Archiv | Wirtschaft

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Winter bleibt in NRW präsent – Glättegefahr in der Nacht, Schnee am Morgen

07 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Der Winter hält Nordrhein-Westfalen weiterhin fest im Griff. Nach zahlreichen Glätte-Unfällen in den vergangenen Tagen war die Lage zuletzt zwar etwas entspannter, doch Entwarnung gibt es nicht. Auch in den kommenden Nächten und am Mittwochmorgen müssen sich Verkehrsteilnehmende erneut auf winterliche Straßenverhältnisse einstellen.

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Überfrierende Nässe in der Nacht

In der Nacht zum Mittwoch sind zwar kaum neue Niederschläge zu erwarten, dennoch warnt der Deutscher Wetterdienst vor überfrierender Nässe. Feuchte Stellen auf Fahrbahnen können bei anhaltendem Frost erneut gefrieren und für gefährliche Glätte sorgen. Die Temperaturen sinken dabei am Rhein auf etwa minus zwei Grad, im Bergland sind sogar Werte bis zu minus elf Grad möglich.

Vorsicht auf besonders gefährdeten Autobahnabschnitten

Auch am Mittwochmorgen bleibt erhöhte Vorsicht geboten, insbesondere auf bekannten Problemstrecken. Dazu zählen unter anderem die A4 im Bergischen Land, die A3 zwischen Hilden und Breitscheid, die A46 im Raum Wuppertal sowie die A45 im Sauerland. Gerade in den frühen Morgenstunden kann es dort durch Eisreste und Schneematsch rutschig sein.

Neuer Schneefall ab dem Mittag

Im Laufe des Mittwochs zieht von den Niederlanden und Belgien her ein neues Niederschlagsgebiet auf. Ab dem Mittag breiten sich in NRW wieder Schneefälle und Glätte aus. Bis zum Abend werden je nach Region ein bis fünf Zentimeter Neuschnee erwartet, in höheren Lagen lokal sogar bis zu zehn Zentimeter. Die Temperaturen bleiben winterlich mit Werten zwischen minus sieben Grad und plus zwei Grad in den Städten am Rhein.

Aktuelle Schneehöhen in NRW

Bereits jetzt liegen in vielen Regionen nennenswerte Schneemengen. Auf dem Kahler Asten wurden 33 Zentimeter gemessen. In Lüdenscheid liegen rund 14 Zentimeter Schnee, in Bad Lippspringe etwa zehn. Auch im Ruhrgebiet und Münsterland ist noch eine geschlossene Schneedecke vorhanden, während im Raum Köln und Bonn durchschnittlich rund zwei Zentimeter Schnee liegen.

Wetterumschwung ab Donnerstag erwartet

Ab Donnerstag wird es allmählich milder. In der Nacht kann es westlich des Rheins zu einem Übergang von Schnee in Regen kommen, wodurch erneut Glätte droht. Die Höchstwerte steigen auf ein bis vier Grad. Am Freitag wird es dann zunehmend stürmisch, begleitet von Schnee, Schneeregen und Regen – insbesondere im Bergland bleibt die Glättegefahr hoch.

Winterliche Idylle trifft auf Verkehrsprobleme

Der anhaltende Schneefall hat vielerorts für winterliche Landschaften gesorgt und sogar kleineren Skigebieten in Westfalen den Betrieb ermöglicht. Gleichzeitig zeigte das vergangene Wochenende jedoch, wie stark Schnee und Eis den Verkehr beeinträchtigen können. Zahlreiche Unfälle, Störungen im Bahnverkehr und wetterbedingte Warnungen prägten die Lage. Auch in den kommenden Tagen ist daher Umsicht im Straßenverkehr weiterhin dringend geboten.

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Stellwerksstörung behoben – Weiterhin Verspätungen am Düsseldorfer Hauptbahnhof

06 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Ein technischer Defekt an einem Stellwerk am Düsseldorfer Hauptbahnhof hat am Morgen zu erheblichen Einschränkungen im Zugverkehr geführt. Betroffen waren insbesondere die S-Bahn-Linien S1 und S6 sowie der Regionalexpress RE1. Die Störung führte zeitweise zu Zugausfällen und deutlichen Verspätungen.

