den nächsten Wochen (bis Ende September) erhalten 5.500 zufällig ausgewählte Haushalte in Bergisch Gladbach ein Anschreiben des Bürgermeisters, in dem er um freiwillige und anonyme Mitwirkung bei der Haushaltsbefragung bittet. Per Fragebogen werden die an einem bestimmten Stichtag zurückgelegten Wege erfragt mit dem Auto, mit Bus & Bahn, mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Je mehr der Angeschriebenen mitmachen, desto aussagekräftiger wird das Bild des Verkehrsverhaltens und der dadurch erzeugten Verkehrsströme erfasst. Anhand dieser Angaben sind die auswertenden Experten beispielsweise in der Lage, Aussagen darüber zu treffen, zu welchen Anteilen sich der Verkehr auf die Verkehrsmittel verteilt und wie diese Verteilung optimiert werden kann („Modal Split“).

Slogan und Logo beschreiben kurz und knackig die Zielvorstellung des Konzeptes:

Bergisch Gladbach – clever. vernetzt. mobil.

Beauftragt mit der Haushaltsbefragung ist das Ingenieurbüro Helmert aus Aachen, das auch den Fragebogen entwickelt hat. Ein weiteres Expertenteam, das Büro Rödel & Pachan aus Kamp-Lintfort, setzt sich anschließend zwei Jahre lang intensiv mit der Mobilitätsentwicklung in Bergisch Gladbach auseinander. Zusammen mit lokalen und übergeordneten Interessensvertretern, der Politik und den Bürgerinnen und Bürgern soll diskutiert werden, wie Mobilität in Bergisch Gladbach heute und morgen aussehen kann. Daraus sollen Leitvorstellungen, Ziele und Handlungsempfehlungen entstehen. Aufbauend auf dem 2012 beschlossenen Integrierten Stadtentwicklungskonzept ISEK 2030 rückt mit dem Mobilitätskonzept ein weiteres Stück gesamtstädtischer Entwicklung in den Blickpunkt.

Bürgerbeteiligung als zentrales Element

Während der gesamten Erarbeitungszeit des Mobilitätskonzeptes spielt die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger eine entscheidende Rolle. Neben der Haushaltsbefragung ist im weiteren Verlauf eine offene Bürgerbeteiligung vorgesehen, bei der alle Bergisch Gladbacher teilnehmen können und sollen. Geplant sind in diesem Zusammenhang auch stadtteilbezogene Veranstaltungen.

Bergisch Gladbach ist Modellkommune – gefördert durch den VRS

Das Mobilitätskonzept steht in engem Zusammenhang mit dem Förderprojekt „Mobilität der Zukunft – Kommunales Mobilitätsmanagement“ des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS), in dessen Rahmen Bergisch Gladbach als Modellkommune ausgewählt wurde. Das Förderprojekt zielt darauf ab, die Kommunen sowohl fachlich als auch finanziell zu unterstützen, ein zukunftsfähiges Mobilitätskonzept zu entwickeln, bei dem intelligente und vernetzte Verkehrslösungen im Vordergrund stehen.Weitere Informationen finden Sie auf der Seite www.stadtentwicklung-gl.de

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Vortrag: Was ist „Antisemitismus“ heute?

14 August 2014 von Darian Lambert

Was ist „Antisemitismus“ heute? – Vortrag von Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber und anschließende Diskussion

Der Nahostkonflikt zwischen Israel und Palästina bzw. anderen umliegenden arabischen Staaten beschäftigt auch die Menschen in Bergisch Gladbach. Besonders im Rahmen der noch jungen Städtepartnerschaften mit Beit Jala in Palästina (seit 2011) und mit Ganey Tikva in Israel (seit 2012) werden Ursachen und Folgen des Nahostkonflikts für Israelis und Palästinenser diskutiert.

Dieser Konflikt soll nicht Thema der Veranstaltung sein, doch aber die Begriffe, die immer wieder in diesem Zusammenhang benutzt werden: Antisemitismus und Antizionismus. „Was sind eigentlich „Antisemitismus und Antizionismus“ heute?“  – diese Frage ist für Deutschland vor dem Hintergrund des Holocausts eine wichtige Frage.

