Autofahrerinnen und Autofahrer am Niederrhein müssen sich am kommenden Wochenende auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen. Die Bundesautobahn 61 wird ab Freitagabend voll gesperrt. Grund dafür sind Brückenbauarbeiten im Stadtgebiet von Viersen, bei denen eine Brücke abgerissen wird.
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Sperrung ab Freitagabend
Die Vollsperrung gilt ab heute Abend, 22 Uhr, und betrifft den Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Mönchengladbach und der Anschlussstelle Mackenstein – und zwar in beiden Fahrtrichtungen. Umleitungen sind großräumig eingerichtet und entsprechend ausgeschildert.
Auch Verbindungen an der A52 betroffen
Zusätzlich kommt es zu Einschränkungen an der Bundesautobahn 52. Am Autobahnkreuz Mönchengladbach sind die Verbindungen von der A52 aus Richtung Düsseldorf sowie aus Richtung Roermond auf die A61 in Fahrtrichtung Venlo gesperrt. Außerdem ist die Anschlussstelle Mackenstein in Fahrtrichtung Koblenz nicht nutzbar.
Wiederfreigabe für den Berufsverkehr geplant
Wenn die Arbeiten planmäßig verlaufen, soll die A61 im Bereich Viersen ab dem frühen Montagmorgen wieder für den Verkehr freigegeben werden. Damit wäre die Strecke rechtzeitig zum Berufsverkehr wieder passierbar.
Weitere Sperrungen in Zukunft möglich
Der Abriss ist Teil eines größeren Bauprojekts. Die betroffene Brücke soll bis zum Frühjahr kommenden Jahres neu errichtet werden. Für den Neubau sind weitere Sperrungen der Autobahn notwendig, konkrete Termine dafür stehen allerdings noch nicht fest. Verkehrsteilnehmende sollten sich daher auch in den kommenden Monaten auf Einschränkungen einstellen und ihre Routen entsprechend planen.
Pendlerinnen und Pendler im Ruhrgebiet müssen sich ab sofort auf erhebliche Einschränkungen einstellen: Zwischen Mülheim an der Ruhr, Duisburg und Oberhausen fahren für rund vier Wochen keine Züge. Grund sind umfangreiche Bauarbeiten im Bereich des Autobahn- und Bahnkreuzes Kaiserberg, einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in Nordrhein-Westfalen. Die Sperrung dauert von Freitagabend, 9. Januar, bis Freitagabend, 6. Februar.
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Großbaustelle im Kreuz Kaiserberg
Im Kreuz Kaiserberg kreuzen sich nicht nur mehrere Autobahnen, sondern auch eine der meistbefahrenen Bahnstrecken des Landes. In den kommenden Wochen werden dort Brücken abgerissen. Statt Zügen sind schwere Bagger im Einsatz. Für viele Berufspendler bedeutet das längere Fahrzeiten von mindestens 20 Minuten pro Strecke.
Ersatzverkehr und Umleitungen ab Mülheim und Essen
Wer aus Richtung Bochum oder Essen nach Duisburg möchte, fährt mit einem Regionalexpress bis zum Hauptbahnhof Mülheim. Von dort verkehren Ersatzbusse des Schienenersatzverkehrs (SEV) im Zehn-Minuten-Takt zum Duisburg Hauptbahnhof. Nachts fährt der Bus stündlich. Alternativ kann ab Mülheim auf die Straßenbahnlinie 901 ausgewichen werden, die ebenfalls rund 20 Minuten benötigt, jedoch nur im 30-Minuten-Takt fährt.
Alternativen für Fahrgäste aus Oberhausen
Auch aus Oberhausen ist ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die SEV-Busse für den RE19 fahren ebenfalls alle zehn Minuten nach Duisburg. Eine busfreie Alternative führt mit der RB36 bis Duisburg-Meiderich Süd und anschließend mit der Stadtbahnlinie U79 zum Hauptbahnhof.