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Reparatur abgeschlossen – Betrieb läuft wieder an

Nach Angaben der Bahn konnte die Stellwerksstörung inzwischen behoben werden. Der Fernverkehr, der während der Reparaturarbeiten über Neuss umgeleitet worden war, verkehrt wieder regulär. Auch der Regionalverkehr wurde wieder aufgenommen. Dennoch müssen Fahrgäste weiterhin mit Verspätungen rechnen, insbesondere im S-Bahn-Verkehr, da noch Testfahrten durchgeführt werden.

Ersatzverkehr während der Störung

Während der Behebung der technischen Probleme wurde auf mehreren Strecken ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Auf der Linie S1 fuhren zeitweise Busse zwischen Düsseldorf Hauptbahnhof und Solingen. Auch auf der S6 kamen Ersatzbusse zum Einsatz, unter anderem zwischen Kettwig und Düsseldorf Hauptbahnhof sowie zwischen Düsseldorf und Köln-Mülheim.

Umleitungen im Regionalverkehr

Die Züge des RE1 wurden während der Störung zwischen Köln-Mülheim und Duisburg Hauptbahnhof ohne Zwischenhalt umgeleitet. Die Strecke führte über Neuss Hauptbahnhof und Dormagen.

Fahrgäste sollten weiterhin Zeit einplanen

Trotz der behobenen Störung kann es am Düsseldorfer Hauptbahnhof und auf den betroffenen Linien weiterhin zu Verzögerungen kommen. Reisende werden gebeten, ihre Verbindungen vor Fahrtantritt zu prüfen und zusätzliche Zeit einzuplanen, bis sich der Betrieb vollständig stabilisiert hat.

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Photovoltaik-Förderung der Stadt Köln startet – Anträge für 2026 ab sofort möglich

05 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Die Köln setzt den Ausbau erneuerbarer Energien konsequent fort und startet erneut ihre Photovoltaik-Förderprogramme. Ab sofort können Anträge für das Jahr 2026 in den Programmen „Photovoltaik – klimafreundliches Wohnen in Köln“ sowie „Photovoltaik – klimafreundliches Arbeiten in Köln“ online gestellt werden. Insgesamt stehen dafür acht Millionen Euro aus dem städtischen Fördertopf zur Verfügung.

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Breites Förderangebot für Privatpersonen und Unternehmen

Die Förderprogramme richten sich an eine breite Zielgruppe. Unterstützt werden sowohl private Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohnimmobilien als auch Unternehmen, Gewerbebetriebe und gemeinnützige Organisationen. Ziel ist es, den Einstieg in die Solarenergie zu erleichtern und Investitionen in eine nachhaltige Energieversorgung attraktiver zu machen.

Zuschüsse bis zu 10.000 Euro möglich

Im Rahmen der aktuellen Programme sind Förderpauschalen von bis zu 10.000 Euro je Antrag möglich. Gefördert werden verschiedene Maßnahmen, darunter Steckersolargeräte für Balkone oder Terrassen, größere Photovoltaikanlagen auf Dächern sowie Batteriespeicher zur Erhöhung des Eigenverbrauchs. Auch Anlagen auf Gebäuden von Vereinen und sozialen Einrichtungen können bezuschusst werden.

Förderung auch für Kleingärten vorgesehen

Ein besonderer Fokus liegt auf der Ausweitung der Solarenergie im gesamten Stadtgebiet. Deshalb sind Photovoltaikanlagen und Steckersolargeräte auch im Geltungsbereich der Kölner Kleingartenordnung förderfähig. Damit sollen auch Kleingärtnerinnen und Kleingärtner die Möglichkeit erhalten, einen Beitrag zur klimafreundlichen Stromerzeugung zu leisten.

Laufzeit der Programme bis Ende 2026

Die Förderprogramme sind vorbehaltlich der gesamtstädtischen Haushaltslage bis zum 31. Dezember 2026 vorgesehen. Eine Antragstellung ist jedoch nur möglich, solange ausreichend Fördermittel zur Verfügung stehen. Bei hoher Nachfrage kann es daher zu einer vorzeitigen Ausschöpfung der Mittel kommen.

Online-Antrag und weitere Informationen

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online. Detaillierte Informationen zu den Fördervoraussetzungen, den einzelnen Förderbausteinen sowie zum Antragsverfahren stellt die Stadt Köln auf ihrer Internetseite bereit. Interessierte finden dort auch Hinweise zu technischen Anforderungen und zu den notwendigen Unterlagen für eine erfolgreiche Antragstellung.