Um der Antwort näher zu kommen, lädt der Arbeitskreis Ganey Tikva alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einem Vortrag von Professor Dr. Armin Pfahl-Traugher ein –

am 2. September 2014, um 19.00 Uhr ins Rathaus Stadtmitte. Der Eintritt ist frei.

Professor Pfahl-Traughber wird einen Vortrag halten und anschließend weitere Fragen im Rahmen einer Diskussion beantworten. Pfarrer Achim Dehmel, Vorsitzender des Arbeitskreises Ganey Tikva, freut sich, mit der Veranstaltung ein Angebot zur Aufklärung machen zu können: “Unser Ziel ist es, mit wissenschaftlich kompetenter Anleitung das Wesen von aktuellem Antisemitismus und Antizionismus aufspüren zu können. Es ist wichtig, über diese Worte und ihren aktuellen Sinn nachzudenken.“ Auch Bürgermeister Lutz Urbach begrüßt diese Veranstaltung: „Wenn es um Juden und den jüdischen Staat geht, dann sind viele Menschen unsicher, was antisemitisch ist, und was nicht. Unsere Geschichte spielt dabei eine große Rolle. Gut, wenn wir uns mehr Klarheit verschaffen können.“

Zur Person: Wer ist Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber?

Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber ist Politikwissenschaftler und Soziologe. Er arbeitet aktuell hauptamtlich als Dozent an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl. Zuvor war er auch Lehrbeauftragter an den Universitäten Marburg, Köln und Bonn, zwischenzeitlich Referatsleiter beim Bundesamt für Verfassungsschutz. Er gibt das „Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung“ (JET) heraus und gehört dem „Unabhängigen Expertenkreis Antisemitismus“ des Deutschen Bundestages an, der den Antisemitismusbericht für den Deutschen Bundestag erarbeitete. Seine Arbeitsschwerpunkte sind u.a. Antisemitismus, Extremismus und Totalitarismus, aber auch Zeit- und Ideengeschichte.

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Zu Besuch bei Freunden in Polen

04 August 2014 von Darian Lambert

Klaus Farber berichtet über die Städtepartnerschaft zu Pszczyna

Zu einem Vortragsabend mit Multivision lädt der ADRA e.V. ein. Das Thema: die Städtepartnerschaft zwischen Bergisch Gladbach und Pszczyna in Schlesien, Südpolen. Referent ist  Klaus Farber, der Vorsitzende des im vergangenen Jahr gegründeten Arbeitskreises zur deutsch-polnischen Städtepartnerschaft.

Bergisch Gladbach und Pszczyna sind bereits seit mehr als 20 Jahren verschwistert; die Partnerschaftsaktivitäten sollen nun neu belebt werden. Das A und O dabei ist die Begegnung der Menschen untereinander. Im Mai 2014 flogen 25 Bürgerinnen und Bürger nach Südpolen und statteten dabei auch der Partnerstadt einen Besuch ab. Hier gab es nicht nur offizielles Händeschütteln, sondern es wurden auch erste private Kontakte geknüpft. Über diese Begegnungen und über weitere Aktivitäten, die der Arbeitskreis vorhat, wird Klaus Farber in seinem Vortrag den Zuhörern berichten.

Der Termin:

Donnerstag, 14. August um 19.30 Uhr
ADRA e.V., Bergisch Gladbach-Stadtmitte, Hauptstr. 362

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Stadträte wollen an NSU-Mord erinnern

03 August 2014 von Darian Lambert

nsu-kiesewetterStraße soll nach ermordeter Polizistin benannt werden

Am 4. September 2014 findet um 17 Uhr im Bezirkshaus Chorweiler, Großer Saal des Bürgerzentrum Chorweiler, die Anhörung des Bürgerantrags „Umbennenung der Merianstraße in Michèle Kiesewetter Straße“ statt. An der Merianstraße in Chorweiler befindet sich das Bundesamt für Verfassungsschutz.


Träger des Bürgerantrages sind der Vorsitzende der Kölner Piratenpartei und MdR Thomas Hegenbarth, der Vorsitzende der Bergisch Gladbacher Bürgerpartei und MdR Frank Samirae, sowie der Kölner Aktivist Wilfried Obst.