Weitere Bauprojekte im Raum Duisburg
Die Deutsche Bahn nutzt die Sperrung, um parallel weitere Infrastrukturmaßnahmen umzusetzen. Am Duisburger Hauptbahnhof wird der Bau des Bahnsteigdachs an Gleis 6 fortgesetzt – ein Teil des größten Bahnhofsprojekts in NRW. Zudem wird die Eisenbahnbrücke über den Ruhrkanal zwischen Mülheim-Styrum und Duisburg ausgebaut, zuvor stehen dort Kampfmittelsondierungen an.
Darüber hinaus entstehen im Zuge des Rhein-Ruhr-Express-Ausbaus neue Schallschutzwände, unter anderem im Düsseldorfer Stadtteil Lichtenbroich sowie im Duisburger Stadtteil Duissern. In Mülheim sind zudem Arbeiten an den Oberleitungen geplant.
Empfehlung an Reisende
Fahrgäste werden dringend gebeten, sich vor Fahrtantritt über aktuelle Verbindungen, Ersatzverkehre und mögliche Verspätungen zu informieren. Die Situation bleibt bis Anfang Februar angespannt, eine frühzeitige Routenplanung kann jedoch helfen, den Bahnfrust zumindest etwas abzumildern.
Die Bergisch Gladbach verschickt am Freitag, den 9. Januar 2026, die Grundsteuerbescheide für das Jahr 2026. In den kommenden Tagen werden die Bescheide bei den Steuerpflichtigen eingehen und sorgen insbesondere bei Eigentümerinnen und Eigentümern von Nichtwohngrundstücken für Fragen.
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Differenzierte Hebesätze rechtlich zulässig
Hintergrund der aktuellen Diskussion ist ein Urteil des Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, das Grundsteuerbescheide mit differenzierten Hebesätzen in vier nordrhein-westfälischen Kommunen aufgehoben hat. Für Bergisch Gladbach hat diese Entscheidung jedoch zunächst keine Auswirkungen.
Das Land Nordrhein-Westfalen hatte den Kommunen bereits für das Jahr 2025 die Möglichkeit eröffnet, unterschiedliche Hebesätze festzulegen. Auf Grundlage eines Ratsbeschlusses gelten in Bergisch Gladbach seitdem unterschiedliche Hebesätze: 598 Prozentpunkte für Wohngrundstücke sowie 873 Prozentpunkte für Nichtwohngebäude und unbebaute Grundstücke. Die Stadt betont, dass diese Regelung aufkommensneutral ist und keine Mehreinnahmen für den städtischen Haushalt bedeutet.
Urteil betrifft nur vier Städte
Das Urteil aus Gelsenkirchen bezieht sich ausschließlich auf die klagenden Städte Bochum, Essen, Gelsenkirchen und Dortmund. Die Situation in Bergisch Gladbach war nicht Gegenstand des Verfahrens. Zudem ist die Entscheidung noch nicht rechtskräftig. Sowohl eine Berufung zum Oberverwaltungsgericht NRW als auch eine Sprungrevision zum Bundesverwaltungsgericht sind zugelassen.
Erst wenn eine höchstrichterliche Entscheidung vorliegt, könnte sich daraus eine landesweite Neubewertung der Praxis ergeben. Bis dahin bleiben die geltenden Regelungen in Bergisch Gladbach bestehen.
Widerspruch derzeit ohne rechtliche Grundlage
Viele Steuerpflichtige fragen sich, ob vorsorglich Widerspruch gegen den Grundsteuerbescheid 2026 eingelegt werden sollte. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass es aktuell keine rechtliche Grundlage gibt, über solche Widersprüche zu entscheiden.
Sollte der Stadtrat im März 2026 eine Erhöhung der Grundsteuer B mit Wirkung zum 1. Januar 2026 beschließen, würden die neuen Hebesätze durch einen geänderten Bescheid umgesetzt. In diesem Fall verlöre der ursprüngliche Bescheid seine Gültigkeit und laufende Widerspruchsverfahren würden eingestellt.