Mit der Neuauflage der Photovoltaik-Förderung verfolgt die Stadt Köln das Ziel, den lokalen Klimaschutz weiter voranzubringen, den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen und Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Energiewende zu beteiligen.

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Nach Großbrand im Krefelder Hafen: Ermittler schließen Brandstiftung aus

24 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Nach dem verheerenden Brand im Krefelder Hafengebiet liegen erste Ergebnisse der Brandermittlungen vor. Nach aktuellem Stand gehen Polizei und Feuerwehr nicht von einer Straftat aus. Hinweise auf Brandstiftung konnten ausgeschlossen werden. Stattdessen gilt ein technischer Defekt als wahrscheinliche Ursache – möglicherweise hat sich eine alte Batterie innerhalb des Schrottmaterials selbst entzündet. Aufgrund der massiven Zerstörung durch das Feuer wird sich die genaue Brandursache jedoch voraussichtlich nicht mehr abschließend klären lassen.

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Feuer in Recyclingbetrieb löste Großeinsatz aus

Das Feuer war am frühen Montagmorgen im Hafengebiet gemeldet worden. In Brand geraten war ein großer Schrotthaufen auf dem Gelände eines Recyclingunternehmens. Nach Angaben der Feuerwehr handelte es sich um bis zu 800 Tonnen Metall. Menschen kamen bei dem Einsatz nicht zu Schaden, auch Verletzte gab es nicht.

Bis zu 300 Einsatzkräfte vor Ort

Zeitweise waren bis zu 300 Feuerwehrleute im Einsatz. Unterstützung kam aus mehreren Nachbarstädten und Kreisen. Vorsorglich wurden vier angrenzende Betriebe evakuiert, Wohngebiete waren nicht betroffen. Die Warnmeldung über die App NINA konnte im Laufe des Einsatzes wieder aufgehoben werden. Am Dienstag durften die Mitarbeitenden der betroffenen Firmen an ihre Arbeitsplätze zurückkehren.

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig und dauerten bis in die Nacht. Unter anderem wurde Wasser aus dem Rhein eingesetzt. Gegen 2 Uhr nachts rückten die letzten Einsatzkräfte ab, das Feuer galt zu diesem Zeitpunkt als vollständig gelöscht.

Schwierige Bedingungen bei den Löscharbeiten

Erschwert wurden die Arbeiten durch wechselnde Windrichtungen und die enorme Hitzeentwicklung. Der brennende Schrotthaufen musste mit schwerem Gerät auseinandergezogen werden, was das Feuer immer wieder neu anfachte. Zudem kam es zu Verpuffungen, da sich unter dem Material vermutlich auch Batterien aus geschredderten Fahrzeugen befanden.

Um die Lage besser einschätzen zu können, setzten die Einsatzkräfte Wärmebildkameras und Drohnen ein. Zwischenzeitlich bestand zudem die Gefahr, dass eine angrenzende Betonmauer durch die Hitze einstürzt. Diese konnte jedoch rechtzeitig gesichert werden.

Geruchsbelästigung in mehreren Städten

Durch die starke Rauchentwicklung kam es in der Krefelder Innenstadt sowie in mehreren umliegenden Städten zu deutlicher Geruchsbelästigung. Regelmäßige Messfahrten ergaben jedoch keine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung.

Recyclingbetriebe besonders brandgefährdet

Nach Angaben der Feuerwehr ist es nicht das erste Mal, dass es auf dem Gelände des betroffenen Unternehmens zu einem Brand kam. Recyclingbetriebe gelten als besonders anfällig für solche Brände, da sich im Lagergut oft nicht vollständig kontrollierbare Materialien befinden. Selbstentzündungen, etwa durch Batterien oder Akkus, stellen dabei ein erhebliches Risiko dar.

Die Ermittlungen zur genauen Brandursache dauern zwar an, eine strafbare Handlung wird jedoch nach aktuellem Stand ausgeschlossen.

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Häufige Brände in Recyclingbetrieben setzen Branche unter Druck

24 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Brände in Recycling- und Entsorgungsbetrieben sind in Deutschland längst kein Ausnahmefall mehr. Branchenverbände gehen inzwischen von durchschnittlich rund 30 Feuern pro Tag aus. Der jüngste Großeinsatz auf einem Recyclinghof im Krefelder Hafen hat das Ausmaß des Problems erneut deutlich gemacht und eine Debatte über Ursachen, Risiken und notwendige Gegenmaßnahmen befeuert.