Die Antragsteller sehen in der Mordserie des NSU ein gigantisches Versagen der Sicherheitsbehörden, die eigentlich alles wussten, aber nichts damit anfangen konnten. Die Frage ist nun, welche politische Bedeutung den Ermittlungsfehlern zukommt. „Das Schlimmste ist das Vergessen.“ – meint Stadtrat Frank Samirae. „Mit der Benennung der Straße möchten wir daran erinnern, wie durch Versagen des Bundesverfassungsschutzes eine Polizeibeamtin zum Mordopfer werden konnte.“ – so Samirae weiter. Wie bekannt wurde, hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz noch nach Aufdeckung der Taten sogar Akten dazu vernichtet.

Am 25. April 2007 wurde die 22jährige Polizeivollzugsbeamtin Michèle Kiesewetter in Heilbronn mit einem gezielten Kopfschuss getötet und ein weiterer Polizeibeamter mit einem Kopfschuss lebensgefährlich verletzt. Der Mordfall wurde zunächst durch die jahrelange Fahndung nach dem Heilbronner Phantom in der Öffentlichkeit bekannt. Seit dem 7. November 2011 wird das Verbrechen aufgrund von Waffenfunden der rechtsterroristischen Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund zugeordnet. Etwa 14 Uhr war es an jenem 25. April 2007, als die Rechtsextremisten Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt der Zwickauer Terrorzelle nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft auf Michèle Kiesewetter und ihren Kollegen Martin A. Kopfschüsse abgaben – in heimtückischer Art, von schräg hinten, als die Beamten gerade ahnungslos im Streifenwagen Pause machten.

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FDP: Wahlklatsche bei Landtagswahlen absehbar

03 August 2014 von Darian Lambert

dig-facebook-fdp-01Heftige Kritik von der eigenen Basis

Für die FDP sieht es düster aus. In Sachsen, Brandenburg und Thüringen stehen die Landtagswahlen bevor. Glaubt man den Prognosen, wird es die Partei in keinen der Landtage mehr schaffen

In Sachsen, wo sie bei der vorigen Wahl mit zehn Prozent nur 0,4 Punkte hinter der SPD lag stellt sie die letzten liberalen Minister der Republik. Doch bei der Europawahl brach die FDP auch in Sachsen ein, und die AfD gewann. Prognose: 4 %

In Brandenburg und Thüringen ist die FDP 2009 mit 7,2 und 7,6 Prozent in die Landtage eingezogen – weil der damalige Vorsitzende Guido Westerwelle die Partei bundesweit zu einem Rekordergebnis von 14,6 Prozent führte. Ohne diesen Rückenwind hätte sie es in Potsdam und Erfurt schon damals kaum geschafft. Prognosen je: 3 – 4 %

Christan Lindner glaubt fest FDP und AfD hätten nichts miteinander zu tun. Zur Katastrophe bei der Bundestagswahl hätten Verluste an die AfD nur zu einem Zehntel beigetragen. Mit ihren gesellschaftspolitischen Vorstellungen aus dem vorigen Jahrhundert sei die „AfD alles andere als liberal“. Derweil wechselt bekanntes Personal der Liberalen offenbar zur AfD. Christian Lüth, Sprecher der AfD im Bund, war früher Büroleiter eines FDP-Bundestagsabgeordneten.

Die FDP Basis kritisiert, das die Partei wieder liberaler werden muss. „Das Sie bedingungslos für den ESM oder den anderen Rettungsschirm gestimmt haben ist unklug, aber da waren sie noch an der Macht mit der CDU/CSU, da hat mit Herrn Bossbach endlich jemand Rückrat gezeigt und nicht alles gedankenlos mitgetragen. Die FDP darf nicht für die Einheitskasse oder Bürgerversicherung sein. Herr Schäffler & Herr C. Gebauer sind mit ihren liberalen Sichten eines Minimalstaats auf den richtigen Weg.“ – erklärt uns Klaus Korbmacher ein liberaler und konservativer Mensch.

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