Zahlungspflicht bleibt bestehen
Die Stadtverwaltung empfiehlt daher, eingelegte Widersprüche im gegenseitigen Einvernehmen ruhend zu stellen, bis eine gerichtliche Klärung auf Landes- oder Bundesebene erfolgt ist. Wichtig für alle Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer: Ein Widerspruch entbindet nicht von der Pflicht, die festgesetzte Grundsteuer fristgerecht zu zahlen.
Mit dem Versand der Bescheide will die Stadt Transparenz schaffen und zugleich über die rechtliche Lage informieren, um unnötige Unsicherheiten zu vermeiden.
Die Stadt Bergisch Gladbach beginnt Mitte Januar 2026 mit der umfassenden Erneuerung der Altenberger-Dom-Straße. Der Baustart ist für Montag, den 19. Januar 2026, vorgesehen, witterungsbedingte Verschiebungen sind möglich. Die Maßnahme erstreckt sich zunächst vom Abschnitt Leverkusener Straße bis Schlebuscher Straße und wird im weiteren Verlauf bis „In den Wiesen“ fortgeführt. Der Abschluss ist für den Herbst 2026 geplant.
Ziel: Moderne, sichere und barrierefreie Verkehrsinfrastruktur
Mit der Baumaßnahme verfolgt die Stadt das Ziel, die Verkehrsinfrastruktur grundlegend zu modernisieren sowie Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit deutlich zu verbessern. Die Altenberger-Dom-Straße ist eine wichtige Verkehrsachse für den Stadtteil Schildgen und den überörtlichen Verkehr. Entsprechend umfangreich fallen die geplanten Arbeiten aus.
Geplante Maßnahmen im Überblick
Im Rahmen des Projekts sind mehrere Teilmaßnahmen vorgesehen. Die Fahrbahn erhält eine neue Asphaltdecke; sofern technisch erforderlich, wird auch der komplette Straßenaufbau erneuert. Eine hellere Deckschicht soll künftig die Aufheizung im Sommer reduzieren. Geh- und Radwege werden neu gebaut oder erweitert und mit Pflasterbelägen sowie einem taktilen Leitsystem ausgestattet, um die Barrierefreiheit zu erhöhen. Auch die Parkstreifen werden angepasst und erneuert. Moderne Tragschichten und eine optimierte Anordnung sollen unter anderem dazu beitragen, sogenannte Dooring-Unfälle zu vermeiden. Zusätzlich wird das Straßenbegleitgrün erweitert, um einen Beitrag zur Klimaanpassung und zur Aufwertung des Straßenraums zu leisten.
Verkehrsführung während der Bauzeit
Während der Bauarbeiten ist eine halbseitige Sperrung der Altenberger-Dom-Straße erforderlich. Der Verkehr aus Richtung Odenthal in Richtung Bergisch Gladbach wird einspurig aufrechterhalten. Der Gegenverkehr wird großräumig über das Stadtgebiet Leverkusen umgeleitet. Entsprechende Beschilderungen werden rechtzeitig eingerichtet. Der Busverkehr wird während der Bauphase über den Nittumer Weg geführt.
Information der Anwohner und Gewerbetreibenden
Die ausführende Baufirma wird Anwohnerinnen und Anwohner sowie ansässige Gewerbebetriebe vor Beginn der einzelnen Bauabschnitte gesondert informieren. Dabei geht es um konkrete Starttermine, Sperrbereiche und die jeweiligen Zufahrtsmöglichkeiten.
Mehr Aufenthaltsqualität für Schildgen
Nach Einschätzung des Ersten Beigeordneten Ragnar Migenda wird die Umsetzung der lange geplanten Maßnahme spürbare Verbesserungen für alle Verkehrsteilnehmenden bringen. Die Erneuerung der überregional bedeutsamen Straße soll die Aufenthaltsqualität im Ortskern von Schildgen erhöhen und die Verkehrsinfrastruktur auf ein modernes Niveau heben.