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Zunehmende Brandgefahr mit weitreichenden Folgen

Während viele kleinere Brände schnell unter Kontrolle gebracht werden können, häufen sich seit Jahren auch Großbrände mit erheblichem Aufwand für Feuerwehr und Betreiber. Diese Einsätze gefährden Mitarbeitende, Einsatzkräfte und Anwohnende und belasten Umwelt und Infrastruktur. Hinzu kommen massive wirtschaftliche Folgen: Versicherungsbeiträge steigen stark an, Versicherer ziehen sich teilweise ganz aus dem Markt zurück und beschädigte Anlagen lassen sich oft nur mit großem Zeit- und Kostenaufwand wieder instand setzen. In Einzelfällen haben Unternehmen ihren Betrieb nach Bränden sogar vollständig eingestellt.

Die Verbände warnen deshalb vor einer Bedrohung der Entsorgungssicherheit. Recyclingbetriebe sind ein zentraler Bestandteil der Kreislaufwirtschaft – fällt ihre Leistungsfähigkeit weg, hätte das spürbare Folgen für Kommunen, Wirtschaft und Verbraucher.

Akkus, Technik und Trockenheit als Hauptursachen

Als eine der größten Gefahren gelten falsch entsorgte Lithium-Ionen-Akkus und Batterien. Sie stecken nicht nur in offensichtlichen Elektrogeräten wie Smartphones oder E-Bikes, sondern auch in Alltagsprodukten wie Spielzeug, Grußkarten oder Einweg-E-Zigaretten. Werden solche Akkus beschädigt, gepresst oder stark erhitzt, können sie sich selbst entzünden und explosionsartige Brände auslösen.

Daneben spielen auch unsachgemäß entsorgte Gasflaschen, technische Defekte an Maschinen sowie wirtschaftliche Engpässe eine Rolle. Fehlende Investitionen in Wartung und Sicherheitstechnik sowie Personalmangel erhöhen das Risiko zusätzlich. Besonders im Sommer verschärfen Trockenheit und Hitze die Lage, da viele Materialien schneller Feuer fangen und sich Brände rascher ausbreiten.

Forderungen an Politik und Betriebe

Die Branche sieht Handlungsbedarf auf mehreren Ebenen. Betreiber setzen zunehmend auf moderne Brandschutzkonzepte, darunter automatisierte Löschanlagen, KI-gestützte Frühwarnsysteme und regelmäßige Schulungen. Gleichzeitig richten die Verbände klare Forderungen an die Politik. Dazu zählen die Einführung eines Batteriepfandes, eine verpflichtende Kennzeichnung von Produkten mit Batterien oder Akkus, ein Pfand- oder Verbotssystem für Einweg-E-Zigaretten sowie eine herstellerfinanzierte Absicherung für Recyclingbetriebe im Schadensfall.

Erste Gespräche mit dem Bund haben bereits stattgefunden, weitere sollen folgen. Ziel ist es, die Zahl der Brände spürbar zu senken und die Entsorgung langfristig abzusichern.

Auch Verbraucher tragen Verantwortung

Ein wichtiger Hebel liegt zudem bei den Bürgerinnen und Bürgern. Viele Geräte gehören nicht in die Restmüll- oder Recyclingtonne, sondern müssen als Elektroschrott entsorgt werden – auch dann, wenn der Akku leer erscheint. Kleine Elektrogeräte können häufig im Handel zurückgegeben werden, größere Geräte müssen beim Neukauf vom Händler kostenlos angenommen werden.

Nur durch das Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft und Verbrauchern lässt sich die Brandgefahr in Recyclingbetrieben nachhaltig reduzieren – und damit ein zentraler Pfeiler der Kreislaufwirtschaft sichern.

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Kölner Lehrer fordert kostenloses Schulessen für alle Kinder

24 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

An der Katharina-Henoth-Gesamtschule im Kölner Stadtteil Höhenberg zeigt sich täglich ein Problem, das weit über die Schule hinausreicht: Viele Schülerinnen und Schüler kommen hungrig in den Unterricht. Für manche ist das Mittagessen in der Mensa die einzige warme Mahlzeit des Tages – andere verzichten ganz darauf oder teilen sich das Essen mit Mitschülern. Der Hunger wirkt sich spürbar auf Konzentration, Lernfähigkeit und das soziale Miteinander aus.

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Hunger als Teil des Schulalltags

Lehrer Numan Sarrac kennt diese Situationen seit Jahren. Seit 15 Jahren unterrichtet er an der Schule und erlebt, wie eng schulische Leistungen und die soziale Lage der Familien miteinander verbunden sind. Immer wieder wird deutlich, dass fehlende Mahlzeiten nicht nur ein gesundheitliches, sondern auch ein pädagogisches Problem darstellen. Kinder, die hungrig sind, können dem Unterricht oft kaum folgen und ziehen sich zurück.

Petition für ein kostenloses Schulessen

Aus diesen Erfahrungen heraus hat Sarrac eine landesweite Petition gestartet. Sein Ziel: ein kostenloses Mittagessen für alle Kinder in Nordrhein-Westfalen. Innerhalb kurzer Zeit haben mehr als 12.000 Menschen das Anliegen unterstützt. Die Forderung trifft einen Nerv, ist jedoch politisch umstritten. Fachleute schätzen, dass ein flächendeckendes kostenloses Schulessen Kosten von rund zwei Milliarden Euro pro Jahr verursachen würde. Für Sarrac ist dies dennoch eine notwendige Investition, um Kinderarmut wirksam zu bekämpfen und gleiche Bildungschancen zu schaffen.

Schulen versuchen gegenzusteuern

An der Katharina-Henoth-Gesamtschule wird bereits versucht, den akuten Bedarf abzufedern. Mithilfe privater Spenden bietet die Schule ein kostenloses Frühstück an. Dieses Angebot lindert die Not am Morgen, ersetzt jedoch keine verlässliche Mittagsversorgung. Auch die Schulleitung sieht langfristigen Handlungsbedarf und plädiert zumindest für kostenlose Mahlzeiten an Schulen in sozial besonders belasteten Stadtteilen.

Ein strukturelles Problem mit landesweiter Dimension

Die Schule in Höhenberg weist den höchsten sozialen Belastungsindex in Köln auf. Ein Großteil der Schülerinnen und Schüler stammt aus Familien mit geringem Einkommen, viele sind auf staatliche Unterstützung angewiesen. Landesweit gilt etwa jedes fünfte Kind in Nordrhein-Westfalen als armutsgefährdet. Der Blick nach Köln zeigt damit exemplarisch ein gesamtgesellschaftliches Problem: Schulhunger ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck wachsender Kinderarmut.

Die Petition für kostenloses Schulessen hat die Debatte neu angestoßen. Sie macht deutlich, dass es nicht nur um Ernährung geht, sondern um Bildungsgerechtigkeit, Teilhabe und die Frage, wie viel soziale Verantwortung Politik und Gesellschaft übernehmen wollen.

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Stadt Köln tritt europäischer Allianz „Mayors for Housing“ bei

23 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Die Stadt Köln verstärkt ihr Engagement für bezahlbaren Wohnraum auf europäischer Ebene. Oberbürgermeister Torsten Burmester ist der EU-weiten Initiative „Mayors for Housing“ beigetreten. Das Bündnis vereint Bürgermeisterinnen und Bürgermeister großer europäischer Städte und setzt sich dafür ein, Wohnen als soziales Grundrecht zu verankern sowie Städten eine stärkere Rolle in der europäischen Wohnungspolitik und bei der Vergabe von Fördermitteln zu geben.

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Bezahlbarer Wohnraum als zentrales Zukunftsthema

Steigende Mieten und knapper Wohnraum stellen Köln ebenso wie viele andere Metropolen vor große Herausforderungen. Mit dem Beitritt zu „Mayors for Housing“ will die Stadt ihre Interessen gebündelt mit anderen Kommunen auf EU-Ebene vertreten. Der Austausch mit Städten, die vor ähnlichen Problemen stehen, soll dazu beitragen, neue Lösungsansätze zu entwickeln und bewährte Strategien zu teilen, um den Wohnungsmarkt langfristig zu entlasten.

Europäische Zusammenarbeit gewinnt an Bedeutung

Der Schritt Kölns fällt zeitlich mit der Vorstellung des europäischen Plans für mehr erschwinglichen Wohnraum durch die EU-Kommission zusammen. Dieser sieht unter anderem Investitionen in den Wohnungsbau sowie Anpassungen von EU-Beihilferegeln vor. Die Initiative „Mayors for Housing“ bewertet diesen Plan als wichtigen Meilenstein, betont jedoch zugleich, dass die bisherigen Finanzierungsinstrumente nicht ausreichen, um den hohen Investitionsbedarf in den Städten zu decken.