Stadt bittet um Verständnis
Die Stadt Bergisch Gladbach bittet alle Betroffenen um Verständnis für die mit der Baumaßnahme verbundenen Einschränkungen. Die Erneuerung der Altenberger-Dom-Straße wird als wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung der Infrastruktur und zur Aufwertung des Quartiers bewertet.
Der Winter hält Nordrhein-Westfalen weiterhin fest im Griff. Nach zahlreichen Glätte-Unfällen in den vergangenen Tagen war die Lage zuletzt zwar etwas entspannter, doch Entwarnung gibt es nicht. Auch in den kommenden Nächten und am Mittwochmorgen müssen sich Verkehrsteilnehmende erneut auf winterliche Straßenverhältnisse einstellen.
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Überfrierende Nässe in der Nacht
In der Nacht zum Mittwoch sind zwar kaum neue Niederschläge zu erwarten, dennoch warnt der Deutscher Wetterdienst vor überfrierender Nässe. Feuchte Stellen auf Fahrbahnen können bei anhaltendem Frost erneut gefrieren und für gefährliche Glätte sorgen. Die Temperaturen sinken dabei am Rhein auf etwa minus zwei Grad, im Bergland sind sogar Werte bis zu minus elf Grad möglich.
Vorsicht auf besonders gefährdeten Autobahnabschnitten
Auch am Mittwochmorgen bleibt erhöhte Vorsicht geboten, insbesondere auf bekannten Problemstrecken. Dazu zählen unter anderem die A4 im Bergischen Land, die A3 zwischen Hilden und Breitscheid, die A46 im Raum Wuppertal sowie die A45 im Sauerland. Gerade in den frühen Morgenstunden kann es dort durch Eisreste und Schneematsch rutschig sein.
Neuer Schneefall ab dem Mittag
Im Laufe des Mittwochs zieht von den Niederlanden und Belgien her ein neues Niederschlagsgebiet auf. Ab dem Mittag breiten sich in NRW wieder Schneefälle und Glätte aus. Bis zum Abend werden je nach Region ein bis fünf Zentimeter Neuschnee erwartet, in höheren Lagen lokal sogar bis zu zehn Zentimeter. Die Temperaturen bleiben winterlich mit Werten zwischen minus sieben Grad und plus zwei Grad in den Städten am Rhein.
Aktuelle Schneehöhen in NRW
Bereits jetzt liegen in vielen Regionen nennenswerte Schneemengen. Auf dem Kahler Asten wurden 33 Zentimeter gemessen. In Lüdenscheid liegen rund 14 Zentimeter Schnee, in Bad Lippspringe etwa zehn. Auch im Ruhrgebiet und Münsterland ist noch eine geschlossene Schneedecke vorhanden, während im Raum Köln und Bonn durchschnittlich rund zwei Zentimeter Schnee liegen.
Wetterumschwung ab Donnerstag erwartet
Ab Donnerstag wird es allmählich milder. In der Nacht kann es westlich des Rheins zu einem Übergang von Schnee in Regen kommen, wodurch erneut Glätte droht. Die Höchstwerte steigen auf ein bis vier Grad. Am Freitag wird es dann zunehmend stürmisch, begleitet von Schnee, Schneeregen und Regen – insbesondere im Bergland bleibt die Glättegefahr hoch.
Winterliche Idylle trifft auf Verkehrsprobleme
Der anhaltende Schneefall hat vielerorts für winterliche Landschaften gesorgt und sogar kleineren Skigebieten in Westfalen den Betrieb ermöglicht. Gleichzeitig zeigte das vergangene Wochenende jedoch, wie stark Schnee und Eis den Verkehr beeinträchtigen können. Zahlreiche Unfälle, Störungen im Bahnverkehr und wetterbedingte Warnungen prägten die Lage. Auch in den kommenden Tagen ist daher Umsicht im Straßenverkehr weiterhin dringend geboten.