Starkes Netzwerk europäischer Metropolen

Zum Bündnis gehören unter anderem Städte wie Amsterdam, Athen, Dublin, Florenz, Lissabon sowie Kölns Partnerstadt Barcelona. Auch Leipzig ist als weiteres deutsches Mitglied vertreten. Gemeinsam setzen sich die Städte für eine dauerhafte Zusammenarbeit mit der EU-Kommission ein, um die geplanten Maßnahmen weiter zu konkretisieren und mit verbindlichen Regelungen zu hinterlegen.

Ziel: Entlastung des Wohnungsmarktes in Köln

Für Köln eröffnet die Mitgliedschaft die Chance, europäische Rahmenbedingungen aktiv mitzugestalten und von gemeinsamen Initiativen zu profitieren. Der Fokus liegt darauf, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, den Wohnungsmarkt zu stabilisieren und die Lebensqualität in der Stadt nachhaltig zu sichern.

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„Das Bergische“ zieht positive Jahresbilanz: Tourismusregion mit starkem Wachstum und klarer Zukunftsstrategie

22 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Die Tourismusorganisation Das Bergische blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Mit wegweisenden Projekten, starken Netzwerken und messbaren wirtschaftlichen Effekten hat sich die Mittelgebirgsregion erneut als attraktive Freizeit-, Wander- und Kurzreiseregion im Umfeld der großen NRW-Städte positioniert. Gleichzeitig wurden wichtige Grundlagen für die weitere Entwicklung in den kommenden Jahren gelegt.

Austausch auf Bundesebene stärkt Profil der Region

Ein besonderer Höhepunkt des Jahres war die Ausrichtung der Klausurtagung des Bundesverbandes Deutsche Mittelgebirge im Mai. Vertreterinnen und Vertreter aus 26 Regionen kamen im Bergischen zusammen, um über Digitalisierung, nachhaltige Destinationsentwicklung und moderne Organisationsstrukturen zu beraten. Dabei konnte Das Bergische sein eigenes strategisches Konzept als Beispiel für eine zukunftsorientierte und vernetzte Tourismusregion vorstellen und bundesweit Akzente setzen.

Gesundheitstourismus als Zukunftsfeld

Ein zentraler Meilenstein 2025 war die Förderempfehlung für das Projekt „Bergisch Balance – Region mit Weitblick für Körper, Geist und Seele“. Ziel ist der gezielte Ausbau des Gesundheitstourismus auf Basis der natürlichen Ressourcen der Region. Geplant sind unter anderem ein naturnaher Gesundheitsweg im heilklimatischen Kurort Eckenhagen sowie ein digitales Erlebnis-Tool, das individuelle Gesundheitsimpulse vermittelt. Damit wird ein Themenfeld gestärkt, dem für die Zukunft großes Entwicklungspotenzial zugeschrieben wird.

Wander- und Kulturerlebnisse weiter ausgebaut

Auch im Bereich Wandern und Naturerlebnis verlief das Jahr erfolgreich. Die Bergischen Wanderwochen fanden 2025 gleich zweimal statt – im Frühjahr und im Herbst. Im Rahmen der Kooperation „Stadt Land Fluss trifft Bergische Wanderwochen“ wurden im Herbst mehr als 200 Veranstaltungen angeboten, darunter Gesundheitswanderungen, Exkursionen und kulinarische Formate. Die Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Rheinland, den Biologischen Stationen und dem Naturpark Bergisches Land unterstrich die kulturelle und ökologische Vielfalt der Region.

Netzwerke und Jubiläum beim Bergischen Tourismustag

Der Bergische Tourismustag 2025 stand ganz im Zeichen des Austauschs und der Zukunftsentwicklung. Mehr als 100 Teilnehmende aus Wirtschaft, Politik und Tourismus diskutierten über digitale Buchbarkeit, intelligente Lösungen im Tourismus und neue Erlebnisangebote. Gleichzeitig feierte Das Bergische sein 20-jähriges Bestehen und blickte auf zwei Jahrzehnte erfolgreicher Profilbildung zurück.

Qualitätswanderwege erneut ausgezeichnet

Ein weiteres positives Signal kam aus dem Bereich Wandern: Sowohl der Bergische Weg als auch der Bergische Panoramasteig wurden 2025 zum fünften Mal in Folge als „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ rezertifiziert. Die Fernwanderwege erfüllen erneut die hohen Anforderungen an naturnahe Wegeführung, zuverlässige Beschilderung und hohe Erlebnisqualität – ein Ergebnis des langjährigen Engagements vieler Partner aus Kommunen, Ehrenamt und Tourismuswirtschaft.

Tourismus bleibt starker Wirtschaftsfaktor

Die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus im Bergischen wurde durch eine aktuelle Auswertung des dwif für das Jahr 2024 untermauert. Demnach erzielte die Tourismuswirtschaft einen Bruttoumsatz von rund 539,4 Millionen Euro und eine Wertschöpfung von 262 Millionen Euro. Mit 13,1 Millionen Tagesreisen und 2,4 Millionen Übernachtungen behauptet sich die Region erfolgreich als beliebtes Ziel für Freizeit, Naherholung und Kurzurlaube. Besonders erfreulich ist der Anstieg der Übernachtungszahlen gegenüber 2022 sowie höhere Ausgaben pro Aufenthaltstag.

Tourismus wirkt über viele Branchen hinaus

Die Analyse zeigt zudem, dass der Tourismus weit über Hotellerie und Gastronomie hinaus positive Effekte entfaltet. Auch Einzelhandel, Dienstleister, lokale Produzenten und Handwerksbetriebe profitieren spürbar von der touristischen Nachfrage. Damit trägt der Tourismus wesentlich zur Lebensqualität und wirtschaftlichen Stabilität der Region bei.

Ausblick auf 2026: Qualität, Gesundheit und neue Angebote

Für das Jahr 2026 stehen bereits zahlreiche Projekte auf der Agenda. Dazu zählen die Umsetzung von „Bergisch Balance“, der weitere Ausbau des Bergischen Wanderlands, die Bergischen Wanderwochen im Frühjahr sowie neue Akzente im Radtourismus – unter anderem mit der erstmals geplanten Bergischen Radwoche im August 2026. Ergänzt werden diese Vorhaben durch den Ausbau digitaler Buchungsmöglichkeiten sowie neue Kultur- und Genussformate.

Mit einer klaren Strategie, starken Partnerschaften und positiven wirtschaftlichen Kennzahlen geht Das Bergische damit zuversichtlich in die Zukunft und setzt weiter auf nachhaltige Entwicklung, Qualität und Vernetzung.

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Mehr Geld für Mini-Jobber im Rheinisch-Bergischen Kreis

22 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Zum Jahreswechsel profitieren tausende geringfügig Beschäftigte im Rheinisch-Bergischen Kreis von einer spürbaren Einkommenssteigerung. Rund 24.600 Mini-Jobberinnen und Mini-Jobber können ab Januar monatlich bis zu 603 Euro verdienen. Möglich wird das durch die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns, der auf 13,90 Euro pro Stunde steigt.

Mindestlohnerhöhung wirkt sich direkt aus

Viele Mini-Jobber arbeiten zum gesetzlichen Mindestlohn. Für sie bedeutet die Anhebung ein konkretes Plus: Wer etwa zehn Stunden pro Woche beschäftigt ist, erhält ab Januar rund 47 Euro mehr im Monat. Damit steigt das verfügbare Einkommen vieler geringfügig Beschäftigter deutlich – gerade in Zeiten hoher Lebenshaltungskosten ein wichtiger Faktor.

Gleiche Rechte wie andere Beschäftigte

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) weist darauf hin, dass Mini-Jobber rechtlich nicht schlechter gestellt sind als andere Beschäftigte. Auch für sie gelten grundlegende Arbeitnehmerrechte. Dazu zählen unter anderem bezahlter Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowie Zuschläge für Nacht-, Wochenend- oder Feiertagsarbeit, sofern diese im Betrieb üblich sind. Auch Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld dürfen Mini-Jobbern nicht grundsätzlich vorenthalten werden.