Ein technischer Defekt an einem Stellwerk am Düsseldorfer Hauptbahnhof hat am Morgen zu erheblichen Einschränkungen im Zugverkehr geführt. Betroffen waren insbesondere die S-Bahn-Linien S1 und S6 sowie der Regionalexpress RE1. Die Störung führte zeitweise zu Zugausfällen und deutlichen Verspätungen.
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Reparatur abgeschlossen – Betrieb läuft wieder an
Nach Angaben der Bahn konnte die Stellwerksstörung inzwischen behoben werden. Der Fernverkehr, der während der Reparaturarbeiten über Neuss umgeleitet worden war, verkehrt wieder regulär. Auch der Regionalverkehr wurde wieder aufgenommen. Dennoch müssen Fahrgäste weiterhin mit Verspätungen rechnen, insbesondere im S-Bahn-Verkehr, da noch Testfahrten durchgeführt werden.
Ersatzverkehr während der Störung
Während der Behebung der technischen Probleme wurde auf mehreren Strecken ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Auf der Linie S1 fuhren zeitweise Busse zwischen Düsseldorf Hauptbahnhof und Solingen. Auch auf der S6 kamen Ersatzbusse zum Einsatz, unter anderem zwischen Kettwig und Düsseldorf Hauptbahnhof sowie zwischen Düsseldorf und Köln-Mülheim.
Umleitungen im Regionalverkehr
Die Züge des RE1 wurden während der Störung zwischen Köln-Mülheim und Duisburg Hauptbahnhof ohne Zwischenhalt umgeleitet. Die Strecke führte über Neuss Hauptbahnhof und Dormagen.
Fahrgäste sollten weiterhin Zeit einplanen
Trotz der behobenen Störung kann es am Düsseldorfer Hauptbahnhof und auf den betroffenen Linien weiterhin zu Verzögerungen kommen. Reisende werden gebeten, ihre Verbindungen vor Fahrtantritt zu prüfen und zusätzliche Zeit einzuplanen, bis sich der Betrieb vollständig stabilisiert hat.
Die Köln setzt den Ausbau erneuerbarer Energien konsequent fort und startet erneut ihre Photovoltaik-Förderprogramme. Ab sofort können Anträge für das Jahr 2026 in den Programmen „Photovoltaik – klimafreundliches Wohnen in Köln“ sowie „Photovoltaik – klimafreundliches Arbeiten in Köln“ online gestellt werden. Insgesamt stehen dafür acht Millionen Euro aus dem städtischen Fördertopf zur Verfügung.
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Breites Förderangebot für Privatpersonen und Unternehmen
Die Förderprogramme richten sich an eine breite Zielgruppe. Unterstützt werden sowohl private Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohnimmobilien als auch Unternehmen, Gewerbebetriebe und gemeinnützige Organisationen. Ziel ist es, den Einstieg in die Solarenergie zu erleichtern und Investitionen in eine nachhaltige Energieversorgung attraktiver zu machen.
Zuschüsse bis zu 10.000 Euro möglich
Im Rahmen der aktuellen Programme sind Förderpauschalen von bis zu 10.000 Euro je Antrag möglich. Gefördert werden verschiedene Maßnahmen, darunter Steckersolargeräte für Balkone oder Terrassen, größere Photovoltaikanlagen auf Dächern sowie Batteriespeicher zur Erhöhung des Eigenverbrauchs. Auch Anlagen auf Gebäuden von Vereinen und sozialen Einrichtungen können bezuschusst werden.
Förderung auch für Kleingärten vorgesehen
Ein besonderer Fokus liegt auf der Ausweitung der Solarenergie im gesamten Stadtgebiet. Deshalb sind Photovoltaikanlagen und Steckersolargeräte auch im Geltungsbereich der Kölner Kleingartenordnung förderfähig. Damit sollen auch Kleingärtnerinnen und Kleingärtner die Möglichkeit erhalten, einen Beitrag zur klimafreundlichen Stromerzeugung zu leisten.
Laufzeit der Programme bis Ende 2026
Die Förderprogramme sind vorbehaltlich der gesamtstädtischen Haushaltslage bis zum 31. Dezember 2026 vorgesehen. Eine Antragstellung ist jedoch nur möglich, solange ausreichend Fördermittel zur Verfügung stehen. Bei hoher Nachfrage kann es daher zu einer vorzeitigen Ausschöpfung der Mittel kommen.
Online-Antrag und weitere Informationen
Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online. Detaillierte Informationen zu den Fördervoraussetzungen, den einzelnen Förderbausteinen sowie zum Antragsverfahren stellt die Stadt Köln auf ihrer Internetseite bereit. Interessierte finden dort auch Hinweise zu technischen Anforderungen und zu den notwendigen Unterlagen für eine erfolgreiche Antragstellung.
Mit der Neuauflage der Photovoltaik-Förderung verfolgt die Stadt Köln das Ziel, den lokalen Klimaschutz weiter voranzubringen, den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen und Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Energiewende zu beteiligen.
Nach dem verheerenden Brand im Krefelder Hafengebiet liegen erste Ergebnisse der Brandermittlungen vor. Nach aktuellem Stand gehen Polizei und Feuerwehr nicht von einer Straftat aus. Hinweise auf Brandstiftung konnten ausgeschlossen werden. Stattdessen gilt ein technischer Defekt als wahrscheinliche Ursache – möglicherweise hat sich eine alte Batterie innerhalb des Schrottmaterials selbst entzündet. Aufgrund der massiven Zerstörung durch das Feuer wird sich die genaue Brandursache jedoch voraussichtlich nicht mehr abschließend klären lassen.
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Feuer in Recyclingbetrieb löste Großeinsatz aus
Das Feuer war am frühen Montagmorgen im Hafengebiet gemeldet worden. In Brand geraten war ein großer Schrotthaufen auf dem Gelände eines Recyclingunternehmens. Nach Angaben der Feuerwehr handelte es sich um bis zu 800 Tonnen Metall. Menschen kamen bei dem Einsatz nicht zu Schaden, auch Verletzte gab es nicht.
Bis zu 300 Einsatzkräfte vor Ort
Zeitweise waren bis zu 300 Feuerwehrleute im Einsatz. Unterstützung kam aus mehreren Nachbarstädten und Kreisen. Vorsorglich wurden vier angrenzende Betriebe evakuiert, Wohngebiete waren nicht betroffen. Die Warnmeldung über die App NINA konnte im Laufe des Einsatzes wieder aufgehoben werden. Am Dienstag durften die Mitarbeitenden der betroffenen Firmen an ihre Arbeitsplätze zurückkehren.
Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig und dauerten bis in die Nacht. Unter anderem wurde Wasser aus dem Rhein eingesetzt. Gegen 2 Uhr nachts rückten die letzten Einsatzkräfte ab, das Feuer galt zu diesem Zeitpunkt als vollständig gelöscht.
Schwierige Bedingungen bei den Löscharbeiten
Erschwert wurden die Arbeiten durch wechselnde Windrichtungen und die enorme Hitzeentwicklung. Der brennende Schrotthaufen musste mit schwerem Gerät auseinandergezogen werden, was das Feuer immer wieder neu anfachte. Zudem kam es zu Verpuffungen, da sich unter dem Material vermutlich auch Batterien aus geschredderten Fahrzeugen befanden.
Um die Lage besser einschätzen zu können, setzten die Einsatzkräfte Wärmebildkameras und Drohnen ein. Zwischenzeitlich bestand zudem die Gefahr, dass eine angrenzende Betonmauer durch die Hitze einstürzt. Diese konnte jedoch rechtzeitig gesichert werden.
Geruchsbelästigung in mehreren Städten
Durch die starke Rauchentwicklung kam es in der Krefelder Innenstadt sowie in mehreren umliegenden Städten zu deutlicher Geruchsbelästigung. Regelmäßige Messfahrten ergaben jedoch keine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung.