Viele Mini-Jobs in der Gastronomie

Besonders verbreitet sind Mini-Jobs im Rheinisch-Bergischen Kreis in der Gastronomie. Allein in Restaurants, Gaststätten und Hotels arbeiten rund 2.930 Menschen auf geringfügiger Basis. Auch im Einzelhandel, in Bäckereien, Kantinen oder bei saisonalen Angeboten wie Weihnachtsmärkten spielen Mini-Jobs eine wichtige Rolle für den laufenden Betrieb vieler Unternehmen.

Kritik an der Verdrängung regulärer Stellen

Trotz der Einkommensverbesserung sieht die NGG die hohe Zahl an Mini-Jobs kritisch. Aus Sicht der Gewerkschaft besteht die Gefahr, dass reguläre sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verdrängt werden. Nur Voll- oder Teilzeitstellen mit Sozialversicherung bieten einen umfassenden Schutz, etwa bei Rente, Pflege oder Arbeitslosigkeit.

Frauen besonders betroffen

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die soziale Absicherung von Frauen. Rund 58 Prozent der geringfügig Beschäftigten im Rheinisch-Bergischen Kreis sind weiblich. Häufig nutzen insbesondere junge Mütter Mini-Jobs als Wiedereinstieg in den Beruf. Der Schritt in eine reguläre Beschäftigung gelingt jedoch nicht immer, was langfristig zu Nachteilen führen kann – etwa bei der Altersvorsorge.

Forderung nach Reform der Mini-Jobs

Vor diesem Hintergrund spricht sich die NGG dafür aus, Mini-Jobs in ihrer bisherigen Form zu reformieren oder abzuschaffen. Ziel sei es, dass jede geleistete Arbeitsstunde vom ersten Moment an vollständig sozialversicherungspflichtig ist. Die aktuelle Mindestlohnerhöhung sei zwar ein wichtiger Schritt, könne aber die strukturellen Probleme geringfügiger Beschäftigung nicht lösen.

Für die Mini-Jobber im Rheinisch-Bergischen Kreis bringt der Jahreswechsel dennoch zunächst eine positive Nachricht: Mehr Geld im Portemonnaie – und zugleich eine neue Debatte über faire Arbeitsbedingungen und soziale Absicherung.

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Kreis unterstützt Ukraine-Hilfe mit weiterer Fahrzeugspende

22 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Der Rheinisch-Bergische Kreis setzt sein Engagement für die Unterstützung der vom Krieg betroffenen Menschen in der Ukraine fort. Mit der Übergabe eines umgebauten VW-Busses an die Humanitäre Hilfe Bergisch Gladbach und die Humanitäre Hilfe Overath stellt der Kreis erneut dringend benötigte logistische Hilfe zur Verfügung.

Fahrzeug aus dem Kreiseinsatz für humanitäre Zwecke

Bei dem gespendeten Fahrzeug handelt es sich um einen VW-Bus, der zuvor als Vermessungsfahrzeug im Einsatz war. Nach seiner Aussonderung wurde er technisch überprüft und für den weiteren Einsatz vorbereitet. Landrat Arne von Boetticher überreichte nun die Fahrzeugschlüssel an die beiden Vereinsvorsitzenden Ulrich Gürster und Norbert Kuhl. Mit der Spende soll die wichtige Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer gezielt unterstützt werden.

Bewährte Zusammenarbeit mit Hilfsvereinen

Die beiden Hilfsorganisationen engagieren sich seit Beginn des Krieges intensiv für die Ukraine-Hilfe und haben bereits mehrfach Fahrzeuge aus der Reserve des Kreises erhalten. Zuvor wurden unter anderem ein Krankentransportwagen, ein Kommandowagen sowie ein Multivan der Straßenmeisterei übergeben, der bereits in die Ukraine gebracht wurde. Der neue VW-Bus schließt nun an diese Reihe an.

Vielseitig einsetzbar im Krisengebiet

Durch den früheren Umbau zum Vermessungsfahrzeug verfügt der Bus über keine hintere Sitzreihe und bietet dadurch zusätzlichen Stauraum. Damit eignet er sich besonders gut für den Transport von Hilfsgütern, kann aber auch flexibel für andere logistische Aufgaben eingesetzt werden. Nach dem abgeschlossenen Check-up wird sich das Fahrzeug in Kürze auf den Weg in die Ukraine machen.

Mit der erneuten Fahrzeugspende leistet der Rheinisch-Bergische Kreis einen weiteren konkreten Beitrag zur humanitären Hilfe und unterstützt die Hilfsvereine dabei, dringend benötigte Unterstützung direkt dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird.

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