Recyclingbetriebe besonders brandgefährdet
Nach Angaben der Feuerwehr ist es nicht das erste Mal, dass es auf dem Gelände des betroffenen Unternehmens zu einem Brand kam. Recyclingbetriebe gelten als besonders anfällig für solche Brände, da sich im Lagergut oft nicht vollständig kontrollierbare Materialien befinden. Selbstentzündungen, etwa durch Batterien oder Akkus, stellen dabei ein erhebliches Risiko dar.
Die Ermittlungen zur genauen Brandursache dauern zwar an, eine strafbare Handlung wird jedoch nach aktuellem Stand ausgeschlossen.
Brände in Recycling- und Entsorgungsbetrieben sind in Deutschland längst kein Ausnahmefall mehr. Branchenverbände gehen inzwischen von durchschnittlich rund 30 Feuern pro Tag aus. Der jüngste Großeinsatz auf einem Recyclinghof im Krefelder Hafen hat das Ausmaß des Problems erneut deutlich gemacht und eine Debatte über Ursachen, Risiken und notwendige Gegenmaßnahmen befeuert.
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Zunehmende Brandgefahr mit weitreichenden Folgen
Während viele kleinere Brände schnell unter Kontrolle gebracht werden können, häufen sich seit Jahren auch Großbrände mit erheblichem Aufwand für Feuerwehr und Betreiber. Diese Einsätze gefährden Mitarbeitende, Einsatzkräfte und Anwohnende und belasten Umwelt und Infrastruktur. Hinzu kommen massive wirtschaftliche Folgen: Versicherungsbeiträge steigen stark an, Versicherer ziehen sich teilweise ganz aus dem Markt zurück und beschädigte Anlagen lassen sich oft nur mit großem Zeit- und Kostenaufwand wieder instand setzen. In Einzelfällen haben Unternehmen ihren Betrieb nach Bränden sogar vollständig eingestellt.
Die Verbände warnen deshalb vor einer Bedrohung der Entsorgungssicherheit. Recyclingbetriebe sind ein zentraler Bestandteil der Kreislaufwirtschaft – fällt ihre Leistungsfähigkeit weg, hätte das spürbare Folgen für Kommunen, Wirtschaft und Verbraucher.
Akkus, Technik und Trockenheit als Hauptursachen
Als eine der größten Gefahren gelten falsch entsorgte Lithium-Ionen-Akkus und Batterien. Sie stecken nicht nur in offensichtlichen Elektrogeräten wie Smartphones oder E-Bikes, sondern auch in Alltagsprodukten wie Spielzeug, Grußkarten oder Einweg-E-Zigaretten. Werden solche Akkus beschädigt, gepresst oder stark erhitzt, können sie sich selbst entzünden und explosionsartige Brände auslösen.
Daneben spielen auch unsachgemäß entsorgte Gasflaschen, technische Defekte an Maschinen sowie wirtschaftliche Engpässe eine Rolle. Fehlende Investitionen in Wartung und Sicherheitstechnik sowie Personalmangel erhöhen das Risiko zusätzlich. Besonders im Sommer verschärfen Trockenheit und Hitze die Lage, da viele Materialien schneller Feuer fangen und sich Brände rascher ausbreiten.
Forderungen an Politik und Betriebe
Die Branche sieht Handlungsbedarf auf mehreren Ebenen. Betreiber setzen zunehmend auf moderne Brandschutzkonzepte, darunter automatisierte Löschanlagen, KI-gestützte Frühwarnsysteme und regelmäßige Schulungen. Gleichzeitig richten die Verbände klare Forderungen an die Politik. Dazu zählen die Einführung eines Batteriepfandes, eine verpflichtende Kennzeichnung von Produkten mit Batterien oder Akkus, ein Pfand- oder Verbotssystem für Einweg-E-Zigaretten sowie eine herstellerfinanzierte Absicherung für Recyclingbetriebe im Schadensfall.
Erste Gespräche mit dem Bund haben bereits stattgefunden, weitere sollen folgen. Ziel ist es, die Zahl der Brände spürbar zu senken und die Entsorgung langfristig abzusichern.
Auch Verbraucher tragen Verantwortung
Ein wichtiger Hebel liegt zudem bei den Bürgerinnen und Bürgern. Viele Geräte gehören nicht in die Restmüll- oder Recyclingtonne, sondern müssen als Elektroschrott entsorgt werden – auch dann, wenn der Akku leer erscheint. Kleine Elektrogeräte können häufig im Handel zurückgegeben werden, größere Geräte müssen beim Neukauf vom Händler kostenlos angenommen werden.
Nur durch das Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft und Verbrauchern lässt sich die Brandgefahr in Recyclingbetrieben nachhaltig reduzieren – und damit ein zentraler Pfeiler der Kreislaufwirtschaft sichern.
An der Katharina-Henoth-Gesamtschule im Kölner Stadtteil Höhenberg zeigt sich täglich ein Problem, das weit über die Schule hinausreicht: Viele Schülerinnen und Schüler kommen hungrig in den Unterricht. Für manche ist das Mittagessen in der Mensa die einzige warme Mahlzeit des Tages – andere verzichten ganz darauf oder teilen sich das Essen mit Mitschülern. Der Hunger wirkt sich spürbar auf Konzentration, Lernfähigkeit und das soziale Miteinander aus.
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Hunger als Teil des Schulalltags
Lehrer Numan Sarrac kennt diese Situationen seit Jahren. Seit 15 Jahren unterrichtet er an der Schule und erlebt, wie eng schulische Leistungen und die soziale Lage der Familien miteinander verbunden sind. Immer wieder wird deutlich, dass fehlende Mahlzeiten nicht nur ein gesundheitliches, sondern auch ein pädagogisches Problem darstellen. Kinder, die hungrig sind, können dem Unterricht oft kaum folgen und ziehen sich zurück.
Petition für ein kostenloses Schulessen
Aus diesen Erfahrungen heraus hat Sarrac eine landesweite Petition gestartet. Sein Ziel: ein kostenloses Mittagessen für alle Kinder in Nordrhein-Westfalen. Innerhalb kurzer Zeit haben mehr als 12.000 Menschen das Anliegen unterstützt. Die Forderung trifft einen Nerv, ist jedoch politisch umstritten. Fachleute schätzen, dass ein flächendeckendes kostenloses Schulessen Kosten von rund zwei Milliarden Euro pro Jahr verursachen würde. Für Sarrac ist dies dennoch eine notwendige Investition, um Kinderarmut wirksam zu bekämpfen und gleiche Bildungschancen zu schaffen.
Schulen versuchen gegenzusteuern
An der Katharina-Henoth-Gesamtschule wird bereits versucht, den akuten Bedarf abzufedern. Mithilfe privater Spenden bietet die Schule ein kostenloses Frühstück an. Dieses Angebot lindert die Not am Morgen, ersetzt jedoch keine verlässliche Mittagsversorgung. Auch die Schulleitung sieht langfristigen Handlungsbedarf und plädiert zumindest für kostenlose Mahlzeiten an Schulen in sozial besonders belasteten Stadtteilen.
Ein strukturelles Problem mit landesweiter Dimension
Die Schule in Höhenberg weist den höchsten sozialen Belastungsindex in Köln auf. Ein Großteil der Schülerinnen und Schüler stammt aus Familien mit geringem Einkommen, viele sind auf staatliche Unterstützung angewiesen. Landesweit gilt etwa jedes fünfte Kind in Nordrhein-Westfalen als armutsgefährdet. Der Blick nach Köln zeigt damit exemplarisch ein gesamtgesellschaftliches Problem: Schulhunger ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck wachsender Kinderarmut.
Die Petition für kostenloses Schulessen hat die Debatte neu angestoßen. Sie macht deutlich, dass es nicht nur um Ernährung geht, sondern um Bildungsgerechtigkeit, Teilhabe und die Frage, wie viel soziale Verantwortung Politik und Gesellschaft übernehmen wollen.